Dresdner Liebesbrief I (B119): Unterschied zwischen den Versionen
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==Inhalt== | |||
===A Gruß und Bitte um Erhörung (1–53)=== | |||
Der Sprecher begrüßt die Geliebte feierlich und nennt sie in blumigen Bildern. Er habe sie in sein Herz eingeschlossen und leide nun unter diesem „Minnegefängnis“. Heilung könne ihm nur ihr Gruß und ihr Blick schenken. Ihre Augen hätten ihn gefesselt, und nur ihr Mund könne ihn befreien. Da Gott ihm erlaube, zu ihr zu sprechen, solle sie auch seine Bitte erhören. Als heimlichen Boten sende er ihr diesen kleinen Brief, um seine Hingabe und Dienstbereitschaft zu bekräftigen. Nach einem kurzen Lob ihrer Tugenden betont er, dass seine Liebe einzig ihr gelte. | |||
===B Botenrede des Briefes (54–58)=== | |||
Der Brief selbst ergreift kurz das Wort und erklärt, sein Verfasser verzehre sich nach ihrer Liebe. | |||
===C Liebesversicherung (59–69)=== | |||
Der Sprecher bittet erneut um ihre Gunst, versichert ihr seine völlige Zugehörigkeit und erklärt, der Gedanke an sie erfülle ihn unablässig – bis zum Jüngsten Tag. | |||
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 165) | |||
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Aktuelle Version vom 4. Januar 2026, 10:32 Uhr
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Dresdner Liebesbrief I (B119) | |
|---|---|
| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Vor 1447 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Dresden, Sächsische Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek: 51vb-52rb |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob: Dresdner Liebesbriefe; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 165; Schulz-Grobert, Jürgen: Deutsche Liebesbriefe in spätmittelalterlichen Handschriften |
Der Brief ist Bestandteil der Sammlung Dresdner Liebesbriefe (Briefsammlung).
Inhalt
A Gruß und Bitte um Erhörung (1–53)
Der Sprecher begrüßt die Geliebte feierlich und nennt sie in blumigen Bildern. Er habe sie in sein Herz eingeschlossen und leide nun unter diesem „Minnegefängnis“. Heilung könne ihm nur ihr Gruß und ihr Blick schenken. Ihre Augen hätten ihn gefesselt, und nur ihr Mund könne ihn befreien. Da Gott ihm erlaube, zu ihr zu sprechen, solle sie auch seine Bitte erhören. Als heimlichen Boten sende er ihr diesen kleinen Brief, um seine Hingabe und Dienstbereitschaft zu bekräftigen. Nach einem kurzen Lob ihrer Tugenden betont er, dass seine Liebe einzig ihr gelte.
B Botenrede des Briefes (54–58)
Der Brief selbst ergreift kurz das Wort und erklärt, sein Verfasser verzehre sich nach ihrer Liebe.
C Liebesversicherung (59–69)
Der Sprecher bittet erneut um ihre Gunst, versichert ihr seine völlige Zugehörigkeit und erklärt, der Gedanke an sie erfülle ihn unablässig – bis zum Jüngsten Tag.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 165)