Paternoster-Parodie (Z44): Unterschied zwischen den Versionen
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==Inhalt== | |||
=== A Dialog (1–51) === | |||
Die Nonne, die sich als „lieb Tochter“ und „schön Schwester“ bezeichnet, spricht den Mönch als Beichtvater an und versichert ihm ihre Treue. Der Mönch dankt, bekennt seine Liebe und fordert sie auf, näher zu kommen. Die Nonne deutet die Vereinigung als regnum tuum, während der Mönch konkreter wird und ein gemeinsames Lager vorschlägt, das himmlische und irdische Lust vereine. Er bittet zudem, ihre Freundin möge seinem eigenen Freund Gehör schenken, der ihr kloster minne zeigen wolle; neben dem „panem nostrum“ solle sie auch für Wein und Hühner sorgen. Die Nonne bittet Christus um Vergebung, da ihre gegenseitige Liebe aus Nächstenliebe erwachse. Der Mönch hingegen verflucht den Prior als Dieb und kündigt ihm den Galgen an, weil dieser ihre Liebe überwache und zu verhindern suche. Auch dem Lesemeister wünscht er die Hölle, während er für sich und die Nonne Erlösung erfleht. | |||
=== B Publikumsanrede (52–58) === | |||
Ein kurzer Erzählerkommentar erklärt das Gebet als beliebt bei Angehörigen der „Dritten Regel“, die auf die Vermehrung des kloster minne samen aus seien. Der Text endet mit der Aufforderung zu einem gemeinsamen Amen. | |||
(Ausführliche Inhaltsangabe bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 1039f.) | |||
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Aktuelle Version vom 7. April 2026, 20:01 Uhr
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Paternoster-Parodie (Z44) | |
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| AutorIn | |
| Entstehungszeit | |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Wien, Österreichische Nationalbibliothek: 2885, 179rh-180ra Innsbruch, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum 32001, 83vb-84ra |
| Ausgaben | Dorobantu, Julia/Klingner, Jacob/Lieb, Ludger (Hg.): Minnereden, S. 483-485 |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob: Paternoster-Parodie und Ave Maria-Parodie; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 1039f. |
Inhalt
A Dialog (1–51)
Die Nonne, die sich als „lieb Tochter“ und „schön Schwester“ bezeichnet, spricht den Mönch als Beichtvater an und versichert ihm ihre Treue. Der Mönch dankt, bekennt seine Liebe und fordert sie auf, näher zu kommen. Die Nonne deutet die Vereinigung als regnum tuum, während der Mönch konkreter wird und ein gemeinsames Lager vorschlägt, das himmlische und irdische Lust vereine. Er bittet zudem, ihre Freundin möge seinem eigenen Freund Gehör schenken, der ihr kloster minne zeigen wolle; neben dem „panem nostrum“ solle sie auch für Wein und Hühner sorgen. Die Nonne bittet Christus um Vergebung, da ihre gegenseitige Liebe aus Nächstenliebe erwachse. Der Mönch hingegen verflucht den Prior als Dieb und kündigt ihm den Galgen an, weil dieser ihre Liebe überwache und zu verhindern suche. Auch dem Lesemeister wünscht er die Hölle, während er für sich und die Nonne Erlösung erfleht.
B Publikumsanrede (52–58)
Ein kurzer Erzählerkommentar erklärt das Gebet als beliebt bei Angehörigen der „Dritten Regel“, die auf die Vermehrung des kloster minne samen aus seien. Der Text endet mit der Aufforderung zu einem gemeinsamen Amen.
(Ausführliche Inhaltsangabe bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 1039f.)