Dresdner Liebesbrief II (B120): Unterschied zwischen den Versionen

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Der Brief ist Bestandteil der Sammlung [[Dresdner Liebesbriefe (Briefsammlung)]].
==Inhalt==
Der Sprecher bittet die Geliebte um ein „lieplich wort“ und rühmt den Moment, in dem er ihre Schönheit erkannte. Er habe sie in sein Herz eingeschlossen, das nun wie ein Minnegefängnis niemand mehr öffnen könne. Trost finde er nur in der Hoffnung auf Gegenliebe, fürchte aber, die einseitige Liebe nicht lange auszuhalten. Zwischendurch ruft er die Minne um Beistand an. Der Geliebten klagt er seinen Schmerz und bittet sie, ihrer Tugend gemäß Erbarmen zu zeigen. Nicht er selbst, sondern sein „holder sin“ sei Ursache seiner Liebe. Nach einer Treueversicherung entschuldigt er seine mangelnde Ausdruckskraft: Sein Herz zwinge ihn zum Geständnis, wie es vielen Liebenden ergehe. Der Brief solle ihr als Zeichen seiner großen Liebe dienen; sein Herz wohne längst bei ihr. Eigentlich hätte er seine treue Ergebenheit gern verschwiegen, doch sein Herz habe gedroht zu sterben, wenn es den Kummer weiter allein tragen müsse. Am Ende bittet er sie um nachsichtige Milde.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 167)


[[Kategorie:Quelle Minnerede]]
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[[Kategorie:Quelle Liebesbrief]]
[[Kategorie:Quelle Liebesbrief]]

Aktuelle Version vom 4. Januar 2026, 10:37 Uhr

Dresdner Liebesbrief II (B120)

AutorIn Anon.
Entstehungszeit Vor 1447
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Dresden, Sächsische Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek: 54ra-54rb
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob: Dresdner Liebesbriefe; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 166; Schulz-Grobert, Jürgen: Deutsche Liebesbriefe in spätmittelalterlichen Handschriften

Der Brief ist Bestandteil der Sammlung Dresdner Liebesbriefe (Briefsammlung).

Inhalt

Der Sprecher bittet die Geliebte um ein „lieplich wort“ und rühmt den Moment, in dem er ihre Schönheit erkannte. Er habe sie in sein Herz eingeschlossen, das nun wie ein Minnegefängnis niemand mehr öffnen könne. Trost finde er nur in der Hoffnung auf Gegenliebe, fürchte aber, die einseitige Liebe nicht lange auszuhalten. Zwischendurch ruft er die Minne um Beistand an. Der Geliebten klagt er seinen Schmerz und bittet sie, ihrer Tugend gemäß Erbarmen zu zeigen. Nicht er selbst, sondern sein „holder sin“ sei Ursache seiner Liebe. Nach einer Treueversicherung entschuldigt er seine mangelnde Ausdruckskraft: Sein Herz zwinge ihn zum Geständnis, wie es vielen Liebenden ergehe. Der Brief solle ihr als Zeichen seiner großen Liebe dienen; sein Herz wohne längst bei ihr. Eigentlich hätte er seine treue Ergebenheit gern verschwiegen, doch sein Herz habe gedroht zu sterben, wenn es den Kummer weiter allein tragen müsse. Am Ende bittet er sie um nachsichtige Milde.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 167)