Werbungsgespräch B (Z39b): Unterschied zwischen den Versionen
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=== A Werbung (Str. 1–12; V. 1–99) === | |||
Das Gespräch knüpft an Motive aus Z39a an, verschiebt sie jedoch in einen stärker theologischen Rahmen. Die Bitte des Ritters um Gnade wird zur Bitte um göttliche Gnade, die zum Leitbegriff der ersten Strophen wird. Er klagt, sterben zu müssen, und stellt sich vor, seine Seele werde sich im Jenseits mit der der Dame vereinen. Die Dame reagiert mit drastischen Bildern: Sie beschreibt die Höllenqualen, die seine Seele erwarteten, und verweist schließlich auf das Jüngste Gericht, bei dem Gott als Richter über ihn stehen werde. | |||
=== B Erhörung (Str. 31–39; V. 249–317) === | |||
Der Ritter vergisst sein Leid und ist voller Freude. Zweimal kündigt die Dame die Erfüllung der Minne an, bevor sie schließlich erklärt, sie wolle ihn nun umarmen, und ihn zum Kuss auffordert. Während der Ritter in überschwängliches Lob ausbricht und sie mit Bildern von Sonne und Paradies preist, sorgt die Dame für die praktische Seite der Minne: Er solle seine Freude vor Missgünstigen verbergen und gelegentlich klagen, selbst wenn die Klage nicht aufrichtig sei. | |||
=== C Abschied (Str. 40f.; V. 318–334) === | |||
Beim Abschied bittet die Dame darum, ihre Ehre zu wahren. Der Ritter wünscht ihr Freude und hofft auf ein baldiges Wiedersehen. | |||
(Ausführliche Inhaltsangabe bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 1030f.) | |||
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Aktuelle Version vom 7. April 2026, 19:53 Uhr
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Werbungsgespräch B (Z39b); Werbungsgespräch II | |
|---|---|
| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | 14. Jhd. |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Den Haag, Königliche Bibliothek: Cod. 128 E. 2, 1ra-3ra |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 1030f.; Zapf, Volker: Werbungsgespräch I und II |
Inhalt
A Werbung (Str. 1–12; V. 1–99)
Das Gespräch knüpft an Motive aus Z39a an, verschiebt sie jedoch in einen stärker theologischen Rahmen. Die Bitte des Ritters um Gnade wird zur Bitte um göttliche Gnade, die zum Leitbegriff der ersten Strophen wird. Er klagt, sterben zu müssen, und stellt sich vor, seine Seele werde sich im Jenseits mit der der Dame vereinen. Die Dame reagiert mit drastischen Bildern: Sie beschreibt die Höllenqualen, die seine Seele erwarteten, und verweist schließlich auf das Jüngste Gericht, bei dem Gott als Richter über ihn stehen werde.
B Erhörung (Str. 31–39; V. 249–317)
Der Ritter vergisst sein Leid und ist voller Freude. Zweimal kündigt die Dame die Erfüllung der Minne an, bevor sie schließlich erklärt, sie wolle ihn nun umarmen, und ihn zum Kuss auffordert. Während der Ritter in überschwängliches Lob ausbricht und sie mit Bildern von Sonne und Paradies preist, sorgt die Dame für die praktische Seite der Minne: Er solle seine Freude vor Missgünstigen verbergen und gelegentlich klagen, selbst wenn die Klage nicht aufrichtig sei.
C Abschied (Str. 40f.; V. 318–334)
Beim Abschied bittet die Dame darum, ihre Ehre zu wahren. Der Ritter wünscht ihr Freude und hofft auf ein baldiges Wiedersehen.
(Ausführliche Inhaltsangabe bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 1030f.)