Liebesbrief (Wiener Liebesbrief II) (B182): Unterschied zwischen den Versionen

Aus Brevitas Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
(Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox Einzeltext | namen = Liebesbrief (Wiener Liebesbrief II) (B182) | autorin = Anon. | entstehungszeit = 1470-1480 | entstehu…“)
 
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 13: Zeile 13:


Der Brief ist Teil der Sammlung [[Wiener Liebesbriefe (Briefsammlung)]].
Der Brief ist Teil der Sammlung [[Wiener Liebesbriefe (Briefsammlung)]].
==Inhalt==
===A Zweifel an der Liebe (1–21)===
Der Sprecher bittet die Geliebte, seine Klage anzuhören und sein Leid durch ihr Mitgefühl zu lindern. Er sehnt sich nach einem einzigen freundlichen Blick, fürchtet jedoch, ihre Liebe könne erloschen sein. Zwar wäre er bereit, für sie bis zum Tod einzustehen, doch quält ihn der Gedanke, dass Männer in ihrer Nähe ihr inzwischen lieber sein könnten als er, der fern von ihr lebt.
===B Liebesbekenntnis (22–32)===
Ein eingeschobenes, metrisch gestörtes Bekenntnis beschreibt seine Liebesgebundenheit: Ihre Augen fesselten ihn, ihr roter Mund habe sein Herz verwundet. Nur ihre Gegenliebe könne ihn befreien.
===C Bitte um Gegenliebe mit Exempel (33–55)===
Er wiederholt seine Sorge, ihre Zuneigung sei erkaltet, und erzählt das Beispiel vom Müller, der sein erloschenes Feuer mit Schlägen neu entfacht. So solle auch sie seine Liebe wiederbeleben: Das Bild seines Herzens könne wie ein Beil auf ihres treffen und einen Funken entzünden. Er versichert unerschütterliche Treue und bittet im Gegenzug um ein einziges freundliches Wort, das alle Fesseln lösen könne.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 224)


[[Kategorie:Quelle Liebesbrief]]
[[Kategorie:Quelle Liebesbrief]]
[[Kategorie:Quelle Minnerede]]
[[Kategorie:Quelle Minnerede]]

Aktuelle Version vom 12. Januar 2026, 23:25 Uhr

Liebesbrief (Wiener Liebesbrief II) (B182)

AutorIn Anon.
Entstehungszeit 1470-1480
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Wien, Österreichische Nationalbibliothek: 2993, 105r
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 224; Schulz-Grobert, Jürgen: Deutsche Liebesbriefe in spätmittelalterlichen Handschriften, S. 222

Der Brief ist Teil der Sammlung Wiener Liebesbriefe (Briefsammlung).

Inhalt

A Zweifel an der Liebe (1–21)

Der Sprecher bittet die Geliebte, seine Klage anzuhören und sein Leid durch ihr Mitgefühl zu lindern. Er sehnt sich nach einem einzigen freundlichen Blick, fürchtet jedoch, ihre Liebe könne erloschen sein. Zwar wäre er bereit, für sie bis zum Tod einzustehen, doch quält ihn der Gedanke, dass Männer in ihrer Nähe ihr inzwischen lieber sein könnten als er, der fern von ihr lebt.

B Liebesbekenntnis (22–32)

Ein eingeschobenes, metrisch gestörtes Bekenntnis beschreibt seine Liebesgebundenheit: Ihre Augen fesselten ihn, ihr roter Mund habe sein Herz verwundet. Nur ihre Gegenliebe könne ihn befreien.

C Bitte um Gegenliebe mit Exempel (33–55)

Er wiederholt seine Sorge, ihre Zuneigung sei erkaltet, und erzählt das Beispiel vom Müller, der sein erloschenes Feuer mit Schlägen neu entfacht. So solle auch sie seine Liebe wiederbeleben: Das Bild seines Herzens könne wie ein Beil auf ihres treffen und einen Funken entzünden. Er versichert unerschütterliche Treue und bittet im Gegenzug um ein einziges freundliches Wort, das alle Fesseln lösen könne.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 224)