Berchta: Unterschied zwischen den Versionen

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===Promythion===
 
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Der Dichter macht sich lustig über den Brauch der Zeugenberufung
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Der Dichter macht sich lustig über den Brauch der Zeugenberufung.
  
 
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Aktuelle Version vom 2. August 2020, 09:32 Uhr

Berchta; Berchta mit der langen Nase

AutorIn Anon.
Entstehungszeit
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Wien, ÖNB: Cod. 2885, 17vb-18rb [1]
Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum: Hs. FB 32001, 13rb-13va
Dresden, Sächsische Landesbibliothek: Mscr.Dresd.M.68, 17ra-17va [2]
Ausgaben Ridder, Klaus/Ziegeler, Hans-Joachim (Hg.): Deutsche Versnovellistik des 13. bis 15. Jahrhunderts; Von der Hagen, Friedrich Heinrich (Hg.): Gesamtabenteuer, Band 3, S. 33-35
Übersetzungen Ernst, Paul (Hg.): Altdeutsche Mären und Schwänke, S. 319-320
Ridder, Klaus/Ziegeler, Hans-Joachim (Hg.): Deutsche Versnovellistik des 13. bis 15. Jahrhunderts
Forschung Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung, S. 3, 7, 65, 90, 98, 108, 252


Inhalt

Promythion

Der Dichter macht sich lustig über den Brauch der Zeugenberufung.

Narratio

Am Abend des Neujahrstages heißt ein Mann sein Gesinde und sein Kind tüchtig von den reichlich aufgetragenen Speisen essen, damit Berchta nicht über sie komme. Verwundert fragt das Kind, wer denn diese Berchta sei, und der Vater schildert ein Ungeheuer, das den trete, der heute nicht genug esse. Das Kind fragt weiter, ob Berchta nicht etwa wie ein Geistlicher aussehe. Um dem Anlass zu dieser merkwürdigen Frage auf die Spur zu kommen, stimmt er zu und das Kind erzählt nun, wie Berchta einmal in seinem Beisein über die Mutter gekommen sei und sie heftig gestoßen und getreten habe. Die Muter sagt ärgerlich, das sei alles Kindergeschwätz, und der Mann geht der Sache wohlweislich nicht weiter nach.

Epimythion

Wenn eine Frau sich mit einem Pfaffen ins Bett legt, soll sie es vor ihren Kindern verhehlen.

(Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung, S. 446)