Amsterdamer Liebesgruß (B76): Unterschied zwischen den Versionen

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==Inhalt==
==Inhalt==
===A Liebesgruß (1–8):===
===A Liebesgruß (1–8):===
Der Sprecher grüßt seine Geliebte, preist ihre Tugendhaftigkeit
Der Sprecher grüßt die Geliebte, rühmt ihre Tugend und Schönheit und gesteht seine heimliche Liebe, auf deren Erfüllung er unablässig hofft.
und Schönheit und bekennt seine heimliche Liebe, auf deren Erfüllung er Tag und
Nacht hofft.
===B Bitte um ein Treffen (9–24):===
===B Bitte um ein Treffen (9–24):===
In fortgesetzter direkter Anrede der Dame wünscht
Der Sprecher bittet die Dame, ihm nur eine Stunde allein mit ihr zu gewähren, deren Nähe und ein Kuss ihn heilen würden. Er gelobt ewige Verschwiegenheit und ersucht sie um eine heimliche Nachricht zu Zeit und Ort eines Treffens zu zweit.
der Sprecher, nur eine Stunde mit ihr alleine zu sein, um dadurch und durch einen
Kuss ihres roten Mundes geheilt zu werden. Er verspricht lebenslange Verschwiegenheit und bittet die Geliebte um die heimliche Mitteilung eines Termins und Ortes
für ein Treffen zu zweit.
===C Segenswunsch (25–30):===
===C Segenswunsch (25–30):===
Der Sprecher schließt mit einem Segenswunsch mit doppelten Adynaton (›Gott erhalte euch gesund, bis eine Meise den (Meeres-)Grund  
Der Sprecher endet mit einem Segenswunsch, den er durch zwei Adynata zuspitzt („bis eine Meise den Grund austrinkt“ / „bis ein Floh in den Himmel springt“). Er betont, den Brief hastig und eigenhändig verfasst zu haben, und fügt einen weiteren Segen hinzu: Gott möge all ihre Dinge zum Guten wenden.
auftrinkt‹ / ›Bis ein Floh in den Himmel springt‹), der Versicherung, er habe den  
Brief eilig und eigenhändig geschrieben (29: ''Geschrieben ylewyse mit myner hende'')
sowie einem weiteren Segenswunsch (30: ''Got uwer sachen zum besten wende'').


([[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 130)
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 130)


[[Kategorie:Quelle Minnerede]]
[[Kategorie:Quelle Minnerede]]
[[Kategorie:Quelle Liebesbrief]]
[[Kategorie:Quelle Liebesbrief]]

Aktuelle Version vom 3. Januar 2026, 21:39 Uhr

Amsterdamer Liebesgruß (B76)

AutorIn Anon.
Entstehungszeit
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Amsterdam, Universitätsbibliothek: I A 24e, r
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 130; Schulz-Grobert, Jürgen: Deutsche Liebesbriefe in spätmittelalterlichen Handschriften, S. 24, 174

Inhalt

A Liebesgruß (1–8):

Der Sprecher grüßt die Geliebte, rühmt ihre Tugend und Schönheit und gesteht seine heimliche Liebe, auf deren Erfüllung er unablässig hofft.

B Bitte um ein Treffen (9–24):

Der Sprecher bittet die Dame, ihm nur eine Stunde allein mit ihr zu gewähren, deren Nähe und ein Kuss ihn heilen würden. Er gelobt ewige Verschwiegenheit und ersucht sie um eine heimliche Nachricht zu Zeit und Ort eines Treffens zu zweit.

C Segenswunsch (25–30):

Der Sprecher endet mit einem Segenswunsch, den er durch zwei Adynata zuspitzt („bis eine Meise den Grund austrinkt“ / „bis ein Floh in den Himmel springt“). Er betont, den Brief hastig und eigenhändig verfasst zu haben, und fügt einen weiteren Segen hinzu: Gott möge all ihre Dinge zum Guten wenden.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 130)