Aufkündigung der Minne (B99): Unterschied zwischen den Versionen

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==Inhalt==
Der Sprecher eröffnet mit dem alten Sprichwort, jeder tue, was er am besten könne – sie eben spotten. So habe er ihren grundlosen Spott ertragen müssen. Er erinnert an einen früheren Brief, den sie nun mit Schweigen beantwortet habe, wofür er ihr ironisch dankt. Damit habe sie ihr mündlich gegebenes Gelübde gebrochen, sein Verlangen nach Liebe und Nähe zu erfüllen; Gott möge ihr das vergelten. Seinen Spott habe er nicht gebraucht, außer Gott habe ihn dadurch von Sünden abbringen wollen. Und selbst wenn sie ihr Versprechen gehalten hätte, wäre sie dafür nicht in die Hölle gekommen. Da seine Lage aussichtslos sei, bittet er sie, ihn aus den Gelübden zu entlassen, die er schriftlich, mündlich und mit der Hand geleistet habe. Wenn sie das tun wolle, solle sie es ihm bald mitteilen; entscheide sie anders, möge sie ihn wenigstens nicht weiter zum Narren halten. Er schließt mit einem kurzen Segenswunsch für beider Wohlergehen.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 145)


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Aktuelle Version vom 3. Januar 2026, 23:33 Uhr

Aufkündigung der Minne (B99); Karlsruher Liebesbrief IV

AutorIn Anon.
Entstehungszeit Überlieferung um 1433
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Karlsruhe, Landesbibliothek: Cod. Donaueschingen 104, 6rb-6va
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 145; Zapf, Volker: Konstanzer Liebesbriefe

Die Minnerede ist Bestandteil der Briefsammlung Konstanzer Liebesbriefe (Briefsammlung).

Inhalt

Der Sprecher eröffnet mit dem alten Sprichwort, jeder tue, was er am besten könne – sie eben spotten. So habe er ihren grundlosen Spott ertragen müssen. Er erinnert an einen früheren Brief, den sie nun mit Schweigen beantwortet habe, wofür er ihr ironisch dankt. Damit habe sie ihr mündlich gegebenes Gelübde gebrochen, sein Verlangen nach Liebe und Nähe zu erfüllen; Gott möge ihr das vergelten. Seinen Spott habe er nicht gebraucht, außer Gott habe ihn dadurch von Sünden abbringen wollen. Und selbst wenn sie ihr Versprechen gehalten hätte, wäre sie dafür nicht in die Hölle gekommen. Da seine Lage aussichtslos sei, bittet er sie, ihn aus den Gelübden zu entlassen, die er schriftlich, mündlich und mit der Hand geleistet habe. Wenn sie das tun wolle, solle sie es ihm bald mitteilen; entscheide sie anders, möge sie ihn wenigstens nicht weiter zum Narren halten. Er schließt mit einem kurzen Segenswunsch für beider Wohlergehen.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 145)