<?xml version="1.0"?>
<rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
	<channel>
		<title>Brevitas Wiki  - Letzte Änderungen [de]</title>
		<link>https://wiki.brevitas.org/wiki/Spezial:Letzte_%C3%84nderungen</link>
		<description>Verfolge mit diesem Feed die letzten Änderungen in Brevitas Wiki.</description>
		<language>de</language>
		<generator>MediaWiki 1.43.9</generator>
		<lastBuildDate>Wed, 07 Oct 2026 11:23:31 GMT</lastBuildDate>
		<item>
			<title>Pestilenz grassirt (Enoch Widman)</title>
			<link>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Pestilenz_grassirt_(Enoch_Widman)&amp;diff=30761&amp;oldid=30740</link>
			<guid isPermaLink="false">https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Pestilenz_grassirt_(Enoch_Widman)&amp;diff=30761&amp;oldid=30740</guid>
			<description>&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Text&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;table style=&quot;background-color: #fff; color: #202122;&quot; data-mw=&quot;interface&quot;&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;tr class=&quot;diff-title&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;← Nächstältere Version&lt;/td&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 7. Oktober 2026, 09:44 Uhr&lt;/td&gt;
				&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;4&quot; class=&quot;diff-multi&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;(2 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot; id=&quot;mw-diff-left-l13&quot;&gt;Zeile 13:&lt;/td&gt;
&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 13:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;==Text==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;==Text==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Rösler, Maria (Hg.): Enoch Widman]], S. 622-624. Überschrift: &quot;Pestilenz grassirt&quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach auch in diesem jhar&amp;lt;ref&amp;gt;1611.&amp;lt;/ref&amp;gt; an viel und manchen orten und fast uberal in Deudschland und anderßwo, in städten, märkten und dörffern die grausame plag der pestilentz hin und her grossen schaden gethun, greulich rumort und unzehlich viel personen, jung und alt, weggeraffet. Ist durch Gottes gerechten zorn und wegen unser vielfeltigen sunden verhengnus der straffen solche abscheuliche und erschröckliche seuch zu endt des julii durch Peter Vieter, einen tuchknappen (dessen &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;eitern &lt;/del&gt;hiebevorn draussen in der Vorstad gewohnet) aus der stad Meissen, allda es gleichsfalls sehr gestorben, hieher zu uns gebracht, mit welchem, weil er gelt gehabt, unbedechtige leut eingehalten, mit ihme &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;gemessen &lt;/del&gt;und getruncken, ihme auch aus lauter unbesonnenheit und mutwilligem beginnen und daß man &amp;lt;nowiki&amp;gt;[S. 623]&amp;lt;/nowiki&amp;gt; einem strohalm nachgehen wollen, vergiffte kleider abgekaufft, von dannen solches gifft die heusser, so ausserhalb der Untern Steinern Brucken gelegen, eingenommen und endtlichen herein in die stad und fast alle derselben gassen, auch zuletzt in die alten stad getriben worden, welches sonsten, wo man bescheidentlich und fursichtig handeln und zu förderst der obrigkeit gebot in acht nehmen wollen, natürlicher weis davon zu reden, wol verbleiben können. Es hat aber die pest sich biß zum advent oder anfang des decembris (allda sich kaltes wetter gefunden) erstrecket und bei 267 personen, jung und alt zusammengerechnet, hinweggerissen und wir haben Gott dem Allmechtigen, der mitten in der straf seine gnad und barmhertzigkeit eingewendet, noch wol dafür zu dancken, daß das mutwilliger weiß verursachte ungluck so gnedig abgangen und nicht &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;grossem &lt;/del&gt;schaden gethun.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Rösler, Maria (Hg.): Enoch Widman]], S. 622-624. Überschrift: &quot;Pestilenz grassirt&quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach auch in diesem jhar&amp;lt;ref&amp;gt;1611.&amp;lt;/ref&amp;gt; an viel und manchen orten und fast uberal in Deudschland und anderßwo, in städten, märkten und dörffern die grausame plag der pestilentz hin und her grossen schaden gethun, greulich rumort und unzehlich viel personen, jung und alt, weggeraffet. Ist durch Gottes gerechten zorn und wegen unser vielfeltigen sunden verhengnus der straffen solche abscheuliche und erschröckliche seuch zu endt des julii durch Peter Vieter, einen tuchknappen (dessen &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;eltern &lt;/ins&gt;hiebevorn draussen in der Vorstad gewohnet) aus der stad Meissen, allda es gleichsfalls sehr gestorben, hieher zu uns gebracht, mit welchem, weil er gelt gehabt, unbedechtige leut eingehalten, mit ihme &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ge[g]essen &lt;/ins&gt;und getruncken, ihme auch aus lauter unbesonnenheit und mutwilligem beginnen und daß man &amp;lt;nowiki&amp;gt;[S. 623]&amp;lt;/nowiki&amp;gt; einem strohalm nachgehen wollen, vergiffte kleider abgekaufft, von dannen solches gifft die heusser, so ausserhalb der Untern Steinern Brucken gelegen, eingenommen und endtlichen herein in die stad und fast alle derselben gassen, auch zuletzt in die alten stad getriben worden, welches sonsten, wo man bescheidentlich und fursichtig handeln und zu förderst der obrigkeit gebot in acht nehmen wollen, natürlicher weis davon zu reden, wol verbleiben können. Es hat aber die pest sich biß zum advent oder anfang des decembris (allda sich kaltes wetter gefunden) erstrecket und bei 267 personen, jung und alt zusammengerechnet, hinweggerissen und wir haben Gott dem Allmechtigen, der mitten in der straf seine gnad und barmhertzigkeit eingewendet, noch wol dafür zu dancken, daß das mutwilliger weiß verursachte ungluck so gnedig abgangen und nicht &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;grössern &lt;/ins&gt;schaden gethun.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Sonsten wurden die leut, sontags und in den wochen predigten, zu rechtschaffener wahrer bus treulich vermanet mit andeutung, woher diese und andere strafen Gottes herrureten und warumb der Allmechtige und diese über ein gantze gemein und lande verhengete. Nemlich wegen Verachtung göttliches worts und der heiligen sacrament, und das in den dreien hauptständen, christlichen, weltlichen und hauß regiment vielfeltige schwere sunden und Ungerechtigkeit in verlassung des ambts und der christlichen brüderlichen lieb begangen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;: Marginalie: &amp;quot;Communicanten grosse anzaal&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Man erklerte auch die bußpsalm, gebrauchete andechtige gebet für abwendung der greulichen seuch, die leut gingen heuffig zum heiligen sacrament des alters, also daß den 1. septembris dominica 15. Trinitatis 437, am 16. sontag 403, am 17. 232, dominica 18. 203 und so fortan zum tisch des herren gingen,&amp;lt;ref&amp;gt;Marginalie: &amp;quot;Meng der communicanten&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; die mitwochen, da man auch das heilig[e] abendtmal reichete außgenommen und musten wegen der meng der communicanten zwene kirchendiener den leib und zwene das blut Christi nebeneinanderstehend aus unterschidlichen patenen und kelchen administrirn,&amp;lt;ref&amp;gt;Marginalie: &amp;quot;Nota bene Drei I impietas alß maior, in iustitia alß minor proposito, diese beede praemissae in syllogismo machen und geben endtlich ein gar böse conclusion in inferno&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; unter denen der herr superintendens und spitalpfarrerr sich gebrauchen liessen.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Sonsten wurden die leut, sontags und in den wochen predigten, zu rechtschaffener wahrer bus treulich vermanet mit andeutung, woher diese und andere strafen Gottes herrureten und warumb der Allmechtige und diese über ein gantze gemein und lande verhengete. Nemlich wegen Verachtung göttliches worts und der heiligen sacrament, und das in den dreien hauptständen, christlichen, weltlichen und hauß regiment vielfeltige schwere sunden und Ungerechtigkeit in verlassung des ambts und der christlichen brüderlichen lieb begangen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;: Marginalie: &amp;quot;Communicanten grosse anzaal&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Man erklerte auch die bußpsalm, gebrauchete andechtige gebet für abwendung der greulichen seuch, die leut gingen heuffig zum heiligen sacrament des alters, also daß den 1. septembris dominica 15. Trinitatis 437, am 16. sontag 403, am 17. 232, dominica 18. 203 und so fortan zum tisch des herren gingen,&amp;lt;ref&amp;gt;Marginalie: &amp;quot;Meng der communicanten&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; die mitwochen, da man auch das heilig[e] abendtmal reichete außgenommen und musten wegen der meng der communicanten zwene kirchendiener den leib und zwene das blut Christi nebeneinanderstehend aus unterschidlichen patenen und kelchen administrirn,&amp;lt;ref&amp;gt;Marginalie: &amp;quot;Nota bene Drei I impietas alß maior, in iustitia alß minor proposito, diese beede praemissae in syllogismo machen und geben endtlich ein gar böse conclusion in inferno&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt; unter denen der herr superintendens und spitalpfarrerr sich gebrauchen liessen.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/table&gt;</description>
			<pubDate>Wed, 07 Oct 2026 09:44:44 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Silvan Wagner</dc:creator>
			<comments>https://wiki.brevitas.org/wiki/Diskussion:Pestilenz_grassirt_(Enoch_Widman)</comments>
		</item>
		<item>
			<title>Geisterkirche (Enoch Widman)</title>
			<link>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Geisterkirche_(Enoch_Widman)&amp;diff=30758&amp;oldid=30405</link>
			<guid isPermaLink="false">https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Geisterkirche_(Enoch_Widman)&amp;diff=30758&amp;oldid=30405</guid>
			<description>&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Text&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;table style=&quot;background-color: #fff; color: #202122;&quot; data-mw=&quot;interface&quot;&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-marker&quot; /&gt;
				&lt;col class=&quot;diff-content&quot; /&gt;
				&lt;tr class=&quot;diff-title&quot; lang=&quot;de&quot;&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;← Nächstältere Version&lt;/td&gt;
				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 5. Oktober 2026, 14:35 Uhr&lt;/td&gt;
				&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot; id=&quot;mw-diff-left-l17&quot;&gt;Zeile 17:&lt;/td&gt;
&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-lineno&quot;&gt;Zeile 17:&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;==Text==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;==Text==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Rösler, Maria (Hg.): Enoch Widman]], S. 292f. Nochmals identisch abgedruckt in [[Kapfhammer, Günther (Hg.): Bayerische Sagen]], S. 230f.; [[Kluge, Arnd: Sagenhaftes Hof]], Teil I, Nr. 6, S. 23-26; [[Vogel, Wilhelmine (Hg.): Volkssagen aus Oberfranken]], Band 2, S. 56-59. Forschung: [[Deneke, Bernward: Legende und Volkssage]], S. 81-84; [[Dünninger, Josef (Hg.): Fränkische Sagen]], S. 32-34; [[Kluge, Arnd: Sagenhaftes Hof]], Teil I, S. 24-26; [[Wilhelm-Schaffer, Irmgard: Gottes Beamter und Spielmann des Teufels]], S. 348f.; [[Jung, Stefan: Sagenüberlieferung in Stadt und Landkreis Hof]], Nr. 2813, S. 764f.&amp;lt;/ref&amp;gt; So hat sich auch ein wunderbarliche, doch wahrhaftige geschicht in S. Lorentzenkirche&amp;lt;ref&amp;gt;Seit der Reformation evangelisches Kirchengebäude in Hof.&amp;lt;/ref&amp;gt; und uff desselben kirchhof zugetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Widman datiert das Geschehen auf 1516, vgl. Chronik der Stadt Hof, S. 184&amp;lt;/ref&amp;gt; Alß ein andechtige, alte fromme matron, ihrer gewohnheit nach, einsmalß fru morgens vor tag hinaus gen S. Lorentz in die engelmeß&amp;lt;ref&amp;gt;Die mitternächtliche Christmette, vgl. Balthasar Fischer: Engelamt. In: Walter Kasper (Hrsg.): Lexikon für Theologie und Kirche. 3. Auflage. Band 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995, Sp. 655.&amp;lt;/ref&amp;gt; gehen wollen. In meinung, es sei rechte zeit und um mitternacht fur das Öber Thor kombt, findet sie dasselbe offen und gehet also hinaus in die kirchen. Da sie dann einen alten unbekandten pfaffen die meß vor dem altar &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;verrichtet &lt;/del&gt;sihet. Viel leut, mehrerßtheilß unbekandte, sitzen hin und wider in den stulen, zu beden seiten, auch einstheilß ohne köpff und unter denselben ettliche, die unlangsten verstorben waren, die sie in ihrem leben wol gekandt hatte. Das weib setzet sich mit grosser furcht und schrecken in der stule einen und weil sie nichts dann verstorbene leut, bekandte und unbekandte sihet, vermeinendt, es weren der verstorbenen seelen, auch nicht weis, ob sie wider aus der kirchen gehen oder drinnen bleiben soll, weil sie viel zu fru kommen war, ihr auch haut und haar gen berg stigen, da gehet eine aus dem haufen, welche bei leben (wie sie meinete) ihr gevatterin gewesen und vor dreien wochen gestorben war, ohne zweiffel ein guter engel Gottes, hin zu ihr, zupffet sie bei der kursen&amp;lt;ref&amp;gt;Pelzmantel, vgl. [https://www.woerterbuchnetz.de/Lexer?lemid=K04165 Lexer, Art. kürsen].&amp;lt;/ref&amp;gt;, beutet ihr einen guten morgen und spricht: &quot;Ei, liebe gevatterin, behut uns der Allmechtig Gott, wie kombt ihr daher? Ich bitte euch umb Gottes und seiner lieben mutter willen, habt eben acht auff, wann der priester wandelt oder consecrirt, so lauffet, weil ihr laufen kundt, und sehet euch nur nicht umb, es kostet euch sonst euer leben!&quot; Darauff sie, alß der prister wandeln will, aus der kirchen geeilet, so sehr sie geköndt, und hat hinter ihr ein gewaltig praßeln, alß wann die gantze kirchen einfiele, gehöret, ist ihr auch alles gespenst aus der kirchen nachgelauffen und hat sie noch uff dem kirchhof erwischet, ihr auch die kursen (wie die weiber damalß trugen) vom halß gerissen, welche sie dann hinter sich gelassen, und also unversehret davonkommen und entrunnen ist, hat auch, sobald sie vor den kirchhof herauskommen, nichts ferners [S. 293] vermerket. Do sie nun widerumb zum Öbern Thor kombt und herein in die stad gehen will, findet sie das thor noch verschlossen, dann es ettwan umb ein hor nach mitternacht gewesen, mus derowegen wol bei dreien stunden in einem haus verharren, biß das thor geöffnet wird und kan hiraus vermercken, daß kein guter geist ihr zuvor durch das thor geholffen hab und das die schwein (die sie anfangs vor dem thor gesehen und gehört, gleich alß wann es zeit wer, das vieh außzutreiben) nichts anders dann leidige teufel gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ggf. Anspielung auf Luk. 8,32f.: &quot;Es war aber dort auf dem Berg eine große Herde Säue auf der Weide. Und sie [die Dämonen] baten ihn, dass er ihnen erlaube, in diese zu fahren. Und er erlaubte es ihnen. Da fuhren die Dämonen von dem Menschen aus und fuhren in die Säue, und die Herde stürmte den Abhang hinunter in den See und ersoff.&quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch weil sie ein behertztes weib ohne das gewesen und sie dem ungluck entgangen, hat sie sich deß dings so hefftig nicht mehr angenommen, sondern ist zu hauß gangen und am leben unbeschedigt blieben, obwol sie wegen des eingenomenen schreckens zwen tag zu bett hat liegen mussen. Denselben morgen aber, da ihr solches zu handen gestossen, hat sie, alß es nun tag worden, uff den kirchhof hinausgeschicket und nach ihrer kursen, ob diselbe noch vorhanden, umbsehen und suchen lassen. Da ist diselbe zu kleinen stuecklein zerrissen gefunden worden, also daß uff einem iden grab ein kleines flecklein gelegen. Darob sich die leut, die hauffenweis derohalben hinaus uff den kirchhof liefen, nicht wenig wunderten. Diese geschicht ist unsern eltern sehr wohl bekanndt gewesen, da man nicht allein hie in der stadt, sonder auch uff dem land, in den benachtbarten orten und flecken, davon zu sagen gewust, wie dann noch heutigs tags leut gefunden werden, die es vor der zeit von ihren eltern gehört und vernommen haben.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [[Rösler, Maria (Hg.): Enoch Widman]], S. 292f. Nochmals identisch abgedruckt in [[Kapfhammer, Günther (Hg.): Bayerische Sagen]], S. 230f.; [[Kluge, Arnd: Sagenhaftes Hof]], Teil I, Nr. 6, S. 23-26; [[Vogel, Wilhelmine (Hg.): Volkssagen aus Oberfranken]], Band 2, S. 56-59. Forschung: [[Deneke, Bernward: Legende und Volkssage]], S. 81-84; [[Dünninger, Josef (Hg.): Fränkische Sagen]], S. 32-34; [[Kluge, Arnd: Sagenhaftes Hof]], Teil I, S. 24-26; [[Wilhelm-Schaffer, Irmgard: Gottes Beamter und Spielmann des Teufels]], S. 348f.; [[Jung, Stefan: Sagenüberlieferung in Stadt und Landkreis Hof]], Nr. 2813, S. 764f.&amp;lt;/ref&amp;gt; So hat sich auch ein wunderbarliche, doch wahrhaftige geschicht in S. Lorentzenkirche&amp;lt;ref&amp;gt;Seit der Reformation evangelisches Kirchengebäude in Hof.&amp;lt;/ref&amp;gt; und uff desselben kirchhof zugetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Widman datiert das Geschehen auf 1516, vgl. Chronik der Stadt Hof, S. 184&amp;lt;/ref&amp;gt; Alß ein andechtige, alte fromme matron, ihrer gewohnheit nach, einsmalß fru morgens vor tag hinaus gen S. Lorentz in die engelmeß&amp;lt;ref&amp;gt;Die mitternächtliche Christmette, vgl. Balthasar Fischer: Engelamt. In: Walter Kasper (Hrsg.): Lexikon für Theologie und Kirche. 3. Auflage. Band 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995, Sp. 655.&amp;lt;/ref&amp;gt; gehen wollen. In meinung, es sei rechte zeit und um mitternacht fur das Öber Thor kombt, findet sie dasselbe offen und gehet also hinaus in die kirchen. Da sie dann einen alten unbekandten pfaffen die meß vor dem altar &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;verrichten &lt;/ins&gt;sihet. Viel leut, mehrerßtheilß unbekandte, sitzen hin und wider in den stulen, zu beden seiten, auch einstheilß ohne köpff und unter denselben ettliche, die unlangsten verstorben waren, die sie in ihrem leben wol gekandt hatte. Das weib setzet sich mit grosser furcht und schrecken in der stule einen und weil sie nichts dann verstorbene leut, bekandte und unbekandte sihet, vermeinendt, es weren der verstorbenen seelen, auch nicht weis, ob sie wider aus der kirchen gehen oder drinnen bleiben soll, weil sie viel zu fru kommen war, ihr auch haut und haar gen berg stigen, da gehet eine aus dem haufen, welche bei leben (wie sie meinete) ihr gevatterin gewesen und vor dreien wochen gestorben war, ohne zweiffel ein guter engel Gottes, hin zu ihr, zupffet sie bei der kursen&amp;lt;ref&amp;gt;Pelzmantel, vgl. [https://www.woerterbuchnetz.de/Lexer?lemid=K04165 Lexer, Art. kürsen].&amp;lt;/ref&amp;gt;, beutet ihr einen guten morgen und spricht: &quot;Ei, liebe gevatterin, behut uns der Allmechtig Gott, wie kombt ihr daher? Ich bitte euch umb Gottes und seiner lieben mutter willen, habt eben acht auff, wann der priester wandelt oder consecrirt, so lauffet, weil ihr laufen kundt, und sehet euch nur nicht umb, es kostet euch sonst euer leben!&quot; Darauff sie, alß der prister wandeln will, aus der kirchen geeilet, so sehr sie geköndt, und hat hinter ihr ein gewaltig praßeln, alß wann die gantze kirchen einfiele, gehöret, ist ihr auch alles gespenst aus der kirchen nachgelauffen und hat sie noch uff dem kirchhof erwischet, ihr auch die kursen (wie die weiber damalß trugen) vom halß gerissen, welche sie dann hinter sich gelassen, und also unversehret davonkommen und entrunnen ist, hat auch, sobald sie vor den kirchhof herauskommen, nichts ferners [S. 293] vermerket. Do sie nun widerumb zum Öbern Thor kombt und herein in die stad gehen will, findet sie das thor noch verschlossen, dann es ettwan umb ein hor nach mitternacht gewesen, mus derowegen wol bei dreien stunden in einem haus verharren, biß das thor geöffnet wird und kan hiraus vermercken, daß kein guter geist ihr zuvor durch das thor geholffen hab und das die schwein (die sie anfangs vor dem thor gesehen und gehört, gleich alß wann es zeit wer, das vieh außzutreiben) nichts anders dann leidige teufel gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ggf. Anspielung auf Luk. 8,32f.: &quot;Es war aber dort auf dem Berg eine große Herde Säue auf der Weide. Und sie [die Dämonen] baten ihn, dass er ihnen erlaube, in diese zu fahren. Und er erlaubte es ihnen. Da fuhren die Dämonen von dem Menschen aus und fuhren in die Säue, und die Herde stürmte den Abhang hinunter in den See und ersoff.&quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch weil sie ein behertztes weib ohne das gewesen und sie dem ungluck entgangen, hat sie sich deß dings so hefftig nicht mehr angenommen, sondern ist zu hauß gangen und am leben unbeschedigt blieben, obwol sie wegen des eingenomenen schreckens zwen tag zu bett hat liegen mussen. Denselben morgen aber, da ihr solches zu handen gestossen, hat sie, alß es nun tag worden, uff den kirchhof hinausgeschicket und nach ihrer kursen, ob diselbe noch vorhanden, umbsehen und suchen lassen. Da ist diselbe zu kleinen stuecklein zerrissen gefunden worden, also daß uff einem iden grab ein kleines flecklein gelegen. Darob sich die leut, die hauffenweis derohalben hinaus uff den kirchhof liefen, nicht wenig wunderten. Diese geschicht ist unsern eltern sehr wohl bekanndt gewesen, da man nicht allein hie in der stadt, sonder auch uff dem land, in den benachtbarten orten und flecken, davon zu sagen gewust, wie dann noch heutigs tags leut gefunden werden, die es vor der zeit von ihren eltern gehört und vernommen haben.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt; &lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-side-added&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;== Anmerkungen==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;== Anmerkungen==&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/table&gt;</description>
			<pubDate>Mon, 05 Oct 2026 14:35:38 GMT</pubDate>
			<dc:creator>Silvan Wagner</dc:creator>
			<comments>https://wiki.brevitas.org/wiki/Diskussion:Geisterkirche_(Enoch_Widman)</comments>
		</item>
</channel></rss>