Bitte um Zusammenkommen (B111): Unterschied zwischen den Versionen

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==Inhalt==
===A Geistlicher Gruß (1–18)===
Der Sprecher wünscht, er könne der Geliebten selbst Gottes Ewigkeit schenken; da ihm das unmöglich ist, bittet er Maria, sie mit dem Gruß, der Umarmung und dem Kuss des neugeborenen Christus zu segnen.
===B Der gepfropfte Liebeszweig (19–52)===
Er klagt, die Geliebte habe den Zweig der Liebe in sein Herz gesetzt, lasse ihn nun aber ungestützt wachsen. Ohne ihren Trost fürchte er zu sterben. Ihr Lob, das an diesem Zweig „wächst“, lasse ihn nach der ersehnten „Frucht“ ihrer Liebe verlangen.
===C Apostrophe an die Minne (53–65)===
Unsicher, ob er die Minne ebenso gefangen habe wie sie ihn, bittet er um ein Heilmittel für seine Not – oder darum, in ihr sterben zu dürfen, da er die Trennung nicht länger ertrage.
===D Die Minnekrankheit (66–144)===
Er beschreibt seine Sehnsucht im Bild des Tantalus: Wasser vor Augen, aber unerreichbar. Ohne Trost sehne er den Tod herbei. Seine Krankheit könne nur die Geliebte heilen, doch die Minne hindere ihn daran, ihr zu dienen. Da sie ihm statt Linderung nur neue Hitze zuführe, bittet er sie um ein heimliches Treffen, um seinen Kummer auszusprechen. Er fleht um schnelle Nachricht, versichert, er würde sein Leben für sie und die Minne geben, und schließt mit dem Wunsch, Venus möge beiden gewähren, was sie begehren.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 155f.)


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Aktuelle Version vom 4. Januar 2026, 09:54 Uhr

Bitte um Zusammenkommen (B111); Karlsruher Liebesbrief XVI

AutorIn Anon.
Entstehungszeit Überlieferung um 1433
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Karlsruhe, Landesbibliothek: Cod. Donaueschingen 104, 15va-16rb
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 155f.; Zapf, Volker: Konstanzer Liebesbriefe

Die Minnerede ist Bestandteil der Briefsammlung Konstanzer Liebesbriefe (Briefsammlung).

Inhalt

A Geistlicher Gruß (1–18)

Der Sprecher wünscht, er könne der Geliebten selbst Gottes Ewigkeit schenken; da ihm das unmöglich ist, bittet er Maria, sie mit dem Gruß, der Umarmung und dem Kuss des neugeborenen Christus zu segnen.

B Der gepfropfte Liebeszweig (19–52)

Er klagt, die Geliebte habe den Zweig der Liebe in sein Herz gesetzt, lasse ihn nun aber ungestützt wachsen. Ohne ihren Trost fürchte er zu sterben. Ihr Lob, das an diesem Zweig „wächst“, lasse ihn nach der ersehnten „Frucht“ ihrer Liebe verlangen.

C Apostrophe an die Minne (53–65)

Unsicher, ob er die Minne ebenso gefangen habe wie sie ihn, bittet er um ein Heilmittel für seine Not – oder darum, in ihr sterben zu dürfen, da er die Trennung nicht länger ertrage.

D Die Minnekrankheit (66–144)

Er beschreibt seine Sehnsucht im Bild des Tantalus: Wasser vor Augen, aber unerreichbar. Ohne Trost sehne er den Tod herbei. Seine Krankheit könne nur die Geliebte heilen, doch die Minne hindere ihn daran, ihr zu dienen. Da sie ihm statt Linderung nur neue Hitze zuführe, bittet er sie um ein heimliches Treffen, um seinen Kummer auszusprechen. Er fleht um schnelle Nachricht, versichert, er würde sein Leben für sie und die Minne geben, und schließt mit dem Wunsch, Venus möge beiden gewähren, was sie begehren.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 155f.)