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	<title>Brevitas Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-12T20:16:16Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ragotzky,_Hedda:_Die_%27Klugheit_der_Praxis%27_und_ihr_Nutzen&amp;diff=13905</id>
		<title>Ragotzky, Hedda: Die &#039;Klugheit der Praxis&#039; und ihr Nutzen</title>
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		<updated>2021-01-21T11:18:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ragotzky, Hedda: Die Klugheit der Praxis und ihr Nutzen. Zum Verhältnis von erzählter Geschichte und lehrhafter Fazitbildung in Mären des Strickers. In: Beiträge zur Erforschung der deutschen Sprache 123 (2001), S. 49-64&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedda Ragotzky beleuchtet, unter Fokussierung des Verhältnisses von erzählter Geschichte und Formen der Fazitbildung in den Epimythien, die Mären des Strickers als Ursprung und normative Größe einer Märengattung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* These in [[Grubmüller, Klaus: Das Groteske im Märe als Element seiner Geschichte]]: Motivkorrespondenzen und Handlungsparallelen in Mären des Strickers, des Kaufringers und Rosenplüts können &amp;gt;&amp;gt;historische Gattungspoetik&amp;lt;&amp;lt; begründen. (49-50)&lt;br /&gt;
** Mären des Strickers als traditionstiftende Repräsentanten der Gattung Märe&lt;br /&gt;
** Mären des Stricker umkreisen ordo-Verstöße, Bestrafung und Restituition, weshalb als Gattunsgziel die Belehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien (50-52)&lt;br /&gt;
** Strickersche Mären ohne Epimythion (in Fischers Edition): [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]], [[Der durstige Einsiedel (Der Stricker)]], [[Der unbelehrbare Zecher (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
** Daraus ergibt sich, dass Epimythien trotz der Möglichkeit, darin die Geschichte lehrhaft auszugestalten, auch verzichtbar sind und die Erkenntnisleistung eines Märe ist nicht an das Epimythion gebunden. &lt;br /&gt;
** Das Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien ist somit flexibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (52-55)&lt;br /&gt;
** Es zeigt sich die charakteristische narrative Struktur: normative Balance von Rollen wird durch Handlung einer Figur bedroht, Anforderung an die Rolle einer Figur wird auf die Probe gestellt, Epimythion als Urteilsspruch über Versagen.&lt;br /&gt;
** Epimythion ist sprachlich kohäsiv gestaltet, indem die Zeitform beibehalten wird, aber auf Verallgemeinerung sowie auf Sentenz und Aufforderung an die Rezipienten verzichtet wird. &lt;br /&gt;
** Stattdessen zeigt sich das Epimythion als knappes, handlungsbezogenes Fazit mit implizitem Verbindlichkeitsanspruch. Jedoch ist der Urteilsspruch vom Erzähler nicht wertfrei formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (55-57)&lt;br /&gt;
** Dass Epimythien in abweichenen Formen vorliegen können zeigt sich in der Überlieferung des jungen Ratgebers in der &amp;gt;Disciplina Clericalis&amp;lt; des Petrus Alphonsi und der des Strickers.&lt;br /&gt;
** Ein innerhalb der Erzählstruktur entwickelter Bewertungsmaßstab wird im Epimythion zum Maß des Urteils über das Versagen der Herren. Jedoch ist die Lehre anders als in [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] nicht linear sondern bewegt sich hin und her, sowohl sprachlich durch den Tempuswechsel als auch erzählerisch durch das Beleuchten des Handelns gegenüber &#039;&#039;biderben&#039;&#039; und &#039;&#039;boesen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]] (57-58)&lt;br /&gt;
** In diesem mære wird das sehr lange Epimythion ähnlich der Bispel hinsichtlich Personen und deren Handlungen mit der zeitgenössischen Gesellschaft in Beziehung gesetzt (&amp;quot;Prozeß des &#039;&#039;gelîchens&#039;&#039;). Es zeichnet sich zwar durch die ablesbare Handlunsganweisung zudem eine starke Tendenz zur Spruchdichtung ab, das Epimythion wird letztlich jedoch durch die mære-konforme Verurteilung von Torheit geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Martinsnacht (Der Stricker)]] (58-59)&lt;br /&gt;
** Die charakteristische Erzählstruktur der mæren des Stricker wird eingehalten.&lt;br /&gt;
** Eine Zechrede ist durch ihre Qualität nicht einer moralischen Fazitbildung angemessen. Es zeichnet sich über die Warnung hinaus kein lehrhafter Charakter ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die drei Wünsche (Der Stricker)]] (59-60)&lt;br /&gt;
** Überschneidung der Gattungen zeigt sich auch an diesem Epimythion, insbesondere in der Analyse durch [[Sowinski, Bernhard: Die drei Wünsche des Stricker]] zu sehen.&lt;br /&gt;
** Nach einem Rückgriff auf Handlung und zeitgenössische Gegenwart wird im Epimythion stark abstrahierend die Torheit behandelt - in einem solchen Maß abstrahiert, dass diese beinahe losgelöst von der Geschichte betrachtet wird. Dabei finden sich in der Moralisation Anlagen an Aristoteles, Freidank und Heinrich von Müdeln.&lt;br /&gt;
** Dieses längste Epimythion bietet anhand der Toren-Typologie auch eine ordo-Erläuterung und erinnert an einen Traktat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]] (60-62)&lt;br /&gt;
** In diesem mæren ergibt sich eine inhaltliche Lücke zwischen Geschichte und Epimythion, da der erzählerisch passiv und rechtsbewusst aufgerufene Teufel der Warnung vor dessen Verführungskünsten widerspricht.&lt;br /&gt;
** Ein Anspruch christlicher Lehrtradition allein kann diese Diskrepnaz nicht erklären. Vielmehr macht Ragotzky die Ironie in der Geschichte für die Diskrepanz verantwortlich.&lt;br /&gt;
** Das Epimythion bezieht sich somit weniger auf den Teufel als auf die Handlungsweisen des Richters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frühe literarische Orienterungsleistung durch Widersprüche? (62-64)&lt;br /&gt;
** In (Schwank)mæren gibt es typusgerechte Abwandlungen der Epimythien, da sie für unterschidlich belehren sollen. Da sie zudem von außen zur Geschichte hinzu kommen, entsteht ein Spannungsverhältnis, das vom Erzähler genutzt wird.&lt;br /&gt;
** Im Epimythion werden zwar Handlungsaspekte selektiv aufgegriffen, aber der aufgerufene diskursive Kontext wird gebündelt und gelenkt.&lt;br /&gt;
** Als frühe Gattunsgvertreter erweisen sich die mæren des Strickers hinsichtlich der Abwandlungen von Moralisierungspraxis innovativ. Allerdings ist eine Annahme gattungspoetologischer Normen durch den Stricker mit Vorsicht zu behandeln.&lt;br /&gt;
**Sie sind zudem nicht rein didaktisch hinsichtlich der Einhaltung/Verletzung des ordos auslegbar. &amp;gt;&amp;gt;Konstitutiv für diese Geschichten ist vielmehr die Frage nach dem Wie des Handelns, nach einer Handlungsfähigkeit unter Bedingungen, angesichts derer das einfache Befolgen von ordo-Regeln gerade in die Sackgasse führt, die es nicht erlauben, &#039;&#039;wîsheit&#039;&#039; problemlos umzusetzen.&amp;lt;&amp;lt; (63)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Martinsnacht (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die drei Wünsche (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ehrismann,_Otfrid:_Tradition_und_Innovation&amp;diff=13688</id>
		<title>Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation</title>
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		<updated>2021-01-14T12:27:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation. Zu einigen Novellen des Stricker. In: Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Literatur des Spätmittelalters. Ergebnisse, Probleme und Perspektiven der Forschung. Greifswald 1986, S. 179-192&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Otfried Ehrismann greift zu dem Thema &amp;quot;Tradition und Innovation&amp;quot; fünf Stücke des Strickers heraus, welche der Innovation – also für die zeitgenössische Dichtung fremde und neue Ideen – zugeordnet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]] (179-180)&lt;br /&gt;
** Hier berichtet das Werk von einem gestörten &#039;&#039;ordo&#039;&#039;, allerdings ohne die Zerstörung dieses &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu verlangen, da es für keine der Gruppen innerhalb des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; Partei ergreift. Das Unrecht kann sich hier nur ausbreiten, weil alle soziale Gruppen innerhalb des vom Stricker gezeichneten Panoramas versagen. Der Versuch hier eine Forderung nach Solidarität gegen den bösen Herren herauszulesen, würde das Panorama verengen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]] (180-181)&lt;br /&gt;
** Auch hier liegt es nahe, die Solidarität wider den Herren zum Thema des Mæres zu machen. Allerdings ergreift auch hier die Erzählung weder für die eine noch für die andere Gruppe Partei. Allein schon die Moralisation spricht gegen diese Interpretation, da dort sogar die Geschädigten heftiger angegangen werden, als der Schädiger. Folglich gibt es nicht die gute Gruppe wider den bösen Herren, sondern allein die schlechte Gruppe, die dem Herren erst eine Störung des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; möglich macht und sich damit ebenso schuldig macht wie der Herr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (182-183)&lt;br /&gt;
** Die Geschichte handelt vom Recht und auch hier wird der Aufbau der Gesellschaft nicht in Frage gestellt. Der Stricker behandelt hier die potentielle Schwäche der Herrschenden als Überheblichkeit und Unfähigkeit zu gerechtem Richten und er besteht auch auf das Recht des Volkes zum Widerstand. Das Mære ist eine Apologie des Rechts und der Held der Geschichte ist der im Dienste des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; stehende Ratgeber des Königs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]](183-185)&lt;br /&gt;
** Das Mære ist nicht als Plädoyer für die Armen und Entrechteten zu verstehen, sondern alleinig für das Recht. Durch die Auffahrt des Richters (auffälligerweise an dem Ort – der Mitte des Markplatzes – an dem der Richter sonst Recht spricht) wird das Recht wieder hergestellt. Der Teufel ist hier nicht der Herr seiner selbst, sondern der vollkommen unterworfene Vollstrecker des Willen Gottes, der die Menschheit von seinesgleichen erlöst. Der Erzähler und das Mæere machen die, die sich fälschlich zu Herren emporschwingen, zu Knechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]](185-187)&lt;br /&gt;
** F. Pfeiffer hat als erster die Hühner zu revolutionären Bauern erhoben. Er und seine Nachfolger übersahen jedoch, dass die Stellung des Landesherren als oberste Rechtsinstanz stets unangefochten blieb und die Beseitigung der Festungen in seiner Verantwortung ruht. Er ist es, den das Gäu als Erdbeben spürt und es sind seine Sendboten (die Gäuhühner), die in seinem Auftrag das Recht mit Blitz und Donner wieder herstellen. In der Novelle des Strickers lässt sich keine Sympathie für revolutionäre Bewegungen ausmachen. So erinnert das Zerstörungswerk der Hühner an mittelalterliche Gerichtsverfahren und der apokalyptische Habitus der Hühner betont die Göttlichkeit der Rechtssphäre. Es liegt also nahe die Hühner als Allegorie von Weisheit und göttlicher Macht zu interpretieren und diese damit als göttliche Sendboten und Herren von Apokalypse und Recht zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Es lässt sich also nicht ohne weiteres sagen, dass sich der Verdacht der sozialen Innovation bestätigt hätte, aber auch nicht, dass mit der traditionell geschützten Gruppe des Adels schonend und gimpflich umgegangen worden wäre. Das Ziel des Erzählers ist es, an der schlechte Praxis zu zeigen, dass es positiv ist, den einstigen Zustandes des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; wieder herzustellen. Es ist allerdings voreilig, die Restitution von &#039;&#039;ordo&#039;&#039; ausschließlich einem konservativem Denken unterzuordnen. Das Verlangen nach Recht ist ambivalent: Tradition und Innovation in einem. Durch das Einbringen einer neuen Wirklichkeit in die Fiktion, in der auch Städter und Dorfbewohner positiv literaturfähig sind, verleiht der Stricker dem fiktionalen Erzählen neue Impulse. Durch seine Beharrlichkeit auf das Recht, wird er partiell innovativ, indem er Herrschaftsverhältnisse bewusst macht und von allen Gruppen der Gesellschaft verlangt, diese gemäß des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu respektieren. Eine Literaturgeschichte des Späten Mittelalters wird das Begriffspaar Tradition und Innovation relativieren müssen: Konsequentes Festhalten an einer fingierten Tradition kann also Innovation sein und wenigstens für eine vom Dichter nicht abschätzbare Zukunft innovatives Potential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
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		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ehrismann,_Otfrid:_Tradition_und_Innovation&amp;diff=13687</id>
		<title>Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation</title>
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		<updated>2021-01-14T12:27:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation. Zu einigen Novellen des Stricker. In: Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Literatur des Spätmittelalters. Ergebnisse, Probleme und Perspektiven der Forschung. Greifswald 1986, S. 179-192&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Otfried Ehrismann greift zu dem Thema &amp;quot;Tradition und Innovation&amp;quot; fünf Stücke des Strickers heraus, welchen der Innovation – also für die zeitgenössische Dichtung fremde und neue Ideen – zugeordnet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]] (179-180)&lt;br /&gt;
** Hier berichtet das Werk von einem gestörten &#039;&#039;ordo&#039;&#039;, allerdings ohne die Zerstörung dieses &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu verlangen, da es für keine der Gruppen innerhalb des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; Partei ergreift. Das Unrecht kann sich hier nur ausbreiten, weil alle soziale Gruppen innerhalb des vom Stricker gezeichneten Panoramas versagen. Der Versuch hier eine Forderung nach Solidarität gegen den bösen Herren herauszulesen, würde das Panorama verengen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]] (180-181)&lt;br /&gt;
** Auch hier liegt es nahe, die Solidarität wider den Herren zum Thema des Mæres zu machen. Allerdings ergreift auch hier die Erzählung weder für die eine noch für die andere Gruppe Partei. Allein schon die Moralisation spricht gegen diese Interpretation, da dort sogar die Geschädigten heftiger angegangen werden, als der Schädiger. Folglich gibt es nicht die gute Gruppe wider den bösen Herren, sondern allein die schlechte Gruppe, die dem Herren erst eine Störung des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; möglich macht und sich damit ebenso schuldig macht wie der Herr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (182-183)&lt;br /&gt;
** Die Geschichte handelt vom Recht und auch hier wird der Aufbau der Gesellschaft nicht in Frage gestellt. Der Stricker behandelt hier die potentielle Schwäche der Herrschenden als Überheblichkeit und Unfähigkeit zu gerechtem Richten und er besteht auch auf das Recht des Volkes zum Widerstand. Das Mære ist eine Apologie des Rechts und der Held der Geschichte ist der im Dienste des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; stehende Ratgeber des Königs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]](183-185)&lt;br /&gt;
** Das Mære ist nicht als Plädoyer für die Armen und Entrechteten zu verstehen, sondern alleinig für das Recht. Durch die Auffahrt des Richters (auffälligerweise an dem Ort – der Mitte des Markplatzes – an dem der Richter sonst Recht spricht) wird das Recht wieder hergestellt. Der Teufel ist hier nicht der Herr seiner selbst, sondern der vollkommen unterworfene Vollstrecker des Willen Gottes, der die Menschheit von seinesgleichen erlöst. Der Erzähler und das Mæere machen die, die sich fälschlich zu Herren emporschwingen, zu Knechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]](185-187)&lt;br /&gt;
** F. Pfeiffer hat als erster die Hühner zu revolutionären Bauern erhoben. Er und seine Nachfolger übersahen jedoch, dass die Stellung des Landesherren als oberste Rechtsinstanz stets unangefochten blieb und die Beseitigung der Festungen in seiner Verantwortung ruht. Er ist es, den das Gäu als Erdbeben spürt und es sind seine Sendboten (die Gäuhühner), die in seinem Auftrag das Recht mit Blitz und Donner wieder herstellen. In der Novelle des Strickers lässt sich keine Sympathie für revolutionäre Bewegungen ausmachen. So erinnert das Zerstörungswerk der Hühner an mittelalterliche Gerichtsverfahren und der apokalyptische Habitus der Hühner betont die Göttlichkeit der Rechtssphäre. Es liegt also nahe die Hühner als Allegorie von Weisheit und göttlicher Macht zu interpretieren und diese damit als göttliche Sendboten und Herren von Apokalypse und Recht zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Es lässt sich also nicht ohne weiteres sagen, dass sich der Verdacht der sozialen Innovation bestätigt hätte, aber auch nicht, dass mit der traditionell geschützten Gruppe des Adels schonend und gimpflich umgegangen worden wäre. Das Ziel des Erzählers ist es, an der schlechte Praxis zu zeigen, dass es positiv ist, den einstigen Zustandes des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; wieder herzustellen. Es ist allerdings voreilig, die Restitution von &#039;&#039;ordo&#039;&#039; ausschließlich einem konservativem Denken unterzuordnen. Das Verlangen nach Recht ist ambivalent: Tradition und Innovation in einem. Durch das Einbringen einer neuen Wirklichkeit in die Fiktion, in der auch Städter und Dorfbewohner positiv literaturfähig sind, verleiht der Stricker dem fiktionalen Erzählen neue Impulse. Durch seine Beharrlichkeit auf das Recht, wird er partiell innovativ, indem er Herrschaftsverhältnisse bewusst macht und von allen Gruppen der Gesellschaft verlangt, diese gemäß des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu respektieren. Eine Literaturgeschichte des Späten Mittelalters wird das Begriffspaar Tradition und Innovation relativieren müssen: Konsequentes Festhalten an einer fingierten Tradition kann also Innovation sein und wenigstens für eine vom Dichter nicht abschätzbare Zukunft innovatives Potential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
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		<title>Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation</title>
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		<updated>2021-01-14T12:16:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation. Zu einigen Novellen des Stricker. In: Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Literatur des Spätmittelalters. Ergebnisse, Probleme und Perspektiven der Forschung. Greifswald 1986, S. 179-192&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Otfried Ehrismann greift zu dem Thema &amp;quot;Tradition und Innovation&amp;quot; fünf Stücke des Strickers heraus, welchen in der Forschung besonders der Innovation – also für die zeitgenössische Dichtung fremde und neue Ideen – zugesagt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]] (179-180)&lt;br /&gt;
** Hier berichtet das Werk von einem gestörten &#039;&#039;ordo&#039;&#039;, allerdings ohne die Zerstörung dieses &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu verlangen, da es für keine der Gruppen innerhalb des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; Partei ergreift. Das Unrecht kann sich hier nur ausbreiten, weil alle soziale Gruppen innerhalb des vom Stricker gezeichneten Panoramas versagen. Der Versuch hier eine Forderung nach Solidarität gegen den bösen Herren herauszulesen, würde das Panorama verengen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]] (180-181)&lt;br /&gt;
** Auch hier liegt es nahe, die Solidarität wider den Herren zum Thema des Mæres zu machen. Allerdings ergreift auch hier die Erzählung weder für die eine noch für die andere Gruppe Partei. Allein schon die Moralisation spricht gegen diese Interpretation, da dort sogar die Geschädigten heftiger angegangen werden, als der Schädiger. Folglich gibt es nicht die gute Gruppe wider den bösen Herren, sondern allein die schlechte Gruppe, die dem Herren erst eine Störung des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; möglich macht und sich damit ebenso schuldig macht wie der Herr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (182-183)&lt;br /&gt;
** Die Geschichte handelt vom Recht und auch hier wird der Aufbau der Gesellschaft nicht in Frage gestellt. Der Stricker behandelt hier die potentielle Schwäche der Herrschenden als Überheblichkeit und Unfähigkeit zu gerechtem Richten und er besteht auch auf das Recht des Volkes zum Widerstand. Das Mære ist eine Apologie des Rechts und der Held der Geschichte ist der im Dienste des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; stehende Ratgeber des Königs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]](183-185)&lt;br /&gt;
** Das Mære ist nicht als Plädoyer für die Armen und Entrechteten zu verstehen, sondern alleinig für das Recht. Durch die Auffahrt des Richters (auffälligerweise an dem Ort – der Mitte des Markplatzes – an dem der Richter sonst Recht spricht) wird das Recht wieder hergestellt. Der Teufel ist hier nicht der Herr seiner selbst, sondern der vollkommen unterworfene Vollstrecker des Willen Gottes, der die Menschheit von seinesgleichen erlöst. Der Erzähler und das Mæere machen die, die sich fälschlich zu Herren emporschwingen, zu Knechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]](185-187)&lt;br /&gt;
** F. Pfeiffer hat als erster die Hühner zu revolutionären Bauern erhoben. Er und seine Nachfolger übersahen jedoch, dass die Stellung des Landesherren als oberste Rechtsinstanz stets unangefochten blieb und die Beseitigung der Festungen in seiner Verantwortung ruht. Er ist es, den das Gäu als Erdbeben spürt und es sind seine Sendboten (die Gäuhühner), die in seinem Auftrag das Recht mit Blitz und Donner wieder herstellen. In der Novelle des Strickers lässt sich keine Sympathie für revolutionäre Bewegungen ausmachen. So erinnert das Zerstörungswerk der Hühner an mittelalterliche Gerichtsverfahren und der apokalyptische Habitus der Hühner betont die Göttlichkeit der Rechtssphäre. Es liegt also nahe die Hühner als Allegorie von Weisheit und göttlicher Macht zu interpretieren und diese damit als göttliche Sendboten und Herren von Apokalypse und Recht zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Es lässt sich also nicht ohne weiteres sagen, dass sich der Verdacht der sozialen Innovation bestätigt hätte, aber auch nicht, dass mit der traditionell geschützten Gruppe des Adels schonend und gimpflich umgegangen worden wäre. Das Ziel des Erzählers ist es, an der schlechte Praxis zu zeigen, dass es positiv ist, den einstigen Zustandes des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; wieder herzustellen. Es ist allerdings voreilig, die Restitution von &#039;&#039;ordo&#039;&#039; ausschließlich einem konservativem Denken unterzuordnen. Das Verlangen nach Recht ist ambivalent: Tradition und Innovation in einem. Durch das Einbringen einer neuen Wirklichkeit in die Fiktion, in der auch Städter und Dorfbewohner positiv literaturfähig sind, verleiht der Stricker dem fiktionalen Erzählen neue Impulse. Durch seine Beharrlichkeit auf das Recht, wird er partiell innovativ, indem er Herrschaftsverhältnisse bewusst macht und von allen Gruppen der Gesellschaft verlangt, diese gemäß des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu respektieren. Eine Literaturgeschichte des Späten Mittelalters wird das Begriffspaar Tradition und Innovation relativieren müssen: Konsequentes Festhalten an einer fingierten Tradition kann also Innovation sein und wenigstens für eine vom Dichter nicht abschätzbare Zukunft innovatives Potential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Strasser,_Ingrid:_Und_sungen_ein_liet_ze_pr%C3%AEse_in_einer_h%C3%B4hen_w%C3%AEse&amp;diff=13685</id>
		<title>Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse</title>
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		<updated>2021-01-14T11:39:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmæren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmæren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;verligen&#039;&#039; in [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
**Parallelität zum Erec wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse. (79) Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
**Vergleich mit dem Tagelied, wobei die Gewichtung der Rollen in [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] umgekehrt wird (90)&lt;br /&gt;
**Vergleich zu Tristan (92)&lt;br /&gt;
*[[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]] (82-84)&lt;br /&gt;
**Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder.&lt;br /&gt;
*[[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] (84-89)&lt;br /&gt;
**Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich in Tristan wieder&lt;br /&gt;
**Jedoch entspricht das Motiv im Mære in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang eines Gottesurteils.&lt;br /&gt;
*[[Der kluge Knecht (Der Stricker)]] (93-94)&lt;br /&gt;
**Das Motiv des Tagelieds, den frühen Morgen zu verfluchen, wird umgekehrt. Der Morgen und der damit verbundene Aufbruch zur Arbeit wird von der Frau herbeigesehnt.&lt;br /&gt;
**Beschreibung der Ehefrau mit höfischen Attributen sowie höfische Anrede durch den Ehemann, die sich auch im [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] und in [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]] findet&lt;br /&gt;
*[[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] (95-97)&lt;br /&gt;
**Die äußeren Ideale der Hohen Minne werden verzerrt und konträr dargestellt.&lt;br /&gt;
**Strasser ist der Auffassung, dass die Minne der Ehe beim Stricker unterliegt.&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (98-99)&lt;br /&gt;
**Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist. (98)&lt;br /&gt;
*Grundstruktur der Eheerzählungen des Strickers (99-100) &lt;br /&gt;
**Herausforderung des Ehepartners durch Hass/ Tätlichkeit/ Eifersucht/ Misstrauen/ Untreue/ renitentes Benehmen.  Die Herausforderung wird angenommen und in einer Stärke zurückgegeben, die den Herausforderer zum Unterlegenen macht. Dieser büßt seine Herausforderung mit Spott/ Schande/ Hass/ Schlägen. Die Handlungskonstellation wird hierbei komisch bis übertrieben dargestellt. &lt;br /&gt;
* Die Komik im Strickerschen Mære (100-107)&lt;br /&gt;
** Die Komik der Stricker-Schwänke nach [[Agricola, Erhard: Die Prudentia als Anliegen der Strickerschen Schwänke|E.Agricola]] mittels der Theorie des &amp;quot;komischen Konflikts&amp;quot; (Fr. G. Jünger) : Zwei Parteien ungleichen Kräfteverhältnisses geraten in einen Konflikt, in dem die schwächere Partei die Überlegene provoziert. Der Mechanismus des Konflikts wird durch die Unangemessenheit der Provokation in Gang gebracht. Der Angegriffene, dessen Überlegenheit in ethisch-moralischer Kategorien liegt, erwidert den Angriff. Die Retourkutsche führt den Angreifer ad absurdum und stellt die verletzte Ordnung wieder her. Die Provokation und Replik können auch in gegenseitiger Steigerung einhergehen. ( [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] ) (100-101)&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; und die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; nach O. Rommel: Die &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; zielt auf die Kontrasttheorie. Dazu muss der Mensch in Bezug auf eine allgemeingültige Anforderung auffälliger- und überraschender Weise versagen. Dabei muss das beobachtete Versagen die Rechtfertigung möglichen eigenen Versagens mit sich bringen. Die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; drückt höchstgesteigerte Lebensfreude aus. Darstellungsmittel sind dabei Übersteigerung und Übertreibung, seltener der absteigende Kontrast. Die Komik der Ehemæren unterliegt der Unzulänglichkeitskomik. (101-102) &lt;br /&gt;
** Die Interpretation der Komik des mittelalterlichen Mæres nach J.Ritter: Die Aktualisierung eines komischen Gehalts beruht nicht auf der Erfassung der stofflichen Begebenheiten, sondern auf der Einbeziehung der historischen, sozialen, kulturellen und regionalen Bedingungen. (103) &lt;br /&gt;
** Die Verteilung der höfischen Motive ist eng und beinahe ausschließlich an die &#039;&#039;persona comica&#039;&#039; gebunden. Laut Strasser intensivieren die höfischen Elemente die Komik. (104) &lt;br /&gt;
** Verortet man das Publikum in literarisch gebildeten Kreisen der Nobilität und des patrizischen Bürgertums, so können komische Kontraste (Verordnung eines bäuerlichen Mannes in ritterliche Traditionen) einen Beitrag zur Komik geleistet haben. Auch der Gebrauch von aus anderen Zusammenhängen vertrauten Thematiken könnte im parodistischen Sinne komisch gewirkt haben. (105-107)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
*[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
*[[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der kluge Knecht (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ehrismann,_Otfrid:_Tradition_und_Innovation&amp;diff=13684</id>
		<title>Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation</title>
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		<updated>2021-01-14T11:29:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: /* Behandelte Kleinepik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation. Zu einigen Novellen des Stricker. In: Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Literatur des Spätmittelalters. Ergebnisse, Probleme und Perspektiven der Forschung. Greifswald 1986, S. 179-192&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Otfried Ehrismann greift zu dem Thema &amp;quot;Tradition und Innovation&amp;quot; fünf Stücke des Strickers heraus, welchen in der Forschung besonders der Innovation – also für die zeitgenössische Dichtung fremde und neue Ideen – zugesagt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]] (179-180)&lt;br /&gt;
** Hier berichtet das Werk von einem gestörten &#039;&#039;ordo&#039;&#039;, allerdings ohne die Zerstörung dieses &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu verlangen, da es für keine der Gruppen innerhalb des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; Partei ergreift. Das Unrecht kann sich hier nur ausbreiten, weil alle soziale Gruppen innerhalb des vom Stricker gezeichneten Panoramas versagen. Der Versuch hier eine Forderung nach Solidarität gegen den bösen Herren herauszulesen, würde das Panorama verengen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]] (180-181)&lt;br /&gt;
** Auch hier liegt es nahe, die Solidarität wider den Herren zum Thema des Mæres zu machen. Allerdings ergreift auch hier die Erzählung weder für die eine noch für die andere Gruppe Partei. Allein schon die Moralisation spricht gegen diese Interpretation, da dort sogar die Geschädigten heftiger angegangen werden, als der Schädiger. Folglich gibt es nicht die gute Gruppe wider den bösen Herren, sondern allein die schlechte Gruppe, die dem Herren erst eine Störung des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; möglich macht und sich damit ebenso schuldig macht wie der Herr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (182-183)&lt;br /&gt;
** Die Geschichte handelt vom Recht und auch hier wird der Aufbau der Gesellschaft nicht in Frage gestellt. Der Stricker behandelt hier die potentielle Schwäche der Herrschenden als Überheblichkeit und Unfähigkeit zu gerechtem Richten und er besteht auch auf das Recht des Volkes zum Widerstand. Das Mære ist eine Apologie des Rechts und der Held der Geschichte ist der im Dienste des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; stehende Ratgeber des Königs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]](183-185)&lt;br /&gt;
** Das Mære ist nicht als Plädoyer für die Armen und Entrechteten zu verstehen, sondern alleinig für das Recht. Durch die Auffahrt des Richters (auffälligerweise an dem Ort – der Mitte des Markplatzes – an dem der Richter sonst Recht spricht) wird das Recht wieder hergestellt. Der Teufel ist hier nicht der Herr seiner selbst, sondern der vollkommen unterworfene Vollstrecker des Willen Gottes, der die Menschheit von seinesgleichen erlöst. Der Erzähler und das Mæere machen die, die sich fälschlich zu Herren emporschwingen, zu Knechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]](185-187)&lt;br /&gt;
** F.Pfeiffer hat als erster die Hühner zu revolutionären Bauern erhoben. Er und seine Nachfolger übersahen jedoch, dass die Stellung des Landesherren als oberste Rechtsinstanz stets unangefochten blieb und die Beseitigung der Festungen in seiner Verantwortung ruht. Er ist es, den das Gäu als Erdbeben spürt und es sind seine Sendboten (die Gäuhühner), die in seinem Auftrag das Recht mit Blitz und Donner wieder herstellen. In der Novelle des Strickers lässt sich keine Sympathie für revolutionäre Bewegungen ausmachen. So erinnert das Zerstörungswerk der Hühner an mittelalterliche Gerichtsverfahren und der apokalyptische Habitus der Hühner betont die Göttlichkeit der Rechtssphäre. Es liegt also nahe die Hühner als Allegorie von Weisheit und göttlicher Macht zu interpretieren und diese damit als göttliche Sendboten und Herren von Apokalypse und Recht zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Es lässt sich also nicht ohne weiteres sagen, dass sich der Verdacht der sozialen Innovation bestätigt hätte, aber auch nicht, dass mit der traditionell geschützten Gruppe des Adels schonend und gimpflich umgegangen worden wäre. Das Ziel des Erzählers ist es, an der schlechte Praxis zu zeigen, dass es positiv ist, den einstigen Zustandes des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; wieder herzustellen. Es ist allerdings voreilig, die Restitution von &#039;&#039;ordo&#039;&#039; ausschließlich einem konservativem Denken unterzuordnen. Das Verlangen nach Recht ist ambivalent: Tradition und Innovation in einem. Durch das Einbringen einer neuen Wirklichkeit in die Fiktion, in der auch Städter und Dorfbewohner positiv literaturfähig sind, verleiht der Stricker dem fiktionalen Erzählen neue Impulse. Durch seine Beharrlichkeit auf das Recht, wird er partiell innovativ, indem er Herrschaftsverhältnisse bewusst macht und von allen Gruppen der Gesellschaft verlangt, diese gemäß des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu respektieren. Eine Literaturgeschichte des Späten Mittelalters wird das Begriffspaar Tradition und Innovation relativieren müssen: Konsequentes Festhalten an einer fingierten Tradition kann also Innovation sein und wenigstens für eine vom Dichter nicht abschätzbare Zukunft innovatives Potential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
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		<title>Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse</title>
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		<updated>2021-01-14T11:25:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmæren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmæren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
*verligen in [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
**Parallelität zum Erec wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse. (79) Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
**Vergleich mit dem Tagelied, wobei die Gewichtung der Rollen in [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] umgekehrt wird (90)&lt;br /&gt;
**Vergleich zu Tristan (92)&lt;br /&gt;
*[[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]] (82-84)&lt;br /&gt;
**Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder.&lt;br /&gt;
*[[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] (84-89)&lt;br /&gt;
**Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich in Tristan wieder&lt;br /&gt;
**Jedoch entspricht das Motiv im Mære in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang eines Gottesurteils.&lt;br /&gt;
*[[Der kluge Knecht (Der Stricker)]] (93-94)&lt;br /&gt;
**Das Motiv des Tagelieds, den frühen Morgen zu verfluchen, wird umgekehrt. Der Morgen und der damit verbundene Aufbruch zur Arbeit wird von der Frau herbeigesehnt.&lt;br /&gt;
**Beschreibung der Ehefrau mit höfischen Attributen sowie höfische Anrede durch den Ehemann, die sich auch im [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] und in [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]] findet&lt;br /&gt;
*[[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] (95-97)&lt;br /&gt;
**Die äußeren Ideale der Hohen Minne werden verzerrt und konträr dargestellt.&lt;br /&gt;
**Strasser ist der Auffassung, dass die Minne der Ehe beim Stricker unterliegt.&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (98-99)&lt;br /&gt;
**Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist. (98)&lt;br /&gt;
*Grundstruktur der Eheerzählungen des Strickers (99-100) &lt;br /&gt;
**Herausforderung des Ehepartners durch Hass/ Tätlichkeit/ Eifersucht/ Misstrauen/ Untreue/ renitentes Benehmen.  Die Herausforderung wird angenommen und in einer Stärke zurückgegeben, die den Herausforderer zum Unterlegenen macht. Dieser büßt seine Herausforderung mit Spott/ Schande/ Hass/ Schlägen. Die Handlungskonstellation wird hierbei komisch bis übertrieben dargestellt. &lt;br /&gt;
* Die Komik im Strickerschen Mære (100-107)&lt;br /&gt;
** Die Komik der Stricker-Schwänke nach [[Agricola, Erhard: Die Prudentia als Anliegen der Strickerschen Schwänke|E.Agricola]] mittels der Theorie des &amp;quot;komischen Konflikts&amp;quot; (Fr. G. Jünger) : Zwei Parteien ungleichen Kräfteverhältnisses geraten in einen Konflikt, in dem die schwächere Partei die Überlegene provoziert. Der Mechanismus des Konflikts wird durch die Unangemessenheit der Provokation in Gang gebracht. Der Angegriffene, dessen Überlegenheit in ethisch-moralischer Kategorien liegt, erwidert den Angriff. Die Retourkutsche führt den Angreifer ad absurdum und stellt die verletzte Ordnung wieder her. Die Provokation und Replik können auch in gegenseitiger Steigerung einhergehen. ( [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] ) (100-101)&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; und die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; nach O.Rommel: Die &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; zielt auf die Kontrasttheorie. Dazu muss der Mensch in Bezug auf eine allgemeingültige Anforderung auffälliger- und überraschender Weise versagen. Dabei muss das beobachtete Versagen die Rechtfertigung möglichen eigenen Versagens mit sich bringen. Die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; drückt höchstgesteigerte Lebensfreude aus. Darstellungsmittel sind dabei Übersteigerung und Übertreibung, seltener der absteigende Kontrast. Die Komik der Ehemæren unterliegt der Unzulänglichkeitskomik. (101-102) &lt;br /&gt;
** Die Interpretation der Komik des mittelalterlichen Mæres nach J.Ritter: Die Aktualisierung eines komischen Gehalts beruht nicht auf der Erfassung der stofflichen Begebenheiten, sondern auf der Einbeziehung der historischen, sozialen, kulturellen und regionalen Bedingungen. (103) &lt;br /&gt;
** Die Verteilung der höfischen Motive ist eng und beinahe ausschließlich an die &#039;&#039;persona comica&#039;&#039; gebunden. Laut Strasser intensivieren die höfischen Elemente die Komik. (104) &lt;br /&gt;
** Verordnet man das Publikum in literarisch gebildeten Kreisen der Nobilität und des patrizischen Bürgertums, so können komische Kontraste (Verordnung eines bäuerlichen Mannes in ritterliche Traditionen) einen Beitrag zur Komik geleistet haben. Auch der Gebrauch von aus anderen Zusammenhängen vertrauten Thematiken könnte im parodistischen Sinne komisch gewirkt haben. (105-107)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]], [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]], [[Der kluge Knecht (Der Stricker)]], [[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
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		<title>Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation</title>
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		<updated>2021-01-13T09:50:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation. Zu einigen Novellen des Stricker. In: Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Literatur des Spätmittelalters. Ergebnisse, Probleme und Perspektiven der Forschung. Greifswald 1986, S. 179-192&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Otfried Ehrismann greift zu dem Thema &amp;quot;Tradition und Innovation&amp;quot; fünf Stücke des Strickers heraus, welchen in der Forschung besonders der Innovation – also für die zeitgenössische Dichtung fremde und neue Ideen – zugesagt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]] (179-180)&lt;br /&gt;
** Hier berichtet das Werk von einem gestörten &#039;&#039;ordo&#039;&#039;, allerdings ohne die Zerstörung dieses &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu verlangen, da es für keine der Gruppen innerhalb des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; Partei ergreift. Das Unrecht kann sich hier nur ausbreiten, weil alle soziale Gruppen innerhalb des vom Stricker gezeichneten Panoramas versagen. Der Versuch hier eine Forderung nach Solidarität gegen den bösen Herren herauszulesen, würde das Panorama verengen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]] (180-181)&lt;br /&gt;
** Auch hier liegt es nahe, die Solidarität wider den Herren zum Thema des Mæres zu machen. Allerdings ergreift auch hier die Erzählung weder für die eine noch für die andere Gruppe Partei. Allein schon die Moralisation spricht gegen diese Interpretation, da dort sogar die Geschädigten heftiger angegangen werden, als der Schädiger. Folglich gibt es nicht die gute Gruppe wider den bösen Herren, sondern allein die schlechte Gruppe, die dem Herren erst eine Störung des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; möglich macht und sich damit ebenso schuldig macht wie der Herr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (182-183)&lt;br /&gt;
** Die Geschichte handelt vom Recht und auch hier wird der Aufbau der Gesellschaft nicht in Frage gestellt. Der Stricker behandelt hier die potentielle Schwäche der Herrschenden als Überheblichkeit und Unfähigkeit zu gerechtem Richten und er besteht auch auf das Recht des Volkes zum Widerstand. Das Mære ist eine Apologie des Rechts und der Held der Geschichte ist der im Dienste des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; stehende Ratgeber des Königs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]](183-185)&lt;br /&gt;
** Das Mære ist nicht als Plädoyer für die Armen und Entrechteten zu verstehen, sondern alleinig für das Recht. Durch die Auffahrt des Richters (auffälligerweise an dem Ort – der Mitte des Markplatzes – an dem der Richter sonst Recht spricht) wird das Recht wieder hergestellt. Der Teufel ist hier nicht der Herr seiner selbst, sondern der vollkommen unterworfene Vollstrecker des Willen Gottes, der die Menschheit von seinesgleichen erlöst. Der Erzähler und das Mæere machen die, die sich fälschlich zu Herren emporschwingen, zu Knechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]](185-187)&lt;br /&gt;
** F.Pfeiffer hat als erster die Hühner zu revolutionären Bauern erhoben. Er und seine Nachfolger übersahen jedoch, dass die Stellung des Landesherren als oberste Rechtsinstanz stets unangefochten blieb und die Beseitigung der Festungen in seiner Verantwortung ruht. Er ist es, den das Gäu als Erdbeben spürt und es sind seine Sendboten (die Gäuhühner), die in seinem Auftrag das Recht mit Blitz und Donner wieder herstellen. In der Novelle des Strickers lässt sich keine Sympathie für revolutionäre Bewegungen ausmachen. So erinnert das Zerstörungswerk der Hühner an mittelalterliche Gerichtsverfahren und der apokalyptische Habitus der Hühner betont die Göttlichkeit der Rechtssphäre. Es liegt also nahe die Hühner als Allegorie von Weisheit und göttlicher Macht zu interpretieren und diese damit als göttliche Sendboten und Herren von Apokalypse und Recht zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Es lässt sich also nicht ohne weiteres sagen, dass sich der Verdacht der sozialen Innovation bestätigt hätte, aber auch nicht, dass mit der traditionell geschützten Gruppe des Adels schonend und gimpflich umgegangen worden wäre. Das Ziel des Erzählers ist es, an der schlechte Praxis zu zeigen, dass es positiv ist, den einstigen Zustandes des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; wieder herzustellen. Es ist allerdings voreilig, die Restitution von &#039;&#039;ordo&#039;&#039; ausschließlich einem konservativem Denken unterzuordnen. Das Verlangen nach Recht ist ambivalent: Tradition und Innovation in einem. Durch das Einbringen einer neuen Wirklichkeit in die Fiktion, in der auch Städter und Dorfbewohner positiv literaturfähig sind, verleiht der Stricker dem fiktionalen Erzählen neue Impulse. Durch seine Beharrlichkeit auf das Recht, wird er partiell innovativ, indem er Herrschaftsverhältnisse bewusst macht und von allen Gruppen der Gesellschaft verlangt, diese gemäß des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu respektieren. Eine Literaturgeschichte des Späten Mittelalters wird das Begriffspaar Tradition und Innovation relativieren müssen: Konsequentes Festhalten an einer fingierten Tradition kann also Innovation sein und wenigstens für eine vom Dichter nicht abschätzbare Zukunft innovatives Potential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ehrismann,_Otfrid:_Tradition_und_Innovation&amp;diff=13641</id>
		<title>Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation. Zu einigen Novellen des Stricker. In: Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Literatur des Spätmittelalters. Ergebnisse, Probleme und Perspektiven der Forschung. Greifswald 1986, S. 179-192&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Otfried Ehrismann greift zu dem Thema &amp;quot;Tradition und Innovation&amp;quot; fünf Stücke des Strickers heraus, welchen in der Forschung besonders der Innovation – also für die zeitgenössische Dichtung fremde und neue Ideen – zugesagt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation</title>
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		<updated>2021-01-13T08:52:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation. Zu einigen Novellen des Stricker. In: Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Literatur des Spätmittelalters. Ergebnisse, Probleme und Perspektiven der Forschung. Greifswald 1986, S. 179-192&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Otfried Ehrismann greift zu dem Thema &amp;quot;Tradition und Innovation&amp;quot; fünf Stücke des Strickers heraus, welchen in der Forschung besonders der Innovation – also der zeitgenössischen Dichtung fremde und neue Ideen – zugesagt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
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		<title>Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse</title>
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		<updated>2021-01-09T12:03:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmaeren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmaeren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
*verligen in [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
**Parallelität zum Erec wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse. (79) Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
**Vergleich zu Tristan (90)&lt;br /&gt;
*[[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]](82-84)&lt;br /&gt;
**Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder&lt;br /&gt;
*[[Das heiße Eisen (Der Stricker)]](84-89)&lt;br /&gt;
**Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich in Tristan wieder&lt;br /&gt;
**Jedoch entspricht das Motiv im Märe in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang.&lt;br /&gt;
*[[Der kluge Knecht (Der Stricker)]] (93-94)&lt;br /&gt;
**Beschreibung der Ehefrau mit höfischen Attributen sowie höfische Anrede durch den Ehemann, die sich auch im „Ehescheidungsgespräch“ und im „Erzwungenen Gelübde“ findet&lt;br /&gt;
*[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]] (94)&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (98-99)&lt;br /&gt;
**Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist (98)&lt;br /&gt;
*Grundstruktur der Eheerzählungen des Strickers (99-100) &lt;br /&gt;
**Herausforderung des Ehepartners durch Hass/ Tätlichkeit/ Eifersucht/ Misstrauen/ Untreue/ renitentes Benehmen.  Die Herausforderung wird angenommen und in einer Stärke zurückgegeben, die den Herausforderer zum Unterlegenen macht. Dieser büßt seine Herausforderung mit Spott/ Schande/ Hass/ Schlägen.&lt;br /&gt;
* Die Komik im Strickerschen Mære (100-107)&lt;br /&gt;
** Die Komik der Stricker-Schwänke nach E.Agricola mittels der Theorie des &amp;quot;komischen Konfilkts&amp;quot; (Fr. G. Jünger) : Zwei Parteien ungleichen Kräfteveräötnisses geraten in einen Konflikt, in dem die schwächere Partei die Überlegene provoziert. Der Mechanismus des Konflikts wird durch die Unangemessenheit der Provokation in Gang gebracht. Der Angegriffene, dessen Überlegenheit in ethisch-moralischer Kategorien liegt, erwidert den Angriff. Die Retourkutsche führt den Angreifer ad absurdum und stellt die verletze Ordnung wieder her. Die Provokation und Replik können auch in gegenseitiger Steigerung einhergehen. (&amp;quot;Das heiße Eisen&amp;quot;) (100-101)&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; und die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels nach O.Rommel: Die &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; zielt auf die Kontrasttheorie. Dazu muss der Mensch in Bezug auf eine allgemeingültige Anforderung auffälliger- und überraschender Weise versagen. Dabei muss das beobachtete Versagen die Rechtfertigung möglichen eigenen Versagens mit sich bringen. Die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; drückt höchstgesteigerte Lebensfreude aus. Das Darstellungsmittel ist dabei die Übersteigerung und Übertreibung, seltener der absteigende Kontrast. Die Komik der Ehemæren unterliegt der Unzulänglichkeitskomik. (101-102) &lt;br /&gt;
** Die Interpretation der Komik des mittelalterlichen Mæres nach nach J.Ritter: Die Aktualisierung eines komischen Gehalts beruht nicht auf der Erfassung der stofflichen Begebenheiten, sondern auf der Einbeziehung der historischen, sozialen, kulturellen und regionalen Bedingungen. (103) &lt;br /&gt;
** Die Verteilung der höfischen Motive ist eng und beinahe ausschließlich an die &#039;&#039;persona comica&#039;&#039; gebunden. Die höfischen Elemente intensivieren also die Komik. (104) &lt;br /&gt;
** Verordnet man das Publikum in literarisch gebildeten Kreisen der Nobilität und des patrizischen Bürgertums, so können komische Kontraste (Verordnung eines bäuerlichen Mannes in ritterliche Traditionen) einen Beitrag zur Komik geleistet haben. Auch der Gebrauch von aus anderen Zusammenhängen vertrauten Thematiken könnte im parodistischen Sinne komisch gewirkt haben. (105-107)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]], [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]], [[Der kluge Knecht (Der Stricker)]], [[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
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		<title>Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse</title>
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		<updated>2021-01-09T12:02:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmaeren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmaeren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
*verligen in [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
**Parallelität zum Erec wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse. (79) Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
**Vergleich zu Tristan (90)&lt;br /&gt;
*[[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]](82-84)&lt;br /&gt;
**Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder&lt;br /&gt;
*[[Das heiße Eisen (Der Stricker)]](84-89)&lt;br /&gt;
**Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich in Tristan wieder&lt;br /&gt;
**Jedoch entspricht das Motiv im Märe in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang.&lt;br /&gt;
*[[Der kluge Knecht (Der Stricker)]] (93-94)&lt;br /&gt;
**Beschreibung der Ehefrau mit höfischen Attributen sowie höfische Anrede durch den Ehemann, die sich auch im „Ehescheidungsgespräch“ und im „Erzwungenen Gelübde“ findet&lt;br /&gt;
*[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]] (94)&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (98-99)&lt;br /&gt;
**Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist (98)&lt;br /&gt;
*Grundstruktur der Eheerzählungen des Strickers (99-100) &lt;br /&gt;
**Herausforderung des Ehepartners durch Hass/ Tätlichkeit/ Eifersucht/ Misstrauen/ Untreue/ renitentes Benehmen.  Die Herausforderung wird angenommen und in einer Stärke zurückgegeben, die den Herausforderer zum Unterlegenen macht. Dieser büßt seine Herausforderung mit Spott/ Schande/ Hass/ Schlägen.&lt;br /&gt;
* Die Komik im Strickerschen Mære (100-107)&lt;br /&gt;
** Die Komik der Stricker-Schwänke nach E.Agricola mittels der Theorie des &amp;quot;komischen Konfilkts&amp;quot; (Fr. G. Jünger) : Zwei Parteien ungleichen Kräfteveräötnisses geraten in einen Konflikt, in dem die schwächere Partei die Überlegene provoziert. Der Mechanismus des Konflikts wird durch die Unangemessenheit der Provokation in Gang gebracht. Der Angegriffene, dessen Überlegenheit in ethisch-moralischer Kategorien liegt, erwidert den Angriff. Die Retourkutsche führt den Angreifer ad absurdum und stellt die verletze Ordnung wieder her. Die Provokation und Replik können auch in gegenseitiger Steigerung einhergehen. (&amp;quot;Das heiße Eisen&amp;quot;) (100-101)&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; und die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels nach O.Rommel: Die &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; zielt auf die Kontrasttheorie. Dazu muss der Mensch in Bezug auf eine allgemeingültige Anforderung auffälliger- und überraschender Weise versagen. Dabei muss das beobachtete Versagen die Rechtfertigung möglichen eigenen Versagens mit sich bringen. Die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; drückt höchstgesteigerte Lebensfreude aus. Das Darstellungsmittel ist dabei die Übersteigerung und Übertreibung, seltener der absteigende Kontrast. Die Komik der Ehemæren unterliegt der Unzulänglichkeitskomik. (101-102) &lt;br /&gt;
** Die Interpretation der Komik des mittelalterlichen Mæres nach nach J.Ritter: Die Aktualisierung eines komischen Gehalts beruht nicht auf der Erfassung der stofflichen Begebenheiten, sondern auf der Einbeziehung der historischen, sozialen, kulturellen und regionalen Bedingungen. (103) &lt;br /&gt;
** Die Verteilung der höfischen Motive ist eng und beinahe ausschließlich an die &#039;&#039;persona comica&#039;&#039;gebunden. Die höfischen Elemente intensivieren also die Komik. (104) &lt;br /&gt;
** Verordnet man das Publikum in literarisch gebildeten Kreisen der Nobilität und des patrizischen Bürgertums, so können komische Kontraste (Verordnung eines bäuerlichen Mannes in ritterliche Traditionen) einen Beitrag zur Komik geleistet haben. Auch der Gebrauch von aus anderen Zusammenhängen vertrauten Thematiken könnte im parodistischen Sinne komisch gewirkt haben. (105-107)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]], [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]], [[Der kluge Knecht (Der Stricker)]], [[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
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		<updated>2021-01-09T12:01:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmaeren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmaeren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
*verligen in [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
**Parallelität zum Erec wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse. (79) Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
**Vergleich zu Tristan (90)&lt;br /&gt;
*[[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]](82-84)&lt;br /&gt;
**Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder&lt;br /&gt;
*[[Das heiße Eisen (Der Stricker)]](84-89)&lt;br /&gt;
**Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich in Tristan wieder&lt;br /&gt;
**Jedoch entspricht das Motiv im Märe in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang.&lt;br /&gt;
*[[Der kluge Knecht (Der Stricker)]] (93-94)&lt;br /&gt;
**Beschreibung der Ehefrau mit höfischen Attributen sowie höfische Anrede durch den Ehemann, die sich auch im „Ehescheidungsgespräch“ und im „Erzwungenen Gelübde“ findet&lt;br /&gt;
*[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]] (94-&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (98-99)&lt;br /&gt;
**Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist (98)&lt;br /&gt;
*Grundstruktur der Eheerzählungen des Strickers (99-100) &lt;br /&gt;
**Herausforderung des Ehepartners durch Hass/ Tätlichkeit/ Eifersucht/ Misstrauen/ Untreue/ renitentes Benehmen.  Die Herausforderung wird angenommen und in einer Stärke zurückgegeben, die den Herausforderer zum Unterlegenen macht. Dieser büßt seine Herausforderung mit Spott/ Schande/ Hass/ Schlägen.&lt;br /&gt;
* Die Komik im Strickerschen Mære (100-107)&lt;br /&gt;
** Die Komik der Stricker-Schwänke nach E.Agricola mittels der Theorie des &amp;quot;komischen Konfilkts&amp;quot; (Fr. G. Jünger) : Zwei Parteien ungleichen Kräfteveräötnisses geraten in einen Konflikt, in dem die schwächere Partei die Überlegene provoziert. Der Mechanismus des Konflikts wird durch die Unangemessenheit der Provokation in Gang gebracht. Der Angegriffene, dessen Überlegenheit in ethisch-moralischer Kategorien liegt, erwidert den Angriff. Die Retourkutsche führt den Angreifer ad absurdum und stellt die verletze Ordnung wieder her. Die Provokation und Replik können auch in gegenseitiger Steigerung einhergehen. (&amp;quot;Das heiße Eisen&amp;quot;) (100-101)&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; und die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels nach O.Rommel: Die &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; zielt auf die Kontrasttheorie. Dazu muss der Mensch in Bezug auf eine allgemeingültige Anforderung auffälliger- und überraschender Weise versagen. Dabei muss das beobachtete Versagen die Rechtfertigung möglichen eigenen Versagens mit sich bringen. Die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; drückt höchstgesteigerte Lebensfreude aus. Das Darstellungsmittel ist dabei die Übersteigerung und Übertreibung, seltener der absteigende Kontrast. Die Komik der Ehemæren unterliegt der Unzulänglichkeitskomik. (101-102) &lt;br /&gt;
** Die Interpretation der Komik des mittelalterlichen Mæres nach nach J.Ritter: Die Aktualisierung eines komischen Gehalts beruht nicht auf der Erfassung der stofflichen Begebenheiten, sondern auf der Einbeziehung der historischen, sozialen, kulturellen und regionalen Bedingungen. (103) &lt;br /&gt;
** Die Verteilung der höfischen Motive ist eng und beinahe ausschließlich an die &#039;&#039;persona comica&#039;&#039;gebunden. Die höfischen Elemente intensivieren also die Komik. (104) &lt;br /&gt;
** Verordnet man das Publikum in literarisch gebildeten Kreisen der Nobilität und des patrizischen Bürgertums, so können komische Kontraste (Verordnung eines bäuerlichen Mannes in ritterliche Traditionen) einen Beitrag zur Komik geleistet haben. Auch der Gebrauch von aus anderen Zusammenhängen vertrauten Thematiken könnte im parodistischen Sinne komisch gewirkt haben. (105-107)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]], [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]], [[Der kluge Knecht (Der Stricker)]], [[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
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		<title>Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse</title>
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		<updated>2021-01-09T11:58:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmaeren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmaeren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
*verligen in [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
**Parallelität zum Erec wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse. (79) Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
**Vergleich zu Tristan (90)&lt;br /&gt;
*„Eingemauerte Frau“ (82-84)&lt;br /&gt;
**Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder&lt;br /&gt;
*„Das heiße Eisen“ (84-89)&lt;br /&gt;
**Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich in Tristan wieder&lt;br /&gt;
**Jedoch entspricht das Motiv im Märe in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang.&lt;br /&gt;
*„Kluger Knecht“ (93-94)&lt;br /&gt;
**Beschreibung der Ehefrau mit höfischen Attributen sowie höfische Anrede durch den Ehemann, die sich auch im „Ehescheidungsgespräch“ und im „Erzwungenen Gelübde“ findet&lt;br /&gt;
*„Erzwungenen Gelübde“ (94-&lt;br /&gt;
*„Begrabene Ehemann“ (98-99)&lt;br /&gt;
**Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist (98)&lt;br /&gt;
*Grundstruktur der Eheerzählungen des Strickers (99-100) &lt;br /&gt;
**Herausforderung des Ehepartners durch Hass/ Tätlichkeit/ Eifersucht/ Misstrauen/ Untreue/ renitentes Benehmen.  Die Herausforderung wird angenommen und in einer Stärke zurückgegeben, die den Herausforderer zum Unterlegenen macht. Dieser büßt seine Herausforderung mit Spott/ Schande/ Hass/ Schlägen.&lt;br /&gt;
* Die Komik im Strickerschen Mære (100-107)&lt;br /&gt;
** Die Komik der Stricker-Schwänke nach E.Agricola mittels der Theorie des &amp;quot;komischen Konfilkts&amp;quot; (Fr. G. Jünger) : Zwei Parteien ungleichen Kräfteveräötnisses geraten in einen Konflikt, in dem die schwächere Partei die Überlegene provoziert. Der Mechanismus des Konflikts wird durch die Unangemessenheit der Provokation in Gang gebracht. Der Angegriffene, dessen Überlegenheit in ethisch-moralischer Kategorien liegt, erwidert den Angriff. Die Retourkutsche führt den Angreifer ad absurdum und stellt die verletze Ordnung wieder her. Die Provokation und Replik können auch in gegenseitiger Steigerung einhergehen. (&amp;quot;Das heiße Eisen&amp;quot;) (100-101)&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; und die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels nach O.Rommel: Die &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; zielt auf die Kontrasttheorie. Dazu muss der Mensch in Bezug auf eine allgemeingültige Anforderung auffälliger- und überraschender Weise versagen. Dabei muss das beobachtete Versagen die Rechtfertigung möglichen eigenen Versagens mit sich bringen. Die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; drückt höchstgesteigerte Lebensfreude aus. Das Darstellungsmittel ist dabei die Übersteigerung und Übertreibung, seltener der absteigende Kontrast. Die Komik der Ehemæren unterliegt der Unzulänglichkeitskomik. (101-102) &lt;br /&gt;
** Die Interpretation der Komik des mittelalterlichen Mæres nach nach J.Ritter: Die Aktualisierung eines komischen Gehalts beruht nicht auf der Erfassung der stofflichen Begebenheiten, sondern auf der Einbeziehung der historischen, sozialen, kulturellen und regionalen Bedingungen. (103) &lt;br /&gt;
** Die Verteilung der höfischen Motive ist eng und beinahe ausschließlich an die &#039;&#039;persona comica&#039;&#039;gebunden. Die höfischen Elemente intensivieren also die Komik. (104) &lt;br /&gt;
** Verordnet man das Publikum in literarisch gebildeten Kreisen der Nobilität und des patrizischen Bürgertums, so können komische Kontraste (Verordnung eines bäuerlichen Mannes in ritterliche Traditionen) einen Beitrag zur Komik geleistet haben. Auch der Gebrauch von aus anderen Zusammenhängen vertrauten Thematiken könnte im parodistischen Sinne komisch gewirkt haben. (105-107)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]], [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]], [[Der kluge Knecht (Der Stricker)]], [[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
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		<title>Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse</title>
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		<updated>2021-01-07T16:36:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmaeren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmaeren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
*verligen in „Der Gevatterin Rat“ (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
**Parallelität zum Erec wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse. (79) Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
**Vergleich zu Tristan (90)&lt;br /&gt;
*„Eingemauerte Frau“ (82-84)&lt;br /&gt;
**Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder&lt;br /&gt;
*„Das heiße Eisen“ (84-89)&lt;br /&gt;
**Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich in Tristan wieder&lt;br /&gt;
**Jedoch entspricht das Motiv im Märe in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang.&lt;br /&gt;
*„Kluger Knecht“ (93-94)&lt;br /&gt;
**Beschreibung der Ehefrau mit höfischen Attributen sowie höfische Anrede durch den Ehemann, die sich auch im „Ehescheidungsgespräch“ und im „Erzwungenen Gelübde“ findet&lt;br /&gt;
*„Erzwungenen Gelübde“ (94-&lt;br /&gt;
*„Begrabene Ehemann“ (98-99)&lt;br /&gt;
**Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist (98)&lt;br /&gt;
*Grundstruktur der Eheerzählungen des Strickers (99-100) &lt;br /&gt;
**Herausforderung des Ehepartners durch Hass/ Tätlichkeit/ Eifersucht/ Misstrauen/ Untreue/ renitentes Benehmen.  Die Herausforderung wird angenommen und in einer Stärke zurückgegeben, die den Herausforderer zum Unterlegenen macht. Dieser büßt seine Herausforderung mit Spott/ Schande/ Hass/ Schlägen.&lt;br /&gt;
* Die Komik im Strickerschen Mære (100-107)&lt;br /&gt;
** Die Komik der Stricker-Schwänke nach E.Agricola mittels der Theorie des &amp;quot;komischen Konfilkts&amp;quot; (Fr. G. Jünger) : Zwei Parteien ungleichen Kräfteveräötnisses geraten in einen Konflikt, in dem die schwächere Partei die Überlegene provoziert. Der Mechanismus des Konflikts wird durch die Unangemessenheit der Provokation in Gang gebracht. Der Angegriffene, dessen Überlegenheit in ethisch-moralischer Kategorien liegt, erwidert den Angriff. Die Retourkutsche führt den Angreifer ad absurdum und stellt die verletze Ordnung wieder her. Die Provokation und Replik können auch in gegenseitiger Steigerung einhergehen. (&amp;quot;Das heiße Eisen&amp;quot;) (100-101)&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; und die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels nach O.Rommel: Die &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; zielt auf die Kontrasttheorie. Dazu muss der Mensch in Bezug auf eine allgemeingültige Anforderung auffälliger- und überraschender Weise versagen. Dabei muss das beobachtete Versagen die Rechtfertigung möglichen eigenen Versagens mit sich bringen. Die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; drückt höchstgesteigerte Lebensfreude aus. Das Darstellungsmittel ist dabei die Übersteigerung und Übertreibung, seltener der absteigende Kontrast. Die Komik der Ehemæren unterliegt der Unzulänglichkeitskomik. (101-102) &lt;br /&gt;
** Die Interpretation der Komik des mittelalterlichen Mæres nach nach J.Ritter: Die Aktualisierung eines komischen Gehalts beruht nicht auf der Erfassung der stofflichen Begebenheiten, sondern auf der Einbeziehung der historischen, sozialen, kulturellen und regionalen Bedingungen. (103) &lt;br /&gt;
** Die Verteilung der höfischen Motive ist eng und beinahe ausschließlich an die &#039;&#039;persona comica&#039;&#039;gebunden. Die höfischen Elemente intensivieren also die Komik. (104) &lt;br /&gt;
** Verordnet man das Publikum in literarisch gebildeten Kreisen der Nobilität und des patrizischen Bürgertums, so können komische Kontraste (Verordnung eines bäuerlichen Mannes in ritterliche Traditionen) einen Beitrag zur Komik geleistet haben. Auch der Gebrauch von aus anderen Zusammenhängen vertrauten Thematiken könnte im parodistischen Sinne komisch gewirkt haben. (105-107)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]], [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]], [[Der kluge Knecht (Der Stricker)]], [[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
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		<title>Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse</title>
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		<updated>2021-01-07T16:16:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmaeren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmaeren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
*verligen in „Der Gevatterin Rat“ (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
**Parallelität zum Erec wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse. (79) Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
**Vergleich zu Tristan (90)&lt;br /&gt;
*„Eingemauerte Frau“ (82-84)&lt;br /&gt;
**Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder&lt;br /&gt;
*„Das heiße Eisen“ (84-89)&lt;br /&gt;
**Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich in Tristan wieder&lt;br /&gt;
**Jedoch entspricht das Motiv im Märe in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang.&lt;br /&gt;
*„Kluger Knecht“ (93-94)&lt;br /&gt;
**Beschreibung der Ehefrau mit höfischen Attributen sowie höfische Anrede durch den Ehemann, die sich auch im „Ehescheidungsgespräch“ und im „Erzwungenen Gelübde“ findet&lt;br /&gt;
*„Erzwungenen Gelübde“ (94-&lt;br /&gt;
*„Begrabene Ehemann“ (98-99)&lt;br /&gt;
**Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist (98)&lt;br /&gt;
*Grundstruktur der Eheerzählungen des Strickers (99-100) &lt;br /&gt;
**Herausforderung des Ehepartners durch Hass/ Tätlichkeit/ Eifersucht/ Misstrauen/ Untreue/ renitentes Benehmen.  Die Herausforderung wird angenommen und in einer Stärke zurückgegeben, die den Herausforderer zum Unterlegenen macht. Dieser büßt seine Herausforderung mit Spott/ Schande/ Hass/ Schlägen.&lt;br /&gt;
* Die Komik im Strickerschen Mære (100-107)&lt;br /&gt;
** Die Komik der Stricker-Schwänke nach E.Agricola mittels der Theorie des &amp;quot;komischen Konfilkts&amp;quot; (Fr. G. Jünger) : Zwei Parteien ungleichen Kräfteveräötnisses geraten in einen Konflikt, in dem die schwächere Partei die Überlegene provoziert. Der Mechanismus des Konflikts wird durch die Unangemessenheit der Provokation in Gang gebracht. Der Angegriffene, dessen Überlegenheit in ethisch-moralischer Kategorien liegt, erwidert den Angriff. Die Retourkutsche führt den Angreifer ad absurdum und stellt die verletze Ordnung wieder her. Die Provokation und Replik können auch in gegenseitiger Steigerung einhergehen. (&amp;quot;Das heiße Eisen&amp;quot;) (100-101)&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; und die Komik &amp;quot;des heiter-überlegenen Spiels nach O.Rommel&lt;br /&gt;
*Unzulänglichkeitskomik:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]], [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]], [[Der kluge Knecht (Der Stricker)]], [[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
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		<title>Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse</title>
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		<updated>2021-01-07T16:02:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmaeren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmaeren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
*verligen in „Der Gevatterin Rat“ (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
**Parallelität zum Erec wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse. (79) Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
**Vergleich zu Tristan (90)&lt;br /&gt;
*„Eingemauerte Frau“ (82-84)&lt;br /&gt;
**Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder&lt;br /&gt;
*„Das heiße Eisen“ (84-89)&lt;br /&gt;
**Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich in Tristan wieder&lt;br /&gt;
**Jedoch entspricht das Motiv im Märe in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang.&lt;br /&gt;
*„Kluger Knecht“ (93-94)&lt;br /&gt;
**Beschreibung der Ehefrau mit höfischen Attributen sowie höfische Anrede durch den Ehemann, die sich auch im „Ehescheidungsgespräch“ und im „Erzwungenen Gelübde“ findet&lt;br /&gt;
*„Erzwungenen Gelübde“ (94-&lt;br /&gt;
*„Begrabene Ehemann“ (98-99)&lt;br /&gt;
**Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist (98)&lt;br /&gt;
*Grundstruktur der Eheerzählungen des Strickers (99-100) &lt;br /&gt;
**Herausforderung des Ehepartners durch Hass/ Tätlichkeit/ Eifersucht/ Misstrauen/ Untreue/ renitentes Benehmen.  Die Herausforderung wird angenommen und in einer Stärke zurückgegeben, die den Herausforderer zum Unterlegenen macht. Dieser büßt seine Herausforderung mit Spott/ Schande/ Hass/ Schlägen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]], [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]], [[Der kluge Knecht (Der Stricker)]], [[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
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		<updated>2021-01-07T16:01:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmaeren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmaeren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
*verligen in „Der Gevatterin Rat“ (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
**Parallelität zum Erec wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse. (79) Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
**Vergleich zu Tristan (90)&lt;br /&gt;
*„Eingemauerte Frau“ (82-84)&lt;br /&gt;
**Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder&lt;br /&gt;
*„Das heiße Eisen“ (84-89)&lt;br /&gt;
**Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich in Tristan wieder&lt;br /&gt;
**Jedoch entspricht das Motiv im Märe in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang.&lt;br /&gt;
*„Kluger Knecht“ (93-94)&lt;br /&gt;
**Beschreibung der Ehefrau mit höfischen Attributen sowie höfische Anrede durch den Ehemann, die sich auch im „Ehescheidungsgespräch“ und im „Erzwungenen Gelübde“ findet&lt;br /&gt;
*„Erzwungenen Gelübde“ (94-&lt;br /&gt;
*„Begrabene Ehemann“ (98-99)&lt;br /&gt;
**Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist (98)&lt;br /&gt;
*Grundstruktur der Eheerzählungen des Strickers (99-100) &lt;br /&gt;
**Herausforderung des Ehepartners durch Hass/ Tätlichkeit/ Eifersucht/ Misstrauen/ Untreue/ renitentes Benehmen.  Die Herausforderung wird angenommen und in einer Stärke zurückgegeben, die den Herausforderer zum Unterlegenen macht. Dieser büßt seine Herausforderung mit Spott/ Schande/ Hass/ Schlägen usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]], [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]], [[Der kluge Knecht (Der Stricker)]], [[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
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		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Strasser,_Ingrid:_Und_sungen_ein_liet_ze_pr%C3%AEse_in_einer_h%C3%B4hen_w%C3%AEse&amp;diff=13571</id>
		<title>Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Strasser,_Ingrid:_Und_sungen_ein_liet_ze_pr%C3%AEse_in_einer_h%C3%B4hen_w%C3%AEse&amp;diff=13571"/>
		<updated>2021-01-07T16:01:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmaeren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmaeren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
*verligen in „Der Gevatterin Rat“ (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
**Parallelität zum Erec wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse. (79) Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
**Vergleich zu Tristan (90)&lt;br /&gt;
*„Eingemauerte Frau“ (82-84)&lt;br /&gt;
**Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder&lt;br /&gt;
*„Das heiße Eisen“ (84-89)&lt;br /&gt;
**Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich in Tristan wieder&lt;br /&gt;
**Jedoch entspricht das Motiv im Märe in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang.&lt;br /&gt;
*„Kluger Knecht“ (93-94)&lt;br /&gt;
**Beschreibung der Ehefrau mit höfischen Attributen sowie höfische Anrede durch den Ehemann, die sich auch im „Ehescheidungsgespräch“ und im „Erzwungenen Gelübde“ findet&lt;br /&gt;
*„Erzwungenen Gelübde“ (94-&lt;br /&gt;
*„Begrabene Ehemann“ (98-99)&lt;br /&gt;
**Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist (98)&lt;br /&gt;
*Grundstruktur der Eheerzählungen des Strickers (99-100) &lt;br /&gt;
**Herausforderung des Ehepartners durch Hass/ Tätlichkeit/ Eifersucht/ Misstrauen/ Untreue/ renitentes Benehmen usw. Die Herausforderung wird angenommen und in einer Stärke zurückgegeben, die den Herausforderer zum Unterlegenen macht. Dieser büßt seine Herausforderung mit Spott/ Schande/ Hass/ Schlägen usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]], [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]], [[Der kluge Knecht (Der Stricker)]], [[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Der_durstige_Einsiedel_(Der_Stricker)&amp;diff=13457</id>
		<title>Der durstige Einsiedel (Der Stricker)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Der_durstige_Einsiedel_(Der_Stricker)&amp;diff=13457"/>
		<updated>2020-12-17T12:00:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Der durstige Einsiedel; Der Weltheilige&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Der Stricker&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = ca. 1220-1250 ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Ostfränkisch/Rheinfränkisch, Österreich? ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Heidelberg, UB: Cpg 341, 322vb-325rb [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg341]&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Fischer, Hanns (Hg.): Der Stricker. Verserzählungen I]], S. 143-155&amp;lt;br /&amp;gt;[[Moelleken, Wolfgang Wilfried (Hg.): Die Kleindichtung des Strickers]], Band 1, S. 116-123&amp;lt;br /&amp;gt;[[Rosenhagen, Gustav (Hg.): Mären von dem Stricker]], S. 87-98&amp;lt;br /&amp;gt;[[Von der Hagen, Friedrich Heinrich (Hg.): Gesamtabenteuer]], Band 3, S. 5-15&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = [[Lemmer, Manfred: Deutschsprachige Erzähler des Mittelalters]], S. 153-160&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Altdeutsches Decamerone]], S. 126-133&amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Beine, Birgit: Der Wolf in der Kutte]], S. 78f., 84f., 200, 204, 241, 294; [[Böhm, Sabine: Der Stricker]], S. 71, 75, 79, 88, 128, 139; [[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 66, 100, 102; [[Nowakowski, Nina: Sprechen und Erzählen beim Stricker]], S. 98, 127, 228-236, 237, 239f., 242f., 253, 264, 268;[[Rappl, Stephanie: (Schein-)Heiligkeit in Mären des Strickers]]; [[Strasser, Ingrid: Vornovellistisches Erzählen]], S. 48f., 59, 64, 66, 70-73, 168&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Ein Bonvivant, der sein Gut mit Trinken, Essen und Liebschaften durchgebracht&lt;br /&gt;
hat, beschließt eines Abends in seiner Trunkenheit, sein schlimmes Leben aufzugeben&lt;br /&gt;
und ein Einsiedler zu werden. Seine Freunde raten ihm zwar, sich&lt;br /&gt;
diesen Entschluss mit nüchternem Kopf nochmals zu überlegen, aber er lässt sich&lt;br /&gt;
davon nicht abbringen und zieht sich am nächsten Morgen, vom priesterlichen&lt;br /&gt;
Segen begleitet, in eine Waldeinöde zurück. Die erste Zeit verbringt er als reuiger&lt;br /&gt;
Büßer, aber als er nach zwanzig Wochen vom Fleische fällt, beginnt er, in seinem&lt;br /&gt;
Entschluss wankend zu werden und wieder an den Wein zu denken. Eines Tages&lt;br /&gt;
bittet ihn eine Frau, ihr die Zukunft vorherzusagen. Da verlangt er einen Krug&lt;br /&gt;
Wein und prophezeit daraus der Frau so viel Gnade, dass sie es im Dorf erfreut&lt;br /&gt;
weitererzählt und so eine Wallfahrt zu dem Einsiedler auslöst. Weil sich aber die&lt;br /&gt;
verheißene Gnade bei keinem einstellt, versiegt die Weinquelle allmählich wieder,&lt;br /&gt;
und der Einsiedler sieht sich gezwungen, den Leuten um die Hälfte des&lt;br /&gt;
Wegs näherzurücken. Als auch das nichts nützt, zieht er schließlich vor den&lt;br /&gt;
Wald und vergrämt die Leute damit vollends. Endlich „missioniert&amp;quot; er in den&lt;br /&gt;
Gasthäusern der Stadt, wo die Zecher ihren Spott mit ihm treiben, indem sie ihn ihre Becher austrinken lassen, bis er auf einer Bank niedersinkt. Es kümmert&lt;br /&gt;
den durstigen „Einsiedler&amp;quot; nicht, dass ihn alle Leute einen Narren heißen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 523-524)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Schwank]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Der_durstige_Einsiedel_(Der_Stricker)&amp;diff=13456</id>
		<title>Der durstige Einsiedel (Der Stricker)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Der_durstige_Einsiedel_(Der_Stricker)&amp;diff=13456"/>
		<updated>2020-12-17T11:59:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Der durstige Einsiedel; Der Weltheilige&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Der Stricker&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = ca. 1220-1250 ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Ostfränkisch/Rheinfränkisch, Österreich? ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Heidelberg, UB: Cpg 341, 322vb-325rb [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg341]&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Fischer, Hanns (Hg.): Der Stricker. Verserzählungen I]], S. 143-155&amp;lt;br /&amp;gt;[[Moelleken, Wolfgang Wilfried (Hg.): Die Kleindichtung des Strickers]], Band 1, S. 116-123&amp;lt;br /&amp;gt;[[Rosenhagen, Gustav (Hg.): Mären von dem Stricker]], S. 87-98&amp;lt;br /&amp;gt;[[Von der Hagen, Friedrich Heinrich (Hg.): Gesamtabenteuer]], Band 3, S. 5-15&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = [[Lemmer, Manfred: Deutschsprachige Erzähler des Mittelalters]], S. 153-160&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Altdeutsches Decamerone]], S. 126-133&amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Beine, Birgit: Der Wolf in der Kutte]], S. 78f., 84f., 200, 204, 241, 294; [[Böhm, Sabine: Der Stricker]], S. 71, 75, 79, 88, 128, 139; [[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 66, 100, 102; [[Nowakowski, Nina: Sprechen und Erzählen beim Stricker]], S. 98, 127, 228-236, 237, 239f., 242f., 253, 264, 268;[[Rappl, Stephanie: (Schein-)Heiligkeit in Mären des Strickers]] [[Strasser, Ingrid: Vornovellistisches Erzählen]], S. 48f., 59, 64, 66, 70-73, 168&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Ein Bonvivant, der sein Gut mit Trinken, Essen und Liebschaften durchgebracht&lt;br /&gt;
hat, beschließt eines Abends in seiner Trunkenheit, sein schlimmes Leben aufzugeben&lt;br /&gt;
und ein Einsiedler zu werden. Seine Freunde raten ihm zwar, sich&lt;br /&gt;
diesen Entschluss mit nüchternem Kopf nochmals zu überlegen, aber er lässt sich&lt;br /&gt;
davon nicht abbringen und zieht sich am nächsten Morgen, vom priesterlichen&lt;br /&gt;
Segen begleitet, in eine Waldeinöde zurück. Die erste Zeit verbringt er als reuiger&lt;br /&gt;
Büßer, aber als er nach zwanzig Wochen vom Fleische fällt, beginnt er, in seinem&lt;br /&gt;
Entschluss wankend zu werden und wieder an den Wein zu denken. Eines Tages&lt;br /&gt;
bittet ihn eine Frau, ihr die Zukunft vorherzusagen. Da verlangt er einen Krug&lt;br /&gt;
Wein und prophezeit daraus der Frau so viel Gnade, dass sie es im Dorf erfreut&lt;br /&gt;
weitererzählt und so eine Wallfahrt zu dem Einsiedler auslöst. Weil sich aber die&lt;br /&gt;
verheißene Gnade bei keinem einstellt, versiegt die Weinquelle allmählich wieder,&lt;br /&gt;
und der Einsiedler sieht sich gezwungen, den Leuten um die Hälfte des&lt;br /&gt;
Wegs näherzurücken. Als auch das nichts nützt, zieht er schließlich vor den&lt;br /&gt;
Wald und vergrämt die Leute damit vollends. Endlich „missioniert&amp;quot; er in den&lt;br /&gt;
Gasthäusern der Stadt, wo die Zecher ihren Spott mit ihm treiben, indem sie ihn ihre Becher austrinken lassen, bis er auf einer Bank niedersinkt. Es kümmert&lt;br /&gt;
den durstigen „Einsiedler&amp;quot; nicht, dass ihn alle Leute einen Narren heißen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 523-524)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Schwank]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Die_Martinsnacht_(Der_Stricker)&amp;diff=13455</id>
		<title>Die Martinsnacht (Der Stricker)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Die_Martinsnacht_(Der_Stricker)&amp;diff=13455"/>
		<updated>2020-12-17T11:58:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Die Martinsnacht; Martinsfest; Von sant Mertes bawman&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Der Stricker&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = ca. 1220-1250 ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Ostfränkisch/Rheinfränkisch, Österreich? ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Wien ÖNB: Cod. 2705, 47vb-48vb [https://manuscripta.at/hs_detail.php?ID=11811]&amp;lt;br /&amp;gt;Heidelberg, UB: Cpg 341, 320vb-322ra [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg341]&amp;lt;br /&amp;gt;Genève-Cologny, Bibliotheca Bodmeriana: Cod. Bodmer 72, 320rb-321vb [https://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/fmb/cb-0072]&amp;lt;br /&amp;gt;Wien, ÖNB. Cod. 2885, 139ra-140vb [http://archiv.onb.ac.at:1801/view/action/nmets.do?DOCCHOICE=2759142.xml&amp;amp;dvs=1541659152778~357&amp;amp;locale=de_DE&amp;amp;search_terms=&amp;amp;adjacency=&amp;amp;VIEWER_URL=/view/action/nmets.do?&amp;amp;DELIVERY_RULE_ID=1&amp;amp;divType=]&amp;lt;br /&amp;gt;Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum: Hs. FB 32001, 68ra-69rb&amp;lt;br /&amp;gt;Karlsruhe, Badische Landesbibliothek: Karlsruhe 408, 28vb-30va [https://digital.blb-karlsruhe.de/urn/urn:nbn:de:bsz:31-1298]&amp;lt;br /&amp;gt;Donaueschingen, Fürstlich Fürstenbergische Hofbibliothek: Hs. 104, 169vb-171rb [https://digital.blb-karlsruhe.de/blbhs/Handschriften/content/titleinfo/19642]&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Fischer, Hanns (Hg.): Der Stricker. Verserzählungen I]], S. 131-142&amp;lt;br /&amp;gt;[[Kully, Rolf, Max/Rupp, Heinz: Der münch mit dem genßlein]], S. 50-56&amp;lt;br /&amp;gt;[[Moelleken, Wolfgang Wilfried (Hg.): Die Kleindichtung des Strickers]], Band 3,1, S. 128-141&amp;lt;br /&amp;gt;[[Rosenhagen, Gustav (Hg.): Mären von dem Stricker]], S. 76-83&amp;lt;br /&amp;gt;[[Von der Hagen, Friedrich Heinrich (Hg.): Gesamtabenteuer]], Band 2, S. 457-462&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = [[Ernst, Paul (Hg.): Altdeutsche Mären und Schwänke]], S. 383-388&amp;lt;br /&amp;gt;[[Fischer, Hanns (Hg.): Die schönsten Schwankerzählungen des deutschen Mittelalters]], S. 283-287&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Altdeutsches Decamerone]], S. 248-251&amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Beine, Birgit: Der Wolf in der Kutte]], S. 298; [[Böhm, Sabine: Der Stricker]], S. 73, 75, 79, 88, 114f., 124, 128; [[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 7, 21, 68, 98, 118, 223, 256, 278; [[Grubmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos]], S. 81, 83, 85, 88, 107; [[Haug, Walter: Schlechte Geschichten - böse Geschichten - gute Geschichten]]; [[Mihm, Arend: Überlieferung und Verbreitung der Märendichtung im Spätmittelalter]], S. 76f., 84; [[Nowakowski, Nina: Sprechen und Erzählen beim Stricker]], S. 6, 27, 127, 228, 237-244, 253f., 264, 268; [[Rappl, Stephanie: (Schein-)Heiligkeit in Mären des Strickers]]&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
===Narratio===&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer und sein Gesinde zechen in der Martinsnacht. Da kommen&lt;br /&gt;
ein paar Diebe vorbei und halten die Gelegenheit für günstig, in den Kuhstall&lt;br /&gt;
einzubrechen. Der Mutigste steigt ein, aber die Hofhunde geben Laut, und der&lt;br /&gt;
Bauer geht hinaus, um nach dem Rechten zu sehen. In seiner Verlegenheit legt&lt;br /&gt;
der Dieb schnell seine Kleider ab und gibt sich dem erstaunten Bauern gegenüber&lt;br /&gt;
als St. Martin aus, der gekommen sei, um den Stall vor Dieben zu schützen.&lt;br /&gt;
Das gewaltige Zechen des Bauern erfreue und ehre ihn so, dass er seinem Besitz&lt;br /&gt;
besonderen Schutz angedeihen lasse. Während der Bauer hocherfreut mit seinem&lt;br /&gt;
Gesinde weiter zur Ehre des heiligen Martin zecht, treiben die Diebe ungestört&lt;br /&gt;
das Vieh davon. Am nächsten Morgen findet der Bauer den Stall leer und muss&lt;br /&gt;
zum Schaden auch noch Spott erdulden.&lt;br /&gt;
===Epimythion===&lt;br /&gt;
Traue keinem Dieb,&lt;br /&gt;
wie ehrlich seine Rede auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 527)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Schwank]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
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		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Rappl,_Stephanie:_(Schein-)Heiligkeit_in_M%C3%A4ren_des_Strickers&amp;diff=13454</id>
		<title>Rappl, Stephanie: (Schein-)Heiligkeit in Mären des Strickers</title>
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		<updated>2020-12-17T11:56:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: Die Seite wurde neu angelegt: „== Zitation ==     Rappl, Stephanie: (Schein-)Heiligkeit in Mären des Strickers: Die Martinsnacht und Der durstige Einsiedel. In: Schulz, Monika (Hg.): Vindæ…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rappl, Stephanie: (Schein-)Heiligkeit in Mären des Strickers: Die Martinsnacht und Der durstige Einsiedel. In: Schulz, Monika (Hg.): Vindærinne wunderbærer mære. Gedenkschrift für Ute Schwab. Wien 2013, S. 393-410 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die Martinsnacht (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
*[[Der durstige Einsiedel (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
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		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Baesecke,_Georg:_Der_Wiener_Oswald&amp;diff=13453</id>
		<title>Baesecke, Georg: Der Wiener Oswald</title>
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		<updated>2020-12-17T11:28:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Christian Holzinger: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baesecke, Georg: Der Wiener Oswald. Heidelberg 1912&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgabe des Wiener Oswalds mit Bemerkungen zu auch kleinepischen Texten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
* [[Der Gürtel (Dietrich von der Glezze)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Christian Holzinger</name></author>
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