Liebesbrief (B97)
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Liebesbrief (B97); Karlsruher Liebesbrief II | |
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| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung um 1433 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Karlsruhe, Landesbibliothek: Cod. Donaueschingen 104, 5ra-5rb |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 143; Zapf, Volker: Konstanzer Liebesbriefe |
Die Minnerede ist Bestandteil der Briefsammlung Konstanzer Liebesbriefe (Briefsammlung).
Inhalt
Der Sprecher beklagt gegenüber der Dame, ihrer Gabe nicht angemessen danken zu können, und vertraut darauf, dass Gott dies vergelten werde. Nach dem Sprichwort, an einer Gabe erkenne man die Liebe, deutet er ihr Geschenk als Zeichen ihrer Zuneigung. Doch wie einem innerlich Kranken keine Salbe helfe, habe auch ihm die Gabe keinen Trost gebracht – deshalb bittet er sie um einen Gruß, der ihm mehr wert sei als jeder Besitz. Ungetröstet vergleicht er sich mit Hiob und klagt, dass sie seine Bitte um Antwort bisher nicht erhört habe. Er fordert sie auf, ihm klar mitzuteilen, ob sie ihm gewogen sei oder nicht, und schließt mit der Bitte, Gott möge ihr seinen Kummer vor Augen führen.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 143)