Abschiedsbrief (B113): Unterschied zwischen den Versionen

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==Inhalt==
===A Trennungsklage (1–23)===
Der Sprecher erinnert sich an ein Sprichwort aus dem ''mine buch'', das den Schmerz der Trennung beschreibt – ein Schmerz, den er nun selbst erleidet und der ihm schlimmer erscheint als der Tod.
===B Anrufung der Minne (24–44)===
Er bittet die Minne, ihn auf ihrem „Minnerost“ zu Asche zu verbrennen, um sein grenzenloses Leid zu beenden. Wie eine Biene, die sich von der Blüte löst, bleibe auch er zurück – jedoch ohne süßen Honig, nur mit bitterem Schmerz. Da Klagen nichts nütze, wolle er künftig schweigen.
===C Apostrophe der Dame (45–82)===
Er bittet die Dame um eine tröstende Nachricht und um dieselbe Treue, die er ihr bewahrt. Im Abschied versichert er, ihr innerlich stets nah zu bleiben; ihm blieben nur Seufzer und Klagen. Er erneuert seine Treue, bittet sie, sein Herz anzunehmen, empfiehlt sie Gott – wie Christus seine Seele dem Vater anvertraute – und spricht ein letztes ''alde''.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 158)


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Aktuelle Version vom 4. Januar 2026, 09:58 Uhr

Abschiedsbrief (B113); Karlsruher Liebesbrief XVIII

AutorIn Anon.
Entstehungszeit Überlieferung um 1433
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Karlsruhe, Landesbibliothek: Cod. Donaueschingen 104, 17ra-17va
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 158; Zapf, Volker: Konstanzer Liebesbriefe

Die Minnerede ist Bestandteil der Briefsammlung Konstanzer Liebesbriefe (Briefsammlung).

Inhalt

A Trennungsklage (1–23)

Der Sprecher erinnert sich an ein Sprichwort aus dem mine buch, das den Schmerz der Trennung beschreibt – ein Schmerz, den er nun selbst erleidet und der ihm schlimmer erscheint als der Tod.

B Anrufung der Minne (24–44)

Er bittet die Minne, ihn auf ihrem „Minnerost“ zu Asche zu verbrennen, um sein grenzenloses Leid zu beenden. Wie eine Biene, die sich von der Blüte löst, bleibe auch er zurück – jedoch ohne süßen Honig, nur mit bitterem Schmerz. Da Klagen nichts nütze, wolle er künftig schweigen.

C Apostrophe der Dame (45–82)

Er bittet die Dame um eine tröstende Nachricht und um dieselbe Treue, die er ihr bewahrt. Im Abschied versichert er, ihr innerlich stets nah zu bleiben; ihm blieben nur Seufzer und Klagen. Er erneuert seine Treue, bittet sie, sein Herz anzunehmen, empfiehlt sie Gott – wie Christus seine Seele dem Vater anvertraute – und spricht ein letztes alde.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 158)