An die zweifelnde Geliebte (B112): Unterschied zwischen den Versionen
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===A Geistlicher Gruß (1–10)=== | |||
Der Sprecher möchte der Geliebten einen ebenso kostbaren Gruß senden wie Gott Maria bei der Verkündigung, kann dies aber nicht und legt ihr stattdessen seine Sehnsucht schriftlich dar. | |||
===B Liebesbeteuerung (11–76)=== | |||
Ein angebliches Virgilius‑Zitat über enttäuschte Treue dient ihm als Spiegel seines eigenen Schmerzes. Ihre ablehnenden Worte hätten seine Treue verdunkelt und beiden Leid gebracht. Er beteuert, ihre Ehre sei ihm wichtiger als sein eigenes Heil; er begehre nur ehrbare Minne. Sie solle ihre Zweifel ablegen, denn er würde für diese Liebe alles hingeben. Sein Schmerz sei groß, doch wolle er ihn schweigend tragen. | |||
===C Schluss (77–88)=== | |||
Er empfiehlt sie dem Jesuskind und bittet, es möge ihr alles Gute schenken. Sie möge ihm mitteilen, ob sich ihre Haltung geändert habe; seine eigene Treue bleibe unverrückbar. Der Text endet mit einem Segenswunsch für beide. | |||
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 157) | |||
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Aktuelle Version vom 4. Januar 2026, 09:56 Uhr
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An die zweifelnde Geliebte (B112); Karlsruher Liebesbrief XVII | |
|---|---|
| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung um 1433 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Karlsruhe, Landesbibliothek: Cod. Donaueschingen 104, 16va-17ra |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 157; Zapf, Volker: Konstanzer Liebesbriefe |
Die Minnerede ist Bestandteil der Briefsammlung Konstanzer Liebesbriefe (Briefsammlung).
Inhalt
A Geistlicher Gruß (1–10)
Der Sprecher möchte der Geliebten einen ebenso kostbaren Gruß senden wie Gott Maria bei der Verkündigung, kann dies aber nicht und legt ihr stattdessen seine Sehnsucht schriftlich dar.
B Liebesbeteuerung (11–76)
Ein angebliches Virgilius‑Zitat über enttäuschte Treue dient ihm als Spiegel seines eigenen Schmerzes. Ihre ablehnenden Worte hätten seine Treue verdunkelt und beiden Leid gebracht. Er beteuert, ihre Ehre sei ihm wichtiger als sein eigenes Heil; er begehre nur ehrbare Minne. Sie solle ihre Zweifel ablegen, denn er würde für diese Liebe alles hingeben. Sein Schmerz sei groß, doch wolle er ihn schweigend tragen.
C Schluss (77–88)
Er empfiehlt sie dem Jesuskind und bittet, es möge ihr alles Gute schenken. Sie möge ihm mitteilen, ob sich ihre Haltung geändert habe; seine eigene Treue bleibe unverrückbar. Der Text endet mit einem Segenswunsch für beide.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 157)