Liebesbrief (Römischer Liebesbrief III) (B171): Unterschied zwischen den Versionen

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==Inhalt==
===A Dienstversicherung und Trennungsklage (1–14)===
Der Sprecher versichert seinen treuen Dienst und hofft, dass es der Dame ebenso gut gehe wie ihm. In einem Ruf an Gott beklagt er die Trennung. Er erneuert seine Dienstbereitschaft, die jedoch ihre Beständigkeit voraussetzt.
===B Einschub (15–18)===
Zwei eingeschobene Reimpaare bringen eine kurze Botenrede des Briefes sowie eine Sentenz über die Mühe beständiger Minne.
===C Bitten an die Geliebte (19–81)===
Nach Gruß und Liebesbekenntnis äußert der Sprecher den Wunsch, mit der Geliebten vereint und vom Kummer befreit zu sein. Sie bedeute ihm mehr als jedes saitenspil. Er bittet sie, seiner ebenso zu gedenken wie er ihrer, und preist ihre Schönheit von Kopf bis Fuß. Er beteuert seine Liebe und die Hingabe seines „jungen Herzens“. Die namentlich angeredete Geliebte soll seinen Dienst erwidern und ihm freundlich Zu- oder Absage geben. Nur im Fall einer Absage – die Gott verhüten möge – wolle er seinen Dienst aufgeben. Trotz des Sprichworts über törichte Hoffnung will er ausharren und erbittet, falls sie ihn nicht erhöre, wenigstens ein kleines Zeichen, das seinen Schmerz lindern könne. „Aus den Augen, aus dem Herzen“ gelte für ihn nicht, für sie aber vielleicht. Er bittet erneut um Antwort.
===D Schluss (82–91)===
Der Sprecher erklärt, nichts Weiteres schreiben zu wollen, und schließt mit mehrfachen Segenswünschen, zwei Adynata und einer anonymisierenden Absenderformel.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 212f.)


[[Kategorie:Quelle Liebesbrief]]
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[[Kategorie:Quelle Minnerede]]
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Aktuelle Version vom 12. Januar 2026, 22:59 Uhr

Liebesbrief (Römischer Liebesbrief III) (B171); Min dienst zuo aller stunde

AutorIn Liebesbriefsteller aus Schwaben
Entstehungszeit 15. Jhd.
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Rom, Bibliothek Vaticana: Cod. Pal. lat. 1793, 80r-81v
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Altenhöfer, Florian: Liebesbriefsteller aus Schwaben; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 212f.; Schulz-Grobert, Jürgen: Deutsche Liebesbriefe in spätmittelalterlichen Handschriften

Diese Minnerede ist Bestandteil der Briefsammlung Römische Liebesbriefe (Briefsammlung).

Inhalt

A Dienstversicherung und Trennungsklage (1–14)

Der Sprecher versichert seinen treuen Dienst und hofft, dass es der Dame ebenso gut gehe wie ihm. In einem Ruf an Gott beklagt er die Trennung. Er erneuert seine Dienstbereitschaft, die jedoch ihre Beständigkeit voraussetzt.

B Einschub (15–18)

Zwei eingeschobene Reimpaare bringen eine kurze Botenrede des Briefes sowie eine Sentenz über die Mühe beständiger Minne.

C Bitten an die Geliebte (19–81)

Nach Gruß und Liebesbekenntnis äußert der Sprecher den Wunsch, mit der Geliebten vereint und vom Kummer befreit zu sein. Sie bedeute ihm mehr als jedes saitenspil. Er bittet sie, seiner ebenso zu gedenken wie er ihrer, und preist ihre Schönheit von Kopf bis Fuß. Er beteuert seine Liebe und die Hingabe seines „jungen Herzens“. Die namentlich angeredete Geliebte soll seinen Dienst erwidern und ihm freundlich Zu- oder Absage geben. Nur im Fall einer Absage – die Gott verhüten möge – wolle er seinen Dienst aufgeben. Trotz des Sprichworts über törichte Hoffnung will er ausharren und erbittet, falls sie ihn nicht erhöre, wenigstens ein kleines Zeichen, das seinen Schmerz lindern könne. „Aus den Augen, aus dem Herzen“ gelte für ihn nicht, für sie aber vielleicht. Er bittet erneut um Antwort.

D Schluss (82–91)

Der Sprecher erklärt, nichts Weiteres schreiben zu wollen, und schließt mit mehrfachen Segenswünschen, zwei Adynata und einer anonymisierenden Absenderformel.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 212f.)