Liebe und Reichtum (B310): Unterschied zwischen den Versionen

Aus Brevitas Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K Silvan Wagner verschob die Seite Liebe und Reichtum nach Liebe und Reichtum (B310): Textersetzung - „Liebe und Reichtum“ durch „Liebe und Reichtum (B310)“
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
(2 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{{Infobox Einzeltext
{{Infobox Einzeltext
| namen              = Liebe und Reichtum
| namen              = Liebe und Reichtum (B310)
| autorin            =  
| autorin            = Anon.
| entstehungszeit    = Vor 1275
| entstehungszeit    = Vor 1275
| entstehungsort    =  
| entstehungsort    =  
Zeile 8: Zeile 8:
| ausgaben          =  
| ausgaben          =  
| übersetzungen      =  
| übersetzungen      =  
| forschung          = [[Achnitz, Wolfgang: Liebe und Reichtum]]
| forschung          = [[Achnitz, Wolfgang: Liebe und Reichtum]]; [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 484
}}
}}
==Inhalt==
=== A Gleichnis und Auslegung (1–16) ===
Der Sprecher vergleicht große Gewässer mit reichen Menschen und klare Quellen mit höfischen Personen. Wie man lieber aus einer Quelle trinke, so sollten Damen ihre Gunst jenen schenken, die innere Qualität besitzen. Wer dagegen Schmuck und Reichtum höher schätzt, handle gegen die rechte Minne und verliere ihre eigentliche Würde.


=== B Absage an die Damen (17–36) ===
In einem durchgehenden Reimpaar stellt der Sprecher vier Frauentypen vor: solche, die Gesinnung über Besitz stellen; solche, die nur Besitz lieben; solche, die beides wollen; und solche, die keines von beiden schätzen. Er beklagt, dass die Damen seinen Dienst nicht höher bewerten als materiellen Reichtum und dass er selbst mehr Haltung als Besitz habe. Dies steigert sich zur offenen Absage: Da er nur seine Gesinnung einbringen könne, trenne man sich besser. Abschließend spricht er einen ironisch gefärbten Wunsch aus: Gott möge die Damen reich an Besitz machen – und ihn selbst reich an guter Gesinnung.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 484)


[[Kategorie:Quelle Minnerede]]
[[Kategorie:Quelle Minnerede]]
[[Kategorie:Quelle Lehrrede]]

Aktuelle Version vom 10. Februar 2026, 21:28 Uhr

Liebe und Reichtum (B310)

AutorIn Anon.
Entstehungszeit Vor 1275
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Wien, Österreichische Nationalbibliothek: Cod. 2705, 160v-161r
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Achnitz, Wolfgang: Liebe und Reichtum; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 484

Inhalt

A Gleichnis und Auslegung (1–16)

Der Sprecher vergleicht große Gewässer mit reichen Menschen und klare Quellen mit höfischen Personen. Wie man lieber aus einer Quelle trinke, so sollten Damen ihre Gunst jenen schenken, die innere Qualität besitzen. Wer dagegen Schmuck und Reichtum höher schätzt, handle gegen die rechte Minne und verliere ihre eigentliche Würde.

B Absage an die Damen (17–36)

In einem durchgehenden Reimpaar stellt der Sprecher vier Frauentypen vor: solche, die Gesinnung über Besitz stellen; solche, die nur Besitz lieben; solche, die beides wollen; und solche, die keines von beiden schätzen. Er beklagt, dass die Damen seinen Dienst nicht höher bewerten als materiellen Reichtum und dass er selbst mehr Haltung als Besitz habe. Dies steigert sich zur offenen Absage: Da er nur seine Gesinnung einbringen könne, trenne man sich besser. Abschließend spricht er einen ironisch gefärbten Wunsch aus: Gott möge die Damen reich an Besitz machen – und ihn selbst reich an guter Gesinnung.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 484)