An die gefangene Geliebte (B104): Unterschied zwischen den Versionen

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==Inhalt==
===A Geistlicher Gruß (1–6)===
Der Sprecher wünscht der Geliebten den paulinischen Friedensgruß – und noch mehr: reine Freude ohne Leid.
===B Bitte (7–72)===
Ausgehend von einem lateinischen Paulus‑Zitat über die Überlegenheit der Liebe bittet er die Geliebte um Gegenliebe. Ein Ovid‑Wort über die Qual hoffnungsloser Liebe könne er aus eigener Erfahrung bestätigen: Er sehne sich nach ihrem Blick und ihren Worten, die nun hinter Klostermauern verborgen seien. Er klagt, trotz treuer Minne nur Gefangenschaft zu erleben, preist jedoch das Heil, das ihr Anblick ihm schenke, und beklagt den Schmerz der Trennung. Sein größter Wunsch sei ihre Freiheit – dafür würde er selbst Gefangenschaft auf sich nehmen. Von der Liebe verwundet hofft er auf ihre befreiende Kraft. Er kündigt an, dass ihr „Befreier“ bald zu ihr kommen werde, hofft auf Trost aus ihrem Mund, empfiehlt sie Gott und schließt mit der Bitte, Gott möge die Bande lösen, die beide trennen.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 151)


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Aktuelle Version vom 3. Januar 2026, 23:48 Uhr

An die gefangene Geliebte (B104); Karlsruher Liebesbrief IX

AutorIn Anon.
Entstehungszeit Überlieferung um 1433
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Karlsruhe, Landesbibliothek: Cod. Donaueschingen 104, 9ra-9va
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 150; Zapf, Volker: Konstanzer Liebesbriefe

Die Minnerede ist Bestandteil der Briefsammlung Konstanzer Liebesbriefe (Briefsammlung).

Inhalt

A Geistlicher Gruß (1–6)

Der Sprecher wünscht der Geliebten den paulinischen Friedensgruß – und noch mehr: reine Freude ohne Leid.

B Bitte (7–72)

Ausgehend von einem lateinischen Paulus‑Zitat über die Überlegenheit der Liebe bittet er die Geliebte um Gegenliebe. Ein Ovid‑Wort über die Qual hoffnungsloser Liebe könne er aus eigener Erfahrung bestätigen: Er sehne sich nach ihrem Blick und ihren Worten, die nun hinter Klostermauern verborgen seien. Er klagt, trotz treuer Minne nur Gefangenschaft zu erleben, preist jedoch das Heil, das ihr Anblick ihm schenke, und beklagt den Schmerz der Trennung. Sein größter Wunsch sei ihre Freiheit – dafür würde er selbst Gefangenschaft auf sich nehmen. Von der Liebe verwundet hofft er auf ihre befreiende Kraft. Er kündigt an, dass ihr „Befreier“ bald zu ihr kommen werde, hofft auf Trost aus ihrem Mund, empfiehlt sie Gott und schließt mit der Bitte, Gott möge die Bande lösen, die beide trennen.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 151)