Werben um Liebe (B115): Unterschied zwischen den Versionen
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===A Liebesklage (1–34)=== | |||
Der Sprecher wendet sich direkt an die Dame. Wie in Cant. 3,1 beschrieben, suche auch er die Geliebte in nächtlicher und sogar täglicher Sehnsucht. Jede Freude werde ihm sofort entrissen; trotz treuer Hingabe blieben ihm nur Kummer, Seufzen und der Schmerz einer von ihr enttäuschten Minne. | |||
===B Apostrophe an Tod und Minne (35–50)=== | |||
Er klagt den Tod an, ihn zu meiden, obwohl er ihn herbeiwünsche. Die Minne bittet er, ihm rasch den Tod zu schenken, da dieser erträglicher wäre als sein gegenwärtiges Leid. | |||
===C Bitte um Erhörung (51–82)=== | |||
Er hofft auf einen einzigen Tag des Trostes, der ihm mehr bedeuten würde als ein langes Leben. Er bittet die Dame, nachzugeben und ihn von seinem Leid zu erlösen, auch wenn er vielleicht zu viel verlange. Ohne ihr Erbarmen, so fürchtet er, werde er sterben. Vom „Minnerost“ gequält, fleht er um den „Trank des Trostes“, der ihn erneuern würde. Der Text endet mit einer erneuten Treueversicherung, der Bitte um Gnade und einem Segenswunsch. | |||
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 160) | |||
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Aktuelle Version vom 4. Januar 2026, 10:02 Uhr
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Werben um Liebe (B115); Karlsruher Liebesbrief XX | |
|---|---|
| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung um 1433 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Karlsruhe, Landesbibliothek: Cod. Donaueschingen 104, 17rb-18rb |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 160; Zapf, Volker: Konstanzer Liebesbriefe |
Die Minnerede ist Bestandteil der Briefsammlung Konstanzer Liebesbriefe (Briefsammlung).
Inhalt
A Liebesklage (1–34)
Der Sprecher wendet sich direkt an die Dame. Wie in Cant. 3,1 beschrieben, suche auch er die Geliebte in nächtlicher und sogar täglicher Sehnsucht. Jede Freude werde ihm sofort entrissen; trotz treuer Hingabe blieben ihm nur Kummer, Seufzen und der Schmerz einer von ihr enttäuschten Minne.
B Apostrophe an Tod und Minne (35–50)
Er klagt den Tod an, ihn zu meiden, obwohl er ihn herbeiwünsche. Die Minne bittet er, ihm rasch den Tod zu schenken, da dieser erträglicher wäre als sein gegenwärtiges Leid.
C Bitte um Erhörung (51–82)
Er hofft auf einen einzigen Tag des Trostes, der ihm mehr bedeuten würde als ein langes Leben. Er bittet die Dame, nachzugeben und ihn von seinem Leid zu erlösen, auch wenn er vielleicht zu viel verlange. Ohne ihr Erbarmen, so fürchtet er, werde er sterben. Vom „Minnerost“ gequält, fleht er um den „Trank des Trostes“, der ihn erneuern würde. Der Text endet mit einer erneuten Treueversicherung, der Bitte um Gnade und einem Segenswunsch.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 160)