Die beste höfische Gesinnung (Z72): Unterschied zwischen den Versionen

Aus Brevitas Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 11: Zeile 11:


}}
}}
==Inhalt==
=== A Frage nach der besten höfischen Gesinnung (1–36) ===
Vier berühmte Helden – Hagen, Gunther, Gernot und Rüdeger – sitzen gemeinsam beim Essen und Trinken. In ihrer Unterhaltung fordert Hagen die Runde auf zu bestimmen, wer von ihnen die vorbildlichste höfische Gesinnung besitzt. Rüdeger schlägt vor, jeder solle schildern, wie er sein restliches Leben verbringen möchte, um daran zu erkennen, wessen Herz am tapfersten und edelsten sei und sich zugleich die Zeit angenehm zu vertreiben.


=== B Antworten der vier Helden (37–174) ===
Gunther wünscht sich ein Leben in einer idealisierten Maienlandschaft, umgeben von tapferen Rittern und edlen Damen, mit Jagd, Fischfang, Festen und großzügigen Gaben an seine Gäste. Gernot möchte sich dem Einfluss der Verräter entziehen, auf Turnieren und bei der Jagd Ehre gewinnen, armen Rittern helfen und in der Fremde schöne Paläste und Damen erleben. Rüdeger träumt von einem paradiesischen Ort, an dem er einen gläsernen Saal errichtet, geschmückt mit Bildern und Geschichten, wo er mit zwei schönen Damen verborgen leben und zugleich unerschöpfliche Freigebigkeit üben kann. Hagen schließlich stellt sich eine prächtige Burg vor, gefüllt mit tausend Rittern, tausend Frauen und tausend Jungfrauen, vor deren Augen er sich in Kampf und Turnier bewähren und anschließend höfisch empfangen lassen möchte.
=== C Schluss (175f.) ===
Die Entscheidung darüber, wer die Frage am überzeugendsten beantwortet hat, wird dem Publikum überlassen.
(Ausführliche Inhaltsangabe bei [[Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden]], Band 1, S. 1076f.)


[[Kategorie:Quelle Minnerede]]
[[Kategorie:Quelle Minnerede]]

Aktuelle Version vom 8. April 2026, 19:07 Uhr

Die beste höfische Gesinnung (Z72)

AutorIn Anon.
Entstehungszeit Überlieferung 1405-1408
Entstehungsort
AuftraggeberIn
Überlieferung Brüssel, KBR: 15589-623, 99rb-100rb
Ausgaben
Übersetzungen
Forschung Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 1076f.

Inhalt

A Frage nach der besten höfischen Gesinnung (1–36)

Vier berühmte Helden – Hagen, Gunther, Gernot und Rüdeger – sitzen gemeinsam beim Essen und Trinken. In ihrer Unterhaltung fordert Hagen die Runde auf zu bestimmen, wer von ihnen die vorbildlichste höfische Gesinnung besitzt. Rüdeger schlägt vor, jeder solle schildern, wie er sein restliches Leben verbringen möchte, um daran zu erkennen, wessen Herz am tapfersten und edelsten sei und sich zugleich die Zeit angenehm zu vertreiben.

B Antworten der vier Helden (37–174)

Gunther wünscht sich ein Leben in einer idealisierten Maienlandschaft, umgeben von tapferen Rittern und edlen Damen, mit Jagd, Fischfang, Festen und großzügigen Gaben an seine Gäste. Gernot möchte sich dem Einfluss der Verräter entziehen, auf Turnieren und bei der Jagd Ehre gewinnen, armen Rittern helfen und in der Fremde schöne Paläste und Damen erleben. Rüdeger träumt von einem paradiesischen Ort, an dem er einen gläsernen Saal errichtet, geschmückt mit Bildern und Geschichten, wo er mit zwei schönen Damen verborgen leben und zugleich unerschöpfliche Freigebigkeit üben kann. Hagen schließlich stellt sich eine prächtige Burg vor, gefüllt mit tausend Rittern, tausend Frauen und tausend Jungfrauen, vor deren Augen er sich in Kampf und Turnier bewähren und anschließend höfisch empfangen lassen möchte.

C Schluss (175f.)

Die Entscheidung darüber, wer die Frage am überzeugendsten beantwortet hat, wird dem Publikum überlassen.

(Ausführliche Inhaltsangabe bei Klingner, Jacob/Lieb, Ludger: Handbuch Minnereden, Band 1, S. 1076f.)