Liebesbrief (Z28): Unterschied zwischen den Versionen

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==Inhalt==
=== A Selbstnennung des Briefes (1–4) ===
Der Brief stellt sich als Bote vor, den ein junger Mann verfasst und an die Geliebte gesandt hat.


=== B Botenauftrag (5–14) ===
Der Sprecher wendet sich an den Brief und wiederholt dessen Auftrag, der ihn zu einem umfassenden Gruß von Kopf bis Fuß und zu einer Versicherung des Dienstes verpflichtet.
=== C Botenrede (15–48) ===
Der Sprecher grüßt die Geliebte, bezeichnet sie als rose ohne Dornen und richtet seine Grüße einzeln an Hände, Gang, Brüste, Anblick, Mund, Augen und Hals, jeweils anaphorisch eingeleitet. Er bittet um Gegenliebe, erklärt, ein Nebenbuhler würde ihn zugrunde richten, und bekräftigt seine Liebe in hymnischer Form.
=== D Schlussformeln (49–79) ===
Der Sprecher beendet seinen Gruß mit konventionellen Schlussformeln: einem innigen Gruß, einem Wunsch nach vielen guten Jahren, einer Empfehlung in göttlichen Schutz, zwei Adynata, einer Siegelformel, der Datierung und einer anonymisierenden, der Geliebten jedoch vertrauten Absenderangabe sowie der abschließenden Adressierung an die Schönste und Beste.
(Ausführliche Inhaltsangabe bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 1009f.)


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Aktuelle Version vom 26. März 2026, 21:54 Uhr

Liebesbrief (Z28); Ich bin ein Brief unde ein bode

AutorIn Anon.
Entstehungszeit 1517
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Rom, Bibliotheca Apostolica Vaticana: Pal. IV 228, 32r-33v
Ausgaben Dorobantu, Julia/Klingner, Jacob/Lieb, Ludger (Hg.): Minnereden, S. 82-84
Schulz-Grobert, Jürgen: Deutsche Liebesbriefe in spätmittelalterlichen Handschriften, S. 241f.
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 1009f.; Schulz-Grobert, Jürgen: Deutsche Liebesbriefe in spätmittelalterlichen Handschriften

Inhalt

A Selbstnennung des Briefes (1–4)

Der Brief stellt sich als Bote vor, den ein junger Mann verfasst und an die Geliebte gesandt hat.

B Botenauftrag (5–14)

Der Sprecher wendet sich an den Brief und wiederholt dessen Auftrag, der ihn zu einem umfassenden Gruß von Kopf bis Fuß und zu einer Versicherung des Dienstes verpflichtet.

C Botenrede (15–48)

Der Sprecher grüßt die Geliebte, bezeichnet sie als rose ohne Dornen und richtet seine Grüße einzeln an Hände, Gang, Brüste, Anblick, Mund, Augen und Hals, jeweils anaphorisch eingeleitet. Er bittet um Gegenliebe, erklärt, ein Nebenbuhler würde ihn zugrunde richten, und bekräftigt seine Liebe in hymnischer Form.

D Schlussformeln (49–79)

Der Sprecher beendet seinen Gruß mit konventionellen Schlussformeln: einem innigen Gruß, einem Wunsch nach vielen guten Jahren, einer Empfehlung in göttlichen Schutz, zwei Adynata, einer Siegelformel, der Datierung und einer anonymisierenden, der Geliebten jedoch vertrauten Absenderangabe sowie der abschließenden Adressierung an die Schönste und Beste.

(Ausführliche Inhaltsangabe bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 1009f.)