Klage über abnehmende Zucht (B299): Unterschied zwischen den Versionen
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===A Klage der Frau=== | |||
Der Sprecher begegnet in einem Garten einer Frau, die in melancholischer Haltung trauert und ihn nicht grüßt. Auf seine Ansprache erklärt sie, der Mund spreche aus, was das Herz bewege. Sie klage jedoch nicht über eigenes Leid, sondern über das Leid aller Frauen. Noch vor wenigen Jahren hätten Frauen fröhlich getanzt und seien als „Leidvertreib“ bekannt gewesen. Nun aber nähmen böse Leute mit ihrem lästernden Gerede den Frauen diese Freude, sodass es dem „Orden der Frauen“ täglich schlechter gehe. Der Sprecher kommentiert resigniert, dies sei die Folge solcher Zustände. Der Rahmen bleibt offen. | |||
===B Lied=== | |||
Es folgt eine Liedstrophe (vom Sprecher oder der Frau), in der das Ich erklärt, ein Lied singen zu wollen und nicht länger auf das Lästern der Neider zu achten, seit es als treu befunden wurde. Auch wenn es Leid bringe, wolle es nicht länger vergeblich „den Mund gegen einen Ofen aufsperren“, also nutzlos gegen taube Ohren reden. | |||
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 464f.) | |||
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Aktuelle Version vom 6. Februar 2026, 22:49 Uhr
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Klage über abnehmende Zucht (B299) | |
|---|---|
| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Ende 14. Jhd. |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Den Haag, Koninklijke Bibliotheek 's-Gravenhage: Cod. 128 E 2, 51rb-51va |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob: Klage über abnehmende Zucht; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 464f. |
Inhalt
A Klage der Frau
Der Sprecher begegnet in einem Garten einer Frau, die in melancholischer Haltung trauert und ihn nicht grüßt. Auf seine Ansprache erklärt sie, der Mund spreche aus, was das Herz bewege. Sie klage jedoch nicht über eigenes Leid, sondern über das Leid aller Frauen. Noch vor wenigen Jahren hätten Frauen fröhlich getanzt und seien als „Leidvertreib“ bekannt gewesen. Nun aber nähmen böse Leute mit ihrem lästernden Gerede den Frauen diese Freude, sodass es dem „Orden der Frauen“ täglich schlechter gehe. Der Sprecher kommentiert resigniert, dies sei die Folge solcher Zustände. Der Rahmen bleibt offen.
B Lied
Es folgt eine Liedstrophe (vom Sprecher oder der Frau), in der das Ich erklärt, ein Lied singen zu wollen und nicht länger auf das Lästern der Neider zu achten, seit es als treu befunden wurde. Auch wenn es Leid bringe, wolle es nicht länger vergeblich „den Mund gegen einen Ofen aufsperren“, also nutzlos gegen taube Ohren reden.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 464f.)