Neujahrsgruß an die Frauen (Hans Krug) (B267)

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Neujahrsgruß an die Frauen

AutorIn Hans Krug
Entstehungszeit Überlieferung nach 1479
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum: Hs. Merkel 2° 966, 81r-81v
Weimar, Herzogin Anna Amalia Bibliothek: Cod. Oct 145, 222r-225v
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob: Krug; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 419f.

Inhalt

A Lob der Frauen

Der Sprecher hebt die wohltuende Wirkung hervor, die der Anblick schöner Frauen auf Männer hat. Zugleich tröstet er jene Frauen, die nicht als vollkommen schön gelten: Entscheidend sei nicht die äußere Schönheit, sondern die Vielgestaltigkeit der Liebe. Frauen seien Ursprung und Thema literarischer Tätigkeit; über sie werde gelesen, gesungen und geschrieben. Scharf verurteilt werden die Frauenfeinde, die Frauen verleumden. Da jeder Mensch unter Schmerzen von einer Frau geboren und von ihr genährt wurde, seien Frauen zu ehren. Ohne Zäsur geht die Rede in einen Marienpreis über.

B Marienpreis

Maria wird in die Heilsgeschichte eingeordnet: Sündenfall Evas, Verkündigung, Geburt Christi, Anbetung durch Hirten und Könige. Anschließend spricht der Sprecher Maria direkt an und betont die Unzulänglichkeit seines Lobs (Unsagbarkeitstopos). Verleumdung der Frauen treffe auch sie. Maria wird als „Ezechiels Tor“ gepriesen, ein Bild, das auf ihre Jungfräulichkeit gedeutet wird.

C Schluss

Der Text wird als Neujahrsgruß an alle Frauen ausgewiesen. Abschließend nennt sich der Autor „der Krug“.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 420)