Werbungsgespräch (Z40): Unterschied zwischen den Versionen
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Der kurze Prolog fasst die Überschrift von Z39a in Versform und ergänzt sie um eine Audite-Formel. Der Sprecher nennt Ritter und Dame als Gesprächspartner sowie das Thema: das Liebesgeständnis des Ritters. | |||
=== B Gespräch zwischen Ritter und Dame (Str. 2–36; V. 8–250) === | |||
Ritter und Dame treten in denselben Rollen auf wie in Z39a, doch erhält die Dame hier ein klareres Profil, da sie sich selbst als still vor dem Ritter Sitzende beschreibt. Inhaltlich folgt das Gespräch weitgehend den Motiven aus Z39a: Minnewunde und Minnekrankheit, der Dienst-Lohn-Mechanismus, die Bitte um Gnade, verborgener Herzenskummer sowie das Versprechen ewiger Liebe und ewigen Dienstes ohne Aussicht auf Lohn. Gerade dieses letzte Motiv führt hier zum Umschwung im Verhalten der Dame. | |||
=== C Erhörung (Str. 37–51,6; V. 251–354) === | |||
Wie in Z39b ist die Erhörung an Heimlichkeit und ehrenhafte Minnepraxis gebunden. Doch anders als dort hat hier die Dame das Schlusswort: Sie verabschiedet den Ritter mit einem Segensgruß und entlässt ihn unter Gottes Schutz. Der äußere Rahmen schließt abrupt mit der Trennung der Liebenden im letzten Vers. | |||
(Ausführliche Inhaltsangabe bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 1031f.) | |||
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Aktuelle Version vom 7. April 2026, 19:54 Uhr
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Werbungsgespräch (Z40) | |
|---|---|
| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | 14. Jhd. |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Den Haag, Königliche Bibliothek: Cod. 128 E. 2, 9ra-11rb |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 1031f.; Zapf, Volker: Werbungsgespräch I und II |
Inhalt
A Prolog (Str. 1; V. 1–7)
Der kurze Prolog fasst die Überschrift von Z39a in Versform und ergänzt sie um eine Audite-Formel. Der Sprecher nennt Ritter und Dame als Gesprächspartner sowie das Thema: das Liebesgeständnis des Ritters.
B Gespräch zwischen Ritter und Dame (Str. 2–36; V. 8–250)
Ritter und Dame treten in denselben Rollen auf wie in Z39a, doch erhält die Dame hier ein klareres Profil, da sie sich selbst als still vor dem Ritter Sitzende beschreibt. Inhaltlich folgt das Gespräch weitgehend den Motiven aus Z39a: Minnewunde und Minnekrankheit, der Dienst-Lohn-Mechanismus, die Bitte um Gnade, verborgener Herzenskummer sowie das Versprechen ewiger Liebe und ewigen Dienstes ohne Aussicht auf Lohn. Gerade dieses letzte Motiv führt hier zum Umschwung im Verhalten der Dame.
C Erhörung (Str. 37–51,6; V. 251–354)
Wie in Z39b ist die Erhörung an Heimlichkeit und ehrenhafte Minnepraxis gebunden. Doch anders als dort hat hier die Dame das Schlusswort: Sie verabschiedet den Ritter mit einem Segensgruß und entlässt ihn unter Gottes Schutz. Der äußere Rahmen schließt abrupt mit der Trennung der Liebenden im letzten Vers.
(Ausführliche Inhaltsangabe bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 1031f.)