Berliner Liebesbrief III (B150)
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Berliner Liebesbrief III (B150); Fruntlichenn gruß jnn gruß | |
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| AutorIn | |
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| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Berlin, Staatsbibliothek: Mgq 495, 52v-53v |
| Ausgaben | Dorobantu, Julia/Klingner, Jacob/Lieb, Ludger (Hg.): Minnereden, S. 77-79 |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 189; Schulz-Grobert, Jürgen: Deutsche Liebesbriefe in spätmittelalterlichen Handschriften |
Der Brief ist Bestandteil des Sammlung Berliner Liebesbriefe (Briefsammlung).
Inhalt
Der Text eröffnet mit drei Verspaaren unterschiedlicher Sprecherhaltung: einem innigen Gruß an die Geliebte (gruß inn gruß in ewr herz gegossenn), dem Bekenntnis ihrer herbeigeführten Herzensverwundung sowie einem Botenauftrag an den Brief (far hin dw liebes prieffelein). Anschließend richtet der Sprecher eine Reihe von Grüßen an einzelne Körperteile der Geliebten und entfaltet damit eine Schönheitsbeschreibung nach dem a capite ad calcem-Schema (Mund bis Fuß). Er bittet um rasche Erhörung, preist die Geliebte als Schönste und Königin, klagt jedoch über die tödliche Wunde, die sie seinem Herzen geschlagen habe, und bekräftigt seine Bitte durch Treue- und Dienstversicherung. Der Schluss vereint einen Segenswunsch mit Adynaton (Gott erhalte euch gesund, bis ein Hase einen Hund einholt), einen Gute‑Nacht‑Gruß und einen weiteren Segen für ihre Ehre und die aller Frauen. Die Unterschrift lautet: Senenn vnnd leychnam groß verlangenn | hatt myr ewr fudt mein zerß vmbfangenn | Jorg Recken Zerß.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 189)