Liebesbrief (Stuttgarter Liebesbrief III) (B180): Unterschied zwischen den Versionen
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Der Brief ist Teil der Sammlung [[Stuttgarter Liebesbriefe (Briefsammlung)]]. | |||
==Inhalt== | |||
===A Liebes- und Dienstversicherung (1–6)=== | |||
Der Sprecher bekräftigt in direkter Anrede seine aufrichtige Liebe und völlige Hingabe. Wenn er sterben müsse, dann im Dienst der Geliebten. | |||
===B Liebesklage (7–18)=== | |||
Er offenbart den Kummer, den er bisher verschweigen musste, nun aber aus Furcht vor dem Tod aus Liebesleid ausspricht: Tag und Nacht leide er ihretwegen und denke unablässig an sie. | |||
===C Bitte (19–27)=== | |||
Er bittet die Geliebte um eine Antwort mit ihrem „roten Mund“, da die Zeit dränge („der Tag ist kurz, der Wille lang“). Der Brief endet mit einem Segenswunsch in Form eines Adynatons und einer anonymisierenden Signatur, die dennoch seine Erkennbarkeit betont. | |||
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 221f.) | |||
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Aktuelle Version vom 12. Januar 2026, 23:18 Uhr
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Liebesbrief (Stuttgarter Liebesbrief III) (B180) | |
|---|---|
| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Vor 1480 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Stuttgart, Landesbibliothek: Cod. HB X 10, 342v |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Altenhöfer, Florian: Stuttgarter Liebesbriefe; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 221f.; Schulz-Grobert, Jürgen: Deutsche Liebesbriefe in spätmittelalterlichen Handschriften |
Der Brief ist Teil der Sammlung Stuttgarter Liebesbriefe (Briefsammlung).
Inhalt
A Liebes- und Dienstversicherung (1–6)
Der Sprecher bekräftigt in direkter Anrede seine aufrichtige Liebe und völlige Hingabe. Wenn er sterben müsse, dann im Dienst der Geliebten.
B Liebesklage (7–18)
Er offenbart den Kummer, den er bisher verschweigen musste, nun aber aus Furcht vor dem Tod aus Liebesleid ausspricht: Tag und Nacht leide er ihretwegen und denke unablässig an sie.
C Bitte (19–27)
Er bittet die Geliebte um eine Antwort mit ihrem „roten Mund“, da die Zeit dränge („der Tag ist kurz, der Wille lang“). Der Brief endet mit einem Segenswunsch in Form eines Adynatons und einer anonymisierenden Signatur, die dennoch seine Erkennbarkeit betont.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 221f.)