Mattseer Liebesbrief I (B155): Unterschied zwischen den Versionen

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Der Brief ist Bestandteil der Sammlung [[Mattseer Liebesbriefe (Briefsammlung)]].
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==Inhalt==
===A (1–8)===
Der Sprecher wendet sich an seinen Brief wie an einen Boten. Er soll die Geliebte heimlich grüßen und ihr die ausschließliche Liebe des Sprechers versichern.
===B (9–16)===
Nun spricht der Sprecher direkt zur Geliebten: Er bekräftigt seine Liebe und seinen Dienst, warnt sie davor, falschen Gerüchten zu glauben, und betont seine unverminderte Sehnsucht nach ihr.
===C (17–21)===
Erneut richtet er sich an den Brief. Dieser soll der Geliebten ausrichten, dass der Sprecher noch nie zuvor aus Liebe zu einer Frau so sehr gelitten habe.
===D (22–32)===
Wieder an die Geliebte gewandt, bittet der Sprecher um ihre Liebe, erneuert seine Dienstbereitschaft und ersucht sie, seinen Gruß freundlich aufzunehmen und ihm Erlösung zu schenken.
===E (33–39)===
Der Sprecher zeigt sich überzeugt, dass alle Vögel in der Luft, sein Saitenspiel und alle kleinen Wesen seinen Gruß an die Geliebte unterstützen.
===F (40–45)===
Zum Schluss bittet er darum, dass Gott selbst die Geliebte in seinem Namen grüßen möge, und er richtet eine Bitte an ihr rotes Mündlein, ihm bald zu antworten.


[[Kategorie:Quelle Minnerede]]
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Version vom 11. Januar 2026, 19:11 Uhr

Mattseer Liebesbrief I (B155)

AutorIn Anon.
Entstehungszeit Überlieferung spätes 15. / frühes 16. Jahrhundert
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Mattsee, Bibliothek des Kollegiatenstiftes: Cod. 24, 75v
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 195

Der Brief ist Bestandteil der Sammlung Mattseer Liebesbriefe (Briefsammlung).

Inhalt

A (1–8)

Der Sprecher wendet sich an seinen Brief wie an einen Boten. Er soll die Geliebte heimlich grüßen und ihr die ausschließliche Liebe des Sprechers versichern.

B (9–16)

Nun spricht der Sprecher direkt zur Geliebten: Er bekräftigt seine Liebe und seinen Dienst, warnt sie davor, falschen Gerüchten zu glauben, und betont seine unverminderte Sehnsucht nach ihr.

C (17–21)

Erneut richtet er sich an den Brief. Dieser soll der Geliebten ausrichten, dass der Sprecher noch nie zuvor aus Liebe zu einer Frau so sehr gelitten habe.

D (22–32)

Wieder an die Geliebte gewandt, bittet der Sprecher um ihre Liebe, erneuert seine Dienstbereitschaft und ersucht sie, seinen Gruß freundlich aufzunehmen und ihm Erlösung zu schenken.

E (33–39)

Der Sprecher zeigt sich überzeugt, dass alle Vögel in der Luft, sein Saitenspiel und alle kleinen Wesen seinen Gruß an die Geliebte unterstützen.

F (40–45)

Zum Schluss bittet er darum, dass Gott selbst die Geliebte in seinem Namen grüßen möge, und er richtet eine Bitte an ihr rotes Mündlein, ihm bald zu antworten.