Neujahrsgruß auf 1446 (B166): Unterschied zwischen den Versionen
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Diese Minnerede ist Teil der Sammlung [[Acht Neujahrsgrüße (Briefsammlung)]]. | |||
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Der Sprecher wünscht seiner Geliebten, der „Krone seines Herzens“, Glück, Frohsinn und Heil – und bietet sich ihr ganz an. Er entfaltet das Mühlenbild allegorisch: Sein Herz ist der Mühlstein, ihre Ehre das Rad, das vom Bach der Treue bewegt wird. Als blaugewandeter Mühlknecht arbeitet er unermüdlich, indem er aus der Wanne des „freundlichen Gedenkens“ ihre Liebe auf den Stein schüttet, der daraus unablässig „Zuckermel“, also Freude, mahlt. Mischt sich jedoch die Spreu des Leids darunter, stürzt ihn das ins Unglück, bis seine Gefährten „Harre“ und „Fleiß“ beides wieder trennen. Über der Mühle weht eine weiße Fahne mit der Mahnung „Hüt wohl und halt fest!“, die anzeigt, dass diese Mühle allein ihrem Herrn vorbehalten ist. Er bittet die Geliebte, nicht anderswo mahlen zu lassen, da er ihr treu dient, weder stiehlt noch betrügt. Vom „Gerümpel“ der Liebe Tag und Nacht überwältigt, wünscht er ihr dieselbe Leidenschaft und freut sich über ihre Zuneigung. Am Ende fordert er seine „Herzenskaiserin“ auf, an ihm festzuhalten. | |||
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 208) | |||
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Aktuelle Version vom 12. Januar 2026, 09:39 Uhr
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Neujahrsgruß auf 1446 (B166) | |
|---|---|
| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | 1446? |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Prag, Knihovna Národniho muzea: Cod. X A 12, 114r-114v Leipzig, Universitätsbibliothek: Ms. Apel 8, 269r-270r Berlin, Staatsbibliothek: Mgf 488, 139v-140v |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 208; Malm, Mike: Neujahrsgrüße auf 1441-1448 |
Diese Minnerede ist Teil der Sammlung Acht Neujahrsgrüße (Briefsammlung).
Inhalt
Der Sprecher wünscht seiner Geliebten, der „Krone seines Herzens“, Glück, Frohsinn und Heil – und bietet sich ihr ganz an. Er entfaltet das Mühlenbild allegorisch: Sein Herz ist der Mühlstein, ihre Ehre das Rad, das vom Bach der Treue bewegt wird. Als blaugewandeter Mühlknecht arbeitet er unermüdlich, indem er aus der Wanne des „freundlichen Gedenkens“ ihre Liebe auf den Stein schüttet, der daraus unablässig „Zuckermel“, also Freude, mahlt. Mischt sich jedoch die Spreu des Leids darunter, stürzt ihn das ins Unglück, bis seine Gefährten „Harre“ und „Fleiß“ beides wieder trennen. Über der Mühle weht eine weiße Fahne mit der Mahnung „Hüt wohl und halt fest!“, die anzeigt, dass diese Mühle allein ihrem Herrn vorbehalten ist. Er bittet die Geliebte, nicht anderswo mahlen zu lassen, da er ihr treu dient, weder stiehlt noch betrügt. Vom „Gerümpel“ der Liebe Tag und Nacht überwältigt, wünscht er ihr dieselbe Leidenschaft und freut sich über ihre Zuneigung. Am Ende fordert er seine „Herzenskaiserin“ auf, an ihm festzuhalten.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 208)