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	<title>Brevitas Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-12T20:16:15Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Strasser,_Ingrid:_Und_sungen_ein_liet_ze_pr%C3%AEse_in_einer_h%C3%B4hen_w%C3%AEse&amp;diff=13919</id>
		<title>Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse</title>
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		<updated>2021-01-26T09:31:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmæren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmären des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;verligen&#039;&#039; in [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
** Die Parallelität zum [[Erec (Hartmann von Aue)]] wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse. (79) Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
** Vergleich mit dem Tagelied, wobei die Gewichtung der Rollen in [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] umgekehrt wird (90)&lt;br /&gt;
** Vergleich zu Tristan (92)&lt;br /&gt;
* [[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]] (82-84)&lt;br /&gt;
** Das Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder.&lt;br /&gt;
* [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] (84-89)&lt;br /&gt;
** Das Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich im Tristan wieder.&lt;br /&gt;
** Jedoch entspricht das Motiv im Märe in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang eines Gottesurteils.&lt;br /&gt;
* [[Der kluge Knecht (Der Stricker)]] (93-94)&lt;br /&gt;
** Das Motiv des Tagelieds, den frühen Morgen zu verfluchen, wird umgekehrt. Der Morgen und der damit verbundene Aufbruch zur Arbeit wird von der Frau herbeigesehnt.&lt;br /&gt;
** Die Ehefrau wird mit höfischen Attributen beschrieben sowie mit einer höfische Anrede durch den Ehemann angesprochen, die sich auch im [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] und in [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]] findet.&lt;br /&gt;
* [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] (95-97)&lt;br /&gt;
** Die äußeren Ideale der Hohen Minne werden verzerrt und konträr dargestellt.&lt;br /&gt;
** Strasser ist der Auffassung, dass die Minne der Ehe beim Stricker unterliegt.&lt;br /&gt;
* [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (98-99)&lt;br /&gt;
** Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist. (98)&lt;br /&gt;
* Grundstruktur der Eheerzählungen des Strickers (99-100) &lt;br /&gt;
** Der Ehepartner wird durch Hass/ Tätlichkeit/ Eifersucht/ Misstrauen/ Untreue/ renitentes Benehmen herausgefordert. Diese Herausforderung wird angenommen und in einer Stärke zurückgegeben, die den Herausforderer zum Unterlegenen macht. Dieser büßt seine Herausforderung mit Spott/ Schande/ Hass/ Schlägen. Die Handlungskonstellation wird hierbei komisch bis übertrieben dargestellt. &lt;br /&gt;
* Die Komik im Strickerschen Mære (100-107)&lt;br /&gt;
** Die Komik der Stricker-Schwänke nach [[Agricola, Erhard: Die Prudentia als Anliegen der Strickerschen Schwänke|E.Agricola]] mittels der Theorie des &amp;quot;komischen Konflikts&amp;quot; (Fr. G. Jünger) : Zwei Parteien ungleichen Kräfteverhältnisses geraten in einen Konflikt, in dem die schwächere Partei die Überlegene provoziert. Der Mechanismus des Konflikts wird durch die Unangemessenheit der Provokation in Gang gebracht. Der Angegriffene, dessen Überlegenheit in ethisch-moralischer Kategorien liegt, erwidert den Angriff. Die Retourkutsche führt den Angreifer ad absurdum und stellt die verletzte Ordnung wieder her. Die Provokation und Replik können auch in gegenseitiger Steigerung einhergehen. ( [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] ) (100-101)&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; und die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; nach O. Rommel: Die &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; zielt auf die Kontrasttheorie. Dazu muss der Mensch in Bezug auf eine allgemeingültige Anforderung auffälliger- und überraschenderweise versagen. Dabei muss das beobachtete Versagen die Rechtfertigung möglichen eigenen Versagens mit sich bringen. Die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; drückt höchstgesteigerte Lebensfreude aus. Darstellungsmittel sind dabei Übersteigerung und Übertreibung, seltener der absteigende Kontrast. Die Komik der Ehemären unterliegt der Unzulänglichkeitskomik. (101-102) &lt;br /&gt;
** Die Interpretation der Komik des mittelalterlichen Märes nach J. Ritter: Die Aktualisierung eines komischen Gehalts beruht nicht auf der Erfassung der stofflichen Begebenheiten, sondern auf der Einbeziehung der historischen, sozialen, kulturellen und regionalen Bedingungen. (103) &lt;br /&gt;
** Die Verteilung der höfischen Motive ist eng und beinahe ausschließlich an die &#039;&#039;persona comica&#039;&#039; gebunden. Laut Strasser intensivieren die höfischen Elemente die Komik. (104) &lt;br /&gt;
** Verortet man das Publikum in literarisch gebildeten Kreisen der Nobilität und des patrizischen Bürgertums, so können komische Kontraste (Verordnung eines bäuerlichen Mannes in ritterliche Traditionen) einen Beitrag zur Komik geleistet haben. Auch der Gebrauch von aus anderen Zusammenhängen vertrauten Thematiken könnte im parodistischen Sinne komisch gewirkt haben. (105-107)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
*[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
*[[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der kluge Knecht (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ehrismann,_Otfrid:_Tradition_und_Innovation&amp;diff=13918</id>
		<title>Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation</title>
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		<updated>2021-01-26T08:47:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation. Zu einigen Novellen des Stricker. In: Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Literatur des Spätmittelalters. Ergebnisse, Probleme und Perspektiven der Forschung. Greifswald 1986, S. 179-192&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Otfrid Ehrismann beschreibt anhand fünf ausgewählter Novellen des Strickers, die unter den Verdacht der sozialen Innovation gestellt wurden, das kontextabhängige Spiel mit den Gesellschaftsschichten zur Wiederherstellung des göttlichen &#039;&#039;ordo&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]] (179-180)&lt;br /&gt;
** Ehrismann erkennt in der Novelle einen gestörten &#039;&#039;ordo&#039;&#039;, wobei für keine der Gruppen innerhalb des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; Partei ergriffen wird. Der Stricker fordert also nicht die Zerstörung diesen &#039;&#039;ordos&#039;&#039;, sondern die Wiederherstellung desselben. Das Unrecht könne sich nur ausbreiten, weil alle soziale Gruppen innerhalb des vom Stricker gezeichneten Panoramas versagen. Der Versuch hier eine Forderung nach Solidarität gegen den bösen Herren herauszulesen, würde das Panorama verengen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]] (180-181)&lt;br /&gt;
** Im &#039;&#039;Turse&#039;&#039; wird das Panorama der Gesellschaftsschichten in den Novellen des Strickers um den ländlichen Adel erweitert.&lt;br /&gt;
** Auch hier wurde bereits Solidarität wider den Herren als Thema des mæres ausgemacht (W. Spiewok 1984). Allerdings bleibt die Erzählung parteilos. &lt;br /&gt;
** Auch die Moralisation widerspricht einer solchen Interpretation: sie kritisiert die Geschädigten heftiger als den Schädiger. Folglich gibt es nicht die gute Gruppe wider den bösen Herren, sondern allein die schlechte Gruppe, die dem Herren erst eine Störung des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; ermöglicht und sich damit sogar schuldiger macht als der Herr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (182-183)&lt;br /&gt;
** Die Geschichte handelt von der Wiederherstellung des guten Zustandes mit Hilfe von Recht als Garant für den &#039;&#039;ordo&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
** Der Aufbau der Gesellschaft wird nicht in Frage gestellt. Der Stricker behandelt hier die potentielle Schwäche der Herrschenden als Überheblichkeit und Unfähigkeit zu gerechtem Richten. Er betont auch das Recht des Volkes zum Widerstand. Das mære rechtfertigt das Rechtssystem. Der Ratgeber des Königs wird für seine Klugheit im Dienste des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; als Held der Geschichte gerühmt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]] (183-185)&lt;br /&gt;
** Das mære ist nicht als Plädoyer für die Armen und Entrechteten zu verstehen, sondern alleinig für das Recht. Durch die selbstverschuldete Auffahrt des Richters (auffälligerweise an dem Ort – der Mitte des Markplatzes –, an dem der Richter sonst Recht spricht) wird das Recht wieder hergestellt. &lt;br /&gt;
** Der Teufel ist hier nicht Herr über sich selbst, sondern unfreiwilliger Vollstrecker des Willen Gottes, indem er die Menschheit von seinesgleichen erlöst. Eine Interpretation ohne diese christliche Konnotation, bspw. unter Fokussierung &#039;kapitalistischer&#039; Motive, wird dem mære nicht gerecht - insbesondere, da dann die Moralisation über den Umgang mit dem Teufel befremdlich wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]] (185-187)&lt;br /&gt;
** Frühere Interpretationen (u.a. F. Pfeiffer), die innovative Erzählaspekte vermuten ließen, übersahen in diesem mære, dass die Stellung des Landesherren als oberste Rechtsinstanz stets unangefochten bleibt. &lt;br /&gt;
** Der Landesherr und seine Sendboten (die Gäuhühner) stellen bei Missachtung das Recht wieder her. In der Novelle des Strickers lässt sich daher keine Sympathie für revolutionäre Bewegungen ausmachen. Das Zerstörungswerk der Hühner erinnert an mittelalterliche Gerichtsverfahren und der apokalyptische Habitus der Hühner (Blitz, Donner und Geschrei) soll an das Bild des Jüngsten Gerichts erinnern und somit die Göttlichkeit der Rechtssphäre betonen. Von daher liegt es nahe, die Hühner weder als revolutionäre Bauern noch als reale Hühner, sondern als Allegorie von Weisheit und göttlicher Macht zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Fazit (187-189)&lt;br /&gt;
** Es lässt sich nicht ohne weiteres sagen, dass sich der Verdacht der sozialen Innovation bestätigt hätte, aber auch nicht, dass mit der traditionell geschützten Gruppe des Adels schonend umgegangen wird. &lt;br /&gt;
** Das Ziel des Erzählers ist es, an der schlechten Praxis zu zeigen, dass es positiv ist, den einstigen Zustand des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; wiederherzustellen. Es ist allerdings voreilig, die Restitution von &#039;&#039;ordo&#039;&#039; ausschließlich einem konservativem Denken zuzuordnen. &lt;br /&gt;
** Das Verlangen nach Recht ist ambivalent: Tradition und Innovation stehen nebeneinander. Durch das Einbringen einer neuen Wirklichkeit in die Fiktion, in der auch Städter und Dorfbewohner positiv literaturfähig sind, verleiht der Stricker dem fiktionalen Erzählen neue Impulse. Durch seine Beharrlichkeit auf das Recht, wird er partiell innovativ, da er Herrschaftsverhältnisse bewusst macht und von allen Gruppen der Gesellschaft verlangt, den &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu respektieren. &lt;br /&gt;
** Eine Literaturgeschichte des Spätmittelalters wird das Begriffspaar Tradition und Innovation relativieren müssen: Konsequentes Festhalten an einer fingierten Tradition kann also Innovation sein und wenigstens für eine vom Dichter nicht abschätzbare Zukunft innovatives Potential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ragotzky,_Hedda:_Die_%27Klugheit_der_Praxis%27_und_ihr_Nutzen&amp;diff=13917</id>
		<title>Ragotzky, Hedda: Die &#039;Klugheit der Praxis&#039; und ihr Nutzen</title>
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		<updated>2021-01-26T08:03:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ragotzky, Hedda: Die Klugheit der Praxis und ihr Nutzen. Zum Verhältnis von erzählter Geschichte und lehrhafter Fazitbildung in Mären des Strickers. In: Beiträge zur Erforschung der deutschen Sprache 123 (2001), S. 49-64&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedda Ragotzky beleuchtet, unter Fokussierung des Verhältnisses von erzählter Geschichte und Formen der Fazitbildung in den Epimythien, die Mären des Strickers als Ursprung und normative Größe einer Gattung Märe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine Gattung Märe (49-50)&lt;br /&gt;
** [[Grubmüller, Klaus: Das Groteske im Märe als Element seiner Geschichte]] postulierte, dass  Motivkorrespondenzen und Handlungsparallelen in Mären des Strickers, des Kaufringers und Rosenplüts eine &amp;quot;historische Gattungspoetik&amp;quot; begründeten. &lt;br /&gt;
** Es ist fraglich, ob die Geschichten des Strickers als traditionstiftende Repräsentanten einer Gattung Märe gelten können.&lt;br /&gt;
** Mären des Stricker umkreisen ordo-Verstöße, Bestrafung und Restituition, weshalb als Gattunsgziel die Belehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien (50-52)&lt;br /&gt;
** Es gibt laut Fischer fünf Mären ohne Epimythion: [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]], [[Der durstige Einsiedel (Der Stricker)]], [[Der unbelehrbare Zecher (Der Stricker)]].&lt;br /&gt;
** Daraus ergibt sich, dass Epimythien auch verzichtbar sind und die Erkenntnisleistung eines Märe nicht an das Epimythion gebunden ist. &lt;br /&gt;
** Das Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien ist somit flexibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (52-55)&lt;br /&gt;
** Es zeigt sich die charakteristische narrative Struktur von Mären: Die normative Balance von Rollen wird durch Handlung einer Figur bedroht, die Anforderung an die Rolle einer Figur wird auf die Probe gestellt und das Epimythion fungiert als Urteilsspruch über Versagen.&lt;br /&gt;
** Das Epimythion ist sprachlich kohäsiv gestaltet, indem die Zeitform beibehalten, aber auf Verallgemeinerung sowie auf Sentenz und Aufforderung an die Rezipienten verzichtet wird. &lt;br /&gt;
** Stattdessen zeigt sich das Epimythion als knappes, handlungsbezogenes Fazit mit implizitem Verbindlichkeitsanspruch. Jedoch ist der Urteilsspruch vom Erzähler nicht wertfrei formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (55-57)&lt;br /&gt;
** Dass Epimythien in abweichenen Formen vorliegen können, zeigt sich in der Überlieferung des jungen Ratgebers in der &amp;quot;Disciplina Clericalis&amp;quot; des Petrus Alphonsi und der des Strickers.&lt;br /&gt;
** Ein innerhalb der Erzählstruktur entwickelter Bewertungsmaßstab wird im Epimythion zum Maß des Urteils über das Versagen der Herren. Jedoch ist die Lehre anders als in [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] nicht linear, sondern bewegt sich hin und her, sowohl sprachlich durch den Tempuswechsel als auch erzählerisch durch das Beleuchten des Handelns gegenüber &#039;&#039;biderben&#039;&#039; und &#039;&#039;boesen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]] (57-58)&lt;br /&gt;
** In diesem Märe wird das sehr lange Epimythion ähnlich der Bispel hinsichtlich Personen und deren Handlungen mit der zeitgenössischen Gesellschaft in Beziehung gesetzt (&amp;quot;Prozeß des &#039;&#039;gelîchens&#039;&#039;&amp;quot;). Es zeichnet sich zwar durch die ablesbare Handlunsganweisung zudem eine starke Tendenz zur Spruchdichtung ab, das Epimythion wird letztlich jedoch durch die Mären-konforme Verurteilung von Torheit geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Martinsnacht (Der Stricker)]] (58-59)&lt;br /&gt;
** Die charakteristische Erzählstruktur der Mären des Stricker wird eingehalten.&lt;br /&gt;
** Eine Zechrede ist durch ihre Qualität keiner moralischen Fazitbildung angemessen. Es zeichnet sich über die Warnung hinaus kein lehrhafter Charakter ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die drei Wünsche (Der Stricker)]] (59-60)&lt;br /&gt;
** Durch die Überschneidung der Gattungen zeigt sich auch an diesem Epimythion, was insbesondere in der Analyse in [[Sowinski, Bernhard: Die drei Wünsche des Stricker]] sichtbar wird.&lt;br /&gt;
** Nach einem Rückgriff auf Handlung und zeitgenössische Gegenwart wird im Epimythion stark abstrahierend die Torheit behandelt - in einem solchen Maß abstrahiert, dass diese beinahe losgelöst von der Geschichte betrachtet wird. Dabei finden sich in der Moralisation Anlagen an Aristoteles, Freidank und Heinrich von Müdeln.&lt;br /&gt;
** Dieses längste Epimythion bietet anhand der Toren-Typologie auch eine ordo-Erläuterung und erinnert an einen Traktat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]] (60-62)&lt;br /&gt;
** In diesem Märe ergibt sich eine inhaltliche Lücke zwischen Geschichte und Epimythion, da der erzählerisch passiv und rechtsbewusst beschriebene Teufel der Warnung vor dessen Verführungskünsten widerspricht.&lt;br /&gt;
** Ein Anspruch christlicher Lehrtradition allein kann diese Diskrepanz nicht erklären. Vielmehr macht Ragotzky die Ironie in der Geschichte für die Diskrepanz verantwortlich.&lt;br /&gt;
** Das Epimythion bezieht sich somit weniger auf den Teufel als auf die Handlungsweisen des Richters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frühe literarische Orienterungsleistung durch Widersprüche? (62-64)&lt;br /&gt;
** In (Schwank)Mären gibt es typusgerechte Abwandlungen der Epimythien, da sie über Unterschiedliches belehren sollen. Da sie zudem von außen zur Geschichte hinzukommen, entsteht ein Spannungsverhältnis. Dieses Spannungsverhältnis wird vom Erzähler genutzt , um dazu anzuregen, über das Wie des richtigen Handelns nachzudenken.&lt;br /&gt;
** Im Epimythion werden zwar Handlungsaspekte selektiv aufgegriffen, aber der aufgerufene diskursive Kontext wird gebündelt und gelenkt.&lt;br /&gt;
** Als frühe Gattunsgvertreter erweisen sich die Mären des Strickers hinsichtlich der Abwandlungen von Moralisierungspraxis innovativ. Allerdings ist eine Annahme gattungspoetologischer Normen durch den Stricker mit Vorsicht zu behandeln.&lt;br /&gt;
** Sie sind zudem nicht rein didaktisch hinsichtlich der Einhaltung/Verletzung des ordos auslegbar. &amp;quot;Konstitutiv für diese Geschichten ist vielmehr die Frage nach dem Wie des Handelns, nach einer Handlungsfähigkeit unter Bedingungen, angesichts derer das einfache Befolgen von ordo-Regeln gerade in die Sackgasse führt, die es nicht erlauben, &#039;&#039;wîsheit&#039;&#039; problemlos umzusetzen.&amp;quot; (63)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Martinsnacht (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die drei Wünsche (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ragotzky,_Hedda:_Die_%27Klugheit_der_Praxis%27_und_ihr_Nutzen&amp;diff=13915</id>
		<title>Ragotzky, Hedda: Die &#039;Klugheit der Praxis&#039; und ihr Nutzen</title>
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		<updated>2021-01-22T09:41:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ragotzky, Hedda: Die Klugheit der Praxis und ihr Nutzen. Zum Verhältnis von erzählter Geschichte und lehrhafter Fazitbildung in Mären des Strickers. In: Beiträge zur Erforschung der deutschen Sprache 123 (2001), S. 49-64&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedda Ragotzky beleuchtet, unter Fokussierung des Verhältnisses von erzählter Geschichte und Formen der Fazitbildung in den Epimythien, die Mären des Strickers als Ursprung und normative Größe einer Gattung Märe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Eine Gattung Märe (49-50)&lt;br /&gt;
** Ausgehend von [[Grubmüller, Klaus: Das Groteske im Märe als Element seiner Geschichte]], nach welcher  Motivkorrespondenzen und Handlungsparallelen in Mären des Strickers, des Kaufringers und Rosenplüts eine &amp;gt;&amp;gt;historische Gattungspoetik&amp;lt;&amp;lt; begründen, überprüft Ragotzky diese These. &lt;br /&gt;
** Es ist fraglich, ob die Geschichten des Strickers als traditionstiftende Repräsentanten einer Gattung Märe gelten können.&lt;br /&gt;
** Mären des Stricker umkreisen ordo-Verstöße, Bestrafung und Restituition, weshalb dann als Gattunsgziel die Belehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien (50-52)&lt;br /&gt;
** Es gibt laut Fischer fünf Mären ohne Epimythion: [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]], [[Der durstige Einsiedel (Der Stricker)]], [[Der unbelehrbare Zecher (Der Stricker)]].&lt;br /&gt;
** Daraus ergibt sich, dass Epimythien trotz der Möglichkeit, darin die Geschichte lehrhaft auszugestalten, auch verzichtbar sind und die Erkenntnisleistung eines Märe ist nicht an das Epimythion gebunden. &lt;br /&gt;
** Das Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien ist somit flexibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (52-55)&lt;br /&gt;
** Es zeigt sich die charakteristische narrative Struktur: Die normative Balance von Rollen wird durch Handlung einer Figur bedroht, die Anforderung an die Rolle einer Figur wird auf die Probe gestellt und das Epimythion fungiert als Urteilsspruch über Versagen.&lt;br /&gt;
** Das Epimythion ist sprachlich kohäsiv gestaltet, indem die Zeitform beibehalten wird, aber auf Verallgemeinerung sowie auf Sentenz und Aufforderung an die Rezipienten verzichtet wird. &lt;br /&gt;
** Stattdessen zeigt sich das Epimythion als knappes, handlungsbezogenes Fazit mit implizitem Verbindlichkeitsanspruch. Jedoch ist der Urteilsspruch vom Erzähler nicht wertfrei formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (55-57)&lt;br /&gt;
** Dass Epimythien in abweichenen Formen vorliegen können, zeigt sich in der Überlieferung des jungen Ratgebers in der &amp;quot;Disciplina Clericalis&amp;quot; des Petrus Alphonsi und der des Strickers.&lt;br /&gt;
** Ein innerhalb der Erzählstruktur entwickelter Bewertungsmaßstab wird im Epimythion zum Maß des Urteils über das Versagen der Herren. Jedoch ist die Lehre anders als in [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] nicht linear, sondern bewegt sich hin und her, sowohl sprachlich durch den Tempuswechsel als auch erzählerisch durch das Beleuchten des Handelns gegenüber &#039;&#039;biderben&#039;&#039; und &#039;&#039;boesen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]] (57-58)&lt;br /&gt;
** In diesem Märe wird das sehr lange Epimythion ähnlich der Bispel hinsichtlich Personen und deren Handlungen mit der zeitgenössischen Gesellschaft in Beziehung gesetzt (&amp;quot;Prozeß des &#039;&#039;gelîchens&#039;&#039;). Es zeichnet sich zwar durch die ablesbare Handlunsganweisung zudem eine starke Tendenz zur Spruchdichtung ab, das Epimythion wird letztlich jedoch durch die Mären-konforme Verurteilung von Torheit geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Martinsnacht (Der Stricker)]] (58-59)&lt;br /&gt;
** Die charakteristische Erzählstruktur der Mären des Stricker wird eingehalten.&lt;br /&gt;
** Eine Zechrede ist durch ihre Qualität keiner moralischen Fazitbildung angemessen. Es zeichnet sich über die Warnung hinaus kein lehrhafter Charakter ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die drei Wünsche (Der Stricker)]] (59-60)&lt;br /&gt;
** Durch die Überschneidung der Gattungen zeigt sich auch an diesem Epimythion, was insbesondere in der Analyse durch [[Sowinski, Bernhard: Die drei Wünsche des Stricker]] sichtbar wird.&lt;br /&gt;
** Nach einem Rückgriff auf Handlung und zeitgenössische Gegenwart wird im Epimythion stark abstrahierend die Torheit behandelt - in einem solchen Maß abstrahiert, dass diese beinahe losgelöst von der Geschichte betrachtet wird. Dabei finden sich in der Moralisation Anlagen an Aristoteles, Freidank und Heinrich von Müdeln.&lt;br /&gt;
** Dieses längste Epimythion bietet anhand der Toren-Typologie auch eine ordo-Erläuterung und erinnert an einen Traktat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]] (60-62)&lt;br /&gt;
** In diesem Märe ergibt sich eine inhaltliche Lücke zwischen Geschichte und Epimythion, da der erzählerisch passiv und rechtsbewusst beschriebene Teufel der Warnung vor dessen Verführungskünsten widerspricht.&lt;br /&gt;
** Ein Anspruch christlicher Lehrtradition allein kann diese Diskrepnaz nicht erklären. Vielmehr macht Ragotzky die Ironie in der Geschichte für die Diskrepanz verantwortlich.&lt;br /&gt;
** Das Epimythion bezieht sich somit weniger auf den Teufel als auf die Handlungsweisen des Richters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frühe literarische Orienterungsleistung durch Widersprüche? (62-64)&lt;br /&gt;
** In (Schwank)Mären gibt es typusgerechte Abwandlungen der Epimythien, da sie über Unterschiedliches belehren sollen. Da sie zudem von außen zur Geschichte hinzukommen, entsteht ein Spannungsverhältnis, das vom Erzähler genutzt wird, um dazu anzuregen, über das Wie des richtigen Handelns nachzudenken.&lt;br /&gt;
** Im Epimythion werden zwar Handlungsaspekte selektiv aufgegriffen, aber der aufgerufene diskursive Kontext wird gebündelt und gelenkt.&lt;br /&gt;
** Als frühe Gattunsgvertreter erweisen sich die Mären des Strickers hinsichtlich der Abwandlungen von Moralisierungspraxis innovativ. Allerdings ist eine Annahme gattungspoetologischer Normen durch den Stricker mit Vorsicht zu behandeln.&lt;br /&gt;
** Sie sind zudem nicht rein didaktisch hinsichtlich der Einhaltung/Verletzung des ordos auslegbar. &amp;quot;Konstitutiv für diese Geschichten ist vielmehr die Frage nach dem Wie des Handelns, nach einer Handlungsfähigkeit unter Bedingungen, angesichts derer das einfache Befolgen von ordo-Regeln gerade in die Sackgasse führt, die es nicht erlauben, &#039;&#039;wîsheit&#039;&#039; problemlos umzusetzen.&amp;quot; (63)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Martinsnacht (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die drei Wünsche (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ragotzky,_Hedda:_Die_%27Klugheit_der_Praxis%27_und_ihr_Nutzen&amp;diff=13910</id>
		<title>Ragotzky, Hedda: Die &#039;Klugheit der Praxis&#039; und ihr Nutzen</title>
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		<updated>2021-01-21T12:18:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ragotzky, Hedda: Die Klugheit der Praxis und ihr Nutzen. Zum Verhältnis von erzählter Geschichte und lehrhafter Fazitbildung in Mären des Strickers. In: Beiträge zur Erforschung der deutschen Sprache 123 (2001), S. 49-64&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedda Ragotzky beleuchtet, unter Fokussierung des Verhältnisses von erzählter Geschichte und Formen der Fazitbildung in den Epimythien, die Mären des Strickers als Ursprung und normative Größe einer Gattung Märe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* These in [[Grubmüller, Klaus: Das Groteske im Märe als Element seiner Geschichte]]: Motivkorrespondenzen und Handlungsparallelen in Mären des Strickers, des Kaufringers und Rosenplüts können &amp;gt;&amp;gt;historische Gattungspoetik&amp;lt;&amp;lt; begründen. (49-50)&lt;br /&gt;
** Mären des Strickers als traditionstiftende Repräsentanten der Gattung Märe&lt;br /&gt;
** Mären des Stricker umkreisen ordo-Verstöße, Bestrafung und Restituition, weshalb als Gattunsgziel die Belehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien (50-52)&lt;br /&gt;
** Strickersche Mären ohne Epimythion (in Fischers Edition): [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]], [[Der durstige Einsiedel (Der Stricker)]], [[Der unbelehrbare Zecher (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
** Daraus ergibt sich, dass Epimythien trotz der Möglichkeit, darin die Geschichte lehrhaft auszugestalten, auch verzichtbar sind und die Erkenntnisleistung eines Märe ist nicht an das Epimythion gebunden. &lt;br /&gt;
** Das Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien ist somit flexibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (52-55)&lt;br /&gt;
** Es zeigt sich die charakteristische narrative Struktur: Normative Balance von Rollen wird durch Handlung einer Figur bedroht, Anforderung an die Rolle einer Figur wird auf die Probe gestellt, Epimythion als Urteilsspruch über Versagen.&lt;br /&gt;
** Epimythion ist sprachlich kohäsiv gestaltet, indem die Zeitform beibehalten wird, aber auf Verallgemeinerung sowie auf Sentenz und Aufforderung an die Rezipienten verzichtet wird. &lt;br /&gt;
** Stattdessen zeigt sich das Epimythion als knappes, handlungsbezogenes Fazit mit implizitem Verbindlichkeitsanspruch. Jedoch ist der Urteilsspruch vom Erzähler nicht wertfrei formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (55-57)&lt;br /&gt;
** Dass Epimythien in abweichenen Formen vorliegen können zeigt sich in der Überlieferung des jungen Ratgebers in der &amp;gt;Disciplina Clericalis&amp;lt; des Petrus Alphonsi und der des Strickers.&lt;br /&gt;
** Ein innerhalb der Erzählstruktur entwickelter Bewertungsmaßstab wird im Epimythion zum Maß des Urteils über das Versagen der Herren. Jedoch ist die Lehre anders als in [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] nicht linear sondern bewegt sich hin und her, sowohl sprachlich durch den Tempuswechsel als auch erzählerisch durch das Beleuchten des Handelns gegenüber &#039;&#039;biderben&#039;&#039; und &#039;&#039;boesen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]] (57-58)&lt;br /&gt;
** In diesem mære wird das sehr lange Epimythion ähnlich der Bispel hinsichtlich Personen und deren Handlungen mit der zeitgenössischen Gesellschaft in Beziehung gesetzt (&amp;quot;Prozeß des &#039;&#039;gelîchens&#039;&#039;). Es zeichnet sich zwar durch die ablesbare Handlunsganweisung zudem eine starke Tendenz zur Spruchdichtung ab, das Epimythion wird letztlich jedoch durch die mære-konforme Verurteilung von Torheit geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Martinsnacht (Der Stricker)]] (58-59)&lt;br /&gt;
** Die charakteristische Erzählstruktur der mæren des Stricker wird eingehalten.&lt;br /&gt;
** Eine Zechrede ist durch ihre Qualität nicht einer moralischen Fazitbildung angemessen. Es zeichnet sich über die Warnung hinaus kein lehrhafter Charakter ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die drei Wünsche (Der Stricker)]] (59-60)&lt;br /&gt;
** Überschneidung der Gattungen zeigt sich auch an diesem Epimythion, insbesondere in der Analyse durch [[Sowinski, Bernhard: Die drei Wünsche des Stricker]] zu sehen.&lt;br /&gt;
** Nach einem Rückgriff auf Handlung und zeitgenössische Gegenwart wird im Epimythion stark abstrahierend die Torheit behandelt - in einem solchen Maß abstrahiert, dass diese beinahe losgelöst von der Geschichte betrachtet wird. Dabei finden sich in der Moralisation Anlagen an Aristoteles, Freidank und Heinrich von Müdeln.&lt;br /&gt;
** Dieses längste Epimythion bietet anhand der Toren-Typologie auch eine ordo-Erläuterung und erinnert an einen Traktat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]] (60-62)&lt;br /&gt;
** In diesem mæren ergibt sich eine inhaltliche Lücke zwischen Geschichte und Epimythion, da der erzählerisch passiv und rechtsbewusst aufgerufene Teufel der Warnung vor dessen Verführungskünsten widerspricht.&lt;br /&gt;
** Ein Anspruch christlicher Lehrtradition allein kann diese Diskrepnaz nicht erklären. Vielmehr macht Ragotzky die Ironie in der Geschichte für die Diskrepanz verantwortlich.&lt;br /&gt;
** Das Epimythion bezieht sich somit weniger auf den Teufel als auf die Handlungsweisen des Richters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frühe literarische Orienterungsleistung durch Widersprüche? (62-64)&lt;br /&gt;
** In (Schwank)Mæren gibt es typusgerechte Abwandlungen der Epimythien, da sie für unterschiedlich belehren sollen. Da sie zudem von außen zur Geschichte hinzu kommen, entsteht ein Spannungsverhältnis, das vom Erzähler genutzt wird, um dazu anzuregen, über das Wie des richtigen Handelns nachzudenken.&lt;br /&gt;
** Im Epimythion werden zwar Handlungsaspekte selektiv aufgegriffen, aber der aufgerufene diskursive Kontext wird gebündelt und gelenkt.&lt;br /&gt;
** Als frühe Gattunsgvertreter erweisen sich die mæren des Strickers hinsichtlich der Abwandlungen von Moralisierungspraxis innovativ. Allerdings ist eine Annahme gattungspoetologischer Normen durch den Stricker mit Vorsicht zu behandeln.&lt;br /&gt;
**Sie sind zudem nicht rein didaktisch hinsichtlich der Einhaltung/Verletzung des ordos auslegbar. &amp;gt;&amp;gt;Konstitutiv für diese Geschichten ist vielmehr die Frage nach dem Wie des Handelns, nach einer Handlungsfähigkeit unter Bedingungen, angesichts derer das einfache Befolgen von ordo-Regeln gerade in die Sackgasse führt, die es nicht erlauben, &#039;&#039;wîsheit&#039;&#039; problemlos umzusetzen.&amp;lt;&amp;lt; (63)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Martinsnacht (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die drei Wünsche (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ragotzky,_Hedda:_Die_%27Klugheit_der_Praxis%27_und_ihr_Nutzen&amp;diff=13909</id>
		<title>Ragotzky, Hedda: Die &#039;Klugheit der Praxis&#039; und ihr Nutzen</title>
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		<updated>2021-01-21T11:59:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ragotzky, Hedda: Die Klugheit der Praxis und ihr Nutzen. Zum Verhältnis von erzählter Geschichte und lehrhafter Fazitbildung in Mären des Strickers. In: Beiträge zur Erforschung der deutschen Sprache 123 (2001), S. 49-64&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedda Ragotzky beleuchtet, unter Fokussierung des Verhältnisses von erzählter Geschichte und Formen der Fazitbildung in den Epimythien, die Mären des Strickers als Ursprung und normative Größe einer Gattung Märe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* These in [[Grubmüller, Klaus: Das Groteske im Märe als Element seiner Geschichte]]: Motivkorrespondenzen und Handlungsparallelen in Mären des Strickers, des Kaufringers und Rosenplüts können &amp;gt;&amp;gt;historische Gattungspoetik&amp;lt;&amp;lt; begründen. (49-50)&lt;br /&gt;
** Mären des Strickers als traditionstiftende Repräsentanten der Gattung Märe&lt;br /&gt;
** Mären des Stricker umkreisen ordo-Verstöße, Bestrafung und Restituition, weshalb als Gattunsgziel die Belehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien (50-52)&lt;br /&gt;
** Strickersche Mären ohne Epimythion (in Fischers Edition): [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]], [[Der durstige Einsiedel (Der Stricker)]], [[Der unbelehrbare Zecher (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
** Daraus ergibt sich, dass Epimythien trotz der Möglichkeit, darin die Geschichte lehrhaft auszugestalten, auch verzichtbar sind und die Erkenntnisleistung eines Märe ist nicht an das Epimythion gebunden. &lt;br /&gt;
** Das Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien ist somit flexibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (52-55)&lt;br /&gt;
** Es zeigt sich die charakteristische narrative Struktur: Normative Balance von Rollen wird durch Handlung einer Figur bedroht, Anforderung an die Rolle einer Figur wird auf die Probe gestellt, Epimythion als Urteilsspruch über Versagen.&lt;br /&gt;
** Epimythion ist sprachlich kohäsiv gestaltet, indem die Zeitform beibehalten wird, aber auf Verallgemeinerung sowie auf Sentenz und Aufforderung an die Rezipienten verzichtet wird. &lt;br /&gt;
** Stattdessen zeigt sich das Epimythion als knappes, handlungsbezogenes Fazit mit implizitem Verbindlichkeitsanspruch. Jedoch ist der Urteilsspruch vom Erzähler nicht wertfrei formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (55-57)&lt;br /&gt;
** Dass Epimythien in abweichenen Formen vorliegen können zeigt sich in der Überlieferung des jungen Ratgebers in der &amp;gt;Disciplina Clericalis&amp;lt; des Petrus Alphonsi und der des Strickers.&lt;br /&gt;
** Ein innerhalb der Erzählstruktur entwickelter Bewertungsmaßstab wird im Epimythion zum Maß des Urteils über das Versagen der Herren. Jedoch ist die Lehre anders als in [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] nicht linear sondern bewegt sich hin und her, sowohl sprachlich durch den Tempuswechsel als auch erzählerisch durch das Beleuchten des Handelns gegenüber &#039;&#039;biderben&#039;&#039; und &#039;&#039;boesen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]] (57-58)&lt;br /&gt;
** In diesem mære wird das sehr lange Epimythion ähnlich der Bispel hinsichtlich Personen und deren Handlungen mit der zeitgenössischen Gesellschaft in Beziehung gesetzt (&amp;quot;Prozeß des &#039;&#039;gelîchens&#039;&#039;). Es zeichnet sich zwar durch die ablesbare Handlunsganweisung zudem eine starke Tendenz zur Spruchdichtung ab, das Epimythion wird letztlich jedoch durch die mære-konforme Verurteilung von Torheit geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Martinsnacht (Der Stricker)]] (58-59)&lt;br /&gt;
** Die charakteristische Erzählstruktur der mæren des Stricker wird eingehalten.&lt;br /&gt;
** Eine Zechrede ist durch ihre Qualität nicht einer moralischen Fazitbildung angemessen. Es zeichnet sich über die Warnung hinaus kein lehrhafter Charakter ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die drei Wünsche (Der Stricker)]] (59-60)&lt;br /&gt;
** Überschneidung der Gattungen zeigt sich auch an diesem Epimythion, insbesondere in der Analyse durch [[Sowinski, Bernhard: Die drei Wünsche des Stricker]] zu sehen.&lt;br /&gt;
** Nach einem Rückgriff auf Handlung und zeitgenössische Gegenwart wird im Epimythion stark abstrahierend die Torheit behandelt - in einem solchen Maß abstrahiert, dass diese beinahe losgelöst von der Geschichte betrachtet wird. Dabei finden sich in der Moralisation Anlagen an Aristoteles, Freidank und Heinrich von Müdeln.&lt;br /&gt;
** Dieses längste Epimythion bietet anhand der Toren-Typologie auch eine ordo-Erläuterung und erinnert an einen Traktat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]] (60-62)&lt;br /&gt;
** In diesem mæren ergibt sich eine inhaltliche Lücke zwischen Geschichte und Epimythion, da der erzählerisch passiv und rechtsbewusst aufgerufene Teufel der Warnung vor dessen Verführungskünsten widerspricht.&lt;br /&gt;
** Ein Anspruch christlicher Lehrtradition allein kann diese Diskrepnaz nicht erklären. Vielmehr macht Ragotzky die Ironie in der Geschichte für die Diskrepanz verantwortlich.&lt;br /&gt;
** Das Epimythion bezieht sich somit weniger auf den Teufel als auf die Handlungsweisen des Richters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frühe literarische Orienterungsleistung durch Widersprüche? (62-64)&lt;br /&gt;
** In (Schwank)Mæren gibt es typusgerechte Abwandlungen der Epimythien, da sie für unterschiedlich belehren sollen. Da sie zudem von außen zur Geschichte hinzu kommen, entsteht ein Spannungsverhältnis, das vom Erzähler genutzt wird.&lt;br /&gt;
** Im Epimythion werden zwar Handlungsaspekte selektiv aufgegriffen, aber der aufgerufene diskursive Kontext wird gebündelt und gelenkt.&lt;br /&gt;
** Als frühe Gattunsgvertreter erweisen sich die mæren des Strickers hinsichtlich der Abwandlungen von Moralisierungspraxis innovativ. Allerdings ist eine Annahme gattungspoetologischer Normen durch den Stricker mit Vorsicht zu behandeln.&lt;br /&gt;
**Sie sind zudem nicht rein didaktisch hinsichtlich der Einhaltung/Verletzung des ordos auslegbar. &amp;gt;&amp;gt;Konstitutiv für diese Geschichten ist vielmehr die Frage nach dem Wie des Handelns, nach einer Handlungsfähigkeit unter Bedingungen, angesichts derer das einfache Befolgen von ordo-Regeln gerade in die Sackgasse führt, die es nicht erlauben, &#039;&#039;wîsheit&#039;&#039; problemlos umzusetzen.&amp;lt;&amp;lt; (63)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Martinsnacht (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die drei Wünsche (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
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		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ragotzky,_Hedda:_Die_%27Klugheit_der_Praxis%27_und_ihr_Nutzen&amp;diff=13907</id>
		<title>Ragotzky, Hedda: Die &#039;Klugheit der Praxis&#039; und ihr Nutzen</title>
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		<updated>2021-01-21T11:21:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ragotzky, Hedda: Die Klugheit der Praxis und ihr Nutzen. Zum Verhältnis von erzählter Geschichte und lehrhafter Fazitbildung in Mären des Strickers. In: Beiträge zur Erforschung der deutschen Sprache 123 (2001), S. 49-64&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedda Ragotzky beleuchtet, unter Fokussierung des Verhältnisses von erzählter Geschichte und Formen der Fazitbildung in den Epimythien, die Mären des Strickers als Ursprung und normative Größe einer Gattung Märe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* These in [[Grubmüller, Klaus: Das Groteske im Märe als Element seiner Geschichte]]: Motivkorrespondenzen und Handlungsparallelen in Mären des Strickers, des Kaufringers und Rosenplüts können &amp;gt;&amp;gt;historische Gattungspoetik&amp;lt;&amp;lt; begründen. (49-50)&lt;br /&gt;
** Mären des Strickers als traditionstiftende Repräsentanten der Gattung Märe&lt;br /&gt;
** Mären des Stricker umkreisen ordo-Verstöße, Bestrafung und Restituition, weshalb als Gattunsgziel die Belehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien (50-52)&lt;br /&gt;
** Strickersche Mären ohne Epimythion (in Fischers Edition): [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]], [[Der durstige Einsiedel (Der Stricker)]], [[Der unbelehrbare Zecher (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
** Daraus ergibt sich, dass Epimythien trotz der Möglichkeit, darin die Geschichte lehrhaft auszugestalten, auch verzichtbar sind und die Erkenntnisleistung eines Märe ist nicht an das Epimythion gebunden. &lt;br /&gt;
** Das Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien ist somit flexibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (52-55)&lt;br /&gt;
** Es zeigt sich die charakteristische narrative Struktur: Normative Balance von Rollen wird durch Handlung einer Figur bedroht, Anforderung an die Rolle einer Figur wird auf die Probe gestellt, Epimythion als Urteilsspruch über Versagen.&lt;br /&gt;
** Epimythion ist sprachlich kohäsiv gestaltet, indem die Zeitform beibehalten wird, aber auf Verallgemeinerung sowie auf Sentenz und Aufforderung an die Rezipienten verzichtet wird. &lt;br /&gt;
** Stattdessen zeigt sich das Epimythion als knappes, handlungsbezogenes Fazit mit implizitem Verbindlichkeitsanspruch. Jedoch ist der Urteilsspruch vom Erzähler nicht wertfrei formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (55-57)&lt;br /&gt;
** Dass Epimythien in abweichenen Formen vorliegen können zeigt sich in der Überlieferung des jungen Ratgebers in der &amp;gt;Disciplina Clericalis&amp;lt; des Petrus Alphonsi und der des Strickers.&lt;br /&gt;
** Ein innerhalb der Erzählstruktur entwickelter Bewertungsmaßstab wird im Epimythion zum Maß des Urteils über das Versagen der Herren. Jedoch ist die Lehre anders als in [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] nicht linear sondern bewegt sich hin und her, sowohl sprachlich durch den Tempuswechsel als auch erzählerisch durch das Beleuchten des Handelns gegenüber &#039;&#039;biderben&#039;&#039; und &#039;&#039;boesen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]] (57-58)&lt;br /&gt;
** In diesem mære wird das sehr lange Epimythion ähnlich der Bispel hinsichtlich Personen und deren Handlungen mit der zeitgenössischen Gesellschaft in Beziehung gesetzt (&amp;quot;Prozeß des &#039;&#039;gelîchens&#039;&#039;). Es zeichnet sich zwar durch die ablesbare Handlunsganweisung zudem eine starke Tendenz zur Spruchdichtung ab, das Epimythion wird letztlich jedoch durch die mære-konforme Verurteilung von Torheit geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Martinsnacht (Der Stricker)]] (58-59)&lt;br /&gt;
** Die charakteristische Erzählstruktur der mæren des Stricker wird eingehalten.&lt;br /&gt;
** Eine Zechrede ist durch ihre Qualität nicht einer moralischen Fazitbildung angemessen. Es zeichnet sich über die Warnung hinaus kein lehrhafter Charakter ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die drei Wünsche (Der Stricker)]] (59-60)&lt;br /&gt;
** Überschneidung der Gattungen zeigt sich auch an diesem Epimythion, insbesondere in der Analyse durch [[Sowinski, Bernhard: Die drei Wünsche des Stricker]] zu sehen.&lt;br /&gt;
** Nach einem Rückgriff auf Handlung und zeitgenössische Gegenwart wird im Epimythion stark abstrahierend die Torheit behandelt - in einem solchen Maß abstrahiert, dass diese beinahe losgelöst von der Geschichte betrachtet wird. Dabei finden sich in der Moralisation Anlagen an Aristoteles, Freidank und Heinrich von Müdeln.&lt;br /&gt;
** Dieses längste Epimythion bietet anhand der Toren-Typologie auch eine ordo-Erläuterung und erinnert an einen Traktat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]] (60-62)&lt;br /&gt;
** In diesem mæren ergibt sich eine inhaltliche Lücke zwischen Geschichte und Epimythion, da der erzählerisch passiv und rechtsbewusst aufgerufene Teufel der Warnung vor dessen Verführungskünsten widerspricht.&lt;br /&gt;
** Ein Anspruch christlicher Lehrtradition allein kann diese Diskrepnaz nicht erklären. Vielmehr macht Ragotzky die Ironie in der Geschichte für die Diskrepanz verantwortlich.&lt;br /&gt;
** Das Epimythion bezieht sich somit weniger auf den Teufel als auf die Handlungsweisen des Richters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frühe literarische Orienterungsleistung durch Widersprüche? (62-64)&lt;br /&gt;
** In (Schwank)Mæren gibt es typusgerechte Abwandlungen der Epimythien, da sie für unterschidlich belehren sollen. Da sie zudem von außen zur Geschichte hinzu kommen, entsteht ein Spannungsverhältnis, das vom Erzähler genutzt wird.&lt;br /&gt;
** Im Epimythion werden zwar Handlungsaspekte selektiv aufgegriffen, aber der aufgerufene diskursive Kontext wird gebündelt und gelenkt.&lt;br /&gt;
** Als frühe Gattunsgvertreter erweisen sich die mæren des Strickers hinsichtlich der Abwandlungen von Moralisierungspraxis innovativ. Allerdings ist eine Annahme gattungspoetologischer Normen durch den Stricker mit Vorsicht zu behandeln.&lt;br /&gt;
**Sie sind zudem nicht rein didaktisch hinsichtlich der Einhaltung/Verletzung des ordos auslegbar. &amp;gt;&amp;gt;Konstitutiv für diese Geschichten ist vielmehr die Frage nach dem Wie des Handelns, nach einer Handlungsfähigkeit unter Bedingungen, angesichts derer das einfache Befolgen von ordo-Regeln gerade in die Sackgasse führt, die es nicht erlauben, &#039;&#039;wîsheit&#039;&#039; problemlos umzusetzen.&amp;lt;&amp;lt; (63)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Martinsnacht (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die drei Wünsche (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ragotzky,_Hedda:_Die_%27Klugheit_der_Praxis%27_und_ihr_Nutzen&amp;diff=13906</id>
		<title>Ragotzky, Hedda: Die &#039;Klugheit der Praxis&#039; und ihr Nutzen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ragotzky,_Hedda:_Die_%27Klugheit_der_Praxis%27_und_ihr_Nutzen&amp;diff=13906"/>
		<updated>2021-01-21T11:20:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ragotzky, Hedda: Die Klugheit der Praxis und ihr Nutzen. Zum Verhältnis von erzählter Geschichte und lehrhafter Fazitbildung in Mären des Strickers. In: Beiträge zur Erforschung der deutschen Sprache 123 (2001), S. 49-64&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedda Ragotzky beleuchtet, unter Fokussierung des Verhältnisses von erzählter Geschichte und Formen der Fazitbildung in den Epimythien, die Mären des Strickers als Ursprung und normative Größe einer Gattung Märe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* These in [[Grubmüller, Klaus: Das Groteske im Märe als Element seiner Geschichte]]: Motivkorrespondenzen und Handlungsparallelen in Mären des Strickers, des Kaufringers und Rosenplüts können &amp;gt;&amp;gt;historische Gattungspoetik&amp;lt;&amp;lt; begründen. (49-50)&lt;br /&gt;
** Mären des Strickers als traditionstiftende Repräsentanten der Gattung Märe&lt;br /&gt;
** Mären des Stricker umkreisen ordo-Verstöße, Bestrafung und Restituition, weshalb als Gattunsgziel die Belehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien (50-52)&lt;br /&gt;
** Strickersche Mären ohne Epimythion (in Fischers Edition): [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]], [[Der durstige Einsiedel (Der Stricker)]], [[Der unbelehrbare Zecher (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
** Daraus ergibt sich, dass Epimythien trotz der Möglichkeit, darin die Geschichte lehrhaft auszugestalten, auch verzichtbar sind und die Erkenntnisleistung eines Märe ist nicht an das Epimythion gebunden. &lt;br /&gt;
** Das Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien ist somit flexibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (52-55)&lt;br /&gt;
** Es zeigt sich die charakteristische narrative Struktur: normative Balance von Rollen wird durch Handlung einer Figur bedroht, Anforderung an die Rolle einer Figur wird auf die Probe gestellt, Epimythion als Urteilsspruch über Versagen.&lt;br /&gt;
** Epimythion ist sprachlich kohäsiv gestaltet, indem die Zeitform beibehalten wird, aber auf Verallgemeinerung sowie auf Sentenz und Aufforderung an die Rezipienten verzichtet wird. &lt;br /&gt;
** Stattdessen zeigt sich das Epimythion als knappes, handlungsbezogenes Fazit mit implizitem Verbindlichkeitsanspruch. Jedoch ist der Urteilsspruch vom Erzähler nicht wertfrei formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (55-57)&lt;br /&gt;
** Dass Epimythien in abweichenen Formen vorliegen können zeigt sich in der Überlieferung des jungen Ratgebers in der &amp;gt;Disciplina Clericalis&amp;lt; des Petrus Alphonsi und der des Strickers.&lt;br /&gt;
** Ein innerhalb der Erzählstruktur entwickelter Bewertungsmaßstab wird im Epimythion zum Maß des Urteils über das Versagen der Herren. Jedoch ist die Lehre anders als in [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] nicht linear sondern bewegt sich hin und her, sowohl sprachlich durch den Tempuswechsel als auch erzählerisch durch das Beleuchten des Handelns gegenüber &#039;&#039;biderben&#039;&#039; und &#039;&#039;boesen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]] (57-58)&lt;br /&gt;
** In diesem mære wird das sehr lange Epimythion ähnlich der Bispel hinsichtlich Personen und deren Handlungen mit der zeitgenössischen Gesellschaft in Beziehung gesetzt (&amp;quot;Prozeß des &#039;&#039;gelîchens&#039;&#039;). Es zeichnet sich zwar durch die ablesbare Handlunsganweisung zudem eine starke Tendenz zur Spruchdichtung ab, das Epimythion wird letztlich jedoch durch die mære-konforme Verurteilung von Torheit geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Martinsnacht (Der Stricker)]] (58-59)&lt;br /&gt;
** Die charakteristische Erzählstruktur der mæren des Stricker wird eingehalten.&lt;br /&gt;
** Eine Zechrede ist durch ihre Qualität nicht einer moralischen Fazitbildung angemessen. Es zeichnet sich über die Warnung hinaus kein lehrhafter Charakter ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die drei Wünsche (Der Stricker)]] (59-60)&lt;br /&gt;
** Überschneidung der Gattungen zeigt sich auch an diesem Epimythion, insbesondere in der Analyse durch [[Sowinski, Bernhard: Die drei Wünsche des Stricker]] zu sehen.&lt;br /&gt;
** Nach einem Rückgriff auf Handlung und zeitgenössische Gegenwart wird im Epimythion stark abstrahierend die Torheit behandelt - in einem solchen Maß abstrahiert, dass diese beinahe losgelöst von der Geschichte betrachtet wird. Dabei finden sich in der Moralisation Anlagen an Aristoteles, Freidank und Heinrich von Müdeln.&lt;br /&gt;
** Dieses längste Epimythion bietet anhand der Toren-Typologie auch eine ordo-Erläuterung und erinnert an einen Traktat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]] (60-62)&lt;br /&gt;
** In diesem mæren ergibt sich eine inhaltliche Lücke zwischen Geschichte und Epimythion, da der erzählerisch passiv und rechtsbewusst aufgerufene Teufel der Warnung vor dessen Verführungskünsten widerspricht.&lt;br /&gt;
** Ein Anspruch christlicher Lehrtradition allein kann diese Diskrepnaz nicht erklären. Vielmehr macht Ragotzky die Ironie in der Geschichte für die Diskrepanz verantwortlich.&lt;br /&gt;
** Das Epimythion bezieht sich somit weniger auf den Teufel als auf die Handlungsweisen des Richters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frühe literarische Orienterungsleistung durch Widersprüche? (62-64)&lt;br /&gt;
** In (Schwank)mæren gibt es typusgerechte Abwandlungen der Epimythien, da sie für unterschidlich belehren sollen. Da sie zudem von außen zur Geschichte hinzu kommen, entsteht ein Spannungsverhältnis, das vom Erzähler genutzt wird.&lt;br /&gt;
** Im Epimythion werden zwar Handlungsaspekte selektiv aufgegriffen, aber der aufgerufene diskursive Kontext wird gebündelt und gelenkt.&lt;br /&gt;
** Als frühe Gattunsgvertreter erweisen sich die mæren des Strickers hinsichtlich der Abwandlungen von Moralisierungspraxis innovativ. Allerdings ist eine Annahme gattungspoetologischer Normen durch den Stricker mit Vorsicht zu behandeln.&lt;br /&gt;
**Sie sind zudem nicht rein didaktisch hinsichtlich der Einhaltung/Verletzung des ordos auslegbar. &amp;gt;&amp;gt;Konstitutiv für diese Geschichten ist vielmehr die Frage nach dem Wie des Handelns, nach einer Handlungsfähigkeit unter Bedingungen, angesichts derer das einfache Befolgen von ordo-Regeln gerade in die Sackgasse führt, die es nicht erlauben, &#039;&#039;wîsheit&#039;&#039; problemlos umzusetzen.&amp;lt;&amp;lt; (63)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Martinsnacht (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die drei Wünsche (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Die_drei_W%C3%BCnsche_(Der_Stricker)&amp;diff=13898</id>
		<title>Die drei Wünsche (Der Stricker)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Die_drei_W%C3%BCnsche_(Der_Stricker)&amp;diff=13898"/>
		<updated>2021-01-20T20:07:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Die drei Wünsche; Maehre von den drei Wünschen&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Der Stricker&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = Ca. 1220-1250 ([[Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters]], S. 1020) &amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Österreich? ([[Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters]], S. 1020) &amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Wien ÖNB: Cod. 2705, 24ra-25rb [https://manuscripta.at/hs_detail.php?ID=11811]&amp;lt;br /&amp;gt;Heidelberg, UB: Cpg 341, 265ra-266va [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg341]&amp;lt;br /&amp;gt;Genève-Cologny, Bibliotheca Bodmeriana: Cod. Bodmer 72, 272ra-273va [https://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/fmb/cb-0072]&amp;lt;br /&amp;gt;München, UB: 2° Cod. ms. 731, 87ra-88vb [https://epub.ub.uni-muenchen.de/10638/]&amp;lt;br /&amp;gt;Römhild, Stadt- und Stiftskirche: Ohne Signatur, 2rb-3rb [Fragment]&amp;lt;br /&amp;gt;Wien, ÖNB. Cod. 2885, 127rb-129rb [http://archiv.onb.ac.at:1801/view/action/nmets.do?DOCCHOICE=2759142.xml&amp;amp;dvs=1541659152778~357&amp;amp;locale=de_DE&amp;amp;search_terms=&amp;amp;adjacency=&amp;amp;VIEWER_URL=/view/action/nmets.do?&amp;amp;DELIVERY_RULE_ID=1&amp;amp;divType=]&amp;lt;br /&amp;gt;Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum: Hs. FB 32001, 62va-63va&amp;lt;br /&amp;gt;Handschrift des Herrn I. A. S., Nr. 1 [verschollen]&amp;lt;br /&amp;gt;Gotha: Membr. II 277 [Fragment]&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Ehrismann, Otfrid (Hg.): Der Stricker. Erzählungen, Fabeln, Reden]], S. 150-165&amp;lt;br /&amp;gt;[[Fischer, Hanns (Hg.): Der Stricker. Verserzählungen I]], S. 1-11&amp;lt;br /&amp;gt;[[Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters]], S. 56-69&amp;lt;br /&amp;gt;[[Mettke, Heinz (Hg.): Fabeln und Mären von dem Stricker]], S. 70-77&amp;lt;br /&amp;gt;[[Moelleken, Wolfgang Wilfried (Hg.): Die Kleindichtung des Strickers]], Band 2, S. 194-206&amp;lt;br /&amp;gt;[[Rosenhagen, Gustav (Hg.): Mären von dem Stricker]], S. 1-8&amp;lt;br /&amp;gt;[[Von der Hagen, Friedrich Heinrich (Hg.): Gesamtabenteuer]], Band 2, S. 253-259&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = [[Ehrismann, Otfrid (Hg.): Der Stricker. Erzählungen, Fabeln, Reden]], S. 150-165&amp;lt;br /&amp;gt;[[Ernst, Paul (Hg.): Altdeutsche Mären und Schwänke]], S. 203-208&amp;lt;br /&amp;gt;[[Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters]], S. 56-69&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Altdeutsches Decamerone]], S. 269-273&amp;lt;br /&amp;gt;[[Tegethoff, Ernst (Hg.): Märchen, Schwänke und Fabeln]], S. 224-226&amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Beine, Birgit: Der Wolf in der Kutte]], S. 294; [[Böhm, Sabine: Der Stricker]], S. 46, 71f., 123; [[Coxon, Sebastian: der werlde spot]]; [[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 7, 8, 70, 102,114, 135, 143, 278; [[Grubmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos]], S. 81, 83, 85, 94-96, 107; [[Grubmüller, Klaus: Zum Verhältnis von &#039;Stricker-Märe&#039; und Fabliau]]; [[Haug, Walter: Schlechte Geschichten - böse Geschichten - gute Geschichten]]; [[Margetts, John: ich han den mut und den sit/ den mich min herze leret]]; [[Nitsche, Alice: Die drei Wünsche]]; [[Nowakowski, Nina: Sprechen und Erzählen beim Stricker]], S. 24, 160, 202, 217-227, 236, 244, 252f, 265; [[Ragotzky, Hedda: Die &#039;Klugheit der Praxis&#039; und ihr Nutzen]]; [[Sowinski, Bernhard: Die drei Wünsche des Stricker]]; [[Strasser, Ingrid: Vornovellistisches Erzählen]], S. 38, 46f., 57, 62f., 65, 68f., 71, 73; [[Tuczay, Christa: Das Motiv der drei Wünsche in Schwank, Legendenmärchen und Witz]]&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
===Narratio===&lt;br /&gt;
Ein Mann beklagt sich seiner Frau gegenüber über ihre Armut, die sie als eine&lt;br /&gt;
unverdiente Strafe Gottes empfinden. Um Gott umzustimmen, beten sie Tag&lt;br /&gt;
und Nacht um Reichtum, bis Gott endlich einen Engel schickt, der dem Mann&lt;br /&gt;
seine Torheit vor Augen stellen soll. Da dieser jedoch von seiner Bitte nicht&lt;br /&gt;
ablässt, gewährt ihm der Engel drei Wünsche, mit denen er sein Heil selbst&lt;br /&gt;
versuchen soll. Als der Mann seiner Frau berichtet, dass ihr beider Gebet erhört&lt;br /&gt;
worden sei, bittet sich diese einen der drei Wünsche zu eigenem Gebrauch aus.&lt;br /&gt;
Dann wünscht sie sich das allerschönste Kleid, das sie auch sofort am Leibe trägt.&lt;br /&gt;
Voller Zorn über den unvernünftigen Wunsch wünscht der Mann ihr das Gewand&lt;br /&gt;
in den Bauch, was ebenfalls sogleich geschieht. Auf ihre Schmerzensschreie&lt;br /&gt;
hin eilen die Freunde herbei und zwingen den Mann, mit seinem letzten Wunsche&lt;br /&gt;
die Frau wieder von ihrem Ungemach zu erlösen. So sind die drei Wünsche&lt;br /&gt;
vertan, und der Mann erfahrt so viel Hohn, dass er vor Leid stirbt.&lt;br /&gt;
===Epipythion===&lt;br /&gt;
Es gibt drei Arten von Toren: Die einen sind unheilbar unwissend, die anderen&lt;br /&gt;
verzichten freiwillig auf das Wissen, aber am schlimmsten sind jene, die Wissen&lt;br /&gt;
besitzen und trotzdem damit schlecht handeln. Nur wer nach dem Willen Gottes&lt;br /&gt;
handelt, ist weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 528)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Schwank]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Exempel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Die_Martinsnacht_(Der_Stricker)&amp;diff=13897</id>
		<title>Die Martinsnacht (Der Stricker)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Die_Martinsnacht_(Der_Stricker)&amp;diff=13897"/>
		<updated>2021-01-20T20:07:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Die Martinsnacht; Martinsfest; Von sant Mertes bawman&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Der Stricker&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = ca. 1220-1250 ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Ostfränkisch/Rheinfränkisch, Österreich? ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Wien ÖNB: Cod. 2705, 47vb-48vb [https://manuscripta.at/hs_detail.php?ID=11811]&amp;lt;br /&amp;gt;Heidelberg, UB: Cpg 341, 320vb-322ra [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg341]&amp;lt;br /&amp;gt;Genève-Cologny, Bibliotheca Bodmeriana: Cod. Bodmer 72, 320rb-321vb [https://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/fmb/cb-0072]&amp;lt;br /&amp;gt;Wien, ÖNB. Cod. 2885, 139ra-140vb [http://archiv.onb.ac.at:1801/view/action/nmets.do?DOCCHOICE=2759142.xml&amp;amp;dvs=1541659152778~357&amp;amp;locale=de_DE&amp;amp;search_terms=&amp;amp;adjacency=&amp;amp;VIEWER_URL=/view/action/nmets.do?&amp;amp;DELIVERY_RULE_ID=1&amp;amp;divType=]&amp;lt;br /&amp;gt;Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum: Hs. FB 32001, 68ra-69rb&amp;lt;br /&amp;gt;Karlsruhe, Badische Landesbibliothek: Karlsruhe 408, 28vb-30va [https://digital.blb-karlsruhe.de/urn/urn:nbn:de:bsz:31-1298]&amp;lt;br /&amp;gt;Donaueschingen, Fürstlich Fürstenbergische Hofbibliothek: Hs. 104, 169vb-171rb [https://digital.blb-karlsruhe.de/blbhs/Handschriften/content/titleinfo/19642]&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Fischer, Hanns (Hg.): Der Stricker. Verserzählungen I]], S. 131-142&amp;lt;br /&amp;gt;[[Kully, Rolf, Max/Rupp, Heinz: Der münch mit dem genßlein]], S. 50-56&amp;lt;br /&amp;gt;[[Moelleken, Wolfgang Wilfried (Hg.): Die Kleindichtung des Strickers]], Band 3,1, S. 128-141&amp;lt;br /&amp;gt;[[Rosenhagen, Gustav (Hg.): Mären von dem Stricker]], S. 76-83&amp;lt;br /&amp;gt;[[Von der Hagen, Friedrich Heinrich (Hg.): Gesamtabenteuer]], Band 2, S. 457-462&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = [[Ernst, Paul (Hg.): Altdeutsche Mären und Schwänke]], S. 383-388&amp;lt;br /&amp;gt;[[Fischer, Hanns (Hg.): Die schönsten Schwankerzählungen des deutschen Mittelalters]], S. 283-287&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Altdeutsches Decamerone]], S. 248-251&amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Beine, Birgit: Der Wolf in der Kutte]], S. 298; [[Böhm, Sabine: Der Stricker]], S. 73, 75, 79, 88, 114f., 124, 128; [[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 7, 21, 68, 98, 118, 223, 256, 278; [[Grubmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos]], S. 81, 83, 85, 88, 107; [[Haug, Walter: Schlechte Geschichten - böse Geschichten - gute Geschichten]]; [[Mihm, Arend: Überlieferung und Verbreitung der Märendichtung im Spätmittelalter]], S. 76f., 84; [[Nowakowski, Nina: Sprechen und Erzählen beim Stricker]], S. 6, 27, 127, 228, 237-244, 253f., 264, 268; [[Ragotzky, Hedda: Die &#039;Klugheit der Praxis&#039; und ihr Nutzen]]; [[Rappl, Stephanie: (Schein-)Heiligkeit in Mären des Strickers]]; [[Schirmer, Karl-Heinz: Stil- und Motivuntersuchungen zur mittelhochdeutschen Versnovelle]], S. 19, 121&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
===Narratio===&lt;br /&gt;
Ein reicher Bauer und sein Gesinde zechen in der Martinsnacht. Da kommen&lt;br /&gt;
ein paar Diebe vorbei und halten die Gelegenheit für günstig, in den Kuhstall&lt;br /&gt;
einzubrechen. Der Mutigste steigt ein, aber die Hofhunde geben Laut, und der&lt;br /&gt;
Bauer geht hinaus, um nach dem Rechten zu sehen. In seiner Verlegenheit legt&lt;br /&gt;
der Dieb schnell seine Kleider ab und gibt sich dem erstaunten Bauern gegenüber&lt;br /&gt;
als St. Martin aus, der gekommen sei, um den Stall vor Dieben zu schützen.&lt;br /&gt;
Das gewaltige Zechen des Bauern erfreue und ehre ihn so, dass er seinem Besitz&lt;br /&gt;
besonderen Schutz angedeihen lasse. Während der Bauer hocherfreut mit seinem&lt;br /&gt;
Gesinde weiter zur Ehre des heiligen Martin zecht, treiben die Diebe ungestört&lt;br /&gt;
das Vieh davon. Am nächsten Morgen findet der Bauer den Stall leer und muss&lt;br /&gt;
zum Schaden auch noch Spott erdulden.&lt;br /&gt;
===Epimythion===&lt;br /&gt;
Traue keinem Dieb,&lt;br /&gt;
wie ehrlich seine Rede auch klingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 527)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Schwank]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Edelmann_und_Pferdeh%C3%A4ndler_(Der_Stricker)&amp;diff=13896</id>
		<title>Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Edelmann_und_Pferdeh%C3%A4ndler_(Der_Stricker)&amp;diff=13896"/>
		<updated>2021-01-20T20:07:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Edelmann und Pferdehändler; Der Roßtäuscher&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Der Stricker&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = ca. 1220-1250 ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Ostfränkisch/Rheinfränkisch, Österreich? ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Heidelberg, UB: Cpg 341 (online: [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg341])&amp;lt;br /&amp;gt;Genève-Cologny, Bibliotheca Bodmeriana: Cod. Bodmer 72 (online: [https://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/fmb/cb-0072])&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Moelleken, Wolfgang Wilfried (Hg.): Die Kleindichtung des Strickers]], Band 1, S. 130-142&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = &amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Böhm, Sabine: Der Stricker]], S. 79, 84, 123; [[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 66, 99; [[Grubmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos]], S. 82f., 87, 91, 93; [[Grubmüller, Klaus: Zum Verhältnis von &#039;Stricker-Märe&#039; und Fabliau]]; [[Haug, Walter: Schlechte Geschichten - böse Geschichten - gute Geschichten]]; [[Margetts, John: ich han den mut und den sit/ den mich min herze leret]]; [[Nowakowski, Nina: Sprechen und Erzählen beim Stricker]], S. 105, 112-120, 126f., 173; [[Ragotzky, Hedda: Die &#039;Klugheit der Praxis&#039; und ihr Nutzen]]; [[Reichlin, Susanne: Ökonomien des Begehrens, Ökonomien des Erzählens]], S. 62, 92, 124, 149; [[Schirmer, Karl-Heinz: Stil- und Motivuntersuchungen zur mittelhochdeutschen Versnovelle]], S. 117-120; [[Strasser, Ingrid: Vornovellistisches Erzählen]], S. 48, 51, 64f., 72&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überlieferung wurde nach [[Moelleken, Wolfgang Wilfried (Hg.): Die Kleindichtung des Strickers]] übernommen; Seitenangaben und ggf. Neufunde fehlen noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
===Narratio===&lt;br /&gt;
Ein reicher, aber geiziger Edelmann wird von seinen Verwandten ermahnt, er&lt;br /&gt;
solle doch mit Rücksicht auf sein gesellschaftliches Ansehen etwas aufwendiger&lt;br /&gt;
leben, und da sie ihn dabei auch erinnern, dass sein gespartes Gut einst doch&lt;br /&gt;
ihnen als Erbe zufalle, nimmt er ihren Rat an. Er ist bereit, ein gutes Pferd zu&lt;br /&gt;
erwerben, und die Verwandten schicken ihm gleich einen kundigen Pferdehändler.&lt;br /&gt;
Doch so sehr dieser sich auch bemüht, er kann kein Pferd finden, an&lt;br /&gt;
dem der Edelmann nicht etwas auszusetzen hätte: das eine ist zu jung, das andere&lt;br /&gt;
zu klein, dieses hat nicht die richtige Farbe, jenes trägt den Kopf zu hoch, usw.&lt;br /&gt;
Da beschließt endlich einer der Verwandten, den Edelmann auf die Probe zu&lt;br /&gt;
stellen, und bietet ihm ein Pferd als Geschenk an, wenn es ihm nur gefalle. Der&lt;br /&gt;
Edelmann greift sogleich zu, und nun wissen seine Verwandten, dass er ein&lt;br /&gt;
unverbesserlicher Geizhals ist, und bemühen sich nicht mehr weiter um ihn.&lt;br /&gt;
Der Pferdehändler aber hat einen großen Verlust erlitten und wird zudem von&lt;br /&gt;
dem Edelmann des Landes verwiesen.&lt;br /&gt;
===Epimythion===&lt;br /&gt;
Einem treulosen Mann&lt;br /&gt;
zu dienen, bringt nur Schaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 522)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Der_junge_Ratgeber_(Der_Stricker)&amp;diff=13895</id>
		<title>Der junge Ratgeber (Der Stricker)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Der_junge_Ratgeber_(Der_Stricker)&amp;diff=13895"/>
		<updated>2021-01-20T20:06:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Der junge Ratgeber&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Der Stricker&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = ca. 1220-1250 ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Ostfränkisch/Rheinfränkisch, Österreich? ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Wien ÖNB: Cod. 2705, 33vb-35va [https://manuscripta.at/hs_detail.php?ID=11811]&amp;lt;br /&amp;gt;Heidelberg, UB: Cpg 341, 281rb-283ra [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg341]&amp;lt;br /&amp;gt;Genève-Cologny, Bibliotheca Bodmeriana: Cod. Bodmer 72, 288rb-290ra [https://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/fmb/cb-0072]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Fischer, Hanns (Hg.): Der Stricker. Verserzählungen II]], S. 12-23&amp;lt;br /&amp;gt;[[Moelleken, Wolfgang Wilfried (Hg.): Die Kleindichtung des Strickers]], Band 2, S. 286-299&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = [[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Altdeutsches Decamerone]], S. 59-65&amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Böhm, Sabine: Der Stricker]], S. 71, 81, 83f., 123f.; [[Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation]]; [[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 69; [[Grubmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos]], S. 85, 94f., 97, 101-104; [[Grubmüller, Klaus: Zum Verhältnis von &#039;Stricker-Märe&#039; und Fabliau]]; [[Hagby, Maryvonne: man hat uns fur die warheit … geseit]], S. 69-76; [[Haug, Walter: Schlechte Geschichten - böse Geschichten - gute Geschichten]]; [[Mihm, Arend: Überlieferung und Verbreitung der Märendichtung im Spätmittelalter]], S. 40; [[Nowakowski, Nina: Sprechen und Erzählen beim Stricker]], S. 81-89, 90, 92, 102, 114, 126, 172, 177; [[Ragotzky, Hedda: Die &#039;Klugheit der Praxis&#039; und ihr Nutzen]]; [[Schirmer, Karl-Heinz: Stil- und Motivuntersuchungen zur mittelhochdeutschen Versnovelle]], S. 116; [[Strasser, Ingrid: Vornovellistisches Erzählen]], S. 48, 51, 57f., 64-66, 72&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
===Narratio===&lt;br /&gt;
Der treue Ratgeber eines Königs gibt, bevor er stirbt, seinem Herrn das anvertraute&lt;br /&gt;
Lehen zurück und bittet ihn, für seinen Sohn zu sorgen und ihn wegen&lt;br /&gt;
seiner Jugend nicht zum Ratgeber zu bestellen. Nach seinem Tode jedoch&lt;br /&gt;
betraut der König trotz dieser Warnung den Sohn mit dem schweren Amt. Es&lt;br /&gt;
folgen zwei Hungerjahre, und der junge Ratgeber verteilt sowohl den Kornvorrat&lt;br /&gt;
des Reiches als auch den königlichen Schatz, um das darbende Volk zu&lt;br /&gt;
retten. Danach verklagen ihn Neider beim König, dass er seine Vorrats- und&lt;br /&gt;
Schatzkammern geleert habe. Der junge Ratgeber wird zur Rede gestellt. Er&lt;br /&gt;
verteidigt sich: er habe seinem Herrn die Untertanen erhalten, die wertvoller&lt;br /&gt;
seien als aller tote Besitz; auch sei er bereit, alle Lehen zurückzugeben. Da lobt&lt;br /&gt;
der König die Weisheit des jungen Ratgebers; seine Neider aber fallen in Ungnade.&lt;br /&gt;
===Epimythion=== &lt;br /&gt;
Ein solcher König, der treue Diener lohnt, untreue aber&lt;br /&gt;
verachtet, könnte unserer Zeit als Vorbild dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 527)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Der_begrabene_Ehemann_(Der_Stricker)&amp;diff=13894</id>
		<title>Der begrabene Ehemann (Der Stricker)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Der_begrabene_Ehemann_(Der_Stricker)&amp;diff=13894"/>
		<updated>2021-01-20T20:06:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Der begrabene Ehemann&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Der Stricker&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = Ca. 1220-1250 ([[Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters]], S. 1020) &amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Österreich? ([[Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters]], S. 1020) &amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Wien ÖNB: Cod. 2705, 25ra-26va [https://manuscripta.at/hs_detail.php?ID=11811]&amp;lt;br /&amp;gt;Heidelberg, UB: Cpg 341, 266va-268ra [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg341]&amp;lt;br /&amp;gt;Genève-Cologny, Bibliotheca Bodmeriana: Cod. Bodmer 72, 273va-275ra [https://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/fmb/cb-0072]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Fischer, Hanns (Hg.): Der Stricker. Verserzählungen I]], S. 28-36&amp;lt;br /&amp;gt;[[Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters]], S. 30-43&amp;lt;br /&amp;gt;[[Moelleken, Wolfgang Wilfried (Hg.): Die Kleindichtung des Strickers]], Band 2, S. 207-217&amp;lt;br /&amp;gt;[[Rosenhagen, Gustav (Hg.): Mären von dem Stricker]], S. 8-16&amp;lt;br /&amp;gt;[[Von der Hagen, Friedrich Heinrich (Hg.): Gesamtabenteuer]], Band 2, S. 361-368&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = [[Ernst, Paul (Hg.): Altdeutsche Mären und Schwänke]], S. 151-158&amp;lt;br /&amp;gt;[[Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters]], S. 30-43&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Altdeutsches Decamerone]], S. 608-613&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Das Liebespaar auf der Linde]], S. 212-217&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Novellen des Mittelalters]], Band 1, S. 101-104&amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Beine, Birgit: Der Wolf in der Kutte]], S. 91, 94, 103, 123, 133, 135, 178, 180, 201, 283, 294f.; [[Böhm, Sabine: Der Stricker]], S. 50, 61, 75, 79, 125, 128, 138f.; [[Däumer, Matthias: Was man neu erfinden kann, darüber muss man schweigen]]; [[Dimpel, Friedrich Michael: Keine Kausalität]]; [[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 66, 117, 143; [[Grubmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos]], S. 19, 34, 81, 83, 85f., 88f., 91, 95-97, 109, 117, 154, 215, 257; [[Grubmüller, Klaus: Zum Verhältnis von &#039;Stricker-Märe&#039; und Fabliau]]; [[Haug, Walter: Schlechte Geschichten - böse Geschichten - gute Geschichten]]; [[Hoven, Heribert: Studien zur Erotik in der deutschen Märendichtung]], S. 35, 46f., 330, 388; [[Margetts, John: ich han den mut und den sit/ den mich min herze leret]]; [[Nowakowski, Nina: Sprechen und Erzählen beim Stricker]], S. 160, 206, 244-255, 264, 268; [[Ragotzky, Hedda: Die &#039;Klugheit der Praxis&#039; und ihr Nutzen]]; [[Reichlin, Susanne: Ökonomien des Begehrens, Ökonomien des Erzählens]], S. 18, 161; [[Schirmer, Karl-Heinz: Stil- und Motivuntersuchungen zur mittelhochdeutschen Versnovelle]], S. 71, 232, 235; [[Steinmetz, Ralf-Henning: Fiktionalitätstypen in der mittelalterlichen Epik]]; [[Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse]]; [[Strasser, Ingrid: Vornovellistisches Erzählen]], S. 39, 46f., 55f., 61, 65, 67, 71, 73, 82, 88, 175, 215f, 219, 320; [[Tschachtli, Sarina: Sexuelle Ethik und narrative Kontrolle]]; [[Wagner, Silvan: Grenzbetrachtungen]]&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}} &lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Zwei Eheleute überbieten sich im Gespräch in Liebesbeteuerungen, bis die Frau&lt;br /&gt;
ihren Mann beim Wort nimmt und als höchsten Beweis seiner Liebe verlangt,&lt;br /&gt;
dass er ihr in allem Glauben schenke. Der Gatte schwört, ihrer Rede stets zu&lt;br /&gt;
glauben, aber als sie ihn einmal um die Mittagszeit zum Abendbrot ruft und&lt;br /&gt;
zum Schlafengehen mahnt, widerspricht er und erntet dafür den Vorwurf des&lt;br /&gt;
Eidbruches. Er bittet um Verzeihung, gelobt Besserung und nimmt wirklich&lt;br /&gt;
zwölf Tage später ein kaltes Bad, von dem ihm seine Frau versichert, es sei&lt;br /&gt;
heiß. Als er etwas später den Pfarrer aus der Scheune schleichen sieht, äußert&lt;br /&gt;
er abermals Unglauben. Doch die Frau droht, sie werde ihm zürnen und&lt;br /&gt;
sich von ihm trennen; da zieht er seine Vorwürfe wieder zurück. Schließlich&lt;br /&gt;
kann sie ihm, der ihr wegen ihres Verhältnisses mit dem Pfarrer im&lt;br /&gt;
Wege zu stehen beginnt, sogar einreden, er liege im Sterben. Er lässt alle&lt;br /&gt;
Zeremonien widerspruchslos über sich ergehen und protestiert erst, als das Grab,&lt;br /&gt;
in dem er liegt, zugeschaufelt wird. Der buhlerische Pfaffe gibt jedoch die Hilfeschreie für die Stimme des Teufels aus, und so muss der Ärmste zugrunde gehen, weil er sich seiner Frau blindlings unterordnete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S.522-523)&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Schwank]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ragotzky,_Hedda:_Die_%27Klugheit_der_Praxis%27_und_ihr_Nutzen&amp;diff=13893</id>
		<title>Ragotzky, Hedda: Die &#039;Klugheit der Praxis&#039; und ihr Nutzen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ragotzky,_Hedda:_Die_%27Klugheit_der_Praxis%27_und_ihr_Nutzen&amp;diff=13893"/>
		<updated>2021-01-20T20:04:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ragotzky, Hedda: Die Klugheit der Praxis und ihr Nutzen. Zum Verhältnis von erzählter Geschichte und lehrhafter Fazitbildung in Mären des Strickers. In: Beiträge zur Erforschung der deutschen Sprache 123 (2001), S. 49-64&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedda Ragotzky beleuchtet, unter Fokussierung des Verhältnisses von erzählter Geschichte und Formen der Fazitbildung in den Epimythien, die Mären des Strickers als Ursprung und normative Größe einer Märengattung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* These in [[Grubmüller, Klaus: Das Groteske im Märe als Element seiner Geschichte]]: Motivkorrespondenzen und Handlungsparallelen in Mären des Strickers, des Kaufringers und Rosenplüts können &amp;gt;&amp;gt;historische Gattungspoetik&amp;lt;&amp;lt; begründen. (49-50)&lt;br /&gt;
** Mären des Strickers als traditionstiftende Repräsentanten der Gattung Märe&lt;br /&gt;
** Mären des Stricker umkreisen ordo-Verstöße, Bestrafung und Restituition, weshalb als Gattunsgziel die Belehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien (50-52)&lt;br /&gt;
** Strickersche Mären ohne Epimythion (in Fischers Edition): [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]], [[Der durstige Einsiedel (Der Stricker)]], [[Der unbelehrbare Zecher (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
** Daraus ergibt sich, dass Epimythien trotz der Möglichkeit, darin die Geschichte lehrhaft auszugestalten, auch verzichtbar sind und die Erkenntnisleistung eines Märe ist nicht an das Epimythion gebunden. &lt;br /&gt;
** Das Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien ist somit flexibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (52-55)&lt;br /&gt;
** Es zeigt sich die charakteristische narrative Struktur: normative Balance von Rollen wird durch Handlung einer Figur bedroht, Anforderung an die Rolle einer Figur wird auf die Probe gestellt, Epimythion als Urteilsspruch über Versagen.&lt;br /&gt;
** Epimythion ist sprachlich kohäsiv gestaltet, indem die Zeitform beibehalten wird, aber auf Verallgemeinerung sowie auf Sentenz und Aufforderung an die Rezipienten verzichtet wird. &lt;br /&gt;
** Stattdessen zeigt sich das Epimythion als knappes, handlungsbezogenes Fazit mit implizitem Verbindlichkeitsanspruch. Jedoch ist der Urteilsspruch vom Erzähler nicht wertfrei formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (55-57)&lt;br /&gt;
** Dass Epimythien in abweichenen Formen vorliegen können zeigt sich in der Überlieferung des jungen Ratgebers in der &amp;gt;Disciplina Clericalis&amp;lt; des Petrus Alphonsi und der des Strickers.&lt;br /&gt;
** Ein innerhalb der Erzählstruktur entwickelter Bewertungsmaßstab wird im Epimythion zum Maß des Urteils über das Versagen der Herren. Jedoch ist die Lehre anders als in [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] nicht linear sondern bewegt sich hin und her, sowohl sprachlich durch den Tempuswechsel als auch erzählerisch durch das Beleuchten des Handelns gegenüber &#039;&#039;biderben&#039;&#039; und &#039;&#039;boesen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]] (57-58)&lt;br /&gt;
** In diesem mære wird das sehr lange Epimythion ähnlich der Bispel hinsichtlich Personen und deren Handlungen mit der zeitgenössischen Gesellschaft in Beziehung gesetzt (&amp;quot;Prozeß des &#039;&#039;gelîchens&#039;&#039;). Es zeichnet sich zwar durch die ablesbare Handlunsganweisung zudem eine starke Tendenz zur Spruchdichtung ab, das Epimythion wird letztlich jedoch durch die mære-konforme Verurteilung von Torheit geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Martinsnacht (Der Stricker)]] (58-59)&lt;br /&gt;
** Die charakteristische Erzählstruktur der mæren des Stricker wird eingehalten.&lt;br /&gt;
** Eine Zechrede ist durch ihre Qualität nicht einer moralischen Fazitbildung angemessen. Es zeichnet sich über die Warnung hinaus kein lehrhafter Charakter ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die drei Wünsche (Der Stricker)]] (59-60)&lt;br /&gt;
** Überschneidung der Gattungen zeigt sich auch an diesem Epimythion, insbesondere in der Analyse durch [[Sowinski, Bernhard: Die drei Wünsche des Stricker]] zu sehen.&lt;br /&gt;
** Nach einem Rückgriff auf Handlung und zeitgenössische Gegenwart wird im Epimythion stark abstrahierend die Torheit behandelt - in einem solchen Maß abstrahiert, dass diese beinahe losgelöst von der Geschichte betrachtet wird. Dabei finden sich in der Moralisation Anlagen an Aristoteles, Freidank und Heinrich von Müdeln.&lt;br /&gt;
** Dieses längste Epimythion bietet anhand der Toren-Typologie auch eine ordo-Erläuterung und erinnert an einen Traktat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]] (60-62)&lt;br /&gt;
** In diesem mæren ergibt sich eine inhaltliche Lücke zwischen Geschichte und Epimythion, da der erzählerisch passiv und rechtsbewusst aufgerufene Teufel der Warnung vor dessen Verführungskünsten widerspricht.&lt;br /&gt;
** Ein Anspruch christlicher Lehrtradition allein kann diese Diskrepnaz nicht erklären. Vielmehr macht Ragotzky die Ironie in der Geschichte für die Diskrepanz verantwortlich.&lt;br /&gt;
** Das Epimythion bezieht sich somit weniegr auf den Teufel als auf die Handlungsweisen des Richters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frühe literarische Orienterungsleistung durch Widersprüche? (62-64)&lt;br /&gt;
** In (Schwank)mæren gibt es typusgerechte Abwandlungen der Epimythien, da sie für unterschidlich belehren sollen. Da sie zudem von außen zur Geschichte hinzu kommen, entsteht ein Spannungsverhältnis, das vom Erzähler genutzt wird.&lt;br /&gt;
** Im Epimythion werden zwar Handlungsaspekte selektiv aufgegriffen, aber der aufgerufene diskursive Kontext wird gebündelt und gelenkt.&lt;br /&gt;
** Als frühe Gattunsgvertreter erweisen sich die mæren des Strickers hinsichtlich der Abwandlungen von Moralisierungspraxis innovativ. Allerdings ist eine Annahme gattungspoetologischer Normen durch den Stricker mit Vorsicht zu behandeln.&lt;br /&gt;
**Sie sind zudem nicht rein didaktisch hinsichtlich der Einhaltung/Verletzung des ordos auslegbar. &amp;gt;&amp;gt;Konstitutiv für diese Geschichten ist vielmehr die Frage nach dem Wie des Handelns, nach einer Handlungsfähigkeit unter Bedingungen, angesichts derer das einfache Befolgen von ordo-Regeln gerade in die Sackgasse führt, die es nicht erlauben, &#039;&#039;wîsheit&#039;&#039; problemlos umzusetzen.&amp;lt;&amp;lt; (63)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Martinsnacht (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die drei Wünsche (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ragotzky,_Hedda:_Die_%27Klugheit_der_Praxis%27_und_ihr_Nutzen&amp;diff=13892</id>
		<title>Ragotzky, Hedda: Die &#039;Klugheit der Praxis&#039; und ihr Nutzen</title>
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		<updated>2021-01-20T20:04:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ragotzky, Hedda: Die Klugheit der Praxis und ihr Nutzen. Zum Verhältnis von erzählter Geschichte und lehrhafter Fazitbildung in Mären des Strickers. In: Beiträge zur Erforschung der deutschen Sprache 123 (2001), S. 49-64&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedda Ragotzky beleuchtet, unter Fokussierung des Verhältnisses von erzählter Geschichte und Formen der Fazitbildung in den Epimythien, die Mären des Strickers als Ursprung und normative Größe einer Märengattung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* These in [[Grubmüller, Klaus: Das Groteske im Märe als Element seiner Geschichte]]: Motivkorrespondenzen und Handlungsparallelen in Mären des Strickers, des Kaufringers und Rosenplüts können &amp;gt;&amp;gt;historische Gattungspoetik&amp;lt;&amp;lt; begründen. (49-50)&lt;br /&gt;
** Mären des Strickers als traditionstiftende Repräsentanten der Gattung Märe&lt;br /&gt;
** Mären des Stricker umkreisen ordo-Verstöße, Bestrafung und Restituition, weshalb als Gattunsgziel die Belehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien (50-52)&lt;br /&gt;
** Strickersche Mären ohne Epimythion (in Fischers Edition): [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]], [[Der durstige Einsiedel (Der Stricker)]], [[Der unbelehrbare Zecher (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
** Daraus ergibt sich, dass Epimythien trotz der Möglichkeit, darin die Geschichte lehrhaft auszugestalten, auch verzichtbar sind und die Erkenntnisleistung eines Märe ist nicht an das Epimythion gebunden. &lt;br /&gt;
** Das Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien ist somit flexibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (52-55)&lt;br /&gt;
** Es zeigt sich die charakteristische narrative Struktur: normative Balance von Rollen wird durch Handlung einer Figur bedroht, Anforderung an die Rolle einer Figur wird auf die Probe gestellt, Epimythion als Urteilsspruch über Versagen.&lt;br /&gt;
** Epimythion ist sprachlich kohäsiv gestaltet, indem die Zeitform beibehalten wird, aber auf Verallgemeinerung sowie auf Sentenz und Aufforderung an die Rezipienten verzichtet wird. &lt;br /&gt;
** Stattdessen zeigt sich das Epimythion als knappes, handlungsbezogenes Fazit mit implizitem Verbindlichkeitsanspruch. Jedoch ist der Urteilsspruch vom Erzähler nicht wertfrei formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (55-57)&lt;br /&gt;
** Dass Epimythien in abweichenen Formen vorliegen können zeigt sich in der Überlieferung des jungen Ratgebers in der &amp;gt;Disciplina Clericalis&amp;lt; des Petrus Alphonsi und der des Strickers.&lt;br /&gt;
** Ein innerhalb der Erzählstruktur entwickelter Bewertungsmaßstab wird im Epimythion zum Maß des Urteils über das Versagen der Herren. Jedoch ist die Lehre anders als in [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] nicht linear sondern bewegt sich hin und her, sowohl sprachlich durch den Tempuswechsel als auch erzählerisch durch das Beleuchten des Handelns gegenüber &#039;&#039;biderben&#039;&#039; und &#039;&#039;boesen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]] (57-58)&lt;br /&gt;
** In diesem mære wird das sehr lange Epimythion ähnlich der Bispel hinsichtlich Personen und deren Handlungen mit der zeitgenössischen Gesellschaft in Beziehung gesetzt (&amp;quot;Prozeß des &#039;&#039;gelîchens&#039;&#039;). Es zeichnet sich zwar durch die ablesbare Handlunsganweisung zudem eine starke Tendenz zur Spruchdichtung ab, das Epimythion wird letztlich jedoch durch die mære-konforme Verurteilung von Torheit geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Martinsnacht (Der Stricker)]] (58-59)&lt;br /&gt;
** Die charakteristische Erzählstruktur der mæren des Stricker wird eingehalten.&lt;br /&gt;
** Eine Zechrede ist durch ihre Qualität nicht einer moralischen Fazitbildung angemessen. Es zeichnet sich über die Warnung hinaus kein lehrhafter Charakter ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die drei Wünsche (Der Stricker)]] (59-60)&lt;br /&gt;
** Überschneidung der Gattungen zeigt sich auch an diesem Epimythion, insbesondere in der Analyse durch [[Sowinski, Bernhard: Die drei Wünsche des Stricker]] zu sehen.&lt;br /&gt;
** Nach einem Rückgriff auf Handlung und zeitgenössische Gegenwart wird im Epimythion stark abstrahierend die Torheit behandelt - in einem solchen Maß abstrahiert, dass diese beinahe losgelöst von der Geschichte betrachtet wird. Dabei finden sich in der Moralisation Anlagen an Aristoteles, Freidank und Heinrich von Müdeln.&lt;br /&gt;
** Dieses längste Epimythion bietet anhand der Toren-Typologie auch eine ordo-Erläuterung und erinnert an einen Traktat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]] (60-62)&lt;br /&gt;
** In diesem mæren ergibt sich eine inhaltliche Lücke zwischen Geschichte und Epimythion, da der erzählerisch passiv und rechtsbewusst aufgerufene Teufel der Warnung vor dessen Verführungskünsten widerspricht.&lt;br /&gt;
** Ein Anspruch christlicher Lehrtradition allein kann diese Diskrepnaz nicht erklären. Vielmehr macht Ragotzky die Ironie in der Geschichte für die Diskrepanz verantwortlich.&lt;br /&gt;
** Das Epimythion bezieht sich somit weniegr auf den Teufel als auf die Handlungsweisen des Richters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frühe iterarische Orienterungsleistung durch Widersprüche?(62-64)&lt;br /&gt;
** In (Schwank)mæren gibt es typusgerechte Abwandlungen der Epimythien, da sie für unterschidlich belehren sollen. Da sie zudem von außen zur Geschichte hinzu kommen, entsteht ein Spannungsverhältnis, das vom Erzähler genutzt wird.&lt;br /&gt;
** Im Epimythion werden zwar Handlungsaspekte selektiv aufgegriffen, aber der aufgerufene diskursive Kontext wird gebündelt und gelenkt.&lt;br /&gt;
** Als frühe Gattunsgvertreter erweisen sich die mæren des Strickers hinsichtlich der Abwandlungen von Moralisierungspraxis innovativ. Allerdings ist eine Annahme gattungspoetologischer Normen durch den Stricker mit Vorsicht zu behandeln.&lt;br /&gt;
**Sie sind zudem nicht rein didaktisch hinsichtlich der Einhaltung/Verletzung des ordos auslegbar. &amp;gt;&amp;gt;Konstitutiv für diese Geschichten ist vielmehr die Frage nach dem Wie des Handelns, nach einer Handlungsfähigkeit unter Bedingungen, angesichts derer das einfache Befolgen von ordo-Regeln gerade in die Sackgasse führt, die es nicht erlauben, &#039;&#039;wîsheit&#039;&#039; problemlos umzusetzen.&amp;lt;&amp;lt; (63)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
*[[Begrabene Ehemann (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Martinsnacht (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die drei Wünsche (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ragotzky,_Hedda:_Die_%27Klugheit_der_Praxis%27_und_ihr_Nutzen&amp;diff=13891</id>
		<title>Ragotzky, Hedda: Die &#039;Klugheit der Praxis&#039; und ihr Nutzen</title>
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		<updated>2021-01-20T19:20:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ragotzky, Hedda: Die Klugheit der Praxis und ihr Nutzen. Zum Verhältnis von erzählter Geschichte und lehrhafter Fazitbildung in Mären des Strickers. In: Beiträge zur Erforschung der deutschen Sprache 123 (2001), S. 49-64&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedda Ragotzky beleuchtet, unter Fokussierung des Verhältnisses von erzählter Geschichte und Formen der Fazitbildung in den Epimythien, die Mären des Strickers als Ursprung und normative Größe einer Märengattung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* These in [[Grubmüller, Klaus: Das Groteske im Märe als Element seiner Geschichte]]: Motivkorrespondenzen und Handlungsparallelen in Mären des Strickers, des Kaufringers und Rosenplüts können &amp;gt;&amp;gt;historische Gattungspoetik&amp;lt;&amp;lt; begründen (49-50)&lt;br /&gt;
** Mären des Strickers als traditionstiftende Repräsentanten der Gattung Märe&lt;br /&gt;
** Mären des Stricker umkreisen ordo-Verstöße, Bestrafung und Restituition, weshalb als Gattunsgziel die Belehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien (50-52)&lt;br /&gt;
** Strickersche Mären ohne Epimythion (in Fischers Edition): [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]], [[Der durstige Einsiedel (Der Stricker)]], [[Der unbelehrbare Zecher (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
** Daraus ergibt sich, dass Epimythien trotz der Möglichkeit, darin die Geschichte lehrhaft auszugestalten, auch verzichtbar sind und die Erkenntnisleistung eines Märe ist nicht an das Epimythion gebunden. &lt;br /&gt;
** Das Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien ist somit flexibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (52-55)&lt;br /&gt;
** Es zeigt sich die charakteristische narrative Struktur: normative Balance von Rollen wird durch Handlung einer Figur bedroht, Anforderung an die Rolle einer Figur wird auf die Probe gestellt, Epimythion als Urteilsspruch über Versagen.&lt;br /&gt;
** Epimythion ist sprachlich kohäsiv gestaltet, indem die Zeitform beibehalten wird, aber auf Verallgemeinerung sowie auf Sentenz und Aufforderung an die Rezipienten verzichtet wird. &lt;br /&gt;
** Stattdessen zeigt sich das Epimythion als knappes, handlungsbezogenes Fazit mit implizitem Verbindlichkeitsanspruch. Jedoch ist der Urteilsspruch vom Erzähler nicht wertfrei formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (55-57)&lt;br /&gt;
** Dass Epimythien in abweichenen Formen vorliegen können zeigt sich in der Überlieferung des jungen Ratgebers in der &amp;gt;Disciplina Clericalis&amp;lt; des Petrus Alphonsi und der des Strickers.&lt;br /&gt;
** Ein innerhalb der Erzählstruktur entwickelter Bewertungsmaßstab wird im Epimythion zum Maß des Urteils über das Versagen der Herren. Jedoch ist die Lehre anders als in [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] nicht linear sondern bewegt sich hin und her, sowohl sprachlich durch den Tempuswechsel als auch erzählerisch durch das Beleuchten des Handelns gegenüber &#039;&#039;biderben&#039;&#039; und &#039;&#039;boesen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]] (57-&lt;br /&gt;
** In diesem mære wird das sehr lange Epimythion ähnlich der Bispel hinsichtlich Personen und deren Handlungen mit der zeitgenössischen Gesellschaft in Beziehung gesetzt (&amp;quot;Prozeß des &#039;&#039;gelîchens&#039;&#039;). Es zeichnet sich zwar durch die ablesbare Handlunsganweisung zudem eine starke Tendenz zur Spruchdichtung ab, das Epimythion wird letztlich jedoch durch die mære-konforme Verurteilung von Torheit geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Martinsnacht (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
** Die charakteristische Erzählstruktur der mæren des Stricker wird eingehalten.&lt;br /&gt;
** &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die drei Wünsche (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
*[[Begrabene Ehemann (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Martinsnacht (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[ (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
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		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ragotzky,_Hedda:_Die_%27Klugheit_der_Praxis%27_und_ihr_Nutzen&amp;diff=13890</id>
		<title>Ragotzky, Hedda: Die &#039;Klugheit der Praxis&#039; und ihr Nutzen</title>
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		<updated>2021-01-20T19:19:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ragotzky, Hedda: Die Klugheit der Praxis und ihr Nutzen. Zum Verhältnis von erzählter Geschichte und lehrhafter Fazitbildung in Mären des Strickers. In: Beiträge zur Erforschung der deutschen Sprache 123 (2001), S. 49-64&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedda Ragotzky beleuchtet, unter Fokussierung des Verhältnisses von erzählter Geschichte und Formen der Fazitbildung in den Epimythien, die Mären des Strickers als Ursprung und normative Größe einer Märengattung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* These in [[Grubmüller, Klaus: Das Groteske im Märe als Element seiner Geschichte]]: Motivkorrespondenzen und Handlungsparallelen in Mären des Strickers, des Kaufringers und Rosenplüts können &amp;gt;&amp;gt;historische Gattungspoetik&amp;lt;&amp;lt; begründen (49-50)&lt;br /&gt;
** Mären des Strickers als traditionstiftende Repräsentanten der Gattung Märe&lt;br /&gt;
** Mären des Stricker umkreisen ordo-Verstöße, Bestrafung und Restituition, weshalb als Gattunsgziel die Belehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien (50-52)&lt;br /&gt;
** Strickersche Mären ohne Epimythion (in Fischers Edition): [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]], [[Der durstige Einsiedel (Der Stricker)]], [[Der unbelehrbare Zecher (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
** Daraus ergibt sich, dass Epimythien trotz der Möglichkeit, darin die Geschichte lehrhaft auszugestalten, auch verzichtbar sind und die Erkenntnisleistung eines Märe ist nicht an das Epimythion gebunden. &lt;br /&gt;
** Das Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien ist somit flexibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (52-55)&lt;br /&gt;
** Es zeigt sich die charakteristische narrative Struktur: normative Balance von Rollen wird durch Handlung einer Figur bedroht, Anforderung an die Rolle einer Figur wird auf die Probe gestellt, Epimythion als Urteilsspruch über Versagen.&lt;br /&gt;
** Epimythion ist sprachlich kohäsiv gestaltet, indem die Zeitform beibehalten wird, aber auf Verallgemeinerung sowie auf Sentenz und Aufforderung an die Rezipienten verzichtet wird. &lt;br /&gt;
** Stattdessen zeigt sich das Epimythion als knappes, handlungsbezogenes Fazit mit implizitem Verbindlichkeitsanspruch. Jedoch ist der Urteilsspruch vom Erzähler nicht wertfrei formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (55-57)&lt;br /&gt;
** Dass Epimythien in abweichenen Formen vorliegen können zeigt sich in der Überlieferung des jungen Ratgebers in der &amp;gt;Disciplina Clericalis&amp;lt; des Petrus Alphonsi und der des Strickers.&lt;br /&gt;
** Ein innerhalb der Erzählstruktur entwickelter Bewertungsmaßstab wird im Epimythion zum Maß des Urteils über das Versagen der Herren. Jedoch ist die Lehre anders als in [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] nicht linear sondern bewegt sich hin und her, sowohl sprachlich durch den Tempuswechsel als auch erzählerisch durch das Beleuchten des Handelns gegenüber &#039;&#039;biderben&#039;&#039; und &#039;&#039;boesen&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]] (57-&lt;br /&gt;
** In diesem mære wird das sehr lange Epimythion ähnlich der Bispel hinsichtlich Personen und deren Handlungen mit der zeitgenössischen Gesellschaft in Beziehung gesetzt (&amp;quot;Prozeß des &#039;&#039;gelîchens&#039;&#039;). Es zeichnet sich zwar durch die ablesbare Handlunsganweisung zudem eine starke Tendenz zur Spruchdichtung ab, das Epimythion wird letztlich jedoch durch die mære-konforme Verurteilung von Torheit geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Die Martinsnacht (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
** Die charakteristische Erzählstruktur der mæren des Stricker wird eingehalten.&lt;br /&gt;
** &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
*[[Begrabene Ehemann (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Edelmann und Pferdehändler (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Martinsnacht (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[ (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
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		<title>Ragotzky, Hedda: Die &#039;Klugheit der Praxis&#039; und ihr Nutzen</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ragotzky, Hedda: Die Klugheit der Praxis und ihr Nutzen. Zum Verhältnis von erzählter Geschichte und lehrhafter Fazitbildung in Mären des Strickers. In: Beiträge zur Erforschung der deutschen Sprache 123 (2001), S. 49-64&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedda Ragotzky beleuchtet, unter Fokussierung des Verhältnisses von erzählter Geschichte und Formen der Fazitbildung in den Epimythien, die Mären des Strickers als Ursprung und normative Größe einer Märengattung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* These in [[Grubmüller, Klaus: Das Groteske im Märe als Element seiner Geschichte]]: Motivkorrespondenzen und Handlungsparallelen in Mären des Strickers, des Kaufringers und Rosenplüts können &amp;gt;&amp;gt;historische Gattungspoetik&amp;lt;&amp;lt; begründen (49-50)&lt;br /&gt;
** Mären des Strickers als traditionstiftende Repräsentanten der Gattung Märe&lt;br /&gt;
** Mären des Stricker umkreisen ordo-Verstöße, Bestrafung und Restituition, weshalb als Gattunsgziel die Belehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien (50-52)&lt;br /&gt;
** Strickersche Mären ohne Epimythion (in Fischers Edition): [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Stricker)]], [[Der durstige Einsiedel (Der Stricker)]], [[Der unbelehrbare Zecher (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
** Daraus ergibt sich, dass Epimythien trotz der Möglichkeit, darin die Geschichte lehrhaft auszugestalten, auch verzichtbar sind und die Erkenntnisleistung eines Märe ist nicht an das Epimythion gebunden. &lt;br /&gt;
** Das Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien ist somit flexibel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (52-55)&lt;br /&gt;
** Es zeigt sich die charakteristische narrative Struktur: normative Balance von Rollen wird durch Handlung einer Figur bedroht, Anforderung an die Rolle einer Figur wird auf die Probe gestellt, Epimythion als Urteilsspruch über Versagen.&lt;br /&gt;
** Epimythion ist sprachlich kohäsiv gestaltet, indem die Zeitform beibehalten wird, aber auf Verallgemeinerung sowie auf Sentenz und Aufforderung an die Rezipienten verzichtet wird. &lt;br /&gt;
** Stattdessen zeigt sich das Epimythion als knappes, handlungsbezogenes Fazit mit implizitem Verbindlichkeitsanspruch. Jedoch ist der Urteilsspruch vom Erzähler nicht wertfrei formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
*[[Begrabene Ehemann (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[ (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[ (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[ (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
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		<title>Ragotzky, Hedda: Die &#039;Klugheit der Praxis&#039; und ihr Nutzen</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ragotzky, Hedda: Die Klugheit der Praxis und ihr Nutzen. Zum Verhältnis von erzählter Geschichte und lehrhafter Fazitbildung in Mären des Strickers. In: Beiträge zur Erforschung der deutschen Sprache 123 (2001), S. 49-64&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedda Ragotzky beleuchtet, unter Fokussierung des Verhältnisses von erzählter Geschichte und Formen der Fazitbildung in den Epimythien, die Mären des Strickers als Ursprung und normative Größe einer Märengattung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* These in [[Grubmüller, Klaus: Das Groteske im Märe als Element seiner Geschichte]]: Motivkorrespondenzen und Handlungsparallelen in Mären des Strickers, des Kaufringers und Rosenplüts können &amp;gt;&amp;gt;historische Gattungspoetik&amp;lt;&amp;lt; begründen (49-50)&lt;br /&gt;
** Mären des Strickers als traditionstiftende Repräsentanten der Gattung Märe&lt;br /&gt;
** Mären des Stricker umkreisen ordo-Verstöße, Bestrafung und Restituition, weshalb als Gattunsgziel die Belehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien flexibel (50-52)&lt;br /&gt;
** Strickersche Mären ohne Epimythion (in Fischers Edition): [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Stricker)]], [[Der durstige Einsiedel (Der Stricker)]], [[Der unbelehrbare Zecher (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
** Daraus ergibt sich, dass Epimythien trotz der Möglichkeit, darin die Geschichte lehrhaft auszugestalten, auch verzichtbar sind.&lt;br /&gt;
** Die Erkenntnisleistung eines Märe ist nicht an das Epimythion gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (52-55)&lt;br /&gt;
** Es zeigt sich die charakteristische narrative Struktur: normative Balance von Rollen wird durch Handlung einer Figur bedroht, Anforderung an die Rolle einer Figur wird auf die Probe gestellt, Epimythion als Urteilsspruch über Versagen.&lt;br /&gt;
** Epimythion ist sprachlich kohäsiv gestaltet, indem die Zeitform beibehalten wird, aber auf Verallgemeinerung sowie auf Sentenz und Aufforderung an die Rezipienten verzichtet wird. &lt;br /&gt;
** Stattdessen zeigt sich das Epimythion als knappes, handlungsbezogenes Fazit mit implizitem Verbindlichkeitsanspruch. Jedoch ist der Urteilsspruch vom Erzähler nicht wertfrei formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
*[[Begrabene Ehemann (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[ (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[ (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[ (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
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		<title>Ragotzky, Hedda: Die &#039;Klugheit der Praxis&#039; und ihr Nutzen</title>
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		<updated>2021-01-20T16:22:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ragotzky, Hedda: Die Klugheit der Praxis und ihr Nutzen. Zum Verhältnis von erzählter Geschichte und lehrhafter Fazitbildung in Mären des Strickers. In: Beiträge zur Erforschung der deutschen Sprache 123 (2001), S. 49-64&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedda Ragotzky beleuchtet, unter Fokussierung des Verhältnisses von erzählter Geschichte und Formen der Fazitbildung in den Epimythien, die Mären des Strickers als Ursprung und normative Größe einer Märengattung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* These in [[Grubmüller, Klaus: Das Groteske im Märe als Element seiner Geschichte]]: Motivkorrespondenzen und Handlungsparallelen in Mären des Strickers, des Kaufringers und Rosenplüts können &amp;gt;&amp;gt;historische Gattungspoetik&amp;lt;&amp;lt; begründen (49-50)&lt;br /&gt;
** Mären des Strickers als traditionstiftende Repräsentanten der Gattung Märe&lt;br /&gt;
** Mären des Stricker umkreisen ordo-Verstöße, Bestrafung und Restituition, weshalb als Gattunsgziel die Belehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien flexibel (50-52)&lt;br /&gt;
** Strickersche Mären ohne Epimythion (in Fischers Edition): [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Stricker)]], [[Der durstige Einsiedel (Der Stricker)]], [[Der unbelehrbare Zecher (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
** Daraus ergibt sich, dass Epimythien trotz der Möglichkeit, darin die Geschichte lehrhaft auszugestalten, auch verzichtbar sind.&lt;br /&gt;
** Die Erkenntnisleistung eines Märe ist nicht an das Epimythion gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (52-55)&lt;br /&gt;
** Es zeigt sich die charakteristische narrative Struktur: normative Balance von Rollen wird durch Handlung einer Figur bedroht, Anforderung an die Rolle einer Figur wird auf die Probe gestellt, Epimythion als Urteilsspruch über Versagen.&lt;br /&gt;
** Epimythion ist sprachlich kohäsiv gestaltet, indem die Zeitform beibehalten wird, aber auf Verallgemeinerung sowie auf Sentenz und Aufforderung an die Rezipienten verzichtet wird. &lt;br /&gt;
** Stattdessen zeigt sich das Epimythion als knappes, handlungsbezogenes Fazit mit implizitem Verbindlichkeitsanspruch. Jedoch ist der Urteilsspruch vom Erzähler nicht wertfrei formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
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		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
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		<updated>2021-01-20T16:21:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ragotzky, Hedda: Die Klugheit der Praxis und ihr Nutzen. Zum Verhältnis von erzählter Geschichte und lehrhafter Fazitbildung in Mären des Strickers. In: Beiträge zur Erforschung der deutschen Sprache 123 (2001), S. 49-64&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hedda Ragotzky beleuchtet, unter Fokussierung des Verhältnisses von erzählter Geschichte und Formen der Fazitbildung in den Epimythien, die Mären des Strickers als Ursprung und normative Größe einer Märengattung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* These in [[Grubmüller, Klaus: Das Groteske im Märe als Element seiner Geschichte]]: Motivkorrespondenzen und Handlungsparallelen in Mären des Strickers, des Kaufringers und Rosenplüts können &amp;gt;&amp;gt;historische Gattungspoetik&amp;lt;&amp;lt; begründen (49-50)&lt;br /&gt;
** Mären des Strickers als traditionstiftende Repräsentanten der Gattung Märe&lt;br /&gt;
** Mären des Stricker umkreisen ordo-Verstöße, Bestrafung und Restituition, weshalb als Gattunsgziel die Belehrung gelten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Verhältnis von erzählter Geschichte und Epimythien flexibel (50-52)&lt;br /&gt;
** Strickersche Mären ohne Epimythion (in Fischers Edition): [[Das gezwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Stricker)]], [[Der durstige Einsiedel (Der Stricker)]], [[Der unbelehrbare Zecher (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
** Daraus ergibt sich, dass Epimythien trotz der Möglichkeit, darin die Geschichte lehrhaft auszugestalten, auch verzichtbar sind.&lt;br /&gt;
** Die Erkenntnisleistung eines Märe ist nicht an das Epimythion gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (52-55)&lt;br /&gt;
** Es zeigt sich die charakteristische narrative Struktur: normative Balance von Rollen wird durch Handlung einer Figur bedroht, Anforderung an die Rolle einer Figur wird auf die Probe gestellt, Epimythion als Urteilsspruch über Versagen.&lt;br /&gt;
** Epimythion ist sprachlich kohäsiv gestaltet, indem die Zeitform beibehalten wird, aber auf Verallgemeinerung sowie auf Sentenz und Aufforderung an die Rezipienten verzichtet wird. &lt;br /&gt;
** Stattdessen zeigt sich das Epimythion als knappes, handlungsbezogenes Fazit mit implizitem Verbindlichkeitsanspruch. Jedoch ist der Urteilsspruch vom Erzähler nicht wertfrei formuliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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*[[Begrabene Ehemann (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[ (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[ (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[ (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
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		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ehrismann,_Otfrid:_Tradition_und_Innovation&amp;diff=13874</id>
		<title>Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation</title>
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		<updated>2021-01-20T08:35:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation. Zu einigen Novellen des Stricker. In: Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Literatur des Spätmittelalters. Ergebnisse, Probleme und Perspektiven der Forschung. Greifswald 1986, S. 179-192&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Otfried Ehrismann greift zu dem Thema &amp;quot;Tradition und Innovation&amp;quot; fünf Stücke des Strickers heraus, welche in der Forschung als innovative zeitgenössische Dichtung betrachtet wurden, um dieser Annahme teilweise zu widersprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]] (179-180)&lt;br /&gt;
** Hier berichtet das Werk von einem gestörten &#039;&#039;ordo&#039;&#039;, ohne Partei für eine der Gruppen innerhalb des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu ergreifen. Der Stricker fordert also nicht die Zerstörung dieses &#039;&#039;ordo&#039;&#039;, sondern die Wiederhertslleung desselben. Das Unrecht könne sich nur ausbreiten, weil alle soziale Gruppen innerhalb des vom Stricker gezeichneten Panoramas versagen. Der Versuch hier eine Forderung nach Solidarität gegen den bösen Herren herauszulesen, würde das Panorama verengen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]] (180-181)&lt;br /&gt;
** Auch hier liegt es nahe, die Solidarität wider den Herren zum Thema des mæres zu machen. Allerdings ergreift auch hier die Erzählung weder für die eine noch für die andere Gruppe Partei. Auch die Moralisation widerspricht dieser Interpretation: sie kritisiert die Geschädigten heftiger als den Schädiger. Folglich gibt es nicht die gute Gruppe wider den bösen Herren, sondern allein die schlechte Gruppe, die dem Herren erst eine Störung des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; möglich macht und sich damit ebenso schuldig macht wie der Herr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (182-183)&lt;br /&gt;
** Die Geschichte handelt vom Recht und auch hier wird der Aufbau der Gesellschaft nicht in Frage gestellt. Der Stricker behandelt hier die potentielle Schwäche der Herrschenden als Überheblichkeit und Unfähigkeit zu gerechtem Richten und er besteht auch auf das Recht des Volkes zum Widerstand. Das mære verteidigt das Rechtssystem und der Held der Geschichte ist der im Dienste des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; agierende Ratgeber des Königs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]](183-185)&lt;br /&gt;
** Das mære ist nicht als Plädoyer für die Armen und Entrechteten zu verstehen, sondern alleinig für das Recht. Durch die selbstverschuldete Auffahrt des Richters (auffälligerweise an dem Ort – der Mitte des Markplatzes –, an dem der Richter sonst Recht spricht) wird das Recht wieder hergestellt. Der Teufel ist hier nicht Herr über sich selbst, sondern unfreiwilliger Vollstrecker des Willen Gottes, indem er die Menschheit von seinesgleichen erlöst. Eine Interpretation ohne diese christliche Konnotation, bspw. unter Fokussierung &#039;kapitalistischer&#039; Motive, wird dem mære nicht gerecht - insbesondere, da dann die Moralisation über den Umgang mit dem Teufel befremdlich wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]](185-187)&lt;br /&gt;
** Frühere Interpretationen, die innovative Erzählaspekte vermuten ließen, übersahen in diesem mære, dass die Stellung des Landesherren als oberste Rechtsinstanz stets unangefochten bleibt. Der Landesherr und seine Sendboten (die Gäuhühner) stellen bei Missachtung das Recht wieder her. In der Novelle des Strickers lässt sich daher keine Sympathie für revolutionäre Bewegungen ausmachen. Das Zerstörungswerk der Hühner erinnert an mittelalterliche Gerichtsverfahren und der apokalyptische Habitus der Hühner (Blitz, Donner und Geschrei) soll an das Bild des Jüngsten Gerichts erinnern und somit die Göttlichkeit der Rechtssphäre betonen. Es liegt daher nahe, die Hühner weder als revolutionäre Bauern noch als reale Hühner, sondern als Allegorie von Weisheit und göttlicher Macht zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Es lässt sich also nicht ohne weiteres sagen, dass sich der Verdacht der sozialen Innovation bestätigt hätte, aber auch nicht, dass mit der traditionell geschützten Gruppe des Adels schonend umgegangen wird. Das Ziel des Erzählers ist es, an der schlechte Praxis zu zeigen, dass es positiv ist, den einstigen Zustandes des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; wieder herzustellen. Es ist allerdings voreilig, die Restitution von &#039;&#039;ordo&#039;&#039; ausschließlich einem konservativem Denken unterzuordnen. Das Verlangen nach Recht ist ambivalent: Tradition und Innovation in einem. Durch das Einbringen einer neuen Wirklichkeit in die Fiktion, in der auch Städter und Dorfbewohner positiv literaturfähig sind, verleiht der Stricker dem fiktionalen Erzählen neue Impulse. Durch seine Beharrlichkeit auf das Recht, wird er partiell innovativ, da er Herrschaftsverhältnisse bewusst macht und von allen Gruppen der Gesellschaft verlangt, den &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu respektieren. Eine Literaturgeschichte des Späten Mittelalters wird das Begriffspaar Tradition und Innovation relativieren müssen: Konsequentes Festhalten an einer fingierten Tradition kann also Innovation sein und wenigstens für eine vom Dichter nicht abschätzbare Zukunft innovatives Potential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Die_G%C3%A4uh%C3%BChner_(Der_Stricker)&amp;diff=13873</id>
		<title>Die Gäuhühner (Der Stricker)</title>
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		<updated>2021-01-20T08:35:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Die Gäuhühner; Die Maere von den Gäuhühnern&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Der Stricker&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = ca. 1220-1250 ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Ostfränkisch/Rheinfränkisch, Österreich? ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Wien, ÖNB: Cod. 2705 (online: [https://manuscripta.at/hs_detail.php?ID=11811])&amp;lt;br /&amp;gt;Heidelberg, UB: Cpg 341 (online: [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg341])&amp;lt;br /&amp;gt;Genève-Cologny, Bibliotheca Bodmeriana: Cod. Bodmer 72 (online: [https://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/fmb/cb-0072])&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Mettke, Heinz (Hg.): Fabeln und Mären von dem Stricker]], S. 78-87&amp;lt;br /&amp;gt;[[Moelleken, Wolfgang Wilfried (Hg.): Die Kleindichtung des Strickers]], Band 2, S. 264-271&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = &amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Böhm, Sabine: Der Stricker]], S. 55, 73, 81-83, 244; [[Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation]]; [[Grubmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos]], S. 113; [[Nowakowski, Nina: Sprechen und Erzählen beim Stricker]], S. 72&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die Überlieferung wurde nach [[Moelleken, Wolfgang Wilfried (Hg.): Die Kleindichtung des Strickers]] übernommen; Seitenangaben und ggf. Neufunde fehlen noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Bispel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Allegorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Der_Richter_und_der_Teufel_(Der_Stricker)&amp;diff=13872</id>
		<title>Der Richter und der Teufel (Der Stricker)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Der_Richter_und_der_Teufel_(Der_Stricker)&amp;diff=13872"/>
		<updated>2021-01-20T08:34:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Der Richter und der Teufel&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Der Stricker&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = ca. 1220-1250 ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Ostfränkisch/Rheinfränkisch, Österreich? ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Wien ÖNB: Cod. 2705, 97va-98vb [https://manuscripta.at/hs_detail.php?ID=11811]&amp;lt;br /&amp;gt;Heidelberg, UB: Cpg 341, 336ra-337va [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg341]&amp;lt;br /&amp;gt;Melk, Bibliothek des Benediktinerstiftes: Cod. 1547, 163-172 [http://manuscripta.at/diglit/AT6000-1547/0001]&amp;lt;br /&amp;gt;Wien, ÖNB: Cod. 2884, 137vb-139rb&amp;lt;br /&amp;gt;Donaueschingen, Fürstlich Fürstenbergische Hofbibliothek: Hs. 104, 137ra-138va [https://digital.blb-karlsruhe.de/blbhs/Handschriften/content/titleinfo/19642]&amp;lt;br /&amp;gt;Colony-Genéve, Bibliotheca Bodmeriana: Cod. Bodmer 155, 31vb-33va [https://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/fmb/cb-0155]&amp;lt;br /&amp;gt;Karlsruhe, Badische Landesbibliothek, Hs. St. Georgen 86 [https://digital.blb-karlsruhe.de/urn/urn:nbn:de:bsz:31-20552]&amp;lt;br /&amp;gt;München, BSB: Cgm. 273&amp;lt;br /&amp;gt;Rom, Bibliotheca Apostolica Vaticana: Cod. Regin. Lat. 1423 [https://digi.vatlib.it/view/MSS_Reg.lat.1423/0001]&amp;lt;br /&amp;gt;Innsbruck, UB: Cod. 922 [http://manuscripta.at/diglit/AT4000-922/1/thumbs]&amp;lt;br /&amp;gt;Freiburg i.Br., Stadtarchiv: Cod. B 1 (H) 199&amp;lt;br /&amp;gt;Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz: Ms. germ. fol. 1097&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Ehrismann, Otfrid (Hg.): Der Stricker. Erzählungen, Fabeln, Reden]], S. 174-187&amp;lt;br /&amp;gt;[[Fischer, Hanns (Hg.): Der Stricker. Verserzählungen II]], S. 31-42&amp;lt;br /&amp;gt;[[Moelleken, Wolfgang Wilfried (Hg.): Die Kleindichtung des Strickers]], Band 4, S. 188-205&amp;lt;br /&amp;gt;[[Von der Hagen, Friedrich Heinrich (Hg.): Gesamtabenteuer]], Band 3, S. 387-393&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = [[Ehrismann, Otfrid (Hg.): Der Stricker. Erzählungen, Fabeln, Reden]], S. 174-187&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Altdeutsches Decamerone]], S. 42-48&amp;lt;br /&amp;gt;[[Von Wolzogen, Ernst (Hg.): Das gut alt teutsch Schwankbuch]], S. 75-84&amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Bockmann, Jörn: Turpiloquium Oder Wie handeln und sprechen die Teufel?]]; [[Böhm, Sabine: Der Stricker]], S. 73, 125; [[Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation]]; [[Grubmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos]], S. 86, 88, 91, 94f.; [[Grubmüller, Klaus: Zum Verhältnis von &#039;Stricker-Märe&#039; und Fabliau]]; [[Lewis, Robert Enzer: The devil as judge]], S. 114-127; [[Mihm, Arend: Überlieferung und Verbreitung der Märendichtung im Spätmittelalter]], S. 84; [[Nowakowski, Nina: Sprechen und Erzählen beim Stricker]], S. 208-217, 222-224, 227, 253, 265, 268; [[Okken, Lambertus: Richter, Teufel und Hiob]], S. 97-102; [[Schirmer, Karl-Heinz: Stil- und Motivuntersuchungen zur mittelhochdeutschen Versnovelle]], S. 109ff.; [[Slenczka, Alwine: Mittelhochdeutsche Verserzählungen mit Gästen aus Himmel und Hölle]], S. 112-137; [[Steinmetz, Ralf-Henning: Fiktionalitätstypen in der mittelalterlichen Epik]]; [[Strasser, Ingrid: Vornovellistisches Erzählen]], S. 48f., 51, 56f., 64f., 71f.; [[Taylor, Archer: Der Richter und der Teufel]], S. 248-251; [[Wagner, Silvan: Macht, Recht und Ökonomie in des Strickers ‚Der Richter und der Teufel‘]]&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
===Narratio===&lt;br /&gt;
Ein böser Richter trifft auf den Teufel. Dieser erklärt dem Richter, dass er in die Stadt wolle, wo er am heutigen Tag alles mitnehmen dürfe, was ihm ernsthaft vermacht werde. Der Richter verlangt mitzukommen. In der Stadt wünscht eine Frau ihr Schwein zum Teufel, woraufhin der Richter den Teufel auffordert, das Schwein mit zu nehmen. Der widerspricht aber mit dem Hinweis, dass es die Frau nicht ernst gemeint habe. Eine andere Frau wünscht ihr Rind zum Teufel, wieder eine andere ihr Kind, woraufhin sich jeweils ein analoges Gespräch zwischen Richter und Teufel ergibt. Eine Witwe kommt und klagt den Richter an, dass er ihr grundlos ihre Kuh genommen habe, und wünscht ihn zum Teufel. Der Teufel nimmt den Richter mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Epimythion===&lt;br /&gt;
Auf diese Weise wurde der Richter siegend sieglos. Mit dem Teufel Umgang zu haben ist nicht weise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Der_junge_Ratgeber_(Der_Stricker)&amp;diff=13871</id>
		<title>Der junge Ratgeber (Der Stricker)</title>
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		<updated>2021-01-20T08:34:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Der junge Ratgeber&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Der Stricker&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = ca. 1220-1250 ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Ostfränkisch/Rheinfränkisch, Österreich? ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Wien ÖNB: Cod. 2705, 33vb-35va [https://manuscripta.at/hs_detail.php?ID=11811]&amp;lt;br /&amp;gt;Heidelberg, UB: Cpg 341, 281rb-283ra [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg341]&amp;lt;br /&amp;gt;Genève-Cologny, Bibliotheca Bodmeriana: Cod. Bodmer 72, 288rb-290ra [https://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/fmb/cb-0072]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Fischer, Hanns (Hg.): Der Stricker. Verserzählungen II]], S. 12-23&amp;lt;br /&amp;gt;[[Moelleken, Wolfgang Wilfried (Hg.): Die Kleindichtung des Strickers]], Band 2, S. 286-299&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = [[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Altdeutsches Decamerone]], S. 59-65&amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Böhm, Sabine: Der Stricker]], S. 71, 81, 83f., 123f.; [[Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation]]; [[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 69; [[Grubmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos]], S. 85, 94f., 97, 101-104; [[Grubmüller, Klaus: Zum Verhältnis von &#039;Stricker-Märe&#039; und Fabliau]]; [[Hagby, Maryvonne: man hat uns fur die warheit … geseit]], S. 69-76; [[Haug, Walter: Schlechte Geschichten - böse Geschichten - gute Geschichten]]; [[Mihm, Arend: Überlieferung und Verbreitung der Märendichtung im Spätmittelalter]], S. 40; [[Nowakowski, Nina: Sprechen und Erzählen beim Stricker]], S. 81-89, 90, 92, 102, 114, 126, 172, 177; [[Schirmer, Karl-Heinz: Stil- und Motivuntersuchungen zur mittelhochdeutschen Versnovelle]], S. 116; [[Strasser, Ingrid: Vornovellistisches Erzählen]], S. 48, 51, 57f., 64-66, 72&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
===Narratio===&lt;br /&gt;
Der treue Ratgeber eines Königs gibt, bevor er stirbt, seinem Herrn das anvertraute&lt;br /&gt;
Lehen zurück und bittet ihn, für seinen Sohn zu sorgen und ihn wegen&lt;br /&gt;
seiner Jugend nicht zum Ratgeber zu bestellen. Nach seinem Tode jedoch&lt;br /&gt;
betraut der König trotz dieser Warnung den Sohn mit dem schweren Amt. Es&lt;br /&gt;
folgen zwei Hungerjahre, und der junge Ratgeber verteilt sowohl den Kornvorrat&lt;br /&gt;
des Reiches als auch den königlichen Schatz, um das darbende Volk zu&lt;br /&gt;
retten. Danach verklagen ihn Neider beim König, dass er seine Vorrats- und&lt;br /&gt;
Schatzkammern geleert habe. Der junge Ratgeber wird zur Rede gestellt. Er&lt;br /&gt;
verteidigt sich: er habe seinem Herrn die Untertanen erhalten, die wertvoller&lt;br /&gt;
seien als aller tote Besitz; auch sei er bereit, alle Lehen zurückzugeben. Da lobt&lt;br /&gt;
der König die Weisheit des jungen Ratgebers; seine Neider aber fallen in Ungnade.&lt;br /&gt;
===Epimythion=== &lt;br /&gt;
Ein solcher König, der treue Diener lohnt, untreue aber&lt;br /&gt;
verachtet, könnte unserer Zeit als Vorbild dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 527)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Der_Turse_(Der_Stricker)&amp;diff=13870</id>
		<title>Der Turse (Der Stricker)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Der_Turse_(Der_Stricker)&amp;diff=13870"/>
		<updated>2021-01-20T08:33:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Der Riese; Der Turse&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Der Stricker&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = Ca. 1220-1250 ([[Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters]], S. 1020) &amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Österreich? ([[Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters]], S. 1020) &amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Wien, ÖNB: Cod. 2705 (online: [https://manuscripta.at/hs_detail.php?ID=11811])&amp;lt;br /&amp;gt;München, UB: 2° Cod. ms. 731 (online: [https://epub.ub.uni-muenchen.de/10638/])&amp;lt;br /&amp;gt;London, British Library: Add MS 24946&amp;lt;br /&amp;gt;Heidelberg, UB: Cpg 341 (online: [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg341])&amp;lt;br /&amp;gt;Genève-Cologny, Bibliotheca Bodmeriana: Cod. Bodmer 72 (online: [https://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/fmb/cb-0072])&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Ehrismann, Otfrid (Hg.): Der Stricker. Erzählungen, Fabeln, Reden]], S. 88-93&amp;lt;br /&amp;gt;[[Mettke, Heinz (Hg.): Fabeln und Mären von dem Stricker]], S. 141-144&amp;lt;br /&amp;gt;[[Moelleken, Wolfgang Wilfried (Hg.): Die Kleindichtung des Strickers]], Band V, S. 219-223&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = [[Ehrismann, Otfrid (Hg.): Der Stricker. Erzählungen, Fabeln, Reden]], S. 88-93&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Altdeutsches Decamerone]], S. 49-51&amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Böhm, Sabine: Der Stricker]], S. 60; [[Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation]]; [[Strasser, Ingrid: Vornovellistisches Erzählen]], S. 156&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die Überlieferung wurde nach [[Moelleken, Wolfgang Wilfried (Hg.): Die Kleindichtung des Strickers]] übernommen; Seitenangaben und ggf. Neufunde fehlen noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
===Narratio===&lt;br /&gt;
Zwölf Männer verirren sich im Wald, was ihnen schaden wird. Sie finden ein Haus, in dem eine schöne Frau ist. Als sie das Haus betreten haben, hören sie einen Riesen kommen. Die Dame versteckt sie vor diesem, ihrem Mann, auf dem Boden. leugnet auch erst, als er behauptet, im Hause seien Menschen. Schließlich findet er sie und fordert, sie sollten einen herabwerfen, sonst ginge es allen an das Leben. Sie werfen den Schwächsten herunter, den er binnen kurzem frisst. Er fordert einen weiteren, frisst ihn, nachdem sie ihn ihm gegeben haben, ebenso geht es mit dem dritten und allen anderen. Als nur noch einer übrig ist, fordert der Riese auch ihn auf herunterzukommen. Der aber weigert sich und will sich wehren. Der Riese dagegen sagt ihm, als sie noch zu zwölft gewesen seien, hätten sie sich wehren und er sich retten können, nun sei es zu spät. Dann holt er ihn und frisst auch ihn. &lt;br /&gt;
===Epimythion===&lt;br /&gt;
Wie der Riese handelt ein schlechter mächtiger Herr, der ein Geschlecht vertreiben will. Er beginnt mit dem Schwächsten, und wenn die anderen gleich verzagen und diesen vertreiben lassen, vertreibt er den nächsten und so fort, bis alle das gleiche Los haben. Je mehr sie verlieren, desto weniger können sie sich wehren. Wer mannhaft leben will, wehre sich rechtzeitig. Jener hat mit dem Kampf so lange gewartet, bis ihn der Riese bezwungen hat. Da hat er sich zu spät gewehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Ziegeler, Hans-Joachim: Erzählen im Spätmittelalter]], S. 482)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Bispel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Märchen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Die_reiche_Stadt_(Der_Stricker)&amp;diff=13869</id>
		<title>Die reiche Stadt (Der Stricker)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Die_reiche_Stadt_(Der_Stricker)&amp;diff=13869"/>
		<updated>2021-01-20T08:33:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Die reiche Stadt; Diu welt&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Der Stricker&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = ca. 1220-1250 ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Ostfränkisch/Rheinfränkisch, Österreich? ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Wien, ÖNB: Cod. 2705 (online: [https://manuscripta.at/hs_detail.php?ID=11811])&amp;lt;br /&amp;gt;München, UB: 2° Cod. ms. 731 (online: [https://epub.ub.uni-muenchen.de/10638/])&amp;lt;br /&amp;gt;London, British Library: Add MS 24946&amp;lt;br /&amp;gt;Heidelberg, UB: Cpg 341 (online: [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg341])&amp;lt;br /&amp;gt;Genève-Cologny, Bibliotheca Bodmeriana: Cod. Bodmer 72 (online: [https://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/fmb/cb-0072])&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Mettke, Heinz (Hg.): Fabeln und Mären von dem Stricker]], S. 114-115&amp;lt;br /&amp;gt;[[Moelleken, Wolfgang Wilfried (Hg.): Die Kleindichtung des Strickers]], Band 3,2, S. 309-311&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = [[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Altdeutsches Decamerone]], S. 52-53&amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Böhm, Sabine: Der Stricker]], S. 60; [[Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation]]; [[Steinmetz, Ralf-Henning: Fiktionalitätstypen in der mittelalterlichen Epik]]&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die Überlieferung wurde nach [[Moelleken, Wolfgang Wilfried (Hg.): Die Kleindichtung des Strickers]] übernommen; Seitenangaben und ggf. Neufunde fehlen noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
===Narratio===&lt;br /&gt;
In einer mächtige Stadt herrscht der Neid so sehr, dass man nicht mehr von ihm loskommt. Die Bürger hassen sich alle, ohne recht zu wissen warum. - So merken sie es wohl, als ein Haus brennt, aber der Hass hindert sie, es zu löschen, so dass bald ein zweites Haus brennt. Auch diesmal sind sie zu träge, so dass auch das dritte brennt. Da schließlich wollen sie sich beraten. Aber es ist zu spät. Das Feuer ist so mächtig, dass es sich über die ganze Stadt ausbreitet und keines Bürgers Haus stehen lässt.&lt;br /&gt;
===Epimythion===&lt;br /&gt;
Diesen Bürgern gleichen die Standesgenossen, die ohne Not und nur, weil sie sich untereinander hassen, es ihrem Herrn nachsehen, dass er einen von ihnen schwächt. Wer darüber lacht, wird bald weinen. Wenn sie ein falsches Urteil über einen hinnehmen und zögern, ihm zu helfen, so geht es an den dritten. Wenn sie es dann verhindern wollen, kommen sie zu spät, denn der Harr hat sich schon so daran gewöhnt, dass er alles haben will, ob es ihm (W hat sinnvoller: ihnen; vgl. Moelleken V 38) passt oder nicht. Er setzt alles matt, so wie das Feuer mit der mächtigen Stadt (umgeht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Ziegeler, Hans-Joachim: Erzählen im Spätmittelalter]], S. 471f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Bispel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Allegorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ehrismann,_Otfrid:_Tradition_und_Innovation&amp;diff=13868</id>
		<title>Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ehrismann,_Otfrid:_Tradition_und_Innovation&amp;diff=13868"/>
		<updated>2021-01-20T08:32:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation. Zu einigen Novellen des Stricker. In: Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Literatur des Spätmittelalters. Ergebnisse, Probleme und Perspektiven der Forschung. Greifswald 1986, S. 179-192&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Otfried Ehrismann greift zu dem Thema &amp;quot;Tradition und Innovation&amp;quot; fünf Stücke des Strickers heraus, welche in der Forschung als innovative zeitgenössische Dichtung betrachtet wurden, um dieser Annahme teilweise zu widersprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]] (179-180)&lt;br /&gt;
** Hier berichtet das Werk von einem gestörten &#039;&#039;ordo&#039;&#039;, ohne Partei für eine der Gruppen innerhalb des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu ergreifen. Der Stricker fordert also nicht die Zerstörung dieses &#039;&#039;ordo&#039;&#039;, sondern die Wiederhertslleung desselben. Das Unrecht könne sich nur ausbreiten, weil alle soziale Gruppen innerhalb des vom Stricker gezeichneten Panoramas versagen. Der Versuch hier eine Forderung nach Solidarität gegen den bösen Herren herauszulesen, würde das Panorama verengen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]] (180-181)&lt;br /&gt;
** Auch hier liegt es nahe, die Solidarität wider den Herren zum Thema des Mæres zu machen. Allerdings ergreift auch hier die Erzählung weder für die eine noch für die andere Gruppe Partei. Auch die Moralisation widerspricht dieser Interpretation: sie kritisiert die Geschädigten heftiger als den Schädiger. Folglich gibt es nicht die gute Gruppe wider den bösen Herren, sondern allein die schlechte Gruppe, die dem Herren erst eine Störung des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; möglich macht und sich damit ebenso schuldig macht wie der Herr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (182-183)&lt;br /&gt;
** Die Geschichte handelt vom Recht und auch hier wird der Aufbau der Gesellschaft nicht in Frage gestellt. Der Stricker behandelt hier die potentielle Schwäche der Herrschenden als Überheblichkeit und Unfähigkeit zu gerechtem Richten und er besteht auch auf das Recht des Volkes zum Widerstand. Das mære verteidigt das Rechtssystem und der Held der Geschichte ist der im Dienste des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; agierende Ratgeber des Königs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]](183-185)&lt;br /&gt;
** Das mære ist nicht als Plädoyer für die Armen und Entrechteten zu verstehen, sondern alleinig für das Recht. Durch die selbstverschuldete Auffahrt des Richters (auffälligerweise an dem Ort – der Mitte des Markplatzes –, an dem der Richter sonst Recht spricht) wird das Recht wieder hergestellt. Der Teufel ist hier nicht Herr über sich selbst, sondern unfreiwilliger Vollstrecker des Willen Gottes, indem er die Menschheit von seinesgleichen erlöst. Eine Interpretation ohne diese christliche Konnotation, bspw. unter Fokussierung &#039;kapitalistischer&#039; Motive, wird dem mære nicht gerecht - insbesondere, da dann die Moralisation über den Umgang mit dem Teufel befremdlich wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]](185-187)&lt;br /&gt;
** Frühere Interpretationen, die innovative Erzählaspekte vermuten ließen, übersahen in diesem mære, dass die Stellung des Landesherren als oberste Rechtsinstanz stets unangefochten bleibt. Der Landesherr und seine Sendboten (die Gäuhühner) stellen bei Missachtung das Recht wieder her. In der Novelle des Strickers lässt sich daher keine Sympathie für revolutionäre Bewegungen ausmachen. Das Zerstörungswerk der Hühner erinnert an mittelalterliche Gerichtsverfahren und der apokalyptische Habitus der Hühner (Blitz, Donner und Geschrei) soll an das Bild des Jüngsten Gerichts erinnern und somit die Göttlichkeit der Rechtssphäre betonen. Es liegt daher nahe, die Hühner weder als revolutionäre Bauern noch als reale Hühner, sondern als Allegorie von Weisheit und göttlicher Macht zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Es lässt sich also nicht ohne weiteres sagen, dass sich der Verdacht der sozialen Innovation bestätigt hätte, aber auch nicht, dass mit der traditionell geschützten Gruppe des Adels schonend umgegangen wird. Das Ziel des Erzählers ist es, an der schlechte Praxis zu zeigen, dass es positiv ist, den einstigen Zustandes des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; wieder herzustellen. Es ist allerdings voreilig, die Restitution von &#039;&#039;ordo&#039;&#039; ausschließlich einem konservativem Denken unterzuordnen. Das Verlangen nach Recht ist ambivalent: Tradition und Innovation in einem. Durch das Einbringen einer neuen Wirklichkeit in die Fiktion, in der auch Städter und Dorfbewohner positiv literaturfähig sind, verleiht der Stricker dem fiktionalen Erzählen neue Impulse. Durch seine Beharrlichkeit auf das Recht, wird er partiell innovativ, da er Herrschaftsverhältnisse bewusst macht und von allen Gruppen der Gesellschaft verlangt, den &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu respektieren. Eine Literaturgeschichte des Späten Mittelalters wird das Begriffspaar Tradition und Innovation relativieren müssen: Konsequentes Festhalten an einer fingierten Tradition kann also Innovation sein und wenigstens für eine vom Dichter nicht abschätzbare Zukunft innovatives Potential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ehrismann,_Otfrid:_Tradition_und_Innovation&amp;diff=13867</id>
		<title>Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation</title>
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		<updated>2021-01-20T08:19:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation. Zu einigen Novellen des Stricker. In: Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Literatur des Spätmittelalters. Ergebnisse, Probleme und Perspektiven der Forschung. Greifswald 1986, S. 179-192&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Otfried Ehrismann greift zu dem Thema &amp;quot;Tradition und Innovation&amp;quot; fünf Stücke des Strickers heraus, welche in der Forschung als innovative zeitgenössische Dichtung betrachtet wurden, um dieser Annahme teilweise zu widersprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]] (179-180)&lt;br /&gt;
** Hier berichtet das Werk von einem gestörten &#039;&#039;ordo&#039;&#039;, ohne Partei für eine der Gruppen innerhalb des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu ergreifen. Der Stricker fordert also nicht die Zerstörung dieses &#039;&#039;ordo&#039;&#039;, sondern die Wiederhertslleung desselben. Das Unrecht könne sich nur ausbreiten, weil alle soziale Gruppen innerhalb des vom Stricker gezeichneten Panoramas versagen. Der Versuch hier eine Forderung nach Solidarität gegen den bösen Herren herauszulesen, würde das Panorama verengen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]] (180-181)&lt;br /&gt;
** Auch hier liegt es nahe, die Solidarität wider den Herren zum Thema des Mæres zu machen. Allerdings ergreift auch hier die Erzählung weder für die eine noch für die andere Gruppe Partei. Auch die Moralisation widerspricht dieser Interpretation: sie kritisiert die Geschädigten heftiger als den Schädiger. Folglich gibt es nicht die gute Gruppe wider den bösen Herren, sondern allein die schlechte Gruppe, die dem Herren erst eine Störung des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; möglich macht und sich damit ebenso schuldig macht wie der Herr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (182-183)&lt;br /&gt;
** Die Geschichte handelt vom Recht und auch hier wird der Aufbau der Gesellschaft nicht in Frage gestellt. Der Stricker behandelt hier die potentielle Schwäche der Herrschenden als Überheblichkeit und Unfähigkeit zu gerechtem Richten und er besteht auch auf das Recht des Volkes zum Widerstand. Das mære verteidigt das Rechtssystem und der Held der Geschichte ist der im Dienste des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; agierende Ratgeber des Königs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]](183-185)&lt;br /&gt;
** Das mære ist nicht als Plädoyer für die Armen und Entrechteten zu verstehen, sondern alleinig für das Recht. Durch die selbstverschuldete Auffahrt des Richters (auffälligerweise an dem Ort – der Mitte des Markplatzes –, an dem der Richter sonst Recht spricht) wird das Recht wieder hergestellt. Der Teufel ist hier nicht Herr über sich selbst, sondern unfreiwilliger Vollstrecker des Willen Gottes, indem er die Menschheit von seinesgleichen erlöst. Eine Interpretation ohne diese christliche Konnotation, bspw. unter Fokussierung &#039;kapitalistischer&#039; Motive, wird dem mære nicht gerecht - insbesondere, da dann die Moralisation befremdlich wirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]](185-187)&lt;br /&gt;
** F. Pfeiffer hat als erster die Hühner zu revolutionären Bauern erhoben. Er und seine Nachfolger übersahen jedoch, dass die Stellung des Landesherren als oberste Rechtsinstanz stets unangefochten blieb und die Beseitigung der Festungen in seiner Verantwortung ruht. Er ist es, den das Gäu als Erdbeben spürt und es sind seine Sendboten (die Gäuhühner), die in seinem Auftrag das Recht mit Blitz und Donner wieder herstellen. In der Novelle des Strickers lässt sich keine Sympathie für revolutionäre Bewegungen ausmachen. So erinnert das Zerstörungswerk der Hühner an mittelalterliche Gerichtsverfahren und der apokalyptische Habitus der Hühner betont die Göttlichkeit der Rechtssphäre. Es liegt also nahe die Hühner als Allegorie von Weisheit und göttlicher Macht zu interpretieren und diese damit als göttliche Sendboten und Herren von Apokalypse und Recht zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Es lässt sich also nicht ohne weiteres sagen, dass sich der Verdacht der sozialen Innovation bestätigt hätte, aber auch nicht, dass mit der traditionell geschützten Gruppe des Adels schonend und gimpflich umgegangen worden wäre. Das Ziel des Erzählers ist es, an der schlechte Praxis zu zeigen, dass es positiv ist, den einstigen Zustandes des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; wieder herzustellen. Es ist allerdings voreilig, die Restitution von &#039;&#039;ordo&#039;&#039; ausschließlich einem konservativem Denken unterzuordnen. Das Verlangen nach Recht ist ambivalent: Tradition und Innovation in einem. Durch das Einbringen einer neuen Wirklichkeit in die Fiktion, in der auch Städter und Dorfbewohner positiv literaturfähig sind, verleiht der Stricker dem fiktionalen Erzählen neue Impulse. Durch seine Beharrlichkeit auf das Recht, wird er partiell innovativ, indem er Herrschaftsverhältnisse bewusst macht und von allen Gruppen der Gesellschaft verlangt, diese gemäß des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu respektieren. Eine Literaturgeschichte des Späten Mittelalters wird das Begriffspaar Tradition und Innovation relativieren müssen: Konsequentes Festhalten an einer fingierten Tradition kann also Innovation sein und wenigstens für eine vom Dichter nicht abschätzbare Zukunft innovatives Potential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ehrismann,_Otfrid:_Tradition_und_Innovation&amp;diff=13866</id>
		<title>Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ehrismann,_Otfrid:_Tradition_und_Innovation&amp;diff=13866"/>
		<updated>2021-01-20T08:06:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation. Zu einigen Novellen des Stricker. In: Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Literatur des Spätmittelalters. Ergebnisse, Probleme und Perspektiven der Forschung. Greifswald 1986, S. 179-192&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Otfried Ehrismann greift zu dem Thema &amp;quot;Tradition und Innovation&amp;quot; fünf Stücke des Strickers heraus, welche in der Forschung als innovative zeitgenössische Dichtung betrachtet wurden, um dieser Annahme teilweise zu widersprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]] (179-180)&lt;br /&gt;
** Hier berichtet das Werk von einem gestörten &#039;&#039;ordo&#039;&#039;, allerdings ohne die Zerstörung dieses &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu verlangen, da es für keine der Gruppen innerhalb des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; Partei ergreift. Das Unrecht kann sich hier nur ausbreiten, weil alle soziale Gruppen innerhalb des vom Stricker gezeichneten Panoramas versagen. Der Versuch hier eine Forderung nach Solidarität gegen den bösen Herren herauszulesen, würde das Panorama verengen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]] (180-181)&lt;br /&gt;
** Auch hier liegt es nahe, die Solidarität wider den Herren zum Thema des Mæres zu machen. Allerdings ergreift auch hier die Erzählung weder für die eine noch für die andere Gruppe Partei. Allein schon die Moralisation spricht gegen diese Interpretation, da dort sogar die Geschädigten heftiger angegangen werden, als der Schädiger. Folglich gibt es nicht die gute Gruppe wider den bösen Herren, sondern allein die schlechte Gruppe, die dem Herren erst eine Störung des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; möglich macht und sich damit ebenso schuldig macht wie der Herr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (182-183)&lt;br /&gt;
** Die Geschichte handelt vom Recht und auch hier wird der Aufbau der Gesellschaft nicht in Frage gestellt. Der Stricker behandelt hier die potentielle Schwäche der Herrschenden als Überheblichkeit und Unfähigkeit zu gerechtem Richten und er besteht auch auf das Recht des Volkes zum Widerstand. Das Mære ist eine Apologie des Rechts und der Held der Geschichte ist der im Dienste des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; stehende Ratgeber des Königs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]](183-185)&lt;br /&gt;
** Das Mære ist nicht als Plädoyer für die Armen und Entrechteten zu verstehen, sondern alleinig für das Recht. Durch die Auffahrt des Richters (auffälligerweise an dem Ort – der Mitte des Markplatzes – an dem der Richter sonst Recht spricht) wird das Recht wieder hergestellt. Der Teufel ist hier nicht der Herr seiner selbst, sondern der vollkommen unterworfene Vollstrecker des Willen Gottes, der die Menschheit von seinesgleichen erlöst. Der Erzähler und das Mæere machen die, die sich fälschlich zu Herren emporschwingen, zu Knechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]](185-187)&lt;br /&gt;
** F. Pfeiffer hat als erster die Hühner zu revolutionären Bauern erhoben. Er und seine Nachfolger übersahen jedoch, dass die Stellung des Landesherren als oberste Rechtsinstanz stets unangefochten blieb und die Beseitigung der Festungen in seiner Verantwortung ruht. Er ist es, den das Gäu als Erdbeben spürt und es sind seine Sendboten (die Gäuhühner), die in seinem Auftrag das Recht mit Blitz und Donner wieder herstellen. In der Novelle des Strickers lässt sich keine Sympathie für revolutionäre Bewegungen ausmachen. So erinnert das Zerstörungswerk der Hühner an mittelalterliche Gerichtsverfahren und der apokalyptische Habitus der Hühner betont die Göttlichkeit der Rechtssphäre. Es liegt also nahe die Hühner als Allegorie von Weisheit und göttlicher Macht zu interpretieren und diese damit als göttliche Sendboten und Herren von Apokalypse und Recht zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Es lässt sich also nicht ohne weiteres sagen, dass sich der Verdacht der sozialen Innovation bestätigt hätte, aber auch nicht, dass mit der traditionell geschützten Gruppe des Adels schonend und gimpflich umgegangen worden wäre. Das Ziel des Erzählers ist es, an der schlechte Praxis zu zeigen, dass es positiv ist, den einstigen Zustandes des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; wieder herzustellen. Es ist allerdings voreilig, die Restitution von &#039;&#039;ordo&#039;&#039; ausschließlich einem konservativem Denken unterzuordnen. Das Verlangen nach Recht ist ambivalent: Tradition und Innovation in einem. Durch das Einbringen einer neuen Wirklichkeit in die Fiktion, in der auch Städter und Dorfbewohner positiv literaturfähig sind, verleiht der Stricker dem fiktionalen Erzählen neue Impulse. Durch seine Beharrlichkeit auf das Recht, wird er partiell innovativ, indem er Herrschaftsverhältnisse bewusst macht und von allen Gruppen der Gesellschaft verlangt, diese gemäß des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu respektieren. Eine Literaturgeschichte des Späten Mittelalters wird das Begriffspaar Tradition und Innovation relativieren müssen: Konsequentes Festhalten an einer fingierten Tradition kann also Innovation sein und wenigstens für eine vom Dichter nicht abschätzbare Zukunft innovatives Potential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ehrismann,_Otfrid:_Tradition_und_Innovation&amp;diff=13718</id>
		<title>Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation</title>
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		<updated>2021-01-16T09:37:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation. Zu einigen Novellen des Stricker. In: Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Literatur des Spätmittelalters. Ergebnisse, Probleme und Perspektiven der Forschung. Greifswald 1986, S. 179-192&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Otfried Ehrismann greift zu dem Thema &amp;quot;Tradition und Innovation&amp;quot; fünf Stücke des Strickers heraus, welche in der Forschung als innovativ – also für die zeitgenössische Dichtung mit fremden und neuen Ideen versehen – betrachtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]] (179-180)&lt;br /&gt;
** Hier berichtet das Werk von einem gestörten &#039;&#039;ordo&#039;&#039;, allerdings ohne die Zerstörung dieses &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu verlangen, da es für keine der Gruppen innerhalb des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; Partei ergreift. Das Unrecht kann sich hier nur ausbreiten, weil alle soziale Gruppen innerhalb des vom Stricker gezeichneten Panoramas versagen. Der Versuch hier eine Forderung nach Solidarität gegen den bösen Herren herauszulesen, würde das Panorama verengen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]] (180-181)&lt;br /&gt;
** Auch hier liegt es nahe, die Solidarität wider den Herren zum Thema des Mæres zu machen. Allerdings ergreift auch hier die Erzählung weder für die eine noch für die andere Gruppe Partei. Allein schon die Moralisation spricht gegen diese Interpretation, da dort sogar die Geschädigten heftiger angegangen werden, als der Schädiger. Folglich gibt es nicht die gute Gruppe wider den bösen Herren, sondern allein die schlechte Gruppe, die dem Herren erst eine Störung des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; möglich macht und sich damit ebenso schuldig macht wie der Herr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (182-183)&lt;br /&gt;
** Die Geschichte handelt vom Recht und auch hier wird der Aufbau der Gesellschaft nicht in Frage gestellt. Der Stricker behandelt hier die potentielle Schwäche der Herrschenden als Überheblichkeit und Unfähigkeit zu gerechtem Richten und er besteht auch auf das Recht des Volkes zum Widerstand. Das Mære ist eine Apologie des Rechts und der Held der Geschichte ist der im Dienste des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; stehende Ratgeber des Königs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]](183-185)&lt;br /&gt;
** Das Mære ist nicht als Plädoyer für die Armen und Entrechteten zu verstehen, sondern alleinig für das Recht. Durch die Auffahrt des Richters (auffälligerweise an dem Ort – der Mitte des Markplatzes – an dem der Richter sonst Recht spricht) wird das Recht wieder hergestellt. Der Teufel ist hier nicht der Herr seiner selbst, sondern der vollkommen unterworfene Vollstrecker des Willen Gottes, der die Menschheit von seinesgleichen erlöst. Der Erzähler und das Mæere machen die, die sich fälschlich zu Herren emporschwingen, zu Knechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]](185-187)&lt;br /&gt;
** F. Pfeiffer hat als erster die Hühner zu revolutionären Bauern erhoben. Er und seine Nachfolger übersahen jedoch, dass die Stellung des Landesherren als oberste Rechtsinstanz stets unangefochten blieb und die Beseitigung der Festungen in seiner Verantwortung ruht. Er ist es, den das Gäu als Erdbeben spürt und es sind seine Sendboten (die Gäuhühner), die in seinem Auftrag das Recht mit Blitz und Donner wieder herstellen. In der Novelle des Strickers lässt sich keine Sympathie für revolutionäre Bewegungen ausmachen. So erinnert das Zerstörungswerk der Hühner an mittelalterliche Gerichtsverfahren und der apokalyptische Habitus der Hühner betont die Göttlichkeit der Rechtssphäre. Es liegt also nahe die Hühner als Allegorie von Weisheit und göttlicher Macht zu interpretieren und diese damit als göttliche Sendboten und Herren von Apokalypse und Recht zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Es lässt sich also nicht ohne weiteres sagen, dass sich der Verdacht der sozialen Innovation bestätigt hätte, aber auch nicht, dass mit der traditionell geschützten Gruppe des Adels schonend und gimpflich umgegangen worden wäre. Das Ziel des Erzählers ist es, an der schlechte Praxis zu zeigen, dass es positiv ist, den einstigen Zustandes des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; wieder herzustellen. Es ist allerdings voreilig, die Restitution von &#039;&#039;ordo&#039;&#039; ausschließlich einem konservativem Denken unterzuordnen. Das Verlangen nach Recht ist ambivalent: Tradition und Innovation in einem. Durch das Einbringen einer neuen Wirklichkeit in die Fiktion, in der auch Städter und Dorfbewohner positiv literaturfähig sind, verleiht der Stricker dem fiktionalen Erzählen neue Impulse. Durch seine Beharrlichkeit auf das Recht, wird er partiell innovativ, indem er Herrschaftsverhältnisse bewusst macht und von allen Gruppen der Gesellschaft verlangt, diese gemäß des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu respektieren. Eine Literaturgeschichte des Späten Mittelalters wird das Begriffspaar Tradition und Innovation relativieren müssen: Konsequentes Festhalten an einer fingierten Tradition kann also Innovation sein und wenigstens für eine vom Dichter nicht abschätzbare Zukunft innovatives Potential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
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		<title>Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation. Zu einigen Novellen des Stricker. In: Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Literatur des Spätmittelalters. Ergebnisse, Probleme und Perspektiven der Forschung. Greifswald 1986, S. 179-192&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Otfried Ehrismann greift zu dem Thema &amp;quot;Tradition und Innovation&amp;quot; fünf Stücke des Strickers heraus, welche in früherer Forschung als innovativ – also für die zeitgenössische Dichtung mit fremden und neuen Ideen versehen – betrachtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]] (179-180)&lt;br /&gt;
** Hier berichtet das Werk von einem gestörten &#039;&#039;ordo&#039;&#039;, allerdings ohne die Zerstörung dieses &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu verlangen, da es für keine der Gruppen innerhalb des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; Partei ergreift. Das Unrecht kann sich hier nur ausbreiten, weil alle soziale Gruppen innerhalb des vom Stricker gezeichneten Panoramas versagen. Der Versuch hier eine Forderung nach Solidarität gegen den bösen Herren herauszulesen, würde das Panorama verengen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]] (180-181)&lt;br /&gt;
** Auch hier liegt es nahe, die Solidarität wider den Herren zum Thema des Mæres zu machen. Allerdings ergreift auch hier die Erzählung weder für die eine noch für die andere Gruppe Partei. Allein schon die Moralisation spricht gegen diese Interpretation, da dort sogar die Geschädigten heftiger angegangen werden, als der Schädiger. Folglich gibt es nicht die gute Gruppe wider den bösen Herren, sondern allein die schlechte Gruppe, die dem Herren erst eine Störung des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; möglich macht und sich damit ebenso schuldig macht wie der Herr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]] (182-183)&lt;br /&gt;
** Die Geschichte handelt vom Recht und auch hier wird der Aufbau der Gesellschaft nicht in Frage gestellt. Der Stricker behandelt hier die potentielle Schwäche der Herrschenden als Überheblichkeit und Unfähigkeit zu gerechtem Richten und er besteht auch auf das Recht des Volkes zum Widerstand. Das Mære ist eine Apologie des Rechts und der Held der Geschichte ist der im Dienste des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; stehende Ratgeber des Königs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]](183-185)&lt;br /&gt;
** Das Mære ist nicht als Plädoyer für die Armen und Entrechteten zu verstehen, sondern alleinig für das Recht. Durch die Auffahrt des Richters (auffälligerweise an dem Ort – der Mitte des Markplatzes – an dem der Richter sonst Recht spricht) wird das Recht wieder hergestellt. Der Teufel ist hier nicht der Herr seiner selbst, sondern der vollkommen unterworfene Vollstrecker des Willen Gottes, der die Menschheit von seinesgleichen erlöst. Der Erzähler und das Mæere machen die, die sich fälschlich zu Herren emporschwingen, zu Knechten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]](185-187)&lt;br /&gt;
** F. Pfeiffer hat als erster die Hühner zu revolutionären Bauern erhoben. Er und seine Nachfolger übersahen jedoch, dass die Stellung des Landesherren als oberste Rechtsinstanz stets unangefochten blieb und die Beseitigung der Festungen in seiner Verantwortung ruht. Er ist es, den das Gäu als Erdbeben spürt und es sind seine Sendboten (die Gäuhühner), die in seinem Auftrag das Recht mit Blitz und Donner wieder herstellen. In der Novelle des Strickers lässt sich keine Sympathie für revolutionäre Bewegungen ausmachen. So erinnert das Zerstörungswerk der Hühner an mittelalterliche Gerichtsverfahren und der apokalyptische Habitus der Hühner betont die Göttlichkeit der Rechtssphäre. Es liegt also nahe die Hühner als Allegorie von Weisheit und göttlicher Macht zu interpretieren und diese damit als göttliche Sendboten und Herren von Apokalypse und Recht zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Es lässt sich also nicht ohne weiteres sagen, dass sich der Verdacht der sozialen Innovation bestätigt hätte, aber auch nicht, dass mit der traditionell geschützten Gruppe des Adels schonend und gimpflich umgegangen worden wäre. Das Ziel des Erzählers ist es, an der schlechte Praxis zu zeigen, dass es positiv ist, den einstigen Zustandes des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; wieder herzustellen. Es ist allerdings voreilig, die Restitution von &#039;&#039;ordo&#039;&#039; ausschließlich einem konservativem Denken unterzuordnen. Das Verlangen nach Recht ist ambivalent: Tradition und Innovation in einem. Durch das Einbringen einer neuen Wirklichkeit in die Fiktion, in der auch Städter und Dorfbewohner positiv literaturfähig sind, verleiht der Stricker dem fiktionalen Erzählen neue Impulse. Durch seine Beharrlichkeit auf das Recht, wird er partiell innovativ, indem er Herrschaftsverhältnisse bewusst macht und von allen Gruppen der Gesellschaft verlangt, diese gemäß des &#039;&#039;ordo&#039;&#039; zu respektieren. Eine Literaturgeschichte des Späten Mittelalters wird das Begriffspaar Tradition und Innovation relativieren müssen: Konsequentes Festhalten an einer fingierten Tradition kann also Innovation sein und wenigstens für eine vom Dichter nicht abschätzbare Zukunft innovatives Potential bergen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
*[[Die reiche Stadt (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Turse (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der junge Ratgeber (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der Richter und der Teufel (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die Gäuhühner (Der Stricker)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Strasser,_Ingrid:_Und_sungen_ein_liet_ze_pr%C3%AEse_in_einer_h%C3%B4hen_w%C3%AEse&amp;diff=13683</id>
		<title>Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Strasser,_Ingrid:_Und_sungen_ein_liet_ze_pr%C3%AEse_in_einer_h%C3%B4hen_w%C3%AEse&amp;diff=13683"/>
		<updated>2021-01-14T11:29:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmæren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmæren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;verligen&#039;&#039; in [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
**Parallelität zum Erec wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse. (79) Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
**Vergleich mit dem Tagelied, wobei die Gewichtung der Rollen in [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] umgekehrt wird (90)&lt;br /&gt;
**Vergleich zu Tristan (92)&lt;br /&gt;
*[[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]] (82-84)&lt;br /&gt;
**Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder.&lt;br /&gt;
*[[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] (84-89)&lt;br /&gt;
**Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich in Tristan wieder&lt;br /&gt;
**Jedoch entspricht das Motiv im Mære in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang eines Gottesurteils.&lt;br /&gt;
*[[Der kluge Knecht (Der Stricker)]] (93-94)&lt;br /&gt;
**Das Motiv des Tagelieds, den frühen Morgen zu verfluchen, wird umgekehrt. Der Morgen und der damit verbundene Aufbruch zur Arbeit wird von der Frau herbeigesehnt.&lt;br /&gt;
**Beschreibung der Ehefrau mit höfischen Attributen sowie höfische Anrede durch den Ehemann, die sich auch im [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] und in [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]] findet&lt;br /&gt;
*[[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] (95-97)&lt;br /&gt;
**Die äußeren Ideale der Hohen Minne werden verzerrt und konträr dargestellt.&lt;br /&gt;
**Strasser ist der Auffassung, dass die Minne der Ehe beim Stricker unterliegt.&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (98-99)&lt;br /&gt;
**Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist. (98)&lt;br /&gt;
*Grundstruktur der Eheerzählungen des Strickers (99-100) &lt;br /&gt;
**Herausforderung des Ehepartners durch Hass/ Tätlichkeit/ Eifersucht/ Misstrauen/ Untreue/ renitentes Benehmen.  Die Herausforderung wird angenommen und in einer Stärke zurückgegeben, die den Herausforderer zum Unterlegenen macht. Dieser büßt seine Herausforderung mit Spott/ Schande/ Hass/ Schlägen. Die Handlungskonstellation wird hierbei komisch bis übertrieben dargestellt. &lt;br /&gt;
* Die Komik im Strickerschen Mære (100-107)&lt;br /&gt;
** Die Komik der Stricker-Schwänke nach [[Agricola, Erhard: Die Prudentia als Anliegen der Strickerschen Schwänke|E.Agricola]] mittels der Theorie des &amp;quot;komischen Konflikts&amp;quot; (Fr. G. Jünger) : Zwei Parteien ungleichen Kräfteverhältnisses geraten in einen Konflikt, in dem die schwächere Partei die Überlegene provoziert. Der Mechanismus des Konflikts wird durch die Unangemessenheit der Provokation in Gang gebracht. Der Angegriffene, dessen Überlegenheit in ethisch-moralischer Kategorien liegt, erwidert den Angriff. Die Retourkutsche führt den Angreifer ad absurdum und stellt die verletzte Ordnung wieder her. Die Provokation und Replik können auch in gegenseitiger Steigerung einhergehen. ( [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] ) (100-101)&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; und die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; nach O. Rommel: Die &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; zielt auf die Kontrasttheorie. Dazu muss der Mensch in Bezug auf eine allgemeingültige Anforderung auffälliger- und überraschender Weise versagen. Dabei muss das beobachtete Versagen die Rechtfertigung möglichen eigenen Versagens mit sich bringen. Die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; drückt höchstgesteigerte Lebensfreude aus. Darstellungsmittel sind dabei Übersteigerung und Übertreibung, seltener der absteigende Kontrast. Die Komik der Ehemæren unterliegt der Unzulänglichkeitskomik. (101-102) &lt;br /&gt;
** Die Interpretation der Komik des mittelalterlichen Mæres nach J.Ritter: Die Aktualisierung eines komischen Gehalts beruht nicht auf der Erfassung der stofflichen Begebenheiten, sondern auf der Einbeziehung der historischen, sozialen, kulturellen und regionalen Bedingungen. (103) &lt;br /&gt;
** Die Verteilung der höfischen Motive ist eng und beinahe ausschließlich an die &#039;&#039;persona comica&#039;&#039; gebunden. Laut Strasser intensivieren die höfischen Elemente die Komik. (104) &lt;br /&gt;
** Verordnet man das Publikum in literarisch gebildeten Kreisen der Nobilität und des patrizischen Bürgertums, so können komische Kontraste (Verordnung eines bäuerlichen Mannes in ritterliche Traditionen) einen Beitrag zur Komik geleistet haben. Auch der Gebrauch von aus anderen Zusammenhängen vertrauten Thematiken könnte im parodistischen Sinne komisch gewirkt haben. (105-107)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
*[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
*[[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der kluge Knecht (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Strasser,_Ingrid:_Und_sungen_ein_liet_ze_pr%C3%AEse_in_einer_h%C3%B4hen_w%C3%AEse&amp;diff=13681</id>
		<title>Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Strasser,_Ingrid:_Und_sungen_ein_liet_ze_pr%C3%AEse_in_einer_h%C3%B4hen_w%C3%AEse&amp;diff=13681"/>
		<updated>2021-01-14T11:28:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Behandelte Kleinepik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmæren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmæren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
*verligen in [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
**Parallelität zum Erec wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse. (79) Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
**Vergleich mit dem Tagelied, wobei die Gewichtung der Rollen in [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] umgekehrt wird (90)&lt;br /&gt;
**Vergleich zu Tristan (92)&lt;br /&gt;
*[[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]] (82-84)&lt;br /&gt;
**Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder.&lt;br /&gt;
*[[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] (84-89)&lt;br /&gt;
**Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich in Tristan wieder&lt;br /&gt;
**Jedoch entspricht das Motiv im Mære in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang eines Gottesurteils.&lt;br /&gt;
*[[Der kluge Knecht (Der Stricker)]] (93-94)&lt;br /&gt;
**Das Motiv des Tagelieds, den frühen Morgen zu verfluchen, wird umgekehrt. Der Morgen und der damit verbundene Aufbruch zur Arbeit wird von der Frau herbeigesehnt.&lt;br /&gt;
**Beschreibung der Ehefrau mit höfischen Attributen sowie höfische Anrede durch den Ehemann, die sich auch im [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] und in [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]] findet&lt;br /&gt;
*[[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] (95-97)&lt;br /&gt;
**Die äußeren Ideale der Hohen Minne werden verzerrt und konträr dargestellt.&lt;br /&gt;
**Strasser ist der Auffassung, dass die Minne der Ehe beim Stricker unterliegt.&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (98-99)&lt;br /&gt;
**Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist. (98)&lt;br /&gt;
*Grundstruktur der Eheerzählungen des Strickers (99-100) &lt;br /&gt;
**Herausforderung des Ehepartners durch Hass/ Tätlichkeit/ Eifersucht/ Misstrauen/ Untreue/ renitentes Benehmen.  Die Herausforderung wird angenommen und in einer Stärke zurückgegeben, die den Herausforderer zum Unterlegenen macht. Dieser büßt seine Herausforderung mit Spott/ Schande/ Hass/ Schlägen. Die Handlungskonstellation wird hierbei komisch bis übertrieben dargestellt. &lt;br /&gt;
* Die Komik im Strickerschen Mære (100-107)&lt;br /&gt;
** Die Komik der Stricker-Schwänke nach [[Agricola, Erhard: Die Prudentia als Anliegen der Strickerschen Schwänke|E.Agricola]] mittels der Theorie des &amp;quot;komischen Konflikts&amp;quot; (Fr. G. Jünger) : Zwei Parteien ungleichen Kräfteverhältnisses geraten in einen Konflikt, in dem die schwächere Partei die Überlegene provoziert. Der Mechanismus des Konflikts wird durch die Unangemessenheit der Provokation in Gang gebracht. Der Angegriffene, dessen Überlegenheit in ethisch-moralischer Kategorien liegt, erwidert den Angriff. Die Retourkutsche führt den Angreifer ad absurdum und stellt die verletzte Ordnung wieder her. Die Provokation und Replik können auch in gegenseitiger Steigerung einhergehen. ( [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] ) (100-101)&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; und die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; nach O.Rommel: Die &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; zielt auf die Kontrasttheorie. Dazu muss der Mensch in Bezug auf eine allgemeingültige Anforderung auffälliger- und überraschender Weise versagen. Dabei muss das beobachtete Versagen die Rechtfertigung möglichen eigenen Versagens mit sich bringen. Die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; drückt höchstgesteigerte Lebensfreude aus. Darstellungsmittel sind dabei Übersteigerung und Übertreibung, seltener der absteigende Kontrast. Die Komik der Ehemæren unterliegt der Unzulänglichkeitskomik. (101-102) &lt;br /&gt;
** Die Interpretation der Komik des mittelalterlichen Mæres nach J.Ritter: Die Aktualisierung eines komischen Gehalts beruht nicht auf der Erfassung der stofflichen Begebenheiten, sondern auf der Einbeziehung der historischen, sozialen, kulturellen und regionalen Bedingungen. (103) &lt;br /&gt;
** Die Verteilung der höfischen Motive ist eng und beinahe ausschließlich an die &#039;&#039;persona comica&#039;&#039; gebunden. Laut Strasser intensivieren die höfischen Elemente die Komik. (104) &lt;br /&gt;
** Verordnet man das Publikum in literarisch gebildeten Kreisen der Nobilität und des patrizischen Bürgertums, so können komische Kontraste (Verordnung eines bäuerlichen Mannes in ritterliche Traditionen) einen Beitrag zur Komik geleistet haben. Auch der Gebrauch von aus anderen Zusammenhängen vertrauten Thematiken könnte im parodistischen Sinne komisch gewirkt haben. (105-107)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
*[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
*[[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der kluge Knecht (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Strasser,_Ingrid:_Und_sungen_ein_liet_ze_pr%C3%AEse_in_einer_h%C3%B4hen_w%C3%AEse&amp;diff=13680</id>
		<title>Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse</title>
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		<updated>2021-01-14T11:28:17Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmæren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmæren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
*verligen in [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
**Parallelität zum Erec wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse. (79) Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
**Vergleich mit dem Tagelied, wobei die Gewichtung der Rollen in [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] umgekehrt wird (90)&lt;br /&gt;
**Vergleich zu Tristan (92)&lt;br /&gt;
*[[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]] (82-84)&lt;br /&gt;
**Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder.&lt;br /&gt;
*[[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] (84-89)&lt;br /&gt;
**Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich in Tristan wieder&lt;br /&gt;
**Jedoch entspricht das Motiv im Mære in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang eines Gottesurteils.&lt;br /&gt;
*[[Der kluge Knecht (Der Stricker)]] (93-94)&lt;br /&gt;
**Das Motiv des Tagelieds, den frühen Morgen zu verfluchen, wird umgekehrt. Der Morgen und der damit verbundene Aufbruch zur Arbeit wird von der Frau herbeigesehnt.&lt;br /&gt;
**Beschreibung der Ehefrau mit höfischen Attributen sowie höfische Anrede durch den Ehemann, die sich auch im [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] und in [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]] findet&lt;br /&gt;
*[[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] (95-97)&lt;br /&gt;
**Die äußeren Ideale der Hohen Minne werden verzerrt und konträr dargestellt.&lt;br /&gt;
**Strasser ist der Auffassung, dass die Minne der Ehe beim Stricker unterliegt.&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (98-99)&lt;br /&gt;
**Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist. (98)&lt;br /&gt;
*Grundstruktur der Eheerzählungen des Strickers (99-100) &lt;br /&gt;
**Herausforderung des Ehepartners durch Hass/ Tätlichkeit/ Eifersucht/ Misstrauen/ Untreue/ renitentes Benehmen.  Die Herausforderung wird angenommen und in einer Stärke zurückgegeben, die den Herausforderer zum Unterlegenen macht. Dieser büßt seine Herausforderung mit Spott/ Schande/ Hass/ Schlägen. Die Handlungskonstellation wird hierbei komisch bis übertrieben dargestellt. &lt;br /&gt;
* Die Komik im Strickerschen Mære (100-107)&lt;br /&gt;
** Die Komik der Stricker-Schwänke nach [[Agricola, Erhard: Die Prudentia als Anliegen der Strickerschen Schwänke|E.Agricola]] mittels der Theorie des &amp;quot;komischen Konflikts&amp;quot; (Fr. G. Jünger) : Zwei Parteien ungleichen Kräfteverhältnisses geraten in einen Konflikt, in dem die schwächere Partei die Überlegene provoziert. Der Mechanismus des Konflikts wird durch die Unangemessenheit der Provokation in Gang gebracht. Der Angegriffene, dessen Überlegenheit in ethisch-moralischer Kategorien liegt, erwidert den Angriff. Die Retourkutsche führt den Angreifer ad absurdum und stellt die verletzte Ordnung wieder her. Die Provokation und Replik können auch in gegenseitiger Steigerung einhergehen. ( [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] ) (100-101)&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; und die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; nach O.Rommel: Die &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; zielt auf die Kontrasttheorie. Dazu muss der Mensch in Bezug auf eine allgemeingültige Anforderung auffälliger- und überraschender Weise versagen. Dabei muss das beobachtete Versagen die Rechtfertigung möglichen eigenen Versagens mit sich bringen. Die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; drückt höchstgesteigerte Lebensfreude aus. Darstellungsmittel sind dabei Übersteigerung und Übertreibung, seltener der absteigende Kontrast. Die Komik der Ehemæren unterliegt der Unzulänglichkeitskomik. (101-102) &lt;br /&gt;
** Die Interpretation der Komik des mittelalterlichen Mæres nach J.Ritter: Die Aktualisierung eines komischen Gehalts beruht nicht auf der Erfassung der stofflichen Begebenheiten, sondern auf der Einbeziehung der historischen, sozialen, kulturellen und regionalen Bedingungen. (103) &lt;br /&gt;
** Die Verteilung der höfischen Motive ist eng und beinahe ausschließlich an die &#039;&#039;persona comica&#039;&#039; gebunden. Laut Strasser intensivieren die höfischen Elemente die Komik. (104) &lt;br /&gt;
** Verordnet man das Publikum in literarisch gebildeten Kreisen der Nobilität und des patrizischen Bürgertums, so können komische Kontraste (Verordnung eines bäuerlichen Mannes in ritterliche Traditionen) einen Beitrag zur Komik geleistet haben. Auch der Gebrauch von aus anderen Zusammenhängen vertrauten Thematiken könnte im parodistischen Sinne komisch gewirkt haben. (105-107)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
*[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
*[[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Der kluge Knecht (Der Stricker)]]*&lt;br /&gt;
*[[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
*[[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
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		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Strasser,_Ingrid:_Und_sungen_ein_liet_ze_pr%C3%AEse_in_einer_h%C3%B4hen_w%C3%AEse&amp;diff=13675</id>
		<title>Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse</title>
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		<updated>2021-01-14T09:24:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmæren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmæren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
*verligen in [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
**Parallelität zum Erec wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse. (79) Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
**Vergleich mit dem Tagelied, wobei die Gewichtung der Rollen in [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] umgekehrt wird (90)&lt;br /&gt;
**Vergleich zu Tristan (92)&lt;br /&gt;
*[[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]] (82-84)&lt;br /&gt;
**Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder.&lt;br /&gt;
*[[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] (84-89)&lt;br /&gt;
**Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich in Tristan wieder&lt;br /&gt;
**Jedoch entspricht das Motiv im Mære in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang eines Gottesurteils.&lt;br /&gt;
*[[Der kluge Knecht (Der Stricker)]] (93-94)&lt;br /&gt;
**Das Motiv des Tagelieds, den frühen Morgen zu verfluchen, wird umgekehrt. Der Morgen und der damit verbundene Aufbruch zur Arbeit wird von der Frau herbeigesehnt.&lt;br /&gt;
**Beschreibung der Ehefrau mit höfischen Attributen sowie höfische Anrede durch den Ehemann, die sich auch im [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] und in [[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]] findet&lt;br /&gt;
*[[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] (95-97)&lt;br /&gt;
**Die äußeren Ideale der Hohen Minne werden verzerrt und konträr dargestellt.&lt;br /&gt;
**Strasser ist der Auffassung, dass die Minne der Ehe beim Stricker unterliegt.&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (98-99)&lt;br /&gt;
**Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist. (98)&lt;br /&gt;
*Grundstruktur der Eheerzählungen des Strickers (99-100) &lt;br /&gt;
**Herausforderung des Ehepartners durch Hass/ Tätlichkeit/ Eifersucht/ Misstrauen/ Untreue/ renitentes Benehmen.  Die Herausforderung wird angenommen und in einer Stärke zurückgegeben, die den Herausforderer zum Unterlegenen macht. Dieser büßt seine Herausforderung mit Spott/ Schande/ Hass/ Schlägen. Die Handlungskonstellation wird hierbei komisch bis übertrieben dargestellt. &lt;br /&gt;
* Die Komik im Strickerschen Mære (100-107)&lt;br /&gt;
** Die Komik der Stricker-Schwänke nach E.Agricola mittels der Theorie des &amp;quot;komischen Konflikts&amp;quot; (Fr. G. Jünger) : Zwei Parteien ungleichen Kräfteverhältnisses geraten in einen Konflikt, in dem die schwächere Partei die Überlegene provoziert. Der Mechanismus des Konflikts wird durch die Unangemessenheit der Provokation in Gang gebracht. Der Angegriffene, dessen Überlegenheit in ethisch-moralischer Kategorien liegt, erwidert den Angriff. Die Retourkutsche führt den Angreifer ad absurdum und stellt die verletzte Ordnung wieder her. Die Provokation und Replik können auch in gegenseitiger Steigerung einhergehen. ( [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] ) (100-101)&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; und die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; nach O.Rommel: Die &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; zielt auf die Kontrasttheorie. Dazu muss der Mensch in Bezug auf eine allgemeingültige Anforderung auffälliger- und überraschender Weise versagen. Dabei muss das beobachtete Versagen die Rechtfertigung möglichen eigenen Versagens mit sich bringen. Die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; drückt höchstgesteigerte Lebensfreude aus. Darstellungsmittel sind dabei Übersteigerung und Übertreibung, seltener der absteigende Kontrast. Die Komik der Ehemæren unterliegt der Unzulänglichkeitskomik. (101-102) &lt;br /&gt;
** Die Interpretation der Komik des mittelalterlichen Mæres nach nach J.Ritter: Die Aktualisierung eines komischen Gehalts beruht nicht auf der Erfassung der stofflichen Begebenheiten, sondern auf der Einbeziehung der historischen, sozialen, kulturellen und regionalen Bedingungen. (103) &lt;br /&gt;
** Die Verteilung der höfischen Motive ist eng und beinahe ausschließlich an die &#039;&#039;persona comica&#039;&#039; gebunden. Laut Strasser intensivieren die höfischen Elemente die Komik. (104) &lt;br /&gt;
** Verordnet man das Publikum in literarisch gebildeten Kreisen der Nobilität und des patrizischen Bürgertums, so können komische Kontraste (Verordnung eines bäuerlichen Mannes in ritterliche Traditionen) einen Beitrag zur Komik geleistet haben. Auch der Gebrauch von aus anderen Zusammenhängen vertrauten Thematiken könnte im parodistischen Sinne komisch gewirkt haben. (105-107)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]], [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]], [[Der kluge Knecht (Der Stricker)]], [[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Ehrismann,_Otfrid:_Tradition_und_Innovation&amp;diff=13639</id>
		<title>Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation</title>
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		<updated>2021-01-12T15:26:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrismann, Otfrid: Tradition und Innovation. Zu einigen Novellen des Stricker. In: Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Literatur des Spätmittelalters. Ergebnisse, Probleme und Perspektiven der Forschung. Greifswald 1986, S. 179-192&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
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		<title>Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse</title>
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		<updated>2021-01-12T15:24:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmaeren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmaeren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
*verligen in [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
**Parallelität zum Erec wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse. (79) Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
**Vergleich zu Tristan (90)&lt;br /&gt;
*[[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]](82-84)&lt;br /&gt;
**Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder&lt;br /&gt;
*[[Das heiße Eisen (Der Stricker)]](84-89)&lt;br /&gt;
**Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich in Tristan wieder&lt;br /&gt;
**Jedoch entspricht das Motiv im Märe in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang.&lt;br /&gt;
*[[Der kluge Knecht (Der Stricker)]] (93-94)&lt;br /&gt;
**Beschreibung der Ehefrau mit höfischen Attributen sowie höfische Anrede durch den Ehemann, die sich auch im „Ehescheidungsgespräch“ und im „Erzwungenen Gelübde“ findet&lt;br /&gt;
*[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]] (94)&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (98-99)&lt;br /&gt;
**Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist (98)&lt;br /&gt;
*Grundstruktur der Eheerzählungen des Strickers (99-100) &lt;br /&gt;
**Herausforderung des Ehepartners durch Hass/ Tätlichkeit/ Eifersucht/ Misstrauen/ Untreue/ renitentes Benehmen.  Die Herausforderung wird angenommen und in einer Stärke zurückgegeben, die den Herausforderer zum Unterlegenen macht. Dieser büßt seine Herausforderung mit Spott/ Schande/ Hass/ Schlägen.&lt;br /&gt;
* Die Komik im Strickerschen Mære (100-107)&lt;br /&gt;
** Die Komik der Stricker-Schwänke nach E.Agricola mittels der Theorie des &amp;quot;komischen Konfilkts&amp;quot; (Fr. G. Jünger) : Zwei Parteien ungleichen Kräfteveräötnisses geraten in einen Konflikt, in dem die schwächere Partei die Überlegene provoziert. Der Mechanismus des Konflikts wird durch die Unangemessenheit der Provokation in Gang gebracht. Der Angegriffene, dessen Überlegenheit in ethisch-moralischer Kategorien liegt, erwidert den Angriff. Die Retourkutsche führt den Angreifer ad absurdum und stellt die verletze Ordnung wieder her. Die Provokation und Replik können auch in gegenseitiger Steigerung einhergehen. ( [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] ) (100-101)&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; und die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels nach O.Rommel: Die &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; zielt auf die Kontrasttheorie. Dazu muss der Mensch in Bezug auf eine allgemeingültige Anforderung auffälliger- und überraschender Weise versagen. Dabei muss das beobachtete Versagen die Rechtfertigung möglichen eigenen Versagens mit sich bringen. Die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; drückt höchstgesteigerte Lebensfreude aus. Das Darstellungsmittel ist dabei die Übersteigerung und Übertreibung, seltener der absteigende Kontrast. Die Komik der Ehemæren unterliegt der Unzulänglichkeitskomik. (101-102) &lt;br /&gt;
** Die Interpretation der Komik des mittelalterlichen Mæres nach nach J.Ritter: Die Aktualisierung eines komischen Gehalts beruht nicht auf der Erfassung der stofflichen Begebenheiten, sondern auf der Einbeziehung der historischen, sozialen, kulturellen und regionalen Bedingungen. (103) &lt;br /&gt;
** Die Verteilung der höfischen Motive ist eng und beinahe ausschließlich an die &#039;&#039;persona comica&#039;&#039; gebunden. Die höfischen Elemente intensivieren also die Komik. (104) &lt;br /&gt;
** Verordnet man das Publikum in literarisch gebildeten Kreisen der Nobilität und des patrizischen Bürgertums, so können komische Kontraste (Verordnung eines bäuerlichen Mannes in ritterliche Traditionen) einen Beitrag zur Komik geleistet haben. Auch der Gebrauch von aus anderen Zusammenhängen vertrauten Thematiken könnte im parodistischen Sinne komisch gewirkt haben. (105-107)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]], [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]], [[Der kluge Knecht (Der Stricker)]], [[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Strasser,_Ingrid:_Und_sungen_ein_liet_ze_pr%C3%AEse_in_einer_h%C3%B4hen_w%C3%AEse&amp;diff=13637</id>
		<title>Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Strasser,_Ingrid:_Und_sungen_ein_liet_ze_pr%C3%AEse_in_einer_h%C3%B4hen_w%C3%AEse&amp;diff=13637"/>
		<updated>2021-01-12T15:24:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmaeren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmaeren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
*verligen in [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
**Parallelität zum Erec wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse. (79) Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
**Vergleich zu Tristan (90)&lt;br /&gt;
*[[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]](82-84)&lt;br /&gt;
**Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder&lt;br /&gt;
*[[Das heiße Eisen (Der Stricker)]](84-89)&lt;br /&gt;
**Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich in Tristan wieder&lt;br /&gt;
**Jedoch entspricht das Motiv im Märe in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang.&lt;br /&gt;
*[[Der kluge Knecht (Der Stricker)]] (93-94)&lt;br /&gt;
**Beschreibung der Ehefrau mit höfischen Attributen sowie höfische Anrede durch den Ehemann, die sich auch im „Ehescheidungsgespräch“ und im „Erzwungenen Gelübde“ findet&lt;br /&gt;
*[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]] (94)&lt;br /&gt;
*[[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] (98-99)&lt;br /&gt;
**Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist (98)&lt;br /&gt;
*Grundstruktur der Eheerzählungen des Strickers (99-100) &lt;br /&gt;
**Herausforderung des Ehepartners durch Hass/ Tätlichkeit/ Eifersucht/ Misstrauen/ Untreue/ renitentes Benehmen.  Die Herausforderung wird angenommen und in einer Stärke zurückgegeben, die den Herausforderer zum Unterlegenen macht. Dieser büßt seine Herausforderung mit Spott/ Schande/ Hass/ Schlägen.&lt;br /&gt;
* Die Komik im Strickerschen Mære (100-107)&lt;br /&gt;
** Die Komik der Stricker-Schwänke nach E.Agricola mittels der Theorie des &amp;quot;komischen Konfilkts&amp;quot; (Fr. G. Jünger) : Zwei Parteien ungleichen Kräfteveräötnisses geraten in einen Konflikt, in dem die schwächere Partei die Überlegene provoziert. Der Mechanismus des Konflikts wird durch die Unangemessenheit der Provokation in Gang gebracht. Der Angegriffene, dessen Überlegenheit in ethisch-moralischer Kategorien liegt, erwidert den Angriff. Die Retourkutsche führt den Angreifer ad absurdum und stellt die verletze Ordnung wieder her. Die Provokation und Replik können auch in gegenseitiger Steigerung einhergehen. [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] (100-101)&lt;br /&gt;
** &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; und die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels nach O.Rommel: Die &amp;quot;Unzulänglichkeitskomik&amp;quot; zielt auf die Kontrasttheorie. Dazu muss der Mensch in Bezug auf eine allgemeingültige Anforderung auffälliger- und überraschender Weise versagen. Dabei muss das beobachtete Versagen die Rechtfertigung möglichen eigenen Versagens mit sich bringen. Die Komik des &amp;quot;heiter-überlegenen Spiels&amp;quot; drückt höchstgesteigerte Lebensfreude aus. Das Darstellungsmittel ist dabei die Übersteigerung und Übertreibung, seltener der absteigende Kontrast. Die Komik der Ehemæren unterliegt der Unzulänglichkeitskomik. (101-102) &lt;br /&gt;
** Die Interpretation der Komik des mittelalterlichen Mæres nach nach J.Ritter: Die Aktualisierung eines komischen Gehalts beruht nicht auf der Erfassung der stofflichen Begebenheiten, sondern auf der Einbeziehung der historischen, sozialen, kulturellen und regionalen Bedingungen. (103) &lt;br /&gt;
** Die Verteilung der höfischen Motive ist eng und beinahe ausschließlich an die &#039;&#039;persona comica&#039;&#039; gebunden. Die höfischen Elemente intensivieren also die Komik. (104) &lt;br /&gt;
** Verordnet man das Publikum in literarisch gebildeten Kreisen der Nobilität und des patrizischen Bürgertums, so können komische Kontraste (Verordnung eines bäuerlichen Mannes in ritterliche Traditionen) einen Beitrag zur Komik geleistet haben. Auch der Gebrauch von aus anderen Zusammenhängen vertrauten Thematiken könnte im parodistischen Sinne komisch gewirkt haben. (105-107)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]], [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]], [[Der kluge Knecht (Der Stricker)]], [[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Das_erzwungene_Gel%C3%BCbde_(Der_Stricker)&amp;diff=13570</id>
		<title>Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Das_erzwungene_Gel%C3%BCbde_(Der_Stricker)&amp;diff=13570"/>
		<updated>2021-01-07T12:11:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Das erzwungene Gelübde; Ehe im Leben und im Tode&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Der Stricker&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = ca. 1220-1250 ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Ostfränkisch/Rheinfränkisch, Österreich? ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Wien ÖNB: Cod. 2705, 115ra-116rb [https://manuscripta.at/hs_detail.php?ID=11811]&amp;lt;br /&amp;gt;Heidelberg, UB: Cpg 341, 262va-264ra [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg341]&amp;lt;br /&amp;gt;Genève-Cologny, Bibliotheca Bodmeriana: Cod. Bodmer 72, 269va-271ra [https://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/fmb/cb-0072]&amp;lt;br /&amp;gt;München, UB: 2° Cod. ms. 731, 94va-96va [https://epub.ub.uni-muenchen.de/10638/]&amp;lt;br /&amp;gt;Wien, ÖNB. Cod. 2885, 131va-133vb [http://archiv.onb.ac.at:1801/view/action/nmets.do?DOCCHOICE=2759142.xml&amp;amp;dvs=1541659152778~357&amp;amp;locale=de_DE&amp;amp;search_terms=&amp;amp;adjacency=&amp;amp;VIEWER_URL=/view/action/nmets.do?&amp;amp;DELIVERY_RULE_ID=1&amp;amp;divType=]&amp;lt;br /&amp;gt;Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum: Hs. FB 32001, 64vb-66ra&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Fischer, Hanns (Hg.): Der Stricker. Verserzählungen I]], S. 11-21&amp;lt;br /&amp;gt;[[Moelleken, Wolfgang Wilfried (Hg.): Die Kleindichtung des Strickers]], Band 5, S. 29-40&amp;lt;br /&amp;gt;[[Rosenhagen, Gustav (Hg.): Mären von dem Stricker]], S. 45-52&amp;lt;br /&amp;gt;[[Von der Hagen, Friedrich Heinrich (Hg.): Gesamtabenteuer]], Band 2, S. 197-203&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = [[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Altdeutsches Decamerone]], S. 210-215&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Novellen des Mittelalters]], Band 3, S. 157-160&amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Beine, Birgit: Der Wolf in der Kutte]], S. 67, 268, 270; [[Böhm, Sabine: Der Stricker]], S. 49f., 63, 123, 138; [[Coxon, Sebastian: der werlde spot]]; [[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 66, 97, 143; [[Grubmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos]], S. 81, 83-85, 107; [[Grubmüller, Klaus: Zum Verhältnis von &#039;Stricker-Märe&#039; und Fabliau]]; [[Haug, Walter: Schlechte Geschichten - böse Geschichten - gute Geschichten]]; [[Holznagel, Franz-Joseph: Gezähmte Fiktionalität]], S. 50; [[Nowakowski, Nina: Sprechen und Erzählen beim Stricker]], S. 72, 160-170, 186, 191f., 255; [[Steinmetz, Ralf-Henning: Fiktionalitätstypen in der mittelalterlichen Epik]]; [[Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse]]; [[Strasser, Ingrid: Vornovellistisches Erzählen]], S. 37, 46, 55f., 60, 71, 73; &amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Ein Mann fordert unter Drohungen von seiner Frau das Versprechen, nach seinem Tode sich nicht mehr zu verheiraten. Sie erbittet sich drei Tage Bedenkzeit und nützt die, um sich von einer klugen Gevatterin beraten zu lassen. Als&lt;br /&gt;
ihr Mann am vierten Tag alle Freunde versammelt hat, fragt sie, ob er das Versprechen aus Liebe fordere, und als er ihre Frage bejaht, verlangt sie, dass auch er ihr verspreche, nach ihrem Tode ehelos zu bleiben. Dies schwört er ihr zu und muss als Pfand für seinen Schwur dreißig Pfund Geld setzen. Da sagt die Frau, sie wisse kein besseres Gegenpfand, als dass sie beide sich bereits jetzt trennten und ins Kloster gingen, um sich schon bei Lebzeiten daran zu gewöhnen, ohne Gatten zu leben. Da den Mann die sofortige Trennung hart ankäme, fleht er seine Frau an, seinen Eid zurücknehmen zu dürfen. Die Frau lässt sich lange bitten und verlangt als Gegenleistung, dass sie sich bei seinen Lebzeiten einen Liebhaber nehmen dürfe, wenn es ihr gefalle. Notgedrungen geht er auf ihre Forderung ein, hält sie aber fortan so gut, dass sie von ihrem Vorrecht nie Gebrauch macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 524-525)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Schwank]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Das_erzwungene_Gel%C3%BCbde_(Der_Stricker)&amp;diff=13569</id>
		<title>Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)</title>
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		<updated>2021-01-07T12:10:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Das erzwungene Gelübde; Ehe im Leben und im Tode&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Der Stricker&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = ca. 1220-1250 ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Ostfränkisch/Rheinfränkisch, Österreich? ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Wien ÖNB: Cod. 2705, 115ra-116rb [https://manuscripta.at/hs_detail.php?ID=11811]&amp;lt;br /&amp;gt;Heidelberg, UB: Cpg 341, 262va-264ra [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg341]&amp;lt;br /&amp;gt;Genève-Cologny, Bibliotheca Bodmeriana: Cod. Bodmer 72, 269va-271ra [https://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/fmb/cb-0072]&amp;lt;br /&amp;gt;München, UB: 2° Cod. ms. 731, 94va-96va [https://epub.ub.uni-muenchen.de/10638/]&amp;lt;br /&amp;gt;Wien, ÖNB. Cod. 2885, 131va-133vb [http://archiv.onb.ac.at:1801/view/action/nmets.do?DOCCHOICE=2759142.xml&amp;amp;dvs=1541659152778~357&amp;amp;locale=de_DE&amp;amp;search_terms=&amp;amp;adjacency=&amp;amp;VIEWER_URL=/view/action/nmets.do?&amp;amp;DELIVERY_RULE_ID=1&amp;amp;divType=]&amp;lt;br /&amp;gt;Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum: Hs. FB 32001, 64vb-66ra&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Fischer, Hanns (Hg.): Der Stricker. Verserzählungen I]], S. 11-21&amp;lt;br /&amp;gt;[[Moelleken, Wolfgang Wilfried (Hg.): Die Kleindichtung des Strickers]], Band 5, S. 29-40&amp;lt;br /&amp;gt;[[Rosenhagen, Gustav (Hg.): Mären von dem Stricker]], S. 45-52&amp;lt;br /&amp;gt;[[Von der Hagen, Friedrich Heinrich (Hg.): Gesamtabenteuer]], Band 2, S. 197-203&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = [[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Altdeutsches Decamerone]], S. 210-215&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Novellen des Mittelalters]], Band 3, S. 157-160&amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Beine, Birgit: Der Wolf in der Kutte]], S. 67, 268, 270; [[Böhm, Sabine: Der Stricker]], S. 49f., 63, 123, 138; [[Coxon, Sebastian: der werlde spot]]; [[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 66, 97, 143; [[Grubmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos]], S. 81, 83-85, 107; [[Grubmüller, Klaus: Zum Verhältnis von &#039;Stricker-Märe&#039; und Fabliau]]; [[Haug, Walter: Schlechte Geschichten - böse Geschichten - gute Geschichten]]; [[Holznagel, Franz-Joseph: Gezähmte Fiktionalität]], S. 50; [[Nowakowski, Nina: Sprechen und Erzählen beim Stricker]], S. 72, 160-170, 186, 191f., 255; [[Steinmetz, Ralf-Henning: Fiktionalitätstypen in der mittelalterlichen Epik]]; [[Strasser, Ingrid: Vornovellistisches Erzählen]], S. 37, 46, 55f., 60, 71, 73; [[Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse]]&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Ein Mann fordert unter Drohungen von seiner Frau das Versprechen, nach seinem Tode sich nicht mehr zu verheiraten. Sie erbittet sich drei Tage Bedenkzeit und nützt die, um sich von einer klugen Gevatterin beraten zu lassen. Als&lt;br /&gt;
ihr Mann am vierten Tag alle Freunde versammelt hat, fragt sie, ob er das Versprechen aus Liebe fordere, und als er ihre Frage bejaht, verlangt sie, dass auch er ihr verspreche, nach ihrem Tode ehelos zu bleiben. Dies schwört er ihr zu und muss als Pfand für seinen Schwur dreißig Pfund Geld setzen. Da sagt die Frau, sie wisse kein besseres Gegenpfand, als dass sie beide sich bereits jetzt trennten und ins Kloster gingen, um sich schon bei Lebzeiten daran zu gewöhnen, ohne Gatten zu leben. Da den Mann die sofortige Trennung hart ankäme, fleht er seine Frau an, seinen Eid zurücknehmen zu dürfen. Die Frau lässt sich lange bitten und verlangt als Gegenleistung, dass sie sich bei seinen Lebzeiten einen Liebhaber nehmen dürfe, wenn es ihr gefalle. Notgedrungen geht er auf ihre Forderung ein, hält sie aber fortan so gut, dass sie von ihrem Vorrecht nie Gebrauch macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 524-525)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Schwank]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
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		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Das_erzwungene_Gel%C3%BCbde_(Der_Stricker)&amp;diff=13568</id>
		<title>Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)</title>
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		<updated>2021-01-07T12:10:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Das erzwungene Gelübde; Ehe im Leben und im Tode&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Der Stricker&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = ca. 1220-1250 ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Ostfränkisch/Rheinfränkisch, Österreich? ([[Malm, Mike: Der Stricker]], S. 369)&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Wien ÖNB: Cod. 2705, 115ra-116rb [https://manuscripta.at/hs_detail.php?ID=11811]&amp;lt;br /&amp;gt;Heidelberg, UB: Cpg 341, 262va-264ra [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg341]&amp;lt;br /&amp;gt;Genève-Cologny, Bibliotheca Bodmeriana: Cod. Bodmer 72, 269va-271ra [https://www.e-codices.unifr.ch/de/list/one/fmb/cb-0072]&amp;lt;br /&amp;gt;München, UB: 2° Cod. ms. 731, 94va-96va [https://epub.ub.uni-muenchen.de/10638/]&amp;lt;br /&amp;gt;Wien, ÖNB. Cod. 2885, 131va-133vb [http://archiv.onb.ac.at:1801/view/action/nmets.do?DOCCHOICE=2759142.xml&amp;amp;dvs=1541659152778~357&amp;amp;locale=de_DE&amp;amp;search_terms=&amp;amp;adjacency=&amp;amp;VIEWER_URL=/view/action/nmets.do?&amp;amp;DELIVERY_RULE_ID=1&amp;amp;divType=]&amp;lt;br /&amp;gt;Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum: Hs. FB 32001, 64vb-66ra&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Fischer, Hanns (Hg.): Der Stricker. Verserzählungen I]], S. 11-21&amp;lt;br /&amp;gt;[[Moelleken, Wolfgang Wilfried (Hg.): Die Kleindichtung des Strickers]], Band 5, S. 29-40&amp;lt;br /&amp;gt;[[Rosenhagen, Gustav (Hg.): Mären von dem Stricker]], S. 45-52&amp;lt;br /&amp;gt;[[Von der Hagen, Friedrich Heinrich (Hg.): Gesamtabenteuer]], Band 2, S. 197-203&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = [[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Altdeutsches Decamerone]], S. 210-215&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Novellen des Mittelalters]], Band 3, S. 157-160&amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Beine, Birgit: Der Wolf in der Kutte]], S. 67, 268, 270; [[Böhm, Sabine: Der Stricker]], S. 49f., 63, 123, 138; [[Coxon, Sebastian: der werlde spot]]; [[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 66, 97, 143; [[Grubmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos]], S. 81, 83-85, 107; [[Grubmüller, Klaus: Zum Verhältnis von &#039;Stricker-Märe&#039; und Fabliau]]; [[Haug, Walter: Schlechte Geschichten - böse Geschichten - gute Geschichten]]; [[Holznagel, Franz-Joseph: Gezähmte Fiktionalität]], S. 50; [[Nowakowski, Nina: Sprechen und Erzählen beim Stricker]], S. 72, 160-170, 186, 191f., 255; [[Steinmetz, Ralf-Henning: Fiktionalitätstypen in der mittelalterlichen Epik]]; [[Strasser, Ingrid: Vornovellistisches Erzählen]], S. 37, 46, 55f., 60, 71, 73; [[Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmaeren des Stricker]]&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Ein Mann fordert unter Drohungen von seiner Frau das Versprechen, nach seinem Tode sich nicht mehr zu verheiraten. Sie erbittet sich drei Tage Bedenkzeit und nützt die, um sich von einer klugen Gevatterin beraten zu lassen. Als&lt;br /&gt;
ihr Mann am vierten Tag alle Freunde versammelt hat, fragt sie, ob er das Versprechen aus Liebe fordere, und als er ihre Frage bejaht, verlangt sie, dass auch er ihr verspreche, nach ihrem Tode ehelos zu bleiben. Dies schwört er ihr zu und muss als Pfand für seinen Schwur dreißig Pfund Geld setzen. Da sagt die Frau, sie wisse kein besseres Gegenpfand, als dass sie beide sich bereits jetzt trennten und ins Kloster gingen, um sich schon bei Lebzeiten daran zu gewöhnen, ohne Gatten zu leben. Da den Mann die sofortige Trennung hart ankäme, fleht er seine Frau an, seinen Eid zurücknehmen zu dürfen. Die Frau lässt sich lange bitten und verlangt als Gegenleistung, dass sie sich bei seinen Lebzeiten einen Liebhaber nehmen dürfe, wenn es ihr gefalle. Notgedrungen geht er auf ihre Forderung ein, hält sie aber fortan so gut, dass sie von ihrem Vorrecht nie Gebrauch macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 524-525)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Schwank]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
	</entry>
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		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Strasser,_Ingrid:_Und_sungen_ein_liet_ze_pr%C3%AEse_in_einer_h%C3%B4hen_w%C3%AEse&amp;diff=13567</id>
		<title>Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Strasser,_Ingrid:_Und_sungen_ein_liet_ze_pr%C3%AEse_in_einer_h%C3%B4hen_w%C3%AEse&amp;diff=13567"/>
		<updated>2021-01-07T12:07:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Inhalt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmaeren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmaeren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
*verligen in „Der Gevatterin Rat“ (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
**Parallelität zum Erec wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse. (79) Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
**Vergleich zu Tristan (90)&lt;br /&gt;
*„Eingemauerte Frau“ (82-84)&lt;br /&gt;
**Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder&lt;br /&gt;
*„Das heiße Eisen“ (84-89)&lt;br /&gt;
**Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich in Tristan wieder&lt;br /&gt;
**Jedoch entspricht das Motiv im Märe in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang.&lt;br /&gt;
*„Kluger Knecht“ (93-94)&lt;br /&gt;
**Beschreibung der Ehefrau mit höfischen Attributen sowie höfische Anrede durch den Ehemann, die sich auch im „Ehescheidungsgespräch“ und im „Erzwungenen Gelübde“ findet&lt;br /&gt;
*„Erzwungenen Gelübde“ (94-&lt;br /&gt;
*„Begrabene Ehemann“ (98-99)&lt;br /&gt;
**Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist (98)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]], [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]], [[Der kluge Knecht (Der Stricker)]], [[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
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		<title>Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmaeren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmaeren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
*verligen in „Der Gevatterin Rat“ (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
**Parallelität zum Erec wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse. (79) Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
**Vergleich zu Tristan (90)&lt;br /&gt;
*„Eingemauerte Frau“ (82-84)&lt;br /&gt;
**Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder&lt;br /&gt;
*„Das heiße Eisen“ (84-89)&lt;br /&gt;
**Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich in Tristan wieder&lt;br /&gt;
**Jedoch entspricht das Motiv im Märe in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang.&lt;br /&gt;
*„Kluger Knecht“ (93-94)&lt;br /&gt;
**Beschreibung der Ehefrau mit höfischen Attributen sowie höfische Anrede durch den Ehemann, die sich auch im „Ehescheidungsgespräch“ und im „Erzwungenen Gelübde“ findet&lt;br /&gt;
*„Erzwungenen Gelübde“ (94-&lt;br /&gt;
*„Begrabene Ehemann“ (98-99)&lt;br /&gt;
*Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist (98)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]], [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]], [[Der kluge Knecht (Der Stricker)]], [[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmaeren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmaeren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
*verligen in „Der Gevatterin Rat“ (78-82; 89-93)&lt;br /&gt;
**Parallelität zum Erec wird aufgezeigt: in beiden Texten vernachlässigen die männlichen Figuren ihre weltlichen Pflichten zugunsten des Minnegenusses (78-79) und es handelt sich dabei um von der (intratextuellen) Gesellschaft verhandelte Versäumnisse (79)&lt;br /&gt;
Aber diese Parallele hat Grenzen: „In Hartmanns &#039;Erec&#039; hingegen wird dem verligen-Motiv, wiewohl integriert in die erste Abenteuerreihe, so doch selbständige Position als Anstoß zu diesem Erzählkomplex zugewiesen.“ (81, nach Linke)&lt;br /&gt;
**Vergleich zu Tristan (90)&lt;br /&gt;
*„Eingemauerte Frau“ (82-84)&lt;br /&gt;
**Motiv der Gefangenschaft durch Einmauerung findet sich im  Lancelot-Roman „Le chevalier de la charrette“ wieder&lt;br /&gt;
*„Das heiße Eisen“ (84-89)&lt;br /&gt;
**Motiv des gefälschten Gottesurteils findet sich in Tristan wieder&lt;br /&gt;
**Jedoch entspricht das Motiv im Märe in seiner Ausbildung weder der höfischen Texttradition noch dem realhistorischen Vorgang.&lt;br /&gt;
*„Kluger Knecht“ (93-94)&lt;br /&gt;
**Beschreibung der Ehefrau mit höfischen Attributen sowie höfische Anrede durch den Ehemann, die sich auch im „Ehescheidungsgespräch“ und im „Erzwungenen Gelübde“ findet&lt;br /&gt;
**„Erzwungenen Gelübde“ (94-&lt;br /&gt;
**„Begrabene Ehemann“ (98-99)&lt;br /&gt;
*Strasser stellt die Frage, ob die überspitzte Darstellung unendlicher Liebe als „eine Pervertierung des Dienst-Lohn-Gedankens der Hohen Minne“ zu verstehen ist (98)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]], [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]], [[Der kluge Knecht (Der Stricker)]], [[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Behandelte Kleinepik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmaeren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmaeren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]], [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]], [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]], [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]], [[Der kluge Knecht (Der Stricker)]], [[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]], [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] &lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Behandelte Kleinepik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmaeren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmaeren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
[[Das erzwungene Gelübde (Der Stricker)]] , [[Das heiße Eisen (Der Stricker)]] , [[Der begrabene Ehemann (Der Stricker)]] , [[Der Gevatterin Rat (Der Stricker)]] , [[Der kluge Knecht (Der Stricker)]] , [[Die eingemauerte Frau (Der Stricker)]] , [[Ehescheidungsgespräch (Der Stricker)]] , &lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Behandelte Kleinepik */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmaeren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmaeren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
[[Der kluge Knecht (Der Stricker)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
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		<title>Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse</title>
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		<updated>2021-01-07T11:39:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmaeren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an einigen Ehestandsmaeren des Stricker aufzeigen, inwiefern sich in diesen höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
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== Behandelte Kleinepik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
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		<title>Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse</title>
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		<updated>2021-01-07T11:36:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Julia Schwirzer: /* Beschreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zitation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strasser, Ingrid: Und sungen ein liet ze prîse in einer hôhen wîse. Zur Frage der höfischen Elemente in den Ehestandsmaeren des Stricker. In: Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik 15 (1980), S. 77-107&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufsatz will an „&#039;&#039;Der Gevatterin Rat&#039;&#039;“, der „&#039;&#039;Eingemauerten Frau&#039;&#039;“, dem „&#039;&#039;Heißen Eisen&#039;&#039;“, dem „&#039;&#039;klugen Knecht&#039;&#039;“ und dem „&#039;&#039;begrabenen Ehemann&#039;&#039;“ aufzeigen, inwiefern sich in diesen Ehestandsmaeren des Stricker höfische Motive und Parallelen zu höfischen Epen finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Julia Schwirzer</name></author>
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