Frauenehre (Heinrich der Teichner) (B329): Unterschied zwischen den Versionen
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=== A Eingang (1–6) === | |||
Der Sprecher berichtet, eine junge Frau habe ihn um Rat gebeten, wie sie öffentliches Ansehen gewinnen könne. Seine Antwort folgt im nächsten Abschnitt. | |||
=== B Lehre (7–56) === | |||
Er erklärt ihr, dass nur Keuschheit ihre Ehre bewahren könne. Solange eine Dame viele Werber anhört, ihnen aber nicht nachgibt, bleibe sie allgemein beliebt. Wähle sie jedoch einen einzigen aus, würden die übrigen sie verachten. | |||
Fordere sie von einem Werber Treue und Ehebereitschaft, verspreche er ihr alles – goldene Berge, die sich später als wertlose Kiesel erweisen. So zerstöre sie ihr eigenes Herz und lebe bis zum Tod im Kummer. Wer sich von solchen Versprechungen blenden lasse, sei töricht. | |||
Darum solle sie sich besinnen: Ein Mann nehme eine Frau lieber unberührt zur Ehefrau. Sie solle jeden Werber abweisen und sich keinem hingeben, bevor er sie wirklich heirate. Zu groß sei die Gefahr, dass er später eine andere bevorzuge und sie ihre Ehre verliere. Für den, der ihr treu bleibt, solle sie ihre Keuschheit bewahren; eine voreheliche Beziehung bringe dauerhafte Schande. | |||
=== C Schluss (57–60) === | |||
Der Sprecher betont, er könne ihr keinen besseren Rat geben. | |||
Der Text endet mit der Autorsignatur Teichners. | |||
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 503) | |||
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Aktuelle Version vom 10. Februar 2026, 22:03 Uhr
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Frauenehre (B329) | |
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| AutorIn | Heinrich der Teichner |
| Entstehungszeit | Überlieferung ab 1380 |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Berlin, Staatsbibliothek: Mgf 564, 98r-99r Berlin, Staatsbibliothek: Mgq 1107, 38f. Heidelberg, Universitätsbibliothek: Cpg 384, 21v-22v Wien, Österreichische Nationalbibliothek: 2819, 69va-70ra Wien, Österreichische Nationalbibliothek: 2848, 148v-149r Wien, Österreichische Nationalbibliothek: 2901, 82vb-83ra Wien, Österreichische Nationalbibliothek: 12889, 4r-5v |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 503f. |
Inhalt
A Eingang (1–6)
Der Sprecher berichtet, eine junge Frau habe ihn um Rat gebeten, wie sie öffentliches Ansehen gewinnen könne. Seine Antwort folgt im nächsten Abschnitt.
B Lehre (7–56)
Er erklärt ihr, dass nur Keuschheit ihre Ehre bewahren könne. Solange eine Dame viele Werber anhört, ihnen aber nicht nachgibt, bleibe sie allgemein beliebt. Wähle sie jedoch einen einzigen aus, würden die übrigen sie verachten. Fordere sie von einem Werber Treue und Ehebereitschaft, verspreche er ihr alles – goldene Berge, die sich später als wertlose Kiesel erweisen. So zerstöre sie ihr eigenes Herz und lebe bis zum Tod im Kummer. Wer sich von solchen Versprechungen blenden lasse, sei töricht. Darum solle sie sich besinnen: Ein Mann nehme eine Frau lieber unberührt zur Ehefrau. Sie solle jeden Werber abweisen und sich keinem hingeben, bevor er sie wirklich heirate. Zu groß sei die Gefahr, dass er später eine andere bevorzuge und sie ihre Ehre verliere. Für den, der ihr treu bleibt, solle sie ihre Keuschheit bewahren; eine voreheliche Beziehung bringe dauerhafte Schande.
C Schluss (57–60)
Der Sprecher betont, er könne ihr keinen besseren Rat geben. Der Text endet mit der Autorsignatur Teichners.
(Ausführliche Inhaltszusammenfassung bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 503)