Züricher Liebesbrief II (B188): Unterschied zwischen den Versionen

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Dieser Brief ist Bestandteil der Briefsammlung [[Züricher Liebesbriefe (Briefsammlung)]].
Dieser Brief ist Bestandteil der Briefsammlung [[Züricher Liebesbriefe (Briefsammlung)]].
==Inhalt==
===A Preis und Erlösungsbitte (1–28)===
Der Sprecher lobt die Dame in direkter Anrede und fleht um Erhörung. Er beschreibt sie als liebenswert, glückbringend und rein und betont, dass allein sie ihm Trost spenden könne. Deshalb bittet er um Befreiung aus seiner Liebesqual und darum, ihm als treuem Diener eine Gelegenheit zu gewähren, ihr sein ihretwegen erlittenes Leid vorzutragen.
===B Minnereflexion (29–92)===
Eine Sentenz eröffnet den Abschnitt: Wer unvernünftig liebt, wird keine Erfüllung finden. Ein Verweis auf Freidank vertieft dieses Bild des weltabgewandten Liebenden, das der Sprecher ausdrücklich auf sich bezieht. Er schildert seine exemplarische Minnequal, oft in kurzen Reimpaarversen, und betont das zentrale Paradox: Die Dame verursacht seinen Schmerz und ist zugleich die Einzige, die ihn erlösen kann. Nach einer erneuten Liebesversicherung und der Zusage, ihr in jeder Not beizustehen, folgt seine letzte Bitte um Erlösung sowie das Versprechen, sie bis zum Tod zu lieben.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 232)


[[Kategorie:Quelle Minnerede]]
[[Kategorie:Quelle Minnerede]]

Aktuelle Version vom 1. Februar 2026, 19:27 Uhr

Züricher Liebesbrief II (B188)

AutorIn Anon.
Entstehungszeit Erstes Viertel 14. Jhd.
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Zürich, Zentralbibliothek: Cod. RP 3, 2r-4r
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 232f.; Stridde, Christine: Züricher Liebesbriefe

Dieser Brief ist Bestandteil der Briefsammlung Züricher Liebesbriefe (Briefsammlung).

Inhalt

A Preis und Erlösungsbitte (1–28)

Der Sprecher lobt die Dame in direkter Anrede und fleht um Erhörung. Er beschreibt sie als liebenswert, glückbringend und rein und betont, dass allein sie ihm Trost spenden könne. Deshalb bittet er um Befreiung aus seiner Liebesqual und darum, ihm als treuem Diener eine Gelegenheit zu gewähren, ihr sein ihretwegen erlittenes Leid vorzutragen.

B Minnereflexion (29–92)

Eine Sentenz eröffnet den Abschnitt: Wer unvernünftig liebt, wird keine Erfüllung finden. Ein Verweis auf Freidank vertieft dieses Bild des weltabgewandten Liebenden, das der Sprecher ausdrücklich auf sich bezieht. Er schildert seine exemplarische Minnequal, oft in kurzen Reimpaarversen, und betont das zentrale Paradox: Die Dame verursacht seinen Schmerz und ist zugleich die Einzige, die ihn erlösen kann. Nach einer erneuten Liebesversicherung und der Zusage, ihr in jeder Not beizustehen, folgt seine letzte Bitte um Erlösung sowie das Versprechen, sie bis zum Tod zu lieben.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 232)