An die Entfernte (B107): Unterschied zwischen den Versionen

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==Inhalt==
===A Geistlicher Gruß (1–14)===
Der Sprecher bedauert, die Geliebte nicht so grüßen zu können wie Johannes Christus im Mutterleib, und wünscht ihr stattdessen das göttliche Geschenk des ewigen Lebens.
===B Liebesklage (15–39)===
Das Sprichwort „Aus den Augen, aus dem Sinn“ schmerzt ihn: Ihre Augen seien frei, sein Herz aber bleibe an sie gebunden. Die Minne habe sie unauslöschlich darin eingeschrieben; nur der Tod könne ihn von ihr trennen.
===C Bitte (40–92)===
Er bittet sie um gleiche Treue und hofft, eines Tages durch ihren Blick und ihre Worte getröstet zu werden. Niemand könne ihn so heilen wie sie, weshalb er fürchte, durch einen Rivalen verdrängt zu werden. Seine Sehnsucht lasse ihn heimlich seufzen; er dürste nach ihrem Trost. Er wünscht ihre Nähe und die Möglichkeit, ihr zu dienen, und schließt mit geistlichen Anspielungen: Er legt sein Schicksal in ihre Hände und bittet um himmlischen Schutz für beide.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 153)


[[Kategorie:Quelle Minnerede]]
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[[Kategorie:Quelle Liebesbrief]]
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Aktuelle Version vom 3. Januar 2026, 23:57 Uhr

An die Entfernte (B107); Karlsruher Liebesbrief XII

AutorIn Anon.
Entstehungszeit Überlieferung um 1433
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Karlsruhe, Landesbibliothek: Cod. Donaueschingen 104, 14rb-14vb
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 153; Zapf, Volker: Konstanzer Liebesbriefe

Die Minnerede ist Bestandteil der Briefsammlung Konstanzer Liebesbriefe (Briefsammlung).

Inhalt

A Geistlicher Gruß (1–14)

Der Sprecher bedauert, die Geliebte nicht so grüßen zu können wie Johannes Christus im Mutterleib, und wünscht ihr stattdessen das göttliche Geschenk des ewigen Lebens.

B Liebesklage (15–39)

Das Sprichwort „Aus den Augen, aus dem Sinn“ schmerzt ihn: Ihre Augen seien frei, sein Herz aber bleibe an sie gebunden. Die Minne habe sie unauslöschlich darin eingeschrieben; nur der Tod könne ihn von ihr trennen.

C Bitte (40–92)

Er bittet sie um gleiche Treue und hofft, eines Tages durch ihren Blick und ihre Worte getröstet zu werden. Niemand könne ihn so heilen wie sie, weshalb er fürchte, durch einen Rivalen verdrängt zu werden. Seine Sehnsucht lasse ihn heimlich seufzen; er dürste nach ihrem Trost. Er wünscht ihre Nähe und die Möglichkeit, ihr zu dienen, und schließt mit geistlichen Anspielungen: Er legt sein Schicksal in ihre Hände und bittet um himmlischen Schutz für beide.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 153)