Guter Rat an eine Frau (B218)
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Guter Rat an eine Frau (B218) | |
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| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Ende 14. Jhd. |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Den Haag, Koninklijke Bibliotheek 's-Gravenhage: Cod. 128 E 2, 29vb-30va |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jakob: Guter Rat an eine Frau; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 293f. |
Inhalt
A Spaziergang (1–20)
Der Sprecher geht vergnügt in die Natur und erfreut sich an Vogelgesang, Kräutern und schönen Bäumen. Auf einem Anger begegnet er einer fröhlichen, anmutigen Frau.
B Dialog (21–86)
Er begrüßt sie, setzt sich auf ihre Bitte hin und fragt nach dem Grund ihrer Freude. Sie will nur sprechen, wenn er Verschwiegenheit zusichert, was er schwört. Daraufhin berichtet sie von einer treuen und erfüllten Liebesbeziehung zu einem zuverlässigen Geliebten, der ihre Ehre wahrt. Ihr innerer Konflikt liege jedoch im Widerstreit zwischen Natur und Wille: Ihr Begehren dränge sie zu ihm, doch der Wille mahne zur Zurückhaltung wegen der Klaffer. Sie leide darunter, nicht bei ihm sein zu können. Der Sprecher rät, die Liebe öffentlich zu verbergen, ihr aber sonst zu folgen und dem Geliebten zu geben, was er wünsche. Die Frau betont ihre Treue und ihren Wunsch, ihm nur Freude zu bereiten. Beide verabschieden sich mit Segenswünschen.
C Epilog (122–126)
Der Sprecher berichtet, wie er weiterging und sich vornahm, stets das Nützliche und Gute zu tun.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 293f.)