Liebesbrief (Römischer Liebesbrief VII) (B175): Unterschied zwischen den Versionen

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==Inhalt==
Die ersten Verse treten als Botenrede des Briefes auf, gehen aber rasch in die Stimme des Liebenden über. Er grüßt die Geliebte nicht nur mit Worten, sondern „aus tiefstem Herzen“, das Tag und Nacht nach ihr verlangt, ihrer Schönheit und Tugend verfallen ist und keine Ruhe findet. Vom Anblick ihres rosenfarbenen Mundes überwältigt, hofft er auf Erhörung, da sie sein Herz bereits gewonnen habe. Es folgen zwei Hyperbeln zur Unsagbarkeit seiner Liebe: Sein Herz müsste zerspringen, wollte er sie aussprechen; selbst ein Meer aus Tinte und ein Himmel aus Papier reichten nicht aus, sie niederzuschreiben. Er würde sie gern in sein Herz blicken lassen, wenn dies ohne Lebensgefahr möglich wäre, damit sie erkenne, wie sehr sie es verwundet hat. Er beklagt die Trennung („Lieb haben und Meiden ist ein bitter Leiden“) und schließt mit Segenswünschen, der Bitte um Erbarmen und Antwort sowie einem doppelten Adynaton. Schließlich übergibt er ihr sein Herz, das nicht länger bei ihm bleiben wolle.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 215f.)


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[[Kategorie:Quelle Minnerede]]
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Aktuelle Version vom 12. Januar 2026, 23:07 Uhr

Liebesbrief (Römischer Liebesbrief VII) (B175); Got grueß dich lieb von liebes mund

AutorIn Liebesbriefsteller aus Schwaben
Entstehungszeit 15. Jhd.
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Rom, Bibliothek Vaticana: Cod. Pal. lat. 1793, 82v
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Altenhöfer, Florian: Liebesbriefsteller aus Schwaben; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 215f.; Schulz-Grobert, Jürgen: Deutsche Liebesbriefe in spätmittelalterlichen Handschriften

Diese Minnerede ist Bestandteil der Briefsammlung Römische Liebesbriefe (Briefsammlung).

Inhalt

Die ersten Verse treten als Botenrede des Briefes auf, gehen aber rasch in die Stimme des Liebenden über. Er grüßt die Geliebte nicht nur mit Worten, sondern „aus tiefstem Herzen“, das Tag und Nacht nach ihr verlangt, ihrer Schönheit und Tugend verfallen ist und keine Ruhe findet. Vom Anblick ihres rosenfarbenen Mundes überwältigt, hofft er auf Erhörung, da sie sein Herz bereits gewonnen habe. Es folgen zwei Hyperbeln zur Unsagbarkeit seiner Liebe: Sein Herz müsste zerspringen, wollte er sie aussprechen; selbst ein Meer aus Tinte und ein Himmel aus Papier reichten nicht aus, sie niederzuschreiben. Er würde sie gern in sein Herz blicken lassen, wenn dies ohne Lebensgefahr möglich wäre, damit sie erkenne, wie sehr sie es verwundet hat. Er beklagt die Trennung („Lieb haben und Meiden ist ein bitter Leiden“) und schließt mit Segenswünschen, der Bitte um Erbarmen und Antwort sowie einem doppelten Adynaton. Schließlich übergibt er ihr sein Herz, das nicht länger bei ihm bleiben wolle.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 215f.)