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	<title>Brevitas Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Fuchs_und_Schlange_(Erz%C3%A4hlstoff)&amp;diff=20906</id>
		<title>Fuchs und Schlange (Erzählstoff)</title>
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		<updated>2022-03-30T11:41:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Franziska Hollweg: /* Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein), Nr. I, 23 (nach Druck Augsburg, 1490)(um 1408/16) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Erzählstoff&lt;br /&gt;
| namen              = Fuchs und Schlange&lt;br /&gt;
| regest             = Nachdem Fuchs und Schlange sich in einem Streit gegenseitig verletzt haben, bietet der Fuchs (die Schlange) nach einiger Zeit einen Scheinfrieden an, den die Schlange (der Fuchs) aber durchschaut. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 246f.)&lt;br /&gt;
| fassungen          = [[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 23&amp;lt;br /&amp;gt;[[Buch von der Weisheit]], Nr. I, 23&amp;lt;br /&amp;gt;[[Navicula sive speculum fatuorum (Johannes Geiler von Kaysersberg)]], Turba XXXVIII&amp;lt;br /&amp;gt;[[Narrenschiff (Johann Geiler von Kaisersberg/Johannes Pauli)]], Die XXXVIII. Schar, Bl. 85va-vb&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der wyßheit (Sebastian Münster)]], Nr. I, 23, Bl. 20r-21r&amp;lt;br /&amp;gt;Hans Sachs: Nr. 4752, 5192 (in [[Goetze, Edmund/Drescher, Carl (Hg.): Sämtliche Fabeln und Schwänke von Hans Sachs]], Band VI, Nr. 969, S. 197f.; Band II, Nr. 209, S. 29-32&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]], Nr. 23, Bl. 88v-91r&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 246f.; [[Günthart, Romy (Hg.): Sebastian Münster, Spiegel der wyßheit]], Band 2, S. 45-47&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Deutsche Versionen==&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 23 (nach Druck Augsburg, 1490)&amp;lt;br/&amp;gt;(um 1408/16)===&lt;br /&gt;
Hast du niemant belaidet vor dem besorg dych allzeit&amp;amp;middot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;amp;middot;xiii&amp;amp;middot; Capitel&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;In hungeriger fuchse&amp;lt;ref&amp;gt;Im Physiologos erfährt man über den Fuchs, dass er ein listiges Tier ist. Wenn er an Hunger leidet und keine Beute findet, versucht er mit einer Täuschung seine Beute zu überführen.&amp;lt;/ref&amp;gt; der lief in grymes hungers qual auf und nider hyn und her&amp;amp;middot; und suocht mit fleiß sein speiß&amp;amp;middot; Do tratt er unbesichtiklich auf ein vergifte schlange(n)&amp;lt;ref&amp;gt;Im Evangelium wird die Schlange als klug bezeichnet (Mt. 10,16). Der Physiologos fasst die Schlange aber im Allgemeinen als negativ behaftetes Tier auf, besonders wegen dem Sündenfall im Christentum. Die Schlange verführt Eva und Adam vom Baum der Erkenntnis zu essen (1. Mose 3), daher wird sie als Tier der Sünde und des Todes beschrieben. Laut Leibbrand steht sie für den Verführer und den Teufel, denn sie zieht Gottes Gebot in Zweifel und verdreht das göttliche Wort. Zudem gilt jede Schlange als giftig. Sie wird überwiegend negativ gedeutet, aufgrund ihrer Körperform, ihrer raschen Fortbewegungsart und ihrem giftigen Biss.&amp;lt;/ref&amp;gt; die in pusches vinster kroch&amp;amp;middot; Do ward die schlang in zorn entzündet und piß den fuchse gar neydiklich darumb dz er sy getreten het&amp;amp;middot; Zehand paiß der fuchs in grymmigem zoren hinwyder allso das sich gemein er czoren mit gifftigem peyssen beydenthalb vergieng&amp;amp;middot; Darnache suochtt yeder teyl seiner empfangen wu(n)den heylwertige ercznej mit ganczem vermügen/ Darnach nach lang verganger zeit fueget&amp;lt;ref&amp;gt;Druck unleserlich, es könnte „fueget“ bedeuten.&amp;lt;/ref&amp;gt; sich dz sy beyde nach einem wilde(n) gepürg geuert unbedechtlich wider einand(er) kame(n)&amp;amp;middot; Zehand gedacht dye schlang&amp;lt;ref&amp;gt;Leibbrand schreibt im speculum bestialitatis, dass auch im Mittelalter die Schlange für den Teufel stand. Dies bestätigt auch der Dominikaner Petrus, indem er sagt, dass der Teufel die Natur der Schlange besitzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; d(er) alten schuld&amp;amp;middot; da vernewet sich d(er) alt zorn an ir damit auch sy czuo gifftiger rach gewapnot unnd erweckt ward&amp;amp;middot; Dz vermerckt d(er) listig fuchs&amp;lt;ref&amp;gt;Der Fuchs wird in der Bibel als listiges Tier beschrieben. Zum Beispiel wird der Fuchs in Ezezhiel als Symbol der List und als Abbild der Boshaftigkeit dargestellt, da die falschen Propheten Füchse genannt werden (Ez. 13,4). Des Weiteren steht im Phsiologos, dass der Fuchs im Mittelalter ein Symbol der Versuchung war. Auch laut Jürgen Leibbrand gilt der Fuchs als listiges und verschmitztes Tier. Sein Name wird mit einer negativen Charakteristik einer Person assoziiert.&amp;lt;/ref&amp;gt; der grif i(n) dye puecher seiner maisterschaft&amp;amp;middot; und u(n)parge&amp;lt;ref&amp;gt;Druck undeutlich, es könnte „u(n)parge“ bedeuten.&amp;lt;/ref&amp;gt; die schalckheit seins herczen&amp;amp;middot;under die gestalt eins froelichen und freüntlichen gruoß&amp;amp;middot; unnd sprach mit listen zuo der listigen allso&amp;amp;middot; In rechter warheit mein allerliebste&amp;lt;ref&amp;gt;Halbpunkt fehlt?&amp;lt;/ref&amp;gt; Ich hab dich mit fleiß gesuocht daru(m)b das ich dein fride den ich mit meines mu[n]des piß / verlorn hab in dem kuß dessel/ben&amp;lt;ref&amp;gt;desselben?&amp;lt;/ref&amp;gt; mundes widerspraecht&amp;amp;middot; Nun was mag allen toetlichen dinge(n) lieber sein dann der loblich fride Was ist allen irrdischen dingen wunsamer&amp;amp;middot; was ist allen dinge(n) genaemer und hochgültiger de(n)n ein fridsames hercz&amp;amp;middot; wa(n)n under dem pund des frides besteen alle ding die leben haben in ruo&amp;amp;middot; Sy gruonent in frides ordnung lant und leüt plueent in iren rechten&amp;amp;middot; wo guoter frid regiert und herrschet / wenn frid ist ein gemeins guot den armen und reychen den pfaffen und den layen und alle(n) dient dz wann dz fleücht under de(n) sichern fan wolbestaets frids dz unantwurt&amp;lt;ref&amp;gt;unklar&amp;lt;/ref&amp;gt; die kündig natur de(n) listigen fuchs mit weyser fürsichtikeit / wann sy wz seiner falschen tück gar maisterlich geleret / und sprach&amp;amp;middot; Fürwar du&amp;lt;ref&amp;gt;Druckfehler&amp;lt;/ref&amp;gt; sagste Echter frid ist das sterckeßt ding so es mag auf erden gesei(n) wann er getreü und warhafft ist / ist aber er falsch so ist auch er nit anders dann ein liecht dzdo&amp;lt;ref&amp;gt;unklar, Hypothese: Man könnte es mit &amp;quot; das da&amp;quot; übersetzen&amp;lt;/ref&amp;gt; plaendet / od(er) ein leben das toettet od(er) ein vergüffte sueß&amp;lt;ref&amp;gt;vergiftete Frucht aus Bibel&amp;lt;/ref&amp;gt; / wa(n)n es ist kein groessers übel denn toetliche&amp;lt;ref&amp;gt;unleserlicher Druckfehler, Hypothese: es könnte ein hochgestelltes &amp;quot;e&amp;quot; über dem &amp;quot;o&amp;quot; sein und somit &amp;quot;toetliche&amp;quot; bedeuten&amp;lt;/ref&amp;gt; veintschaft die mit falschem fride überzogen und bedeckt wirt&amp;lt;ref&amp;gt;Halbpunkt fehlt?&amp;lt;/ref&amp;gt; Darumb mein fuchs dein frid d(er) sey mit dir / wann wo und we(n)n alte geltschuld bedacht werden da ist auch nun zoren&amp;amp;middot; Nun begeret der zorn rach / rach bedenckt wie sy luglich und geuaerliche(n) pring zuo schwaerem vall deines herczen sihe ich nit / aber zuo meiner vernunft lauf ich&amp;amp;middot; und in dem lyecht d(er) verstentnuß besahe ich auf saecz des falschen un(d) verborgen herczen / wa(n)n warer frid gedenckt nymmer weder in schimpfe noch in ernst aller widerwertikeit die sich geschlicht und gerichtet hat aber falscher frid vergißt nymmer aller d(er) ding die in übel geschehen seid wiewol die freüntlicher gruoß mit staetez die[n]ste zuo guotem end geordnet hat&amp;lt;ref&amp;gt;Halbpunkt fehlt?&amp;lt;/ref&amp;gt; Darumb ist der allzeit zuo besorgen der von dir gelaydigett ist wann verserunge hafftet in dez hercze(n) als dem laym&amp;amp;middot; Sy ist ringe unnd leicht unnd verneüett sich gar bald unnd zaechlingen zuo dem zoren&amp;amp;middot; un(d) tregt auch allzeit einen beraiten kocher zuo der rach&amp;amp;middot; Aber zuo milter guetigkeytt ist sy traege unnd hat darzuo eynen schwaeren fuoß&amp;amp;middot; Oder waißt du nicht das den edlen patriarchen Joseph&amp;lt;ref&amp;gt;Bibel&amp;lt;/ref&amp;gt; seine prueder in ire[n] alter wrchtlichen besorgeten de(n) sy in irer jugend unpruoderliche[n] gelaydiget hetten&amp;amp;middot; Unnd mit diesen worten zerliessen&amp;lt;ref&amp;gt;zerlieffen?&amp;lt;/ref&amp;gt; sy die red / und schieden von einander&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Fabel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Franziska Hollweg</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Fuchs_und_Schlange_(Erz%C3%A4hlstoff)&amp;diff=20889</id>
		<title>Fuchs und Schlange (Erzählstoff)</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Erzählstoff&lt;br /&gt;
| namen              = Fuchs und Schlange&lt;br /&gt;
| regest             = Nachdem Fuchs und Schlange sich in einem Streit gegenseitig verletzt haben, bietet der Fuchs (die Schlange) nach einiger Zeit einen Scheinfrieden an, den die Schlange (der Fuchs) aber durchschaut. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 246f.)&lt;br /&gt;
| fassungen          = [[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 23&amp;lt;br /&amp;gt;[[Buch von der Weisheit]], Nr. I, 23&amp;lt;br /&amp;gt;[[Navicula sive speculum fatuorum (Johannes Geiler von Kaysersberg)]], Turba XXXVIII&amp;lt;br /&amp;gt;[[Narrenschiff (Johann Geiler von Kaisersberg/Johannes Pauli)]], Die XXXVIII. Schar, Bl. 85va-vb&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der wyßheit (Sebastian Münster)]], Nr. I, 23, Bl. 20r-21r&amp;lt;br /&amp;gt;Hans Sachs: Nr. 4752, 5192 (in [[Goetze, Edmund/Drescher, Carl (Hg.): Sämtliche Fabeln und Schwänke von Hans Sachs]], Band VI, Nr. 969, S. 197f.; Band II, Nr. 209, S. 29-32&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]], Nr. 23, Bl. 88v-91r&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 246f.; [[Günthart, Romy (Hg.): Sebastian Münster, Spiegel der wyßheit]], Band 2, S. 45-47&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Deutsche Versionen==&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 23 (nach Druck Augsburg, 1490)&amp;lt;br/&amp;gt;(um 1408/16)===&lt;br /&gt;
Hast du niemant belaidet vor dem besorg dych allzeit&amp;amp;middot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;amp;middot;xiii&amp;amp;middot; Capitel&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;In hungeriger fuchse&amp;lt;ref&amp;gt;Im Physiologos erfährt man über den Fuchs, dass er ein listiges Tier ist. Wenn er an Hunger leidet und keine Beute findet, versucht er mit einer Täuschung seine Beute zu überführen.&amp;lt;/ref&amp;gt; der lief in grymes hungers qual auf und nider hyn und her&amp;amp;middot; und fuocht mit fleiß sein speiß&amp;amp;middot; Do tratt er unbesichtiklich auf ein vergifte schlange[n]&amp;lt;ref&amp;gt;Im Evangelium wird die Schlange als klug bezeichnet (Mt. 10,16). Der Physiologos fasst die Schlange aber im Allgemeinen als negativ behaftetes Tier auf, vor allem wegen des Sündenfalls im Christentum. Die Schlange verführt Eva und Adam vom Baum der Erkenntnis zu essen (1. Mose 3), daher wird sie als Tier der Sünde und des Todes beschrieben. Laut Leibbrand steht sie für den Verführer und den Teufel, denn sie zieht Gottes Gebot in Zweifel und verdreht das göttliche Wort. Jede Schlange gilt als giftig. Sie wird überwiegend negativ gedeutet, aufgrund ihrer Körperform, ihrer raschen Fortbewegungsart und ihrem giftigen Biss.&amp;lt;/ref&amp;gt; die in pusches vinster kroch&amp;amp;middot; Do ward die schlang in zorn entzündet und piß den fuchse gar neydiklich darumb dz er sy getreten het&amp;amp;middot; Zehand paiß der fuchs in grymmigem zoren hinwyder allso das sich gemein erczoren mit gifftigem peyssen beydenthalb vergieng&amp;amp;middot; Darnache fuochtt yeder teyl seiner empfangen wu[n]den heylwertige ercznej mit ganczem vermügen/ Darnach nach lang verganger zeit fueget&amp;lt;ref&amp;gt;Druck unleserlich&amp;lt;/ref&amp;gt; sich dz sy beyde nach einem wilde[n] gepürg geuert unbedechtlich wider einand[er] kame[n]&amp;amp;middot, Zehand gedacht dye schlang&amp;lt;ref&amp;gt;Leibbrand schreibt im speculum bestialitatis, dass auch im Mittelalter die Schlange für den Teufel steht. Dies bestätigt auch der Dominikaner Petrus, da der Teufel die Natur der Schlange besitzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; d[er] alten schuld&amp;amp;middot; da vernewet sich d[er] alt zorn an ir damit auch sy czuo gifftiger rach gewapnot unnd erweckt ward&amp;amp;middot; Dz vermerckt d[er] listig fuchs&amp;lt;ref&amp;gt;Der Fuchs wird in der Bibel als listiges Tier beschrieben. Zum Beispiel wird in Ezezhiel der Fuchs als Symbol der List und Abbild der Boshaftigkeit dargestellt, da die falschen Propheten Füchse genannt werden (Ez. 13,4). Des Weiteren steht im Phsiologos, dass der Fuchs im Mittelalter ein Symbol der Versuchung ist. Auch laut Jürgen Leibbrand gilt der Fuchs als listiges und verschmitztes Tier. Sein Name wird mit einer negativen Charakteristik einer Person assoziiert.&amp;lt;/ref&amp;gt; der grif i dye puecher seiner maisterschaft&amp;amp;middot; und unparge&amp;lt;ref&amp;gt;unklar&amp;lt;/ref&amp;gt; die schalckheit seins herczen&amp;amp;middot;under die gestalt eins froelichen und freüntlichen gruoß&amp;amp;middot; unnd sprach mit listen zuo der listigen allso&amp;amp;middot; In rechter warheit mein allerliebste&amp;lt;ref&amp;gt;Halbpunkt fehlt?&amp;lt;/ref&amp;gt; Ich hab dich mit fleiß gesuocht daru[m]b das ich dein fride den ich mit meines mu[n]des piß / verlorn hab in dem kuß dessel/ben&amp;lt;ref&amp;gt;desselben?&amp;lt;/ref&amp;gt; mundes widerspraecht&amp;amp;middot; Nun was mag allen toetlichen dinge[n] lieber sein dann der loblich fride&amp;lt;ref&amp;gt;Halbpunkt fehlt?&amp;lt;/ref&amp;gt; Was ist allen irrdischen dingen wunsamer&amp;amp;middot; was ist allen dinge[n] genaemer und hochgültiger de[n]n ein fridsames hercz&amp;amp;middot; wa[n]n under dem pund des frides besteen alle ding die leben haben in ruo&amp;amp;middot; Sy gruonent in frides ordnung lant und leüt plueent iniren rechten&amp;amp;middot; wo guoter frid regiert und herrschet / wenn frid ist ein gemeins guot den armen und reychen den pfaffen und den layen und alle[n] dient dz wann dz fleücht under de[n] sichern fan wolbestaets frids dz unantwurt&amp;lt;ref&amp;gt;unklar&amp;lt;/ref&amp;gt; die kündig natur de[n] listigen fuchs mit weyser fürsichtikeit / wann sy wz seiner falschen tück gar maisterlich geleret / und sprach&amp;amp;middot; Fürwar du&amp;lt;ref&amp;gt;Druckfehler&amp;lt;/ref&amp;gt; sagste Echter frid ist das sterckeßt ding so es mag auf erden gesei wann er getreü und warhafft ist / ist aber er falsch so ist auch er nit anders dann ein liecht dzdo&amp;lt;ref&amp;gt;unklar&amp;lt;/ref&amp;gt; plaendet / od[er] ein leben das toettet od[er] ein vergüffte sueß&amp;lt;ref&amp;gt;vergiftete Frucht aus Bibel&amp;lt;/ref&amp;gt; / wa[n]n es ist kein groessers übel denn toetliche&amp;lt;ref&amp;gt;unleserlicher Druckfehler, Hypothese: es könnte ein hochgestelltes &amp;quot;e&amp;quot; über dem &amp;quot;o&amp;quot; sein und somit &amp;quot;toetliche&amp;quot; bedeuten&amp;lt;/ref&amp;gt; veintschaft die mit falschem fride überzogen und bedeckt wirt&amp;lt;ref&amp;gt;Halbpunkt fehlt?&amp;lt;/ref&amp;gt; Darumb mein fuchs dein frid d[er] sey mit dir / wann wo und we[n]n alte geltschuld bedacht werden da ist auch nun zoren&amp;amp;middot; Nun begeret der zorn rach / rach bedenckt wie sy luglich und geuaerliche[n] pring zuo schwaerem vall deines herczen sihe ich nit / aber zuo meiner vernunft lauf ich&amp;amp;middot; und in dem lyecht d[er] verstentnuß besahe ich auf saecz des falschen un[d] vergorgen berczen / wa[n]n warer frid gedenckt nymmer weder in schimpfe noch in ernst aller widerwertikeit die sich geschlicht und gerichtet hat aber falscher frid vergißt nymmer aller d[er] ding die in übel geschehen seid wiewol die freüntlicher gruoß mit staetez die[n]ste zuo guotem end geordnet hat&amp;lt;ref&amp;gt;Halbpunkt fehlt?&amp;lt;/ref&amp;gt; Darumb ist der allzeit zuo besorgen der von dir gelaydigett ist wann verserunge hafftet in dez hercze[n] als dem laym&amp;amp;middot; Sy ist ringe unnd leicht unnd verneüett sich gar bald unnd zaechlingen zuo dem zoren&amp;amp;middot; un[d] tregt auch allzeit einen beraiten kocher zuo der rach&amp;amp;middot; Aber zuo milter guetigkeytt ist sy traege unnd hat darzuo eynen schwaeren fuoß&amp;amp;middot; Oder waißt du nicht das den edlen patriarchen Joseph&amp;lt;ref&amp;gt;Bibel&amp;lt;/ref&amp;gt; seine prueder in ire[n] alter wrchtlichen besorgeten de[n] sy in irer jugend unpruoderliche[n] gelaydiget hetten&amp;amp;middot; Unnd mit diesen worten zerliessen&amp;lt;ref&amp;gt;zerlieffen?&amp;lt;/ref&amp;gt; sy die red / und schieden von einander&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Fabel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Franziska Hollweg</name></author>
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		<title>Fuchs und Schlange (Erzählstoff)</title>
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		<updated>2022-03-21T19:43:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Franziska Hollweg: /* Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein), Nr. I, 23 (nach Druck Augsburg, 1490)(um 1408/16) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Erzählstoff&lt;br /&gt;
| namen              = Fuchs und Schlange&lt;br /&gt;
| regest             = Nachdem Fuchs und Schlange sich in einem Streit gegenseitig verletzt haben, bietet der Fuchs (die Schlange) nach einiger Zeit einen Scheinfrieden an, den die Schlange (der Fuchs) aber durchschaut. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 246f.)&lt;br /&gt;
| fassungen          = [[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 23&amp;lt;br /&amp;gt;[[Buch von der Weisheit]], Nr. I, 23&amp;lt;br /&amp;gt;[[Navicula sive speculum fatuorum (Johannes Geiler von Kaysersberg)]], Turba XXXVIII&amp;lt;br /&amp;gt;[[Narrenschiff (Johann Geiler von Kaisersberg/Johannes Pauli)]], Die XXXVIII. Schar, Bl. 85va-vb&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der wyßheit (Sebastian Münster)]], Nr. I, 23, Bl. 20r-21r&amp;lt;br /&amp;gt;Hans Sachs: Nr. 4752, 5192 (in [[Goetze, Edmund/Drescher, Carl (Hg.): Sämtliche Fabeln und Schwänke von Hans Sachs]], Band VI, Nr. 969, S. 197f.; Band II, Nr. 209, S. 29-32&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]], Nr. 23, Bl. 88v-91r&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 246f.; [[Günthart, Romy (Hg.): Sebastian Münster, Spiegel der wyßheit]], Band 2, S. 45-47&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Deutsche Versionen==&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 23 (nach Druck Augsburg, 1490)&amp;lt;br/&amp;gt;(um 1408/16)===&lt;br /&gt;
Hast du niemant belaidet vor dem besorg dych allzeit&amp;amp;middot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;amp;middot;xiii&amp;amp;middot; Capitel&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;In hungeriger fuchse&amp;lt;ref&amp;gt;Im Physiologos erfährt man über den Fuchs, dass er ein listiges Tier ist. Wenn er an Hunger leidet und keine Beute findet, versucht er mit einer Täuschung seine Beute zu überführen.&amp;lt;/ref&amp;gt; der lief in grymes hungers qual auf und nider hyn und her&amp;amp;middot; und fuocht mit fleiß sein speiß&amp;amp;middot; Do tratt er unbesichtiklich auf ein vergifte schlange[n]&amp;lt;ref&amp;gt;Im Evangelium wird die Schlange als klug bezeichnet (Mt. 10,16). Der Physiologos fasst die Schlange aber im Allgemeinen als negativ behaftetes Tier auf, vor allem wegen des Sündenfalls im Christentum. Die Schlange verführt Eva und Adam vom Baum der Erkenntnis zu essen (1. Mose 3), daher wird sie als Tier der Sünde und des Todes beschrieben. Laut Leibbrand steht sie für den Verführer und den Teufel, denn sie zieht Gottes Gebot in Zweifel und verdreht das göttliche Wort. Jede Schlange gilt als giftig. Sie wird überwiegend negativ gedeutet, aufgrund ihrer Körperform, ihrer raschen Fortbewegungsart und ihrem giftigen Biss.&amp;lt;/ref&amp;gt; die in pusches vinster kroch&amp;amp;middot; Do ward die schlang in zorn&amp;lt;ref&amp;gt;unlesbar&amp;lt;/ref&amp;gt; entzündet und piß den fuchse gar neydiklich darumb dz er sy getreten het&amp;amp;middot; Zehand paiß der fuchs in grymmigem zoren hinwyder allso das sich gemein erczoren mit gifftigem peyssen beydenthalb vergieng&amp;amp;middot; Darnache fuochtt yeder teyl seiner empfangen wu[n]den heylwertige ercznej mit ganczem vermügen/ Darnach nach lang verganger zeit fueget&amp;lt;ref&amp;gt;Druck unleserlich&amp;lt;/ref&amp;gt; sich dz sy beyde nach einem wilde[n] gepürg geuert unbedechtlich wider einand[er] kame[n]&amp;amp;middot, Zehand gedacht dye schlang&amp;lt;ref&amp;gt;Leibbrand schreibt im speculum bestialitatis, dass auch im Mittelalter die Schlange für den Teufel steht. Dies bestätigt auch der Dominikaner Petrus, da der Teufel die Natur der Schlange besitzt.&amp;lt;/ref&amp;gt; d[er] alten schuld&amp;amp;middot; da vernewet sich d[er] alt zorn an ir damit auch sy czuo gifftiger rach gewapnot unnd erweckt ward&amp;amp;middot; Dz vermerckt d[er] listig fuchs&amp;lt;ref&amp;gt;Der Fuchs wird in der Bibel als listiges Tier beschrieben. Zum Beispiel wird in Ezezhiel der Fuchs als Symbol der List und Abbild der Boshaftigkeit dargestellt, da die falschen Propheten Füchse genannt werden (Ez. 13,4). Des Weiteren steht im Phsiologos, dass der Fuchs im Mittelalter ein Symbol der Versuchung ist. Auch laut Jürgen Leibbrand gilt der Fuchs als listiges und verschmitztes Tier. Sein Name wird mit einer negativen Charakteristik einer Person assoziiert.&amp;lt;/ref&amp;gt;  der grif i dye puecher seiner maisterschaft&amp;amp;middot; und unparge&amp;lt;ref&amp;gt;unklar&amp;lt;/ref&amp;gt; die schalckheit seins herczen&amp;amp;middot;under die gestalt eins froelichen und freüntlichen gruoß&amp;amp;middot; unnd sprach mit listen zuo der listigen allso&amp;amp;middot; In rechter warheit mein allerliebste&amp;lt;ref&amp;gt;Halbpunkt fehlt?&amp;lt;/ref&amp;gt; Ich hab dich mit fleiß gesuocht daru[m]b das ich dein fride den ich mit meines mu[n]des piß / verlorn hab in dem kuß dessel/ben&amp;lt;ref&amp;gt;desselben?&amp;lt;/ref&amp;gt; mundes widerspraecht&amp;amp;middot; Nun was mag allen toetlichen dinge[n] lieber sein dann der loblich fride&amp;lt;ref&amp;gt;Halbpunkt fehlt?&amp;lt;/ref&amp;gt; Was ist allen irrdischen dingen wunsamer&amp;amp;middot; was ist allen dinge[n] genaemer und hochgültiger de[n]n ein fridsames hercz&amp;amp;middot; wa[n]n under dem pund des frides besteen alle ding die leben haben in ruo&amp;amp;middot; Sy gruonent in frides ordnung lant und leüt plueent iniren rechten&amp;amp;middot; wo guoter frid regiert und herrschet / wenn frid ist ein gemeins guot den armen und reychen den pfaffen und den layen und alle[n] dient dz wann dz fleücht under de[n] sichern fan wolbestaets frids dz unantwurt&amp;lt;ref&amp;gt;unklar&amp;lt;/ref&amp;gt; die kündig natur de[n] listigen fuchs mit weyser fürsichtikeit / wann sy wz seiner falschen tück gar maisterlich geleret / und sprach&amp;amp;middot; Fürwar du&amp;lt;ref&amp;gt;Druckfehler&amp;lt;/ref&amp;gt; sagste Echter frid ist das sterckeßt ding so es mag auf erden gesei wann er getreü und warhafft ist / ist aber er falsch so ist auch er nit anders dann ein liecht dzdo&amp;lt;ref&amp;gt;unklar&amp;lt;/ref&amp;gt; plaendet / od[er] ein leben das toettet od[er] ein vergüffte sueß&amp;lt;ref&amp;gt;vergiftete Frucht aus Bibel&amp;lt;/ref&amp;gt; / wa[n]n es ist kein groessers übel denn toetliche&amp;lt;ref&amp;gt;unleserlicher Druckfehler, Hypothese: es könnte ein hochgestelltes &amp;quot;e&amp;quot; über dem &amp;quot;o&amp;quot; sein und somit &amp;quot;toetliche&amp;quot; bedeuten&amp;lt;/ref&amp;gt; veintschaft die mit falschem fride überzogen und bedeckt wirt&amp;lt;ref&amp;gt;Halbpunkt fehlt?&amp;lt;/ref&amp;gt; Darumb mein fuchs dein frid d[er] sey mit dir / wann wo und we[n]n alte geltschuld bedacht werden da ist auch nun zoren&amp;amp;middot; Nun begeret der zorn rach / rach bedenckt wie sy luglich und geuaerliche[n] pring zuo schwaerem vall deines herczen sihe ich nit / aber zuo meiner vernunft lauf ich&amp;amp;middot; und in dem lyecht d[er] verstentnuß besahe ich auf saecz des falschen un[d] vergorgen berczen / wa[n]n warer frid gedenckt nymmer weder in schimpfe noch in ernst aller widerwertikeit die sich geschlicht und gerichtet hat aber falscher frid vergißt nymmer aller d[er] ding die in übel geschehen seid wiewol die freüntlicher gruoß mit staetez die[n]ste zuo guotem end geordnet hat&amp;lt;ref&amp;gt;Halbpunkt fehlt?&amp;lt;/ref&amp;gt; Darumb ist der allzeit zuo besorgen der von dir gelaydigett ist wann verserunge hafftet in dez hercze[n] als dem laym&amp;amp;middot; Sy ist ringe unnd leicht unnd verneüett sich gar bald unnd zaechlingen zuo dem zoren&amp;amp;middot; un[d] tregt auch allzeit einen beraiten kocher zuo der rach&amp;amp;middot; Aber zuo milter guetigkeytt ist sy traege unnd hat darzuo eynen schwaeren fuoß&amp;amp;middot; Oder waißt du nicht das den edlen patriarchen Joseph&amp;lt;ref&amp;gt;Bibel&amp;lt;/ref&amp;gt; seine prueder in ire[n] alter wrchtlichen besorgeten de[n] sy in irer jugend unpruoderliche[n] gelaydiget hetten&amp;amp;middot; Unnd mit diesen worten zerliessen&amp;lt;ref&amp;gt;zerlieffen?&amp;lt;/ref&amp;gt; sy die red / und schieden von einander&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Fabel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Franziska Hollweg</name></author>
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		<title>Fuchs und Schlange (Erzählstoff)</title>
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		<updated>2022-03-21T17:20:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Franziska Hollweg: /* Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein), Nr. I, 23 (nach Druck Augsburg, 1490)(um 1408/16) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Erzählstoff&lt;br /&gt;
| namen              = Fuchs und Schlange&lt;br /&gt;
| regest             = Nachdem Fuchs und Schlange sich in einem Streit gegenseitig verletzt haben, bietet der Fuchs (die Schlange) nach einiger Zeit einen Scheinfrieden an, den die Schlange (der Fuchs) aber durchschaut. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 246f.)&lt;br /&gt;
| fassungen          = [[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 23&amp;lt;br /&amp;gt;[[Buch von der Weisheit]], Nr. I, 23&amp;lt;br /&amp;gt;[[Navicula sive speculum fatuorum (Johannes Geiler von Kaysersberg)]], Turba XXXVIII&amp;lt;br /&amp;gt;[[Narrenschiff (Johann Geiler von Kaisersberg/Johannes Pauli)]], Die XXXVIII. Schar, Bl. 85va-vb&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der wyßheit (Sebastian Münster)]], Nr. I, 23, Bl. 20r-21r&amp;lt;br /&amp;gt;Hans Sachs: Nr. 4752, 5192 (in [[Goetze, Edmund/Drescher, Carl (Hg.): Sämtliche Fabeln und Schwänke von Hans Sachs]], Band VI, Nr. 969, S. 197f.; Band II, Nr. 209, S. 29-32&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]], Nr. 23, Bl. 88v-91r&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 246f.; [[Günthart, Romy (Hg.): Sebastian Münster, Spiegel der wyßheit]], Band 2, S. 45-47&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Deutsche Versionen==&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 23 (nach Druck Augsburg, 1490)&amp;lt;br/&amp;gt;(um 1408/16)===&lt;br /&gt;
Hast du niemant belaidet vor dem besorg dych allzeit&amp;amp;middot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;amp;middot;xiii&amp;amp;middot; Capitel&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;In hungeriger fuchse der lief in grymes hungers qual auf und nider hyn und her&amp;amp;middot; und fuocht mit fleiß sein speiß&amp;amp;middot; Do tratt er unbesichtiklich auf ein vergifte schlange[n]&amp;lt;ref&amp;gt;Tier aus der Bibel&amp;lt;/ref&amp;gt; die in pusches vinster kroch&amp;amp;middot; Do ward die schlang in zorn&amp;lt;ref&amp;gt;unlesbar&amp;lt;/ref&amp;gt; entzündet und piß den fuchse gar neydiklich darumb dz er sy getreten het&amp;amp;middot; Zehand paiß der fuchs in grymmigem zoren hinwyder allso das sich gemein erczoren mit gifftigem peyssen beydenthalb vergieng&amp;amp;middot; Darnache fuochtt yeder teyl seiner empfangen wu[n]den heylwertige ercznej mit ganczem vermügen/ Darnach nach lang verganger zeit fueget&amp;lt;ref&amp;gt;Druck unleserlich&amp;lt;/ref&amp;gt; sich dz sy beyde nach einem wilde[n] gepürg geuert unbedechtlich wider einand[er] kame[n]&amp;amp;middot, Zehand gedacht dye schlang d[er] alten schuld&amp;amp;middot; da vernewet sich d[er] alt zorn an ir damit auch sy czuo gifftiger rach gewapnot unnd erweckt ward&amp;amp;middot; Dz vermerckt d[er] listig fuchs der grif i dye puecher seiner maisterschaft&amp;amp;middot; und unparge&amp;lt;ref&amp;gt;unklar&amp;lt;/ref&amp;gt; die schalckheit seins herczen&amp;amp;middot;under die gestalt eins froelichen und freüntlichen gruoß&amp;amp;middot; unnd sprach mit listen zuo der listigen allso&amp;amp;middot; In rechter warheit mein allerliebste&amp;lt;ref&amp;gt;Halbpunkt fehlt?&amp;lt;/ref&amp;gt; Ich hab dich mit fleiß gesuocht daru[m]b das ich dein fride den ich mit meines mu[n]des piß / verlorn hab in dem kuß dessel/ben&amp;lt;ref&amp;gt;desselben?&amp;lt;/ref&amp;gt; mundes widerspraecht&amp;amp;middot; Nun was mag allen toetlichen dinge[n] lieber sein dann der loblich fride&amp;lt;ref&amp;gt;Halbpunkt fehlt?&amp;lt;/ref&amp;gt; Was ist allen irrdischen dingen wunsamer&amp;amp;middot; was ist allen dinge[n] genaemer und hochgültiger de[n]n ein fridsames hercz&amp;amp;middot; wa[n]n under dem pund des frides besteen alle ding die leben haben in ruo&amp;amp;middot; Sy gruonent in frides ordnung lant und leüt plueent iniren rechten&amp;amp;middot; wo guoter frid regiert und herrschet / wenn frid ist ein gemeins guot den armen und reychen den pfaffen und den layen und alle[n] dient dz wann dz fleücht under de[n] sichern fan wolbestaets frids dz unantwurt&amp;lt;ref&amp;gt;unklar&amp;lt;/ref&amp;gt; die kündig natur de[n] listigen fuchs mit weyser fürsichtikeit / wann sy wz seiner falschen tück gar maisterlich geleret / und sprach&amp;amp;middot; Fürwar du&amp;lt;ref&amp;gt;Druckfehler&amp;lt;/ref&amp;gt; sagste Echter frid ist das sterckeßt ding so es mag auf erden gesei wann er getreü und warhafft ist / ist aber er falsch so ist auch er nit anders dann ein liecht dzdo&amp;lt;ref&amp;gt;unklar&amp;lt;/ref&amp;gt; plaendet / od[er] ein leben das toettet od[er] ein vergüffte sueß&amp;lt;ref&amp;gt;vergiftete Frucht aus Bibel&amp;lt;/ref&amp;gt; / wa[n]n es ist kein groessers übel denn toetliche&amp;lt;ref&amp;gt;unleserlicher Druckfehler, Hypothese: es könnte ein hochgestelltes &amp;quot;e&amp;quot; über dem &amp;quot;o&amp;quot; sein und somit &amp;quot;toetliche&amp;quot; bedeuten&amp;lt;/ref&amp;gt; veintschaft die mit falschem fride überzogen und bedeckt wirt&amp;lt;ref&amp;gt;Halbpunkt fehlt?&amp;lt;/ref&amp;gt; Darumb mein fuchs dein frid d[er] sey mit dir / wann wo und we[n]n alte geltschuld bedacht werden da ist auch nun zoren&amp;amp;middot; Nun begeret der zorn rach / rach bedenckt wie sy luglich und geuaerliche[n] pring zuo schwaerem vall deines herczen sihe ich nit / aber zuo meiner vernunft lauf ich&amp;amp;middot; und in dem lyecht d[er] verstentnuß besahe ich auf saecz des falschen un[d] vergorgen berczen / wa[n]n warer frid gedenckt nymmer weder in schimpfe noch in ernst aller widerwertikeit die sich geschlicht und gerichtet hat aber falscher frid vergißt nymmer aller d[er] ding die in übel geschehen seid wiewol die freüntlicher gruoß mit staetez die[n]ste zuo guotem end geordnet hat&amp;lt;ref&amp;gt;Halbpunkt fehlt?&amp;lt;/ref&amp;gt; Darumb ist der allzeit zuo besorgen der von dir gelaydigett ist wann verserunge hafftet in dez hercze[n] als dem laym&amp;amp;middot; Sy ist ringe unnd leicht unnd verneüett sich gar bald unnd zaechlingen zuo dem zoren&amp;amp;middot; un[d] tregt auch allzeit einen beraiten kocher zuo der rach&amp;amp;middot; Aber zuo milter guetigkeytt ist sy traege unnd hat darzuo eynen schwaeren fuoß&amp;amp;middot; Oder waißt du nicht das den edlen patriarchen Joseph&amp;lt;ref&amp;gt;Bibel&amp;lt;/ref&amp;gt; seine prueder in ire[n] alter wrchtlichen besorgeten de[n] sy in irer jugend unpruoderliche[n] gelaydiget hetten&amp;amp;middot; Unnd mit diesen worten zerliessen&amp;lt;ref&amp;gt;zerlieffen?&amp;lt;/ref&amp;gt; sy die red / und schieden von einander&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Fabel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Franziska Hollweg</name></author>
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		<title>Fuchs und Schlange (Erzählstoff)</title>
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		<updated>2022-03-21T15:34:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Franziska Hollweg: /* Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein), Nr. I, 23 (nach Druck Augsburg, 1490)(um 1408/16) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Erzählstoff&lt;br /&gt;
| namen              = Fuchs und Schlange&lt;br /&gt;
| regest             = Nachdem Fuchs und Schlange sich in einem Streit gegenseitig verletzt haben, bietet der Fuchs (die Schlange) nach einiger Zeit einen Scheinfrieden an, den die Schlange (der Fuchs) aber durchschaut. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 246f.)&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
==Deutsche Versionen==&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 23 (nach Druck Augsburg, 1490)&amp;lt;br/&amp;gt;(um 1408/16)===&lt;br /&gt;
Das &amp;amp;middot;xiii&amp;amp;middot; Capitel&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;In hungeriger fuchse der lief in grymes hungers qual auf und nider hyn und her&amp;amp;middot; und fuocht mit fleiß sein speiß&amp;amp;middot; Do tratt er unbesichtiklich auf ein vergifte schlange[n]&amp;lt;ref&amp;gt;Tier aus der Bibel&amp;lt;/ref&amp;gt; die in pusches vinster kroch&amp;amp;middot; Do ward die schlang in zorn&amp;lt;ref&amp;gt;unlesbar&amp;lt;/ref&amp;gt; entzündet und piß den fuchse gar neydiklich darumb dz er sy getreten het&amp;amp;middot; Zehand paiß der fuchs in grymmigem zoren hinwyder allso das sich gemein erczoren mit gifftigem peyssen beydenthalb vergieng&amp;amp;middot; Darnache fuochtt yeder teyl seiner empfangen wu[n]den heylwertige ercznej mit ganczem vermügen/ Darnach nach lang verganger zeit fueget&amp;lt;ref&amp;gt;Druck unleserlich&amp;lt;/ref&amp;gt; sich dz sy beyde nach einem wilde[n] gepürg geuert unbedechtlich wider einand[er] kame[n]&amp;amp;middot, Zehand gedacht dye schlang d[er] alten schuld&amp;amp;middot; da vernewet sich d[er] alt zorn an ir damit auch sy czuo gifftiger rach gewapnot unnd erweckt ward&amp;amp;middot; Dz vermerckt d[er] listig fuchs der grif i dye puecher seiner maisterschaft&amp;amp;middot; und unparge&amp;lt;ref&amp;gt;unklar&amp;lt;/ref&amp;gt; die schalckheit seins herczen&amp;amp;middot;under die gestalt eins froelichen und freüntlichen gruoß&amp;amp;middot; unnd sprach mit listen zuo der listigen allso&amp;amp;middot; In rechter warheit mein allerliebste&amp;lt;ref&amp;gt;Halbpunkt fehlt?&amp;lt;/ref&amp;gt; Ich hab dich mit fleiß gesuocht daru[m]b das ich dein fride den ich mit meines mu[n]des piß / verlorn hab in dem kuß dessel/ben&amp;lt;ref&amp;gt;desselben?&amp;lt;/ref&amp;gt; mundes widerspraecht&amp;amp;middot; Nun was mag allen toetlichen dinge[n] lieber sein dann der loblich fride&amp;lt;ref&amp;gt;Halbpunkt fehlt?&amp;lt;/ref&amp;gt; Was ist allen irrdischen dingen wunsamer&amp;amp;middot; was ist allen dinge[n] genaemer und hochgültiger de[n]n ein fridsames hercz&amp;amp;middot; wa[n]n under dem pund des frides besteen alle ding die leben haben in ruo&amp;amp;middot; Sy gruonent in frides ordnung lant und leüt plueent iniren rechten&amp;amp;middot; wo guoter frid regiert und herrschet / wenn frid ist ein gemeins guot den armen und reychen den pfaffen und den layen und alle[n] dient dz wann dz fleücht under de[n] sichern fan wolbestaets frids dz unantwurt&amp;lt;ref&amp;gt;unklar&amp;lt;/ref&amp;gt; die kündig natur de[n]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Fabel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Franziska Hollweg</name></author>
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		<title>Fuchs und Schlange (Erzählstoff)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Franziska Hollweg: /* Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein), Nr. I, 23 (nach Druck Augsburg, 1490)(um 1408/16) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Erzählstoff&lt;br /&gt;
| namen              = Fuchs und Schlange&lt;br /&gt;
| regest             = Nachdem Fuchs und Schlange sich in einem Streit gegenseitig verletzt haben, bietet der Fuchs (die Schlange) nach einiger Zeit einen Scheinfrieden an, den die Schlange (der Fuchs) aber durchschaut. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 246f.)&lt;br /&gt;
| fassungen          = [[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 23&amp;lt;br /&amp;gt;[[Buch von der Weisheit]], Nr. I, 23&amp;lt;br /&amp;gt;[[Navicula sive speculum fatuorum (Johannes Geiler von Kaysersberg)]], Turba XXXVIII&amp;lt;br /&amp;gt;[[Narrenschiff (Johann Geiler von Kaisersberg/Johannes Pauli)]], Die XXXVIII. Schar, Bl. 85va-vb&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der wyßheit (Sebastian Münster)]], Nr. I, 23, Bl. 20r-21r&amp;lt;br /&amp;gt;Hans Sachs: Nr. 4752, 5192 (in [[Goetze, Edmund/Drescher, Carl (Hg.): Sämtliche Fabeln und Schwänke von Hans Sachs]], Band VI, Nr. 969, S. 197f.; Band II, Nr. 209, S. 29-32&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]], Nr. 23, Bl. 88v-91r&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 246f.; [[Günthart, Romy (Hg.): Sebastian Münster, Spiegel der wyßheit]], Band 2, S. 45-47&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Deutsche Versionen==&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 23 (nach Druck Augsburg, 1490)&amp;lt;br/&amp;gt;(um 1408/16)===&lt;br /&gt;
Das &amp;amp;middot;xiii&amp;amp;middot; Capitel&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;In hungeriger fuchse der lief in grymes hungers qual auf und nider hyn und her&amp;amp;middot; und fuocht mit fleiß sein speiß&amp;amp;middot; Do tratt er unbesichtiklich auf ein vergifte schlange[n]&amp;lt;ref&amp;gt;Tier aus der Bibel&amp;lt;/ref&amp;gt; die in pusches vinster kroch&amp;amp;middot; Do ward die schlang in zorn&amp;lt;ref&amp;gt;unlesbar&amp;lt;/ref&amp;gt; entzündet und piß den fuchse gar neydikluch darumb dz er sy getreten het&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Fabel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Franziska Hollweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Fuchs_und_Schlange_(Erz%C3%A4hlstoff)&amp;diff=20874</id>
		<title>Fuchs und Schlange (Erzählstoff)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Fuchs_und_Schlange_(Erz%C3%A4hlstoff)&amp;diff=20874"/>
		<updated>2022-03-18T14:36:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Franziska Hollweg: /* Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein), Nr. I, 23 (nach Druck Augsburg, 1490)(um 1408/16) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Erzählstoff&lt;br /&gt;
| namen              = Fuchs und Schlange&lt;br /&gt;
| regest             = Nachdem Fuchs und Schlange sich in einem Streit gegenseitig verletzt haben, bietet der Fuchs (die Schlange) nach einiger Zeit einen Scheinfrieden an, den die Schlange (der Fuchs) aber durchschaut. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 246f.)&lt;br /&gt;
| fassungen          = [[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 23&amp;lt;br /&amp;gt;[[Buch von der Weisheit]], Nr. I, 23&amp;lt;br /&amp;gt;[[Navicula sive speculum fatuorum (Johannes Geiler von Kaysersberg)]], Turba XXXVIII&amp;lt;br /&amp;gt;[[Narrenschiff (Johann Geiler von Kaisersberg/Johannes Pauli)]], Die XXXVIII. Schar, Bl. 85va-vb&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der wyßheit (Sebastian Münster)]], Nr. I, 23, Bl. 20r-21r&amp;lt;br /&amp;gt;Hans Sachs: Nr. 4752, 5192 (in [[Goetze, Edmund/Drescher, Carl (Hg.): Sämtliche Fabeln und Schwänke von Hans Sachs]], Band VI, Nr. 969, S. 197f.; Band II, Nr. 209, S. 29-32&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]], Nr. 23, Bl. 88v-91r&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 246f.; [[Günthart, Romy (Hg.): Sebastian Münster, Spiegel der wyßheit]], Band 2, S. 45-47&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Deutsche Versionen==&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 23 (nach Druck Augsburg, 1490)&amp;lt;br/&amp;gt;(um 1408/16)===&lt;br /&gt;
Das &amp;amp;middot;xiii&amp;amp;middot; Capitel&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;In hungeriger fuchse der lief in grymes hungers qual auf und nider hyn und her&amp;amp;middot; und fuocht mit fleiß sein speiß&amp;amp;middot; Do tratt er unbesichtiklich auf ein vergifte schlange[n]&amp;lt;ref&amp;gt;Tier aus der Bibel&amp;lt;/ref&amp;gt; die in pusches vinster kroch&amp;amp;middot; Do ward die schlang in zorn entzündet und piß den fuchse gar neydikluch darumb dz er sy getreten het&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Fabel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Franziska Hollweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Fuchs_und_Schlange_(Erz%C3%A4hlstoff)&amp;diff=20873</id>
		<title>Fuchs und Schlange (Erzählstoff)</title>
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		<updated>2022-03-18T14:31:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Franziska Hollweg: /* Deutsche Versionen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Erzählstoff&lt;br /&gt;
| namen              = Fuchs und Schlange&lt;br /&gt;
| regest             = Nachdem Fuchs und Schlange sich in einem Streit gegenseitig verletzt haben, bietet der Fuchs (die Schlange) nach einiger Zeit einen Scheinfrieden an, den die Schlange (der Fuchs) aber durchschaut. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 246f.)&lt;br /&gt;
| fassungen          = [[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 23&amp;lt;br /&amp;gt;[[Buch von der Weisheit]], Nr. I, 23&amp;lt;br /&amp;gt;[[Navicula sive speculum fatuorum (Johannes Geiler von Kaysersberg)]], Turba XXXVIII&amp;lt;br /&amp;gt;[[Narrenschiff (Johann Geiler von Kaisersberg/Johannes Pauli)]], Die XXXVIII. Schar, Bl. 85va-vb&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der wyßheit (Sebastian Münster)]], Nr. I, 23, Bl. 20r-21r&amp;lt;br /&amp;gt;Hans Sachs: Nr. 4752, 5192 (in [[Goetze, Edmund/Drescher, Carl (Hg.): Sämtliche Fabeln und Schwänke von Hans Sachs]], Band VI, Nr. 969, S. 197f.; Band II, Nr. 209, S. 29-32&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]], Nr. 23, Bl. 88v-91r&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 246f.; [[Günthart, Romy (Hg.): Sebastian Münster, Spiegel der wyßheit]], Band 2, S. 45-47&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Deutsche Versionen==&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 23 (nach Druck Augsburg, 1490)&amp;lt;br/&amp;gt;(um 1408/16)===&lt;br /&gt;
Das &amp;amp;middot;xiii&amp;amp;middot; Capitel&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;In hungeriger fuchse der lief in grymes hungers qual auf und nider hyn und her&amp;amp;middot; und fuocht mit fleiß sein speiß&amp;amp;middot; Do tratt er unbesichtiklich auf ein vergifte schlange[n]&amp;lt;ref&amp;gt;Tier aus der Bibel&amp;lt;/ref&amp;gt; die in pusches vinster kroch&amp;amp;middot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Fabel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Franziska Hollweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Fuchs_und_Schlange_(Erz%C3%A4hlstoff)&amp;diff=20872</id>
		<title>Fuchs und Schlange (Erzählstoff)</title>
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		<updated>2022-03-18T14:25:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Franziska Hollweg: /* Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein), Nr. I, 23 (nach Druck Augsburg, 1490)(um 1408/16) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Erzählstoff&lt;br /&gt;
| namen              = Fuchs und Schlange&lt;br /&gt;
| regest             = Nachdem Fuchs und Schlange sich in einem Streit gegenseitig verletzt haben, bietet der Fuchs (die Schlange) nach einiger Zeit einen Scheinfrieden an, den die Schlange (der Fuchs) aber durchschaut. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 246f.)&lt;br /&gt;
| fassungen          = [[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 23&amp;lt;br /&amp;gt;[[Buch von der Weisheit]], Nr. I, 23&amp;lt;br /&amp;gt;[[Navicula sive speculum fatuorum (Johannes Geiler von Kaysersberg)]], Turba XXXVIII&amp;lt;br /&amp;gt;[[Narrenschiff (Johann Geiler von Kaisersberg/Johannes Pauli)]], Die XXXVIII. Schar, Bl. 85va-vb&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der wyßheit (Sebastian Münster)]], Nr. I, 23, Bl. 20r-21r&amp;lt;br /&amp;gt;Hans Sachs: Nr. 4752, 5192 (in [[Goetze, Edmund/Drescher, Carl (Hg.): Sämtliche Fabeln und Schwänke von Hans Sachs]], Band VI, Nr. 969, S. 197f.; Band II, Nr. 209, S. 29-32&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]], Nr. 23, Bl. 88v-91r&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 246f.; [[Günthart, Romy (Hg.): Sebastian Münster, Spiegel der wyßheit]], Band 2, S. 45-47&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Deutsche Versionen==&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 23 (nach Druck Augsburg, 1490)&amp;lt;br/&amp;gt;(um 1408/16)===&lt;br /&gt;
Das &amp;amp;middot;xiii&amp;amp;middot; Capitel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Fabel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Franziska Hollweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Buch_der_nat%C3%BCrlichen_Weisheit_(Ulrich_von_Pottenstein)&amp;diff=20630</id>
		<title>Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Buch_der_nat%C3%BCrlichen_Weisheit_(Ulrich_von_Pottenstein)&amp;diff=20630"/>
		<updated>2022-02-01T10:40:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Franziska Hollweg: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Buch der natürlichen Weisheit; Speculum sapientiae&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Ulrich von Pottenstein&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = Um 1408/1416&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Enns bei Linz&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = Reinprecht von Wallsee?&amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Basel, Universitätsbibliothek: Cod. F II 31a, 11r-127ra&amp;lt;br /&amp;gt;Berlin, Staatsbibliothek: Mgf 459, 1r-262r ([http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001571100000000 online])&amp;lt;br /&amp;gt;Berlin, Staatsbibliothek: Mgf 641, 2r-260v&amp;lt;br /&amp;gt;Berlin, Staatsbibliothek: Mgq 38, 1r-144v ([http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001468E00000000 online])&amp;lt;br /&amp;gt;Erlau / Eger (Ungarn), Erzdiözesanbibliothek: Cod. U2. III. 3 (früher B V 6), 1r-138v&amp;lt;br /&amp;gt;Herzogenburg, Stiftsbibliothek: Cod. 369, 1r-151r ([https://manuscripta.at/?ID=27346 online])&amp;lt;br /&amp;gt;Klagenfurt, Bischöfliche Bibliothek: Cod. XXXI b 24, 3r-139r&amp;lt;br /&amp;gt;London, British Library: MS Egerton 1121, 1r-127v ([http://www.bl.uk/manuscripts/FullDisplay.aspx?ref=Egerton_MS_1121 online])&amp;lt;br /&amp;gt;Melk, Stiftsbibl., Cod. 437 (88; B 55), 2r-112v&amp;lt;br /&amp;gt;Melk, Stiftsbibliothek: Cod. 551 (961), 1r-120v&amp;lt;br /&amp;gt;München, Staatsbibliothek: Cgm 254, 1r-78r ([http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00048384-3 online])&amp;lt;br /&amp;gt;München, Staatsbibliothek: Cgm 340, 13ra-128va ([http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00069125-9 online])&amp;lt;br /&amp;gt;München, Staatsbibliothek: Cgm 583, 1r-241v&amp;lt;br /&amp;gt;München, Staatsbibliothek: Cgm 584, 1ra-140va ([http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00036876-9 online])&amp;lt;br /&amp;gt;München, Staatsbibliothek: Cgm 9602, 1ra-88vb (zuvor: Privatbesitz Antiquariat Dr. Jörn Günther Rare Books AG, Schweiz, Nr. 2017/13,1; Privatbesitz Antiquariat Dr. Jörn Günther Rare Books AG, Schweiz, Nr. 2016/17,6; Privatbesitz Auktionshaus Christie&#039;s, London, Nr. 2008/45; Privatbesitz Konstanz; Privatbesitz Antiquariat Joseph Baer, Frankfurt a. M., Nr. 1921/259; Ashburnham-Place, Bibl. Ashburnhamiana, Coll. Barrois, Nr. 487) ([http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00133733-7 online])&amp;lt;br /&amp;gt;München, Staatsbibliothek: Clm 30069, 154ra-279vb (früher Privatbesitz Auktionshaus Zisska &amp;amp; Kistner, München, Nr. 1987/10,6; Schloß Churburg bei Schluderns, Archiv der Grafen von Trapp, ohne Sign. (4))&amp;lt;br /&amp;gt;New Haven (Conn.), Yale University, Beinecke Rare Book and Manuscript Library: MS 653, 162ra-237rb ([https://collections.library.yale.edu/catalog/2066897 online])&amp;lt;br /&amp;gt;Princeton (New Jersey), University Library, Cotsen Children&#039;s Library (CTSN): 40765, 1ra-70vb (früher Privatbesitz Lloyd E. Cotsen, Los Angeles; Privatbesitz Antiquariaat FORUM (Sebastian S. Heeselink) und Les Enluminures, Nr. 1998/19; Privatbesitz Antiquariat Reiss &amp;amp; Sohn, Königstein im Taunus; Privatbesitz Antiquariat Nicolaus Rauch, Genf, Nr. 1953/5,11; Kreuzenstein bei Korneuburg (NÖ), Bibl. der Grafen Wilczek, Nr. 28091)&amp;lt;br /&amp;gt;Schlägl, Stiftsbibliothek: Cpl. 93 (Kat.-Nr. 185)&amp;lt;br /&amp;gt;Stockholm, Königliche Bibliothek: Cod. X 537, 3r-155r&amp;lt;br /&amp;gt;Warschau, Nationalbibliothek: Cod. 8033 III, 122r–260r ([https://polona.pl/item/miscellanea-theologica,MTA5MDgyMjc5/2/#info:metadata online])&amp;lt;br /&amp;gt;Wien, Österreichische Nationalbibliothek: Cod. 12645, 1ra-110ra&amp;lt;br /&amp;gt;Druck Augsburg 1490: Anton Sorg (GW 7896, [https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0002/bsb00025657/images/index.html online], [http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00025657-4 online]), 2ra-112vb&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Bodemann, Ulrike: Die Cyrillusfabeln und ihre deutsche Übersetzung durch Ulrich von Pottenstein]] (Edition von Vorrede, I,24, II,13, II,21, IV,1)&amp;lt;br /&amp;gt;[[Scharf, Georg (Hg.): Proben eines kritischen Textes der deutschen Cyrillusfabeln des Ulrich von Pottenstein]]&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = &amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Baptist-Hlawatsch, Gabriele: Ulrich von Pottenstein]]; [[Bodemann, Ulrike: Die Cyrillusfabeln und ihre deutsche Übersetzung durch Ulrich von Pottenstein]]; [[Bodemann, Ulrike: Ulrich von Pottenstein, Cyrillusfabeln, deutsch]]; [[Einhorn, Jürgen Werinhard: Der Bilderschmuck der Handschriften und Drucke zu Ulrichs von Pottenstein &#039;Buch der Natürlichen Weisheit&#039;]]; [[Knapp, Fritz Peter: Ulrich von Pottenstein]]; [[Schmidtke, Dietrich: Ulrich von Pottenstein]]; [[Zapf, Volker: Ulrich von Pottenstein]]&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text ist Teil der Textreihe [[Speculum sapientiae (Übertragungsreihe)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
:Vorrede&amp;lt;ref&amp;gt;Ediert bei [[Bodemann, Ulrike: Die Cyrillusfabeln und ihre deutsche Übersetzung durch Ulrich von Pottenstein]], S. 149-153.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Buch I: Nun heben wir vnser buch an vnd schreiben des ersten von dem laster der vnweisen torheit das der ersten angeltugent der weißheit widerwertige ist ===&lt;br /&gt;
:I, 1: Lernen allzeit vnd in den letsten zeiten hab den größten fleiß weißeit ze leren. (vgl. [[Wissbegieriger Fuchs und Rabe (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 2: Der mensch ist im selber gar zenichten on weißheit. (vgl. [[Adler und Sonne (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 3: Ware weißheit ist die dye mit einfaltiger vnschuld gezieret ist. (vgl. [[Rabe, Fuchs und Affe (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 4: Nütze die pesten ding mit weißheit. vnnd sihe vnnd merck mit ir alle ding nach der zeit vnd nach der stat vnd tuo alle ding mit maß. (vgl. [[Ameise und Grille (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 5: Als lang vnd du totlich bist so bis allentthalben in wachen. (vgl. [[Scheintoter Fuchs und Rabe (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 6: Sihe wo du deinen fuose hinsetzest. vnd zweiffel in gar sichern dingen. (vgl. [[Spinne und Fliege (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 7: Mit sicher purd gee alzeit leidenlich. (vgl. [[Maus und Schnecke (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 8: Den anckhen deyner hofnung hefft allein in die immerwerende ewige güter. (vgl. [[Wal und Schiffer (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 9: Hab allein das ewige lieb das gerewet dych sicher nymmer. (vgl. [[Fuchs und Affe I (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 10: Wo vil rates ist do ist auch vil heils. (vgl. [[Ameise und Fuchs (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 11: Gedenck alle ding mit wolgedewtem eintruck en ee vnd du sy thuost. (vgl. [[Ochse und Schwein (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 12: Gee in allen dingen mit schwären vnnd geordneten siten. (vgl. [[Pferd und Ochse (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 13: Bis schnäll zuo hören. vnd träg zeglauben. (vgl. [[Fuchsmönch, Rabe und Hennen (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 14: Hab lieb rüe des herczens. vnnd fleuhe den müssigang. (vgl. [[Ochse und Wolf I (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 15: Rede wolgelerter vnd bis begirig zvo hören. (vgl. [[Rabe und Frosch (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 16: Schrey nit vast vnd thuo doch vil. (vgl. [[Löwe, Esel und Wölfe (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 17: Mässiges gelück das waltet grosses heiles. (vgl. [[Sonne und Merkur (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 18: Verschmähe niemant vnnd erzaig yederman pilliche ere. (vgl. [[Löwe und Maus (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 19: Hab menigklichen lieb. Hab lüczel geheyme. Bis menigklichem getrew. (vgl. [[Igel und Natter (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 20: Thuo dein hercz in haubte nöten allein einem erwölten menschen alldo auff. (vgl. [[Rabe und Taube I (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 21: Großmütige gedult vberwindet alles vbel. (vgl. [[Weizenkorn und Stein (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 22: Bis allzeit genaigett zu barmhertzigkeit. (vgl. [[Bär und Taube (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 23: Hast du niemant belaidet vor dem besorg dych allzeit. (vgl. [[Fuchs und Schlange (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 24: Mit einem außerwölten gesellen soltu handlen oder geen. (vgl. [[Fuchs als Pilger (Erzählstoff)]])&amp;lt;ref&amp;gt;Ediert bei [[Bodemann, Ulrike: Die Cyrillusfabeln und ihre deutsche Übersetzung durch Ulrich von Pottenstein]], S. 153-158.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:I, 25: Bis wolgeschickt in allen dingen. (vgl. [[Ohr, Natur und Auge (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 26: Der höchsten vestigkeyt beystendigkeyt besteet dich in allen dingen. (vgl. [[Drei Steine (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:I, 27: Ein gutter leumunde grunet allzeit in den vier angeltugenten. (vgl. [[Lorbeer, Ölbaum, Lärche, Palme und Feigenbaum (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Buch II: Also endet sich daz erste buch von der edelen weißheit. Vnd hebet sich an das ander buch von der andern angeltugent das ist die großmütigkeit wyder daz laster der hoffart ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:II, 1: Hie hebt sich an das ander buch vnnd saget von dem gut der demütigkeit wider daz vbel der hoffart. (vgl. [[Luft und Erde (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 2: Dye geleichnuß istt wider die uberwertigen aufpläer. (vgl. [[Seele und Leib (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 3: Dye gleichnuß istt wider die die grosser dinge wöllent wirdig sein. (vgl. [[Bock und Igel (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 4: Die geleichnus ist wider die türstigen türrer. (vgl. [[Strauß und Henne (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 5: Dise geleychnuß istt wider die künen. (vgl. [[Pferd und Maulesel (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 6: Dyse geleichnuß ist wyder dye hoffertigen die sich got dez almächtigen geleichend. (vgl. [[Affe, Rabe, Schiffer und Fuchs (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 7: Dyse geleichnuß ist wider die dye besunderlich für ander leüt wöllent gesehen werden und gesellschaft haben in übermuot. (vgl. [[Spatz und Biene (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 8: Merck die geleichnuse ist wider die dye mainend sy seyen von in sellber und wöllend ir selbs sein. (vgl. [[Wille und Vernunft (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 9: Ein geleichnuß dye ist wider dye die frei und ledig wöllen sein unnd keinen herrn habend. (vgl. [[Schaf und Hirsch (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 10: Dyse geleichnuß ist wider die begir des herzschens. (vgl. [[Begierde und Verstand (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 11: Dyse geleichnuß ist wider dye begir der wirdigkeyt. (vgl. [[Bär, Fuchs und Hirschkuh (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 12: Dyse geleichnuß ist wider dye begier weltlicher höhe. (vgl. [[Wolke und Erde (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 13: Dyse geleichnuß ist wider ddie die sich groß und hoch wegen wann sy hoch gesetzt seind. (vgl. [[Ameise, Nachtigall und Biene (Erzählstoff)]])&amp;lt;ref&amp;gt;Ediert bei [[Bodemann, Ulrike: Die Cyrillusfabeln und ihre deutsche Übersetzung durch Ulrich von Pottenstein]], S. 159-172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:II, 14: Ein geleichnuß wyder die dye die armen vermähent als bald von sy erhöcht werden. (vgl. [[Schilfrohr und Zuckerrohr (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 15: Dyse geleichnuß ist wider die güffter die sich irer kunst und maysterschaft rümend und auch darvon geüdend. (vgl. [[Fuchs und Hahn (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 16: Dyse geleichnuß ist wider die dye sich ires gespräches rümend. (vgl. [[Frosch und Aal (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 17: Merck dise geleichnuse ist wider die dye sich irer freünde trösten der sy vil habend und tuont darauf übel. (vgl. [[Zwei Fische (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 18: Dyse geleichnuß ist wider die die sich in hoffart rümend unnd sich trösten irer sterck. (vgl. [[Einhorn und Rabe (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 19: Ein geleichnuß wyder die dye sich ires Adels rümendt. (vgl. [[Maulpferd und Maulesel (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 20: Ein geleichnuß wyder dye dye sich ires reichtumbs rümend. (vgl. [[Affe und Fuchs I (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 21: Ein geleichnuß wyder dye die erwirdige wöllend gesehen werden vor menigklichen. (vgl. [[Pfau und Igel (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 22: Dyse geleichnuß ist wyder dye die in ruome wöllent gesehen werden und sich des freüent und seind doch nichssen an in selber. (vgl. [[Strauß und Rabe (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 23: Dise geleichnuß istt wyder die die außwendig erscheynend on innwendiges wesen. (vgl. [[Dornbusch und Feigenbaum (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 24: Die geleichnuß ist wider die dye außwendig erscheinend on innwendiges wesen. (vgl. [[Firmament und Saturn (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 25: Ein geleichnuß wyder die dye sich rüment der gestalt ires flaisches. (vgl. [[Pfau und Rabe (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 26: Ein geleichnuß wyder die dye sich irer klaren stymm rümend. (vgl. [[Rabe und Nachtigall (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 27: Dyse geleichnuß ist wider dye die begern dz sy mit liebkosen vonn den andern gelobet werden. (vgl. [[Rabe und Fuchs I (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 28: Dise geleichnuß istt wider die die sich selber lobend. (vgl. [[Hahn und Rabe (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 29: Dise geleichnuß istt wider die neidigen. (vgl. [[Affe und Waldesel (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:II, 30: Dyse geleichnuß ist wider die dye die andern verunleümbden an iren eren. (vgl. [[Taube und Kotlache (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
=== Buch III: Hie hebet sich an das drit buoch In dem begriffen unnd gesaget wirtt von dez schantlichen laster der Geytigkeit daz do der gerechtigkeit wyder ist. ===&lt;br /&gt;
:III, 1: Dyse erste geleychnuß des dritten buoches ist wyder die dye weltlicher reychtumbe begerend. (vgl. [[Rabe und Fuchs II (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 2: Dise geleichnuß lert das die schedlich plind seind die irdische güter geitigklichen begeren. (vgl. [[Maulwurf und Natur (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 3: Die geitigen wievyl die habend dennocht so seind sy notig und arm. (vgl. [[Krokodil und Vogel Scrophill (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 4: Das ist wider die dei sich nit genügen lassen wiewol sy doch zuo vyl habend. (vgl. [[Mensch und Glück (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 5: Vonn den üblen dye gemeinklichen kommen von überigem reychtumbe. (vgl. [[Fuchs und Affe II (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 6: Das Ebenpild ist wider die dye reichtumbe wöllendt widerpringen darnach und sy verloren seind. (vgl. [[Rabe und Pfau (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 7: Ein gleichnuß wyder die dye sich des sällige schäczen das sy des guotes reych seind. (vgl. [[Drache und Hyäne (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 8: Von der sach warumb des groß laster der geytigkeit niemandt mag erfüllen noch auch ersatten. (vgl. [[Fuchs und Wiesel II (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 9: Es ist pesser man bedürff denn das man zuo vil hab. (vgl. [[Affe und Fuchs II (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 10: Welliches die waren reichtumb seind. (vgl. [[Jüngling am Goldberg (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 11: Wo wyr reichtumbe suochen söllen. (vgl. [[Fuchs und Wiesel I (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 12: Wyder die dye geren gabe nemend. (vgl. [[Affe und Spielmann (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 13: Wyder die die dy Eylent reich zuo werden und sich des freüwend dz sy bald reich seind worden. (vgl. [[Kürbis und Palme (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 14: Wider die sich freüent das sy des raubes soll seind. (vgl. [[Egel und Ameise (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 15: Wider dye die arbeyt fliehend und wöllendtt des raubes pflegen. (vgl. [[Biene und Spinne (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 16: Wider die die raubes fleissig seind daz sy sich mügend in hohem ruom erzaigen. (vgl. [[Ochse und Wolf II (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 17: Dieb und rauber die werdend nick gefangen wann sy wänen gar sycher zesein. (vgl. [[Eule im Tageslicht (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 18: Ein underschaid zwischen den geitigen unnd den freymütigen. (vgl. [[Spinne und Seidenwurm (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 19: Ein freymütiger gibet on alle widergab alles das er gibet. (vgl. [[Erde und Luft (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 20: Ein freymütiger verweyset niemandt seyn wolthat. Wann er wyl von niemand darumbe gerümet sein. (vgl. [[Mensch und Seidenwurm (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 21: Ein freymütiger gybet allen den den er wol gegeben mag. (vgl. [[Erde und Himmel (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 22: Ein freymütiger gybet größlichen. (vgl. [[Tag und Nacht (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 23: Eines freymütigen wolthat sol ewig sein. (vgl. [[Donau und Meer (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 24: Ein freymütiger istt schnäll zuo der gab und verzeühet nymmer nit. (vgl. [[Sonne und Finsternis (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 25: Der freymütig gibt frölichen. (vgl. [[Adler und Phönix (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 26: Wy der dye undancknämigkeyt. (vgl. [[Viper und ihre Jungen (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:III, 27: Des dancknemen eigenschafft. (vgl. [[Hund und Wolf I (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Buch IV: Hie endet sich daz drite buoch Und hebet sich an das vierd buoch. das leret von dem laster der unmäßigkeit daz die mäsigkeit gancz widerwertige ist.===&lt;br /&gt;
:IV, 1: Die erst geleichnuß ist wider die die unrein ding lieb haben unnd sich des fleissend. (vgl. [[Katze und Schwein (Erzählstoff)]])&amp;lt;ref&amp;gt;Ediert bei [[Bodemann, Ulrike: Die Cyrillusfabeln und ihre deutsche Übersetzung durch Ulrich von Pottenstein]], S. 172-179.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:IV, 2: Wider die schwachen lyebhaber unkeüscher wollust. (vgl. [[Schwein und Fuchs (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:IV, 3: Was übels wollußt pringendt unkeyschem leben. (vgl. [[Hund und Wolf II (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:IV, 4: Ein man sol mässige sein wievil er hat unnd sol dem fraß nit dienen. (vgl. [[Fuchs, Wiesel und Schwein (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:IV, 5: Wider die die den wein zuo lieb habend. (vgl. [[Biene und Weinmücke (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:IV, 6: Wyder dye liebhaber vester ding. (vgl. [[Wasser, Öl und Flamme (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:IV, 7: Wider die die schöne begerent der unkeüsche zuo steüer. (vgl. [[Kamel und Stiere (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:IV, 8: Dem iunckfräulichen stand zuo lobe. (vgl. [[Phönix und Natter (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:IV, 9: Den iunckfrauen zuo lobe. (vgl. [[Rose, Lilie und Feigenbaum (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:IV, 10: Wider dye liebhaber der unkeüsch. (vgl. [[Viper und Elefant (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
:IV, 11: Wider die die unkeüsche pflegend allein von schwaches unlusts wegen. (vgl. [[Sperling und Turteltaube (Erzählstoff)]])&lt;br /&gt;
==Synopse der Überlieferung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bislang ist die Synopse erst exemplarisch angelegt. Eine Komplettierung wäre anzustreben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===IV, 9: Den iunckfrauen zuo lobe. (vgl. [[Rose, Lilie und Feigenbaum (Erzählstoff)]])===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width: 150em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Druck 1490&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Berlin, Staatsbibliothek, Ms. germ. 459, f. 254v-257r&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Herzogenburg, Augustiner-Chorherrenstift, &lt;br /&gt;
MS 369, &lt;br /&gt;
f. 147v-149r&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:20em; vertical-align:top; border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|München Staatsbibliothek, Cgm 340, &lt;br /&gt;
f. 124vb-126ra&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|München, Staatsbibliothek, Cgm 584, &lt;br /&gt;
f. 136vb-137rb&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Warschau, Nationalbibliothek, Cod. 8033 III, &lt;br /&gt;
f. 256va–257vb&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|München, Staatsbibliothek,  Cgm 254, &lt;br /&gt;
f. 76r-77r&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;white-space: pre; vertical-align:top;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Den iunckfrauen zuo lobe· Das ·ix· Capitel&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;white-space: pre; vertical-align:top;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Capitulum Nonum den Junkchfrawn zu lobe&lt;br /&gt;
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|style=&amp;quot;white-space: pre; vertical-align:top;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Dis Newnt Capit(e)l sagt den Junkchfrawn zu lobe&lt;br /&gt;
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|style=&amp;quot;white-space: pre; vertical-align:top;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Cap(itulum) viiij Den Junckfraw(en) (?) zu lobe &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;white-space: pre; vertical-align:top;&amp;quot;|&#039;&#039;&#039;Das ix capitel ist den iunkchfrawn zu lobe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;In Rosen und auch ein Gilgen dye wuochssen miteina(n)der bey einem feygenbaum· und do der selb feygenbaum ir schoengeferbte pletter die jrer farbe gar lustige warend und süssen taw miltiklich außgusse(n) mit wolriechendem schmack in die weytte außpraitet· Nu(n) waren doch die rosen un(d) auch die gilgen die sellben zeit außwendiklich jres scheines und jrer plue genczlich un(d) gar beraubt und gruonten beide(n)halben dannocht allein zuo jren summerfrüchten als sy die frau die frey natur kund maysteren und layten· Darnach ward der feyge(n)baum neydiklich erwegt und sprach in hohem muot d(er) Rosen und der gilgen zuo· Sagt mir des bit jch eüch wo seind eür su(m)mer früchtt/ wo sihet man eüer fruchtigs gepern nach so plueenreicher zeit des freüde(n)reiche(n) maien die sich bis her v(er)lauffen hatt wz mag so eitel und so gar vernichtet sein als so sich plu(e) erzayget der doch kei(n) frucht nachvolget/ wa(n)n die natur aller weyßheit maisterin v(er)pindt mit fleyß die frucht in d(er) pluome(n)/ daru(m)be so wirt die mayenreich plue vil ee gesehen und gepüret· Und darnach erst dye frücht verstuonden so gar schnaell das dye straff gefaerlich waz· Un(d) das auch sy entspra(n)g und wuochs auß nediger wurczen· Do sprachen sy züchtiklich…&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;In rass und auch ain lilig lilig die wuechsen mit einander pey ainem veygenpawm und do der selbig veygenpawm sein schön geuwerbte pletter die irer varbe gar lustig waren vnd suezzenn taw gar miltikchleich ausgussen mit wol riechundem smakchee in die weytt auspraittet nu waren doch die razz und auch die lilig die selb(e)n czeyt außwendikchlich jres scheines [255r] und jrer blüde genczleich und gar beraubet und gruentten baidenthalb dannoch alein zu iren sumer fruchten Als sy die fraw die freye natur chund maistern und auch Laitten Darnach so ward der veygenpawm gar neydikchleich erwegt und sprach in hohem muete der Rasen und der Liligen zw Sagt mir des pit ich ewch wo sind ewer sumer fruchte wa sicht man ewer fruchtiges gepern nach so plumen reicher czeit des frewdenreichen mayen die sich hincz her verlauffen hat was mag so eytl und so gar vernichtet sein Als wenn sich plüde erczaiget Der doch chain frucht nicht nachuolget wann die natur die aller dinge maisterin ist verpindet gar mit fleisse die frucht inder plumen Dorumb so wirt die wolgestalt und mayenreiche plude uil ee gesehen und gepert und Darnach erst die fruchte Nu verstund(e)n sy gar snelle das die straffe  guerleich was und das auch sy entsprang und wuechs aus neydiger wuczen da sprachen sy gar zuchtikchleich… &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;yn Rosen und auch ein liligen die wuchsen mit einand(er) bey eine(m) veygenpawme und do derselb veig(e)npawm yre schongeuerbte plet(er) die yrer varib gar lustig waren vnd suessen taw gar miltichlich aus gussen mit wolriechund(e)n smakche in die weit aus praitet Nun waren doch die &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;osen und auch die liligen dieselb(e)n zeit aus[148r]wendichlich yres scheynes und yrer blüde genczlich und gar beraubt und gruent(e)n pedenthab(e)n dan(n)och alain zu yren &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;umerfrucht(e)n &#039;&#039;&#039;a&#039;&#039;&#039;ls sy die fraw die frey natur chund maist(er)n und auch laitt(e)n &#039;&#039;&#039;d&#039;&#039;&#039;arnach so ward der veygenpawm gar neydichlich erwegt und sprach in hohem müte der Ros(e)n und d(er) liligen zu &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;agt myr dez pitt ich ew wo sind ewr sumer fruchte wa siecht man ewr fruchtiges geperen nach so pluemreych(er) zeit des frowdenreich(e)n mayen die sich vncz her v(er)lauff(e)n hat waz mag so eytel und so v(er)nichtet als wenn sich blued erczaiget der doch chain frucht nachuoligt wann die natur dy all(er) weishait maysterin ist v(er)pindt gar mit vleyzze die fruchte in d(er) pluemen &#039;&#039;&#039;d&#039;&#039;&#039;arumb so wirt die wolgestalt und mayenreiche blüde vil ee gesehen und geperet und darnach erst die fruchte verstunden so gar snelle daz die straff geuerlich was und das auch sy entsprankg und wuechs aus neydig(er) wurcz(e)n &#039;&#039;&#039;d&#039;&#039;&#039;o sprachen sy gar zuchtichlich…&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;in Rosa und auch ain lilige dye wuechsen mit einander pey ainem vaeygenpawm · Und do der selb veig(e)npawm sein schön geuerbtten pleter dye irer varb gar lustig waren und süssen taw gar miltichleich aus gussen mit wolriechundem smakck und in die weytt auspraittet · &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039;u war(e)n doch die Rosen und auch die lilig dieselben czeit auswendichleich ires scheines und ir(er) blüede gänczleich und gar beraubet / und gruentten paydenthalb dannoch allain zu iren sumer früchten Als si die fraw dy frey natur chunde maistern und auch layttenn [125r] Darnach · do ward der veigenpawm gar neidichleich erwegt und sprach in hochem muet der Rosen und der Liligen czü Sagt mir des pitt ich euch wo sind ewr sumer früchte wo süecht man ewr früchtiges geper(e)n nach so plümen reich(er) czeit des frewdenreichn mayen die sich hincz her v(er)lauffenn hat · Was mag so gar eytell und so vernichtet sein wenn sich plüed erczaiget der chain frucht do nicht nach volget Wann die natur dye aller ding do ain maistrin ist verpindet gar mit vleizze dye frucht anderr plümen · Darumb so wirt die wolgestallt und mayenreich plüed vil ee gesehen und gepert und darnach erst die frücht · Nu verstuenden si gar snell das die straff geuarleich was und das auch si entsprang und wuchs aus neydiger wurcz(e)n Do sprachen si gar czüchtigkleich…&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;in rosen und auch ein lilig(e)n die wyschs(e)n mit ein(n)ander bey ein(e)m veyg(e)npawm und do der selb veyg(e)n pawm ir schon geuerbt(e)n plet(e)r die ir(er) vaerb gar lustig war(e)n und suessen taw gar miltiglich aus guss(e)n mit wolrichund(e)n smack in die weit aus praitet Nun war(e)n doch die ros(e)n und auch die lilig(e)n die selb(e)n zeit auswendiglich yres schones und ir(er) bludt ganczlich und gar beraubet und geruent(e)n und ped(e)nthalb(e)n dan(n)och alain zw ir(er) süm(er)frucht(e)n als sy die fraw die frey natur chundt mayster(e)n und auch laytt(e)n nicht kont(e)n (?) Darnach so wart der veig(e)npawm gar neydeglich erwegt und sprach in hoh(e)n muet der ros(e)n und der lilig(e)n zw Sagt mir des pitt ich ew wo sind ewr sumer frucht wa siecht man ewr fruch[137r]tiges geper(e)n nach so plu(e)lreicher zeit der frewd(e)n reich(e)n mayen die sich unst her v(er)laufen hat was mag So eyt(e)l und so gar v(er)nichtet sein als wenn sich plwed (?) erczaiget der doch chain frucht nach voligt wann die natur die aller weyshayt maysterin ist v(er)pint gar mit vleiz die frucht in der pluem(e)n darumb So wirt die wolgestalt Und mayen reiche blude vill ee geseh(e)n und geberet (?) und dar nach erste die fruchte die ros(e)n vnd die lilig(e)n verstund(e)n so gar Snelle das die straff geuerlich (?) was und das auch Sy enspra(n)g und wuchss aus neydes wurcz(e)n do spr(a)ch(e)n (?) Sy gar zuchtiglich…&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;yn rosen vnd auch lilige die wuchsen mit einander pai einem veigenpawm &#039;&#039;&#039;U&#039;&#039;&#039;nd da der selbig veigenpawm sein schön geuerbte pleter die yrer (?) varb gar lustig &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039;aren &#039;&#039;&#039;u&#039;&#039;&#039;nd sussen taw gar miltickleich ausgussen mit wolriechundem smacke in die weit auspraittet &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039;u &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039;aren doch die ros un(d) auch die lilig die selben zeit auswendickleich ires scheins &#039;&#039;&#039;u&#039;&#039;&#039;nd ir blüde gänczlich und gar berawbet und grunten pedenthalben dannoch allain zu iren sumerfrüchten als sie die fraw die frey natur chund maistern und auch layten &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;arnach so wardt der veygenpawm gar neitleich erwegt . und sprach in hohem mute der &#039;&#039;&#039;R&#039;&#039;&#039;osen und der liligen zu &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;aget mir des pitt ich ewch wa sint ewr summ(er) früchte &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039;a siehet man ew(er) fruchtigs gepern nach so plumen[257r] reicher zeit des frewdenreichen mayen die sich hincz her verlawffn hat &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039;as mag so eytel vnd so gar vernichtet sein als wenn sich plued erzaiget der doch kain frucht nachvolget . &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039;ann die natur die aller &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039;eishait maisterin ist verpinttet gar mit vleisse die frücht in den plumen darvmb so wirt die &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039;olgestalt und mayenreiche plüed vil ee gesehen und geperet vnd darnach erst die früchte &#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039;u verstunde(n) sie gar snell das die straff geuärlieich was und das auch sie entsprang und wuchs aus neidig(er) wurczen &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;a sprachen sie gar zuchtickleich…       &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;AI&#039;&#039;&#039;n rasen und ain lylig die wuechsen miteinander pey ainem veygenpawme do der selb veygenpawm sein schön geuerbt pletter mit scheinigem plüde die suezz(e)n tawe mit wolriechund(e)n gesmach(e)n ausgussen &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;a waren noch die rose und die lylige die selbig zeit ires scheines auswendichleich perawbet und darnach grünten sy paydenthalb zu iren gewöndleich(e)n frücht(e)n &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;o ward der veygenpawm gar neydichleich erwegt uvnd sprach in hochem müte wa ist eucher fruchte nach der so reicher und wunsamer pluede / wann wirt man yn sech(e)n &#039;&#039;&#039;d&#039;&#039;&#039;as man sein nyezze &#039;&#039;&#039;E&#039;&#039;&#039;s ist gar ain eytel ding pluen / und nicht frucht haben &#039;&#039;&#039;w&#039;&#039;&#039;ann die maisterlicheiche natur die pindet die frucht in der pluede und läzzt auch darob die liepleichen pluemen wachsen und erschein &#039;&#039;&#039;D&#039;&#039;&#039;o verstünd(e)n sy zuhant der rede würcz(e)n und sprachen gar gütichleich…&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bilder zu den Fabeln==&lt;br /&gt;
===MS Egerton 1121===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wissbegieriger Fuchs und Rabe (MS Egerton 1121, 2r).png|200px|thumb|left|Wissbegieriger Fuchs und Rabe (MS Egerton 1121, 2r)&lt;br /&gt;
Datei:Adler und Sonne (MS Egerton 1121, 3v).png|200px|thumb|left|Adler und Sonne (MS Egerton 1121, 3v)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe, Fuchs und Affe (MS Egerton 1121, 4v).png|200px|thumb|left|Rabe, Fuchs und Affe (MS Egerton 1121, 4v)&lt;br /&gt;
Datei:Ameise und Grille (MS Egerton 1121, 5v).png|200px|thumb|left|Ameise und Grille (MS Egerton 1121, 5v)&lt;br /&gt;
Datei:Scheintoter Fuchs und Rabe (MS Egerton 1121, 7v).png|200px|thumb|left|Scheintoter Fuchs und Rabe (MS Egerton 1121, 7v)&lt;br /&gt;
Datei:Spinne und Fliege (MS Egerton 1121, 8v).png|200px|thumb|left|Spinne und Fliege (MS Egerton 1121, 8v)&lt;br /&gt;
Datei:Maus und Schnecke (MS Egerton 1121, 10r).png|200px|thumb|left|Maus und Schnecke (MS Egerton 1121, 10r)&lt;br /&gt;
Datei:Wal und Schiffer (MS Egerton 1121, 11r).png|200px|thumb|left|Wal und Schiffer (MS Egerton 1121, 11r)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Affe I (MS Egerton 1121, 12v).png|200px|thumb|left|Fuchs und Affe I (MS Egerton 1121, 12v)&lt;br /&gt;
Datei:Ameise und Fuchs (MS Egerton 1121, 14r).png|200px|thumb|left|Ameise und Fuchs (MS Egerton 1121, 14r)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (MS Egerton 1121, 16r).png|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (MS Egerton 1121, 16r)&lt;br /&gt;
Datei:Pferd und Ochse (MS Egerton 1121, 17v).png|200px|thumb|left|Pferd und Ochse (MS Egerton 1121, 17v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchsmönch, Rabe und Hennen (MS Egerton 1121, 19r).png|200px|thumb|left|Fuchsmönch, Rabe und Hennen (MS Egerton 1121, 19r)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Wolf I (MS Egerton 1121, 21r).png|200px|thumb|left|Ochse und Wolf I (MS Egerton 1121, 21r)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Frosch (MS Egerton 1121, 22v).png|200px|thumb|left|Rabe und Frosch (MS Egerton 1121, 22v)&lt;br /&gt;
Datei:Löwe, Esel und Wölfe (MS Egerton 1121, 24r).png|200px|thumb|left|Löwe, Esel und Wölfe (MS Egerton 1121, 24r)&lt;br /&gt;
Datei:Sonne und Merkur (MS Egerton 1121, 25r).png|200px|thumb|left|Sonne und Merkur (MS Egerton 1121, 25r)&lt;br /&gt;
Datei:Löwe und Maus (MS Egerton 1121, 26v).png|200px|thumb|left|Löwe und Maus (MS Egerton 1121, 26v)&lt;br /&gt;
Datei:Igel und Natter (MS Egerton 1121, 28r).png|200px|thumb|left|Igel und Natter (MS Egerton 1121, 28r)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Taube I (MS Egerton 1121, 30r).png|200px|thumb|left|Rabe und Taube I (MS Egerton 1121, 30r)&lt;br /&gt;
Datei:Weizenkorn und Stein (MS Egerton 1121, 31r).png|200px|thumb|left|Weizenkorn und Stein (MS Egerton 1121, 31r)&lt;br /&gt;
Datei:Bär und Taube (MS Egerton 1121, 33r).png|200px|thumb|left|Bär und Taube (MS Egerton 1121, 33r)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Schlange (MS Egerton 1121, 34v).png|200px|thumb|left|Fuchs und Schlange (MS Egerton 1121, 34v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs als Pilger (MS Egerton 1121, 36r).png|200px|thumb|left|Fuchs als Pilger (MS Egerton 1121, 36r)&lt;br /&gt;
Datei:Ohr, Natur und Auge (MS Egerton 1121, 38r).png|200px|thumb|left|Ohr, Natur und Auge (MS Egerton 1121, 38r)&lt;br /&gt;
Datei:Drei Steine (MS Egerton 1121, 39v).png|200px|thumb|left|Drei Steine (MS Egerton 1121, 39v)&lt;br /&gt;
Datei:Lorbeer, Ölbaum, Lärche, Palme und Feigenbaum (MS Egerton 1121, 41r).png|200px|thumb|left|Lorbeer, Ölbaum, Lärche, Palme und Feigenbaum (MS Egerton 1121, 41r)&lt;br /&gt;
Datei:Luft und Erde (MS Egerton 1121, 42r).png|200px|thumb|left|Luft und Erde (MS Egerton 1121, 42r)&lt;br /&gt;
Datei:Seele und Leib (MS Egerton 1121, 43r).png|200px|thumb|left|Seele und Leib (MS Egerton 1121, 43r)&lt;br /&gt;
Datei:Bock und Igel (MS Egerton 1121, 44v).png|200px|thumb|left|Bock und Igel (MS Egerton 1121, 44v)&lt;br /&gt;
Datei:Strauß und Henne (MS Egerton 1121, 46r).png|200px|thumb|left|Strauß und Henne (MS Egerton 1121, 46r)&lt;br /&gt;
Datei:Pferd und Maulsesel (MS Egerton 1121, 47r).png|200px|thumb|left|Pferd und Maulsesel (MS Egerton 1121, 47r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe, Rabe, Schiffer und Fuchs (MS Egerton 1121, 48v).png|200px|thumb|left|Affe, Rabe, Schiffer und Fuchs (MS Egerton 1121, 48v)&lt;br /&gt;
Datei:Spatz und Biene (MS Egerton 1121, 50r).png|200px|thumb|left|Spatz und Biene (MS Egerton 1121, 50r)&lt;br /&gt;
Datei:Wille und Vernunft (MS Egerton 1121, 51v).png|200px|thumb|left|Wille und Vernunft (MS Egerton 1121, 51v)&lt;br /&gt;
Datei:Schaf und Hirsch (MS Egerton 1121, 52v).png|200px|thumb|left|Schaf und Hirsch (MS Egerton 1121, 52v)&lt;br /&gt;
Datei:Begierde und Verstand (MS Egerton 1121, 54v).png|200px|thumb|left|Begierde und Verstand (MS Egerton 1121, 54v)&lt;br /&gt;
Datei:Bär, Fuchs und Hirschkuh (MS Egerton 1121, 56r).png|200px|thumb|left|Bär, Fuchs und Hirschkuh (MS Egerton 1121, 56r)&lt;br /&gt;
Datei:Wolke und Erde (MS Egerton 1121, 58v).png|200px|thumb|left|Wolke und Erde (MS Egerton 1121, 58v)&lt;br /&gt;
Datei:Ameise, Nachtigall und Biene (MS Egerton 1121, 60r).png|200px|thumb|left|Ameise, Nachtigall und Biene (MS Egerton 1121, 60r)&lt;br /&gt;
Datei:Schilfrohr und Zuckerrohr (MS Egerton 1121, 62r).png|200px|thumb|left|Schilfrohr und Zuckerrohr (MS Egerton 1121, 62r)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Hahn (MS Egerton 1121, 63v).png|200px|thumb|left|Fuchs und Hahn (MS Egerton 1121, 63v)&lt;br /&gt;
Datei:Frosch und Aal (MS Egerton 1121, 65v).png|200px|thumb|left|Frosch und Aal (MS Egerton 1121, 65v)&lt;br /&gt;
Datei:Zwei Fische (MS Egerton 1121, 67r).png|200px|thumb|left|Zwei Fische (MS Egerton 1121, 67r)&lt;br /&gt;
Datei:Einhorn und Rabe (MS Egerton 1121, 69r).png|200px|thumb|left|Einhorn und Rabe (MS Egerton 1121, 69r)&lt;br /&gt;
Datei:Maulpferd und Maulesel (MS Egerton 1121, 70v).png|200px|thumb|left|Maulpferd und Maulesel (MS Egerton 1121, 70v)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs I (MS Egerton 1121, 72r).png|200px|thumb|left|Affe und Fuchs I (MS Egerton 1121, 72r)&lt;br /&gt;
Datei:Pfau und Igel (MS Egerton 1121, 74r).png|200px|thumb|left|Pfau und Igel (MS Egerton 1121, 74r)&lt;br /&gt;
Datei:Strauß und Rabe (MS Egerton 1121, 76v).png|200px|thumb|left|Strauß und Rabe (MS Egerton 1121, 76v)&lt;br /&gt;
Datei:Dornbusch und Feigenmbaum (MS Egerton 1121, 78r).png|200px|thumb|left|Dornbusch und Feigenmbaum (MS Egerton 1121, 78r)&lt;br /&gt;
Datei:Firmament und Saturn (MS Egerton 1121, 79v).png|200px|thumb|left|Firmament und Saturn (MS Egerton 1121, 79v)&lt;br /&gt;
Datei:Pfau und Rabe (MS Egerton 1121, 81v).png|200px|thumb|left|Pfau und Rabe (MS Egerton 1121, 81v)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Nachtigall (MS Egerton 1121, 83r).png|200px|thumb|left|Rabe und Nachtigall (MS Egerton 1121, 83r)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Fuchs I (MS Egerton 1121, 84v).png|200px|thumb|left|Rabe und Fuchs I (MS Egerton 1121, 84v)&lt;br /&gt;
Datei:Hahn und Rabe (MS Egerton 1121, 87r).png|200px|thumb|left|Hahn und Rabe (MS Egerton 1121, 87r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Waldesel (MS Egerton 1121, 89r).png|200px|thumb|left|Affe und Waldesel (MS Egerton 1121, 89r)&lt;br /&gt;
Datei:Taube und Kotlache (MS Egerton 1121, 92r).png|200px|thumb|left|Taube und Kotlache (MS Egerton 1121, 92r)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Fuchs II (MS Egerton 1121, 93v).png|200px|thumb|left|Rabe und Fuchs II (MS Egerton 1121, 93v)&lt;br /&gt;
Datei:Maulwurf und Natur (MS Egerton 1121, 95r).png|200px|thumb|left|Maulwurf und Natur (MS Egerton 1121, 95r)&lt;br /&gt;
Datei:Krokodil und Vogel Scrophill (MS Egerton 1121, 97v).png|200px|thumb|left|Krokodil und Vogel Scrophill (MS Egerton 1121, 97v)&lt;br /&gt;
Datei:Mensch und Glück (MS Egerton 1121, 99v).png|200px|thumb|left|Mensch und Glück (MS Egerton 1121, 99v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Affe II (MS Egerton 1121, 102r).png|200px|thumb|left|Fuchs und Affe II (MS Egerton 1121, 102r)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Pfau (MS Egerton 1121, 105r).png|200px|thumb|left|Rabe und Pfau (MS Egerton 1121, 105r)&lt;br /&gt;
Datei:Drache und Hyäne (MS Egerton 1121, 107v).png|200px|thumb|left|Drache und Hyäne (MS Egerton 1121, 107v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Wiesel II (MS Egerton 1121, 109v).png|200px|thumb|left|Fuchs und Wiesel II (MS Egerton 1121, 109v)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs II (MS Egerton 1121, 112r).png|200px|thumb|left|Affe und Fuchs II (MS Egerton 1121, 112r)&lt;br /&gt;
Datei:Jüngling am Goldberg (MS Egerton 1121, 114v).png|200px|thumb|left|Jüngling am Goldberg (MS Egerton 1121, 114v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Wiesel I (MS Egerton 1121, 118r).png|200px|thumb|left|Fuchs und Wiesel I (MS Egerton 1121, 118r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Schauspieler (Egerton 1121, 119v).png|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Egerton 1121, 119v)&lt;br /&gt;
Datei:Kürbis und Palme (MS Egerton 1121, 121v).png|200px|thumb|left|Kürbis und Palme (MS Egerton 1121, 121v)&lt;br /&gt;
Datei:Tag und Nacht (MS Egerton 1121, 122r).png|200px|thumb|left|Tag und Nacht (MS Egerton 1121, 122r)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Wolf II (MS Egerton 1121, 124r).png|200px|thumb|left|Ochse und Wolf II (MS Egerton 1121, 124r)&lt;br /&gt;
Datei:Biene und Spinne (MS Egerton 1121, 127r).png|200px|thumb|left|Biene und Spinne (MS Egerton 1121, 127r)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===MS 653===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wissbegieriger Fuchs und Rabe (MS 653, 163r).jpg|200px|thumb|left|Wissbegieriger Fuchs und Rabe (MS 653, 163r)&lt;br /&gt;
Datei:Adler und Sonne (MS 653, 164r).jpg|200px|thumb|left|Adler und Sonne (MS 653, 164r)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe, Fuchs und Affe (MS 653, 164v).jpg|200px|thumb|left|Rabe, Fuchs und Affe (MS 653, 164v)&lt;br /&gt;
Datei:Ameise und Grille (MS 653, 165v).jpg|200px|thumb|left|Ameise und Grille (MS 653, 165v)&lt;br /&gt;
Datei:Scheintoter Fuchs und Rabe (MS 653, 167r).jpg|200px|thumb|left|Scheintoter Fuchs und Rabe (MS 653, 167r)&lt;br /&gt;
Datei:Spinne und Fliege (MS 653, 168r).jpg|200px|thumb|left|Spinne und Fliege (MS 653, 168r)&lt;br /&gt;
Datei:Maus und Schnecke (MS 653, 169r).jpg|200px|thumb|left|Maus und Schnecke (MS 653, 169r)&lt;br /&gt;
Datei:Wal und Schiffer (MS 653, 169v).jpg|200px|thumb|left|Wal und Schiffer (MS 653, 169v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Affe I (MS 653, 171r).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Affe I (MS 653, 171r)&lt;br /&gt;
Datei:Ameise und Fuchs (MS 653, 172r).jpg|200px|thumb|left|Ameise und Fuchs (MS 653, 172r)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (MS 653, 174r).png|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (MS 653, 174r)&lt;br /&gt;
Datei:Pferd und Ochse (MS 653, 175r).jpg|200px|thumb|left|Pferd und Ochse (MS 653, 175r)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchsmönch, Rabe und Hennen (MS 653, 176r).jpg|200px|thumb|left|Fuchsmönch, Rabe und Hennen (MS 653, 176r)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Wolf I (MS 653, 177v).jpg|200px|thumb|left|Ochse und Wolf I (MS 653, 177v)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Frosch (MS 653, 179r).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Frosch (MS 653, 179r)&lt;br /&gt;
Datei:Löwe, Esel und Wölfe (MS 653, 180r).jpg|200px|thumb|left|Löwe, Esel und Wölfe (MS 653, 180r)&lt;br /&gt;
Datei:Sonne und Merkur (MS 653, 181r).jpg|200px|thumb|left|Sonne und Merkur (MS 653, 181r)&lt;br /&gt;
Datei:Löwe und Maus (MS 653, 182r).jpg|200px|thumb|left|Löwe und Maus (MS 653, 182r)&lt;br /&gt;
Datei:Igel und Natter (MS 653, 183v).jpg|200px|thumb|left|Igel und Natter (MS 653, 183v)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Taube I (MS 653, 185r).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Taube I (MS 653, 185r)&lt;br /&gt;
Datei:Weizenkorn und Stein (MS 653, 186v).jpg|200px|thumb|left|Weizenkorn und Stein (MS 653, 186v)&lt;br /&gt;
Datei:Bär und Taube (MS 653, 189r).jpg|200px|thumb|left|Bär und Taube (MS 653, 189r)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Schlange (MS 653, 190v).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Schlange (MS 653, 190v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs als Pilger (MS 653, 191r).jpg|200px|thumb|left|Fuchs als Pilger (MS 653, 191r)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs als Pilger (MS 653, 191v).jpg|200px|thumb|left|Fuchs als Pilger (MS 653, 191v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs als Pilger (MS 653, 192r).jpg|200px|thumb|left|Fuchs als Pilger (MS 653, 192r)&lt;br /&gt;
Datei:Ohr, Natur und Auge (MS 653, 193r).jpg|200px|thumb|left|Ohr, Natur und Auge (MS 653, 193r)&lt;br /&gt;
Datei:Drei Steine (MS 653, 194r).jpg|200px|thumb|left|Drei Steine (MS 653, 194r)&lt;br /&gt;
Datei:Lorbeer, Ölbaum, Lärche, Palme und Feigenbaum (MS 653, 195v).jpg|200px|thumb|left|Lorbeer, Ölbaum, Lärche, Palme und Feigenbaum (MS 653, 195v)&lt;br /&gt;
Datei:Luft und Erde (MS 653, 196v).jpg|200px|thumb|left|Luft und Erde (MS 653, 196v)&lt;br /&gt;
Datei:Seele und Leib (MS 653, 197v).jpg|200px|thumb|left|Seele und Leib (MS 653, 197v)&lt;br /&gt;
Datei:Bock und Igel (MS 653, 198r).jpg|200px|thumb|left|Bock und Igel (MS 653, 198r)&lt;br /&gt;
Datei:Bock und Igel (MS 653, 198v).jpg|200px|thumb|left|Bock und Igel (MS 653, 198v)&lt;br /&gt;
Datei:Strauß und Henne (MS 653, 200r).jpg|200px|thumb|left|Strauß und Henne (MS 653, 200r)&lt;br /&gt;
Datei:Pferd und Maulesel (MS 653, 201r).jpg|200px|thumb|left|Pferd und Maulesel (MS 653, 201r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe, Rabe, Schiffer und Fuchs (MS 653, 202r).jpg|200px|thumb|left|Affe, Rabe, Schiffer und Fuchs (MS 653, 202r)&lt;br /&gt;
Datei:Spatz und Biene (MS 653, 203r).jpg|200px|thumb|left|Spatz und Biene (MS 653, 203r)&lt;br /&gt;
Datei:Wille und Vernunft (MS 653, 205r).jpg|200px|thumb|left|Wille und Vernunft (MS 653, 205r)&lt;br /&gt;
Datei:Schaf und Hirsch (MS 653, 206r).jpg|200px|thumb|left|Schaf und Hirsch (MS 653, 206r)&lt;br /&gt;
Datei:Begierde und Verstand (MS 653, 208r).jpg|200px|thumb|left|Begierde und Verstand (MS 653, 208r)&lt;br /&gt;
Datei:Bär, Fuchs und Hirschkuh (MS 653, 209r).jpg|200px|thumb|left|Bär, Fuchs und Hirschkuh (MS 653, 209r)&lt;br /&gt;
Datei:Bär, Fuchs und Hirschkuh (MS 653, 210r).jpg|200px|thumb|left|Bär, Fuchs und Hirschkuh (MS 653, 210r)&lt;br /&gt;
Datei:Wolke und Erde (MS 653, 211r).jpg|200px|thumb|left|Wolke und Erde (MS 653, 211r).jpg&lt;br /&gt;
Datei:Ameise, Nachtigall und Biene (MS 653, 213r).jpg|200px|thumb|left|Ameise, Nachtigall und Biene (MS 653, 213r)&lt;br /&gt;
Datei:Schilfrohr und Zuckerrohr (MS 653, 214r).jpg|200px|thumb|left|Schilfrohr und Zuckerrohr (MS 653, 214r)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Hahn (MS 653, 215r).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Hahn (MS 653, 215r)&lt;br /&gt;
Datei:Zwei Fische (MS 653, 217r).jpg|200px|thumb|left|Zwei Fische (MS 653, 217r)&lt;br /&gt;
Datei:Einhorn und Rabe (MS 653, 218v).jpg|200px|thumb|left|Einhorn und Rabe (MS 653, 218v)&lt;br /&gt;
Datei:Maulpferd und Maulesel (MS 653, 220r).jpg|200px|thumb|left|Maulpferd und Maulesel (MS 653, 220r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs I (MS 653, 221r).jpg|200px|thumb|left|Affe und Fuchs I (MS 653, 221r)&lt;br /&gt;
Datei:Pfau und Igel (MS 653, 222r).jpg|200px|thumb|left|Pfau und Igel (MS 653, 222r)&lt;br /&gt;
Datei:Strauß und Rabe (MS 653, 224r).jpg|200px|thumb|left|Strauß und Rabe (MS 653, 224r)&lt;br /&gt;
Datei:Dornbusch und Feigenbaum (MS 653, 225r).jpg|200px|thumb|left|Dornbusch und Feigenbaum (MS 653, 225r)&lt;br /&gt;
Datei:Firmament und Saturn (MS 653, 226r).jpg|200px|thumb|left|Firmament und Saturn (MS 653, 226r)&lt;br /&gt;
Datei:Pfau und Rabe (MS 653, 227v).jpg|200px|thumb|left|Pfau und Rabe (MS 653, 227v)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Nachtigall (MS 653, 228v).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Nachtigall (MS 653, 228v)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Fuchs I (MS 653, 229v).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Fuchs I (MS 653, 229v)&lt;br /&gt;
Datei:Hahn und Rabe (MS 653, 231r).jpg|200px|thumb|left|Hahn und Rabe (MS 653, 231r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Waldesel (MS 653, 232r).jpg|200px|thumb|left|Affe und Waldesel (MS 653, 232r)&lt;br /&gt;
Datei:Taube und Kotlache (MS 653, 234r).jpg|200px|thumb|left|Taube und Kotlache (MS 653, 234r)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Fuchs II (MS 653, 235r).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Fuchs II (MS 653, 235r)&lt;br /&gt;
Datei:Maulwurf und Natur (MS 653, 236r).jpg|200px|thumb|left|Maulwurf und Natur (MS 653, 236r)&lt;br /&gt;
Datei:Krokodil und Vogel Scrophill (MS 653, 237r).jpg|200px|thumb|left|Krokodil und Vogel Scrophill (MS 653, 237r)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Cgm 254===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Das Buch der natürlichen Weisheit, Vorrede (Cgm 254, 1v).jpg|200px|thumb|left|Das Buch der natürlichen Weisheit, Vorrede (Cgm 254, 1v)&lt;br /&gt;
Datei:Wissbegieriger Fuchs und Rabe (Cgm 254, 2r).jpg|200px|thumb|left|Wissbegieriger Fuchs und Rabe (Cgm 254, 2r)&lt;br /&gt;
Datei:Adler und Sonne (Cgm 254, 2v).jpg|200px|thumb|left|Adler und Sonne (Cgm 254, 2v)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe, Fuchs und Affe (Cgm 254, 3r).jpg|200px|thumb|left|Rabe, Fuchs und Affe (Cgm 254, 3r)&lt;br /&gt;
Datei:Ameise und Grille (Cgm 254, 4r).jpg|200px|thumb|left|Ameise und Grille (Cgm 254, 4r)&lt;br /&gt;
Datei:Scheintoter Fuchs und Rabe (Cgm 254, 5r).jpg|200px|thumb|left|Scheintoter Fuchs und Rabe (Cgm 254, 5r)&lt;br /&gt;
Datei:Spinne und Fliege (Cgm 254, 5v).jpg|200px|thumb|left|Spinne und Fliege (Cgm 254, 5v)&lt;br /&gt;
Datei:Maus und Schnecke (Cgm 254, 6r).jpg|200px|thumb|left|Maus und Schnecke (Cgm 254, 6r)&lt;br /&gt;
Datei:Wal und Schiffer (Cgm 254, 7r).jpg|200px|thumb|left|Wal und Schiffer (Cgm 254, 7r)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Affe I (Cgm 254, 7v).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Affe I (Cgm 254, 7v)&lt;br /&gt;
Datei:Ameise und Fuchs (Cgm 254, 8v).jpg|200px|thumb|left|Ameise und Fuchs (Cgm 254, 8v)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (Cgm 254, 9v).png|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (Cgm 254, 9v)&lt;br /&gt;
Datei:Pferd und Ochse (Cgm 254, 10r).jpg|200px|thumb|left|Pferd und Ochse (Cgm 254, 10r)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchsmönch, Rabe und Hennen (Cgm 254, 11r).jpg|200px|thumb|left|Fuchsmönch, Rabe und Hennen (Cgm 254, 11r)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Wolf I (Cgm 254, 12r).jpg|200px|thumb|left|Ochse und Wolf I (Cgm 254, 12r)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Frosch (Cgm 254, 13r).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Frosch (Cgm 254, 13r)&lt;br /&gt;
Datei:Löwe, Esel und Wölfe (Cgm 254, 13v).jpg|200px|thumb|left|Löwe, Esel und Wölfe (Cgm 254, 13v)&lt;br /&gt;
Datei:Sonne und Merkur (Cgm 254, 14r).jpg|200px|thumb|left|Sonne und Merkur (Cgm 254, 14r)&lt;br /&gt;
Datei:Löwe und Maus (Cgm 254, 15r).jpg|200px|thumb|left|Löwe und Maus (Cgm 254, 15r)&lt;br /&gt;
Datei:Igel und Natter (Cgm 254, 16r).jpg|200px|thumb|left|Igel und Natter (Cgm 254, 16r)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Taube I (Cgm 254, 16v).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Taube I (Cgm 254, 16v)&lt;br /&gt;
Datei:Weizenkorn und Stein (Cgm 254, 17v).jpg|200px|thumb|left|Weizenkorn und Stein (Cgm 254, 17v)&lt;br /&gt;
Datei:Bär und Taube (Cgm 254, 18v).jpg|200px|thumb|left|Bär und Taube (Cgm 254, 18v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Schlange (Cgm 254, 19r).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Schlange (Cgm 254, 19r)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs als Pilger (Cgm 254, 19v).jpg|200px|thumb|left|Fuchs als Pilger (Cgm 254, 19v)&lt;br /&gt;
Datei:Ohr, Natur und Auge (Cgm 254, 21r).jpg|200px|thumb|left|Ohr, Natur und Auge (Cgm 254, 21r)&lt;br /&gt;
Datei:Drei Steine (Cgm 254, 21v).jpg|200px|thumb|left|Drei Steine (Cgm 254, 21v)&lt;br /&gt;
Datei:Lorbeer, Ölbaum, Lärche, Palme und Feigenbaum (Cgm 254, 22v).jpg|200px|thumb|left|Lorbeer, Ölbaum, Lärche, Palme und Feigenbaum (Cgm 254, 22v)&lt;br /&gt;
Datei:Luft und Erde (Cgm 254, 23r).jpg|200px|thumb|left|Luft und Erde (Cgm 254, 23r)&lt;br /&gt;
Datei:Seele und Leib (Cgm 254, 23v).jpg|200px|thumb|left|Seele und Leib (Cgm 254, 23v)&lt;br /&gt;
Datei:Bock und Igel (Cgm 254, 24v).jpg|200px|thumb|left|Bock und Igel (Cgm 254, 24v)&lt;br /&gt;
Datei:Strauß und Henne (Cgm 254, 25v).jpg|200px|thumb|left|Strauß und Henne (Cgm 254, 25v)&lt;br /&gt;
Datei:Pferd und Maulesel (Cgm 254, 26r).jpg|200px|thumb|left|Pferd und Maulesel (Cgm 254, 26r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe, Rabe, Schiffer und Fuchs (Cgm 254, 27r).jpg|200px|thumb|left|Affe, Rabe, Schiffer und Fuchs (Cgm 254, 27r)&lt;br /&gt;
Datei:Spatz und Biene (Cgm 254, 28r).jpg|200px|thumb|left|Spatz und Biene (Cgm 254, 28r)&lt;br /&gt;
Datei:Wille und Vernunft (Cgm 254, 28v).jpg|200px|thumb|left|Wille und Vernunft (Cgm 254, 28v)&lt;br /&gt;
Datei:Schaf und Hirsch (Cgm 254, 29r).jpg|200px|thumb|left|Schaf und Hirsch (Cgm 254, 29r)&lt;br /&gt;
Datei:Begierde und Verstand (Cgm 254, 30v).jpg|200px|thumb|left|Begierde und Verstand (Cgm 254, 30v)&lt;br /&gt;
Datei:Bär, Fuchs und Hirschkuh (Cgm 254, 32r).png|200px|thumb|left|Bär, Fuchs und Hirschkuh (Cgm 254, 32r)&lt;br /&gt;
Datei:Wolke und Erde (Cgm 254, 33r).jpg|200px|thumb|left|Wolke und Erde (Cgm 254, 33r)&lt;br /&gt;
Datei:Ameise, Nachtigall und Biene (Cgm 254, 33v).jpg|200px|thumb|left|Ameise, Nachtigall und Biene (Cgm 254, 33v)&lt;br /&gt;
Datei:Schilfrohr und Zuckerrohr (Cgm 254, 34v).jpg|200px|thumb|left|Schilfrohr und Zuckerrohr (Cgm 254, 34v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Hahn (Cgm 254, 35v).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Hahn (Cgm 254, 35v)&lt;br /&gt;
Datei:Frosch und Aal (Cgm 254, 36v).jpg|200px|thumb|left|Frosch und Aal (Cgm 254, 36v)&lt;br /&gt;
Datei:Zwei Fische (Cgm 254, 37v).jpg|200px|thumb|left|Zwei Fische (Cgm 254, 37v)&lt;br /&gt;
Datei:Einhorn und Rabe (Cgm 254, 38r).jpg|200px|thumb|left|Einhorn und Rabe (Cgm 254, 38r)&lt;br /&gt;
Datei:Maulpferd und Maulesel (Cgm 254, 39r).jpg|200px|thumb|left|Maulpferd und Maulesel (Cgm 254, 39r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs I (Cgm 254, 39v).jpg|200px|thumb|left|Affe und Fuchs I (Cgm 254, 39v)&lt;br /&gt;
Datei:Pfau und Igel (Cgm 254, 40v).jpg|200px|thumb|left|Pfau und Igel (Cgm 254, 40v)&lt;br /&gt;
Datei:Strauß und Rabe (Cgm 254, 41v).jpg|200px|thumb|left|Strauß und Rabe (Cgm 254, 41v)&lt;br /&gt;
Datei:Dornbusch und Feigenbaum (Cgm 254, 42v).jpg|200px|thumb|left|Dornbusch und Feigenbaum (Cgm 254, 42v)&lt;br /&gt;
Datei:Firmament und Saturn (Cgm 254, 43r).jpg|200px|thumb|left|Firmament und Saturn (Cgm 254, 43r)&lt;br /&gt;
Datei:Pfau und Rabe (Cgm 254, 44r).jpg|200px|thumb|left|Pfau und Rabe (Cgm 254, 44r)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Nachtigall (Cgm 254, 44v).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Nachtigall (Cgm 254, 44v)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Fuchs I (Cgm 254, 45r).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Fuchs I (Cgm 254, 45r)&lt;br /&gt;
Datei:Hahn und Rabe (Cgm 254, 46r).jpg|200px|thumb|left|Hahn und Rabe (Cgm 254, 46r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Waldesel (Cgm 254, 47v).jpg|200px|thumb|left|Affe und Waldesel (Cgm 254, 47v)&lt;br /&gt;
Datei:Taube und Kotlache (Cgm 254, 48r).jpg|200px|thumb|left|Taube und Kotlache (Cgm 254, 48r)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Fuchs II (Cgm 254, 48v).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Fuchs II (Cgm 254, 48v)&lt;br /&gt;
Datei:Maulwurf und Natur (Cgm 254, 49v).jpg|200px|thumb|left|Maulwurf und Natur (Cgm 254, 49v)&lt;br /&gt;
Datei:Krokodil und Vogel Scrophill (Cgm 254, 50v).jpg|200px|thumb|left|Krokodil und Vogel Scrophill (Cgm 254, 50v)&lt;br /&gt;
Datei:Mensch und Glück (Cgm 254, 51v).jpg|200px|thumb|left|Mensch und Glück (Cgm 254, 51v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Affe II (Cgm 254, 52v).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Affe II (Cgm 254, 52v)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Pfau (Cgm 254, 54r).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Pfau (Cgm 254, 54r)&lt;br /&gt;
Datei:Drache und Hyäne (Cgm 254, 55r).jpg|200px|thumb|left|Drache und Hyäne (Cgm 254, 55r)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Wiesel II (Cgm 254, 56r).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Wiesel II (Cgm 254, 56r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs II (Cgm 254, 57r).png|200px|thumb|left|Affe und Fuchs II (Cgm 254, 57r)&lt;br /&gt;
Datei:Jüngling am Goldberg (Cgm 254, 58r).jpg|200px|thumb|left|Jüngling am Goldberg (Cgm 254, 58r)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Wiesel I (Cgm 254, 59v).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Wiesel I (Cgm 254, 59v)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Spielmann (Cgm 254, 60v).jpg|200px|thumb|left|Affe und Spielmann (Cgm 254, 60v)&lt;br /&gt;
Datei:Kürbis und Palme (Cgm 254, 61v).jpg|200px|thumb|left|Kürbis und Palme (Cgm 254, 61v)&lt;br /&gt;
Datei:Egel und Ameise (Cgm 254, 62v).jpg|200px|thumb|left|Egel und Ameise (Cgm 254, 62v)&lt;br /&gt;
Datei:Biene und Spinne (Cgm 254, 63r).jpg|200px|thumb|left|Biene und Spinne (Cgm 254, 63r)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Wolf II (Cgm, 63v).jpg|200px|thumb|left|Ochse und Wolf II (Cgm, 63v)&lt;br /&gt;
Datei:Eule im Tageslicht (Cgm 254, 64r).jpg|200px|thumb|left|Eule im Tageslicht (Cgm 254, 64r)&lt;br /&gt;
Datei:Spinne und Seidenwurm (Cgm 254, 65r).jpg|200px|thumb|left|Spinne und Seidenwurm (Cgm 254, 65r)&lt;br /&gt;
Datei:Erde und Luft (Cgm 254, 65v).jpg|200px|thumb|left|Erde und Luft (Cgm 254, 65v)&lt;br /&gt;
Datei:Mensch und Seidenwurm (Cgm 254, 66r).jpg|200px|thumb|left|Mensch und Seidenwurm (Cgm 254, 66r)&lt;br /&gt;
Datei:Erde und Himmel (Cgm 254, 66v).jpg|200px|thumb|left|Erde und Himmel (Cgm 254, 66v)&lt;br /&gt;
Datei:Tag und Nacht (Cgm 254, 67v).jpg|200px|thumb|left|Tag und Nacht (Cgm 254, 67v)&lt;br /&gt;
Datei:Donau und Meer (Cgm 254, 68r).jpg|200px|thumb|left|Donau und Meer (Cgm 254, 68r)&lt;br /&gt;
Datei:Sonne und Finsternis (Cgm 254, 68v).jpg|200px|thumb|left|Sonne und Finsternis (Cgm 254, 68v)&lt;br /&gt;
Datei:Viper und ihre Jungen (Cgm 254, 69r).jpg|200px|thumb|left|Viper und ihre Jungen (Cgm 254, 69r)&lt;br /&gt;
Datei:Hund und Wolf I (Cgm 254, 69v).jpg|200px|thumb|left|Hund und Wolf I (Cgm 254, 69v)&lt;br /&gt;
Datei:Katze und Schwein (Cgm 254, 70v).jpg|200px|thumb|left|Katze und Schwein (Cgm 254, 70v)&lt;br /&gt;
Datei:Schwein und Fuchs (Cgm 254, 71r).jpg|200px|thumb|left|Schwein und Fuchs (Cgm 254, 71r)&lt;br /&gt;
Datei:Hund und Wolf II (Cgm 254, 71v).jpg|200px|thumb|left|Hund und Wolf II (Cgm 254, 71v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs, Wiesel und Schwein (Cgm 254, 72v).jpg|200px|thumb|left|Fuchs, Wiesel und Schwein (Cgm 254, 72v)&lt;br /&gt;
Datei:Biene und Weinmücke (Cgm 254, 73v).jpg|200px|thumb|left|Biene und Weinmücke (Cgm 254, 73v)&lt;br /&gt;
Datei:Wasser, Öl und Flamme (Cgm 254, 74r).jpg|200px|thumb|left|Wasser, Öl und Flamme (Cgm 254, 74r)&lt;br /&gt;
Datei:Kamel und Stiere (Cgm 254, 74v).jpg|200px|thumb|left|Kamel und Stiere (Cgm 254, 74v)&lt;br /&gt;
Datei:Phönix und Natter (Cgm 254, 75v).jpg|200px|thumb|left|Phönix und Natter (Cgm 254, 75v)&lt;br /&gt;
Datei:Rose, Lilien und Feigenbaum (Cgm 254, 76v).jpg|200px|thumb|left|Rose, Lilien und Feigenbaum (Cgm 254, 76v)&lt;br /&gt;
Datei:Viper und Elefant (Cgm 254, 77r).jpg|200px|thumb|left|Viper und Elefant (Cgm 254, 77r)&lt;br /&gt;
Datei:Sperling und Turteltaube (Cgm 254, 78r).jpg|200px|thumb|left|Sperling und Turteltaube (Cgm 254, 78r)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Cgm 9602===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Wissbegieriger Fuchs und Rabe (Cgm 9602, 1v).jpg|200px|thumb|left|Wissbegieriger Fuchs und Rabe (Cgm 9602, 1v)&lt;br /&gt;
Datei:Adler und Sonne (Cgm 6902, 2v).jpg|200px|thumb|left|Adler und Sonne (Cgm 6902, 2v)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe, Fuchs und Affe (Cgm 9602, 3r).jpg|200px|thumb|left|Rabe, Fuchs und Affe (Cgm 9602, 3r)&lt;br /&gt;
Datei:Ameise und Grille (Cgm 9602, 4r).jpg|200px|thumb|left|Ameise und Grille (Cgm 9602, 4r)&lt;br /&gt;
Datei:Scheintoter Fuchs und Rabe (Cgm 9602, 5r).jpg|200px|thumb|left|Scheintoter Fuchs und Rabe (Cgm 9602, 5r)&lt;br /&gt;
Datei:Spinne und Fliege (Cgm 9602, 5v).jpg|200px|thumb|left|Spinne und Fliege (Cgm 9602, 5v)&lt;br /&gt;
Datei:Maus und Schnecke (Cgm 9602, 6v).jpg|200px|thumb|left|Maus und Schnecke (Cgm 9602, 6v)&lt;br /&gt;
Datei:Wal und Schiffer (Cgm 9602, 7v).jpg|200px|thumb|left|Wal und Schiffer (Cgm 9602, 7v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Affe I (Cgm 9602, 8v).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Affe I (Cgm 9602, 8v)&lt;br /&gt;
Datei:Ameise und Fuchs (Cgm 9602, 9v).jpg|200px|thumb|left|Ameise und Fuchs (Cgm 9602, 9v)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (Cgm 9602, 10v).jpg|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (Cgm 9602, 10v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchsmönch, Rabe und Hennen (Cgm 9602, 11v).jpg|200px|thumb|left|Fuchsmönch, Rabe und Hennen (Cgm 9602, 11v)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Wolf I (Cgm 9602, 13r).jpg|200px|thumb|left|Ochse und Wolf I (Cgm 9602, 13r)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Frosch (Cgm 9602, 13v).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Frosch (Cgm 9602, 13v)&lt;br /&gt;
Datei:Löwe, Esel und Wölfe (Cgm 9602, 14v).jpg|200px|thumb|left|Löwe, Esel und Wölfe (Cgm 9602, 14v)&lt;br /&gt;
Datei:Sonne und Merkur (Cgm 9602, 15v).jpg|200px|thumb|left|Sonne und Merkur (Cgm 9602, 15v)&lt;br /&gt;
Datei:Löwe und Maus (Cgm 9602, 16v).jpg|200px|thumb|left|Löwe und Maus (Cgm 9602, 16v)&lt;br /&gt;
Datei:Igel und Natter (Cgm 9602, 17v).jpg|200px|thumb|left|Igel und Natter (Cgm 9602, 17v)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Taube I (Cgm 9602, 18v).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Taube I (Cgm 9602, 18v)&lt;br /&gt;
Datei:Weizenkorn und Stein (Cgm 9602, 19v).jpg|200px|thumb|left|Weizenkorn und Stein (Cgm 9602, 19v)&lt;br /&gt;
Datei:Bär und Taube (Cgm 9602, 20v).jpg|200px|thumb|left|Bär und Taube (Cgm 9602, 20v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Schlange (Cgm 9602, 21v).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Schlange (Cgm 9602, 21v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs als Pilger (Cgm 9602, 22v).jpg|200px|thumb|left|Fuchs als Pilger (Cgm 9602, 22v)&lt;br /&gt;
Datei:Ohr, Natur und Auge (Cgm 9602, 24r).jpg|200px|thumb|left|Ohr, Natur und Auge (Cgm 9602, 24r)&lt;br /&gt;
Datei:Drei Steine (Cgm 9602, 25r).jpg|200px|thumb|left|Drei Steine (Cgm 9602, 25r)&lt;br /&gt;
Datei:Lorbeer, Ölbaum, Lärche, Palme und Feigenbaum (Cgm 9602, 26r).jpg|200px|thumb|left|Lorbeer, Ölbaum, Lärche, Palme und Feigenbaum (Cgm 9602, 26r)&lt;br /&gt;
Datei:Luft und Erde (Cgm 9602, 27r).jpg|200px|thumb|left|Luft und Erde (Cgm 9602, 27r)&lt;br /&gt;
Datei:Seele und Leib (Cgm 9602, 27v).jpg|200px|thumb|left|Seele und Leib (Cgm 9602, 27v)&lt;br /&gt;
Datei:Bock und Igel (Cgm 9602, 28v).jpg|200px|thumb|left|Bock und Igel (Cgm 9602, 28v)&lt;br /&gt;
Datei:Strauß und Henne (Cgm 9602, 29v).jpg|200px|thumb|left|Strauß und Henne (Cgm 9602, 29v)&lt;br /&gt;
Datei:Pferd und Maulesel (Cgm 9602, 30v).jpg|200px|thumb|left|Pferd und Maulesel (Cgm 9602, 30v)&lt;br /&gt;
Datei:Affe, Rabe, Schiffer und Fuchs (Cgm 9602, 31v).jpg|200px|thumb|left|Affe, Rabe, Schiffer und Fuchs (Cgm 9602, 31v)&lt;br /&gt;
Datei:Spatz und Biene (Cgm 9602, 32v).jpg|200px|thumb|left|Spatz und Biene (Cgm 9602, 32v)&lt;br /&gt;
Datei:Wille und Vernunft (Cgm 9602, 33v).jpg|200px|thumb|left|Wille und Vernunft (Cgm 9602, 33v)&lt;br /&gt;
Datei:Schaf und Hirsch (Cgm 9602, 34v).jpg|200px|thumb|left|Schaf und Hirsch (Cgm 9602, 34v)&lt;br /&gt;
Datei:Begierde und Verstand (Cgm 9602, 35v).jpg|200px|thumb|left|Begierde und Verstand (Cgm 9602, 35v)&lt;br /&gt;
Datei:Bär, Fuchs und Hirschkuh (Cgm 9602, 37r).jpg|200px|thumb|left|Bär, Fuchs und Hirschkuh (Cgm 9602, 37r)&lt;br /&gt;
Datei:Wolke und Erde (Cgm 9602, 38v).jpg|200px|thumb|left|Wolke und Erde (Cgm 9602, 38v)&lt;br /&gt;
Datei:Ameise, Nachtigall und Biene (Cgm 9602, 39v).jpg|200px|thumb|left|Ameise, Nachtigall und Biene (Cgm 9602, 39v)&lt;br /&gt;
Datei:Schilfrohr und Zuckerrohr (Cgm 9602, 40v).jpg|200px|thumb|left|Schilfrohr und Zuckerrohr (Cgm 9602, 40v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Hahn (Cgm 9602, 41v).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Hahn (Cgm 9602, 41v)&lt;br /&gt;
Datei:Frosch und Aal (Cgm 9602, 42v).jpg|200px|thumb|left|Frosch und Aal (Cgm 9602, 42v)&lt;br /&gt;
Datei:Zwei Fische (Cgm 9602, 43v).jpg|200px|thumb|left|Zwei Fische (Cgm 9602, 43v)&lt;br /&gt;
Datei:Einhorn und Rabe (Cgm 9602, 44v).jpg|200px|thumb|left|Einhorn und Rabe (Cgm 9602, 44v)&lt;br /&gt;
Datei:Maulpferd und Maulesel (Cgm 9602, 45v).jpg|200px|thumb|left|Maulpferd und Maulesel (Cgm 9602, 45v)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs I (Cgm 9602, 46v).jpg|200px|thumb|left|Affe und Fuchs I (Cgm 9602, 46v)&lt;br /&gt;
Datei:Pfau und Igel (Cgm 9602, 47r).jpg|200px|thumb|left|Pfau und Igel (Cgm 9602, 47r)&lt;br /&gt;
Datei:Strauß und Rabe (Cgm 9602, 48r).jpg|200px|thumb|left|Strauß und Rabe (Cgm 9602, 48r)&lt;br /&gt;
Datei:Dornbusch und Feigenbaum (Cgm 9602, 49r).jpg|200px|thumb|left|Dornbusch und Feigenbaum (Cgm 9602, 49r)&lt;br /&gt;
Datei:Firmament und Saturn (Cgm 9602, 50r).jpg|200px|thumb|left|Firmament und Saturn (Cgm 9602, 50r)&lt;br /&gt;
Datei:Pfau und Rabe (Cgm 9602, 51r).jpg|200px|thumb|left|Pfau und Rabe (Cgm 9602, 51r)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Nachtigall (Cgm 9602, 52r).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Nachtigall (Cgm 9602, 52r)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Fuchs I (Cgm 9602, 53r).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Fuchs I (Cgm 9602, 53r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Waldesel (Cgm 9602, 55r).jpg|200px|thumb|left|Affe und Waldesel (Cgm 9602, 55r)&lt;br /&gt;
Datei:Taube und Kotlache (Cgm 9602, 57r).jpg|200px|thumb|left|Taube und Kotlache (Cgm 9602, 57r)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Fuchs II (Cgm 9602, 57v).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Fuchs II (Cgm 9602, 57v)&lt;br /&gt;
Datei:Maulfwurf und Natur (Cgm 9602, 58v).jpg|200px|thumb|left|Maulfwurf und Natur (Cgm 9602, 58v)&lt;br /&gt;
Datei:Krokodil und Vogel Scrophill (Cgm 9602, 59v).jpg|200px|thumb|left|Krokodil und Vogel Scrophill (Cgm 9602, 59v)&lt;br /&gt;
Datei:Mensch und Glück (Cgm 9602, 60v).jpg|200px|thumb|left|Mensch und Glück (Cgm 9602, 60v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Affe II (Cgm 9602, 62r).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Affe II (Cgm 9602, 62r)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Pfau (Cgm 9602, 63v).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Pfau (Cgm 9602, 63v)&lt;br /&gt;
Datei:Drache und Hyäne (Cgm 9602, 64v).jpg|200px|thumb|left|Drache und Hyäne (Cgm 9602, 64v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Wiesel II (Cgm 9602, 66r).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Wiesel II (Cgm 9602, 66r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs II (Cgm 9602, 67v).jpg|200px|thumb|left|Affe und Fuchs II (Cgm 9602, 67v)&lt;br /&gt;
Datei:Jüngling am Goldberg (Cgm 9602, 68v).jpg|200px|thumb|left|Jüngling am Goldberg (Cgm 9602, 68v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Wiesel I (Cgm 9602, 70r).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Wiesel I (Cgm 9602, 70r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Schauspieler (Cgm 9602, 71r).jpg|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Cgm 9602, 71r)&lt;br /&gt;
Datei:Kürbis und Palme (Cgm 9602, 73r).jpg|200px|thumb|left|Kürbis und Palme (Cgm 9602, 73r)&lt;br /&gt;
Datei:Egel und Ameise (Cgm 9602, 74r).jpg|200px|thumb|left|Egel und Ameise (Cgm 9602, 74r)&lt;br /&gt;
Datei:Biene und Spinne (Cgm 9602, 75r).jpg|200px|thumb|left|Biene und Spinne (Cgm 9602, 75r)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Wolf II (Cgm 9602, 76r).jpg|200px|thumb|left|Ochse und Wolf II (Cgm 9602, 76r)&lt;br /&gt;
Datei:Eule und Tageslicht (Cgm 9602, 77r).jpg|200px|thumb|left|Eule und Tageslicht (Cgm 9602, 77r)&lt;br /&gt;
Datei:Spinne und Seidenwurm (Cgm 9602, 78r).jpg|200px|thumb|left|Spinne und Seidenwurm (Cgm 9602, 78r)&lt;br /&gt;
Datei:Erde und Luft (Cgm 9602, 79r).jpg|200px|thumb|left|Erde und Luft (Cgm 9602, 79r)&lt;br /&gt;
Datei:Mensch und Seidenwurm (Cgm 9602, 80r).jpg|200px|thumb|left|Mensch und Seidenwurm (Cgm 9602, 80r)&lt;br /&gt;
Datei:Erde und Himmel (Cgm 9602, 81r).jpg|200px|thumb|left|Erde und Himmel (Cgm 9602, 81r)&lt;br /&gt;
Datei:Tag und Nacht (Cgm 9602, 82r).jpg|200px|thumb|left|Tag und Nacht (Cgm 9602, 82r)&lt;br /&gt;
Datei:Donau und Meer (Cgm 9602, 82v).jpg|200px|thumb|left|Donau und Meer (Cgm 9602, 82v)&lt;br /&gt;
Datei:Sonne und Finsternis (Cgm 9602, 83v).jpg|200px|thumb|left|Sonne und Finsternis (Cgm 9602, 83v)&lt;br /&gt;
Datei:Adler und Phönix (Cgm 6902, 84v).jpg|200px|thumb|left|Adler und Phönix (Cgm 6902, 84v)&lt;br /&gt;
Datei:Viper und ihr Jungen (Cgm 9602, 85v).jpg|200px|thumb|left|Viper und ihr Jungen (Cgm 9602, 85v)&lt;br /&gt;
Datei:Katze und Schwein (Cgm 9602, 86v).jpg|200px|thumb|left|Katze und Schwein (Cgm 9602, 86v)&lt;br /&gt;
Datei:Hund und Wolf I (Cgm 9602, 87v).jpg|200px|thumb|left|Hund und Wolf I (Cgm 9602, 87v)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Druck Augsburg 1490===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Das Buch der natürlichen Weisheit, Titelbild (Druck 1490, 1v).png|200px|thumb|left|Das Buch der natürlichen Weisheit, Titelbild (Druck 1490, 1v)&lt;br /&gt;
Datei:Wissbegieriger Fuchs und Rabe (Druck 1490, 3r).png|200px|thumb|left|Wissbegieriger Fuchs und Rabe (Druck 1490, 3r)&lt;br /&gt;
Datei:Adler und Sonne (Druck 1490, 3v).jpg|200px|thumb|left|Adler und Sonne (Druck 1490, 3v)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe, Fuchs und Affe (Druck 1490, 4v).jpg|200px|thumb|left|Rabe, Fuchs und Affe (Druck 1490, 4v)&lt;br /&gt;
Datei:Ameise und Grille (Druck 1490, 5v).jpg|200px|thumb|left|Ameise und Grille (Druck 1490, 5v)&lt;br /&gt;
Datei:Scheintoter Fuchs und Rabe (Druck 1490, 6v).jpg|200px|thumb|left|Scheintoter Fuchs und Rabe (Druck 1490, 6v)&lt;br /&gt;
Datei:Spinne und Fliege (Druck 1490, 7v).jpg|200px|thumb|left|Spinne und Fliege (Druck 1490, 7v)&lt;br /&gt;
Datei:Maus und Schnecke (Druck 1490, 8v).jpg|200px|thumb|left|Maus und Schnecke (Druck 1490, 8v)&lt;br /&gt;
Datei:Wal und Schiffer (Druck 1490, 9r).jpg|200px|thumb|left|Wal und Schiffer (Druck 1490, 9r)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Affe I (Druck 1490, 10r).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Affe I (Druck 1490, 10r)&lt;br /&gt;
Datei:Ameise und Fuchs (Druck 1490, 11r).jpg|200px|thumb|left|Ameise und Fuchs (Druck 1490, 11r)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (Druck 1490, 12v).jpg|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (Druck 1490, 12v)&lt;br /&gt;
Datei:Pferd und Ochse (Druck 1490, 13v).jpg|200px|thumb|left|Pferd und Ochse (Druck 1490, 13v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchsmönch, Rabe und Hennen (Druck 1490, 14v).jpg|200px|thumb|left|Fuchsmönch, Rabe und Hennen (Druck 1490, 14v)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Wolf I (Druck 1490, 16r).jpg|200px|thumb|left|Ochse und Wolf I (Druck 1490, 16r)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Frosch (Druck 1490, 16v).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Frosch (Druck 1490, 16v)&lt;br /&gt;
Datei:Löwe, Esel und Wölfe (Druck 1490, 18r).jpg|200px|thumb|left|Löwe, Esel und Wölfe (Druck 1490, 18r)&lt;br /&gt;
Datei:Sonne und Merkur (Druck 1490, 18v).jpg|200px|thumb|left|Sonne und Merkur (Druck 1490, 18v)&lt;br /&gt;
Datei:Löwe und Maus (Druck 1490, 19v).jpg|200px|thumb|left|Löwe und Maus (Druck 1490, 19v)&lt;br /&gt;
Datei:Igel und Natter (Druck 1490, 20v).jpg|200px|thumb|left|Igel und Natter (Druck 1490, 20v)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Taube I (Druck 1490, 22r).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Taube I (Druck 1490, 22r)&lt;br /&gt;
Datei:Weizenkorn und Stein (Druck 1490, 23r).jpg|200px|thumb|left|Weizenkorn und Stein (Druck 1490, 23r)&lt;br /&gt;
Datei:Bär und Taube (Druck 1490, 24r).jpg|200px|thumb|left|Bär und Taube (Druck 1490, 24r)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Schlange (Druck 1490, 25v).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Schlange (Druck 1490, 25v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs als Pilger (Druck 1490, 26r).jpg|200px|thumb|left|Fuchs als Pilger (Druck 1490, 26r)&lt;br /&gt;
Datei:Ohr, Natur und Auge (Druck 1490, 27v).jpg|200px|thumb|left|Ohr, Natur und Auge (Druck 1490, 27v)&lt;br /&gt;
Datei:Drei Steine (Druck 1490, 28v).jpg|200px|thumb|left|Drei Steine (Druck 1490, 28v)&lt;br /&gt;
Datei:Lorbeer, Ölbaum, Lärche, Palme und Feigenbaum (Druck 1490, 29v).jpg|200px|thumb|left|Lorbeer, Ölbaum, Lärche, Palme und Feigenbaum (Druck 1490, 29v)&lt;br /&gt;
Datei:Bock und Igel (Druck 1490, 22r).jpg|200px|thumb|left|Bock und Igel (Druck 1490, 22r)&lt;br /&gt;
Datei:Strauß und Henne (Druck 1490, 23r).jpg|200px|thumb|left|Strauß und Henne (Druck 1490, 23r)&lt;br /&gt;
Datei:Pferd und Maulesel (Druck 1490, 34r).jpg|200px|thumb|left|Pferd und Maulesel (Druck 1490, 34r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe, Rabe, Schiffer und Fuchs (Druck 1490, 35r).jpg|200px|thumb|left|Affe, Rabe, Schiffer und Fuchs (Druck 1490, 35r)&lt;br /&gt;
Datei:Spatz und Biene (Druck 1490, 36r).jpg|200px|thumb|left|Spatz und Biene (Druck 1490, 36r)&lt;br /&gt;
Datei:Schaf und Hirsch (Druck 1490, 37v).jpg|200px|thumb|left|Schaf und Hirsch (Druck 1490, 37v)&lt;br /&gt;
Datei:Ameise, Nachtigall und Biene (Druck 1490, 42v).jpg|200px|thumb|left|Ameise, Nachtigall und Biene (Druck 1490, 42v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Hahn (Druck 1490, 44v).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Hahn (Druck 1490, 44v)&lt;br /&gt;
Datei:Fosch und Aal (Druck 1490, 46r).jpg|200px|thumb|left|Fosch und Aal (Druck 1490, 46r)&lt;br /&gt;
Datei:Einhorn und Rabe (Druck 1490, 48r).jpg|200px|thumb|left|Einhorn und Rabe (Druck 1490, 48r)&lt;br /&gt;
Datei:Maulpferd und Maulesel (Druck 1490, 50r).jpg|200px|thumb|left|Maulpferd und Maulesel (Druck 1490, 50r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs I (Druck 50v).jpg|200px|thumb|left|Affe und Fuchs I (Druck 50v)&lt;br /&gt;
Datei:Pfau und Igel (Druck 1490, 51v).jpg|200px|thumb|left|Pfau und Igel (Druck 1490, 51v)&lt;br /&gt;
Datei:Strauß und Rabe (Druck 1490, 53v).jpg|200px|thumb|left|Strauß und Rabe (Druck 1490, 53v)&lt;br /&gt;
Datei:Dornbusch und Feigenbaum (Druck 1490, 54v).jpg|200px|thumb|left|Dornbusch und Feigenbaum (Druck 1490, 54v)&lt;br /&gt;
Datei:Pfau und Rabe (Druck 1490, 57r).jpg|200px|thumb|left|Pfau und Rabe (Druck 1490, 57r)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Nachtigall (Druck 1490, 57v).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Nachtigall (Druck 1490, 57v)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Fuchs I (Druck 1490, 58v).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Fuchs I (Druck 1490, 58v)&lt;br /&gt;
Datei:Hahn und Rabe (Druck 1490, 60r).jpg|200px|thumb|left|Hahn und Rabe (Druck 1490, 60r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Waldesel (Druck 1490, 61v).jpg|200px|thumb|left|Affe und Waldesel (Druck 1490, 61v)&lt;br /&gt;
Datei:Taube und Kotlache (Druck 1490, 63r).jpg|200px|thumb|left|Taube und Kotlache (Druck 1490, 63r)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Fuchs II (Druck 1490, 64r).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Fuchs II (Druck 1490, 64r)&lt;br /&gt;
Datei:Krokodil und Vogel Scrophil (Druck 1490, 66v).jpg|200px|thumb|left|Krokodil und Vogel Scrophil (Druck 1490, 66v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Affe II (Druck 1490, 69v).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Affe II (Druck 1490, 69v)&lt;br /&gt;
Datei:Rabe und Pfau (Druck 1490, 71v).jpg|200px|thumb|left|Rabe und Pfau (Druck 1490, 71v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Wiesel II (Druck 1490, 74v).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Wiesel II (Druck 1490, 74v)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs II (Druck 1490, 76r).jpg|200px|thumb|left|Affe und Fuchs II (Druck 1490, 76r)&lt;br /&gt;
Datei:Jüngling am Goldberg (Druck 1490, 77v).jpg|200px|thumb|left|Jüngling am Goldberg (Druck 1490, 77v)&lt;br /&gt;
Datei:Fuchs und Wiesel I (Druck 1490, 80r).jpg|200px|thumb|left|Fuchs und Wiesel I (Druck 1490, 80r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Schauspieler (Druck 1490, 81r).jpg|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Druck 1490, 81r)&lt;br /&gt;
Datei:Biene und Spinne (Druck 1490, 85r).jpg|200px|thumb|left|Biene und Spinne (Druck 1490, 85r)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Wolf II (Druck 1490, 86r).jpg|200px|thumb|left|Ochse und Wolf II (Druck 1490, 86r)&lt;br /&gt;
Datei:Adler und Phönix (Druck 1490, 94v).jpg|200px|thumb|left|Adler und Phönix (Druck 1490, 94v)&lt;br /&gt;
Datei:Hund und Wolf I (Druck 1490, 96v).jpg|200px|thumb|left|Hund und Wolf I (Druck 1490, 96v)&lt;br /&gt;
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Datei:Fuchs, Wiesel und Schwein (Druck 1490, 102r).jpg|200px|thumb|left|Fuchs, Wiesel und Schwein (Druck 1490, 102r)&lt;br /&gt;
Datei:Kamel und Stiere (Druck 1490, 106r).jpg|200px|thumb|left|Kamel und Stiere (Druck 1490, 106r)&lt;br /&gt;
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&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Fabelsammlung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Franziska Hollweg</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Schmidtke,_Dietrich:_Ulrich_von_Pottenstein&amp;diff=20628</id>
		<title>Schmidtke, Dietrich: Ulrich von Pottenstein</title>
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		<updated>2022-02-01T10:35:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Franziska Hollweg: Die Seite wurde neu angelegt: „==Zitation== Schmidtke, Dietrich: Ulrich von Pottenstein, frühneuhochdeutscher österreichischer Autor. In: Lexikon des Mittelalters 8 (1997), Sp. 1200f.  ==B…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zitation==&lt;br /&gt;
Schmidtke, Dietrich: Ulrich von Pottenstein, frühneuhochdeutscher österreichischer Autor. In: Lexikon des Mittelalters 8 (1997), Sp. 1200f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
Literaturhistorische Grundinformationen zu Ulrich von Pottenstein und [[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Forschung Fabel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Franziska Hollweg</name></author>
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	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Affe_und_Spielmann_(Erz%C3%A4hlstoff)&amp;diff=20304</id>
		<title>Affe und Spielmann (Erzählstoff)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Affe_und_Spielmann_(Erz%C3%A4hlstoff)&amp;diff=20304"/>
		<updated>2021-11-29T16:20:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Franziska Hollweg: /* Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein), Nr. III, 12 (um 1408/16, nach Druck Augsburg, 1490) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Erzählstoff&lt;br /&gt;
| namen              = Affe und Spielmann&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Stoffs, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| regest             =  Der sich seiner Blöße schämende Affe erhält vom Spielmann die gewünschten Kleider, wird dafür aber angekettet und abgerichtet. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 32)&amp;lt;!--Kurzzusammenfassung des Erzählstoffs--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| fassungen          = [[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. III, 12&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der wyßheit (Sebastian Münster)]], Nr. III, 12&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]], Nr. 69&amp;lt;!--Möglichst alle Fassungen des Erzählstoffs. Bei Einzelwerken in [[Kurzzitationen]], bei Fassungen im Rahmen größerer Werke in [[Kurzzitationen]], Nr. XX, bei anonymen Handschriften und Drucken nach dem Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 32f.; [[Günthart, Romy (Hg.): Sebastian Münster, Spiegel der wyßheit]], Band 2, S. 106-108&amp;lt;!--Forschungstexte zum Erzählstoff (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
== Lateinische Version (Cyrillus, Nr. III, 12), 1. Hälfte 14. Jhd. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Tradition baut auf einer lateinischen Quelle auf (Cyrillus, Nr. III, 12 ([https://archive.org/details/diebeidenltesten00grss/page/86/mode/2up Grässe, Johann Georg Theodor (Hg.): Die beiden ältesten lateinischen Fabelbücher des Mittelalters.] Tübingen 1880, S. 87-89)). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Cyrillus: Speculum Sapientiae&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 178-182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Übersetzung&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 179-183.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
Contra eos, qui libenter suscipiunt munera.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cupida vestis simia, confusibiliter ut polluta cooperiret pudenda, cum cerneret histrionem ioco laetum, pluribus indumentis donatum, ut ea manu prodigalitatis effunderet, mox ad eum se contulit, et parata salutatione subiunxit: &amp;quot;Nescio certe, cuius instaurationis causa, tam in beneficiis mirae largitatis profusa, caudulam pudibundae vilitatis latibulum, nulli umquam invida cum sit totius bonitatis exundantissima fontana, mihi natura non dederit, sed reliquerit nudam, unde ad opulentum inops, ad liberalem egena, audacia necessitatis accurro.&amp;quot; Cui ille, leniori lingua vestis avidam mulcens: &amp;quot;Tibi&amp;quot;, inquit, &amp;quot;haec nuditas, amica, grande bonum est, cum sis rationabilibus conformior formata, non bestialiter cum cauda, sed arte quasi homo exornata humanis gaudeas opulentiis. Nimirum latent quosdam naturae beneficia, sed his diffusis grandi liberalitatis impetu repleta sunt omnia. Attamen quod flagitas, satis gratum babens sane do atque mellis favum, quod libenter devoras, superaddo.&amp;quot; Tunc simia laetanter susceptis beneficiis grata gratias agens ac nimis magnipendens, quod tam liberaliter ultra quam petierit, habuisset, cogitavit, ut in cuncta re sibi necessaria tam gratioso largitori inseparabiliter adhaereret. Cui dixit: &amp;quot;Satis quidem mea me naturaliter ad te imitandum proprietas inclinat, sed profusa tua magis attrahit benignitas; quamobrem, amice, si dignaris, servire sum paratus.&amp;quot; Mox ille: &amp;quot;Placet&amp;quot;, inquit, &amp;quot;mibi tam gratanter donata comitiva, magis tamen et bene conveniant iocus et berta. Verum ne quando fortassis dilectam te vagabundam raperet dulce malum et male computata libertas, dilectori largiter donanti necessaria, conjunctae dilectionis et servitutis liberae adhaerebis catena.&amp;quot; Quae inconsulte iam subacta donis acceptavit et stolida grandem libertatis rem non grandi munere aut callido commercio perdidit et mercatori mox se exhibuit captivandam. Irretitam ergo, natura dispositam, ludere quantocius eruditam, cupiditatis suae ludos protinus exposuit ac suis commodis atque oblectationibus alienis miseram servire coegit. Qua nimirum interdum magistro minus correspondente, aut ut puniret defectum aut impudico ludi ludibrio magis exsequeretur effectum, ab omnibus videndam nudabat, super hoc acetoso potus haustu maestificans. Tunc quidem luce confusionis ac tribulationis fellitae antidoto prudentiae oculis simiae restitutis, cum perciperet durioris patroni nunc irae nunc avaritiae se captivatam servire, ad cor reversa digestae rei sententiam talem dicitur protulisse: &amp;quot;O subornatum deceptivae cupiditatis hamum, letiferum munus, munerum naturalium ademptivum, gravissimum obligationis pignus, stulti et sapientis commercium minimum, maximum emptionis pretium, servitutis iugum, iniquitatis fermentum, captivitatis indicium, fomentum discordiarum, subversio civilitatum omniumque seminarium malorum, amatum venenum! Non immerito certe amica veritatis, aequitatis et pacis, cunctarum virtutum socia, divina lex susceptionem munerum iudicibus interdicens inquit Exodi XXIII: Munera etiam excaecant prudentes et pervertunt verba iustorum. Plane quidem elucidans, quod haec ipsa prudentiam fugant, iustitiam dissipant, intellectualis moralisque virtutis consistentiam vastant omnemque rectitudinis vitam necant. Revera muneribus excaecatus tam admirabilis Balaam periit, muneribus iudicialis sedes domus Iacob depravata liberis Samuelis Israhel in praeiudicium cecidit. Muneribus corrupto senatu dudum florido, sicut providerat princeps, ingravata murmuratione Romana gloria transivit. Etenim cum emptis iniquo munerum pretio datoribus legum fratricida ingratissimus et nequam praedo iustificatus fuit, tunc Iustitia recessit a Roma et converso ad eam vultu clamavit et dixit: &amp;quot;O urbem venalem et matrem tradituram, si inveniret emptorem!&amp;quot; Ob quas res nimirum, qui non parvis sapientia cultum virtutibus animum possederunt, magnis eo ipso laudibus sunt dignificati, quod magnorum maxima, maximae libertatis amore, munera contempserunt. Quantis enim titulis gloriae superfertur ille Diogenes, dum calcatis opibus regiis per medias libere accipientis voluntati expositas, raptas Asiae Macedonis Alexandri gazas pauper sed virtute opulentus incessit. Ita siquidem eo locupletior maiorque splenduit, quia plus fuit hoc ipsum, quod accipere noluit, quam id, quod ille dare disposuit aut possedit. Quantis autem certe laudationibus miris morum cultor Socrates extollitur, qui cum Archelai regis satis quidem magnis petebatur muneribus honorandus, respondisse fertur, nolle se ad eum venire, a quo acciperet beneficia, cum reddere illi paria non posset. Liber quippe esse voluit, dum ante reddere quam suscipere in spreto munere cogitavit. Quantisque similiter praeconiis curialitatis Romanus approbatur Fabricius, dum quadrantiae munus viro pauperi a Pyrrho rege oblatum virtute ditissimus renuit, magis eligens honestate civis liberi quam muneribus empti regis gloriositate potiri. Qua profecto re multo magis emicuit, dum rex admiratus spectabilem virum utique semper tonante laude super solem erexit dicens: &amp;quot;Ille est Fabricius, qui difficilius ab honestate quam sol a rectitudiue sui cursus averti potest.&amp;quot; Quid plura? Certe nil carius venditur ac perdibilius sumitur quam munus cupiditate volitum ac donatum.&amp;quot; Quibus diffinitis etsi non carne, ab avaritia tamen libera mente quievit et propter munera in captivitate permansit.&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
Gegen die, die gerne Geschenke erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Affe, der sich unbedingt ein Gewand wünschte, um seine beschämend schmutzige Scham zu bedecken, sah einen Schauspieler, der sich über einen Scherz freute und mit mehreren Gewändern beschenkt worden war. Er begab sich sogleich zu ihm, damit er diese mit verschwenderischer Hand austeilte, grüßte ihn und fügte hinzu: &amp;quot;Ich weiß gewiß nicht, wegen welcher Neuerung die Natur, die mit Wohltaten so großzügig und seltsam verschwenderisch und niemals gegen irgendeinen gehässig ist, da sie die überreiche Quelle alles Guten ist, mir nicht einen kleinen Schwanz als Versteck für meine beschämende Blöße gegeben, sondern mich nackt gelassen hat. Durch Not ermutigt komme ich deshalb arm zum Reichen, bedürftig zum Großzügigen.&amp;quot; Jener besänftigte ihn, der so sehr ein Gewand begehrte, mit sanfter Zunge und sagte zu ihm: &amp;quot;Diese Blöße, mein Freund, ist für dich ein großartiges Gut, weil du den Vernuftwesen ziemlich ähnlich geschaffen worden bist, nicht auf tierische Art mit einem Schwanz, sondern durch die Kunst der Natur wie ein Mensch ausgestattet dich an menschlichem Reichtum erfreust. Zweifellos sind die Wohltaten der Natur bei einigen verborgen, aber nachdem sie ausgeschüttet worden sind, ist alles von großartigem Eifer der Freigebigkeit erfüllt. Dennoch gebe ich dir, was du verlangst, weil ich tatsächlich genügend Angenehmes habe, und ich füge noch obendrein eine Wabe mit Honig dazu, den du gerne verzehrst.&amp;quot; Da dankte der Affe freudig für die erhaltenen Wohltaten und in seiner Dankbarkeit schätzte er es allzu hoch ein, daß er auf so großzügige Weise mehr als erbeten bekommen hatte, und beabsichtigte, in der ganzen für ihn notwendigen Angelegenheit dem so gnädigen Gönner untrennbar ergeben zu sein. Er sagte zu ihm: &amp;quot;Mein ganzes Wesen neigt zwar von Natur aus dazu, dich nachzuahmen, aber deine verschwenderische Großzügigkeit zieht mich noch mehr an. Wenn es dir deshalb recht ist, mein Freund, bin ich bereit, dir zu dienen.&amp;quot; Darauf sagte jener: &amp;quot;Mir gefällt eine in dankenswerter Weise geschenkte Begleitung, dennoch mögen Scherz und Affe noch mehr und gut zusammenpassen. Aber damit nicht vielleicht irgendwann ein süßes Übel und die für schlecht gehaltene Freiheit dich, den geliebten Vagabunden, entführen kann, wirst du für den Gönner, der großzügig das Notwendige schenkt, an der Kette des Liebesbundes und der freiwilligen Knechtschaft hängen.&amp;quot; Da er schon durch die Geschenke in Abhängigkeit geraten war, stimmte er, ohne zu überlegen, zu und verlor auf törichte Weise das großartige Gut der Freiheit durch ein kleines Geschenk und einen listigen Tauschhandel und bot sich alsbald dem Kaufmann als Gefangener an. Er stellte ihn also, der von Natur aus dazu geeignet war, gefesselt sofort zur Schau, nachdem er schnellstens abgerichtet worden war, die Spiele seiner Begierde zu spielen, und er zwang den Unglücklichen seinen Bequemlichkeiten und fremden Vergnügen zu dienen. Da er zweifellos manchmal weniger mit seinem Lehrer übereinstimmte, entblößte er ihn, damit er von allen gesehen wurde, entweder um einen Fehler zu bestrafen oder um durch schamlosen Spott beim Spiel mehr Wirkung zu erreichen, und stimmte ihn überdies durch den Schluck des bitteren Getränks sehr traurig. Nachdem durch das Heilmittel der Klugheit dei Augen des Affen wiederhergestellt waren, weil das Licht die Verstörung und die gallebittere Trübsal erhellt hatte, da erkannte er, daß er als Gefangener bald dem Zorn, bald der Habgier seines immer hartherzigeren Schutzherrn diente, und soll zur Einsicht zurückgekehrt folgende Meinung der Reihe nach vorgetragen haben: &amp;quot;O, du heimlich mit täuschender Gier versehener Köder, du todbringendes Geschenk, Räuber der natürlichen Gaben, äußerst beschwerliches Pfand der Verpflichtung, kleinster Handel zwischen einem Toren und einem Weisen, höchster Kaufpreis, Joch der Knechtschaft, Gärstoff der Ungerechtigkeit, Zeichen der Gefangenschaft, Zunder für Zwietracht, Vernichtung der friedlichen Gemeinschaft, Keim aller Übel, geliebtes Gift! Zu Recht verbietet das göttliche Gesetz als Freund von Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden laut Exodus 23 den Richtern die Annahme von Geschenken, indem es sagt: Geschenke verblenden sogar die Klugen und verderben die Worte der Gerechtigkeit. Es ist völlig einleuchtend, daß gerade diese die Klugheit vertreiben, die Gerechtigkeit vernichten, die Beschaffenheit der intellektuellen und moralischen Tugend zerrütten und alles richtige Handeln im Leben töten. Der so bewundernswerte Balaam ging von Geschenken verblendet wahrhaftig zugrunde, durch Geschenke verführt fiel der Sitz der Gerichtsbarkeit des Hauses Jakob zum Nachteil Israels den Kindern Samuels zu. Nachdem der einst blühende Senat durch Geschenke bestochen worden war und das Murren sich verschlimmert hatte, verging der römische Ruhm, wie der Fürst es vorhergesehen hatte. Als nämlich der völlig unbeliebte Brudermörder, Erzschurke und Räuber freigesprochen worden war, nachdem die Gesetzgeber durch einen unangemessenen Preis der Geschenke gekauft worden waren, da verließ die Gerechtigkeit Rom, und sie soll auf es zurückblickend gesagt haben: &amp;quot;Oh käufliche Stadt, sie würde sogar ihre Mutter ausliefern, wenn sie einen Käufer fände!&amp;quot; Deswegen sind zweifellos die, die einen Charakter besaßen, der durch die Weisheit von großen Tugenden geformt war, gerade mit erheblichem Lob gewürdigt worden, weil sie aus Liebe zu dem höchsten Gut der Freiheit die größten Geschenke der Großen verachtet haben. Mit welchen ruhmvollen Bezeichnungen wird nämlich jener Diogenes überhöht, der, nachdem er den königlichen Reichtum mit Füßen getreten hatte, arm, aber reich an Tugend mitten zwischen den in Asien geraubten Schätzen des Makedonen Alexander einherging, die seinem Willen offenstanden, falls er sie annehmen wollte! So glänzte er freilich umso reicher und mehr, weil die Tatsache, daß er nichts annehmen wollte, mehr bedeutete, als das, was jener als Geschenk verteilte oder besaß. Mit welchem wunderbaren Lobreden aber wird freilich Sokrates, der Freund der guten Sitten, gerühmt, der, als er mit recht großen Geschenken des Königs Archelaos umworben wurde, um geehrt zu werden, gesagt haben soll, er wolle nicht zu ihm kommen, um Wohltaten zu empfangen, da er ihm keine gleichwertigen wiedergeben könne. Er wollte natürlich ein freier Mann sein, da er bei der Ablehnung des Geschenkes eher an das Zurückgeben als an das Annehmen dachte. Und mit welchem Lobpreis auf seine Redlichkeit wird der Römer Fabricius geehrt, der es vorzog, das Ansehen eines freien Bürgers statt der Pracht eines durch Geschenke gekauften Königs zu haben, da dieser überaus tugendreiche Mann das Geschenk eines Viertels des Königreiches ablehnte, das ihm, dem armen Mann, von König Pyrrhus angeboten worden war. Sicherlich ragte er dadurch noch mehr hervor, weil jedenfalls der König voll Bewunderung den angesehenen Mann immer übermäßig lobte und ihn über die Sonne erhob, indem er sagte: &amp;quot;Jener Fabricius kann schwerer von der Redlichkeit abgebracht werden als die Sonne von der Geradlinigkeit ihrer Bahn.&amp;quot; Was weiter? Sicherlich wird nichts teurer verkauft und zum eigenen Schaden angenommen als ein Geschenk, das aus Begierde ersehnt und gegeben worden ist.&amp;quot; Nach diesen Erklärungen fand der Affe seine Ruhe, wenn auch nicht in Hinblick auf seinen Körper, sondern weil sein Geist nun frei von Habsucht war; wegen der Geschenke aber blieb er in Gefangenschaft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Deutsche Versionen==&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. III, 12 (um 1408/16, nach Druck Augsburg, 1490)===&lt;br /&gt;
Wyder die dye gerengabe nemend&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das XII Capitel&amp;amp;middot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Aff der wz des hidern teils gar ungestalt der begeret eins klaides damit er moecht sei(n) plosse scham decken&amp;amp;middot; Der sahe ein hofflichen spilman mangen hüpschen hof schimpff gar glimpflich vor aller menklich ueben / der wz hoflich geziert und geklaidt&amp;amp;middot; de(m) fueget er sich behendiklich zuo ob im der klaid(er) etwz moecht entreysen&amp;amp;middot; Den gruoßt er unnd sprache zuo im&amp;amp;middot; Fürwar ich kan nit wißsen was sach das rechter beschaiden müg gesein das dye nature die edel an irsellber ist&amp;amp;middot; und auch mit wundersamer miltikeit tausentfeltiklich begossen ist&amp;amp;middot; un(d) hie auf erden keinen dingen neidig ist gewesen&amp;amp;middot; unnd ist auch aller geitikeit ein reychflüssiger pru(n)ne /  mein so gar vergessen hatt / und mich so ploß verlassen das ich von ir nit haben mag damit ich moecht mein schwache scham bedecken&amp;amp;middot; Darumb so fleühe ich unfreyer zuo einem der gefreyett ist&amp;amp;middot; Ich jaemeriger d(er) gar dürftig ist zuo einem der gar reich ist mit genoeter türstikeit&amp;amp;middot; Do verstuond der spilman die begir des Affen die er zuo seinen klaidern het den waichet er mit linder zunge(n) un(d) sprach also&amp;amp;middot; Dein ploesse ist dyr ein grosse gab seyt du menschlicher creatur pist der gestalt vil nahend geleich geformet unnd gepildet / wann du hast nit vyhischen schwancz&amp;amp;mittot; aber der ku(n)ßt pist du gar meisterlich nach me(n)schen art geziert&amp;amp;mittot; und bist auch der über alle tier gar reych mitt den menschen&amp;amp;mittod; Nu(n) moechtestt du kein hart gehaben der sich dein moecht geleichen / wann wo vernünftige synn seind da ist d(er) hoechste adel&amp;amp;middot; Waist du nit das der ein michler teil ist den wolthaett der natur auf lange zeit gar vestiklich verporgen seind / wann aber sich die selben woltat freymuetiklich außgiessend so werde(n) natürlich werck in rechten(n) sauße erfült / yedoch daz des du pitest gewer ich dich miltiklich&amp;amp;middot;  unnd mach die gab reycher wann du pitest / wann hoenigsam den yßsestu geren des gibe ich dir gar miltikl&lt;br /&gt;
ich vil mer dann dein genuegen&amp;amp;middot; Des dancket im der Aff und lobet das sere an im das er auß miltem herczen im mer versprach zegeben dann er an in begeret het&amp;amp;middot; und verpa(n)nt sich des hinwider das er die weil er lebte von einem so milten geber nymermer wolt weychen&amp;amp;middot; Un(d) mochte auch die gelübd niemandt wendige machen&amp;amp;middot; und sprach also&amp;amp;middot; Mein natürliche aigenschaft hat mich vast darzuo genayget / das ich dir volgen&amp;amp;middot; Yedoch So zeühet mich vyl mer dein über milte guotikeit&amp;amp;middot; Darumbe meyn allerliebster freünd begerßt du des so bin ich dir zuo dienst bereite&amp;amp;middot; Do sprach der spilman zuo dez Affen&amp;amp;middot; Ein so genaemer geferte d(er) muoß mir wolgefallen&amp;amp;middot; Yedoch gefelt mir das michel bas dz ei(n) spilman und ein Aff so wol czuoeinander fuegendt&amp;amp;middot; Nun mein allerliebster Aff Seyd wir unns in freüntschaft czesamen haben verpunden so will ich dich verforgen&amp;amp;middot; Nu(n) moecht sich das wol fuegen ob du dich villeicht etwa(n) froelich woltest ermaye(n) mit wol gemeßnen springen dauon dich suesses übel gar schedlich moechte begreiffen / also das dir dein frei sprünge zuo schaden moechten ko(m)men / darumb gefelt mir wie du dich mit einer schoenen ketten laseßt umbfahen / darmit du mir lieplich werdest zuogefueget&amp;amp;middot; und dich hinfür nymermer mügeßt von mir geschaiden das noettett mich dann allzeit dz ich mit dir teil mit milter hand alles dz dz ich wege pringe&amp;amp;middot; Die red gefiele de(m) affen wol / d(er) erpot sich gar on alles bedencken de(m) schalckhafte(n) kaufman williklich in sein hend und gab sich im zefahen umb ei(n) schwachen ungeleiche(n) wechssel wann freyer muot an einem teyl gefangen seind an dem anderen ward nie geleicher wechssel Dz prueften da die milte(n) gab die im da warden verheissen&amp;amp;middot; Do er nu(n) mit der ketten nach des gaucklers willen mit sicherheyt umbfange(n) wz /da gab er im die gaglerey seiner kürczweil in kürcz zuo erkennen /der ward er palde gelert /seyt in natürlicher aige&lt;br /&gt;
nschaft darzuo behendiklich uebete Auch noetet er den schalckhafftiklich gefangenen das er de(n) kunde(n) und den froembden hoffiern muoste und gaucklen zuo luft nach seinem willen&amp;amp;middot; Wann aber des czuo stunden des nit wol willig was daz muost er gar schnaell wid(er)pri(n)gen / thaet er des nit so ward auch er genczlich von im emploeßt und muoßt groß straich leyden / Und gab im für den hoenigs am essich und pitter gallen&amp;amp;middot; Dz pitter tranck un(d) schaemliches laster die der Af leiden muoßt die taeten im die augen der verstentnuße auf&amp;amp;middot; und gaben im sein synn wider als ferr das wol erkannt wie er gefangen muoßt diene(n) nu(n) dem zorn nun d(er) schwachen geytikeit seines schwaern maisters / Do grif er in sein hercz und klaget sei(n) pittres leiden / er redt mit im selber&amp;amp;middot; unnd bedacht wz sich mit unzeitigem gelück an im hete u(m)gangen&amp;amp;middot; Unnd wie auch in u(n)heissen gab verlait heten dz er seins muotes mit fancknuß waer beraubet und sprach also&amp;amp;middot; O du verporgner und schoengezierter a(n)gel d(er) geitikeit wiewol kanstu betriege(n)&amp;amp;middot; Ich maint mir zekauffen ein deck meiner ploesse dz hate mich gefelt in scha(m) und laster Nu(n) waffen wz hab ich geta(n) mei(n) handel ist nit and(er)s dan(n) ein pfa(n)t des aller schwaeresten punds&amp;amp;middot; Ei(n) wechssel des toren mit dem weisen / das klainste gelt des groeßten kaufs&amp;amp;middot; Ein joch des schwaeresten di(n)gs&amp;amp;middot; Ein vrhab d(er) poßheit Ein vingerzaigen d(er) fencknusse Ein speiß d(er) zwayunge / ein u(m)keren d(er) rechten / ein saum aller übel / ein gift d(er) waren lieb&amp;amp;middot; Als ich das verstee so ist das nit unpillich das die liebhaberin des frides und d(er) gerechtigkeit und dye gesellin aller tugent dz goetliche recht d(er) alten ee allen richtern bei d(er) wyd u(n/m)peut (?) das sy nit gab nemen&amp;amp;middot; und spricht also&amp;amp;middot; Gab plenden die weysen / und u(m)kern dye wort d(er) gerechte(n)&amp;amp;middot; Auch pringe(n)t die selben rechten d(er) alten ee claerlich an den &lt;br /&gt;
tag wie die unrechte(n) gab die weißheit u(m)iagen die gerechtikeit zertrennen&amp;amp;middot; Sy u(m)wuesten d(er) vernünftigen und sitigen tugent wesenliche vestikeit und toettendtt schlaechtes unnd rechtes leben&amp;amp;middot; Waist man nit wie der weissag Balaam ward mit gabe geplendet&amp;amp;middot; unnd verdarb auch damit ewiklich&amp;amp;middot; Mit gabe so ward der sessel des gerichts des wirdigen hauses Jacob gancz und gar verrucket / da Samuelis fün von gab wegen verpoest wurden / da viel auch Israhel in kürcz darnach in schand und laster&amp;amp;middot; Mit gab so ward der pluende rat der hochgekroenten statt zuo Rom verkert und verruckt damit u(m)wandlet sich ir ere und ward gar vast genidert&amp;amp;middot; Wann sy was mit gab so geneczlich überwunden das alle recht ein unrechte wurden / wa(n)n einen d(er) seynes aygen pruoder toetter wz&amp;amp;middot; un(d) was ein mortlicher schacher de(n) machet gab gerecht in seinen sachen&amp;amp;middot; und da er von der stat sich schaiden wolt / do keret er dz angesicht wider gen der stat unnd schrei mit lauter stymm&amp;amp;middot; Es waere die gancz stat vayl un(d) all ir mueter pastharten zugen pern / und funden sy nun kauffer&amp;amp;middot; Vo(n) der sach wegen on allen zweifel seind die mit grossez lob gewirdiget dye nit mit klein tugente(n) der weißheyt iren wolgezierten muot besessen haben / sunder auch die d(er) groesten herrngab am meisten freyen muot zuo eren widersprachen und verschmaechten dye auff zenemen&amp;amp;middot; Ey wer kan das volsagen weliches lobes unnd auch ruomes der vest held Dyogenes für keyser un(d) künig würdig sey / darumb das er die reychen gab die seinen willen czenemen in freimuetiger miltikeit des maechtigen küniges Alexandri / geopffert und gepoten worde(n) / die trat er manlich under seyne fueß&amp;amp;middot; unnd gieng in mitte durch sein reych des goldes nacket un(d) ploß&amp;amp;middot; Damit erschein er als vil reicher und auch groesser dann d(er) künig selber was / wann dz des er begerte das was groesser und wirdenreicher dann alles dz daz der künig geben unnd besiczen mocht&amp;amp;middot; Ey wie mit lobliche(n) lob wirt der wundersam liebhaber der sitten Socrates erhebt und erhoecht / wann da er von derz gewaltigen künig Archelao in künicklicher begir gar fleissikliche(n) gebeten ward das er sich zuo im fueget das wißt er im mit reych er gab nach künicklicher wirdikeit mit milter hand zedanken d(er) gab antwnrt  er gar mit kurczen worten&amp;amp;middot; Er woelt zuo desy nymer kommen von dem er moecht woltat und  gab aufnemen seyt er im kein gleiche gab gegeben moecht&amp;amp;middot Auch wolt er gancz  frey sein&amp;amp;middot; und gedacht auch im er waere zuo geben geadelt unnd nicht zuo neme(n) / darumb verschmaecht er sein gabe&amp;amp;middot; Auch wirdet d(er) edel Roemer Fabricius mit hohem lob an manger stat gepreist&amp;amp;middot; do im der künig Pirais ein fürstenthuom zuogab der pot das er and(er) vier und(er) im het&amp;amp;middot; Dz u(m)schmaecht er in freyes adels muot / wann er wz der tugent reich und erwoelt wie er wolt vil lieber ein miter statman sein dann das er pflaeg grosser würd / darzuo in gab het gemuet / damit erschein er sichtigklich als ferr das den künig sein verwundert seins staeten muotes Des lobet er in&amp;amp;middot; und erhuob sein lob über die klaren sunnen und sprach also&amp;amp;middot; Dz ist d(er) Fabricius der so staet und vest ist / das müglich wear es tra(n)t die sunn vo(n) ire(m) lauf und u(m)wandlet den de(n)n das sich sein gerechter muot u(m)wa(n)dlet und verkert&amp;amp;middort; Wz sag ich mer es wirt nichs teürer verkauft und mit groesser verlust genommen / dann gab die geitiklich genommen und gegeben wirt&amp;amp;middot; Do das außgericht wart da nam des affen ler ein ende&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Miniaturen und gedruckte Bilder==&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affe_und_Schauspieler_(Mgf_459,_184v).png|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Mgf 459, 184v)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Schauspieler (Cgm 254, 60v).png|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Cgm 254, 60v)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Schauspieler (Cgm 340, 87r).png|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Cgm 340, 87r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Schauspieler (Cgm 9602, 71r).jpg|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Cgm 9602, 71r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Schauspieler (Egerton 1121, 119v).png|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Egerton 1121, 119v)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Schauspieler (Druck 1490, 81r).jpg|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Druck 1490, 81r)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Spielmann (Druck 1571, 237v).png|200px|thumb|left|Affe und Spielmann (Druck 1571, 237v)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwandte Erzählstoffe==&lt;br /&gt;
===[[Affe und Fuchs I (Erzählstoff)]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstgefällige Fuchs spottet über den nackten Affen, der aber betont den Wert innerer Qualitäten und zählt die Nachteile äußerer Schönheit auf. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 23)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Affe und Fuchs II (Erzählstoff)]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein angeketteter Affe brüstet sich mit seiner menschlichen Kleidung, wird aber vom Fuchs über seine Unfreiheit und geistige Armut aufgeklärt. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 24)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Fuchs und Affe II (Erzählstoff)]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Fuchs, den er um seinen schönen Schwanz beneidet, geht der Affe auf Wanderschaft und erkennt dabei am Beispiel anderer Tiere, dass der, der etwas Besonderes besitzt, den Nachstellungen der Menschen ausgesetzt ist. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 202)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Fuchs und Affe III (Erzählstoff)]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Affe bittet den Fuchs, ihm einen Teil seines langen Schwanzes zu geben, damit er seine Blöße bedecken könne; der habgierige Fuchs denkt nicht daran, mit dem Bedürftigen zu teilen. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 203)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anspielungen==&lt;br /&gt;
===Cyrillus: Speculum Sapientiae, Nr. II, 11===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Cyrillus: Speculum Sapientiae&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Übersetzung&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|Der Fuchs versucht die Hirschkuh zu überreden, sich zum Bären zu begeben, um sich Hörner geben zu lassen, und zählt in diesem Zusammenhang die Vorzüge anderer Tiere auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Aut forte livoris nescia quaedam reliquit arti natura. Simia quidem suppletiva arte induitur et magisterio aurum et argentum politur.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Vgl. Affe und Spielmann: &#039;&#039;Irretitam ergo, natura dispositam, ludere quantocius eruditam, cupiditatis suae ludos protinus exposuit ac suis commodis atque oblectationibus alienis miseram servire coegit.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Oder aber die Natur hat neidlos der Geschicklichkeit Spielraum gegeben. Der Affe ist allerdings mit einer zusätzlichen Geschicklichkeit ausgestattet, Gold und Silber werden durch Meisterschaft geglättet.)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Vgl. Affe und Spielmann: Er stellte ihn also, der von Natur aus dazu geeignet war, gefesselt sofort zur Schau, nachdem er schnellstens abgerichtet worden war, die Spiele seiner Begierde zu spielen, und er zwang den Unglücklichen seinen Bequemlichkeiten und fremden Vergnügen zu dienen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Cyrillus: Speculum Sapientiae, Nr. II, 20===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Cyrillus: Speculum Sapientiae&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 122&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Übersetzung&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|Der Fuchs verspottet den Affen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Numquid naturae opulentis in te tantum defecerunt divitiae, ut debitum natibus indumentum ac nobili animae correspondentem pellem tribuere non valeret? Aut certe si te cum homine induendam arte dimiserit, hoc cum acciderit, necesse est, ut capta sis.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Hat dich der Reichtum der wohlhabenden Natur so sehr in Stich gelassen, daß sie dir die notwendige Bedeckung für dein Hinterteil und ein Fell, das einem edlen Geist ansteht, nicht geben konnte? Und wenn sie dich wie den Menschen mit der handwerklichen Geschicklichkeit, dich zu bekleiden, entlassen hätte, wärest du sicher gefangen worden, wenn dies geschehen wäre.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. II, 11===&lt;br /&gt;
Die Handlung ist analog zu Cyrill II, 11 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wann du sihest wol wie der ungestalt Aff vo(n) natur hinden und vornen mit maisterschaft beklaidet un(d) geziert wirt Auch werde(n) silber und gold un(d) edel gestain mit maisterschafft gepoliert und durchfein.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. II, 20===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlung ist analog zu Cyrill II, 20 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ey sage mir wye werden der gar vollkommen natur überflüssige reichtu(m)b so gar gepraestenlich an dir gesehen dz sy weder deiner scham zymliche claider noch deiner claren unnd edlen sel nicht miltigklichen gegeben hat ein obdach eins rauhen pelglins des doch den beide(n) ein notdurft waer. Hat sy daz nit vermügt so ist auch sy gebraest enlich. Hat aber sy das mügen thuon un(d) hat das woellen nichtt gehebtt so ist auch sy deinem jaemerigen potich in grossez genaere neidig gewesen. Es waer dan(n) eins daran das sy synnreycher kunst verlassen het ob du vonn dem menschen soltest beklayset werden. waere dem also so waere aber genaerde dabey. wann we(n)n das an dir geschaehe so mueßtest auch du gefangen sein.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. II, 29===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Waldesel (Cgm 340, 62r).png|200px|thumb|left|Affe und Waldesel (Cgm 340, 62r)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. III, 9===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs II (Cgm 254, 57r).png|200px|thumb|left|Affe und Fuchs II (Cgm 254, 57r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs II (Cgm 340, 81r).png|200px|thumb|left|Affe und Fuchs II (Cgm 340, 81r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs II (Cgm 9602, 67v).jpg|200px|thumb|left|Affe und Fuchs II (Cgm 9602, 67v)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs II (Druck 1490, 76r).jpg|200px|thumb|left|Affe und Fuchs II (Druck 1490, 76r)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Spiegel der wyßheit (Sebastian Münster)]], Nr. II, 11===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlung ist analog zu Cyrill II, 11 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Man woelt dan(n) sagen das die natur die niemant hessig ist / etwas der kluogheit verlassen hab / wie dan(n) auch der Aff sich uß kunst bekleiden kan(n) / und dz golt und silber wirt balirt uß sin(n)richeit.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Spiegel der wyßheit (Sebastian Münster)]], Nr. II, 20===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlung ist analog zu Cyrill II, 20 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wie kumpt es das die rych natur dir nit geben hat kleydung zuo bedecken dyn hindern / und ein hut die glich genieß wer diner edle(n) selen Oder hat sy dich dem me(n)schen verlassen von im zuo bekleidt werde(n) / so folgt daruß / das du von dem me(n)schen gefangen muost syn.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]], Nr. 38===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlung ist analog zu Cyrill II, 11 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das sich aus Kunst der Aff fein kan /&amp;lt;br /&amp;gt;Beklaiden / deßgleichen sicht man.&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Gold und Silber bringt ain glantz /&amp;lt;br /&amp;gt;Auß Sinnlichhait und Kluoghait gantz.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]], Nr. 47===&lt;br /&gt;
Die Handlung ist analog zu Cyrill II, 20 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Und sprach zuo jm es wundert mich /&amp;lt;br /&amp;gt;Das doch nit hat begabet dich&amp;lt;br /&amp;gt;Die kluog Natur das du mit hail / &amp;lt;br /&amp;gt;Moechtest decken dein hindren thail. &amp;lt;br /&amp;gt;Oder hat Sy es darumb thon /&amp;lt;br /&amp;gt;Das dich der Mensch beklaide schon.&amp;lt;br /&amp;gt;So volgt darauß das du mit pein /&amp;lt;br /&amp;gt;Muost des Menschen gefangner sein.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Fabel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Franziska Hollweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Affe_und_Spielmann_(Erz%C3%A4hlstoff)&amp;diff=20303</id>
		<title>Affe und Spielmann (Erzählstoff)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Affe_und_Spielmann_(Erz%C3%A4hlstoff)&amp;diff=20303"/>
		<updated>2021-11-29T16:20:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Franziska Hollweg: /* Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein), Nr. III, 12 (um 1408/16, nach Druck Augsburg, 1490) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Erzählstoff&lt;br /&gt;
| namen              = Affe und Spielmann&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Stoffs, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| regest             =  Der sich seiner Blöße schämende Affe erhält vom Spielmann die gewünschten Kleider, wird dafür aber angekettet und abgerichtet. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 32)&amp;lt;!--Kurzzusammenfassung des Erzählstoffs--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| fassungen          = [[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. III, 12&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der wyßheit (Sebastian Münster)]], Nr. III, 12&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]], Nr. 69&amp;lt;!--Möglichst alle Fassungen des Erzählstoffs. Bei Einzelwerken in [[Kurzzitationen]], bei Fassungen im Rahmen größerer Werke in [[Kurzzitationen]], Nr. XX, bei anonymen Handschriften und Drucken nach dem Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 32f.; [[Günthart, Romy (Hg.): Sebastian Münster, Spiegel der wyßheit]], Band 2, S. 106-108&amp;lt;!--Forschungstexte zum Erzählstoff (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
== Lateinische Version (Cyrillus, Nr. III, 12), 1. Hälfte 14. Jhd. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Tradition baut auf einer lateinischen Quelle auf (Cyrillus, Nr. III, 12 ([https://archive.org/details/diebeidenltesten00grss/page/86/mode/2up Grässe, Johann Georg Theodor (Hg.): Die beiden ältesten lateinischen Fabelbücher des Mittelalters.] Tübingen 1880, S. 87-89)). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Cyrillus: Speculum Sapientiae&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 178-182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Übersetzung&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 179-183.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
Contra eos, qui libenter suscipiunt munera.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cupida vestis simia, confusibiliter ut polluta cooperiret pudenda, cum cerneret histrionem ioco laetum, pluribus indumentis donatum, ut ea manu prodigalitatis effunderet, mox ad eum se contulit, et parata salutatione subiunxit: &amp;quot;Nescio certe, cuius instaurationis causa, tam in beneficiis mirae largitatis profusa, caudulam pudibundae vilitatis latibulum, nulli umquam invida cum sit totius bonitatis exundantissima fontana, mihi natura non dederit, sed reliquerit nudam, unde ad opulentum inops, ad liberalem egena, audacia necessitatis accurro.&amp;quot; Cui ille, leniori lingua vestis avidam mulcens: &amp;quot;Tibi&amp;quot;, inquit, &amp;quot;haec nuditas, amica, grande bonum est, cum sis rationabilibus conformior formata, non bestialiter cum cauda, sed arte quasi homo exornata humanis gaudeas opulentiis. Nimirum latent quosdam naturae beneficia, sed his diffusis grandi liberalitatis impetu repleta sunt omnia. Attamen quod flagitas, satis gratum babens sane do atque mellis favum, quod libenter devoras, superaddo.&amp;quot; Tunc simia laetanter susceptis beneficiis grata gratias agens ac nimis magnipendens, quod tam liberaliter ultra quam petierit, habuisset, cogitavit, ut in cuncta re sibi necessaria tam gratioso largitori inseparabiliter adhaereret. Cui dixit: &amp;quot;Satis quidem mea me naturaliter ad te imitandum proprietas inclinat, sed profusa tua magis attrahit benignitas; quamobrem, amice, si dignaris, servire sum paratus.&amp;quot; Mox ille: &amp;quot;Placet&amp;quot;, inquit, &amp;quot;mibi tam gratanter donata comitiva, magis tamen et bene conveniant iocus et berta. Verum ne quando fortassis dilectam te vagabundam raperet dulce malum et male computata libertas, dilectori largiter donanti necessaria, conjunctae dilectionis et servitutis liberae adhaerebis catena.&amp;quot; Quae inconsulte iam subacta donis acceptavit et stolida grandem libertatis rem non grandi munere aut callido commercio perdidit et mercatori mox se exhibuit captivandam. Irretitam ergo, natura dispositam, ludere quantocius eruditam, cupiditatis suae ludos protinus exposuit ac suis commodis atque oblectationibus alienis miseram servire coegit. Qua nimirum interdum magistro minus correspondente, aut ut puniret defectum aut impudico ludi ludibrio magis exsequeretur effectum, ab omnibus videndam nudabat, super hoc acetoso potus haustu maestificans. Tunc quidem luce confusionis ac tribulationis fellitae antidoto prudentiae oculis simiae restitutis, cum perciperet durioris patroni nunc irae nunc avaritiae se captivatam servire, ad cor reversa digestae rei sententiam talem dicitur protulisse: &amp;quot;O subornatum deceptivae cupiditatis hamum, letiferum munus, munerum naturalium ademptivum, gravissimum obligationis pignus, stulti et sapientis commercium minimum, maximum emptionis pretium, servitutis iugum, iniquitatis fermentum, captivitatis indicium, fomentum discordiarum, subversio civilitatum omniumque seminarium malorum, amatum venenum! Non immerito certe amica veritatis, aequitatis et pacis, cunctarum virtutum socia, divina lex susceptionem munerum iudicibus interdicens inquit Exodi XXIII: Munera etiam excaecant prudentes et pervertunt verba iustorum. Plane quidem elucidans, quod haec ipsa prudentiam fugant, iustitiam dissipant, intellectualis moralisque virtutis consistentiam vastant omnemque rectitudinis vitam necant. Revera muneribus excaecatus tam admirabilis Balaam periit, muneribus iudicialis sedes domus Iacob depravata liberis Samuelis Israhel in praeiudicium cecidit. Muneribus corrupto senatu dudum florido, sicut providerat princeps, ingravata murmuratione Romana gloria transivit. Etenim cum emptis iniquo munerum pretio datoribus legum fratricida ingratissimus et nequam praedo iustificatus fuit, tunc Iustitia recessit a Roma et converso ad eam vultu clamavit et dixit: &amp;quot;O urbem venalem et matrem tradituram, si inveniret emptorem!&amp;quot; Ob quas res nimirum, qui non parvis sapientia cultum virtutibus animum possederunt, magnis eo ipso laudibus sunt dignificati, quod magnorum maxima, maximae libertatis amore, munera contempserunt. Quantis enim titulis gloriae superfertur ille Diogenes, dum calcatis opibus regiis per medias libere accipientis voluntati expositas, raptas Asiae Macedonis Alexandri gazas pauper sed virtute opulentus incessit. Ita siquidem eo locupletior maiorque splenduit, quia plus fuit hoc ipsum, quod accipere noluit, quam id, quod ille dare disposuit aut possedit. Quantis autem certe laudationibus miris morum cultor Socrates extollitur, qui cum Archelai regis satis quidem magnis petebatur muneribus honorandus, respondisse fertur, nolle se ad eum venire, a quo acciperet beneficia, cum reddere illi paria non posset. Liber quippe esse voluit, dum ante reddere quam suscipere in spreto munere cogitavit. Quantisque similiter praeconiis curialitatis Romanus approbatur Fabricius, dum quadrantiae munus viro pauperi a Pyrrho rege oblatum virtute ditissimus renuit, magis eligens honestate civis liberi quam muneribus empti regis gloriositate potiri. Qua profecto re multo magis emicuit, dum rex admiratus spectabilem virum utique semper tonante laude super solem erexit dicens: &amp;quot;Ille est Fabricius, qui difficilius ab honestate quam sol a rectitudiue sui cursus averti potest.&amp;quot; Quid plura? Certe nil carius venditur ac perdibilius sumitur quam munus cupiditate volitum ac donatum.&amp;quot; Quibus diffinitis etsi non carne, ab avaritia tamen libera mente quievit et propter munera in captivitate permansit.&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
Gegen die, die gerne Geschenke erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Affe, der sich unbedingt ein Gewand wünschte, um seine beschämend schmutzige Scham zu bedecken, sah einen Schauspieler, der sich über einen Scherz freute und mit mehreren Gewändern beschenkt worden war. Er begab sich sogleich zu ihm, damit er diese mit verschwenderischer Hand austeilte, grüßte ihn und fügte hinzu: &amp;quot;Ich weiß gewiß nicht, wegen welcher Neuerung die Natur, die mit Wohltaten so großzügig und seltsam verschwenderisch und niemals gegen irgendeinen gehässig ist, da sie die überreiche Quelle alles Guten ist, mir nicht einen kleinen Schwanz als Versteck für meine beschämende Blöße gegeben, sondern mich nackt gelassen hat. Durch Not ermutigt komme ich deshalb arm zum Reichen, bedürftig zum Großzügigen.&amp;quot; Jener besänftigte ihn, der so sehr ein Gewand begehrte, mit sanfter Zunge und sagte zu ihm: &amp;quot;Diese Blöße, mein Freund, ist für dich ein großartiges Gut, weil du den Vernuftwesen ziemlich ähnlich geschaffen worden bist, nicht auf tierische Art mit einem Schwanz, sondern durch die Kunst der Natur wie ein Mensch ausgestattet dich an menschlichem Reichtum erfreust. Zweifellos sind die Wohltaten der Natur bei einigen verborgen, aber nachdem sie ausgeschüttet worden sind, ist alles von großartigem Eifer der Freigebigkeit erfüllt. Dennoch gebe ich dir, was du verlangst, weil ich tatsächlich genügend Angenehmes habe, und ich füge noch obendrein eine Wabe mit Honig dazu, den du gerne verzehrst.&amp;quot; Da dankte der Affe freudig für die erhaltenen Wohltaten und in seiner Dankbarkeit schätzte er es allzu hoch ein, daß er auf so großzügige Weise mehr als erbeten bekommen hatte, und beabsichtigte, in der ganzen für ihn notwendigen Angelegenheit dem so gnädigen Gönner untrennbar ergeben zu sein. Er sagte zu ihm: &amp;quot;Mein ganzes Wesen neigt zwar von Natur aus dazu, dich nachzuahmen, aber deine verschwenderische Großzügigkeit zieht mich noch mehr an. Wenn es dir deshalb recht ist, mein Freund, bin ich bereit, dir zu dienen.&amp;quot; Darauf sagte jener: &amp;quot;Mir gefällt eine in dankenswerter Weise geschenkte Begleitung, dennoch mögen Scherz und Affe noch mehr und gut zusammenpassen. Aber damit nicht vielleicht irgendwann ein süßes Übel und die für schlecht gehaltene Freiheit dich, den geliebten Vagabunden, entführen kann, wirst du für den Gönner, der großzügig das Notwendige schenkt, an der Kette des Liebesbundes und der freiwilligen Knechtschaft hängen.&amp;quot; Da er schon durch die Geschenke in Abhängigkeit geraten war, stimmte er, ohne zu überlegen, zu und verlor auf törichte Weise das großartige Gut der Freiheit durch ein kleines Geschenk und einen listigen Tauschhandel und bot sich alsbald dem Kaufmann als Gefangener an. Er stellte ihn also, der von Natur aus dazu geeignet war, gefesselt sofort zur Schau, nachdem er schnellstens abgerichtet worden war, die Spiele seiner Begierde zu spielen, und er zwang den Unglücklichen seinen Bequemlichkeiten und fremden Vergnügen zu dienen. Da er zweifellos manchmal weniger mit seinem Lehrer übereinstimmte, entblößte er ihn, damit er von allen gesehen wurde, entweder um einen Fehler zu bestrafen oder um durch schamlosen Spott beim Spiel mehr Wirkung zu erreichen, und stimmte ihn überdies durch den Schluck des bitteren Getränks sehr traurig. Nachdem durch das Heilmittel der Klugheit dei Augen des Affen wiederhergestellt waren, weil das Licht die Verstörung und die gallebittere Trübsal erhellt hatte, da erkannte er, daß er als Gefangener bald dem Zorn, bald der Habgier seines immer hartherzigeren Schutzherrn diente, und soll zur Einsicht zurückgekehrt folgende Meinung der Reihe nach vorgetragen haben: &amp;quot;O, du heimlich mit täuschender Gier versehener Köder, du todbringendes Geschenk, Räuber der natürlichen Gaben, äußerst beschwerliches Pfand der Verpflichtung, kleinster Handel zwischen einem Toren und einem Weisen, höchster Kaufpreis, Joch der Knechtschaft, Gärstoff der Ungerechtigkeit, Zeichen der Gefangenschaft, Zunder für Zwietracht, Vernichtung der friedlichen Gemeinschaft, Keim aller Übel, geliebtes Gift! Zu Recht verbietet das göttliche Gesetz als Freund von Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden laut Exodus 23 den Richtern die Annahme von Geschenken, indem es sagt: Geschenke verblenden sogar die Klugen und verderben die Worte der Gerechtigkeit. Es ist völlig einleuchtend, daß gerade diese die Klugheit vertreiben, die Gerechtigkeit vernichten, die Beschaffenheit der intellektuellen und moralischen Tugend zerrütten und alles richtige Handeln im Leben töten. Der so bewundernswerte Balaam ging von Geschenken verblendet wahrhaftig zugrunde, durch Geschenke verführt fiel der Sitz der Gerichtsbarkeit des Hauses Jakob zum Nachteil Israels den Kindern Samuels zu. Nachdem der einst blühende Senat durch Geschenke bestochen worden war und das Murren sich verschlimmert hatte, verging der römische Ruhm, wie der Fürst es vorhergesehen hatte. Als nämlich der völlig unbeliebte Brudermörder, Erzschurke und Räuber freigesprochen worden war, nachdem die Gesetzgeber durch einen unangemessenen Preis der Geschenke gekauft worden waren, da verließ die Gerechtigkeit Rom, und sie soll auf es zurückblickend gesagt haben: &amp;quot;Oh käufliche Stadt, sie würde sogar ihre Mutter ausliefern, wenn sie einen Käufer fände!&amp;quot; Deswegen sind zweifellos die, die einen Charakter besaßen, der durch die Weisheit von großen Tugenden geformt war, gerade mit erheblichem Lob gewürdigt worden, weil sie aus Liebe zu dem höchsten Gut der Freiheit die größten Geschenke der Großen verachtet haben. Mit welchen ruhmvollen Bezeichnungen wird nämlich jener Diogenes überhöht, der, nachdem er den königlichen Reichtum mit Füßen getreten hatte, arm, aber reich an Tugend mitten zwischen den in Asien geraubten Schätzen des Makedonen Alexander einherging, die seinem Willen offenstanden, falls er sie annehmen wollte! So glänzte er freilich umso reicher und mehr, weil die Tatsache, daß er nichts annehmen wollte, mehr bedeutete, als das, was jener als Geschenk verteilte oder besaß. Mit welchem wunderbaren Lobreden aber wird freilich Sokrates, der Freund der guten Sitten, gerühmt, der, als er mit recht großen Geschenken des Königs Archelaos umworben wurde, um geehrt zu werden, gesagt haben soll, er wolle nicht zu ihm kommen, um Wohltaten zu empfangen, da er ihm keine gleichwertigen wiedergeben könne. Er wollte natürlich ein freier Mann sein, da er bei der Ablehnung des Geschenkes eher an das Zurückgeben als an das Annehmen dachte. Und mit welchem Lobpreis auf seine Redlichkeit wird der Römer Fabricius geehrt, der es vorzog, das Ansehen eines freien Bürgers statt der Pracht eines durch Geschenke gekauften Königs zu haben, da dieser überaus tugendreiche Mann das Geschenk eines Viertels des Königreiches ablehnte, das ihm, dem armen Mann, von König Pyrrhus angeboten worden war. Sicherlich ragte er dadurch noch mehr hervor, weil jedenfalls der König voll Bewunderung den angesehenen Mann immer übermäßig lobte und ihn über die Sonne erhob, indem er sagte: &amp;quot;Jener Fabricius kann schwerer von der Redlichkeit abgebracht werden als die Sonne von der Geradlinigkeit ihrer Bahn.&amp;quot; Was weiter? Sicherlich wird nichts teurer verkauft und zum eigenen Schaden angenommen als ein Geschenk, das aus Begierde ersehnt und gegeben worden ist.&amp;quot; Nach diesen Erklärungen fand der Affe seine Ruhe, wenn auch nicht in Hinblick auf seinen Körper, sondern weil sein Geist nun frei von Habsucht war; wegen der Geschenke aber blieb er in Gefangenschaft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Deutsche Versionen==&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. III, 12 (um 1408/16, nach Druck Augsburg, 1490)===&lt;br /&gt;
Wyder die dye gerengabe nemend&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
Das XII Capitel%middot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Aff der wz des hidern teils gar ungestalt der begeret eins klaides damit er moecht sei(n) plosse scham decken&amp;amp;middot; Der sahe ein hofflichen spilman mangen hüpschen hof schimpff gar glimpflich vor aller menklich ueben / der wz hoflich geziert und geklaidt&amp;amp;middot; de(m) fueget er sich behendiklich zuo ob im der klaid(er) etwz moecht entreysen&amp;amp;middot; Den gruoßt er unnd sprache zuo im&amp;amp;middot; Fürwar ich kan nit wißsen was sach das rechter beschaiden müg gesein das dye nature die edel an irsellber ist&amp;amp;middot; und auch mit wundersamer miltikeit tausentfeltiklich begossen ist&amp;amp;middot; un(d) hie auf erden keinen dingen neidig ist gewesen&amp;amp;middot; unnd ist auch aller geitikeit ein reychflüssiger pru(n)ne /  mein so gar vergessen hatt / und mich so ploß verlassen das ich von ir nit haben mag damit ich moecht mein schwache scham bedecken&amp;amp;middot; Darumb so fleühe ich unfreyer zuo einem der gefreyett ist&amp;amp;middot; Ich jaemeriger d(er) gar dürftig ist zuo einem der gar reich ist mit genoeter türstikeit&amp;amp;middot; Do verstuond der spilman die begir des Affen die er zuo seinen klaidern het den waichet er mit linder zunge(n) un(d) sprach also&amp;amp;middot; Dein ploesse ist dyr ein grosse gab seyt du menschlicher creatur pist der gestalt vil nahend geleich geformet unnd gepildet / wann du hast nit vyhischen schwancz&amp;amp;mittot; aber der ku(n)ßt pist du gar meisterlich nach me(n)schen art geziert&amp;amp;mittot; und bist auch der über alle tier gar reych mitt den menschen&amp;amp;mittod; Nu(n) moechtestt du kein hart gehaben der sich dein moecht geleichen / wann wo vernünftige synn seind da ist d(er) hoechste adel&amp;amp;middot; Waist du nit das der ein michler teil ist den wolthaett der natur auf lange zeit gar vestiklich verporgen seind / wann aber sich die selben woltat freymuetiklich außgiessend so werde(n) natürlich werck in rechten(n) sauße erfült / yedoch daz des du pitest gewer ich dich miltiklich&amp;amp;middot;  unnd mach die gab reycher wann du pitest / wann hoenigsam den yßsestu geren des gibe ich dir gar miltikl&lt;br /&gt;
ich vil mer dann dein genuegen&amp;amp;middot; Des dancket im der Aff und lobet das sere an im das er auß miltem herczen im mer versprach zegeben dann er an in begeret het&amp;amp;middot; und verpa(n)nt sich des hinwider das er die weil er lebte von einem so milten geber nymermer wolt weychen&amp;amp;middot; Un(d) mochte auch die gelübd niemandt wendige machen&amp;amp;middot; und sprach also&amp;amp;middot; Mein natürliche aigenschaft hat mich vast darzuo genayget / das ich dir volgen&amp;amp;middot; Yedoch So zeühet mich vyl mer dein über milte guotikeit&amp;amp;middot; Darumbe meyn allerliebster freünd begerßt du des so bin ich dir zuo dienst bereite&amp;amp;middot; Do sprach der spilman zuo dez Affen&amp;amp;middot; Ein so genaemer geferte d(er) muoß mir wolgefallen&amp;amp;middot; Yedoch gefelt mir das michel bas dz ei(n) spilman und ein Aff so wol czuoeinander fuegendt&amp;amp;middot; Nun mein allerliebster Aff Seyd wir unns in freüntschaft czesamen haben verpunden so will ich dich verforgen&amp;amp;middot; Nu(n) moecht sich das wol fuegen ob du dich villeicht etwa(n) froelich woltest ermaye(n) mit wol gemeßnen springen dauon dich suesses übel gar schedlich moechte begreiffen / also das dir dein frei sprünge zuo schaden moechten ko(m)men / darumb gefelt mir wie du dich mit einer schoenen ketten laseßt umbfahen / darmit du mir lieplich werdest zuogefueget&amp;amp;middot; und dich hinfür nymermer mügeßt von mir geschaiden das noettett mich dann allzeit dz ich mit dir teil mit milter hand alles dz dz ich wege pringe&amp;amp;middot; Die red gefiele de(m) affen wol / d(er) erpot sich gar on alles bedencken de(m) schalckhafte(n) kaufman williklich in sein hend und gab sich im zefahen umb ei(n) schwachen ungeleiche(n) wechssel wann freyer muot an einem teyl gefangen seind an dem anderen ward nie geleicher wechssel Dz prueften da die milte(n) gab die im da warden verheissen&amp;amp;middot; Do er nu(n) mit der ketten nach des gaucklers willen mit sicherheyt umbfange(n) wz /da gab er im die gaglerey seiner kürczweil in kürcz zuo erkennen /der ward er palde gelert /seyt in natürlicher aige&lt;br /&gt;
nschaft darzuo behendiklich uebete Auch noetet er den schalckhafftiklich gefangenen das er de(n) kunde(n) und den froembden hoffiern muoste und gaucklen zuo luft nach seinem willen&amp;amp;middot; Wann aber des czuo stunden des nit wol willig was daz muost er gar schnaell wid(er)pri(n)gen / thaet er des nit so ward auch er genczlich von im emploeßt und muoßt groß straich leyden / Und gab im für den hoenigs am essich und pitter gallen&amp;amp;middot; Dz pitter tranck un(d) schaemliches laster die der Af leiden muoßt die taeten im die augen der verstentnuße auf&amp;amp;middot; und gaben im sein synn wider als ferr das wol erkannt wie er gefangen muoßt diene(n) nu(n) dem zorn nun d(er) schwachen geytikeit seines schwaern maisters / Do grif er in sein hercz und klaget sei(n) pittres leiden / er redt mit im selber&amp;amp;middot; unnd bedacht wz sich mit unzeitigem gelück an im hete u(m)gangen&amp;amp;middot; Unnd wie auch in u(n)heissen gab verlait heten dz er seins muotes mit fancknuß waer beraubet und sprach also&amp;amp;middot; O du verporgner und schoengezierter a(n)gel d(er) geitikeit wiewol kanstu betriege(n)&amp;amp;middot; Ich maint mir zekauffen ein deck meiner ploesse dz hate mich gefelt in scha(m) und laster Nu(n) waffen wz hab ich geta(n) mei(n) handel ist nit and(er)s dan(n) ein pfa(n)t des aller schwaeresten punds&amp;amp;middot; Ei(n) wechssel des toren mit dem weisen / das klainste gelt des groeßten kaufs&amp;amp;middot; Ein joch des schwaeresten di(n)gs&amp;amp;middot; Ein vrhab d(er) poßheit Ein vingerzaigen d(er) fencknusse Ein speiß d(er) zwayunge / ein u(m)keren d(er) rechten / ein saum aller übel / ein gift d(er) waren lieb&amp;amp;middot; Als ich das verstee so ist das nit unpillich das die liebhaberin des frides und d(er) gerechtigkeit und dye gesellin aller tugent dz goetliche recht d(er) alten ee allen richtern bei d(er) wyd u(n/m)peut (?) das sy nit gab nemen&amp;amp;middot; und spricht also&amp;amp;middot; Gab plenden die weysen / und u(m)kern dye wort d(er) gerechte(n)&amp;amp;middot; Auch pringe(n)t die selben rechten d(er) alten ee claerlich an den &lt;br /&gt;
tag wie die unrechte(n) gab die weißheit u(m)iagen die gerechtikeit zertrennen&amp;amp;middot; Sy u(m)wuesten d(er) vernünftigen und sitigen tugent wesenliche vestikeit und toettendtt schlaechtes unnd rechtes leben&amp;amp;middot; Waist man nit wie der weissag Balaam ward mit gabe geplendet&amp;amp;middot; unnd verdarb auch damit ewiklich&amp;amp;middot; Mit gabe so ward der sessel des gerichts des wirdigen hauses Jacob gancz und gar verrucket / da Samuelis fün von gab wegen verpoest wurden / da viel auch Israhel in kürcz darnach in schand und laster&amp;amp;middot; Mit gab so ward der pluende rat der hochgekroenten statt zuo Rom verkert und verruckt damit u(m)wandlet sich ir ere und ward gar vast genidert&amp;amp;middot; Wann sy was mit gab so geneczlich überwunden das alle recht ein unrechte wurden / wa(n)n einen d(er) seynes aygen pruoder toetter wz&amp;amp;middot; un(d) was ein mortlicher schacher de(n) machet gab gerecht in seinen sachen&amp;amp;middot; und da er von der stat sich schaiden wolt / do keret er dz angesicht wider gen der stat unnd schrei mit lauter stymm&amp;amp;middot; Es waere die gancz stat vayl un(d) all ir mueter pastharten zugen pern / und funden sy nun kauffer&amp;amp;middot; Vo(n) der sach wegen on allen zweifel seind die mit grossez lob gewirdiget dye nit mit klein tugente(n) der weißheyt iren wolgezierten muot besessen haben / sunder auch die d(er) groesten herrngab am meisten freyen muot zuo eren widersprachen und verschmaechten dye auff zenemen&amp;amp;middot; Ey wer kan das volsagen weliches lobes unnd auch ruomes der vest held Dyogenes für keyser un(d) künig würdig sey / darumb das er die reychen gab die seinen willen czenemen in freimuetiger miltikeit des maechtigen küniges Alexandri / geopffert und gepoten worde(n) / die trat er manlich under seyne fueß&amp;amp;middot; unnd gieng in mitte durch sein reych des goldes nacket un(d) ploß&amp;amp;middot; Damit erschein er als vil reicher und auch groesser dann d(er) künig selber was / wann dz des er begerte das was groesser und wirdenreicher dann alles dz daz der künig geben unnd besiczen mocht&amp;amp;middot; Ey wie mit lobliche(n) lob wirt der wundersam liebhaber der sitten Socrates erhebt und erhoecht / wann da er von derz gewaltigen künig Archelao in künicklicher begir gar fleissikliche(n) gebeten ward das er sich zuo im fueget das wißt er im mit reych er gab nach künicklicher wirdikeit mit milter hand zedanken d(er) gab antwnrt  er gar mit kurczen worten&amp;amp;middot; Er woelt zuo desy nymer kommen von dem er moecht woltat und  gab aufnemen seyt er im kein gleiche gab gegeben moecht&amp;amp;middot Auch wolt er gancz  frey sein&amp;amp;middot; und gedacht auch im er waere zuo geben geadelt unnd nicht zuo neme(n) / darumb verschmaecht er sein gabe&amp;amp;middot; Auch wirdet d(er) edel Roemer Fabricius mit hohem lob an manger stat gepreist&amp;amp;middot; do im der künig Pirais ein fürstenthuom zuogab der pot das er and(er) vier und(er) im het&amp;amp;middot; Dz u(m)schmaecht er in freyes adels muot / wann er wz der tugent reich und erwoelt wie er wolt vil lieber ein miter statman sein dann das er pflaeg grosser würd / darzuo in gab het gemuet / damit erschein er sichtigklich als ferr das den künig sein verwundert seins staeten muotes Des lobet er in&amp;amp;middot; und erhuob sein lob über die klaren sunnen und sprach also&amp;amp;middot; Dz ist d(er) Fabricius der so staet und vest ist / das müglich wear es tra(n)t die sunn vo(n) ire(m) lauf und u(m)wandlet den de(n)n das sich sein gerechter muot u(m)wa(n)dlet und verkert&amp;amp;middort; Wz sag ich mer es wirt nichs teürer verkauft und mit groesser verlust genommen / dann gab die geitiklich genommen und gegeben wirt&amp;amp;middot; Do das außgericht wart da nam des affen ler ein ende&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Miniaturen und gedruckte Bilder==&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affe_und_Schauspieler_(Mgf_459,_184v).png|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Mgf 459, 184v)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Schauspieler (Cgm 254, 60v).png|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Cgm 254, 60v)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Schauspieler (Cgm 340, 87r).png|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Cgm 340, 87r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Schauspieler (Cgm 9602, 71r).jpg|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Cgm 9602, 71r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Schauspieler (Egerton 1121, 119v).png|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Egerton 1121, 119v)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Schauspieler (Druck 1490, 81r).jpg|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Druck 1490, 81r)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Spielmann (Druck 1571, 237v).png|200px|thumb|left|Affe und Spielmann (Druck 1571, 237v)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwandte Erzählstoffe==&lt;br /&gt;
===[[Affe und Fuchs I (Erzählstoff)]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstgefällige Fuchs spottet über den nackten Affen, der aber betont den Wert innerer Qualitäten und zählt die Nachteile äußerer Schönheit auf. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 23)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Affe und Fuchs II (Erzählstoff)]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein angeketteter Affe brüstet sich mit seiner menschlichen Kleidung, wird aber vom Fuchs über seine Unfreiheit und geistige Armut aufgeklärt. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 24)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Fuchs und Affe II (Erzählstoff)]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Fuchs, den er um seinen schönen Schwanz beneidet, geht der Affe auf Wanderschaft und erkennt dabei am Beispiel anderer Tiere, dass der, der etwas Besonderes besitzt, den Nachstellungen der Menschen ausgesetzt ist. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 202)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Fuchs und Affe III (Erzählstoff)]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Affe bittet den Fuchs, ihm einen Teil seines langen Schwanzes zu geben, damit er seine Blöße bedecken könne; der habgierige Fuchs denkt nicht daran, mit dem Bedürftigen zu teilen. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 203)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anspielungen==&lt;br /&gt;
===Cyrillus: Speculum Sapientiae, Nr. II, 11===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Cyrillus: Speculum Sapientiae&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Übersetzung&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|Der Fuchs versucht die Hirschkuh zu überreden, sich zum Bären zu begeben, um sich Hörner geben zu lassen, und zählt in diesem Zusammenhang die Vorzüge anderer Tiere auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Aut forte livoris nescia quaedam reliquit arti natura. Simia quidem suppletiva arte induitur et magisterio aurum et argentum politur.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Vgl. Affe und Spielmann: &#039;&#039;Irretitam ergo, natura dispositam, ludere quantocius eruditam, cupiditatis suae ludos protinus exposuit ac suis commodis atque oblectationibus alienis miseram servire coegit.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Oder aber die Natur hat neidlos der Geschicklichkeit Spielraum gegeben. Der Affe ist allerdings mit einer zusätzlichen Geschicklichkeit ausgestattet, Gold und Silber werden durch Meisterschaft geglättet.)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Vgl. Affe und Spielmann: Er stellte ihn also, der von Natur aus dazu geeignet war, gefesselt sofort zur Schau, nachdem er schnellstens abgerichtet worden war, die Spiele seiner Begierde zu spielen, und er zwang den Unglücklichen seinen Bequemlichkeiten und fremden Vergnügen zu dienen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Cyrillus: Speculum Sapientiae, Nr. II, 20===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Cyrillus: Speculum Sapientiae&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 122&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Übersetzung&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|Der Fuchs verspottet den Affen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Numquid naturae opulentis in te tantum defecerunt divitiae, ut debitum natibus indumentum ac nobili animae correspondentem pellem tribuere non valeret? Aut certe si te cum homine induendam arte dimiserit, hoc cum acciderit, necesse est, ut capta sis.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Hat dich der Reichtum der wohlhabenden Natur so sehr in Stich gelassen, daß sie dir die notwendige Bedeckung für dein Hinterteil und ein Fell, das einem edlen Geist ansteht, nicht geben konnte? Und wenn sie dich wie den Menschen mit der handwerklichen Geschicklichkeit, dich zu bekleiden, entlassen hätte, wärest du sicher gefangen worden, wenn dies geschehen wäre.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. II, 11===&lt;br /&gt;
Die Handlung ist analog zu Cyrill II, 11 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wann du sihest wol wie der ungestalt Aff vo(n) natur hinden und vornen mit maisterschaft beklaidet un(d) geziert wirt Auch werde(n) silber und gold un(d) edel gestain mit maisterschafft gepoliert und durchfein.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. II, 20===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlung ist analog zu Cyrill II, 20 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ey sage mir wye werden der gar vollkommen natur überflüssige reichtu(m)b so gar gepraestenlich an dir gesehen dz sy weder deiner scham zymliche claider noch deiner claren unnd edlen sel nicht miltigklichen gegeben hat ein obdach eins rauhen pelglins des doch den beide(n) ein notdurft waer. Hat sy daz nit vermügt so ist auch sy gebraest enlich. Hat aber sy das mügen thuon un(d) hat das woellen nichtt gehebtt so ist auch sy deinem jaemerigen potich in grossez genaere neidig gewesen. Es waer dan(n) eins daran das sy synnreycher kunst verlassen het ob du vonn dem menschen soltest beklayset werden. waere dem also so waere aber genaerde dabey. wann we(n)n das an dir geschaehe so mueßtest auch du gefangen sein.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. II, 29===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Waldesel (Cgm 340, 62r).png|200px|thumb|left|Affe und Waldesel (Cgm 340, 62r)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. III, 9===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs II (Cgm 254, 57r).png|200px|thumb|left|Affe und Fuchs II (Cgm 254, 57r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs II (Cgm 340, 81r).png|200px|thumb|left|Affe und Fuchs II (Cgm 340, 81r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs II (Cgm 9602, 67v).jpg|200px|thumb|left|Affe und Fuchs II (Cgm 9602, 67v)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs II (Druck 1490, 76r).jpg|200px|thumb|left|Affe und Fuchs II (Druck 1490, 76r)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Spiegel der wyßheit (Sebastian Münster)]], Nr. II, 11===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlung ist analog zu Cyrill II, 11 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Man woelt dan(n) sagen das die natur die niemant hessig ist / etwas der kluogheit verlassen hab / wie dan(n) auch der Aff sich uß kunst bekleiden kan(n) / und dz golt und silber wirt balirt uß sin(n)richeit.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Spiegel der wyßheit (Sebastian Münster)]], Nr. II, 20===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlung ist analog zu Cyrill II, 20 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wie kumpt es das die rych natur dir nit geben hat kleydung zuo bedecken dyn hindern / und ein hut die glich genieß wer diner edle(n) selen Oder hat sy dich dem me(n)schen verlassen von im zuo bekleidt werde(n) / so folgt daruß / das du von dem me(n)schen gefangen muost syn.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]], Nr. 38===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlung ist analog zu Cyrill II, 11 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das sich aus Kunst der Aff fein kan /&amp;lt;br /&amp;gt;Beklaiden / deßgleichen sicht man.&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Gold und Silber bringt ain glantz /&amp;lt;br /&amp;gt;Auß Sinnlichhait und Kluoghait gantz.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]], Nr. 47===&lt;br /&gt;
Die Handlung ist analog zu Cyrill II, 20 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Und sprach zuo jm es wundert mich /&amp;lt;br /&amp;gt;Das doch nit hat begabet dich&amp;lt;br /&amp;gt;Die kluog Natur das du mit hail / &amp;lt;br /&amp;gt;Moechtest decken dein hindren thail. &amp;lt;br /&amp;gt;Oder hat Sy es darumb thon /&amp;lt;br /&amp;gt;Das dich der Mensch beklaide schon.&amp;lt;br /&amp;gt;So volgt darauß das du mit pein /&amp;lt;br /&amp;gt;Muost des Menschen gefangner sein.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Fabel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Franziska Hollweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Affe_und_Spielmann_(Erz%C3%A4hlstoff)&amp;diff=20302</id>
		<title>Affe und Spielmann (Erzählstoff)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Affe_und_Spielmann_(Erz%C3%A4hlstoff)&amp;diff=20302"/>
		<updated>2021-11-29T16:19:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Franziska Hollweg: /* Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein), Nr. III, 12 (um 1408/16, nach Druck Augsburg, 1490) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Erzählstoff&lt;br /&gt;
| namen              = Affe und Spielmann&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Stoffs, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| regest             =  Der sich seiner Blöße schämende Affe erhält vom Spielmann die gewünschten Kleider, wird dafür aber angekettet und abgerichtet. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 32)&amp;lt;!--Kurzzusammenfassung des Erzählstoffs--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| fassungen          = [[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. III, 12&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der wyßheit (Sebastian Münster)]], Nr. III, 12&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]], Nr. 69&amp;lt;!--Möglichst alle Fassungen des Erzählstoffs. Bei Einzelwerken in [[Kurzzitationen]], bei Fassungen im Rahmen größerer Werke in [[Kurzzitationen]], Nr. XX, bei anonymen Handschriften und Drucken nach dem Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 32f.; [[Günthart, Romy (Hg.): Sebastian Münster, Spiegel der wyßheit]], Band 2, S. 106-108&amp;lt;!--Forschungstexte zum Erzählstoff (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
== Lateinische Version (Cyrillus, Nr. III, 12), 1. Hälfte 14. Jhd. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Tradition baut auf einer lateinischen Quelle auf (Cyrillus, Nr. III, 12 ([https://archive.org/details/diebeidenltesten00grss/page/86/mode/2up Grässe, Johann Georg Theodor (Hg.): Die beiden ältesten lateinischen Fabelbücher des Mittelalters.] Tübingen 1880, S. 87-89)). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Cyrillus: Speculum Sapientiae&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 178-182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Übersetzung&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 179-183.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
Contra eos, qui libenter suscipiunt munera.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cupida vestis simia, confusibiliter ut polluta cooperiret pudenda, cum cerneret histrionem ioco laetum, pluribus indumentis donatum, ut ea manu prodigalitatis effunderet, mox ad eum se contulit, et parata salutatione subiunxit: &amp;quot;Nescio certe, cuius instaurationis causa, tam in beneficiis mirae largitatis profusa, caudulam pudibundae vilitatis latibulum, nulli umquam invida cum sit totius bonitatis exundantissima fontana, mihi natura non dederit, sed reliquerit nudam, unde ad opulentum inops, ad liberalem egena, audacia necessitatis accurro.&amp;quot; Cui ille, leniori lingua vestis avidam mulcens: &amp;quot;Tibi&amp;quot;, inquit, &amp;quot;haec nuditas, amica, grande bonum est, cum sis rationabilibus conformior formata, non bestialiter cum cauda, sed arte quasi homo exornata humanis gaudeas opulentiis. Nimirum latent quosdam naturae beneficia, sed his diffusis grandi liberalitatis impetu repleta sunt omnia. Attamen quod flagitas, satis gratum babens sane do atque mellis favum, quod libenter devoras, superaddo.&amp;quot; Tunc simia laetanter susceptis beneficiis grata gratias agens ac nimis magnipendens, quod tam liberaliter ultra quam petierit, habuisset, cogitavit, ut in cuncta re sibi necessaria tam gratioso largitori inseparabiliter adhaereret. Cui dixit: &amp;quot;Satis quidem mea me naturaliter ad te imitandum proprietas inclinat, sed profusa tua magis attrahit benignitas; quamobrem, amice, si dignaris, servire sum paratus.&amp;quot; Mox ille: &amp;quot;Placet&amp;quot;, inquit, &amp;quot;mibi tam gratanter donata comitiva, magis tamen et bene conveniant iocus et berta. Verum ne quando fortassis dilectam te vagabundam raperet dulce malum et male computata libertas, dilectori largiter donanti necessaria, conjunctae dilectionis et servitutis liberae adhaerebis catena.&amp;quot; Quae inconsulte iam subacta donis acceptavit et stolida grandem libertatis rem non grandi munere aut callido commercio perdidit et mercatori mox se exhibuit captivandam. Irretitam ergo, natura dispositam, ludere quantocius eruditam, cupiditatis suae ludos protinus exposuit ac suis commodis atque oblectationibus alienis miseram servire coegit. Qua nimirum interdum magistro minus correspondente, aut ut puniret defectum aut impudico ludi ludibrio magis exsequeretur effectum, ab omnibus videndam nudabat, super hoc acetoso potus haustu maestificans. Tunc quidem luce confusionis ac tribulationis fellitae antidoto prudentiae oculis simiae restitutis, cum perciperet durioris patroni nunc irae nunc avaritiae se captivatam servire, ad cor reversa digestae rei sententiam talem dicitur protulisse: &amp;quot;O subornatum deceptivae cupiditatis hamum, letiferum munus, munerum naturalium ademptivum, gravissimum obligationis pignus, stulti et sapientis commercium minimum, maximum emptionis pretium, servitutis iugum, iniquitatis fermentum, captivitatis indicium, fomentum discordiarum, subversio civilitatum omniumque seminarium malorum, amatum venenum! Non immerito certe amica veritatis, aequitatis et pacis, cunctarum virtutum socia, divina lex susceptionem munerum iudicibus interdicens inquit Exodi XXIII: Munera etiam excaecant prudentes et pervertunt verba iustorum. Plane quidem elucidans, quod haec ipsa prudentiam fugant, iustitiam dissipant, intellectualis moralisque virtutis consistentiam vastant omnemque rectitudinis vitam necant. Revera muneribus excaecatus tam admirabilis Balaam periit, muneribus iudicialis sedes domus Iacob depravata liberis Samuelis Israhel in praeiudicium cecidit. Muneribus corrupto senatu dudum florido, sicut providerat princeps, ingravata murmuratione Romana gloria transivit. Etenim cum emptis iniquo munerum pretio datoribus legum fratricida ingratissimus et nequam praedo iustificatus fuit, tunc Iustitia recessit a Roma et converso ad eam vultu clamavit et dixit: &amp;quot;O urbem venalem et matrem tradituram, si inveniret emptorem!&amp;quot; Ob quas res nimirum, qui non parvis sapientia cultum virtutibus animum possederunt, magnis eo ipso laudibus sunt dignificati, quod magnorum maxima, maximae libertatis amore, munera contempserunt. Quantis enim titulis gloriae superfertur ille Diogenes, dum calcatis opibus regiis per medias libere accipientis voluntati expositas, raptas Asiae Macedonis Alexandri gazas pauper sed virtute opulentus incessit. Ita siquidem eo locupletior maiorque splenduit, quia plus fuit hoc ipsum, quod accipere noluit, quam id, quod ille dare disposuit aut possedit. Quantis autem certe laudationibus miris morum cultor Socrates extollitur, qui cum Archelai regis satis quidem magnis petebatur muneribus honorandus, respondisse fertur, nolle se ad eum venire, a quo acciperet beneficia, cum reddere illi paria non posset. Liber quippe esse voluit, dum ante reddere quam suscipere in spreto munere cogitavit. Quantisque similiter praeconiis curialitatis Romanus approbatur Fabricius, dum quadrantiae munus viro pauperi a Pyrrho rege oblatum virtute ditissimus renuit, magis eligens honestate civis liberi quam muneribus empti regis gloriositate potiri. Qua profecto re multo magis emicuit, dum rex admiratus spectabilem virum utique semper tonante laude super solem erexit dicens: &amp;quot;Ille est Fabricius, qui difficilius ab honestate quam sol a rectitudiue sui cursus averti potest.&amp;quot; Quid plura? Certe nil carius venditur ac perdibilius sumitur quam munus cupiditate volitum ac donatum.&amp;quot; Quibus diffinitis etsi non carne, ab avaritia tamen libera mente quievit et propter munera in captivitate permansit.&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
Gegen die, die gerne Geschenke erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Affe, der sich unbedingt ein Gewand wünschte, um seine beschämend schmutzige Scham zu bedecken, sah einen Schauspieler, der sich über einen Scherz freute und mit mehreren Gewändern beschenkt worden war. Er begab sich sogleich zu ihm, damit er diese mit verschwenderischer Hand austeilte, grüßte ihn und fügte hinzu: &amp;quot;Ich weiß gewiß nicht, wegen welcher Neuerung die Natur, die mit Wohltaten so großzügig und seltsam verschwenderisch und niemals gegen irgendeinen gehässig ist, da sie die überreiche Quelle alles Guten ist, mir nicht einen kleinen Schwanz als Versteck für meine beschämende Blöße gegeben, sondern mich nackt gelassen hat. Durch Not ermutigt komme ich deshalb arm zum Reichen, bedürftig zum Großzügigen.&amp;quot; Jener besänftigte ihn, der so sehr ein Gewand begehrte, mit sanfter Zunge und sagte zu ihm: &amp;quot;Diese Blöße, mein Freund, ist für dich ein großartiges Gut, weil du den Vernuftwesen ziemlich ähnlich geschaffen worden bist, nicht auf tierische Art mit einem Schwanz, sondern durch die Kunst der Natur wie ein Mensch ausgestattet dich an menschlichem Reichtum erfreust. Zweifellos sind die Wohltaten der Natur bei einigen verborgen, aber nachdem sie ausgeschüttet worden sind, ist alles von großartigem Eifer der Freigebigkeit erfüllt. Dennoch gebe ich dir, was du verlangst, weil ich tatsächlich genügend Angenehmes habe, und ich füge noch obendrein eine Wabe mit Honig dazu, den du gerne verzehrst.&amp;quot; Da dankte der Affe freudig für die erhaltenen Wohltaten und in seiner Dankbarkeit schätzte er es allzu hoch ein, daß er auf so großzügige Weise mehr als erbeten bekommen hatte, und beabsichtigte, in der ganzen für ihn notwendigen Angelegenheit dem so gnädigen Gönner untrennbar ergeben zu sein. Er sagte zu ihm: &amp;quot;Mein ganzes Wesen neigt zwar von Natur aus dazu, dich nachzuahmen, aber deine verschwenderische Großzügigkeit zieht mich noch mehr an. Wenn es dir deshalb recht ist, mein Freund, bin ich bereit, dir zu dienen.&amp;quot; Darauf sagte jener: &amp;quot;Mir gefällt eine in dankenswerter Weise geschenkte Begleitung, dennoch mögen Scherz und Affe noch mehr und gut zusammenpassen. Aber damit nicht vielleicht irgendwann ein süßes Übel und die für schlecht gehaltene Freiheit dich, den geliebten Vagabunden, entführen kann, wirst du für den Gönner, der großzügig das Notwendige schenkt, an der Kette des Liebesbundes und der freiwilligen Knechtschaft hängen.&amp;quot; Da er schon durch die Geschenke in Abhängigkeit geraten war, stimmte er, ohne zu überlegen, zu und verlor auf törichte Weise das großartige Gut der Freiheit durch ein kleines Geschenk und einen listigen Tauschhandel und bot sich alsbald dem Kaufmann als Gefangener an. Er stellte ihn also, der von Natur aus dazu geeignet war, gefesselt sofort zur Schau, nachdem er schnellstens abgerichtet worden war, die Spiele seiner Begierde zu spielen, und er zwang den Unglücklichen seinen Bequemlichkeiten und fremden Vergnügen zu dienen. Da er zweifellos manchmal weniger mit seinem Lehrer übereinstimmte, entblößte er ihn, damit er von allen gesehen wurde, entweder um einen Fehler zu bestrafen oder um durch schamlosen Spott beim Spiel mehr Wirkung zu erreichen, und stimmte ihn überdies durch den Schluck des bitteren Getränks sehr traurig. Nachdem durch das Heilmittel der Klugheit dei Augen des Affen wiederhergestellt waren, weil das Licht die Verstörung und die gallebittere Trübsal erhellt hatte, da erkannte er, daß er als Gefangener bald dem Zorn, bald der Habgier seines immer hartherzigeren Schutzherrn diente, und soll zur Einsicht zurückgekehrt folgende Meinung der Reihe nach vorgetragen haben: &amp;quot;O, du heimlich mit täuschender Gier versehener Köder, du todbringendes Geschenk, Räuber der natürlichen Gaben, äußerst beschwerliches Pfand der Verpflichtung, kleinster Handel zwischen einem Toren und einem Weisen, höchster Kaufpreis, Joch der Knechtschaft, Gärstoff der Ungerechtigkeit, Zeichen der Gefangenschaft, Zunder für Zwietracht, Vernichtung der friedlichen Gemeinschaft, Keim aller Übel, geliebtes Gift! Zu Recht verbietet das göttliche Gesetz als Freund von Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden laut Exodus 23 den Richtern die Annahme von Geschenken, indem es sagt: Geschenke verblenden sogar die Klugen und verderben die Worte der Gerechtigkeit. Es ist völlig einleuchtend, daß gerade diese die Klugheit vertreiben, die Gerechtigkeit vernichten, die Beschaffenheit der intellektuellen und moralischen Tugend zerrütten und alles richtige Handeln im Leben töten. Der so bewundernswerte Balaam ging von Geschenken verblendet wahrhaftig zugrunde, durch Geschenke verführt fiel der Sitz der Gerichtsbarkeit des Hauses Jakob zum Nachteil Israels den Kindern Samuels zu. Nachdem der einst blühende Senat durch Geschenke bestochen worden war und das Murren sich verschlimmert hatte, verging der römische Ruhm, wie der Fürst es vorhergesehen hatte. Als nämlich der völlig unbeliebte Brudermörder, Erzschurke und Räuber freigesprochen worden war, nachdem die Gesetzgeber durch einen unangemessenen Preis der Geschenke gekauft worden waren, da verließ die Gerechtigkeit Rom, und sie soll auf es zurückblickend gesagt haben: &amp;quot;Oh käufliche Stadt, sie würde sogar ihre Mutter ausliefern, wenn sie einen Käufer fände!&amp;quot; Deswegen sind zweifellos die, die einen Charakter besaßen, der durch die Weisheit von großen Tugenden geformt war, gerade mit erheblichem Lob gewürdigt worden, weil sie aus Liebe zu dem höchsten Gut der Freiheit die größten Geschenke der Großen verachtet haben. Mit welchen ruhmvollen Bezeichnungen wird nämlich jener Diogenes überhöht, der, nachdem er den königlichen Reichtum mit Füßen getreten hatte, arm, aber reich an Tugend mitten zwischen den in Asien geraubten Schätzen des Makedonen Alexander einherging, die seinem Willen offenstanden, falls er sie annehmen wollte! So glänzte er freilich umso reicher und mehr, weil die Tatsache, daß er nichts annehmen wollte, mehr bedeutete, als das, was jener als Geschenk verteilte oder besaß. Mit welchem wunderbaren Lobreden aber wird freilich Sokrates, der Freund der guten Sitten, gerühmt, der, als er mit recht großen Geschenken des Königs Archelaos umworben wurde, um geehrt zu werden, gesagt haben soll, er wolle nicht zu ihm kommen, um Wohltaten zu empfangen, da er ihm keine gleichwertigen wiedergeben könne. Er wollte natürlich ein freier Mann sein, da er bei der Ablehnung des Geschenkes eher an das Zurückgeben als an das Annehmen dachte. Und mit welchem Lobpreis auf seine Redlichkeit wird der Römer Fabricius geehrt, der es vorzog, das Ansehen eines freien Bürgers statt der Pracht eines durch Geschenke gekauften Königs zu haben, da dieser überaus tugendreiche Mann das Geschenk eines Viertels des Königreiches ablehnte, das ihm, dem armen Mann, von König Pyrrhus angeboten worden war. Sicherlich ragte er dadurch noch mehr hervor, weil jedenfalls der König voll Bewunderung den angesehenen Mann immer übermäßig lobte und ihn über die Sonne erhob, indem er sagte: &amp;quot;Jener Fabricius kann schwerer von der Redlichkeit abgebracht werden als die Sonne von der Geradlinigkeit ihrer Bahn.&amp;quot; Was weiter? Sicherlich wird nichts teurer verkauft und zum eigenen Schaden angenommen als ein Geschenk, das aus Begierde ersehnt und gegeben worden ist.&amp;quot; Nach diesen Erklärungen fand der Affe seine Ruhe, wenn auch nicht in Hinblick auf seinen Körper, sondern weil sein Geist nun frei von Habsucht war; wegen der Geschenke aber blieb er in Gefangenschaft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Deutsche Versionen==&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. III, 12 (um 1408/16, nach Druck Augsburg, 1490)===&lt;br /&gt;
Wyder die dye gerengabe nemend&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
Das XII Capitel%middot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Aff der wz des hidern teils gar ungestalt der begeret eins klaides damit er moecht sei(n) plosse scham decken&amp;amp;middot; Der sahe ein hofflichen spilman mangen hüpschen hof schimpff gar glimpflich vor aller menklich ueben / der wz hoflich geziert und geklaidt&amp;amp;middot; de(m) fueget er sich behendiklich zuo ob im der klaid(er) etwz moecht entreysen&amp;amp;middot; Den gruoßt er unnd sprache zuo im&amp;amp;middot; Fürwar ich kan nit wißsen was sach das rechter beschaiden müg gesein das dye nature die edel an irsellber ist&amp;amp;middot; und auch mit wundersamer miltikeit tausentfeltiklich begossen ist&amp;amp;middot; un(d) hie auf erden keinen dingen neidig ist gewesen&amp;amp;middot; unnd ist auch aller geitikeit ein reychflüssiger pru(n)ne /  mein so gar vergessen hatt / und mich so ploß verlassen das ich von ir nit haben mag damit ich moecht mein schwache scham bedecken&amp;amp;middot; Darumb so fleühe ich unfreyer zuo einem der gefreyett ist&amp;amp;middot; Ich jaemeriger d(er) gar dürftig ist zuo einem der gar reich ist mit genoeter türstikeit&amp;amp;middot; Do verstuond der spilman die begir des Affen die er zuo seinen klaidern het den waichet er mit linder zunge(n) un(d) sprach also&amp;amp;middot; Dein ploesse ist dyr ein grosse gab seyt du menschlicher creatur pist der gestalt vil nahend geleich geformet unnd gepildet / wann du hast nit vyhischen schwancz&amp;amp;mittot; aber der ku(n)ßt pist du gar meisterlich nach me(n)schen art geziert&amp;amp;mittot; und bist auch der über alle tier gar reych mitt den menschen&amp;amp;mittod; Nu(n) moechtestt du kein hart gehaben der sich dein moecht geleichen / wann wo vernünftige synn seind da ist d(er) hoechste adel&amp;amp;middot; Waist du nit das der ein michler teil ist den wolthaett der natur auf lange zeit gar vestiklich verporgen seind / wann aber sich die selben woltat freymuetiklich außgiessend so werde(n) natürlich werck in rechten(n) sauße erfült / yedoch daz des du pitest gewer ich dich miltiklich&amp;amp;middot;  unnd mach die gab reycher wann du pitest / wann hoenigsam den yßsestu geren des gibe ich dir gar miltikl&lt;br /&gt;
ich vil mer dann dein genuegen&amp;amp;middot; Des dancket im der Aff und lobet das sere an im das er auß miltem herczen im mer versprach zegeben dann er an in begeret het&amp;amp;middot; und verpa(n)nt sich des hinwider das er die weil er lebte von einem so milten geber nymermer wolt weychen&amp;amp;middot; Un(d) mochte auch die gelübd niemandt wendige machen&amp;amp;middot; und sprach also&amp;amp;middot; Mein natürliche aigenschaft hat mich vast darzuo genayget / das ich dir volgen&amp;amp;middot; Yedoch So zeühet mich vyl mer dein über milte guotikeit&amp;amp;middot; Darumbe meyn allerliebster freünd begerßt du des so bin ich dir zuo dienst bereite&amp;amp;middot; Do sprach der spilman zuo dez Affen&amp;amp;middot; Ein so genaemer geferte d(er) muoß mir wolgefallen&amp;amp;middot; Yedoch gefelt mir das michel bas dz ei(n) spilman und ein Aff so wol czuoeinander fuegendt&amp;amp;middot; Nun mein allerliebster Aff Seyd wir unns in freüntschaft czesamen haben verpunden so will ich dich verforgen&amp;amp;middot; Nu(n) moecht sich das wol fuegen ob du dich villeicht etwa(n) froelich woltest ermaye(n) mit wol gemeßnen springen dauon dich suesses übel gar schedlich moechte begreiffen / also das dir dein frei sprünge zuo schaden moechten ko(m)men / darumb gefelt mir wie du dich mit einer schoenen ketten laseßt umbfahen / darmit du mir lieplich werdest zuogefueget&amp;amp;middot; und dich hinfür nymermer mügeßt von mir geschaiden das noettett mich dann allzeit dz ich mit dir teil mit milter hand alles dz dz ich wege pringe&amp;amp;middot; Die red gefiele de(m) affen wol / d(er) erpot sich gar on alles bedencken de(m) schalckhafte(n) kaufman williklich in sein hend und gab sich im zefahen umb ei(n) schwachen ungeleiche(n) wechssel wann freyer muot an einem teyl gefangen seind an dem anderen ward nie geleicher wechssel Dz prueften da die milte(n) gab die im da warden verheissen&amp;amp;middot; Do er nu(n) mit der ketten nach des gaucklers willen mit sicherheyt umbfange(n) wz /da gab er im die gaglerey seiner kürczweil in kürcz zuo erkennen /der ward er palde gelert /seyt in natürlicher aige&lt;br /&gt;
nschaft darzuo behendiklich uebete Auch noetet er den schalckhafftiklich gefangenen das er de(n) kunde(n) und den froembden hoffiern muoste und gaucklen zuo luft nach seinem willen&amp;amp;middot; Wann aber des czuo stunden des nit wol willig was daz muost er gar schnaell wid(er)pri(n)gen / thaet er des nit so ward auch er genczlich von im emploeßt und muoßt groß straich leyden / Und gab im für den hoenigs am essich und pitter gallen&amp;amp;middot; Dz pitter tranck un(d) schaemliches laster die der Af leiden muoßt die taeten im die augen der verstentnuße auf&amp;amp;middot; und gaben im sein synn wider als ferr das wol erkannt wie er gefangen muoßt diene(n) nu(n) dem zorn nun d(er) schwachen geytikeit seines schwaern maisters / Do grif er in sein hercz und klaget sei(n) pittres leiden / er redt mit im selber&amp;amp;middot; unnd bedacht wz sich mit unzeitigem gelück an im hete u(m)gangen&amp;amp;middot; Unnd wie auch in u(n)heissen gab verlait heten dz er seins muotes mit fancknuß waer beraubet und sprach also&amp;amp;middot; O du verporgner und schoengezierter a(n)gel d(er) geitikeit wiewol kanstu betriege(n)&amp;amp;middot; Ich maint mir zekauffen ein deck meiner ploesse dz hate mich gefelt in scha(m) und laster Nu(n) waffen wz hab ich geta(n) mei(n) handel ist nit and(er)s dan(n) ein pfa(n)t des aller schwaeresten punds&amp;amp;middot; Ei(n) wechssel des toren mit dem weisen / das klainste gelt des groeßten kaufs&amp;amp;middot; Ein joch des schwaeresten di(n)gs&amp;amp;middot; Ein vrhab d(er) poßheit Ein vingerzaigen d(er) fencknusse Ein speiß d(er) zwayunge / ein u(m)keren d(er) rechten / ein saum aller übel / ein gift d(er) waren lieb&amp;amp;middot; Als ich das verstee so ist das nit unpillich das die liebhaberin des frides und d(er) gerechtigkeit und dye gesellin aller tugent dz goetliche recht d(er) alten ee allen richtern bei d(er) wyd u(n/m)peut (?) das sy nit gab nemen&amp;amp;middot; und spricht also&amp;amp;middot; Gab plenden die weysen / und u(m)kern dye wort d(er) gerechte(n)&amp;amp;middot; Auch pringe(n)t die selben rechten d(er) alten ee claerlich an den &lt;br /&gt;
tag wie die unrechte(n) gab die weißheit u(m)iagen die gerechtikeit zertrennen&amp;amp;middot; Sy u(m)wuesten d(er) vernünftigen und sitigen tugent wesenliche vestikeit und toettendtt schlaechtes unnd rechtes leben&amp;amp;middot; Waist man nit wie der weissag Balaam ward mit gabe geplendet&amp;amp;middot; unnd verdarb auch damit ewiklich&amp;amp;middot; Mit gabe so ward der sessel des gerichts des wirdigen hauses Jacob gancz und gar verrucket / da Samuelis fün von gab wegen verpoest wurden / da viel auch Israhel in kürcz darnach in schand und laster&amp;amp;middot; Mit gab so ward der pluende rat der hochgekroenten statt zuo Rom verkert und verruckt damit u(m)wandlet sich ir ere und ward gar vast genidert&amp;amp;middot; Wann sy was mit gab so geneczlich überwunden das alle recht ein unrechte wurden / wa(n)n einen d(er) seynes aygen pruoder toetter wz&amp;amp;middot; un(d) was ein mortlicher schacher de(n) machet gab gerecht in seinen sachen&amp;amp;middot; und da er von der stat sich schaiden wolt / do keret er dz angesicht wider gen der stat unnd schrei mit lauter stymm&amp;amp;middot; Es waere die gancz stat vayl un(d) all ir mueter pastharten zugen pern / und funden sy nun kauffer&amp;amp;middot; Vo(n) der sach wegen on allen zweifel seind die mit grossez lob gewirdiget dye nit mit klein tugente(n) der weißheyt iren wolgezierten muot besessen haben / sunder auch die d(er) groesten herrngab am meisten freyen muot zuo eren widersprachen und verschmaechten dye auff zenemen&amp;amp;middot; Ey wer kan das volsagen weliches lobes unnd auch ruomes der vest held Dyogenes für keyser un(d) künig würdig sey / darumb das er die reychen gab die seinen willen czenemen in freimuetiger miltikeit des maechtigen küniges Alexandri / geopffert und gepoten worde(n) / die trat er manlich under seyne fueß&amp;amp;middot; unnd gieng in mitte durch sein reych des goldes nacket un(d) ploß&amp;amp;middot; Damit erschein er als vil reicher und auch groesser dann d(er) künig selber was / wann dz des er begerte das was groesser und wirdenreicher dann alles dz daz der künig geben unnd besiczen&lt;br /&gt;
 mocht&amp;amp;middot; Ey wie mit lobliche(n) lob wirt der wundersam liebhaber der sitten Socrates erhebt und erhoecht / wann da er von derz gewaltigen künig Archelao in künicklicher begir gar fleissikliche(n) gebeten ward das er sich zuo im fueget das wißt er im mit reych er gab nach künicklicher wirdikeit mit milter hand zedanken d(er) gab antwnrt  er gar mit kurczen worten&amp;amp;middot; Er woelt zuo desy nymer kommen von dem er moecht woltat und  gab aufnemen seyt er im kein gleiche gab gegeben moecht&amp;amp;middot Auch wolt er gancz  frey sein&amp;amp;middot; und gedacht auch im er waere zuo geben geadelt unnd nicht zuo neme(n) / darumb verschmaecht er sein gabe&amp;amp;middot; Auch wirdet d(er) edel Roemer Fabricius mit hohem lob an manger stat gepreist&amp;amp;middot; do im der künig Pirais ein fürstenthuom zuogab der pot das er and(er) vier und(er) im het&amp;amp;middot; Dz u(m)schmaecht er in freyes adels muot / wann er wz der tugent reich und erwoelt wie er wolt vil lieber ein miter statman sein dann das er pflaeg grosser würd / darzuo in gab het gemuet / damit erschein er sichtigklich als ferr das den künig sein verwundert seins staeten muotes Des lobet er in&amp;amp;middot; und erhuob sein lob über die klaren sunnen und sprach also&amp;amp;middot; Dz ist d(er) Fabricius der so staet und vest ist / das müglich wear es tra(n)t die sunn vo(n) ire(m) lauf und u(m)wandlet den de(n)n das sich sein gerechter muot u(m)wa(n)dlet und verkert&amp;amp;middort; Wz sag ich mer es wirt nichs teürer verkauft und mit groesser verlust genommen / dann gab die geitiklich genommen und gegeben wirt&amp;amp;middot; Do das außgericht wart da nam des affen ler ein ende&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Miniaturen und gedruckte Bilder==&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affe_und_Schauspieler_(Mgf_459,_184v).png|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Mgf 459, 184v)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Schauspieler (Cgm 254, 60v).png|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Cgm 254, 60v)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Schauspieler (Cgm 340, 87r).png|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Cgm 340, 87r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Schauspieler (Cgm 9602, 71r).jpg|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Cgm 9602, 71r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Schauspieler (Egerton 1121, 119v).png|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Egerton 1121, 119v)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Schauspieler (Druck 1490, 81r).jpg|200px|thumb|left|Affe und Schauspieler (Druck 1490, 81r)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Spielmann (Druck 1571, 237v).png|200px|thumb|left|Affe und Spielmann (Druck 1571, 237v)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwandte Erzählstoffe==&lt;br /&gt;
===[[Affe und Fuchs I (Erzählstoff)]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der selbstgefällige Fuchs spottet über den nackten Affen, der aber betont den Wert innerer Qualitäten und zählt die Nachteile äußerer Schönheit auf. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 23)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Affe und Fuchs II (Erzählstoff)]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein angeketteter Affe brüstet sich mit seiner menschlichen Kleidung, wird aber vom Fuchs über seine Unfreiheit und geistige Armut aufgeklärt. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 24)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Fuchs und Affe II (Erzählstoff)]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Fuchs, den er um seinen schönen Schwanz beneidet, geht der Affe auf Wanderschaft und erkennt dabei am Beispiel anderer Tiere, dass der, der etwas Besonderes besitzt, den Nachstellungen der Menschen ausgesetzt ist. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 202)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Fuchs und Affe III (Erzählstoff)]]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Affe bittet den Fuchs, ihm einen Teil seines langen Schwanzes zu geben, damit er seine Blöße bedecken könne; der habgierige Fuchs denkt nicht daran, mit dem Bedürftigen zu teilen. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 203)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anspielungen==&lt;br /&gt;
===Cyrillus: Speculum Sapientiae, Nr. II, 11===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Cyrillus: Speculum Sapientiae&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 102&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Übersetzung&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 103&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|Der Fuchs versucht die Hirschkuh zu überreden, sich zum Bären zu begeben, um sich Hörner geben zu lassen, und zählt in diesem Zusammenhang die Vorzüge anderer Tiere auf:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Aut forte livoris nescia quaedam reliquit arti natura. Simia quidem suppletiva arte induitur et magisterio aurum et argentum politur.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Vgl. Affe und Spielmann: &#039;&#039;Irretitam ergo, natura dispositam, ludere quantocius eruditam, cupiditatis suae ludos protinus exposuit ac suis commodis atque oblectationibus alienis miseram servire coegit.&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;Oder aber die Natur hat neidlos der Geschicklichkeit Spielraum gegeben. Der Affe ist allerdings mit einer zusätzlichen Geschicklichkeit ausgestattet, Gold und Silber werden durch Meisterschaft geglättet.)&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Vgl. Affe und Spielmann: Er stellte ihn also, der von Natur aus dazu geeignet war, gefesselt sofort zur Schau, nachdem er schnellstens abgerichtet worden war, die Spiele seiner Begierde zu spielen, und er zwang den Unglücklichen seinen Bequemlichkeiten und fremden Vergnügen zu dienen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Cyrillus: Speculum Sapientiae, Nr. II, 20===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Cyrillus: Speculum Sapientiae&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 122&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Übersetzung&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 123&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|Der Fuchs verspottet den Affen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Numquid naturae opulentis in te tantum defecerunt divitiae, ut debitum natibus indumentum ac nobili animae correspondentem pellem tribuere non valeret? Aut certe si te cum homine induendam arte dimiserit, hoc cum acciderit, necesse est, ut capta sis.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Hat dich der Reichtum der wohlhabenden Natur so sehr in Stich gelassen, daß sie dir die notwendige Bedeckung für dein Hinterteil und ein Fell, das einem edlen Geist ansteht, nicht geben konnte? Und wenn sie dich wie den Menschen mit der handwerklichen Geschicklichkeit, dich zu bekleiden, entlassen hätte, wärest du sicher gefangen worden, wenn dies geschehen wäre.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. II, 11===&lt;br /&gt;
Die Handlung ist analog zu Cyrill II, 11 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wann du sihest wol wie der ungestalt Aff vo(n) natur hinden und vornen mit maisterschaft beklaidet un(d) geziert wirt Auch werde(n) silber und gold un(d) edel gestain mit maisterschafft gepoliert und durchfein.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. II, 20===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlung ist analog zu Cyrill II, 20 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ey sage mir wye werden der gar vollkommen natur überflüssige reichtu(m)b so gar gepraestenlich an dir gesehen dz sy weder deiner scham zymliche claider noch deiner claren unnd edlen sel nicht miltigklichen gegeben hat ein obdach eins rauhen pelglins des doch den beide(n) ein notdurft waer. Hat sy daz nit vermügt so ist auch sy gebraest enlich. Hat aber sy das mügen thuon un(d) hat das woellen nichtt gehebtt so ist auch sy deinem jaemerigen potich in grossez genaere neidig gewesen. Es waer dan(n) eins daran das sy synnreycher kunst verlassen het ob du vonn dem menschen soltest beklayset werden. waere dem also so waere aber genaerde dabey. wann we(n)n das an dir geschaehe so mueßtest auch du gefangen sein.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. II, 29===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Waldesel (Cgm 340, 62r).png|200px|thumb|left|Affe und Waldesel (Cgm 340, 62r)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. III, 9===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs II (Cgm 254, 57r).png|200px|thumb|left|Affe und Fuchs II (Cgm 254, 57r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs II (Cgm 340, 81r).png|200px|thumb|left|Affe und Fuchs II (Cgm 340, 81r)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs II (Cgm 9602, 67v).jpg|200px|thumb|left|Affe und Fuchs II (Cgm 9602, 67v)&lt;br /&gt;
Datei:Affe und Fuchs II (Druck 1490, 76r).jpg|200px|thumb|left|Affe und Fuchs II (Druck 1490, 76r)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Spiegel der wyßheit (Sebastian Münster)]], Nr. II, 11===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlung ist analog zu Cyrill II, 11 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Man woelt dan(n) sagen das die natur die niemant hessig ist / etwas der kluogheit verlassen hab / wie dan(n) auch der Aff sich uß kunst bekleiden kan(n) / und dz golt und silber wirt balirt uß sin(n)richeit.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Spiegel der wyßheit (Sebastian Münster)]], Nr. II, 20===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlung ist analog zu Cyrill II, 20 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Wie kumpt es das die rych natur dir nit geben hat kleydung zuo bedecken dyn hindern / und ein hut die glich genieß wer diner edle(n) selen Oder hat sy dich dem me(n)schen verlassen von im zuo bekleidt werde(n) / so folgt daruß / das du von dem me(n)schen gefangen muost syn.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]], Nr. 38===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Handlung ist analog zu Cyrill II, 11 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Das sich aus Kunst der Aff fein kan /&amp;lt;br /&amp;gt;Beklaiden / deßgleichen sicht man.&amp;lt;br /&amp;gt;Wie Gold und Silber bringt ain glantz /&amp;lt;br /&amp;gt;Auß Sinnlichhait und Kluoghait gantz.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]], Nr. 47===&lt;br /&gt;
Die Handlung ist analog zu Cyrill II, 20 gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Und sprach zuo jm es wundert mich /&amp;lt;br /&amp;gt;Das doch nit hat begabet dich&amp;lt;br /&amp;gt;Die kluog Natur das du mit hail / &amp;lt;br /&amp;gt;Moechtest decken dein hindren thail. &amp;lt;br /&amp;gt;Oder hat Sy es darumb thon /&amp;lt;br /&amp;gt;Das dich der Mensch beklaide schon.&amp;lt;br /&amp;gt;So volgt darauß das du mit pein /&amp;lt;br /&amp;gt;Muost des Menschen gefangner sein.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Fabel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Franziska Hollweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ochse_und_Schwein_(Erz%C3%A4hlstoff)&amp;diff=20236</id>
		<title>Ochse und Schwein (Erzählstoff)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ochse_und_Schwein_(Erz%C3%A4hlstoff)&amp;diff=20236"/>
		<updated>2021-11-02T09:47:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Franziska Hollweg: /* 4 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Erzählstoff&lt;br /&gt;
| namen              = Ochse und Schwein&lt;br /&gt;
| regest             = Der Ochse erklärt dem fragenden Schwein, warum er wiederkäut. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 530)&lt;br /&gt;
| fassungen          = [[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 11&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der wyßheit (Sebastian Münster)]], Nr. I, 11, Bl. 9v-10v&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]], 11&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 530f.; [[Günthart, Romy (Hg.): Sebastian Münster, Spiegel der wyßheit]], Band 2, S. 26f.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
== Lateinische Version (Cyrillus, Nr. I, 11), 1. Hälfte 14. Jhd. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Tradition baut auf einer lateinischen Quelle auf (Cyrillus, Nr. I, 11 ([https://archive.org/details/diebeidenltesten00grss Grässe, Johann Georg Theodor (Hg.): Die beiden ältesten lateinischen Fabelbücher des Mittelalters.] Tübingen 1880, S. 16-18)). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Cyrillus: Speculum Sapientiae&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 44-46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Übersetzung&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 45-47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
Diligentiori ruminatione omnia digeras, priusquam agas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Post aliquantulam sumpti digestionem edulii ipsum bos retribuens faucibus cum recubans ruminaret, porcus hoc adspiciens ad eum venit et dixit: &amp;quot;Quid est quod agis, cornute?&amp;quot; Cui ille: &amp;quot;Rumino.&amp;quot; Tunc porcus: &amp;quot;Parum ante tam onerosum iugum deposuisti, ut quid modo non quiescis? Nonne semel satis est masticasse? Ad haec bos ita fertur dixisse: &amp;quot;Nimirum, frater, si ruminares, nullatenus ita sentires. Ubi quaeso situs est alimenti sensus? Nonne in faucibus? Et propter hoc quanto diligentius edulium masticamus, tanto amplius totius rei saporem percipimus et iudicialem gustum vehementius delectamus; revera molares dentes in duplo provida ob hoc natura composuit, ut masticatio maior adsit, et gustativus sensus providenter locatus est in ore, ut delectatione cibum diutius teneamus sub fauce. Quin et ruminans melius digero et alimentum in fine per amplius depuratum assumo.&amp;quot; Tunc porcus his auditis adiunxit: &amp;quot;Quis ruminare te docuit?&amp;quot; Et ille: &amp;quot;Nimirum ars illa me hoc agere erudivit in corpore, quae sapientem edocuit ruminare in mente. Cuncta namque subtili medicamine ruminat prudens quae aut dicit aut facit, propterea quidem digesta loquitur et purgata similiter operatur. Ad quid enim communicatum est homini clarum rationis consilium, et tarn carissimum concessum est illi meditationis bonum? Nonne ut his salubriter in agendis utatur? Unde praemeditationis masticatio semper praeponenda est in cunctis humanis actibus, si sapientia gubernantur, ut universa digestiora et puriora consequantur. Nec semel satis est rem agendam videre, sed necesse est eam subtiliter pluries ruminare. Sicut quattuor digestionibus cibus praecoquitur, ut deinde membris purior atque veracior tribuatur, omnis cibus, autequam animae uniatur, quattuor purgetur digestionibus. Primo vadit ad stomachum et ibi digeritur et sequestratur purum ab impuro et quod impurum est, emittitur per secessum. Deinde purum derelictum ad hepar mittitur, et ibi digeritur et fit sanguis et sequestratur purum ab impuro et impurum emittitur per urinam. Deinde derelictum purum a venis attrahitur et ibi tertio digeritur et sequestratur purum ab impuro et impurum emittitur per sudorem et sputum. Deinde purum derelictum per membra spargitur et in membris quarto digeritur et sequestratur purum ab impuro et illud impurum, quod quasi purum est, servatur in vasis spermaticis et in generatione emittitur. Purissimum autem derelictum conversum in membrorum substantiam finaliter animae copulatur factum vivum et substantia vitae. Unde nulla cibalis impuritas accedit ad animam, nisi cum quater mundificatus sit omnis cibus. Tu quidem ergo, carissime, quia non ruminas, impurius suscipis alimentum, et ob hoc divina lege iudicaris immundus.&amp;quot; Quibus auditis erubescens porcus recessit.&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
Bevor du handelst, sollst du alles durch sorgfältiges Nachdenken abwägen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwein sah, wie ein Ochse nach kurzem Kauen der aufgenommenen Nahrung diese wieder seinem Maul zuführte und im Liegen wiederkäute; es ging näher zu ihm und sagte: &amp;quot;Was treibst du, Hornochse?&amp;quot; Jener sagte zu ihm: &amp;quot;Ich bin mit Wiederkäuen beschäftigt.&amp;quot; Darauf meinte das Schwein: &amp;quot;Eben erst hast du das so beschwerliche Joch abgelegt, warum ruhst du jetzt nicht aus? Genügt es nicht, einmal gekaut zu haben?&amp;quot; Darauf soll der Ochse folgendes gesagt haben: &amp;quot;Aber nein, mein Bruder, wenn du ein Wiederkäuer wärest, würdest du keineswegs so denken. Ich frage dich, wo ist denn das Sinnesorgan für die Nahrung angesiedelt? Doch im Maul! Je sorgfältiger wir kauen, um so mehr nehmen wir folglich den Geschmack der ganzen Sache auf und um so eindringlicher erfreut sich der urteilende Geschmacksinn; die wirklich weitsichtige Natur hat deshalb die Backenzähne doppelt angelegt, damit ein kräftiges Kauen möglich ist, und der Geschmackssinn ist absichtlich im Mund angelegt, damit wir mit Freude die Speise länger darin festhalten. Ich verdaue sogar besser, wenn ich wiederkäue und nehme schließlich eine besser gereinigte Nahrung auf.&amp;quot; Als das Schwein dieses gehört hatte, fügte es hinzu: &amp;quot;Wer hat dich das Wiederkäuen gelehrt?&amp;quot; Er gab zur Antwort: &amp;quot;Selbstverständlich hat jene Kunst mich dazu erzogen, dies in meinem Körper zu tun, die den Weisen lehrte, im Geist wiederzukäuen. Denn alles, was der Kluge sagt oder tut, kaut er mit einem feinen Wirkstoff nochmals durch. Deshalb spricht er nach reiflicher Überlegung und handelt in ähnlicher Weise lauter. Wozu ist nämlich dem Menschen das klare Planen des Verstandes gegeben und wozu ist ihm das so teure Gut des Nachdenkens gewährt worden? Doch dazu, daß er es heilsam bei seinem Tun und Handeln benutzt. Deshalb muß bei allen menschlichen Handlungen immer das &#039;Kauen&#039; der Vorüberlegung vorangestellt werden, wenn sie von der Weisheit gelenkt werden, damit alles durchdachter und reiner nachfolgt. Und es genügt nicht, eine Sache, die man zu tun hat, nur einmal zu bedenken, sondern man muß sie mehrmals gründlich überdenken. So wird eine Speise durch vier Verdauungsvorgänge vorverdaut, daß sie dann den Gliedern reiner und echter zugeführt wird, und jede Speise soll durch einen vierfachen Verdauungsvorgang gereinigt werden, bevor sie in die Lebenskraft eingeht. Zuerst kommt sie in den Magen und wird dort zerkleinert, das Reine wird vom Unreinen getrennt und das Unreine wird abgeführt. Dann wird der gereinigte Rest zur Leber transportiert und dort zerkleinert, so daß Blut entsteht, das Reine vom Unreinen getrennt und das Unreine durch den Urin ausgeschieden wird. Der gereinigte Rest wird von den Blutadern aufgenommen und dort zum dritten Mal zerkleinert, das Reine vom Unreinen getrennt und das Unreine durch Schweiß und Speichel ausgeschieden. Dann aber  verteilt sich der gereinigte Rest in den Gliedern und wird dort zum vierten Mal zerkleinert, das Reine vom Unreinen getrennt und jenes Unreine, das schon beinahe rein ist, in den Spermagefäßen aufbewahrt und bei der Zeugung ausgeschieden. Der völlig gereinigte Rest, der sich in die Substanz der Organe verwandelt hat, wird als kraftvolle Lebenssubstanz endlich in die Lebenskraft eingebunden. So gelangt kein unreines Essen in die Lebenskraft, da jede Speise viermal gereinigt wurde. Weil du aber, mein lieber Freund, kein Wiederkäuer bist, nimmst du unreine Nahrung zu dir und deswegen giltst du nach göttlichem Gesetz als unrein.&amp;quot; Als das Schwein dieses gehört hatte, zog es sich beschämt zurück.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Deutsche Versionen==&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 11 (um 1408/16, nach Druck Augsburg, 1490)===&lt;br /&gt;
Das &amp;amp;middot;XI&amp;amp;middot; Capitel Bedenck alle ding mit wolgedewtem eintrucken ee und du sy thuost&amp;amp;middot;&amp;lt;br /&amp;gt;Das &amp;amp;middot;XI&amp;amp;middot; Capitel&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039;ach etwe vil dewung &lt;br /&gt;
der empfange(n) speyß empfalhe ei(n) Ochß die selbe(n) speise dem guomen hyn wider sy baß zekeüen&amp;amp;middot; Unnd da er siczender und ruowender eyntrucket das sahe ein schwein es lief zuo im un(d) sprach&amp;amp;middot; Du gehürneter was ist das du thuost&amp;amp;middot; Der ochß sprach&amp;amp;middot; Ich eindrucke&amp;amp;middot; Do sprach das schwein&amp;amp;middot; Du unweiser ein kleine stund vor der zeyt hastu ein schwaeres joch vo(n) dyr geleget / waru(m)b ruoest du nu(n) nit Waer des nit genueg das du das aynest gekewt hetest&amp;amp;middot; Das verantwurt der ochs unnd sprach also&amp;amp;middot; Des nymm dir nit wund(er) / mein pruoder / wenn waer daz du eindrucktest fürwar so verstuendest du auch mei(n) eindrucke(n) ich bit dich in freüntschaft sag mir wo und an wellicher stat der tiere ist der synn der speiß geseczt / Ist er nit in dem guomen&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daru(m)be seyt er in dez guome(n) ist so wir dann die speiß ye fleissigklicher kewen so wir ye mer geschmackes des dings das wir da keüen empfahen un(d) gewynnen / auch dester mer lustes in dem koste(n)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2====&lt;br /&gt;
Wis fürwar das dye besichtige natur die winckel zaen mit de(n) dz kewen geschicht hat zwir allso grosse macht als die andern un(d) vodern zaen&amp;amp;middot; Daru(m)b das dz keue(n) dest bas geschehe&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====3====&lt;br /&gt;
Auch hat die natur den costende(n) syn in de(n) mu(n)de geseczt / daru(m)b das wyr dye speiß dester lenger mit lust und(er) dem guomen hielten&amp;amp;middot; Nun dewe ich mein speiß destbas&amp;amp;middot; wenn sy wirt mit eindrucken mir zuo hilf wolgeleütert&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====4====&lt;br /&gt;
Do sprach dzschwein&amp;amp;middot; wer hat dich gelert eintrucke(n)&amp;amp;middot; Der frag gab der ochß antwurt unnd sprach&amp;amp;middot; Des bison zweifel die kunst hat mich geleret eindrucken in meinen leychnam die den weysen lert eintrucken in der sel&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====5====&lt;br /&gt;
wann am weiser eindruckt alle ding die er redtt oder würckt mit sitigem bedencken / darumb so erdet er wolgedeüte wort / un(d) würckt wolgeleüterte und rain geschwu(d)gen werck &amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6====&lt;br /&gt;
Sag mir wardurch istt dem mensche(n) verlihen clarer rat und vernunft un(d) das aller klarest gu(o)t der beda(e)chtnus zu(o) nichten anders fürwar dann das er die heilwertiklich nücz in seinen wozten und wercken &amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====7====&lt;br /&gt;
Darum ist das kewüen der Gedächtnisse in allen menschlichen wozben rñ wercken allzeit für zusehen das die beiden mit Weisheit wohl behut sehen. Auch ist des nicht genüge ob ein Ding ähnelt besichtiglich und bedächtiklich wird betracht/ wenn das ist ein Notruf das es bedendiklich dich und oft werd eingedzuckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====8====&lt;br /&gt;
Wenn ein yeckliche speis wirt vierfaltiklich gekocht ee und syden gelidern warhaftiklich und wolgeleute ret empfolhen unnd geaigenot wirt&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====9====&lt;br /&gt;
====10====&lt;br /&gt;
====11====&lt;br /&gt;
====12====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Miniaturen und gedruckte Bilder==&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (Cgm 254, 9v).png|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (Cgm 254, 9v)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (Cgm 9602, 10v).jpg|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (Cgm 9602, 10v)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (Mgf 459, 23v).png|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (Mgf 459, 23v)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (MS 653, 174r).png|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (MS 653, 174r)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (MS Egerton 1121, 16r).png|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (MS Egerton 1121, 16r)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (Druck 1490, 12v).jpg|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (Druck 1490, 12v)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (Druck 1571, 45v).png|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (Druck 1571, 45v)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Fabel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Franziska Hollweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ochse_und_Schwein_(Erz%C3%A4hlstoff)&amp;diff=20230</id>
		<title>Ochse und Schwein (Erzählstoff)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ochse_und_Schwein_(Erz%C3%A4hlstoff)&amp;diff=20230"/>
		<updated>2021-11-02T09:39:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Franziska Hollweg: /* 4 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Erzählstoff&lt;br /&gt;
| namen              = Ochse und Schwein&lt;br /&gt;
| regest             = Der Ochse erklärt dem fragenden Schwein, warum er wiederkäut. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 530)&lt;br /&gt;
| fassungen          = [[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 11&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der wyßheit (Sebastian Münster)]], Nr. I, 11, Bl. 9v-10v&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]], 11&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 530f.; [[Günthart, Romy (Hg.): Sebastian Münster, Spiegel der wyßheit]], Band 2, S. 26f.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
== Lateinische Version (Cyrillus, Nr. I, 11), 1. Hälfte 14. Jhd. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Tradition baut auf einer lateinischen Quelle auf (Cyrillus, Nr. I, 11 ([https://archive.org/details/diebeidenltesten00grss Grässe, Johann Georg Theodor (Hg.): Die beiden ältesten lateinischen Fabelbücher des Mittelalters.] Tübingen 1880, S. 16-18)). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Cyrillus: Speculum Sapientiae&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 44-46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Übersetzung&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 45-47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
Diligentiori ruminatione omnia digeras, priusquam agas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Post aliquantulam sumpti digestionem edulii ipsum bos retribuens faucibus cum recubans ruminaret, porcus hoc adspiciens ad eum venit et dixit: &amp;quot;Quid est quod agis, cornute?&amp;quot; Cui ille: &amp;quot;Rumino.&amp;quot; Tunc porcus: &amp;quot;Parum ante tam onerosum iugum deposuisti, ut quid modo non quiescis? Nonne semel satis est masticasse? Ad haec bos ita fertur dixisse: &amp;quot;Nimirum, frater, si ruminares, nullatenus ita sentires. Ubi quaeso situs est alimenti sensus? Nonne in faucibus? Et propter hoc quanto diligentius edulium masticamus, tanto amplius totius rei saporem percipimus et iudicialem gustum vehementius delectamus; revera molares dentes in duplo provida ob hoc natura composuit, ut masticatio maior adsit, et gustativus sensus providenter locatus est in ore, ut delectatione cibum diutius teneamus sub fauce. Quin et ruminans melius digero et alimentum in fine per amplius depuratum assumo.&amp;quot; Tunc porcus his auditis adiunxit: &amp;quot;Quis ruminare te docuit?&amp;quot; Et ille: &amp;quot;Nimirum ars illa me hoc agere erudivit in corpore, quae sapientem edocuit ruminare in mente. Cuncta namque subtili medicamine ruminat prudens quae aut dicit aut facit, propterea quidem digesta loquitur et purgata similiter operatur. Ad quid enim communicatum est homini clarum rationis consilium, et tarn carissimum concessum est illi meditationis bonum? Nonne ut his salubriter in agendis utatur? Unde praemeditationis masticatio semper praeponenda est in cunctis humanis actibus, si sapientia gubernantur, ut universa digestiora et puriora consequantur. Nec semel satis est rem agendam videre, sed necesse est eam subtiliter pluries ruminare. Sicut quattuor digestionibus cibus praecoquitur, ut deinde membris purior atque veracior tribuatur, omnis cibus, autequam animae uniatur, quattuor purgetur digestionibus. Primo vadit ad stomachum et ibi digeritur et sequestratur purum ab impuro et quod impurum est, emittitur per secessum. Deinde purum derelictum ad hepar mittitur, et ibi digeritur et fit sanguis et sequestratur purum ab impuro et impurum emittitur per urinam. Deinde derelictum purum a venis attrahitur et ibi tertio digeritur et sequestratur purum ab impuro et impurum emittitur per sudorem et sputum. Deinde purum derelictum per membra spargitur et in membris quarto digeritur et sequestratur purum ab impuro et illud impurum, quod quasi purum est, servatur in vasis spermaticis et in generatione emittitur. Purissimum autem derelictum conversum in membrorum substantiam finaliter animae copulatur factum vivum et substantia vitae. Unde nulla cibalis impuritas accedit ad animam, nisi cum quater mundificatus sit omnis cibus. Tu quidem ergo, carissime, quia non ruminas, impurius suscipis alimentum, et ob hoc divina lege iudicaris immundus.&amp;quot; Quibus auditis erubescens porcus recessit.&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
Bevor du handelst, sollst du alles durch sorgfältiges Nachdenken abwägen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwein sah, wie ein Ochse nach kurzem Kauen der aufgenommenen Nahrung diese wieder seinem Maul zuführte und im Liegen wiederkäute; es ging näher zu ihm und sagte: &amp;quot;Was treibst du, Hornochse?&amp;quot; Jener sagte zu ihm: &amp;quot;Ich bin mit Wiederkäuen beschäftigt.&amp;quot; Darauf meinte das Schwein: &amp;quot;Eben erst hast du das so beschwerliche Joch abgelegt, warum ruhst du jetzt nicht aus? Genügt es nicht, einmal gekaut zu haben?&amp;quot; Darauf soll der Ochse folgendes gesagt haben: &amp;quot;Aber nein, mein Bruder, wenn du ein Wiederkäuer wärest, würdest du keineswegs so denken. Ich frage dich, wo ist denn das Sinnesorgan für die Nahrung angesiedelt? Doch im Maul! Je sorgfältiger wir kauen, um so mehr nehmen wir folglich den Geschmack der ganzen Sache auf und um so eindringlicher erfreut sich der urteilende Geschmacksinn; die wirklich weitsichtige Natur hat deshalb die Backenzähne doppelt angelegt, damit ein kräftiges Kauen möglich ist, und der Geschmackssinn ist absichtlich im Mund angelegt, damit wir mit Freude die Speise länger darin festhalten. Ich verdaue sogar besser, wenn ich wiederkäue und nehme schließlich eine besser gereinigte Nahrung auf.&amp;quot; Als das Schwein dieses gehört hatte, fügte es hinzu: &amp;quot;Wer hat dich das Wiederkäuen gelehrt?&amp;quot; Er gab zur Antwort: &amp;quot;Selbstverständlich hat jene Kunst mich dazu erzogen, dies in meinem Körper zu tun, die den Weisen lehrte, im Geist wiederzukäuen. Denn alles, was der Kluge sagt oder tut, kaut er mit einem feinen Wirkstoff nochmals durch. Deshalb spricht er nach reiflicher Überlegung und handelt in ähnlicher Weise lauter. Wozu ist nämlich dem Menschen das klare Planen des Verstandes gegeben und wozu ist ihm das so teure Gut des Nachdenkens gewährt worden? Doch dazu, daß er es heilsam bei seinem Tun und Handeln benutzt. Deshalb muß bei allen menschlichen Handlungen immer das &#039;Kauen&#039; der Vorüberlegung vorangestellt werden, wenn sie von der Weisheit gelenkt werden, damit alles durchdachter und reiner nachfolgt. Und es genügt nicht, eine Sache, die man zu tun hat, nur einmal zu bedenken, sondern man muß sie mehrmals gründlich überdenken. So wird eine Speise durch vier Verdauungsvorgänge vorverdaut, daß sie dann den Gliedern reiner und echter zugeführt wird, und jede Speise soll durch einen vierfachen Verdauungsvorgang gereinigt werden, bevor sie in die Lebenskraft eingeht. Zuerst kommt sie in den Magen und wird dort zerkleinert, das Reine wird vom Unreinen getrennt und das Unreine wird abgeführt. Dann wird der gereinigte Rest zur Leber transportiert und dort zerkleinert, so daß Blut entsteht, das Reine vom Unreinen getrennt und das Unreine durch den Urin ausgeschieden wird. Der gereinigte Rest wird von den Blutadern aufgenommen und dort zum dritten Mal zerkleinert, das Reine vom Unreinen getrennt und das Unreine durch Schweiß und Speichel ausgeschieden. Dann aber  verteilt sich der gereinigte Rest in den Gliedern und wird dort zum vierten Mal zerkleinert, das Reine vom Unreinen getrennt und jenes Unreine, das schon beinahe rein ist, in den Spermagefäßen aufbewahrt und bei der Zeugung ausgeschieden. Der völlig gereinigte Rest, der sich in die Substanz der Organe verwandelt hat, wird als kraftvolle Lebenssubstanz endlich in die Lebenskraft eingebunden. So gelangt kein unreines Essen in die Lebenskraft, da jede Speise viermal gereinigt wurde. Weil du aber, mein lieber Freund, kein Wiederkäuer bist, nimmst du unreine Nahrung zu dir und deswegen giltst du nach göttlichem Gesetz als unrein.&amp;quot; Als das Schwein dieses gehört hatte, zog es sich beschämt zurück.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Deutsche Versionen==&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 11 (um 1408/16, nach Druck Augsburg, 1490)===&lt;br /&gt;
Das &amp;amp;middot;XI&amp;amp;middot; Capitel Bedenck alle ding mit wolgedewtem eintrucken ee und du sy thuost&amp;amp;middot;&amp;lt;br /&amp;gt;Das &amp;amp;middot;XI&amp;amp;middot; Capitel&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039;ach etwe vil dewung &lt;br /&gt;
der empfange(n) speyß empfalhe ei(n) Ochß die selbe(n) speise dem guomen hyn wider sy baß zekeüen&amp;amp;middot; Unnd da er siczender und ruowender eyntrucket das sahe ein schwein es lief zuo im un(d) sprach&amp;amp;middot; Du gehürneter was ist das du thuost&amp;amp;middot; Der ochß sprach&amp;amp;middot; Ich eindrucke&amp;amp;middot; Do sprach das schwein&amp;amp;middot; Du unweiser ein kleine stund vor der zeyt hastu ein schwaeres joch vo(n) dyr geleget / waru(m)b ruoest du nu(n) nit Waer des nit genueg das du das aynest gekewt hetest&amp;amp;middot; Das verantwurt der ochs unnd sprach also&amp;amp;middot; Des nymm dir nit wund(er) / mein pruoder / wenn waer daz du eindrucktest fürwar so verstuendest du auch mei(n) eindrucke(n) ich bit dich in freüntschaft sag mir wo und an wellicher stat der tiere ist der synn der speiß geseczt / Ist er nit in dem guomen&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1====&lt;br /&gt;
Darübe seyt er in dez guome(n) ist so wir dann die speiß ye fleissigklicher kewen so wir ye mer geschmackes des dings das wir da keüen empfahen un(d) gewynnen / auch dester mer lustes in dem koste(n)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====2====&lt;br /&gt;
====3====&lt;br /&gt;
Auch hat die natur den costende(n) syn in de(n) mu(n)de geseczt / daru(m)b das wyr dye speiß dester lenger mit lust und(er) dem guomen hielten&amp;amp;middot; Nun dewe ich mein speiß destbas&amp;amp;middot; wenn sy wirt mit eindrucken mir zuo hilf wolgeleütert&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====4====&lt;br /&gt;
Do sprach dzschwein&amp;amp;middot; wer hat dich gelert eintrucke(n)&amp;amp;middot; Der frag gab der ochs antwurt unnd sprach&amp;amp;middot; Des bison zweifel die kunst hat mich geleret eindrucken in meinen leychnam die den weysen lert eintrucken in der sel&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====5====&lt;br /&gt;
wann am weiser eindruckt alle ding die er redtt oder würckt mit sitigem bedencken / darumb so erdet er wolgedeüte wort / un(d) würckt wolgeleüterte und rain geschwu(d)gen werck &amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====6====&lt;br /&gt;
Sag mir wardurch istt dem mensche(n) verlihen clarer rat und vernunft un(d) das aller klarest gu(o)t der beda(e)chtnus zu(o) nichten anders fürwar dann das er die heilwertiklich nücz in seinen wozten und wercken &amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====7====&lt;br /&gt;
Darum ist das kewüen der Gedächtnisse in allen menschlichen wozben rñ wercken allzeit für zusehen das die beiden mit Weisheit wohl behut sehen. Auch ist des nicht genüge ob ein Ding ähnelt besichtiglich und bedächtiklich wird betracht wenn das ist ein Notruf das es bedendiklich dich und oft werd eingedzuckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====8====&lt;br /&gt;
Wenn ein yeckliche speiß(e) wirt vierfaltiklich gekocht ee und syden gelidern warhaftiklich und wolgeleute ret empfolhen unnd geaigenot wirt&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====9====&lt;br /&gt;
====10====&lt;br /&gt;
====11====&lt;br /&gt;
====12====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Miniaturen und gedruckte Bilder==&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (Cgm 254, 9v).png|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (Cgm 254, 9v)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (Cgm 9602, 10v).jpg|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (Cgm 9602, 10v)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (Mgf 459, 23v).png|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (Mgf 459, 23v)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (MS 653, 174r).png|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (MS 653, 174r)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (MS Egerton 1121, 16r).png|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (MS Egerton 1121, 16r)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (Druck 1490, 12v).jpg|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (Druck 1490, 12v)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (Druck 1571, 45v).png|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (Druck 1571, 45v)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Fabel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Franziska Hollweg</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ochse_und_Schwein_(Erz%C3%A4hlstoff)&amp;diff=20229</id>
		<title>Ochse und Schwein (Erzählstoff)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ochse_und_Schwein_(Erz%C3%A4hlstoff)&amp;diff=20229"/>
		<updated>2021-11-02T09:39:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Franziska Hollweg: /* 4 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Erzählstoff&lt;br /&gt;
| namen              = Ochse und Schwein&lt;br /&gt;
| regest             = Der Ochse erklärt dem fragenden Schwein, warum er wiederkäut. ([[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 530)&lt;br /&gt;
| fassungen          = [[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 11&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der wyßheit (Sebastian Münster)]], Nr. I, 11, Bl. 9v-10v&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]], 11&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Dicke, Gerd/Grubmüller, Klaus: Die Fabeln des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]], S. 530f.; [[Günthart, Romy (Hg.): Sebastian Münster, Spiegel der wyßheit]], Band 2, S. 26f.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
== Lateinische Version (Cyrillus, Nr. I, 11), 1. Hälfte 14. Jhd. ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Tradition baut auf einer lateinischen Quelle auf (Cyrillus, Nr. I, 11 ([https://archive.org/details/diebeidenltesten00grss Grässe, Johann Georg Theodor (Hg.): Die beiden ältesten lateinischen Fabelbücher des Mittelalters.] Tübingen 1880, S. 16-18)). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Cyrillus: Speculum Sapientiae&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 44-46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;border-width: 1px 1px 5px 1px&amp;quot;|Übersetzung&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Esser, Birgit/Blanke, Hans-Jürgen (Hg.): Speculum Sapientiae]], S. 45-47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
Diligentiori ruminatione omnia digeras, priusquam agas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Post aliquantulam sumpti digestionem edulii ipsum bos retribuens faucibus cum recubans ruminaret, porcus hoc adspiciens ad eum venit et dixit: &amp;quot;Quid est quod agis, cornute?&amp;quot; Cui ille: &amp;quot;Rumino.&amp;quot; Tunc porcus: &amp;quot;Parum ante tam onerosum iugum deposuisti, ut quid modo non quiescis? Nonne semel satis est masticasse? Ad haec bos ita fertur dixisse: &amp;quot;Nimirum, frater, si ruminares, nullatenus ita sentires. Ubi quaeso situs est alimenti sensus? Nonne in faucibus? Et propter hoc quanto diligentius edulium masticamus, tanto amplius totius rei saporem percipimus et iudicialem gustum vehementius delectamus; revera molares dentes in duplo provida ob hoc natura composuit, ut masticatio maior adsit, et gustativus sensus providenter locatus est in ore, ut delectatione cibum diutius teneamus sub fauce. Quin et ruminans melius digero et alimentum in fine per amplius depuratum assumo.&amp;quot; Tunc porcus his auditis adiunxit: &amp;quot;Quis ruminare te docuit?&amp;quot; Et ille: &amp;quot;Nimirum ars illa me hoc agere erudivit in corpore, quae sapientem edocuit ruminare in mente. Cuncta namque subtili medicamine ruminat prudens quae aut dicit aut facit, propterea quidem digesta loquitur et purgata similiter operatur. Ad quid enim communicatum est homini clarum rationis consilium, et tarn carissimum concessum est illi meditationis bonum? Nonne ut his salubriter in agendis utatur? Unde praemeditationis masticatio semper praeponenda est in cunctis humanis actibus, si sapientia gubernantur, ut universa digestiora et puriora consequantur. Nec semel satis est rem agendam videre, sed necesse est eam subtiliter pluries ruminare. Sicut quattuor digestionibus cibus praecoquitur, ut deinde membris purior atque veracior tribuatur, omnis cibus, autequam animae uniatur, quattuor purgetur digestionibus. Primo vadit ad stomachum et ibi digeritur et sequestratur purum ab impuro et quod impurum est, emittitur per secessum. Deinde purum derelictum ad hepar mittitur, et ibi digeritur et fit sanguis et sequestratur purum ab impuro et impurum emittitur per urinam. Deinde derelictum purum a venis attrahitur et ibi tertio digeritur et sequestratur purum ab impuro et impurum emittitur per sudorem et sputum. Deinde purum derelictum per membra spargitur et in membris quarto digeritur et sequestratur purum ab impuro et illud impurum, quod quasi purum est, servatur in vasis spermaticis et in generatione emittitur. Purissimum autem derelictum conversum in membrorum substantiam finaliter animae copulatur factum vivum et substantia vitae. Unde nulla cibalis impuritas accedit ad animam, nisi cum quater mundificatus sit omnis cibus. Tu quidem ergo, carissime, quia non ruminas, impurius suscipis alimentum, et ob hoc divina lege iudicaris immundus.&amp;quot; Quibus auditis erubescens porcus recessit.&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;vertical-align:top;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
Bevor du handelst, sollst du alles durch sorgfältiges Nachdenken abwägen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schwein sah, wie ein Ochse nach kurzem Kauen der aufgenommenen Nahrung diese wieder seinem Maul zuführte und im Liegen wiederkäute; es ging näher zu ihm und sagte: &amp;quot;Was treibst du, Hornochse?&amp;quot; Jener sagte zu ihm: &amp;quot;Ich bin mit Wiederkäuen beschäftigt.&amp;quot; Darauf meinte das Schwein: &amp;quot;Eben erst hast du das so beschwerliche Joch abgelegt, warum ruhst du jetzt nicht aus? Genügt es nicht, einmal gekaut zu haben?&amp;quot; Darauf soll der Ochse folgendes gesagt haben: &amp;quot;Aber nein, mein Bruder, wenn du ein Wiederkäuer wärest, würdest du keineswegs so denken. Ich frage dich, wo ist denn das Sinnesorgan für die Nahrung angesiedelt? Doch im Maul! Je sorgfältiger wir kauen, um so mehr nehmen wir folglich den Geschmack der ganzen Sache auf und um so eindringlicher erfreut sich der urteilende Geschmacksinn; die wirklich weitsichtige Natur hat deshalb die Backenzähne doppelt angelegt, damit ein kräftiges Kauen möglich ist, und der Geschmackssinn ist absichtlich im Mund angelegt, damit wir mit Freude die Speise länger darin festhalten. Ich verdaue sogar besser, wenn ich wiederkäue und nehme schließlich eine besser gereinigte Nahrung auf.&amp;quot; Als das Schwein dieses gehört hatte, fügte es hinzu: &amp;quot;Wer hat dich das Wiederkäuen gelehrt?&amp;quot; Er gab zur Antwort: &amp;quot;Selbstverständlich hat jene Kunst mich dazu erzogen, dies in meinem Körper zu tun, die den Weisen lehrte, im Geist wiederzukäuen. Denn alles, was der Kluge sagt oder tut, kaut er mit einem feinen Wirkstoff nochmals durch. Deshalb spricht er nach reiflicher Überlegung und handelt in ähnlicher Weise lauter. Wozu ist nämlich dem Menschen das klare Planen des Verstandes gegeben und wozu ist ihm das so teure Gut des Nachdenkens gewährt worden? Doch dazu, daß er es heilsam bei seinem Tun und Handeln benutzt. Deshalb muß bei allen menschlichen Handlungen immer das &#039;Kauen&#039; der Vorüberlegung vorangestellt werden, wenn sie von der Weisheit gelenkt werden, damit alles durchdachter und reiner nachfolgt. Und es genügt nicht, eine Sache, die man zu tun hat, nur einmal zu bedenken, sondern man muß sie mehrmals gründlich überdenken. So wird eine Speise durch vier Verdauungsvorgänge vorverdaut, daß sie dann den Gliedern reiner und echter zugeführt wird, und jede Speise soll durch einen vierfachen Verdauungsvorgang gereinigt werden, bevor sie in die Lebenskraft eingeht. Zuerst kommt sie in den Magen und wird dort zerkleinert, das Reine wird vom Unreinen getrennt und das Unreine wird abgeführt. Dann wird der gereinigte Rest zur Leber transportiert und dort zerkleinert, so daß Blut entsteht, das Reine vom Unreinen getrennt und das Unreine durch den Urin ausgeschieden wird. Der gereinigte Rest wird von den Blutadern aufgenommen und dort zum dritten Mal zerkleinert, das Reine vom Unreinen getrennt und das Unreine durch Schweiß und Speichel ausgeschieden. Dann aber  verteilt sich der gereinigte Rest in den Gliedern und wird dort zum vierten Mal zerkleinert, das Reine vom Unreinen getrennt und jenes Unreine, das schon beinahe rein ist, in den Spermagefäßen aufbewahrt und bei der Zeugung ausgeschieden. Der völlig gereinigte Rest, der sich in die Substanz der Organe verwandelt hat, wird als kraftvolle Lebenssubstanz endlich in die Lebenskraft eingebunden. So gelangt kein unreines Essen in die Lebenskraft, da jede Speise viermal gereinigt wurde. Weil du aber, mein lieber Freund, kein Wiederkäuer bist, nimmst du unreine Nahrung zu dir und deswegen giltst du nach göttlichem Gesetz als unrein.&amp;quot; Als das Schwein dieses gehört hatte, zog es sich beschämt zurück.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Deutsche Versionen==&lt;br /&gt;
===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]], Nr. I, 11 (um 1408/16, nach Druck Augsburg, 1490)===&lt;br /&gt;
Das &amp;amp;middot;XI&amp;amp;middot; Capitel Bedenck alle ding mit wolgedewtem eintrucken ee und du sy thuost&amp;amp;middot;&amp;lt;br /&amp;gt;Das &amp;amp;middot;XI&amp;amp;middot; Capitel&amp;lt;br /&amp;gt;&#039;&#039;&#039;N&#039;&#039;&#039;ach etwe vil dewung &lt;br /&gt;
der empfange(n) speyß empfalhe ei(n) Ochß die selbe(n) speise dem guomen hyn wider sy baß zekeüen&amp;amp;middot; Unnd da er siczender und ruowender eyntrucket das sahe ein schwein es lief zuo im un(d) sprach&amp;amp;middot; Du gehürneter was ist das du thuost&amp;amp;middot; Der ochß sprach&amp;amp;middot; Ich eindrucke&amp;amp;middot; Do sprach das schwein&amp;amp;middot; Du unweiser ein kleine stund vor der zeyt hastu ein schwaeres joch vo(n) dyr geleget / waru(m)b ruoest du nu(n) nit Waer des nit genueg das du das aynest gekewt hetest&amp;amp;middot; Das verantwurt der ochs unnd sprach also&amp;amp;middot; Des nymm dir nit wund(er) / mein pruoder / wenn waer daz du eindrucktest fürwar so verstuendest du auch mei(n) eindrucke(n) ich bit dich in freüntschaft sag mir wo und an wellicher stat der tiere ist der synn der speiß geseczt / Ist er nit in dem guomen&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====1====&lt;br /&gt;
Darübe seyt er in dez guome(n) ist so wir dann die speiß ye fleissigklicher kewen so wir ye mer geschmackes des dings das wir da keüen empfahen un(d) gewynnen / auch dester mer lustes in dem koste(n)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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Auch hat die natur den costende(n) syn in de(n) mu(n)de geseczt / daru(m)b das wyr dye speiß dester lenger mit lust und(er) dem guomen hielten&amp;amp;middot; Nun dewe ich mein speiß destbas&amp;amp;middot; wenn sy wirt mit eindrucken mir zuo hilf wolgeleütert&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
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Do sprach dzschwein&amp;amp;middit; wer hat dich gelert eintrucke(n)&amp;amp;middot; Der frag gab der ochs antwurt unnd sprach&amp;amp;middot; Des bison zweifel die kunst hat mich geleret eindrucken in meinen leychnam die den weysen lert eintrucken in der sel&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
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wann am weiser eindruckt alle ding die er redtt oder würckt mit sitigem bedencken / darumb so erdet er wolgedeüte wort / un(d) würckt wolgeleüterte und rain geschwu(d)gen werck &amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
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Sag mir wardurch istt dem mensche(n) verlihen clarer rat und vernunft un(d) das aller klarest gu(o)t der beda(e)chtnus zu(o) nichten anders fürwar dann das er die heilwertiklich nücz in seinen wozten und wercken &amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====7====&lt;br /&gt;
Darum ist das kewüen der Gedächtnisse in allen menschlichen wozben rñ wercken allzeit für zusehen das die beiden mit Weisheit wohl behut sehen. Auch ist des nicht genüge ob ein Ding ähnelt besichtiglich und bedächtiklich wird betracht wenn das ist ein Notruf das es bedendiklich dich und oft werd eingedzuckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====8====&lt;br /&gt;
Wenn ein yeckliche speiß(e) wirt vierfaltiklich gekocht ee und syden gelidern warhaftiklich und wolgeleute ret empfolhen unnd geaigenot wirt&amp;amp;middot;&lt;br /&gt;
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===[[Buch der natürlichen Weisheit (Ulrich von Pottenstein)]]===&lt;br /&gt;
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Datei:Ochse und Schwein (Cgm 254, 9v).png|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (Cgm 254, 9v)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (Cgm 9602, 10v).jpg|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (Cgm 9602, 10v)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (Mgf 459, 23v).png|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (Mgf 459, 23v)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (MS 653, 174r).png|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (MS 653, 174r)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (MS Egerton 1121, 16r).png|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (MS Egerton 1121, 16r)&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (Druck 1490, 12v).jpg|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (Druck 1490, 12v)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[[Spiegel der natürlichen weyßhait (Daniel Holzmann)]]===&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Ochse und Schwein (Druck 1571, 45v).png|200px|thumb|left|Ochse und Schwein (Druck 1571, 45v)&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Fabel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Franziska Hollweg</name></author>
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