Der dürre Baum (B498): Unterschied zwischen den Versionen

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==Inhalt==
Man könne täglich beobachten, wie sich Glück in Unglück und Not in Wohlstand verwandle. Eines Morgens gelangt der Sprecher zu einem Obstgarten voller blühender Bäume, nur der große Baum in der Mitte bleibt völlig kahl. Als er sich darüber wundert, erscheint ein alter grauer Mann. Auf die Frage nach der Ursache erklärt er, der Baum verströme einen so starken süßen Duft, dass die anderen Bäume daneben kaum wahrnehmbar seien. Auf die Nachfrage, wie man dem Baum helfen könne, antwortet der Alte, man müsse das Gewächs entfernen, das seine Wurzeln in den Baum treibe und ihm Saft und Blüte entziehe, und stattdessen neue Bäume pflanzen, die im Boden wurzeln. Dann werde der gute Baum wieder reichlich tragen.


(Ausführliche Inhaltsangabe bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], Band 1, S. 934f.)


[[Kategorie:Quelle Minnerede]]
[[Kategorie:Quelle Minnerede]]

Aktuelle Version vom 20. März 2026, 21:31 Uhr

Der dürre Baum (B498)

AutorIn Anon.
Entstehungszeit Überlieferung Ende 14. Jahrhundert
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Den Haag, Koninklijke Bibliotheek: Cod. 128 E 2, 51vb-52va
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 934f.

Inhalt

Man könne täglich beobachten, wie sich Glück in Unglück und Not in Wohlstand verwandle. Eines Morgens gelangt der Sprecher zu einem Obstgarten voller blühender Bäume, nur der große Baum in der Mitte bleibt völlig kahl. Als er sich darüber wundert, erscheint ein alter grauer Mann. Auf die Frage nach der Ursache erklärt er, der Baum verströme einen so starken süßen Duft, dass die anderen Bäume daneben kaum wahrnehmbar seien. Auf die Nachfrage, wie man dem Baum helfen könne, antwortet der Alte, man müsse das Gewächs entfernen, das seine Wurzeln in den Baum treibe und ihm Saft und Blüte entziehe, und stattdessen neue Bäume pflanzen, die im Boden wurzeln. Dann werde der gute Baum wieder reichlich tragen.

(Ausführliche Inhaltsangabe bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 934f.)