Liebesbrief (B143): Unterschied zwischen den Versionen

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==Inhalt==
Der Sprecher bietet der Dame seinen Dienst an und erklärt, Herz, Gedanken und Sinne seien in Liebe zu ihr vereint; sie sei die „Meisterin seiner Sinne“. Ihre heimlichen Blicke hätten seine Minne durch die Augen ins Herz getragen und sein Inneres überwältigt. Dies erläutert er mit einem naturkundlichen Vergleich: Wie beim Gewitter der Blitz schneller wahrnehmbar sei als der Donner, so lösten heimliche Blicke zuerst das „Leuchten“ des Affekts und dann das Herzklopfen aus. Er gesteht, dass es ihm ebenso ergehe, und erinnert an ein frühes Treffen im Tau, bei dem er stumm und verwundet vor Liebe dagestanden habe, ohne den erlösenden Kuss zu erhalten. Mit Bildern aus der Minnesang-Tradition preist er ihre Schönheit und Tugend, weiß aber nicht, wie er sie noch überhöhen könnte – es sei denn, Venus selbst käme ihm zu Hilfe.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 180f.)


[[Kategorie:Quelle Minnerede]]
[[Kategorie:Quelle Minnerede]]
[[Kategorie:Quelle Liebesbrief]]
[[Kategorie:Quelle Liebesbrief]]

Aktuelle Version vom 6. Januar 2026, 18:37 Uhr

Liebesbrief (B143); Lliebesbrief I; Dienst vnd meiner trewn schein

AutorIn Anon.
Entstehungszeit 15. Jahrhundert
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Innsbruck, Landesarchiv: Hs. 21, VII, 1r-1v
Ausgaben Dorobantu, Julia/Klingner, Jacob/Lieb, Ludger (Hg.): Minnereden, S. 64-66
Übersetzungen
Forschung Altenhöfer, Florian: Liebesbrief I; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 180f.; Schulz-Grobert, Jürgen: Deutsche Liebesbriefe in spätmittelalterlichen Handschriften

Inhalt

Der Sprecher bietet der Dame seinen Dienst an und erklärt, Herz, Gedanken und Sinne seien in Liebe zu ihr vereint; sie sei die „Meisterin seiner Sinne“. Ihre heimlichen Blicke hätten seine Minne durch die Augen ins Herz getragen und sein Inneres überwältigt. Dies erläutert er mit einem naturkundlichen Vergleich: Wie beim Gewitter der Blitz schneller wahrnehmbar sei als der Donner, so lösten heimliche Blicke zuerst das „Leuchten“ des Affekts und dann das Herzklopfen aus. Er gesteht, dass es ihm ebenso ergehe, und erinnert an ein frühes Treffen im Tau, bei dem er stumm und verwundet vor Liebe dagestanden habe, ohne den erlösenden Kuss zu erhalten. Mit Bildern aus der Minnesang-Tradition preist er ihre Schönheit und Tugend, weiß aber nicht, wie er sie noch überhöhen könnte – es sei denn, Venus selbst käme ihm zu Hilfe.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 180f.)