Mattseer Liebesbrief III (B157): Unterschied zwischen den Versionen

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Der Brief ist Bestandteil der Sammlung [[Mattseer Liebesbriefe (Briefsammlung)]].
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==Inhalt==
===A (1–10)===
Der Brief spricht selbst als personifizierter Bote. Ein schöner Jüngling habe ihn zu der von ihm unaussprechlich geliebten Jungfrau gesandt, damit er in seinem Namen um ihre Gunst werbe.
===B (11–55)===
Der Brief richtet sich direkt an die Dame. Er bittet sie um Treue und Freundschaft für den Liebenden, versichert dessen Hingabe und wünscht ihr „tausend gute Jahre“. Ihr Anblick – Mund, Wangen, Augen – erfülle den Liebenden stets mit Freude; er sehne sich einzig nach ihrer Freundschaft. Sie könne seine Liebe ohne Verletzung ihrer Zucht und ohne Argwohn annehmen. Der Liebende bittet zudem, sie möge ihm mitteilen, falls ihr etwas an ihm missfalle, damit er sich bessern könne. Abschließend fordert der Brief sie auf, ihr Herz zu öffnen und dem Liebenden über ihren rosenfarbenen Mund eine gnädige Antwort zu schenken.
===C (56–65)===
Zum Schluss spricht der Liebende selbst. Er bittet die Dame, seine Treue zu erwidern, und verbindet dies mit einem Segenswunsch sowie einer rätselhaften Namensnennung: Ihr Taufname sei Anna, doch der Schreiber hat ihn durchgestrichen; Anfangs- und Endbuchstabe ihres Rufnamens werden nur angedeutet. Der Text endet mit der Bitte an Gott, ihn vor übler Nachrede zu schützen.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 198)


[[Kategorie:Quelle Minnerede]]
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[[Kategorie:Quelle Liebesbrief]]
[[Kategorie:Quelle Liebesbrief]]

Aktuelle Version vom 11. Januar 2026, 19:19 Uhr

Mattseer Liebesbrief III (B157)

AutorIn Anon.
Entstehungszeit Überlieferung spätes 15. / frühes 16. Jahrhundert
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Mattsee, Bibliothek des Kollegiatenstiftes: Cod. 24, 76r
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 197f.

Der Brief ist Bestandteil der Sammlung Mattseer Liebesbriefe (Briefsammlung).

Inhalt

A (1–10)

Der Brief spricht selbst als personifizierter Bote. Ein schöner Jüngling habe ihn zu der von ihm unaussprechlich geliebten Jungfrau gesandt, damit er in seinem Namen um ihre Gunst werbe.

B (11–55)

Der Brief richtet sich direkt an die Dame. Er bittet sie um Treue und Freundschaft für den Liebenden, versichert dessen Hingabe und wünscht ihr „tausend gute Jahre“. Ihr Anblick – Mund, Wangen, Augen – erfülle den Liebenden stets mit Freude; er sehne sich einzig nach ihrer Freundschaft. Sie könne seine Liebe ohne Verletzung ihrer Zucht und ohne Argwohn annehmen. Der Liebende bittet zudem, sie möge ihm mitteilen, falls ihr etwas an ihm missfalle, damit er sich bessern könne. Abschließend fordert der Brief sie auf, ihr Herz zu öffnen und dem Liebenden über ihren rosenfarbenen Mund eine gnädige Antwort zu schenken.

C (56–65)

Zum Schluss spricht der Liebende selbst. Er bittet die Dame, seine Treue zu erwidern, und verbindet dies mit einem Segenswunsch sowie einer rätselhaften Namensnennung: Ihr Taufname sei Anna, doch der Schreiber hat ihn durchgestrichen; Anfangs- und Endbuchstabe ihres Rufnamens werden nur angedeutet. Der Text endet mit der Bitte an Gott, ihn vor übler Nachrede zu schützen.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 198)