Walfart zu Niclaßhausen in Francken (Enoch Widman)
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Walfart zu Niclaßhausen in Francken | |
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| AutorIn | Enoch Widman |
| Entstehungszeit | 1596 |
| Entstehungsort | Hof |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Vgl. Chronik der Stadt Hof (Enoch Widman) |
| Ausgaben | Vgl. Chronik der Stadt Hof (Enoch Widman) |
| Übersetzungen | |
| Forschung | |
Text
[1] Anno 1476 machete ein trummelschlager und hirt in Franckenlandt die wallfart zu Niclaßhausen, indeme er uff die pfaffen und geistlichen schalte und dem volk von ihrem joch freiheit verhies. Er gab für, Gott hette ein greuel ob dem adel und wurde denselben außrotten und seiner tyrannei ein ende machen, man were nicht schuldig, zehenden noch zoll zu geben, weil alle wasser und wälde frei weren, solches hette ihm die jungfrau Maria offenbaret. Hirauff lief das volk aus allen landen zu, den neuen propheten zu hören, also daß uff einen tag 30000 menschen zusammen kamen. Aber der bischoff von Wurtzburg liß den kuhirten und [S. 211] anfenger deß schwarms fangen und zu aschen brennen, alß diese wallfart kaum zwei monat gewehret hatte. Man sagete aber, der pfaff deß orts hette den armen einfeltigen menschen zu solchen Sachen beredet, damit er, wann die leut zuliefen, desto mehr opfferpfennig zu heben hette.
Anmerkungen
- ↑ Zitiert nach Rösler, Maria (Hg.): Enoch Widman, S. 210f. Marginalie: "Walfart zu Niclaßhausen in Francken".