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	<title>Geisterkirche (Erzählstoff) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Brevitas Wiki</subtitle>
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		<title>Simone Hirschmann am 19. August 2026 um 08:40 Uhr</title>
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Viel Leute / mehrentheils unbekannt / sitzen hin und wieder in den Stuehlen zu beyden Seiten / auch eines theils ohne Koepffe / und unter denenselben etliche / die nur neülich gestorben waren / und die sie in ihrem Leben wohl gekannt hatte. Das Weib setzet sich mit grosser Furcht und Schrecken in der Stuehle einen / und weil sie nichts / denn verstorbene Leute siehet / bekante und unbekante / vermeinet / es waeren der verstorbenen Seelen / auch nicht weiß / ob sie wieder aus der Kirche gehen / oder drinne bleiben soll / weil sie viel zu frueh kommen war / ihr auch Haut und Haar gen Berge gestiegen; Da gehet eine aus dem Hauffen / welche bey Leben / (wie sie meinete) ihre Gevatterin gewesen / und vor 3. Wochen gestorben war / hin zu ihr / zupffet sie bey der Kuerschen (Schauben) baut ihr einen &amp;lt;nowiki&amp;gt;[26]&amp;lt;/nowiki&amp;gt; guten Morgen und spricht: Ey! liebe Gevatterin behüt uns der allmaechtige GOTT! wie kommt ihr da her? ich bitt euch umb GOttes und seiner lieben Mutter willen / habt eben acht drauf / wenn der Priester wandelt oder consecriret, so lauft, weil ihr lauffen koennet / und sehet euch nur nicht umb / es kostet euch sonsten euer Leben. Darauf sie / als der Priester wandeln will / aus der Kirche geeilet / so sehr sie gekoennt / und hat hinter ihr ein gewaltig prasseln / als wenn die gantze Kirche einfiel / gehoeret / ist ihr auch alles Gespaenste aus der Kirche nach gelauffen / und also unversehrt darvon kommen und entronnen ist. Hat auch / so bald sie den Kirchhoff heraus kommen nichts mehr vermercket. Do sie nun wiederumb zum obern Thore koemmt / und hinein in die Stadt gehen will / findet sie das Thor verschlossen / dann es etwa um 1. Uhr nach Mitternacht gewesen / muß derowegen wohl 3. Stunden in einem Hause verharren / biß das Thor geoeffnet wird / und kan hieraus vermercken / daß kein guter Geist ihr zuvor durch das Thor geholffen habe / und daß die Schweine / (wie sie Anfangs vor dem Thore gesehen und gehoeret / gleich als wenn es Zeit waere / das Vieh auszu&amp;lt;nowiki&amp;gt;[27]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;treiben) nichts anders / denn leidige Teuffel gewesen. Doch weil es ein beherztes Weib / ist sie am Leben unbeschaedigt blieben / ob sie schon / wegen eingenommenen Schreckens 2. Tage zu Bette liegen muessen. Denselben Morgen aber / da ihr solches zu handen gestossen / hat sie / als es nun Tag worden / auf den Kirchhof hinaus geschicket / und nach ihrer Kuerschen / ob dieselbe noch vorhanden / sehen lassen / da ist dieselbe zu kleinen Stuecklein zurissen gefunden worden / also / daß auf einem ieden Grabe ein kleines Flecklein gelegen. Solche und der gleichen Begebenheiten sind in dem Pabstthum vor dessen nicht ungemein gewesen / da der boese Feind offtermahls mit den armen blinden Leuten sein Affenspiel getrieben / doch ihnen weiter nichts thun koennen / als ihm GOtt zugelassen.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;So hat sich auch dieses Jahr&amp;lt;ref&amp;gt;1516.&amp;lt;/ref&amp;gt; eine wunderliche / doch warhafftige Geschicht / obschon nicht eben in Gera / gleich wohl in einer denen Herren Reussen sonst zustaendig gewesenen Stadt / begeben. Es hat nemlich eine alte fromme Matrone, ihrer Ge&amp;lt;nowiki&amp;gt;[25]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;wohnheit nach / einsmahls fruehe Morgens vor Tages hinaus gen S. 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Das Weib setzet sich mit grosser Furcht und Schrecken in der Stuehle einen / und weil sie nichts / denn verstorbene Leute siehet / bekante und unbekante / vermeinet / es waeren der verstorbenen Seelen / auch nicht weiß / ob sie wieder aus der Kirche gehen / oder drinne bleiben soll / weil sie viel zu frueh kommen war / ihr auch Haut und Haar gen Berge gestiegen; Da gehet eine aus dem Hauffen / welche bey Leben / (wie sie meinete) ihre Gevatterin gewesen / und vor 3. Wochen gestorben war / hin zu ihr / zupffet sie bey der Kuerschen (Schauben) baut ihr einen &amp;lt;nowiki&amp;gt;[26]&amp;lt;/nowiki&amp;gt; guten Morgen und spricht: Ey! liebe Gevatterin behüt uns der allmaechtige GOTT! wie kommt ihr da her? ich bitt euch umb GOttes und seiner lieben Mutter willen / habt eben acht drauf / wenn der Priester wandelt oder consecriret, so lauft, weil ihr lauffen koennet / und sehet euch nur nicht umb / es kostet euch sonsten euer Leben. Darauf sie / als der Priester wandeln will / aus der Kirche geeilet / so sehr sie gekoennt / und hat hinter ihr ein gewaltig prasseln / als wenn die gantze Kirche einfiel / gehoeret / ist ihr auch alles Gespaenste aus der Kirche nach gelauffen / und also unversehrt darvon kommen und entronnen ist. Hat auch / so bald sie den Kirchhoff heraus kommen nichts mehr vermercket. Do sie nun wiederumb zum obern Thore koemmt / und hinein in die Stadt gehen will / findet sie das Thor verschlossen / dann es etwa um 1. Uhr nach Mitternacht gewesen / muß derowegen wohl 3. Stunden in einem Hause verharren / biß das Thor geoeffnet wird / und kan hieraus vermercken / daß kein guter Geist ihr zuvor durch das Thor geholffen habe / und daß die Schweine / (wie sie Anfangs vor dem Thore gesehen und gehoeret / gleich als wenn es Zeit waere / das Vieh auszu&amp;lt;nowiki&amp;gt;[27]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;treiben) nichts anders / denn leidige Teuffel gewesen. 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In: Walter Kasper (Hrsg.): Lexikon für Theologie und Kirche. 3. Auflage. Band 3. Herder, Freiburg im Breisgau 1995, Sp. 655.&amp;lt;/ref&amp;gt; gehen wollen. In meinung, es sei rechte zeit und um mitternacht fur das Öber Thor kombt, findet sie dasselbe offen und gehet also hinaus in die kirchen. Da sie dann einen alten unbekandten pfaffen die meß vor dem altar verrichtet sihet. Viel leut, mehrerßtheilß unbekandte, sitzen hin und wider in den stulen, zu beden seiten, auch einstheilß ohne köpff und unter denselben ettliche, die unlangsten verstorben waren, die sie in ihrem leben wol gekandt hatte. Das weib setzet sich mit grosser furcht und schrecken in der stule einen und weil sie nichts dann verstorbene leut, bekandte und unbekandte sihet, vermeinendt, es weren der verstorbenen seelen, auch nicht weis, ob sie wider aus der kirchen gehen oder drinnen bleiben soll, weil sie viel zu fru kommen war, ihr auch haut und haar gen berg stigen, da gehet eine aus dem haufen, welche bei leben (wie sie meinete) ihr gevatterin gewesen und vor dreien wochen gestorben war, ohne zweiffel ein guter engel Gottes, hin zu ihr, zupffet sie bei der kursen&amp;lt;ref&amp;gt;Pelzmantel, vgl. [https://www.woerterbuchnetz.de/Lexer?lemid=K04165 Lexer, Art. kürsen].&amp;lt;/ref&amp;gt;, beutet ihr einen guten morgen und spricht: &quot;Ei, liebe gevatterin, behut uns der Allmechtig Gott, wie kombt ihr daher? Ich bitte euch umb Gottes und seiner lieben mutter willen, habt eben acht auff, wann der priester wandelt oder consecrirt, so lauffet, weil ihr laufen kundt, und sehet euch nur nicht umb, es kostet euch sonst euer leben!&quot; Darauff sie, alß der prister wandeln will, aus der kirchen geeilet, so sehr sie geköndt, und hat hinter ihr ein gewaltig praßeln, alß wann die gantze kirchen einfiele, gehöret, ist ihr auch alles gespenst aus der kirchen nachgelauffen und hat sie noch uff dem kirchhof erwischet, ihr auch die kursen (wie die weiber damalß trugen) vom halß gerissen, welche sie dann hinter sich gelassen, und also unversehret davonkommen und entrunnen ist, hat auch, sobald sie vor den kirchhof herauskommen, nichts ferners [186] vermerket. Do sie nun widerumb zum Öbern Thor kombt und herein in die stad gehen will, findet sie das thor noch verschlossen, dann es ettwan umb ein hor nach mitternacht gewesen, mus derowegen wol bei dreien stunden in einem haus verharren, biß das thor geöffnet wird und kan hiraus vermercken, daß kein guter geist ihr zuvor durch das thor geholffen hab und das die schwein (die sie anfangs vor dem thor gesehen und gehört, gleich alß wann es zeit wer, das vieh außzutreiben) nichts anders dann leidige teufel gewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ggf. Anspielung auf Luk. 8,32f.: &quot;Es war aber dort auf dem Berg eine große Herde Säue auf der Weide. Und sie [die Dämonen] baten ihn, dass er ihnen erlaube, in diese zu fahren. Und er erlaubte es ihnen. Da fuhren die Dämonen von dem Menschen aus und fuhren in die Säue, und die Herde stürmte den Abhang hinunter in den See und ersoff.&quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch weil sie ein behertztes weib ohne das gewesen und sie dem ungluck entgangen, hat sie sich deß dings so hefftig nicht mehr angenommen, sondern ist zu hauß gangen und am leben unbeschedigt blieben, obwol sie wegen des eingenomenen schreckens zwen tag zu bett hat liegen mussen. Denselben morgen aber, da ihr solches zu handen gestossen, hat sie, alß es nun tag worden, uff den kirchhof hinausgeschicket und nach ihrer kursen, ob diselbe noch vorhanden, umbsehen und suchen lassen. Da ist diselbe zu kleinen stuecklein zerrissen gefunden worden, also daß uff einem iden grab ein kleines flecklein gelegen. Darob sich die leut, die hauffenweis derohalben hinaus uff den kirchhof liefen, nicht wenig wunderten. Diese geschicht ist unsern eltern sehr wohl bekanndt gewesen, da man nicht allein hie in der stadt, sonder auch uff dem land, in den benachtbarten orten und flecken, davon zu sagen gewust, wie dann noch heutigs tags leut gefunden werden, die es vor der zeit von ihren eltern gehört und vernommen haben.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;[185] So hat sich auch ein wunderbarliche, doch wahrhaftige geschicht in S. Lorentzenkirche&amp;lt;ref&amp;gt;Seit der Reformation evangelisches Kirchengebäude in Hof.&amp;lt;/ref&amp;gt; und uff desselben kirchhof zugetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Widman &lt;/ins&gt;datiert das Geschehen auf 1516, vgl. 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		<author><name>Simone Hirschmann</name></author>
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		<title>Silvan Wagner: /* Die Geistermesse (Gliege: Die Stadt Rathenow in alten Bildern und Geschichten, 2016) */</title>
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		<author><name>Silvan Wagner</name></author>
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		<title>Silvan Wagner: Textersetzung - „Bonus“ durch „Bischof Bonus“</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Textersetzung - „&lt;a href=&quot;/wiki/Bonus&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Bonus&quot;&gt;Bonus&lt;/a&gt;“ durch „&lt;a href=&quot;/wiki/Bischof_Bonus&quot; title=&quot;Bischof Bonus&quot;&gt;Bischof Bonus&lt;/a&gt;“&lt;/p&gt;
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		<author><name>Silvan Wagner</name></author>
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		<title>Silvan Wagner: /* Die Christmette von Sankt Moritz (Frank: Mittsommersagen aus Oberfranken, 1979) */</title>
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		<updated>2026-07-26T09:40:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Die Christmette von Sankt Moritz (Frank: Mittsommersagen aus Oberfranken, 1979)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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Kein Beten &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;wat &lt;/del&gt;zu hören, kein Orgelton, kein Lied erscholl. Nur tiefer Ernst lag auf den Mienen der Versammelten, Als die beklommene Bäuerin die Augen zum Priester am Altar gehen ließ, schrak sie zusammen, da sie in ihm den verstorbenen Pfarrherrn von Leutenbach zu erkennen glaubte. Dann blickte sie sich verstohlen um: Die Nachbarin neben ihr, das war doch ihre abgeschiedene Gevatterin, und die Alte vor ihr mußte eine ehemalige Einwohnerin aus dem Nachbardorf Seidmar sein. Jetzt wendete sich die Gevatterin ihr zu und flüsterte: &quot;Wie kommst denn du zu uns herein!&quot; Sie erwiderte, daß sie des [59] Glaubens gewesen sei, daß hier Christmette gehalten werde. Erregt ermahnte sie die Verwandte: &quot;Ach Gott, mach gleich, daß du nach der Wandlung herauskommst! Lasse aber etwas hinter dich fallen und lauf sofort nach Hause, wenn du nicht verloren sein willst!&quot; Kaum hatte der Geistliche den Kelch auf den Altar zurückgestellt, da floh die Ortspitzer Einwohnerin die unheimliche Beterschar, warf ihr grünes Trachtentuch hinter sich und stürzte ins Freie. Völlig erschöpft kam sie zu Hause an, doch überfiel sie ein böses Fieber, und im Wahn langte sie immerfort nach der grüngestrichenen Stubenwand und faselte etwas von einem grünen Schultertuch, das sie bei sich gehabt habe. Es ließ sich jedoch nirgends finden. Erst als am folgenden Morgen, dem ersten Feiertag, die Angehörigen der Fieberkranken zum Gottesdienst nach Sankt Moritz gingen und durch den Kirchhof schritten, sahen sie auf den Gräbern ringsum Fetzen vom grünen Kopftuch liegen.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;An einem Weihnachtsheiligabend wollte eine Frau von Ortspitz nach Leutenbach (Landkreis Forchheim) zur Christmette gehen. Da sie sich verspätet hatte, befand sie sich in Eile. Ihr Weg führte am &quot;Moritzen&quot;, einem einsamen Kirchlein im Ehrenbachtal, vorbei, dessen Schutzpatron St. Moritz ist. Das Gotteshaus war hell erleuchtet. 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Jetzt wendete sich die Gevatterin ihr zu und flüsterte: &quot;Wie kommst denn du zu uns herein!&quot; Sie erwiderte, daß sie des [59] Glaubens gewesen sei, daß hier Christmette gehalten werde. Erregt ermahnte sie die Verwandte: &quot;Ach Gott, mach gleich, daß du nach der Wandlung herauskommst! Lasse aber etwas hinter dich fallen und lauf sofort nach Hause, wenn du nicht verloren sein willst!&quot; Kaum hatte der Geistliche den Kelch auf den Altar zurückgestellt, da floh die Ortspitzer Einwohnerin die unheimliche Beterschar, warf ihr grünes Trachtentuch hinter sich und stürzte ins Freie. Völlig erschöpft kam sie zu Hause an, doch überfiel sie ein böses Fieber, und im Wahn langte sie immerfort nach der grüngestrichenen Stubenwand und faselte etwas von einem grünen Schultertuch, das sie bei sich gehabt habe. Es ließ sich jedoch nirgends finden. 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		<author><name>Silvan Wagner</name></author>
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		<id>https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Geisterkirche_(Erz%C3%A4hlstoff)&amp;diff=30108&amp;oldid=prev</id>
		<title>Silvan Wagner: /* Die Christnacht in der Kirche &quot;Zu unserer lieben Frau&quot; (Das Riesengebirge in Wort und Bild, 1893) */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki.brevitas.org/mediawiki_1_43/index.php?title=Geisterkirche_(Erz%C3%A4hlstoff)&amp;diff=30108&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-07-26T09:11:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Die Christnacht in der Kirche &amp;quot;Zu unserer lieben Frau&amp;quot; (Das Riesengebirge in Wort und Bild, 1893)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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		<author><name>Silvan Wagner</name></author>
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		<title>Silvan Wagner: /* Die Mitternachtsmesse (Krainz: Mythen und Sagen aus dem Steierischen Hochlande, 1877) */</title>
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		<updated>2026-07-07T08:25:54Z</updated>

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		<author><name>Silvan Wagner</name></author>
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		<title>Silvan Wagner am 11. Mai 2026 um 18:58 Uhr</title>
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		<updated>2026-05-11T18:58:31Z</updated>

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Aufl, Band 3, S. 278, 328; [[Henne am Rhyn, Otto: Die deutsche Volkssage im verhältnisz zu den Mythen aller Zeiten und Völker]], S. 584-602; [[Hungerland, Heinz: Die Sage von der Ankumer Totenmette im Lichte der Volkskunde und die Weihnachten als indogermanisches Allerseelenfest]]; [[Kluge, Arnd: Sagenhaftes Hof]], Teil I, S. 24-26; [[Köhler, Ines: Geistermesse]]; [[Knoop, Otto: Sagen und Erzählungen aus der Provinz Posen]], S. 136f.; [[Lecouteux, Claude: Das Reich der Nachtdämonen]], S. 48-50; [[Liebenfelß, Moritz: Die Mitternachtsmesse]]; [[Mengis, Carl: Geistermesse, -gottesdienst]]; [[Müller, Ingeborg/Röhrich, Lutz: X. Der Tod und die Toten]]; [[Petsch, Robert: Märchen und Sage, Lied und Epos]], S. 180f.; [[Peuckert, Will-Erich: Bernward Deneke, Legende und Volkssage]]; [[Schell, Otto: Der Volksglaube im &amp;#039;Bergischen&amp;#039; an die Fortdauer der Seele nach dem Tode]], S. 333-337; [[Schell, Otto: Einige Bemerkungen zu den Sagen von Geisterkirchen und Geistermessen]]; [[Schmidt, Gustav: Aus dem Fichtelgebirg]], §46: Die versunkenen und verwunschenen Kirchen (S. 151-154); [[Sepp, Johann Nepomuk: Die Religion der alten Deutschen und ihr Fortbestand in Volkssagen, Aufzügen und Festbräuchen bis zur Gegenwart]], Kap. 5, S. 14-20; [[Sepp, Johann Nepomuk: Völkerbrauch bei Hochzeit, Geburt und Tod]], Kap. 50, S. 162-164; [[Thompson, Stith (Hg.): Motif-index of folk-literature]], E 242, E 492; [[Weinhold, Karl: Die Geistermesse in Köln]]; [[Wilhelm-Schaffer, Irmgard: Gottes Beamter und Spielmann des Teufels]], S. 346-352&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;| forschung          = [[Ankert, Heinrich: Die Sage von der Geistermesse]]; [[Bautz, Petra/Altenkirch, Gunter: Der Graf von Schellenbach]], S. 90-93; [[Benda, Adolf: Geschichte der Stadt Gablonz und ihrer Umgebung]], S. 541-543; [[Böckmann, Georg: Die Ankumer Totenmette oder &amp;#039;Lienesches Middewinterabend&amp;#039;?]]; [[Böckmann, Georg: Ankumer Totenmette oder &amp;#039;Liene&amp;#039;sches Winterabend&amp;#039;?]]; [[Bolte, Johannes: Anmerkungen zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm]], Band 3, Nr. 208, S. 472-474; [[Deneke, Bernward: Legende und Volkssage]]; [[Dünninger, Josef (Hg.): Fränkische Sagen]], S. 125f.; [[Grimm, Jacob: Deutsche Mythologie]], 4. 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		<author><name>Silvan Wagner</name></author>
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		<title>Silvan Wagner: /* Die Totenmesse in der Bautzener Taucherkirche (Kumpf: Jungferngrube und Teufelsschmiede, 1983) */</title>
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		<updated>2026-05-11T18:54:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Die Totenmesse in der Bautzener Taucherkirche (Kumpf: Jungferngrube und Teufelsschmiede, 1983)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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		<author><name>Silvan Wagner</name></author>
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		<title>Silvan Wagner am 11. Mai 2026 um 18:53 Uhr</title>
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		<updated>2026-05-11T18:53:29Z</updated>

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&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-side-deleted&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Die arme Frau wußte vor Schrecken nicht, was sie tun sollte. War es besser, die Hilfe Gottes anzurufen und im Vertrauen darauf in der unheimlichen Gesellschaft zu verharren, oder sollte sie in eiliger Flucht ihr Heil suchen?&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-side-deleted&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Da glitt eines der Wesen an sie heran, und obwohl es auch kein menschliches Antlitz mehr trug, erinnerte es die Schleizerin an ihre verstorbene Patin. Die Gestalt zupfte mit ihren Knochenfingern die Frau am Mantel und flüsterte mit tonloser Stimme:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-side-deleted&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;&quot;Um Gottes willen, wie kommt Ihr hier herein! Wenn Euch Euer Leben lieb ist, ich flehe Euch an um Jesu und seiner Mutter willen, so lauft, was ihr könnt, sobald der Priester due Wandlung beginnt. Lauft und schaut Euch nicht um, es könnte sonst das Leben kosten!&quot;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-side-deleted&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Das fromme Weiblein glitt zitternd und jeden Laut vermeidend aus der Kirchenbank. Als der Priester sich zur Wandlung niederbeugte, schlüpfte sie hurtig zur angelehnten Kirchtür hinaus. Sie lief, was ihre schwachen Beine hergaben, &amp;lt;nowiki&amp;gt;[248]&amp;lt;/nowiki&amp;gt; aber hinter ihr jagde es drein, als klapperten Tausende von Knochen, und es scharrte und schabte wie von alten Gewändern. Aus der Kirche erscholl ein Krachen, als stürze die Empore zusammen und das Dach breche in tausend Stücke. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-side-deleted&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Fast hatte die Frau das Friedhofstor erreicht, da griffen gierige Hände nach ihrem Mantel und zerrten wütend an ihm. Kurz entschlossen öffnete sie die Schließen und ließ ihn zurück. Obwohl die Geister ihr nicht über den Kirchhof hinaus zu folgen vermochten, lief die Arme ohne Pause bis zum Stadttor. Wie groß war ihr Entsetzen, als sie es verschlossen fand. Vom nahen Kirchturm schlug es Eins. So mußte die Frau in der dunklen Nacht, vor Kälte und Furcht am ganzen Leib schlotternd, ausharren, bis die Wächter am frühen Morgen das Tor öffneten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-side-deleted&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Diese waren nicht wenig erstaunt, die Frau, die als fromm und ehrsam bekannt war, draußen vor der Stadt zu finden. Aber die Ärmste war nicht zum Sprechen zu bewegen. Mühsam schleppte sie sich nach Hause, und obwohl sie wahrlich nicht zu den ängstlichen Gemütern gehörte, mußte sie doch zwei Tage lang das Bett hütend.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td colspan=&quot;2&quot; class=&quot;diff-side-deleted&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Eine Nachbarin, die nach ihr sah, sollte auf ihre Bitte hin auf dem Kirchhof nach dem verlorenen Mantel suchen. Die Mühe war vergeblich, denn die Gespenster hatten in ihrem Zorn das Kleidungsstück in viele kleine Streifen zerrissen und über die Gräber verstreut.&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;===Die Sage von der Geisterkirche in Streitau (Gleichmann: Billmesschnitzer und Hulzfraala, 2019)===&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;===Die Sage von der Geisterkirche in Streitau (Gleichmann: Billmesschnitzer und Hulzfraala, 2019)===&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Silvan Wagner</name></author>
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