Ein Traum von Liebesglück (B248): Unterschied zwischen den Versionen
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==Inhalt== | |||
===A Ausgangssituation=== | |||
Der Sprecher liegt im Winter allein im Bett und klagt seine Liebessehnsucht und Ungewissheit. Er wälzt sich hin und her, beschreibt die Minnestricke um sein Herz und wünscht sich körperliche Liebeserfüllung, die seine Sorgen vertreiben könnte. In diesen Gedanken schläft er bekümmert und nackt ein und bedauert später, überhaupt wieder erwacht zu sein. | |||
== | ===B Traum=== | ||
Die Geliebte erscheint mit einer Kerze an seinem Bett, lädt ihn ein, sein Begehren an ihrem Anblick zu stillen, und verspricht die Erfüllung aller Wünsche. Er beschreibt ihre Schönheit in einer kurzen Kopf‑bis‑Brust‑Schilderung und schließt mit einem Unsagbarkeitstopos. Sie setzt sich zu ihm, lässt seine Zärtlichkeiten zu, erwidert seine Küsse und versichert ihre Hingabe. Der Sprecher erlebt, was der „Zunder der Minne“ bewirken kann. | |||
===C Erwachen=== | |||
Die Bettdecke rutscht herab, er erwacht und findet sich allein. Er ruft Gott an und klagt den Traum an, der ihm als „böser Dieb“ die Geliebte entrissen habe. Ihm bleibe nur das traurige Warten auf wirkliche Erfüllung. | |||
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 373f.) | |||
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Aktuelle Version vom 5. Februar 2026, 19:56 Uhr
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Ein Traum von Liebesglück (B248) | |
|---|---|
| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung ab 1425 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Heidelberg, Universitätsbibliothek: Cpg 313, 245v-247r Karlsruhe, Landesbibliothek: Hs. Donaueschingen 104, 126vb-127rb |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob: Ein Traum von Liebesglück; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 373f. |
Inhalt
A Ausgangssituation
Der Sprecher liegt im Winter allein im Bett und klagt seine Liebessehnsucht und Ungewissheit. Er wälzt sich hin und her, beschreibt die Minnestricke um sein Herz und wünscht sich körperliche Liebeserfüllung, die seine Sorgen vertreiben könnte. In diesen Gedanken schläft er bekümmert und nackt ein und bedauert später, überhaupt wieder erwacht zu sein.
B Traum
Die Geliebte erscheint mit einer Kerze an seinem Bett, lädt ihn ein, sein Begehren an ihrem Anblick zu stillen, und verspricht die Erfüllung aller Wünsche. Er beschreibt ihre Schönheit in einer kurzen Kopf‑bis‑Brust‑Schilderung und schließt mit einem Unsagbarkeitstopos. Sie setzt sich zu ihm, lässt seine Zärtlichkeiten zu, erwidert seine Küsse und versichert ihre Hingabe. Der Sprecher erlebt, was der „Zunder der Minne“ bewirken kann.
C Erwachen
Die Bettdecke rutscht herab, er erwacht und findet sich allein. Er ruft Gott an und klagt den Traum an, der ihm als „böser Dieb“ die Geliebte entrissen habe. Ihm bleibe nur das traurige Warten auf wirkliche Erfüllung.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 373f.)