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	<title>Brevitas Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-04-20T01:20:40Z</updated>
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		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Selmayr,_Pia:_In_der_K%C3%BCrze_liegt_die_W%C3%BCrze&amp;diff=27486</id>
		<title>Selmayr, Pia: In der Kürze liegt die Würze</title>
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		<updated>2025-12-11T10:37:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pia Selmayr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zitation==&lt;br /&gt;
Selmayr, Pia: In der Kürze liegt die Würze. Kürzungsphänomene in lateinischen und deutschen Fleischpfanderzählungen des (Spät)Mittelalters. In: abbreviatio. Historische Perspektiven auf ein rhetorisch-poetisches Prinzip, hrsg. v. Julia Frick und Oliver Grütter, Basel/Berlin 2021, S. 433–461&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
Die vielfachen Erscheinungsformen der Fleischpfanderzählung zeigen Gestaltungsmöglichkeiten desselben Motivs und können als eigenständige&lt;br /&gt;
Textfassungen mit konzeptionellen Verbindungen wahrgenommen werden, die im Modus der Retextualisierung Produkte unterschiedlich umfassender&lt;br /&gt;
Überarbeitung sind und in der Folge auch fortwährend wiedererzählt, umerzählt und neuerzählt werden. Behandelt wird u.a. [[Kaiser Lucius&#039; Tochter]].&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pia Selmayr</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Selmayr,_Pia:_In_der_K%C3%BCrze_liegt_die_W%C3%BCrze&amp;diff=27485</id>
		<title>Selmayr, Pia: In der Kürze liegt die Würze</title>
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		<updated>2025-12-11T10:36:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pia Selmayr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zitation==&lt;br /&gt;
Selmayr, Pia: In der Kürze liegt die Würze. Kürzungsphänomene in lateinischen und deutschen Fleischpfanderzählungen des (Spät)Mittelalters. In: abbreviatio. Historische Perspektiven auf ein rhetorisch-poetisches Prinzip, hrsg. v. Julia Frick und Oliver Grütter, Basel/Berlin 2021, S. 433–461&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
Die vielfachen Erscheinungsformen der Fleischpfanderzählung zeigen Gestaltungsmöglichkeiten desselben Motivs und können als eigenständige&lt;br /&gt;
Textfassungen mit konzeptionellen Verbindungen wahrgenommen werden, die im Modus der Retextualisierung Produkte unterschiedlich umfassender&lt;br /&gt;
Überarbeitung sind und in der Folge auch fortwährend wiedererzählt, umerzählt und neuerzählt werden. Behandelt wird u.a. [[Kaiser Lucius&#039; Tochter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pia Selmayr</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Gartengesellschaft_(Jakob_Frey)&amp;diff=27484</id>
		<title>Gartengesellschaft (Jakob Frey)</title>
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		<updated>2025-12-11T10:35:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pia Selmayr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Gartengesellschaft&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Jakob Frey&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = 1556&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Straßburg&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = &amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = &amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = &amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Bachorski, Hans-Jürgen: Ehe und Trieb, Gewalt und Besitz]], S. 15; [[Kipf, Johannes Klaus: Auf dem Weg zum Schwankbuch]]; [[Schwitzgebel, Bärbel: Noch nicht genug der Vorrede]], S. 118-141; [[Selmayr, Pia: Dinge des Anstoßes]]&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Vorred&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den guetigen leser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Von einem groben närrischen bauren, der wolt junge gänß außbrütlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Von den bauren, die ein lebendigen herrgott haben wolten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Selmayr, Pia: Dinge des Anstoßes]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Ein jüdin hielt viel mehr vom tauff dann von der beschneidung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Von einem schümacher, der einem bauren die füß beschneiden wolt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Selmayr, Pia: Dinge des Anstoßes]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Von einem Türcken, der in der christen kirchen zuo opffer gieng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Ein junckfraw ward zuo Costentz vom concilio eins kindlins schwanger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Es wolt einer uff dem seyl gehn und fiel herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Von eim ungelerten schülmeister, der das Agnus dei außlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Von einem verdorbnen müller, der betlen gieng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. Von einem bauren, der sterben wolt und klagt, das er ziehen müst, und hett noch vier güter pferd im stall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. Ein jud ward christen, verdarb und ward wider reych.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. Die bauren von Garburg woltne einem nußbaum zü trincken geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. Vonn einem bannwart, der forcht, wann er inn den waissen gieng, so thet er schaden; aber vier müsten in darein tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14. Ein ungelerter pfarrherr verkündt seinen bauren weder faßnacht, fasten noch ostern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15. Ein koch begert, das in sein herr zü einem esel machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16. Von einem, der sich beklagt, er wer beraubt, und behielt noch den besten rock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. Ein curtisan sagt züm bapst, er het ein bösen kopff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18. Ein baur gab seinem nachbauren ein rath, der güt für alles fallen was.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. Von einem gauckler, der fliegen wolt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20. Ein man und ein fraw wurden eins, sie solt mann mit der arbeit, so wolt er fraw mit haußhalten sein, damit yedes die geschefft beyde ein ander mal kündt außrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21. Ein pfaffenmagt wolt lehren auff dem rucken auff die kirchwey gehn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. Ein karger haußschaffner tranck bruntz für cardobenedicten wein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. Von einem artzet, der mit sechs pillulen einen verlornen esel wider fande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24. Es wolt einer tausent gulden geben, daß man ihn inn aller welt kandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25. Von einer thochter, die irer müter in alle weg nachschlüg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26. Von zweyen bösen zanckechten weibern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27. Von eim, der seoiner gemein gauch erhielt, und ime der wolff ein pferd darüber frass.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28. Von einem, der niemands dann seins vatters narr wolt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29. Von einem reichen pfarrherrn, der sagt, man solt gott nit zü vil vertrawen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30. Von einem lantzknecht, der einem alten münch beicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31. Von eim bauren, der ein schwein wolt mesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32. Von einem statzionierer mit sanct Sebastians brüderschafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
33. Ein pfaff zeert zü abendt und schisse hinder den ofen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34. Ein ungelerter pfaff gab den bauren ein bein von einem todten esel für heilthumb zü küssen für die pestilenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35. Von einem bauren, der seinen pfarrherrn über studiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36. Von eines bauren sün, der auff die faßnacht züm wein was gangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
37. Ein bawr hette groß laid umb sein weyb unnd kind, die ihm gestorben warend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
38. Mit unserm hergot kriegt ein baur umb des wetters willen, das er nit hew machen kunt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
39. Ein baur klagt den anderen von seines vatters todts und absterbens wegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
40. Von einer junckfrawen, wie sie eim alten mann ein antworten gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
41. Warumb der edelleut kinder so hesslich unnd der kaufleut unnd burgers kinder so hüpsch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
42. Ein landsknecht theilt mit einem münch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
43. Ein baierischer pfaff predigt seinen bauren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
44. Wo der landsknecht wonung sein würt, wann sie gesterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
45. Von einem andern, der nit in den himmel wolt, darumb das er vernam, das sein weib darinnen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
46. Ein esel ist gedultiger weder ein münch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
47. Von einer frawen, die nit wolte, das man gott für ihren mann bitten solte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
48. Von einem groben, ungehobleten bauren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
49. Von einem herren, der übel schweren verbieten ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
50. Von eim, der sein fraw stetigs ein huor schalte und sie ihme darüber antwort gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
51. Von einer guoten dirnen, wie sich die verantwort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
52. Von einem burgermeister zuo Hechingen, wie man in zuo Rotenburg nit kennen wolte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
53. Ein schultheus von Haußbergen wüßt nit, ob er gezwagen hette oder nitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
54. Ein fraw begert, das die orgel zuo Straßburg zuo ir in ir hauß gen Ingenheim komen solte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
55. Ein baur wolt die dreyfaltigkeit nit glauben; vatter und suon glaubt er, wolt aber den heiligen geist nit glauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Schwanksammlung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pia Selmayr</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Gartengesellschaft_(Jakob_Frey)&amp;diff=27483</id>
		<title>Gartengesellschaft (Jakob Frey)</title>
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		<updated>2025-12-11T10:34:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pia Selmayr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Gartengesellschaft&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Jakob Frey&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = 1556&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Vorred&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den guetigen leser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Von einem groben närrischen bauren, der wolt junge gänß außbrütlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Von den bauren, die ein lebendigen herrgott haben wolten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Selmayr, Pia: Dinge des Anstoßes]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Ein jüdin hielt viel mehr vom tauff dann von der beschneidung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Von einem schümacher, der einem bauren die füß beschneiden wolt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Selmayr, Pia: Dinge des Anstoßes]], S. .&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Von einem Türcken, der in der christen kirchen zuo opffer gieng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Ein junckfraw ward zuo Costentz vom concilio eins kindlins schwanger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Es wolt einer uff dem seyl gehn und fiel herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Von eim ungelerten schülmeister, der das Agnus dei außlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Von einem verdorbnen müller, der betlen gieng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. Von einem bauren, der sterben wolt und klagt, das er ziehen müst, und hett noch vier güter pferd im stall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. Ein jud ward christen, verdarb und ward wider reych.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. Die bauren von Garburg woltne einem nußbaum zü trincken geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. Vonn einem bannwart, der forcht, wann er inn den waissen gieng, so thet er schaden; aber vier müsten in darein tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14. Ein ungelerter pfarrherr verkündt seinen bauren weder faßnacht, fasten noch ostern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15. Ein koch begert, das in sein herr zü einem esel machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16. Von einem, der sich beklagt, er wer beraubt, und behielt noch den besten rock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. Ein curtisan sagt züm bapst, er het ein bösen kopff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18. Ein baur gab seinem nachbauren ein rath, der güt für alles fallen was.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. Von einem gauckler, der fliegen wolt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20. Ein man und ein fraw wurden eins, sie solt mann mit der arbeit, so wolt er fraw mit haußhalten sein, damit yedes die geschefft beyde ein ander mal kündt außrichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21. Ein pfaffenmagt wolt lehren auff dem rucken auff die kirchwey gehn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. Ein karger haußschaffner tranck bruntz für cardobenedicten wein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. Von einem artzet, der mit sechs pillulen einen verlornen esel wider fande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24. Es wolt einer tausent gulden geben, daß man ihn inn aller welt kandte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25. Von einer thochter, die irer müter in alle weg nachschlüg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26. Von zweyen bösen zanckechten weibern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27. Von eim, der seoiner gemein gauch erhielt, und ime der wolff ein pferd darüber frass.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28. Von einem, der niemands dann seins vatters narr wolt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29. Von einem reichen pfarrherrn, der sagt, man solt gott nit zü vil vertrawen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30. Von einem lantzknecht, der einem alten münch beicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31. Von eim bauren, der ein schwein wolt mesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32. Von einem statzionierer mit sanct Sebastians brüderschafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
33. Ein pfaff zeert zü abendt und schisse hinder den ofen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34. Ein ungelerter pfaff gab den bauren ein bein von einem todten esel für heilthumb zü küssen für die pestilenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35. Von einem bauren, der seinen pfarrherrn über studiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36. Von eines bauren sün, der auff die faßnacht züm wein was gangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
37. Ein bawr hette groß laid umb sein weyb unnd kind, die ihm gestorben warend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
38. Mit unserm hergot kriegt ein baur umb des wetters willen, das er nit hew machen kunt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
39. Ein baur klagt den anderen von seines vatters todts und absterbens wegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
40. Von einer junckfrawen, wie sie eim alten mann ein antworten gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
41. Warumb der edelleut kinder so hesslich unnd der kaufleut unnd burgers kinder so hüpsch sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
42. Ein landsknecht theilt mit einem münch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
43. Ein baierischer pfaff predigt seinen bauren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
44. Wo der landsknecht wonung sein würt, wann sie gesterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
45. Von einem andern, der nit in den himmel wolt, darumb das er vernam, das sein weib darinnen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
46. Ein esel ist gedultiger weder ein münch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
47. Von einer frawen, die nit wolte, das man gott für ihren mann bitten solte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
48. Von einem groben, ungehobleten bauren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
49. Von einem herren, der übel schweren verbieten ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
50. Von eim, der sein fraw stetigs ein huor schalte und sie ihme darüber antwort gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
51. Von einer guoten dirnen, wie sich die verantwort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
52. Von einem burgermeister zuo Hechingen, wie man in zuo Rotenburg nit kennen wolte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
53. Ein schultheus von Haußbergen wüßt nit, ob er gezwagen hette oder nitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
54. Ein fraw begert, das die orgel zuo Straßburg zuo ir in ir hauß gen Ingenheim komen solte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
55. Ein baur wolt die dreyfaltigkeit nit glauben; vatter und suon glaubt er, wolt aber den heiligen geist nit glauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Schwanksammlung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pia Selmayr</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Selmayr,_Pia:_Objektiviertes_Begehren&amp;diff=27482</id>
		<title>Selmayr, Pia: Objektiviertes Begehren</title>
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		<updated>2025-12-11T10:28:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pia Selmayr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zitation==&lt;br /&gt;
Selmayr, Pia: Objektiviertes Begehren. Zur Funktion und Bedeutung von Gegenständen in mittelhochdeutschen Mären. In: Das Verhältnis von res und verba. Zu den Narrativen der Dinge, hrsg. v. Martina Wernli und Alexander Kling. Freiburg 2018 (Litterae 231), S. 121–142&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
Der Beitrag versteht unter dem Begriff ›Begehren‹ eine Handlungsveranlassungsleistung, die von Text zu Text unterschiedliche Ausformungen hat&lt;br /&gt;
und ein dynamisches, d.h. veränderliches Phänomen begreift. Die unterschiedlichen Ausformungen von Begehrensstrukturen richten sich auf ein Ziel, das von den Figuren zu erreichen versucht wird, sei es beispielsweise materiell, sexuell oder sozial. In [[Das Herzmäre (Konrad von Würzburg)]] und [[Die Rache des Ehemanns (Heinrich Kaufringer)]] zeigen sich eine ganz besondere Form des Begehrens, die von abstrakten Gefügen – wie Minne, Treue oder Tugend – in ganz greifbare, ja in den vorzustellenden Fällen, sogar fassbare, dingliche Entitäten übertragen wird. Dieser Verdinglichung spürt der Beitrag nach.&lt;br /&gt;
(Einleitung)&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pia Selmayr</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Selmayr,_Pia:_N%C3%A4rrische_Kommunikation&amp;diff=27481</id>
		<title>Selmayr, Pia: Närrische Kommunikation</title>
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		<updated>2025-12-11T10:24:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pia Selmayr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zitation==&lt;br /&gt;
Selmayr, Pia: Närrische Kommunikation? Zur spezifischen &#039;&#039;ars dictandi&#039;&#039; der Lalen. In: Fernbeziehungen. Briefe in literarischen Texten des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, hrsg. v. Sarina Tschachtli. Zürich 2025, S. 131–158&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
Die in der Kunst des Briefverfassens habitualisierten und damit objektivierbaren, weil an traditionelle Kommunikationsstandards ausgerichteten Kriterien der Vermittlung werden nun im [[Lalebuch]] – so die These des Beitrags – als Strategie authentischen Erzählens genutzt. In den &#039;&#039;Brieffen&#039;&#039; werden räumliche Nähe- und Distanzverhältnisse sowie soziale, politische und geschlechtliche Rollen verhandelt. Sie vermitteln »zwischen Personen und Positionen«, zwischen Kontrolle und Chaos, Bestand und Zerfall, empirischer Faktizität und Lügengeschichte. Zudem ist ihnen eine spezifische Mobilität inhärent, denn nicht nur das Medium an sich ist beweglich, sondern es bringt auch die Handlung und die Figuren in Bewegung. Der Beitragt fragt nach dem ›närrischen‹ Status der brieflichen Kommunikation im &#039;&#039;Lalebuch&#039;&#039;. Wie lassen sich rhetorischer Stil und Inhalt zwischen vorgetäuschter und habitualisierter Narrheit verorten? Und inwiefern werden dadurch Aspekte von Wahrheit, Fiktion und Ästhetik zur Diskussion gestellt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Einleitung)&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Schwankroman]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Schwank]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pia Selmayr</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Selmayr,_Pia:_N%C3%A4rrische_Kommunikation&amp;diff=27479</id>
		<title>Selmayr, Pia: Närrische Kommunikation</title>
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		<updated>2025-12-11T10:22:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pia Selmayr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zitation==&lt;br /&gt;
Selmayr, Pia: Närrische Kommunikation? Zur spezifischen &#039;&#039;ars dictandi&#039;&#039; der Lalen. In: Fernbeziehungen. Briefe in literarischen Texten des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, hrsg. v. Sarina Tschachtli. Zürich 2025, S. 131–158&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
Die in der Kunst des Briefverfassens habitualisierten und damit objektivierbaren, weil an traditionelle Kommunikationsstandards ausgerichteten Kriterien der Vermittlung werden nun im &#039;&#039;Lalebuch&#039;&#039; – so die These des Beitrags – als Strategie authentischen Erzählens genutzt. In den &#039;&#039;Brieffen&#039;&#039; werden räumliche Nähe- und Distanzverhältnisse sowie soziale, politische und geschlechtliche Rollen verhandelt. Sie vermitteln »zwischen Personen und Positionen«, zwischen Kontrolle und Chaos, Bestand und Zerfall, empirischer Faktizität und Lügengeschichte. Zudem ist ihnen eine spezifische Mobilität inhärent, denn nicht nur das Medium an sich ist beweglich, sondern es bringt auch die Handlung und die Figuren in Bewegung. Der Beitragt fragt nach dem ›närrischen‹ Status der brieflichen Kommunikation im &#039;&#039;Lalebuch&#039;&#039;. Wie lassen sich rhetorischer Stil und Inhalt zwischen vorgetäuschter und habitualisierter Narrheit verorten? Und inwiefern werden dadurch Aspekte von Wahrheit, Fiktion und Ästhetik zur Diskussion gestellt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Einleitung)&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Schwankroman]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Schwank]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pia Selmayr</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Rastb%C3%BCchlein_(Michael_Lindener)&amp;diff=27478</id>
		<title>Rastbüchlein (Michael Lindener)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Rastb%C3%BCchlein_(Michael_Lindener)&amp;diff=27478"/>
		<updated>2025-12-11T10:21:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pia Selmayr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Rastbüchlein&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Michael Lindener&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = 1558&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Augsburg&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = nicht bekannt&amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Druck: Hans Gegler, Augsburg um 1558 (VD16 ZV 24243) (Exemplar: [https://opendata2.uni-halle.de//handle/1516514412012/3500 Halle, Saale: Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt, AB 155784 a (3)])&amp;lt;br /&amp;gt;Druck: Hans Gegler, Augsburg um 1558 (VD16 L 1899) (Exemplar: Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek: 120.33 Eth.(1))&amp;lt;br /&amp;gt;Druck: Matthaeus Frank, Augsburg um 1568 (VD16 L 1900) (Exemplar: [https://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb00025694-5 Bayerische Staatsbibliothek München: Rar. 544])&amp;lt;br /&amp;gt;Druck: um 1578 (VD16 ZV 9755) (Exemplar: Göttingen, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek:	8 Fab.VI,50 Rara)&amp;lt;br /&amp;gt;Druck: Nürnberg oder Frankfurt&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Heidemann, Kyra (Hg.): Michael Lindener]], Band 1&amp;lt;br /&amp;gt;[[Lichtenstein, Franz (Hg.): Michael Lindeners Rastbüchlein und Katzipori]]&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = nicht bekannt&amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Grubmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos]], S. 18, 72, 331f.; [[Heidemann, Kyra (Hg.): Michael Lindener]], Band 2, S. 30, 36-40; [[Kipf, Johannes Klaus: Auf dem Weg zum Schwankbuch]]; [[Rupp, Heinz: Schwank und Schwankdichtung in der deutschen Literatur des Mittelalters]]; [[Schwitzgebel, Bärbel: Noch nicht genug der Vorrede]], S. 118-141; [[Selmayr, Pia: Närrische Kommunikation]], S. 143f.; [[Wendeler, Camillus: Michael Lindener als Übersetzer Savonarolas und Herausgeber theologischer und historischer Schriften]]; [[Altrock, Stephanie: Gewitztes Erzählen in der Frühen Neuzeit]], S. 101; S. 229ff.&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Vollständiger Titel: &#039;&#039;Rastbüchlein. Darinn schöne/kurtzweylige lächerliche und lustige Bossen und Fabeln/ welliche Hystorien gleich sein/ verfast und beschryben seind/ den feyrenden oder sunst růhenden/ lieblich zulesen und anzuhoͤren.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
:Vorrede&lt;br /&gt;
1. Wie ein grosser Herr ein ordnung hielt/vber dem Tisch/der ein Freytafel hette.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Wie ein Prediger außleget/warzuo die Leüß und Floehe/von Gott geschaffen waeren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Von einem Goldschmidt vnnd armen Studenten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bachorski, Hans-Jürgen: Ehe und Trieb, Gewalt und Besitz]], S. 6, 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Ein Kauffmann klopffet seiner Frawen auf dem Beckin/biß jme sie ein anderer etc. pundtschuochet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bachorski, Hans-Jürgen: Ehe und Trieb, Gewalt und Besitz]], S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Ein Student bit ein Millerin vmb die Herberg/die sie jme versagt/dieweyl sie vormals den Pfaffen bey jr het.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Der Hebammen empferet/mit gunst zu reden/ein Fürtzlin/darnach spricht sie das Kindt hab es gethon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Ein Geyger sassz in einer Todtengruoben/vnd geyget den Todten ain Taentzlein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Ein Fuormann felt mit einer guoten Diernen/in einem Vassz/vber ein Wagen hynab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Ein Portner in einem Closter/thuot einer armmen Frawen die das Allmuosen begert/in einen Todtenbaum den kummer an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. Gengenbach das Stettlin/imm Kintzgerthal/wolt einer verbrennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. Ein Schneider/Vischer vnd Zimmerman hetten drey weiber/die fürgaben/sie muesten zun allen Heyligen ziehen/aber in ein Münchs Closter zogen/hernach wider heym kamen/da sie von jren Mannen erkannt vnd vbel geschlagen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bachorski, Hans-Jürgen: Ehe und Trieb, Gewalt und Besitz]], S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. Ein Herr sagt/wann einer ein Kindt vberkaeme/so waer es nichts dann eytel glück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. Ein Fraw sagt/wann sie schlottert/mueßt sie bey dem Pfaffen ligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14. Ein Stattschreiber vermeynt ein jungs Maedlein in ein Fassz zufueren/da was es ein junger Gesell: Vnd nach dem er den lohn empfangen het/lieff er die Statt hinab/vnnd verzechet dasselbig gelt mit seinen Gesellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15. Ein Portner beklagt sich sehr/er hab kein gewinn/sonder grossen verlust/Dann wann jm einer ein guoten Abent wünsch muesse er allwegen ein gantzes Jar dafür geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16. Ein Pfaff ligt bey eines Bawren Frawen/aber die Fraw zuouerstehn gab/es waere ain Fraw vnd jr leibliche Schwester.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bachorski, Hans-Jürgen: Ehe und Trieb, Gewalt und Besitz]], S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. Ein Bawr zechet mit etlichen Gelerten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18. Ein anderer Bawr zechet auch bey den Gelehrten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. Ein Mann vnd ein Fraw lebten für vnd für in streyt mit einander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20. Ein junger Gesell kam mit einer guoten Dieren für das Chorgericht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21. Ein anderer Mann kam auch mit ainer für das Geistlich Chorgericht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. Ein Magdt verklaget ein jungen Gesellen/vor der Koenigin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. Ein Bawr verklagt drey Studenten/vor dem Consistorio zuo Tübingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24. Zwen Gesellen beherbergten bey einem Würt vber nacht: Der ein/bey des Würdts Frawen: vnd der ander/bey der Tochter schlieff.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bachorski, Hans-Jürgen: Ehe und Trieb, Gewalt und Besitz]], S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25. Zwen guott Gesellen einer dem andern beym Weyb schlafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26. Wie ein Pfaff Frawen Beltora beschlafft/vmb des willen/jr ein Korrock zuo pfand laßt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27. Etlich Gesellen/vnder denen ein Sachß was/mit einandern zecheten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28. Ein vnhoertes vnd scharpfes Mandat/des großmaechtigen Koenigs Volnarri/vber die/welche die gutten leüth zuvexieren pflegen/die es nit lenger leyden noch dulden kuenden etc.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Selmayr, Pia: Närrische Kommunikation]], S. 143f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Inhalt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Schwanksammlung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pia Selmayr</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Kaiser_Lucius%27_Tochter&amp;diff=27477</id>
		<title>Kaiser Lucius&#039; Tochter</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Kaiser_Lucius%27_Tochter&amp;diff=27477"/>
		<updated>2025-12-11T10:13:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pia Selmayr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Kaiser Lucius&#039; Tochter&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = &amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = Erste Hälfte oder Mitte 15. Jhd.&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Oberdeutsch&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Handschrift des Matthias von Günzburg [verschollen]&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Fischer, Hanns (Hg.): Die deutsche Märendichtung des 15. Jahrhunderts]], S. 71-88&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = [[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Altdeutsches Decamerone]], S. 319-332&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Novellen des Mittelalters]], Band 3, S. 27-36&amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Bubert, Marcel/Merten, Lydia: Medialität und Performativität]], S. 50-66; [[Coxon, Sebastian: Laughter and Narrative in the Later Middle Ages]], S. 66; [[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 7, 67, 191; [[Grubmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos]], S. 194f.; [[Hoven, Heribert: Studien zur Erotik in der deutschen Märendichtung]], S. 214, 231f., 392; [[Jahn, Bruno: Kaiser Lucius&#039; Tochter]]; [[Londner, Monika: Eheauffassung und Darstellung der Frau in der spätmittelalterlichen Märendichtung]], S. 223-228; [[Mihm, Arend: Überlieferung und Verbreitung der Märendichtung im Spätmittelalter]], S. 20; [[Połczyńska, Edyta: Der Erzähler in der Märendichtung des Mittelalters]], S. 25, 41, 60; [[Reichlin, Susanne: Ökonomien des Begehrens, Ökonomien des Erzählens]], S. 12, 23, 62; [[Schallenberg, Andrea: Spiel mit Grenzen]], S. 43, 141, 175, 225, 259, 277-284, 287, 347f., 351f., 401; [[Selmayr, Pia: In der Kürze liegt die Würze]], S. 449-451; [[Ziegeler, Hans-Joachim: Erzählen im Spätmittelalter]], S. 236, 256, 322f.&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Die schöne Tochter des römischen Kaisers Lucius wird von einem Ritter umworben. Gegen eine Zahlung von tausend Gulden ist sic bereit, ihm eine Nacht &lt;br /&gt;
zu Willen zu sein, aber kaum ins Bett gestiegen, wird er von tiefem Schlaf &lt;br /&gt;
übermannt. Ebenso ergeht cs ihm in der folgenden Nacht. Trotzdem will er es &lt;br /&gt;
noch ein drittes Mal versuchen. Da er sein ganzes Geld bereits hingegeben hat, &lt;br /&gt;
leiht er sich die tausend Gulden von einem Bürger; doch lautet dessen Bedingung, daß er berechtigt sein soll, dem Schuldner, falls er den Rückzahlungstermin überschreitet, ein Stück Fleisch vom Gewicht des geliehenen Geldes aus &lt;br /&gt;
dem Leib zu schneiden. Nachdem der Ritter von einem gelehrten Mami unterrichtet worden ist, daß die Kaisertochter ihn jedesmal mit einem im Bett versteckten magischen Brief einschläfert, gelingt es ihm, in der dritten Nacht ans &lt;br /&gt;
Ziel seiner Wünsche zu kommen. Die Kaisertochter wird von Liebe zu ihm &lt;br /&gt;
ergriffen, und in seiner Minneseligkeit vergißt der Ritter den Zahlungstermin. &lt;br /&gt;
Seine Hoffnung, den Gläubiger durch die verdoppelte Summe befriedigen zu &lt;br /&gt;
können, erfüllt sich nicht. Der Bürger besteht auf der Einlösung des Fleischpfandes und bringt die Sache vors Gericht. Da verkleidet sich die Kaisertochter &lt;br /&gt;
als junger Ritter und verteidigt erfolgreich ihren Geliebten, indem sie den alten Rechtssatz geltend macht, daß Blutvergießen mit Blutvergießen gesühnt werden muß. Daraufhin urteilt der Richter: Nur dann solle dem Kläger ungestraft &lt;br /&gt;
erlaubt sein, dem Ritter das Fleisch aus dem Leib zu schneiden, wenn er es &lt;br /&gt;
fertigbrächte, dabei keinen Tropfen Blut zu vergießen. Der unmenschliche &lt;br /&gt;
Gläubiger muß sich damit besiegt geben und erhält nun nicht einmal seine &lt;br /&gt;
tausend Gulden zurück. Der freigesprochene Ritter aber eilt zu seiner Geliebten, &lt;br /&gt;
die sich nach kurzem Versteckspiel als der kluge Retter zu erkennen gibt. Mit &lt;br /&gt;
Zustimmung des Kaisers werden beide ein Paar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 478f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Schwank]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pia Selmayr</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Selmayr,_Pia:_In_der_K%C3%BCrze_liegt_die_W%C3%BCrze&amp;diff=27476</id>
		<title>Selmayr, Pia: In der Kürze liegt die Würze</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Selmayr,_Pia:_In_der_K%C3%BCrze_liegt_die_W%C3%BCrze&amp;diff=27476"/>
		<updated>2025-12-11T10:11:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pia Selmayr: Die Seite wurde neu angelegt: „==Zitation== Selmayr, Pia: In der Kürze liegt die Würze. Kürzungsphänomene in lateinischen und deutschen Fleischpfanderzählungen des (Spät)Mittelalters. In: abbreviatio. Historische Perspektiven auf ein rhetorisch-poetisches Prinzip, hrsg. v. Julia Frick und Oliver Grütter, Basel/Berlin 2021, S. 433–461 ==Beschreibung== Die vielfachen Erscheinungsformen der Fleischpfanderzählung zeigen Gestaltungsmöglichkeiten desselben Motivs und können als e…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zitation==&lt;br /&gt;
Selmayr, Pia: In der Kürze liegt die Würze. Kürzungsphänomene in lateinischen und deutschen Fleischpfanderzählungen des (Spät)Mittelalters. In: abbreviatio. Historische Perspektiven auf ein rhetorisch-poetisches Prinzip, hrsg. v. Julia Frick und Oliver Grütter, Basel/Berlin 2021, S. 433–461&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
Die vielfachen Erscheinungsformen der Fleischpfanderzählung zeigen Gestaltungsmöglichkeiten desselben Motivs und können als eigenständige&lt;br /&gt;
Textfassungen mit konzeptionellen Verbindungen wahrgenommen werden, die im Modus der Retextualisierung Produkte unterschiedlich umfassender&lt;br /&gt;
Überarbeitung sind und in der Folge auch fortwährend wiedererzählt, umerzählt und neuerzählt werden. Behandelt werden der Dolopathos, &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pia Selmayr</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Das_Herzm%C3%A4re_(Konrad_von_W%C3%BCrzburg)&amp;diff=27475</id>
		<title>Das Herzmäre (Konrad von Würzburg)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Das_Herzm%C3%A4re_(Konrad_von_W%C3%BCrzburg)&amp;diff=27475"/>
		<updated>2025-12-11T10:06:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pia Selmayr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Das Herz; Das Herzmäre; Von der Minnen&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Konrad von Würzburg&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = Ca. 1260 ([[Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters]], S. 1123)&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = &amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Heidelberg, UB: Cpg 341, 346ra-349rb [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg341]&amp;lt;br /&amp;gt;Straßburg, Ehemal. Stadtbibliothek: Cod. A 94 der Johanniterbibliothek [1870 verbrannt]&amp;lt;br /&amp;gt;Wien, ÖNB. Cod. 2885, 10va-132rb [https://manuscripta.at/?ID=6689]&amp;lt;br /&amp;gt;Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum: Hs. FB 32001, 8rb-10vb&amp;lt;br /&amp;gt;Donaueschingen, Fürstlich Fürstenbergische Hofbibliothek: Hs. 104, 129va-132rb [https://digital.blb-karlsruhe.de/blbhs/Handschriften/content/titleinfo/19642]&amp;lt;br /&amp;gt;München, BSB: Cmg 714, 147r-161r [http://www.handschriftencensus.de/4248]&amp;lt;br /&amp;gt;Prag, Nationalmuseum: Ms. X. A. 12, 82r-89r [http://v2.manuscriptorium.com/apps/main/en/index.php?request=show_tei_digidoc&amp;amp;docId=rep_remake160&amp;amp;client=]&amp;lt;br /&amp;gt;Berlin: Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz: Mgf 488, 97r-106v [http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000531D00000000]&amp;lt;br /&amp;gt;Nürnberg, GNM: Hs. 42575 [Fragment] [http://dlib.gnm.de/item/Hs42575/html]&amp;lt;br /&amp;gt;Wien, ÖNB: Cod. Ser. nova 2593, 1r-8v [http://archiv.onb.ac.at:1801/view/action/nmets.do?DOCCHOICE=3168584.xml&amp;amp;dvs=1542179970538~19&amp;amp;locale=de&amp;amp;search_terms=&amp;amp;adjacency=&amp;amp;VIEWER_URL=/view/action/nmets.do?&amp;amp;DELIVERY_RULE_ID=1&amp;amp;divType=]&amp;lt;br /&amp;gt;Ludwig Bechsteins Handschrift, 89v-99r [verschollen]&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Gernentz, Hans Joachim (Hg.): Der Schwanritter]], S. 50-87&amp;lt;br /&amp;gt;[[Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters]], S. 262-295&amp;lt;br /&amp;gt;[[Myller, Christoph Heinrich (Hg.): Samlung deutscher Gedichte aus dem XII. XIII. und XIV. Iahrhundert. Band 1]], S. 208-215&amp;lt;br /&amp;gt;[[Schröder, Edward (Hg.): Kleinere Dichtungen Konrads von Würzburg I]], S. 13-40&amp;lt;br /&amp;gt;[[Schröder, Edward/Miklautsch, Lydia (Hg.): Konrad von Würzburg: Das Herzmaere und andere Verserzählungen]], S. 124-163&amp;lt;br /&amp;gt;[[Schröder, Edward/Rölleke, Heinz (Hg.): Konrad von Würzburg: Heinrich von Kempten - Der Welt Lohn - Das Herzmaere]], S. 66-99&amp;lt;br /&amp;gt;[[Von der Hagen, Friedrich Heinrich (Hg.): Gesamtabenteuer]], Band 1, S. 229-244&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = [[Ernst, Paul (Hg.): Altdeutsche Mären und Schwänke]], S. 65-80&amp;lt;br /&amp;gt;[[Gernentz, Hans Joachim (Hg.): Der Schwanritter]], S. 50-87&amp;lt;br /&amp;gt;[[Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters]], S. 262-295&amp;lt;br /&amp;gt;[[Moret, André: Poèmes et fableaux du moyen âge allemand]], S. 25-34&amp;lt;br /&amp;gt;[[Pretzel, Ulrich (Hg.): Deutsche Erzählungen des Mittelalters]], S. 120-127&amp;lt;br /&amp;gt;[[Schröder, Edward/Miklautsch, Lydia (Hg.): Konrad von Würzburg: Das Herzmaere und andere Verserzählungen]], S. 124-163&amp;lt;br /&amp;gt;[[Schröder, Edward/Rölleke, Heinz (Hg.): Konrad von Würzburg: Heinrich von Kempten - Der Welt Lohn - Das Herzmaere]], S. 66-99&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Altdeutsches Decamerone]], S. 333-342&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Novellen des Mittelalters]], Band 3, S. 37-44&amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Bachorski, Hans-Jürgen: Ehe und Trieb, Gewalt und Besitz]], S. 15; [[Blamires, David: Konrads von Würzburg &amp;quot;Herzmaere&amp;quot; im Kontext der Geschichte vom gegessenen Herzen]]; [[Blamires, David: Konrad von Würzburg’s Verse ‚Novellen’]]; [[Bohnengel, Jutta: Das gegessene Herz]]; [[Bonnemann, Jens: Die wirkungsästhetische Interaktion zwischen Text und Leser]]; [[Brandt, Rüdiger: Konrad von Würzburg]]; [[Brandt, Rüdiger: Literatur zu Konrad von Würzburg 1987 – 1996]]; [[Brandt, Rüdiger: Literatur zu Konrad von Würzburg 1997 - 2008]]; [[Buschinger, Danielle: Le &#039;herzmaere&#039; de Konrad von Würzburg et la légende du &#039;Cœur mangé&#039;]]; [[Coxon, Sebastian: Laughter and Narrative in the Later Middle Ages]], S. 57 Anm. 82; [[Dahm-Kruse, Margit: Versnovellen im Kontext]]; [[Dahm-Kruse, Margit: Konrads von Würzburg &#039;Herzmaere&#039; im handschriftlichen Kontext]]; [[Dahm-Kruse, Margit/Felber, Timo: Lektüreangebote in der mittelalterlichen Manuskriptkultur]]; [[Dimpel, Friedrich Michael: Der Computerphilologe als Interpret – ein Teilzeit-Empiriker?]]; [[Ehrismann, Otfried: Fabeln, Mären, Schwänke und Legenden im Mittelalter]], S. 65f.; [[Eming, Jutta: Love and Disgust]]; [[Feix, Barbara: ... mit minneclichen Ougen]]; [[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 2, 7, 67, 81, 90, 99, 110, 141, 144, 163, 238, 240, 242, 256, 275, 277f.; [[Grubmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos]], S. 26, 117, 153-157, 159-161, 163, 165f., 201, 257-259; [[Grubmüller, Klaus: Erzählen und Überliefern]], S. 476f.; [[Haferland, Harald: Erzählen des Unwahrscheinlichen und wahrscheinliches Erzählen im mittelhochdeutschen Märe]]; [[Hufeland, Klaus: Die deutsche Schwankdichtung des Spätmittelalters]], S. 63; [[Jobst, Astrid: Konrads von Würzburg Herzmaere – ein Minnekasus]]; [[Jones, Claire Taylor: Relics and the Anxiety of Exposure in Konrad von Würzburg&#039;s Herzmaere]]; [[Kiening, Christian: Ästhetik des Liebestods]]; [[Knapp, Fritz Peter: Zweifels- und Grenzfälle]]; [[Kragl, Florian: Die (Un-)Sichtbarkeit des Paratexts]]; [[Kragl, Florian: Wie man in Furten ertrinkt und warum Herzen süss schmecken]]; [[Mihm, Arend: Überlieferung und Verbreitung der Märendichtung im Spätmittelalter]], S. 15, 22, 56, 68f., 84, 110; [[Połczyńska, Edyta: Der Erzähler in der Märendichtung des Mittelalters]], S. 27, 34, 45, 48; [[Reichlin, Susanne: Ökonomien des Begehrens, Ökonomien des Erzählens]], S. 116, 180; [[Majorossy, Imre Gábor: A Dish of Love]]; [[Müller, Jan-Dirk: Wie christlich ist das Mittelalter oder: Wie ist das Mittelalter christlich?]]; [[Neuschäfer, Hans-Jörg: Die &#039;Herzmäre&#039; in der altprovenzalischen Vida und in der Novelle Boccaccios]]; [[Nowakowski, Nina: Sprechen und Erzählen beim Stricker]], S. 27; [[Nowakowski, Nina: triuwe erzählen]]; [[Ohlendorf, Wiebke: Das gegessene Herz]]; [[Ortmann, Christa/Ragotzky, Hedda: Zur Funktion exemplarischer triuwe-Beweise in Minne-Mären]]; [[Patzig, Hermann: Zur Geschichte der Herzmäre]]; [[Pretzel, Ulrich: Geleitwort]]; [[Paulnsteiner, Verena: Eine Analyse der &amp;quot;bösen Frau&amp;quot; / des &amp;quot;üblen wîps&amp;quot; in ausgewählten mittelhochdeutschen Mären]]; [[Regn, Gerhard: Der wilde Traum]]; [[Rölleke, Heinz: Zum Aufbau des Herzmaere Konrads von Würzburg]]; [[Schallenberg, Andrea: Spiel mit Grenzen]], S. 41, 104, 175, 183, 238f., 258; [[Schirmer, Karl-Heinz: Stil- und Motivuntersuchungen zur mittelhochdeutschen Versnovelle]], S. 35, 51, 89, 97, 108, 144-148, 157, 174f., 184f., 209; [[Schneider, Martin: Kampf, Streit und Konkurrenz]], S. 203; [[Schulze, Ursula: Konrads von Würzburg novellistische Gestaltungskunst im Herzmaere]]; [[Selmayr, Pia: Objektiviertes Begehren]], S. 134-141; [[Stammler, Wolfgang: Wolframs &amp;quot;Willehalm&amp;quot; und Konrads &amp;quot;Herzmaere&amp;quot; in mittelrheinischer Überlieferung]]; [[Strasser, Ingrid: Vornovellistisches Erzählen]], S. 22f., 25, 128, 172, 179; [[Trînca, Beatrice: Der Zorn der Ohnmächtigen]]; [[Vetter, Angila: Hie hat dat herze ein ende]]; [[Wagner, Silvan: Literarische Didaxe als Arbeit am Glauben der Anderen]], S. 53-54; [[Wagner, Silvan: Gottesbilder in höfischen Mären des Hochmittelalters]], S. 291-316; [[Wagner, Silvan: Grenzbetrachtungen]]; [[Wagner, Silvan: Irdisches und himmlisches Jerusalem als Auslagerungsort einer Minnereligion im Herzmaere Konrads von Würzburg]]; [[Wagner, Silvan: Sterben als Eintritt in höfisches Heil]], S. 311-316; [[Ziegeler, Hans-Joachim: Erzählen im Spätmittelalter]], S. 6, 19, 233, 257, 334&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
===Promythion===&lt;br /&gt;
Wahre Minne ist den Menschen der Gegenwart kaum noch bekannt; deshalb soll ihnen diese Geschichte als Beispiel dienen.&lt;br /&gt;
===Narratio===&lt;br /&gt;
Ein Ritter ist &lt;br /&gt;
der Frau eines andern in unauslöschlicher Minne zugetan. Als ihr Gatte dessen&lt;br /&gt;
inne wird, beschließt er, mit ihr eine Pilgerfahrt zum Heiligen Grabe zu unternehmen, um so die Liebenden zu trennen und sie ihre Minne vergessen zu &lt;br /&gt;
machen. Da bittet die Dame ihren Ritter, daß er statt ihrer ins Heilige Land &lt;br /&gt;
ziehe und damit den Argwohn ihres Gatten zerstreue. Schweren Herzens fügt &lt;br /&gt;
er sich ihrem Wunsche. Doch die Minnesehnsucht läßt ihn die Trennung nicht &lt;br /&gt;
überleben. Bevor er in der Fremde stirbt, beauftragt er seinen Knappen, sein &lt;br /&gt;
Herz einzubalsamieren und es zusammen mit dem Ring, den er zum Abschied &lt;br /&gt;
erhielt, in einem kostbaren Kästchen seiner Dame zu überbringen. Als der &lt;br /&gt;
Ritter tot ist, vollzieht der Knappe seinen Befehl. Doch der Gatte der Dame &lt;br /&gt;
nimmt ihm das Kästchen mit Gewalt und versteht sogleich die Bedeutung des &lt;br /&gt;
Inhalts. Er läßt den Koch das Herz zubereiten und setzt es dann seiner Gattin &lt;br /&gt;
vor. Als er ihr nach der Mahlzeit eröffnet, was sie gegessen hat, gelobt sie in &lt;br /&gt;
tiefster Verzweiflung, daß nach dieser Speise keine andere mehr ihre Lippen &lt;br /&gt;
berühren werde, und bricht tot zusammen.&lt;br /&gt;
===Epimythion===&lt;br /&gt;
Betrachtung über &lt;br /&gt;
den Verfall der höfischen Minne in der Gegenwart. Verfassersignatur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 489f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pia Selmayr</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Die_Rache_des_Ehemanns_(Heinrich_Kaufringer)&amp;diff=27473</id>
		<title>Die Rache des Ehemanns (Heinrich Kaufringer)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Die_Rache_des_Ehemanns_(Heinrich_Kaufringer)&amp;diff=27473"/>
		<updated>2025-12-11T10:04:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pia Selmayr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Die Rache des Ehemanns; Die Vergeltung&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Heinrich Kaufringer&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = Spätes 14. Jhd. ([[Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters]], S. 1274, 1270)&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Landsberg am Lech ([[Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters]], S. 1274, 1270)&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = München, BSB: Cgm 270, 339r-349r [http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0005/bsb00052961/images/]&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Sappler, Paul (Hg.): Heinrich Kaufringer. Werke]], Bd. 1, S. 140-153&amp;lt;br /&amp;gt;[[Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters]], S. 738-767&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = [[Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters]], S. 738-767&amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Bachorski, Hans-Jürgen: Ehe und Trieb, Gewalt und Besitz]], S. 9, 11; [[Beine, Birgit: Der Wolf in der Kutte]], S. 102, 138, 143f., 147-150, 174, 178, 191f., 201, 206, 282f., 321f., 332; [[Coxon, Sebastian: Laughter and Narrative in the Later Middle Ages]], S. 71, 76, 86, 95, 109, 148; [[Dimpel, Friedrich Michael: Sprech- und Beißwerkzeuge, Kunsthandwerk und Kunst]]; [[Euling, Karl: Studien über Heinrich Kaufringer]], S. 86-87; [[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 69, 96, 120, 126; [[Grubmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos]], S. 176, 183, 185-187, 206, 212, 217; [[Heiles, Marco: Heinrich Kaufringer Bibliographie 1809–2018]]; [[Hildenbrock, Aglaja: Heinrich Kaufringers &#039;Die Rache des Ehemannes&#039; in psychoanalytischer Betrachtung]]; [[Hoven, Heribert: Studien zur Erotik in der deutschen Märendichtung]], S. 116, 184; [[Jurchen, Sylvia: Die Geschichte auf dem Prüfstein der Moral]]; [[Jurchen, Sylvia: Kaufringer]]; [[Kellner, Johannes: Spuren frühneuzeitlicher Medialität in Heinrich Kaufringers Erzählen]]; [[Kerth, Sonja: Homo debilis]]; [[Londner, Monika: Eheauffassung und Darstellung der Frau in der spätmittelalterlichen Märendichtung]], S. 276f., 341, 346; [[Mühlherr, Anna: Gewaltsame Gaben]]; [[Müller, Maria: Böses Blut]]; [[Nowakowski, Nina: Alternativen der Vergeltung]]; [[Nowakowski, Nina: Sprechen und Erzählen beim Stricker]], S. 25; [[Połczyńska, Edyta: Der Erzähler in der Märendichtung des Mittelalters]], S. 74, 75; [[Reichlin, Susanne: Ökonomien des Begehrens, Ökonomien des Erzählens]], S. 18, 179, 182, 188; [[Rippl, Coralie: Erzählen als Argumentationsspiel]], S. 1, 34, 147-210, 214, 261, 270, 275, 277f., 280f., 285, 296f., 299, 301, 303, 312, 335-337; [[Schallenberg, Andrea: Spiel mit Grenzen]], S. 104, 118, 174, 266, 384; [[Selmayr, Pia: Objektiviertes Begehren]], S. 124-134; [[Stede, Marga: Schreiben in der Krise]];  [[Stortz, Laura: Ludonarrative Grenzgänge]], S. 100-103., 119-122., 77; [[Wagner, Silvan: Grenzbetrachtungen]]; [[Ziegeler, Hans-Joachim: Erzählen im Spätmittelalter]], S. 234, 257&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
Die Frau eines Ritters vertreibt sich, während ihr Gatte zu Turnieren reitet, &lt;br /&gt;
ihre Zeit mit dem Pfarrer. Eines Tages verlangt der Pfaffe von ihr als Liebesbeweis zwei Backenzähne aus dem Munde ihres Mannes, Unter dem Vorwand, &lt;br /&gt;
sein übler Mundgeruch belästige sie, läßt die Frau ihrem Gatten zwei gesunde &lt;br /&gt;
Zähne ausbrechen und bringt sie ihrem Liebhaber, der daraus zwei Würfel &lt;br /&gt;
machen und sie in Silber fassen läßt. In weinseliger Laune vertraut der Pfarrer &lt;br /&gt;
dem Ritter bei einem Spiel an, die beiden kostbaren Würfel seien vor kurzem &lt;br /&gt;
noch als Zähne im Munde eines Ritters gestanden. Der Ritter erkennt den &lt;br /&gt;
Zusammenhang und beschließt, sich zu rächen. Er gibt vor, ein Turnier besuchen zu wollen, kehrt aber heimlich zurück und versteckt sich im Schlafgemach seiner Frau, in dem sich diese bald mit dem Pfarrer zum Minnespiel &lt;br /&gt;
einfindet. Nachdem beide eingeschlafen sind, schneidet er dem Geistlichen den &lt;br /&gt;
Hodensack ab. Diesen läßt er zu einem kostbaren Beutel verarbeiten und überreicht ihn später dem kranken Pfarrer als Geschenk. Dabei zwingt er seinen &lt;br /&gt;
Nebenbuhler unter Androhung des Todes dazu, der Frau die Zunge abzubeißen. &lt;br /&gt;
Als dies geschehen ist, verstößt er die Ungetreue in Gegenwart ihrer Verwandten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 485)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Märe/Versnovelle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Schwank]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pia Selmayr</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Das_Herzm%C3%A4re_(Konrad_von_W%C3%BCrzburg)&amp;diff=27471</id>
		<title>Das Herzmäre (Konrad von Würzburg)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Das_Herzm%C3%A4re_(Konrad_von_W%C3%BCrzburg)&amp;diff=27471"/>
		<updated>2025-12-11T10:02:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pia Selmayr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Das Herz; Das Herzmäre; Von der Minnen&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Konrad von Würzburg&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = Ca. 1260 ([[Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters]], S. 1123)&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = &amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = Heidelberg, UB: Cpg 341, 346ra-349rb [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg341]&amp;lt;br /&amp;gt;Straßburg, Ehemal. Stadtbibliothek: Cod. A 94 der Johanniterbibliothek [1870 verbrannt]&amp;lt;br /&amp;gt;Wien, ÖNB. Cod. 2885, 10va-132rb [https://manuscripta.at/?ID=6689]&amp;lt;br /&amp;gt;Innsbruck, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum: Hs. FB 32001, 8rb-10vb&amp;lt;br /&amp;gt;Donaueschingen, Fürstlich Fürstenbergische Hofbibliothek: Hs. 104, 129va-132rb [https://digital.blb-karlsruhe.de/blbhs/Handschriften/content/titleinfo/19642]&amp;lt;br /&amp;gt;München, BSB: Cmg 714, 147r-161r [http://www.handschriftencensus.de/4248]&amp;lt;br /&amp;gt;Prag, Nationalmuseum: Ms. X. A. 12, 82r-89r [http://v2.manuscriptorium.com/apps/main/en/index.php?request=show_tei_digidoc&amp;amp;docId=rep_remake160&amp;amp;client=]&amp;lt;br /&amp;gt;Berlin: Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz: Mgf 488, 97r-106v [http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0000531D00000000]&amp;lt;br /&amp;gt;Nürnberg, GNM: Hs. 42575 [Fragment] [http://dlib.gnm.de/item/Hs42575/html]&amp;lt;br /&amp;gt;Wien, ÖNB: Cod. Ser. nova 2593, 1r-8v [http://archiv.onb.ac.at:1801/view/action/nmets.do?DOCCHOICE=3168584.xml&amp;amp;dvs=1542179970538~19&amp;amp;locale=de&amp;amp;search_terms=&amp;amp;adjacency=&amp;amp;VIEWER_URL=/view/action/nmets.do?&amp;amp;DELIVERY_RULE_ID=1&amp;amp;divType=]&amp;lt;br /&amp;gt;Ludwig Bechsteins Handschrift, 89v-99r [verschollen]&amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Gernentz, Hans Joachim (Hg.): Der Schwanritter]], S. 50-87&amp;lt;br /&amp;gt;[[Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters]], S. 262-295&amp;lt;br /&amp;gt;[[Myller, Christoph Heinrich (Hg.): Samlung deutscher Gedichte aus dem XII. XIII. und XIV. Iahrhundert. Band 1]], S. 208-215&amp;lt;br /&amp;gt;[[Schröder, Edward (Hg.): Kleinere Dichtungen Konrads von Würzburg I]], S. 13-40&amp;lt;br /&amp;gt;[[Schröder, Edward/Miklautsch, Lydia (Hg.): Konrad von Würzburg: Das Herzmaere und andere Verserzählungen]], S. 124-163&amp;lt;br /&amp;gt;[[Schröder, Edward/Rölleke, Heinz (Hg.): Konrad von Würzburg: Heinrich von Kempten - Der Welt Lohn - Das Herzmaere]], S. 66-99&amp;lt;br /&amp;gt;[[Von der Hagen, Friedrich Heinrich (Hg.): Gesamtabenteuer]], Band 1, S. 229-244&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = [[Ernst, Paul (Hg.): Altdeutsche Mären und Schwänke]], S. 65-80&amp;lt;br /&amp;gt;[[Gernentz, Hans Joachim (Hg.): Der Schwanritter]], S. 50-87&amp;lt;br /&amp;gt;[[Grubmüller, Klaus (Hg.): Novellistik des Mittelalters]], S. 262-295&amp;lt;br /&amp;gt;[[Moret, André: Poèmes et fableaux du moyen âge allemand]], S. 25-34&amp;lt;br /&amp;gt;[[Pretzel, Ulrich (Hg.): Deutsche Erzählungen des Mittelalters]], S. 120-127&amp;lt;br /&amp;gt;[[Schröder, Edward/Miklautsch, Lydia (Hg.): Konrad von Würzburg: Das Herzmaere und andere Verserzählungen]], S. 124-163&amp;lt;br /&amp;gt;[[Schröder, Edward/Rölleke, Heinz (Hg.): Konrad von Würzburg: Heinrich von Kempten - Der Welt Lohn - Das Herzmaere]], S. 66-99&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Altdeutsches Decamerone]], S. 333-342&amp;lt;br /&amp;gt;[[Spiewok, Wolfgang (Hg.): Deutsche Novellen des Mittelalters]], Band 3, S. 37-44&amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Bachorski, Hans-Jürgen: Ehe und Trieb, Gewalt und Besitz]], S. 15; [[Blamires, David: Konrads von Würzburg &amp;quot;Herzmaere&amp;quot; im Kontext der Geschichte vom gegessenen Herzen]]; [[Blamires, David: Konrad von Würzburg’s Verse ‚Novellen’]]; [[Bohnengel, Jutta: Das gegessene Herz]]; [[Bonnemann, Jens: Die wirkungsästhetische Interaktion zwischen Text und Leser]]; [[Brandt, Rüdiger: Konrad von Würzburg]]; [[Brandt, Rüdiger: Literatur zu Konrad von Würzburg 1987 – 1996]]; [[Brandt, Rüdiger: Literatur zu Konrad von Würzburg 1997 - 2008]]; [[Buschinger, Danielle: Le &#039;herzmaere&#039; de Konrad von Würzburg et la légende du &#039;Cœur mangé&#039;]]; [[Coxon, Sebastian: Laughter and Narrative in the Later Middle Ages]], S. 57 Anm. 82; [[Dahm-Kruse, Margit: Versnovellen im Kontext]]; [[Dahm-Kruse, Margit: Konrads von Würzburg &#039;Herzmaere&#039; im handschriftlichen Kontext]]; [[Dahm-Kruse, Margit/Felber, Timo: Lektüreangebote in der mittelalterlichen Manuskriptkultur]]; [[Dimpel, Friedrich Michael: Der Computerphilologe als Interpret – ein Teilzeit-Empiriker?]]; [[Ehrismann, Otfried: Fabeln, Mären, Schwänke und Legenden im Mittelalter]], S. 65f.; [[Eming, Jutta: Love and Disgust]]; [[Feix, Barbara: ... mit minneclichen Ougen]]; [[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 2, 7, 67, 81, 90, 99, 110, 141, 144, 163, 238, 240, 242, 256, 275, 277f.; [[Grubmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos]], S. 26, 117, 153-157, 159-161, 163, 165f., 201, 257-259; [[Grubmüller, Klaus: Erzählen und Überliefern]], S. 476f.; [[Haferland, Harald: Erzählen des Unwahrscheinlichen und wahrscheinliches Erzählen im mittelhochdeutschen Märe]]; [[Hufeland, Klaus: Die deutsche Schwankdichtung des Spätmittelalters]], S. 63; [[Jobst, Astrid: Konrads von Würzburg Herzmaere – ein Minnekasus]]; [[Jones, Claire Taylor: Relics and the Anxiety of Exposure in Konrad von Würzburg&#039;s Herzmaere]]; [[Kiening, Christian: Ästhetik des Liebestods]]; [[Knapp, Fritz Peter: Zweifels- und Grenzfälle]]; [[Kragl, Florian: Die (Un-)Sichtbarkeit des Paratexts]]; [[Kragl, Florian: Wie man in Furten ertrinkt und warum Herzen süss schmecken]]; [[Mihm, Arend: Überlieferung und Verbreitung der Märendichtung im Spätmittelalter]], S. 15, 22, 56, 68f., 84, 110; [[Połczyńska, Edyta: Der Erzähler in der Märendichtung des Mittelalters]], S. 27, 34, 45, 48; [[Reichlin, Susanne: Ökonomien des Begehrens, Ökonomien des Erzählens]], S. 116, 180; [[Majorossy, Imre Gábor: A Dish of Love]]; [[Müller, Jan-Dirk: Wie christlich ist das Mittelalter oder: Wie ist das Mittelalter christlich?]]; [[Neuschäfer, Hans-Jörg: Die &#039;Herzmäre&#039; in der altprovenzalischen Vida und in der Novelle Boccaccios]]; [[Nowakowski, Nina: Sprechen und Erzählen beim Stricker]], S. 27; [[Nowakowski, Nina: triuwe erzählen]]; [[Ohlendorf, Wiebke: Das gegessene Herz]]; [[Ortmann, Christa/Ragotzky, Hedda: Zur Funktion exemplarischer triuwe-Beweise in Minne-Mären]]; [[Patzig, Hermann: Zur Geschichte der Herzmäre]]; [[Pretzel, Ulrich: Geleitwort]]; [[Paulnsteiner, Verena: Eine Analyse der &amp;quot;bösen Frau&amp;quot; / des &amp;quot;üblen wîps&amp;quot; in ausgewählten mittelhochdeutschen Mären]]; [[Regn, Gerhard: Der wilde Traum]]; [[Rölleke, Heinz: Zum Aufbau des Herzmaere Konrads von Würzburg]]; [[Schallenberg, Andrea: Spiel mit Grenzen]], S. 41, 104, 175, 183, 238f., 258; [[Schirmer, Karl-Heinz: Stil- und Motivuntersuchungen zur mittelhochdeutschen Versnovelle]], S. 35, 51, 89, 97, 108, 144-148, 157, 174f., 184f., 209; [[Schneider, Martin: Kampf, Streit und Konkurrenz]], S. 203; [[Schulze, Ursula: Konrads von Würzburg novellistische Gestaltungskunst im Herzmaere]]; [[Selmayr, Pia: Objektiviertes Begehren]]; [[Stammler, Wolfgang: Wolframs &amp;quot;Willehalm&amp;quot; und Konrads &amp;quot;Herzmaere&amp;quot; in mittelrheinischer Überlieferung]]; [[Strasser, Ingrid: Vornovellistisches Erzählen]], S. 22f., 25, 128, 172, 179; [[Trînca, Beatrice: Der Zorn der Ohnmächtigen]]; [[Vetter, Angila: Hie hat dat herze ein ende]]; [[Wagner, Silvan: Literarische Didaxe als Arbeit am Glauben der Anderen]], S. 53-54; [[Wagner, Silvan: Gottesbilder in höfischen Mären des Hochmittelalters]], S. 291-316; [[Wagner, Silvan: Grenzbetrachtungen]]; [[Wagner, Silvan: Irdisches und himmlisches Jerusalem als Auslagerungsort einer Minnereligion im Herzmaere Konrads von Würzburg]]; [[Wagner, Silvan: Sterben als Eintritt in höfisches Heil]], S. 311-316; [[Ziegeler, Hans-Joachim: Erzählen im Spätmittelalter]], S. 6, 19, 233, 257, 334&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Inhalt==&lt;br /&gt;
===Promythion===&lt;br /&gt;
Wahre Minne ist den Menschen der Gegenwart kaum noch bekannt; deshalb soll ihnen diese Geschichte als Beispiel dienen.&lt;br /&gt;
===Narratio===&lt;br /&gt;
Ein Ritter ist &lt;br /&gt;
der Frau eines andern in unauslöschlicher Minne zugetan. Als ihr Gatte dessen&lt;br /&gt;
inne wird, beschließt er, mit ihr eine Pilgerfahrt zum Heiligen Grabe zu unternehmen, um so die Liebenden zu trennen und sie ihre Minne vergessen zu &lt;br /&gt;
machen. Da bittet die Dame ihren Ritter, daß er statt ihrer ins Heilige Land &lt;br /&gt;
ziehe und damit den Argwohn ihres Gatten zerstreue. Schweren Herzens fügt &lt;br /&gt;
er sich ihrem Wunsche. Doch die Minnesehnsucht läßt ihn die Trennung nicht &lt;br /&gt;
überleben. Bevor er in der Fremde stirbt, beauftragt er seinen Knappen, sein &lt;br /&gt;
Herz einzubalsamieren und es zusammen mit dem Ring, den er zum Abschied &lt;br /&gt;
erhielt, in einem kostbaren Kästchen seiner Dame zu überbringen. Als der &lt;br /&gt;
Ritter tot ist, vollzieht der Knappe seinen Befehl. Doch der Gatte der Dame &lt;br /&gt;
nimmt ihm das Kästchen mit Gewalt und versteht sogleich die Bedeutung des &lt;br /&gt;
Inhalts. Er läßt den Koch das Herz zubereiten und setzt es dann seiner Gattin &lt;br /&gt;
vor. Als er ihr nach der Mahlzeit eröffnet, was sie gegessen hat, gelobt sie in &lt;br /&gt;
tiefster Verzweiflung, daß nach dieser Speise keine andere mehr ihre Lippen &lt;br /&gt;
berühren werde, und bricht tot zusammen.&lt;br /&gt;
===Epimythion===&lt;br /&gt;
Betrachtung über &lt;br /&gt;
den Verfall der höfischen Minne in der Gegenwart. Verfassersignatur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
([[Fischer, Hanns: Studien zur deutschen Märendichtung]], S. 489f.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pia Selmayr</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Selmayr,_Pia:_Objektiviertes_Begehren&amp;diff=27470</id>
		<title>Selmayr, Pia: Objektiviertes Begehren</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Selmayr,_Pia:_Objektiviertes_Begehren&amp;diff=27470"/>
		<updated>2025-12-11T10:00:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pia Selmayr: Die Seite wurde neu angelegt: „==Zitation== Selmayr, Pia: Objektiviertes Begehren. Zur Funktion und Bedeutung von Gegenständen in mittelhochdeutschen Mären. In: Das Verhältnis von res und verba. Zu den Narrativen der Dinge, hrsg. v. Martina Wernli und Alexander Kling. Freiburg 2018 (Litterae 231), S. 121–142 ==Beschreibung== Der Beitrag versteht unter dem Begriff ›Begehren‹ eine Handlungsveranlassungsleistung, die von Text zu Text unterschiedliche Ausformungen hat und ein dyna…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zitation==&lt;br /&gt;
Selmayr, Pia: Objektiviertes Begehren. Zur Funktion und Bedeutung von Gegenständen in mittelhochdeutschen Mären. In: Das Verhältnis von res und verba. Zu den Narrativen der Dinge, hrsg. v. Martina Wernli und Alexander Kling. Freiburg 2018 (Litterae 231), S. 121–142&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
Der Beitrag versteht unter dem Begriff ›Begehren‹ eine Handlungsveranlassungsleistung, die von Text zu Text unterschiedliche Ausformungen hat&lt;br /&gt;
und ein dynamisches, d.h. veränderliches Phänomen begreift. Die unterschiedlichen Ausformungen von Begehrensstrukturen richten sich auf ein Ziel, das von den Figuren zu erreichen versucht wird, sei es beispielsweise materiell, sexuell oder sozial. In einigen Mären zeigt sich eine ganz besondere Form des Begehrens, das von abstrakten Gefügen – wie Minne, Treue oder Tugend – in ganz greifbare, ja in den&lt;br /&gt;
vorzustellenden Fällen, sogar fassbare, dingliche Entitäten übertragen wird. Dieser Verdinglichung spürt der Beitrag nach.&lt;br /&gt;
(Einleitung)&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Märe/Versnovelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pia Selmayr</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Lalebuch&amp;diff=27468</id>
		<title>Lalebuch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Lalebuch&amp;diff=27468"/>
		<updated>2025-12-11T09:54:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pia Selmayr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Lalebuch; Das Lalebuch&lt;br /&gt;
| autorin            = &lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &lt;br /&gt;
| überlieferung      = &lt;br /&gt;
| ausgaben           = &lt;br /&gt;
| übersetzungen      = &lt;br /&gt;
| forschung          = [[Jurchen, Sylvia: Opus in fieri]]; [[Röcke, Werner: Die Freude am Bösen]], S. 28, 34f.; [[Selmayr, Pia: Närrische Kommunikation]]; [[Ziegeler, Hans-Joachim: Erzählen im Spätmittelalter]], S. 232, 453&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Episches Werk mit Fabel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Schwankroman]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pia Selmayr</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Selmayr,_Pia:_N%C3%A4rrische_Kommunikation&amp;diff=27467</id>
		<title>Selmayr, Pia: Närrische Kommunikation</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Selmayr,_Pia:_N%C3%A4rrische_Kommunikation&amp;diff=27467"/>
		<updated>2025-12-11T09:51:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pia Selmayr: Die Seite wurde neu angelegt: „==Zitation== Selmayr, Pia: Närrische Kommunikation? Zur spezifischen &amp;#039;&amp;#039;ars dictandi&amp;#039;&amp;#039; der Lalen. In: Fernbeziehungen. Briefe in literarischen Texten des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, hrsg. v. Sarina Tschachtli. Zürich 2025, S. 131–158 ==Beschreibung== Die in der Kunst des Briefverfassens habitualisierten und damit objektivierbaren, weil an traditionelle Kommunikationsstandards ausgerichteten Kriterien der Vermittlung werden nun im &amp;#039;&amp;#039;Lalebuch&amp;#039;&amp;#039;…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zitation==&lt;br /&gt;
Selmayr, Pia: Närrische Kommunikation? Zur spezifischen &#039;&#039;ars dictandi&#039;&#039; der Lalen. In: Fernbeziehungen. Briefe in literarischen Texten des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, hrsg. v. Sarina Tschachtli. Zürich 2025, S. 131–158&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
Die in der Kunst des Briefverfassens habitualisierten und damit objektivierbaren, weil an traditionelle Kommunikationsstandards ausgerichteten Kriterien der Vermittlung werden nun im &#039;&#039;Lalebuch&#039;&#039; – so die These des Beitrags – als Strategie authentischen Erzählens genutzt. In den &#039;&#039;Brieffen&#039;&#039; werden räumliche Nähe- und Distanzverhältnisse sowie soziale, politische und geschlechtliche Rollen verhandelt. Sie vermitteln »zwischen Personen und Positionen«, zwischen Kontrolle und Chaos, Bestand und Zerfall, empirischer Faktizität und Lügengeschichte. Zudem ist ihnen eine spezifische Mobilität inhärent, denn nicht nur das Medium an sich ist beweglich, sondern es bringt auch die Handlung und die Figuren in Bewegung. Der Beitragt fragt nach dem ›närrischen‹ Status der brieflichen Kommunikation im &#039;&#039;Lalebuch&#039;&#039;. Wie lassen sich rhetorischer Stil und Inhalt zwischen vorgetäuschter und habitualisierter Narrheit verorten? Und inwiefern werden dadurch Aspekte von Wahrheit, Fiktion und Ästhetik zur Diskussion gestellt?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Einleitung)&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Schwankroman]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pia Selmayr</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Gartengesellschaft_(Jakob_Frey)&amp;diff=27461</id>
		<title>Gartengesellschaft (Jakob Frey)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Gartengesellschaft_(Jakob_Frey)&amp;diff=27461"/>
		<updated>2025-12-11T09:35:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pia Selmayr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Gartengesellschaft&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Jakob Frey&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = 1556&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Straßburg&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = &amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = &amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = &amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Bachorski, Hans-Jürgen: Ehe und Trieb, Gewalt und Besitz]], S. 15; [[Kipf, Johannes Klaus: Auf dem Weg zum Schwankbuch]]; [[Schwitzgebel, Bärbel: Noch nicht genug der Vorrede]], S. 118-141; [[Selmayr, Pia: Dinge des Anstoßes]]&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Schwanksammlung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pia Selmayr</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Rollwagenb%C3%BCchlein_(Georg_Wickram)&amp;diff=27459</id>
		<title>Rollwagenbüchlein (Georg Wickram)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Rollwagenb%C3%BCchlein_(Georg_Wickram)&amp;diff=27459"/>
		<updated>2025-12-11T09:31:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pia Selmayr: /* Inhalt (Spezialforschung zu Einzeltexten kann über Fußnoten eingepflegt werden) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Rollwagenbüchlein&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Georg Wickram&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = 1555&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Straßburg&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = &amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Bolte, Johannes (Hg.): Georg Wickram. Das Rollwagenbüchlin]]&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = &amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Brietzmann, Franz: Die böse Frau in der deutschen Litteratur des Mittelalters]], S. 165, 205f., 211; [[Coxon, Sebastian: Laughter and Narrative in the Later Middle Ages]], S. 181; [[Emmelius, Caroline: Fallkontexte]]; [[Grubmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos]], S. 330f.; [[Grubmüller, Klaus: Erzählen und Überliefern]], S. 475; [[Röcke, Werner: Die Freude am Bösen]], S. 253; [[Kipf, Johannes Klaus: Auf dem Weg zum Schwankbuch]]; [[Scheuer, Hans Jürgen: Das Ende in den Dingen]]; [[Schwitzgebel, Bärbel: Noch nicht genug der Vorrede]], S. 118-141; [[Selmayr, Pia: Dinge des Anstoßes]]&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompletter Titel: &#039;&#039;Das Rollwagenbuechlin. Ein neüws / vor vnerhoerts Buechlein / darin(n) vil guoter schwenck vnd Historien begriffen werde(n) / so man in schiffen vnd auff den wegen / deßgleichen in scherheuseren vnnd badstuben / zuo langweiligen zeiten erzellen mag / die schweren Melancolischen gemueter damit zuo ermünderen / vor aller menigklich Jungen vnd Alten sunder allen anstoß zuo lesen vnd zuo hoeren / Allen Kauffleüten so die Messen hin vnd wider brauchen / zuo einer kurzweil an tag bracht vnd zuosamen gelesen durch Joerg Wickrammen / Stattschreiber zuo Burckhaim / Anno 1555.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt (Spezialforschung zu Einzeltexten kann über Fußnoten eingepflegt werden)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem ersamen fürnemmen und achtbaren Martin Neuen, burger unnd wirdt zuo der bluomen zuo Colmar, meinem insonders günstigen herren und guoten freündt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuom guetigen leser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Wie ein guot frumm mann am Kochersperg einem guoten einfaltigen ein walfart verdinget zuo Sant Veiten zuo wallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Von einem, so in wassernot sant Christoffel ein groß wechsin liecht verhieß.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Selmayr, Pia: Dinge des Anstoßes]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Wie ein pfaff understuond mit fünff worten in himmel zuo kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Von eim radtsherren, der mit einem kind gieng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Von einem abentheürer, der bewert, daß der teüfel zuo Costentz und der groß gott zuo Schaffhusen, auch die Mary zuo Einsidlen und er geschwistert weren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Von zweyen zenckischen bauren, deren einer des burgermeisters fraw fragt: Sind ir nit auch ein huor?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Von einem lantzknecht und Herr gott behuot uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Von bruoderlicher treüw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Von zweyen bauren, die einem apt schuldig waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. Von einem beyerischen bauren, der neün tag ein laesser was.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. Von einem wirdt, der seinen gesten ein tracht umb ein taler verkaufft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. Von kauffmannsknechten, die von FRanckfurt auf er zu fuoß heimzugen, wie sy bey einem wirdt nichts anders haben woellen essen dann treüschy-laeberle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. Von einem pfarrherrn, der seine underthaten straffet, sy sollen einander nit so fraefenlich heissen liegen; so doch einer leügt, solle gleych der ander darzuo pfeiffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14. Von zweyen lantzknechten, die mit einander in krieg zohen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15. Von einem lantzknecht, der nur drey wort begert mit seinem hauptmann zuo reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16. Von einem schneider, dem sein frauw fladen für fladen kaufft.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Selmayr, Pia: Dinge des Anstoßes]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. Einer leidt mit seiner frauwen lieb und leidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18. Von einem armen edelmann, der gelt entlenet hett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. Von einem landfarer, der hundsthonier für katzethonier den kürßneren verkauffet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Scheuer, Hans Jürgen: Das Ende in den Dingen]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20. Von einem münch, der einer tochter ein dorn auß den fuoß zog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21. Von ein außgelauffnen münch, der mit der gschrifft überwunden ward.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Selmayr, Pia: Dinge des Anstoßes]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. Von einem bauren, der wachendt schlieff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. Von einem abenteurer zuo Venedig, der sich stalt, als were er todt, damit er sein haußzins zalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24. Von eim, der dem andern halff sein armuot essen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25. Von einem fuorman, der nit die recht straß gefaren war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26. Von einem münch, der die Lutherischen mit einem pantoffel wolt geworffen han.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27. Von einem, der haering feil hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28. Von einem einfaltigen bauren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29. Ein stattvogt tranck laugen für branntenwein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30. Von zweyen boesen nachbauren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31. Von zweien rossztauschern, die schelmen tauschten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32. Von einem, der ein eerlichs erbieten an die herrn thet, er were sunst gehenckt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
33. Von ein kauffmann, der sein lebtag nie hett lenger elen gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34. Von einem pfaffen, der sich erbot, sein unterthonen das sacrament in dreierley gestalt zuo geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35. Von einem fackinen, der sich stalt, alt kundt er nicht reden, und darmit einer grossen straff entgienge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36. Von einem, der ein fürsprechen überlistet, und hatt in der fürsprech das selbs gelert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
37. Woher es kumpt, das man spricht: Ey du armer teüffel, und herwiderumb: Das ist eben deß teüffels danck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
38. Von einem pfaffen, der nit wolt leiden, das sein bauren einandern hiessen liegen, sunder so einer etwan nit die warheit sagt, solt der ander nur mit dem mal wispelen oder pfeiffen, damit diser selbs merckt, das er darneben geredt hette.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
39. Von einem einfeltigen bawren, der da beicht und kund nit betten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
40. Wie ein lantzknecht mit seinem wolspringen umb ein schoenes meitlin kam und muost die nacht neben einer süwsteigen übernacht ligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
41. Von einem fuormann, welcher einem pfarherr nit hundert ostgoten fueren wolt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
42. Von einem grossen marterhanssen, wie er in einen gerner oder beinhauß gefallen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
43. Ein baur understuond ein kiegßmann umb sein pferd zuo betriegen, die sach aber gieng widersinns hinauß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
44. Einer vertreib seinem alten weib das hauptwee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
45. Ein maeder fand zwen koepff an seinem bett, als er morgens von der matten kam, seinen wetzstein zuo holen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bachorski, Hans-Jürgen: Ehe und Trieb, Gewalt und Besitz]], S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
46. Ein voller pfaff wot zuo einem künigreich gon, falt in ein wolffsgruoben, als er vermeint, ein enten zuo fahen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
47. Von einem ungelerten pfaffen, der den kalender nit verstuond.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Selmayr, Pia: Dinge des Anstoßes]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
48. Einem juden bueßt einer den huosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
49. Ein einfaltig weib berichtet, wie sie inn der fasten fleysch hett gessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
50. Ein edelmann verbot seinen bawren zuo schweren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
51. Ein geitziger verzagter pfaff kleppert mit beiden henden auf der kantzlen zuosammen und schrey: &amp;quot;Gelt her! Dschuo sind pletz.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
52. Einer satzt seinem gefattern ein huot mit bruntz auff den kopff in einer abenzech.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
53. Ein guoter schlemmer dichtet ein liedlin, damit ward sein würt bezalet von den Fuckern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
54. Ein würt zuo Ingelstatt bracht mit listen ein ketten von einem jungen edellmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
55. Ein grawsame unnd erschrockenliche history, so sich auch von wegen eines kaufs oder tauschs zuogetragen hatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
56. Wie zwen dieb einen pfaffen das podegram vertriben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
57. Ein Franck hatt sich auß ein becher kranck getruncken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
58. Ein Baeyer aß altz und brot, damit im der trunck schmecken solt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
59. Von einem, so gott für seiner armuot dancket.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
60. Ein Schwab beklagt sich, das gott nit auch in Schwabenland geweinet hett als wol in Italien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
61. Ein reisiger knecht reit ein büchsenschutz von Cormar, entschlafft, kumbt wider hinein, meint, er sey zuo Schletstatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
62. Von der beürin und der suessen Martinsmilch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
63. Von einem laut schreyenden münch auff der kantzlen und einem alten weib.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
64. Von einem bauren, woelchem das maul unwüssend auß dem angel kam, und wie im wider geholffen ward.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
65. Einem ward ein zan wider seinen willen außbrochen, als er gern gessen hett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
66. Von einem scherer, der seiner muomen senff under das bluot schutt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
67. Von einem pfaffen, der by nacht auff einem wasser seltzam obentheür erfaren hatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
68. Von einem, der sein schuld beychtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Scheuer, Hans Jürgen: Das Ende in den Dingen]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
69. Von einem knaeblein, das meisterlich wol keglen kundt, was aber noch zuo jung [zuo] lernen baetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
70. Von einem geschwinden jungen gsellen, der einen loeffel mit silber beschlagen in buosen stieß, damit er einen gestolnen loeffel herfürbracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
71. Von einem reüter, der seinen hund auch an das beth leget.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
72. Von einem einsidel, der sein eigen schwester ermort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
73. Von einem gar geleeren mann, der zuo Speyr mit listen ein lantzknechtischen edelmann strieff seins schwerens halben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
74. Von einem kind, das kindtlicher weis ein ander kind umbbringt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
75. Von einer graeffin, die einem jungen edelmann ungewartneter sach vermechlet ward.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
76. Von einem wychbischoff, der die kirch und den kirchhof gewycht hat, hat aber kein begrebnuß den unschuldigen kinderen geordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
77. Von einem pfaffen, der spricht: &amp;quot;Herr gott, weer du dich dahinden! Ich wil mich dafornen weeren.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
78. Von einem pfaffen, der den stil vom wyhwaedel in das wyhwasser stieß und die leüt damit besprenget.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
79. Von einem pfaffen, der koepff kundt machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bachorski, Hans-Jürgen: Ehe und Trieb, Gewalt und Besitz]], S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
80. Einer kennt seine eygene hendtschuch nimmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
81. Einer fras fur vierzehen batzen kramenvoegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
82. Einer nam ein par handschu zu lohn und wolt fur ein edellmann in die hell faren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
83. Wie ein geschwinder kund in Italien die juden umb gros gelt bracht, das sie im mit gutem willen gaben onverdient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
84. Von einem grossen eyferer, der nit leiden mocht, das andere mann mit seinem weib guter dingen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
85. Wie ein pfaffenmagt im baurenkrieg in einen hunighafen hofiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
86. Von einem, so seinen fründen umb seine zwentzigjaerige haushaltung rechnung gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
87. Ein junger gesell schlug sein braut vor der kirchen in das angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
88. Einer hat ein guten fursatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
89. Einer hat ein heissen kopf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
90. Eine kluoge antwurt eines radtsherrn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
91. Ein weib hies iren man aus dem haus beleiben, bis der staub vergieng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
92. Von einem, der sein eigener vatter in seiner kranckheit nit wolt zu im lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
93. Ein Schwab fragt, was reinfal fur ein tranck wer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
94. Ein moench wolt ein sattel heimlich und verborgen in das kloster tragen; den verraten die stegreiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
95. Ein narr kond betten, wust aber nit, welches hinden oder vornen gehoert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
96. Einer verwart der statporten schlissel im thuren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
97. Einer truog leid für seinen vatter in einer gelben kappen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
98. Ein troescher falt von einem kornstock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
99. Ein kauffman schüt bruntz in ein gwandkasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
100. Ein baur fand ein krentzlin auff einer hochzeit; geriet im dadurch, das er ein gut mal aß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
101. Ein maler wust keinen teutschen man in seiner kleidung zu malen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
102. Von einem schaerer, der einer dorfffrauwen eien dorn auß einem fuoß zohe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
103. Von herr Hanssen, der würst truog im sack und wolt messz halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
104. Von einem trummenschlager, dem etlich woelff nacheylten, er aber mit seiner trummen fiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
105. Von dem narren im sack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
106. Von einem, so ein stuoten kauffen [wolt] und sein sun schluog, so auff dem fülly reyten wolt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
107. Von einem armen studenten, so auß dem paradyß kam, und einer reychen beürin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
108. Von einen weyenachtskind und dem Joseph, wie er im ein mueßlin kochet inn der kirchen und einanderen in der kirchen schluogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
109. Von dem narren im raubhauß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
110. Wie ein schneyder in himmel kumpt imd imsets herrgotts fuoßschaemel nach einer alten frauwen haerabwirfft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
111. Von einem doctor, der sich zuo Venedig understund, eines hauptmanns buolschafft zuo beschlaffen; aber es fehlet ihm heßlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Erzählsammlung mit Anekdoten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Schwanksammlung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pia Selmayr</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Rollwagenb%C3%BCchlein_(Georg_Wickram)&amp;diff=27458</id>
		<title>Rollwagenbüchlein (Georg Wickram)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Rollwagenb%C3%BCchlein_(Georg_Wickram)&amp;diff=27458"/>
		<updated>2025-12-11T09:24:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pia Selmayr: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Einzeltext&lt;br /&gt;
| namen              = Rollwagenbüchlein&amp;lt;!--Möglichst alle Bezeichnungen des Textes, die in der Forschung gebräuchlich waren bzw. sind, in alphabetischer Reihenfolge, abgertrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| autorin            = Georg Wickram&amp;lt;!--Autor oder Autorin bzw. &amp;quot;Anon.&amp;quot;; falls in der Forschung ein/e AutorIn vermutet wird, dann nach AutorInnenname &amp;quot;?&amp;quot; und in () Verweis auf Forschungsquelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| entstehungszeit    = 1555&amp;lt;!--Entstehungszeit oder -zeitraum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Datierung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| entstehungsort     = Straßburg&amp;lt;!--Entstehungsort oder -raum des Textes, mit anschließendem Verweis auf Quelle der Verortung in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik)--&amp;gt; &lt;br /&gt;
| auftraggeberin     = &amp;lt;!--Auftraggeber oder Auftraggeberin, ggf. mit anschließendem Verweis auf Quelle in [[Kurzzitationen]] (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| überlieferung      = &amp;lt;!--Möglichst gesamte Überlieferung in Handschriften und Drucken. Muster: Ort, Bibliothek: Signatur, abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| ausgaben           = [[Bolte, Johannes (Hg.): Georg Wickram. Das Rollwagenbüchlin]]&amp;lt;!--Möglichst alle Ausgaben des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| übersetzungen      = &amp;lt;!--Möglichst alle Übersetzungen des Textes in [[Kurzzitationen]](s. Bibliographie Editionen Kleinepik), abgetrennt mit &amp;quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;quot;; notfalls Doppelungen mit Ausgaben--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| forschung          = [[Brietzmann, Franz: Die böse Frau in der deutschen Litteratur des Mittelalters]], S. 165, 205f., 211; [[Coxon, Sebastian: Laughter and Narrative in the Later Middle Ages]], S. 181; [[Emmelius, Caroline: Fallkontexte]]; [[Grubmüller, Klaus: Die Ordnung, der Witz und das Chaos]], S. 330f.; [[Grubmüller, Klaus: Erzählen und Überliefern]], S. 475; [[Röcke, Werner: Die Freude am Bösen]], S. 253; [[Kipf, Johannes Klaus: Auf dem Weg zum Schwankbuch]]; [[Scheuer, Hans Jürgen: Das Ende in den Dingen]]; [[Schwitzgebel, Bärbel: Noch nicht genug der Vorrede]], S. 118-141; [[Selmayr, Pia: Dinge des Anstoßes]]&amp;lt;!--Forschungstexte zum Einzeltext (s. Bibliographie Forschung Kleinepik), ggf. mit Seitenangaben, abgetrennt mit &amp;quot;;&amp;quot;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kompletter Titel: &#039;&#039;Das Rollwagenbuechlin. Ein neüws / vor vnerhoerts Buechlein / darin(n) vil guoter schwenck vnd Historien begriffen werde(n) / so man in schiffen vnd auff den wegen / deßgleichen in scherheuseren vnnd badstuben / zuo langweiligen zeiten erzellen mag / die schweren Melancolischen gemueter damit zuo ermünderen / vor aller menigklich Jungen vnd Alten sunder allen anstoß zuo lesen vnd zuo hoeren / Allen Kauffleüten so die Messen hin vnd wider brauchen / zuo einer kurzweil an tag bracht vnd zuosamen gelesen durch Joerg Wickrammen / Stattschreiber zuo Burckhaim / Anno 1555.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inhalt (Spezialforschung zu Einzeltexten kann über Fußnoten eingepflegt werden)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem ersamen fürnemmen und achtbaren Martin Neuen, burger unnd wirdt zuo der bluomen zuo Colmar, meinem insonders günstigen herren und guoten freündt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuom guetigen leser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Wie ein guot frumm mann am Kochersperg einem guoten einfaltigen ein walfart verdinget zuo Sant Veiten zuo wallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Von einem, so in wassernot sant Christoffel ein groß wechsin liecht verhieß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Wie ein pfaff understuond mit fünff worten in himmel zuo kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Von eim radtsherren, der mit einem kind gieng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Von einem abentheürer, der bewert, daß der teüfel zuo Costentz und der groß gott zuo Schaffhusen, auch die Mary zuo Einsidlen und er geschwistert weren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Von zweyen zenckischen bauren, deren einer des burgermeisters fraw fragt: Sind ir nit auch ein huor?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Von einem lantzknecht und Herr gott behuot uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Von bruoderlicher treüw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Von zweyen bauren, die einem apt schuldig waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. Von einem beyerischen bauren, der neün tag ein laesser was.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. Von einem wirdt, der seinen gesten ein tracht umb ein taler verkaufft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. Von kauffmannsknechten, die von FRanckfurt auf er zu fuoß heimzugen, wie sy bey einem wirdt nichts anders haben woellen essen dann treüschy-laeberle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. Von einem pfarrherrn, der seine underthaten straffet, sy sollen einander nit so fraefenlich heissen liegen; so doch einer leügt, solle gleych der ander darzuo pfeiffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14. Von zweyen lantzknechten, die mit einander in krieg zohen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15. Von einem lantzknecht, der nur drey wort begert mit seinem hauptmann zuo reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16. Von einem schneider, dem sein frauw fladen für fladen kaufft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. Einer leidt mit seiner frauwen lieb und leidt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18. Von einem armen edelmann, der gelt entlenet hett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. Von einem landfarer, der hundsthonier für katzethonier den kürßneren verkauffet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Scheuer, Hans Jürgen: Das Ende in den Dingen]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20. Von einem münch, der einer tochter ein dorn auß den fuoß zog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21. Von ein außgelauffnen münch, der mit der gschrifft überwunden ward.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. Von einem bauren, der wachendt schlieff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. Von einem abenteurer zuo Venedig, der sich stalt, als were er todt, damit er sein haußzins zalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24. Von eim, der dem andern halff sein armuot essen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25. Von einem fuorman, der nit die recht straß gefaren war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26. Von einem münch, der die Lutherischen mit einem pantoffel wolt geworffen han.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27. Von einem, der haering feil hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28. Von einem einfaltigen bauren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29. Ein stattvogt tranck laugen für branntenwein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30. Von zweyen boesen nachbauren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31. Von zweien rossztauschern, die schelmen tauschten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32. Von einem, der ein eerlichs erbieten an die herrn thet, er were sunst gehenckt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
33. Von ein kauffmann, der sein lebtag nie hett lenger elen gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34. Von einem pfaffen, der sich erbot, sein unterthonen das sacrament in dreierley gestalt zuo geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35. Von einem fackinen, der sich stalt, alt kundt er nicht reden, und darmit einer grossen straff entgienge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36. Von einem, der ein fürsprechen überlistet, und hatt in der fürsprech das selbs gelert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
37. Woher es kumpt, das man spricht: Ey du armer teüffel, und herwiderumb: Das ist eben deß teüffels danck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
38. Von einem pfaffen, der nit wolt leiden, das sein bauren einandern hiessen liegen, sunder so einer etwan nit die warheit sagt, solt der ander nur mit dem mal wispelen oder pfeiffen, damit diser selbs merckt, das er darneben geredt hette.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
39. Von einem einfeltigen bawren, der da beicht und kund nit betten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
40. Wie ein lantzknecht mit seinem wolspringen umb ein schoenes meitlin kam und muost die nacht neben einer süwsteigen übernacht ligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
41. Von einem fuormann, welcher einem pfarherr nit hundert ostgoten fueren wolt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
42. Von einem grossen marterhanssen, wie er in einen gerner oder beinhauß gefallen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
43. Ein baur understuond ein kiegßmann umb sein pferd zuo betriegen, die sach aber gieng widersinns hinauß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
44. Einer vertreib seinem alten weib das hauptwee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
45. Ein maeder fand zwen koepff an seinem bett, als er morgens von der matten kam, seinen wetzstein zuo holen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bachorski, Hans-Jürgen: Ehe und Trieb, Gewalt und Besitz]], S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
46. Ein voller pfaff wot zuo einem künigreich gon, falt in ein wolffsgruoben, als er vermeint, ein enten zuo fahen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
47. Von einem ungelerten pfaffen, der den kalender nit verstuond.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
48. Einem juden bueßt einer den huosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
49. Ein einfaltig weib berichtet, wie sie inn der fasten fleysch hett gessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
50. Ein edelmann verbot seinen bawren zuo schweren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
51. Ein geitziger verzagter pfaff kleppert mit beiden henden auf der kantzlen zuosammen und schrey: &amp;quot;Gelt her! Dschuo sind pletz.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
52. Einer satzt seinem gefattern ein huot mit bruntz auff den kopff in einer abenzech.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
53. Ein guoter schlemmer dichtet ein liedlin, damit ward sein würt bezalet von den Fuckern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
54. Ein würt zuo Ingelstatt bracht mit listen ein ketten von einem jungen edellmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
55. Ein grawsame unnd erschrockenliche history, so sich auch von wegen eines kaufs oder tauschs zuogetragen hatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
56. Wie zwen dieb einen pfaffen das podegram vertriben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
57. Ein Franck hatt sich auß ein becher kranck getruncken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
58. Ein Baeyer aß altz und brot, damit im der trunck schmecken solt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
59. Von einem, so gott für seiner armuot dancket.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
60. Ein Schwab beklagt sich, das gott nit auch in Schwabenland geweinet hett als wol in Italien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
61. Ein reisiger knecht reit ein büchsenschutz von Cormar, entschlafft, kumbt wider hinein, meint, er sey zuo Schletstatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
62. Von der beürin und der suessen Martinsmilch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
63. Von einem laut schreyenden münch auff der kantzlen und einem alten weib.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
64. Von einem bauren, woelchem das maul unwüssend auß dem angel kam, und wie im wider geholffen ward.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
65. Einem ward ein zan wider seinen willen außbrochen, als er gern gessen hett.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
66. Von einem scherer, der seiner muomen senff under das bluot schutt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
67. Von einem pfaffen, der by nacht auff einem wasser seltzam obentheür erfaren hatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
68. Von einem, der sein schuld beychtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Scheuer, Hans Jürgen: Das Ende in den Dingen]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
69. Von einem knaeblein, das meisterlich wol keglen kundt, was aber noch zuo jung [zuo] lernen baetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
70. Von einem geschwinden jungen gsellen, der einen loeffel mit silber beschlagen in buosen stieß, damit er einen gestolnen loeffel herfürbracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
71. Von einem reüter, der seinen hund auch an das beth leget.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
72. Von einem einsidel, der sein eigen schwester ermort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
73. Von einem gar geleeren mann, der zuo Speyr mit listen ein lantzknechtischen edelmann strieff seins schwerens halben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
74. Von einem kind, das kindtlicher weis ein ander kind umbbringt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
75. Von einer graeffin, die einem jungen edelmann ungewartneter sach vermechlet ward.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
76. Von einem wychbischoff, der die kirch und den kirchhof gewycht hat, hat aber kein begrebnuß den unschuldigen kinderen geordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
77. Von einem pfaffen, der spricht: &amp;quot;Herr gott, weer du dich dahinden! Ich wil mich dafornen weeren.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
78. Von einem pfaffen, der den stil vom wyhwaedel in das wyhwasser stieß und die leüt damit besprenget.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
79. Von einem pfaffen, der koepff kundt machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bachorski, Hans-Jürgen: Ehe und Trieb, Gewalt und Besitz]], S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
80. Einer kennt seine eygene hendtschuch nimmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
81. Einer fras fur vierzehen batzen kramenvoegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
82. Einer nam ein par handschu zu lohn und wolt fur ein edellmann in die hell faren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
83. Wie ein geschwinder kund in Italien die juden umb gros gelt bracht, das sie im mit gutem willen gaben onverdient.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
84. Von einem grossen eyferer, der nit leiden mocht, das andere mann mit seinem weib guter dingen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
85. Wie ein pfaffenmagt im baurenkrieg in einen hunighafen hofiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
86. Von einem, so seinen fründen umb seine zwentzigjaerige haushaltung rechnung gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
87. Ein junger gesell schlug sein braut vor der kirchen in das angesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
88. Einer hat ein guten fursatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
89. Einer hat ein heissen kopf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
90. Eine kluoge antwurt eines radtsherrn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
91. Ein weib hies iren man aus dem haus beleiben, bis der staub vergieng.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
92. Von einem, der sein eigener vatter in seiner kranckheit nit wolt zu im lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
93. Ein Schwab fragt, was reinfal fur ein tranck wer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
94. Ein moench wolt ein sattel heimlich und verborgen in das kloster tragen; den verraten die stegreiff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
95. Ein narr kond betten, wust aber nit, welches hinden oder vornen gehoert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
96. Einer verwart der statporten schlissel im thuren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
97. Einer truog leid für seinen vatter in einer gelben kappen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
98. Ein troescher falt von einem kornstock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
99. Ein kauffman schüt bruntz in ein gwandkasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
100. Ein baur fand ein krentzlin auff einer hochzeit; geriet im dadurch, das er ein gut mal aß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
101. Ein maler wust keinen teutschen man in seiner kleidung zu malen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
102. Von einem schaerer, der einer dorfffrauwen eien dorn auß einem fuoß zohe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
103. Von herr Hanssen, der würst truog im sack und wolt messz halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
104. Von einem trummenschlager, dem etlich woelff nacheylten, er aber mit seiner trummen fiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
105. Von dem narren im sack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
106. Von einem, so ein stuoten kauffen [wolt] und sein sun schluog, so auff dem fülly reyten wolt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
107. Von einem armen studenten, so auß dem paradyß kam, und einer reychen beürin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
108. Von einen weyenachtskind und dem Joseph, wie er im ein mueßlin kochet inn der kirchen und einanderen in der kirchen schluogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
109. Von dem narren im raubhauß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
110. Wie ein schneyder in himmel kumpt imd imsets herrgotts fuoßschaemel nach einer alten frauwen haerabwirfft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
111. Von einem doctor, der sich zuo Venedig understund, eines hauptmanns buolschafft zuo beschlaffen; aber es fehlet ihm heßlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Erzählsammlung mit Anekdoten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle Schwanksammlung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pia Selmayr</name></author>
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		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Selmayr,_Pia:_Dinge_des_Ansto%C3%9Fes&amp;diff=27457</id>
		<title>Selmayr, Pia: Dinge des Anstoßes</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Selmayr,_Pia:_Dinge_des_Ansto%C3%9Fes&amp;diff=27457"/>
		<updated>2025-12-11T09:20:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Pia Selmayr: Die Seite wurde neu angelegt: „==Zitation== Selmayr, Pia: Dinge des Anstoßes. Narrative Strategien des Materiellen in Schwanksammlungen der Frühen Neuzeit. In: ZfdPh 2025, 144 (1), S. 97–118 ==Beschreibung== Der betont leichte Unterhaltungswert in Wickrams „Rollwagenbüchlein“ und Freys „Gartengesellschaft“, der auf der Textoberfläche das ‚einfache‘ Erzählen begründet und strukturiert, offenba…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Zitation==&lt;br /&gt;
Selmayr, Pia: Dinge des Anstoßes. Narrative Strategien des Materiellen in Schwanksammlungen der Frühen Neuzeit. In: ZfdPh 2025, 144 (1), S. 97–118&lt;br /&gt;
==Beschreibung==&lt;br /&gt;
Der betont leichte Unterhaltungswert in [[Rollwagenbüchlein (Georg Wickram)|Wickrams „Rollwagenbüchlein“]] und [[Gartengesellschaft (Jakob Frey)|Freys „Gartengesellschaft“]], der auf der Textoberfläche das ‚einfache‘ Erzählen begründet und strukturiert, offenbart in der Tiefenstruktur der Schwänke Schichten von Ordnungskonkurrenz und -auflösung.&lt;br /&gt;
Dinge sind in diese Konstellationen eingebunden und haben an der Verschiebung, Umbesetzung&lt;br /&gt;
und Überlagerung von Geltungsdiskursen teil. Sie fungieren als kulturelle Wissensspeicher,&lt;br /&gt;
die dynamisierend auf Handlung und Erzählen wirken.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Abstract)&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschung Schwank]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Pia Selmayr</name></author>
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