Dresdner Liebesbrief III (B121): Unterschied zwischen den Versionen
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==Inhalt== | |||
===A Liebesklage (1–14)=== | |||
Der Sprecher bittet Gott um Hilfe, damit seine ersehnte Liebe Erfüllung finde. Die Geliebte habe sich tief in sein Herz gesenkt; ein einziger Blick von ihr wäre sein Trost, den er jedoch nur heimlich erhoffen dürfe. Er wünsche nichts mehr, als ehrenhaft mit ihr sprechen zu können. | |||
===B Apostrophe der Dame (15–28)=== | |||
Er betont die Einzigartigkeit seiner Liebe und bittet die Geliebte, ihre Herzen zu vereinen. Nach einer kurzen Schlussformel kündigt er an, ihr bei einem Treffen seinen Schmerz zu klagen. Er verweist darauf, dass rechtzeitig gewährte Minne vielfach belohnt werde. | |||
===C Botenauftrag an den Brief (29–32)=== | |||
Der Sprecher schickt den Brief als Boten dorthin, wo sein Herz und seine Gedanken ohnehin ständig weilen. | |||
===D Ankündigung eines Liebesgrußes (33–46)=== | |||
Er bekräftigt seine Hoffnung: Da die Geliebte alle Vorzüge in sich vereine, könne er nicht anders, als ihr beständig, heimlich und in Zucht seine Grüße zu senden. | |||
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 167) | |||
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Aktuelle Version vom 4. Januar 2026, 10:39 Uhr
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Dresdner Liebesbrief III (B121) | |
|---|---|
| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Vor 1447 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Dresden, Sächsische Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek: 54rb-54ra |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob: Dresdner Liebesbriefe; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 167; Schulz-Grobert, Jürgen: Deutsche Liebesbriefe in spätmittelalterlichen Handschriften |
Der Brief ist Bestandteil der Sammlung Dresdner Liebesbriefe (Briefsammlung).
Inhalt
A Liebesklage (1–14)
Der Sprecher bittet Gott um Hilfe, damit seine ersehnte Liebe Erfüllung finde. Die Geliebte habe sich tief in sein Herz gesenkt; ein einziger Blick von ihr wäre sein Trost, den er jedoch nur heimlich erhoffen dürfe. Er wünsche nichts mehr, als ehrenhaft mit ihr sprechen zu können.
B Apostrophe der Dame (15–28)
Er betont die Einzigartigkeit seiner Liebe und bittet die Geliebte, ihre Herzen zu vereinen. Nach einer kurzen Schlussformel kündigt er an, ihr bei einem Treffen seinen Schmerz zu klagen. Er verweist darauf, dass rechtzeitig gewährte Minne vielfach belohnt werde.
C Botenauftrag an den Brief (29–32)
Der Sprecher schickt den Brief als Boten dorthin, wo sein Herz und seine Gedanken ohnehin ständig weilen.
D Ankündigung eines Liebesgrußes (33–46)
Er bekräftigt seine Hoffnung: Da die Geliebte alle Vorzüge in sich vereine, könne er nicht anders, als ihr beständig, heimlich und in Zucht seine Grüße zu senden.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 167)