Neujahrsgruß auf 1443 (B163)
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Neujahrsgruß auf 1443 (B163) | |
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| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | 1443? |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Prag, Knihovna Národniho muzea: Cod. X A 12, 111v-112v Leipzig, Universitätsbibliothek: Ms. Apel 8, 266r-267r Berlin, Staatsbibliothek: Mgf 488, 136v-137v |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 205f.; Malm, Mike: Neujahrsgrüße auf 1441-1448 |
Diese Minnerede ist Teil der Sammlung Acht Neujahrsgrüße (Briefsammlung).
Inhalt
Der Sprecher bietet der Geliebten als Neujahrsgabe die Herrschaft über sein Herz und die völlige Hingabe seines Denkens und Wollens an. Er betont, dass sein Herzweg einzig auf sie zielt, dass Liebe ihn bindet und all seine Freude und Hoffnung in ihr liegt. Er will sich ihr ganz verschreiben, ihre Ehre schützen und ihren Geboten folgen. Seine allegorische „Ausrüstung“ deutet seine Haltung: Treue auf dem roten Schild steht für seine glühende Bereitschaft, ihre Ehre zu wahren; Beständigkeit auf dem blauen Banner für seinen dauerhaften Dienst; das weiße Hündchen „Harre“ für seine arglose, unerschütterliche Liebe. Da sein Herz ohne sie vergehe wie ein Fisch ohne Wasser, bittet er sie, ihm die „Klause“ ihres Herzens zu öffnen, damit er darin wohnen und mit Recht ein „Kränzelein“ der Freude tragen könne. Er erbittet ihren Gruß und ihr Gebot, empfiehlt ihr Wohlergehen dem neugeborenen Gott und wünscht, dass dieser sie froh altern lasse – zu seiner eigenen Freude als ihr Knecht. Am Ende mahnt er, das gegebene Versprechen zu halten.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 205f.)