Erschreckliche böse fäll (Enoch Widman): Unterschied zwischen den Versionen

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Erstlich ist am benambten freitag, fru umb 8 hor, Eisenbeis zum Lobenstein für gericht geführt, seine mißthaten und daß darauff gesprochene urtheil öffentlich verlesen worden, darnach hat man den thäter uf einen wagen (darauf ein keßel voll kolen und feuer und darinnen 5 zangen, item eine kuhhaut und ander werckzeug geleget war) sitzendt gebunden und aus der stadt biß ans dorff Eliasbrunn mit zweien roßen gefuhret und vor dem dorff uf die kuhhaut halb ausgezogen und mit ausgespanneten henden gelegt und mit seinen zweien zihochsen durch das dorff hinaus uf daß feldt, da er daß schwanger weib, die magd und im garten das 9 jhärlich söhnlein ermordet, geschleift und am selben ort vier grieff mit glüenden zangen gegeben, dann widerumb an daß ort, da sein haus gestanden (welches albereit zum ewigen gedechtnus hernider gerissen worden) gleichsfalls geschleifet und wider daselbsten 5 kinder umbgebracht, funff mal mit glüenden zangen gerißen.
Erstlich ist am benambten freitag, fru umb 8 hor, Eisenbeis zum Lobenstein für gericht geführt, seine mißthaten und daß darauff gesprochene urtheil öffentlich verlesen worden, darnach hat man den thäter uf einen wagen (darauf ein keßel voll kolen und feuer und darinnen 5 zangen, item eine kuhhaut und ander werckzeug geleget war) sitzendt gebunden und aus der stadt biß ans dorff Eliasbrunn mit zweien roßen gefuhret und vor dem dorff uf die kuhhaut halb ausgezogen und mit ausgespanneten henden gelegt und mit seinen zweien zihochsen durch das dorff hinaus uf daß feldt, da er daß schwanger weib, die magd und im garten das 9 jhärlich söhnlein ermordet, geschleift und am selben ort vier grieff mit glüenden zangen gegeben, dann widerumb an daß ort, da sein haus gestanden (welches albereit zum ewigen gedechtnus hernider gerissen worden) gleichsfalls geschleifet und wider daselbsten 5 kinder umbgebracht, funff mal mit glüenden zangen gerißen.


Darauf ist er am selben ort von der haut genommen und durch den hencker bei dem arm uf die daselbst aufgeschlagenen bunen (des orts, da zuvor sein tisch gestanden) alß uff die endtliche gerichtstadt geführt, außgezogen und nidergelegt und ihme die zwo hände abgehauen, ferner mit zweien rädern uf den rechten schenckel dreimal und uf den lincken zweimal gestoßen worden, über das hat man ihn uf ein creutz, die Fleischbanck genannt, geleget und gebunden, daß herz aus dem leib geschnitten und dreimal umb daß maul geschlagen, allda sich der kopff noch gereget, den man ihme alßbald abgehauen, daß eingeweid ausgenommen und den leib in vier theil getheilt hat. Der köpf, die zwo hände und die hackhen, darmit er so viel mordthaten begangen, sind uff ein seul, da er daß weib umbgebracht, genagelt, die 4 vierthiel uf die wegscheid auch an seulen ufgehenckhet und daß eingeweid sambt den abgerißenen haus draußen uff der gemein verbrannt worden. Alß man ihn zur wahlstadt gefuhret, hat er den gantzen weg, waß ihme die geistlichen zum trost furgesagt, nachgesprochen und bei dem neundten zangengriff diese wort verlauten laßen: „herr Jesu erbarm dich mein“, also daß man an seiner seelen seeligkeit kein zweifei gehabt. Damit aber diese grausame erschreckliche that bei den nachkommen nicht vergeßen wurde, hat die obrigkeit an dem ort, da deß mißthäters haus gestanden, ein monumentum oder gedenckmal auffrich<nowiki>[S. 580]</nowiki>ten laßen, daran, wie es alles verlauffen, zu befinden.
Darauf ist er am selben ort von der haut genommen und durch den hencker bei dem arm uf die daselbst aufgeschlagenen bunen (des orts, da zuvor sein tisch gestanden) alß uff die endtliche gerichtstadt geführt, außgezogen und nidergelegt und ihme die zwo hände abgehauen, ferner mit zweien rädern uf den rechten schenckel dreimal und uf den lincken zweimal gestoßen worden, über das hat man ihn uf ein creutz, die Fleischbanck genannt, geleget und gebunden, daß herz aus dem leib geschnitten und dreimal umb daß maul geschlagen, allda sich der kopff noch gereget, den man ihme alßbald abgehauen, daß eingeweid ausgenommen und den leib in vier theil getheilt hat. Der köpf, die zwo hände und die hackhen, darmit er so viel mordthaten begangen, sind uff ein seul, da er daß weib umbgebracht, genagelt, die 4 vierthiel uf die wegscheid auch an seulen ufgehenckhet und daß eingeweid sambt den abgerißenen haus draußen uff der gemein verbrannt worden. Alß man ihn zur wahlstadt gefuhret, hat er den gantzen weg, waß ihme die geistlichen zum trost furgesagt, nachgesprochen und bei dem neundten zangengriff diese wort verlauten laßen: „herr Jesu erbarm dich mein“, also daß man an seiner seelen seeligkeit kein zweifei gehabt. Damit aber diese grausame erschreckliche that bei den nachkommen nicht vergeßen wurde, hat die obrigkeit an dem ort, da deß mißthäters haus gestanden, ein monumentum oder gedenckmal auffrich<nowiki>[S. 580]</nowiki>ten laßen, daran, wie es alles verlauffen, zu befinden.<ref>Rösler vermerkt, dass sich an dieser Stelle in M ein Gedicht anschließt.</ref>
 
Den 30. aprilis, mitwoch nach Quasimodogeniti,<ref>Marginalie: "5. Allhie".</ref> alß Ernst Günther von Feiltsch, zu Trogen wonhafft, oben in der Hintern Gaß bei einem burger mit andern von adel den tag über gezechet und vielleicht sich etwas ubel befunden, hat er den kopf uf den tisch geleget, alß wolte er schlaffen. Indeme er nun biß umb 7 hor zu abends ligend blieben und man ihn aufwecken wollen, ist er tod gefunden und den folgenden tag S. Walburgis von den kirchen- und schuldienern biß zur Untern Steinern Bruck begleitet, von dannen ferner nach Trogen geführt und daselbst begraben worden.
 
Den 6. junii,<ref>Marginalie: "Zu Ködlitz".</ref> abends umb 3 hor, hat daß wetter Hansen Schneiders zu Ködiz sohn uf dem feld daselbsten erschlagen und sonsten an vielen orten dem lieben getreid grosen schaden zugefuget.
 
Den 2. augusti fiel Lorenz Steltzner von Silberbach,<ref>Marginalie: "7. Allhie"</ref> ein 70 järiger mann, bei dem wagner oben in der stadt die stigen hinab, daß er alsbald tod blieben, und wurde den folgenden tag zu S. Lorenzen begraben.
 
Den 4. septembris ist Levin Bela,<ref>Marginalie: "8. Bei Leubnitz".</ref> ein zimmerman von Losau, alß er mit einem andern zimmerman von Nenzschka den tag über allhie gezecht und uf den abend zu haus gehen wollen, nahend bei Leimiz (allda sie ire bandhacken miteinander vertauschet und darüber in zanck gerathen) von demselben mit einem hackenhelm erschlagen und den 6. septembris hernach mit üblichem process begraben worden, der thäter aber ist alßbalden entflohen.
 
Den 14. decembris ist Phillipp Speten eines metzgers weib zu morgens tod im bett gefunden worden,<ref>Marginalie: "9. Allhie".</ref> alß sie sich den abendt zuvor, wie man vermeinet, frisch und gesundt nidergeleget und der mann unvermerckt solches leidigen fallß an ihrer seiten geschlaffen. Den vorgehenden tag ist sie in den Fleischbencken gewesen und hat sich ihren alten und der metzgern weibern gewöhnlichen brauch nach sehr bös gestellt und wacker in den haufen hinein geflucht und gescholten.


== Anmerkungen==
== Anmerkungen==

Aktuelle Version vom 15. September 2026, 13:48 Uhr

Erschreckliche böse fäll

AutorIn Enoch Widman
Entstehungszeit 1596
Entstehungsort Hof
AuftraggeberIn
Überlieferung Vgl. Chronik der Stadt Hof (Enoch Widman)
Ausgaben Vgl. Chronik der Stadt Hof (Enoch Widman)
Übersetzungen
Forschung

Text

[1] Am Palmsontag,[2] den 13. aprilis uff den abend umb 4 hor, ist Hanns Wagner, Geer genant, ein versuchter kriegsmann (welcher zu Haßlach bei Eger sein schwanger weib und 4 kinder gehabt und den Rabensteinern das gleit zu ihrer malzeit hieher gegeben)[3] in trunckner weis im spital mit einer planken über den kopff gehauen und ferner mit einem spitzigen rappier oder stilet uf die brust gestochen worden, daß er alßbald tod blieben, und wurde hernach am Charfreitag mit gesang und gebreuchlichen ceremonien zu S. Lorenzen begraben, darüber man den marckmeister, welcher den streich mit der plauten verrichtet, zur gefengnus genommen und den 7. augusti widerumb ledig gelaßen. Zum stich aber hat sich niemand bekennen wollen, ungeachtet, das es am nachforschen nicht gemangelt, daß also daß unschuldige blut ungerochen blieben.

Den 14. aprilis ist ein frau zu Selbiz im Wirtshaus von einem landtsknecht erstochen worden.[4]

Den 22. aprilis, am Osterdinstag zu abendts, hat Hanns Georg von Reizenstein seinem reuter mit dem rappier erstochen, den sich gleichwol in grimmen und schwarzen ermahnet und den edelmann mit seiner eigen buchsen alßbalden erschoßen, daß sie beede von den pferden gefallen und tod blieben, bei Sparnbegk uf freien feld geschehen.[5]

Den 28. aprilis, montag nach Quasimodogeniti, alß Hanns Eisenbeis,[6] ein wohlhabender bauer zu Eliasbrunn (ungefehr 3/4 meil wegs von Lobenstein) neben seinen knecht zu feldt gewesen und geackert, hat er umb 10 hor sich greslich zu stellen angefangen, sein schrothacken zu sich genommen und zu seinem schwangern weib (welche schon etliche wochen über die helfft gewesen und damals ein bürdlein gras an ihrem rain über dem dorff, hinten nach dem Steinbühel zu gegraset, und uf den rücken gehabt) [S. 578] kommen, welche er ganz teüfflisch ermördet, indeme er ihr den kopf und daß genicken entzwei geschlagen, das daß hirn hernach gedrungen. Fürs ander hat er sein magd, welche ein bürd streu auß dem holz geholet, ein wenig baß hinterwarz und uf dem andern rain, über dem acker drüben, am gesicht und kopff greulich und erschrecklich zerhauen und zerschlagen, daß sie fast keinen menschen gleich gesehen. Zum dritten hat er sein söhnlein bei 9 jahren in seinem garten, do es ein burdlein gras uff dem rücken und ein riemenstecklein in der handt gehabt, gleichergestalt ermordet. Zum virdten sein kleines söhnlein, welches im kuhstall neben des vatters beet in der wiegen gelegen, ableibig gemachet. Zum fünfften sein töchterlein außer der stuben. Zum sechsten seinen ehesten sohn bei 10 jharen alt, welcher in der stuben hinter dem tisch geseßen und ein schreibbuchlein sowol federn und dinten für sich gehabt. Zum siebenden sein söhnlein bei 5 jharen in der stuben bei der siedel. Zum achten abermal sein söhnlein, so ungefehrlich 6 oder 7 jhar alt gewesen, bei dem fördersten fenster in der Stuben, alle jemmerlich ermordet, mit der hacken ihnen das genick und die köpflein zerschlagen und zerschmettert, das daß hirn hindurch gerunnen und ein greulicher anblick zu sehen gewesen, mit höchster verwundung, daß der teuffel über diesen menschen, den jedermann für einen frommen gottsfurchtigen mann gehalten, so grose gewalt gehabt. Von dannen ist er wider uff sein feldt, da der knecht geackert und gearbeitet, gegangen, und sein mörderisches, teuflisches gesicht gegen dem knecht gewandt, in meinung, denselben gleichergestallt umbzubringen, welcher gleichwol daß blut an des herrn hackhen gesehen und sich mit der geisel von ihme entlediget, alßbalden auch der herrschafft zum Lobenstein solches angemeldet, da dann der stad- und landrichter ettlich volck zu sich genommen, uf des knechts bericht, in des Eisenbeis eignen höltzlein gestreifet und ihme den thäter mit blutiger hacken darinnen angetroffen und gen Lobenstein gefenglich gefuhret und ist denselben abend, obwol er von ettlichen, warumb er an seinen eignen fleisch und blut und treuen dinstboten diese erschreckliche that begangen, gefragt worden, kein einig wort von ihme zu bringen gewesen. Indeme man nun in deßen und den folgenden tag die sach an die hohe obrigkeit deren ort gebracht, und wie es mit den entleibten gehalten werden sollt, sich beleren laßen. Ist darauff mitwochs, den 30. aprilis, der ertzmörder widerumb hinaus nach Eliasbrunn über sein weib, kinder und magd (welche in 7 sargen gelegen, und er sie alle anruren mußen) gefuhret worden, aber es hat ihme niemand kein wort an gewinnen können. Nach solchem hat man die begrebnus der ermordeten, an der zaal 9 personen (daß kindt in mutter- leib mitgerechnet) furgenommen und sie uf den kirchhoff zu Eliasbrunn christlich und ehrlich zur erden bestattet, auch eine leichpredig gethun, [S. 579] in gegenwart des tädters und vieler geistlicher, adelicher und weltlicher uf 250 personen, unter welchen auch herr Johann Hoffman, canzler und der Stadtschreiber zu Gera, item herr oberforstmeister zu Salburg, begriffen gewesen. Do solches verrichtet, ist der thäter in fernere gefengliche verhafftung gen Lobenstein gefuhret und entliehen freitags, den 23. maii (alß in deßen die hohe obrigkeit an geburenden orten sich rechtens befragt und erkundigt) justificirt worden, folgender gestalt:

Erstlich ist am benambten freitag, fru umb 8 hor, Eisenbeis zum Lobenstein für gericht geführt, seine mißthaten und daß darauff gesprochene urtheil öffentlich verlesen worden, darnach hat man den thäter uf einen wagen (darauf ein keßel voll kolen und feuer und darinnen 5 zangen, item eine kuhhaut und ander werckzeug geleget war) sitzendt gebunden und aus der stadt biß ans dorff Eliasbrunn mit zweien roßen gefuhret und vor dem dorff uf die kuhhaut halb ausgezogen und mit ausgespanneten henden gelegt und mit seinen zweien zihochsen durch das dorff hinaus uf daß feldt, da er daß schwanger weib, die magd und im garten das 9 jhärlich söhnlein ermordet, geschleift und am selben ort vier grieff mit glüenden zangen gegeben, dann widerumb an daß ort, da sein haus gestanden (welches albereit zum ewigen gedechtnus hernider gerissen worden) gleichsfalls geschleifet und wider daselbsten 5 kinder umbgebracht, funff mal mit glüenden zangen gerißen.

Darauf ist er am selben ort von der haut genommen und durch den hencker bei dem arm uf die daselbst aufgeschlagenen bunen (des orts, da zuvor sein tisch gestanden) alß uff die endtliche gerichtstadt geführt, außgezogen und nidergelegt und ihme die zwo hände abgehauen, ferner mit zweien rädern uf den rechten schenckel dreimal und uf den lincken zweimal gestoßen worden, über das hat man ihn uf ein creutz, die Fleischbanck genannt, geleget und gebunden, daß herz aus dem leib geschnitten und dreimal umb daß maul geschlagen, allda sich der kopff noch gereget, den man ihme alßbald abgehauen, daß eingeweid ausgenommen und den leib in vier theil getheilt hat. Der köpf, die zwo hände und die hackhen, darmit er so viel mordthaten begangen, sind uff ein seul, da er daß weib umbgebracht, genagelt, die 4 vierthiel uf die wegscheid auch an seulen ufgehenckhet und daß eingeweid sambt den abgerißenen haus draußen uff der gemein verbrannt worden. Alß man ihn zur wahlstadt gefuhret, hat er den gantzen weg, waß ihme die geistlichen zum trost furgesagt, nachgesprochen und bei dem neundten zangengriff diese wort verlauten laßen: „herr Jesu erbarm dich mein“, also daß man an seiner seelen seeligkeit kein zweifei gehabt. Damit aber diese grausame erschreckliche that bei den nachkommen nicht vergeßen wurde, hat die obrigkeit an dem ort, da deß mißthäters haus gestanden, ein monumentum oder gedenckmal auffrich[S. 580]ten laßen, daran, wie es alles verlauffen, zu befinden.[7]

Den 30. aprilis, mitwoch nach Quasimodogeniti,[8] alß Ernst Günther von Feiltsch, zu Trogen wonhafft, oben in der Hintern Gaß bei einem burger mit andern von adel den tag über gezechet und vielleicht sich etwas ubel befunden, hat er den kopf uf den tisch geleget, alß wolte er schlaffen. Indeme er nun biß umb 7 hor zu abends ligend blieben und man ihn aufwecken wollen, ist er tod gefunden und den folgenden tag S. Walburgis von den kirchen- und schuldienern biß zur Untern Steinern Bruck begleitet, von dannen ferner nach Trogen geführt und daselbst begraben worden.

Den 6. junii,[9] abends umb 3 hor, hat daß wetter Hansen Schneiders zu Ködiz sohn uf dem feld daselbsten erschlagen und sonsten an vielen orten dem lieben getreid grosen schaden zugefuget.

Den 2. augusti fiel Lorenz Steltzner von Silberbach,[10] ein 70 järiger mann, bei dem wagner oben in der stadt die stigen hinab, daß er alsbald tod blieben, und wurde den folgenden tag zu S. Lorenzen begraben.

Den 4. septembris ist Levin Bela,[11] ein zimmerman von Losau, alß er mit einem andern zimmerman von Nenzschka den tag über allhie gezecht und uf den abend zu haus gehen wollen, nahend bei Leimiz (allda sie ire bandhacken miteinander vertauschet und darüber in zanck gerathen) von demselben mit einem hackenhelm erschlagen und den 6. septembris hernach mit üblichem process begraben worden, der thäter aber ist alßbalden entflohen.

Den 14. decembris ist Phillipp Speten eines metzgers weib zu morgens tod im bett gefunden worden,[12] alß sie sich den abendt zuvor, wie man vermeinet, frisch und gesundt nidergeleget und der mann unvermerckt solches leidigen fallß an ihrer seiten geschlaffen. Den vorgehenden tag ist sie in den Fleischbencken gewesen und hat sich ihren alten und der metzgern weibern gewöhnlichen brauch nach sehr bös gestellt und wacker in den haufen hinein geflucht und gescholten.

Anmerkungen

  1. Zitiert nach Rösler, Maria (Hg.): Enoch Widman, S. 577-580. Marginalie: "Erschreckliche böse fäll".
  2. 1606.
  3. Marginalie: "1. Uff der Rabensteiner malzeit".
  4. Marginalie: "2. Zu Selbitz".
  5. Marginalie: "3. Bei Sparnbeck."
  6. Marginalie: "4. Bei Lobenstein Hanns Eisenbeis unmenschliche thaten".
  7. Rösler vermerkt, dass sich an dieser Stelle in M ein Gedicht anschließt.
  8. Marginalie: "5. Allhie".
  9. Marginalie: "Zu Ködlitz".
  10. Marginalie: "7. Allhie"
  11. Marginalie: "8. Bei Leubnitz".
  12. Marginalie: "9. Allhie".