Der höchste Minnelohn (Z71): Unterschied zwischen den Versionen
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=== A Frage nach dem höchsten Minnelohn (1–37) === | |||
Fünf Königinnen–Hekuba, Helena, Polyxena, Ysaude und Andromeda–versammeln sich bei Venus in Troja und sprechen über die Liebe. Hekuba schlägt vor, die Göttin entscheiden zu lassen, welche von ihnen ihren Geliebten für seinen Minnedienst am besten belohnt. Venus fordert sie daraufhin auf, ihre jeweilige Liebessituation und den geplanten Minnelohn zu schildern, um danach ein Urteil fällen zu können. | |||
=== B Antworten der Frauen (38–162) === | |||
Hekuba will Priamus mit einer goldenen Krone beschenken, die ihm Einsicht in die Herzen der Menschen verleiht, damit er ihre aufrichtige Liebe erkennt. Helena plant eine Spange, die ihren Geliebten unverwundbar und siegreich macht und ihm allgemeine Gunst sichert. Polyxena verspricht einen Ring, der ihm hohen Mut verleiht und ihn gegen Angriffe in Wort und Tat schützt. Andromeda möchte einen goldenen Rock mit einem Stein schenken, der ihren Geliebten bei allen beliebt macht; dazu kommt ein weiterer Stein, der ihm unsichtbare Reisen ermöglicht, außer vor den Augen seiner Geliebten. Die Aufrichtigkeit ihrer Minne wird betont. | |||
=== C Urteil der Venus (163–182) === | |||
Venus verweigert ein abschließendes Urteil und legt die Entscheidung in die Hände der Anwesenden. Zugleich wendet sich der Text an das höfische Publikum und fordert jede und jeden auf, selbst darüber nachzudenken, welcher in Treue gewährte Minnelohn der beste sei. | |||
(Ausführliche Inhaltsangabe bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], Band 1, S. 1075f.) | |||
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Aktuelle Version vom 8. April 2026, 19:05 Uhr
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Der höchste Minnelohn (Z71) | |
|---|---|
| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Überlieferung 1405-1408 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Brüssel, KBR: 15589-623, 71va-72va |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 1075f. |
Inhalt
A Frage nach dem höchsten Minnelohn (1–37)
Fünf Königinnen–Hekuba, Helena, Polyxena, Ysaude und Andromeda–versammeln sich bei Venus in Troja und sprechen über die Liebe. Hekuba schlägt vor, die Göttin entscheiden zu lassen, welche von ihnen ihren Geliebten für seinen Minnedienst am besten belohnt. Venus fordert sie daraufhin auf, ihre jeweilige Liebessituation und den geplanten Minnelohn zu schildern, um danach ein Urteil fällen zu können.
B Antworten der Frauen (38–162)
Hekuba will Priamus mit einer goldenen Krone beschenken, die ihm Einsicht in die Herzen der Menschen verleiht, damit er ihre aufrichtige Liebe erkennt. Helena plant eine Spange, die ihren Geliebten unverwundbar und siegreich macht und ihm allgemeine Gunst sichert. Polyxena verspricht einen Ring, der ihm hohen Mut verleiht und ihn gegen Angriffe in Wort und Tat schützt. Andromeda möchte einen goldenen Rock mit einem Stein schenken, der ihren Geliebten bei allen beliebt macht; dazu kommt ein weiterer Stein, der ihm unsichtbare Reisen ermöglicht, außer vor den Augen seiner Geliebten. Die Aufrichtigkeit ihrer Minne wird betont.
C Urteil der Venus (163–182)
Venus verweigert ein abschließendes Urteil und legt die Entscheidung in die Hände der Anwesenden. Zugleich wendet sich der Text an das höfische Publikum und fordert jede und jeden auf, selbst darüber nachzudenken, welcher in Treue gewährte Minnelohn der beste sei.
(Ausführliche Inhaltsangabe bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 1075f.)