Dresdner Liebesbrief VIII (B126): Unterschied zwischen den Versionen

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Der Brief ist Bestandteil der Sammlung [[Dresdner Liebesbriefe (Briefsammlung)]].
==Inhalt==
===A Begründung für den Brief (1–23)===
Der Sprecher bittet die Geliebte, den Brief aus höfischer Milde wohlwollend aufzunehmen. Trotz der Gefahr, dafür sogar das Land verlassen zu müssen, habe er schreiben müssen, weil seine Liebe ihn zur Klage drängte. Scham und Zweifel überwinde er mithilfe eines Buches, das lehre, man solle der Geliebten die Liebe offenbaren: Entweder erhöre sie einen – oder wahre höfisches Schweigen.
===B Erhörungsbitte (24–56)===
Er versichert seine völlige Hingabe und bittet um ein baldiges heimliches Treffen, „eine Weile oder einen halben Tag“, um ihr dort seinen Kummer zu bekennen. Heimlich von ihr verwundet, könne er durch ein einziges Wort von ihr wieder gesund werden. Nach einer kurzen Schlussformel bittet er um gnädige Aufnahme des Briefs, erneuert seine Dienstbereitschaft und verabschiedet den Brief. Ein Segenswunsch mit Adynaton („bis eine Rose ein Pfund wiegt und alles Wasser zu Wein wird“) beschließt den Text.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 171)


[[Kategorie:Quelle Minnerede]]
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[[Kategorie:Quelle Liebesbrief]]
[[Kategorie:Quelle Liebesbrief]]

Aktuelle Version vom 4. Januar 2026, 10:46 Uhr

Dresdner Liebesbrief VIII (B126)

AutorIn Anon.
Entstehungszeit Vor 1447
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Dresden, Sächsische Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek: 55rb-55va
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob: Dresdner Liebesbriefe; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 171f.; Schulz-Grobert, Jürgen: Deutsche Liebesbriefe in spätmittelalterlichen Handschriften

Der Brief ist Bestandteil der Sammlung Dresdner Liebesbriefe (Briefsammlung).

Inhalt

A Begründung für den Brief (1–23)

Der Sprecher bittet die Geliebte, den Brief aus höfischer Milde wohlwollend aufzunehmen. Trotz der Gefahr, dafür sogar das Land verlassen zu müssen, habe er schreiben müssen, weil seine Liebe ihn zur Klage drängte. Scham und Zweifel überwinde er mithilfe eines Buches, das lehre, man solle der Geliebten die Liebe offenbaren: Entweder erhöre sie einen – oder wahre höfisches Schweigen.

B Erhörungsbitte (24–56)

Er versichert seine völlige Hingabe und bittet um ein baldiges heimliches Treffen, „eine Weile oder einen halben Tag“, um ihr dort seinen Kummer zu bekennen. Heimlich von ihr verwundet, könne er durch ein einziges Wort von ihr wieder gesund werden. Nach einer kurzen Schlussformel bittet er um gnädige Aufnahme des Briefs, erneuert seine Dienstbereitschaft und verabschiedet den Brief. Ein Segenswunsch mit Adynaton („bis eine Rose ein Pfund wiegt und alles Wasser zu Wein wird“) beschließt den Text.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 171)