Rat an die Frauen (B321): Unterschied zwischen den Versionen

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==Inhalt==
Der Sprecher betont, dass dort großer Kummer entstehe, wo Liebe und Leid ineinanderfallen. Um dies zu vermeiden, müssten Frauen sich anständig verhalten und den „Orden der Minne“ wahren. Einen geliebten Mann – ob Ritter oder Knappe – sollten sie nicht vergessen, wenn er das Land verlassen müsse. Sein Weggang geschehe aus Notwendigkeit, etwa um Besitz und Rechte zu schützen, und verdiene Dankbarkeit.
Zweifle eine Frau an der Liebe ihres Mannes, nur weil er nach Preußen, über das Meer oder über Berge ziehe, zeige sie mangelnde „Zucht“. Eine solche Haltung entspreche nicht dem Verhalten einer reinen, tugendhaften Dame.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 495)


[[Kategorie:Quelle Minnerede]]
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[[Kategorie:Quelle Lehrrede]]
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Aktuelle Version vom 10. Februar 2026, 21:45 Uhr

Rat an die Frauen (B321)

AutorIn Anon.
Entstehungszeit Überlieferung Ende 14. Jhd.
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Den Haag, Koninklijke Bibliotheek 's-Gravenhage: Cod. 128 E 2, 13va-13vb
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jakob: Rat an die Frauen; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 495

Inhalt

Der Sprecher betont, dass dort großer Kummer entstehe, wo Liebe und Leid ineinanderfallen. Um dies zu vermeiden, müssten Frauen sich anständig verhalten und den „Orden der Minne“ wahren. Einen geliebten Mann – ob Ritter oder Knappe – sollten sie nicht vergessen, wenn er das Land verlassen müsse. Sein Weggang geschehe aus Notwendigkeit, etwa um Besitz und Rechte zu schützen, und verdiene Dankbarkeit. Zweifle eine Frau an der Liebe ihres Mannes, nur weil er nach Preußen, über das Meer oder über Berge ziehe, zeige sie mangelnde „Zucht“. Eine solche Haltung entspreche nicht dem Verhalten einer reinen, tugendhaften Dame.

(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 495)