Frauenschönheit (B264): Unterschied zwischen den Versionen

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Ein kurzer Rahmen eröffnet und beschließt die ausführliche Beschreibung einer Dame. Der Sprecher kündigt ausdrücklich an, eine schöne Jungfrau „ergötzend“ zu schildern und betont damit die Konventionalität seines Vorhabens. Es folgt eine systematische Schönheitsbeschreibung nach dem A capite ad calcem-Schema: goldenes Haar, helle Stirn, wohlgeformter Kopf, geschwungene Brauen, zarte Wangen, feine Nase, roter Mund, weiße Zähne, anmutige Zunge, schlanker Hals, schöne Arme, Hände und Finger, wohlgeformte Brust, schmale Taille, lange Beine und zierliche Füße. Der Bereich zwischen Bauch und Knien bleibt bewusst unbenannt. Am Schluss unterstreicht der Sprecher erneut die Kunsthaftigkeit und Formelhafte seines Tuns: So könne er Frauen „gießen“, also nach bekannten Mustern gestalten.


(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 415)


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Aktuelle Version vom 5. Februar 2026, 22:01 Uhr

Frauenschönheit

AutorIn Anon.
Entstehungszeit Überlieferung 3. Viertel 13 Jhd.
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Wien, Österreichische Nationalbibliothek: 2705, 155ra-155va
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob: Frauenschönheit; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S.`415

Inhalt

Ein kurzer Rahmen eröffnet und beschließt die ausführliche Beschreibung einer Dame. Der Sprecher kündigt ausdrücklich an, eine schöne Jungfrau „ergötzend“ zu schildern und betont damit die Konventionalität seines Vorhabens. Es folgt eine systematische Schönheitsbeschreibung nach dem A capite ad calcem-Schema: goldenes Haar, helle Stirn, wohlgeformter Kopf, geschwungene Brauen, zarte Wangen, feine Nase, roter Mund, weiße Zähne, anmutige Zunge, schlanker Hals, schöne Arme, Hände und Finger, wohlgeformte Brust, schmale Taille, lange Beine und zierliche Füße. Der Bereich zwischen Bauch und Knien bleibt bewusst unbenannt. Am Schluss unterstreicht der Sprecher erneut die Kunsthaftigkeit und Formelhafte seines Tuns: So könne er Frauen „gießen“, also nach bekannten Mustern gestalten.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 415)