Zwettler Liebesgruß (Z4): Unterschied zwischen den Versionen
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=== A Gruß und Seligpreisung (1–21) === | |||
Der Sprecher inszeniert sich als Liebender und richtet eine anaphorisch strukturierte Reihe von Ehrenanreden an die Dame, in denen einzelne Körperpartien hervorgehoben und in Segensformeln überhöht werden. Seine eigene Glückserfahrung wird an ihren Anblick gebunden und integriert ihn in die Seligpreisung. | |||
=== B Bericht (22–31) === | |||
Der Sprecher beschreibt den Moment der Entflammung seiner Liebe und betont, dass die Dame ihn auf seine Bitte hin in ihren Dienst aufgenommen habe, was er durch eine Geste unterwürfiger Annahme bestätigt. | |||
=== C Erhörungsbitte (32–80) === | |||
Der Sprecher erneuert die direkte Anrede, erinnert an die durch die Liebe begründete Bindung und an die Erwartung gnädigen Entgegenkommens. Er verweist auf ihre Ehre, seine Gefährdung durch unerwiderte Liebe und bittet um Mäßigung ihres Unmuts. Die Hoffnung auf Heilung seiner Liebesqual durch einen Kuss, die Bekräftigung seiner Beständigkeit und die Aussicht auf einen Ausgleich strukturieren den weiteren Verlauf; die lückenhaften Schlussverse deuten auf eine erneute Bitte oder eine mögliche Reaktion der Dame. | |||
(Ausführliche Inhaltsangabe bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], S. 989f.) | |||
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Aktuelle Version vom 26. März 2026, 19:46 Uhr
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Zwettler Liebesgruß (Z4) | |
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| AutorIn | Anon. |
| Entstehungszeit | Ende 13./Anfang 14. Jhd. |
| Entstehungsort | |
| AuftraggeberIn | |
| Überlieferung | Zwettl, Stiftsbibliothek: Cod. Zwetl. 392, 102vb |
| Ausgaben | |
| Übersetzungen | |
| Forschung | Klingner, Jacob: Zwettler Liebesgruß; Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 989f. |
Inhalt
A Gruß und Seligpreisung (1–21)
Der Sprecher inszeniert sich als Liebender und richtet eine anaphorisch strukturierte Reihe von Ehrenanreden an die Dame, in denen einzelne Körperpartien hervorgehoben und in Segensformeln überhöht werden. Seine eigene Glückserfahrung wird an ihren Anblick gebunden und integriert ihn in die Seligpreisung.
B Bericht (22–31)
Der Sprecher beschreibt den Moment der Entflammung seiner Liebe und betont, dass die Dame ihn auf seine Bitte hin in ihren Dienst aufgenommen habe, was er durch eine Geste unterwürfiger Annahme bestätigt.
C Erhörungsbitte (32–80)
Der Sprecher erneuert die direkte Anrede, erinnert an die durch die Liebe begründete Bindung und an die Erwartung gnädigen Entgegenkommens. Er verweist auf ihre Ehre, seine Gefährdung durch unerwiderte Liebe und bittet um Mäßigung ihres Unmuts. Die Hoffnung auf Heilung seiner Liebesqual durch einen Kuss, die Bekräftigung seiner Beständigkeit und die Aussicht auf einen Ausgleich strukturieren den weiteren Verlauf; die lückenhaften Schlussverse deuten auf eine erneute Bitte oder eine mögliche Reaktion der Dame.
(Ausführliche Inhaltsangabe bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, S. 989f.)