Neujahrsgruß auf 1444 (B164): Unterschied zwischen den Versionen
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Der Sprecher unterwirft sich ganz dem Willen der Geliebten, deren Missstimmung er um jeden Preis fernhalten möchte. In Gedanken jubelt er, wenn er ihr in Liebe nahe sein darf und sie sein ehrenhaftes Begehren erfüllt. Er betont sein unablässiges Denken an sie und schöpft seine Zuversicht allein aus ihr. Ihr Lob – Tugend, Freigebigkeit, Schönheit, Beständigkeit und kluge Rede – könne er nur unvollkommen ausdrücken; ebenso seien seine guten Wünsche für sie grenzenlos. Zum Neujahr schenkt er ihr sein Herz und damit sich selbst mit Leib, Sinn und Mut. Aus ihrem Dienst gewinnt er Freude und Trost. Er empfiehlt sie dem neugeborenen Gott, bittet, seinen Dienst im „Marmor ihres Herzens“ zu verankern, und hofft auf ihre Gegenliebe. Seine Treue, so ist er sicher, werde ihren Lohn finden. Am Ende mahnt er, das gegebene Versprechen zu halten. | |||
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 206) | |||
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Aktuelle Version vom 12. Januar 2026, 09:35 Uhr
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Neujahrsgruß auf 1444 (B164) | |
|---|---|
| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | 1444? |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Prag, Knihovna Národniho muzea: Cod. X A 12, 112v-113r Leipzig, Universitätsbibliothek: Ms. Apel 8, 267r-268r Berlin, Staatsbibliothek: Mgf 488, 137v-138v |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 206; Malm, Mike: Neujahrsgrüße auf 1441-1448 |
Diese Minnerede ist Teil der Sammlung Acht Neujahrsgrüße (Briefsammlung).
Inhalt
Der Sprecher unterwirft sich ganz dem Willen der Geliebten, deren Missstimmung er um jeden Preis fernhalten möchte. In Gedanken jubelt er, wenn er ihr in Liebe nahe sein darf und sie sein ehrenhaftes Begehren erfüllt. Er betont sein unablässiges Denken an sie und schöpft seine Zuversicht allein aus ihr. Ihr Lob – Tugend, Freigebigkeit, Schönheit, Beständigkeit und kluge Rede – könne er nur unvollkommen ausdrücken; ebenso seien seine guten Wünsche für sie grenzenlos. Zum Neujahr schenkt er ihr sein Herz und damit sich selbst mit Leib, Sinn und Mut. Aus ihrem Dienst gewinnt er Freude und Trost. Er empfiehlt sie dem neugeborenen Gott, bittet, seinen Dienst im „Marmor ihres Herzens“ zu verankern, und hofft auf ihre Gegenliebe. Seine Treue, so ist er sicher, werde ihren Lohn finden. Am Ende mahnt er, das gegebene Versprechen zu halten.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 206)